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  • Ida d’ Fonseca

    von Lisbeth Ahlgren Jensen
    Jfr Fonseca som Pamela, handkolorierte Zeichnung von Christian Bruun.
    Namen:
    Ida d’ Fonseca
    Geburtsname: Ida Henriette da Fonseca (d’Fonseca)
    Lebensdaten:
    geb. in Kopenhagen, Dänemark
    gest. in Frederiksberg, Dänemark
    Tätigkeitsfelder:
    Sängerin, Komponistin
    Charakterisierender Satz:

    „Ikke uden Grund hilses Demoiselle Fonseca som Nordens første sangerinde. Hendes Stemme, egentligen Alt, gaaer dog uhindret ind i Sopranstemmens Gebeet, og saa bestemt og fyldigt den lavere Oktav lyder, ligesaa klangfuldt sammensmelte de høiere Toner med en Fuldkommenhed til et Heelt, hvilket torde søges forgjæves oftest hos de meest udmærkede Sangerinder.“


    „...nicht ohne Grund wird Demoiselle Fonseca als die erste Sängerin Skandinaviens begrüsst. Ihre Stimme, eigentlich ein Alt, geht jedoch unbehindert in den Bereich der Sopranstimme, und so entschieden und voll die tiefere Oktave klingt, ebenso klangvoll schmelzen die höheren Töne mit einer Vollkommenheit zu einem Ganzen zusammen, welches man des öfteren bei den vorzüglichsten Sängerinnen vergebens suchen dürfte.“


    (Dagen, 22.5.1834)


    Profil

    Ida Henriette d’Fonseca war eine hoch angesehene Altistin am Königlichen Theater in Kopenhagen, die besonders in den Kastraten-Partien in den frühen Opern Gioachino Rossinis auftrat. Zudem sang sie in verschiedenen Konzerten, sowohl in Dänemark als auch im Ausland und wurde eine Zeit lang als die beste Stimme Skandinaviens gepriesen. Zwar wurde sie früh aus ihrer Anstellung an der Oper entlassen – offziell aufgrund von zu häufigen Krankmeldungen –, erhielt jedoch nach ihrer Entlassung den Titel Königliche Kammersängerin. Von ca. 1844 bis 1848 lebte sie in Norwegen.


    Wahrscheinlich erhielt sie keinen regelmäßigen bzw. offiziellen Unterricht in Musiktheorie. Dennoch erschienen 1848 und 1853 zwei Hefte mit Gesangskompositionen, die sie unter ihrem eigenem Namen herausgab und die das belcanto-dominierte Repertoire widerspiegeln, in dem sie geschult war: Der musikalische Audruck ist auf die Vokalstimme konzentriert, die mit koloraturartigen Tonreihen sowie mit großen Sprüngen und einem Verweilen auf den höchsten Tönen reich ausgeschmückt ist. Die Begleitung ist hingegen von einfachen Klavierfigurationen und einer einfachen Harmonik gekennzeichnet. Die Lieder, die nach Texten von zeitgenössischen dänischen und norwegischen Dichtern sowie von Johann Wolfgang v. Goethe, Friedrich Schiller und Wilhelm Müller geschrieben sind, wurden nach ihrer Heimkehr nach Dänemark herausgegeben.


    Ida Henriette d’Fonseca gehört gemeinsam mit Emma Hartmann zu der ersten Generation komponierender Frauen in Dänemark.

    Orte und Länder

    Ida Henriette d’Fonseca war am Königlichen Theater in Kopenhagen als Altistin angestellt. Zudem trat sie u. a. in Schweden, Norwegen, Deutschland, Holland und England als Konzertsängerin auf. Einige Jahre lebte sie in der norwegischen Hauptstadt Christiania (Oslo).

    Biografie

    Ida Henriette d’Fonseca wuchs in bescheidenen Verhältnissen in Kopenhagen als Tochter eines eingewanderten jüdischen Wechselmaklers deutsch-portugiesischer Herkunft, Abraham d’Fonseca (ca. 1776-1849), und Marie Sofie Kiærskou (1784-1863) auf. Sie war eine der älteren unter zahlreichen Geschwistern, von denen mehrere professionelle Sängerinnen und Sänger wurden. Wie ihre ältere Schwester Emilie Susanne d’Fonseca erhielt sie privaten Gesangsunterricht bei dem italienischen Sänger, Singmeister und späteren Direktor des Königlichen Theaters in Kopenhagen Giuseppe Siboni; 1827 wurden beide Schwestern am Theater angestellt. Während Emilie scheinbar keine bemerkenswerte Sopranstimme hatte, besaß Ida eine Altstimme von seltener Schönheit und Flexibilität, und erhielt deshalb ein höheres Gehalt als ihre Schwester (vgl. Rigsarkivet, Kopenhagen, Dänemark: Det Kongelige Teaters Arkiv; Overhofmarskallatet. A. Indkomne Sager; B Kgl. Resolutioner 1842-44). Eine weitere, jüngere Schwester Julie, war ebenfalls eine Reihe von Jahren am Theater angestellt. Zwei ihrer Brüder wurden an Sibonis Musikkonservatorium ausgebildet, wurden jedoch anschließend nicht am Theater angestellt.

    Ida d’Fonseca hatte ihr Debut als Sängerin im März 1827, als sie bei einer Abendunterhaltung am Königlichen Theater mitwirkte, und im Dezember desselben Jahres gab sie mit großem Erfolg ihr Operndebut in Rossinis Oper „Tancredi“, wo sie in Männerkleidung die Titelpartie des Kreuzritters Tancredi sang. Als die italienische Sängerin Angelica Catalani 1828 in Kopenhagen gastierte, trat Ida d’Fonseca mit ihr im Duett auf; in den Rezensionen heißt es, dass sie sich in ihrer Partie neben der großen Catalani behaupten konnte: „I. Fonseca, von deren Stimme und Vortrag man mit Fug sagen kann, dass sie mit denen von Madame Catalani wetteifern können, hat in ihrer Partie in diesem Stück die grösste Gelegenheit, Bewunderung zu erwecken.“ (Kjøbenhavns Flyvende Post 31.3.1828).


    Auch in kommenden Jahren hatte sie den größten Erfolg in Rossinis „Tancredi“ sowie als Malcolm in seiner „La donna del lago“ und in D.F.E. Aubers Singspiel „Fra Diavolo“. Ihre tiefe, dunkel gefärbte Altstimme in Verbindung mit den Hosenrollen, die sie sang, trugen aber dazu bei, daß das bürgerliche Publikum sie unweiblich und fremdartig fand. Unter der letzteren Kritik hatte auch ihre Schwester Emilie zu leiden. Zudem warf man im Zuge des Antisemitismus, der etwa ab 1819 in Dänemark aufgekommen war, dem Königlichen Theater vor, in Widerspruch zum Gesetz zwei jüdische Sängerinnen angestellt zu haben, womit die Schwestern d’Fonseca gemeint waren. Das Theater verteidigte sich damit, daß beide Sängerinnen christlich getauft seien (vgl. Kjøbenhavnsposten, 15.1.1829 und 19.1. 1829), aber mit ihrer dunklen Hautfarbe und der italienischen Textaussprache, die ihnen Siboni beigebracht hatte, waren sie nicht sonderlich beliebt (vgl. Thomas Overskou, Den danske Skueplads. Fjerde Deel.København, 1862, S. 850). Emilie d’Fonseca nahm ihren Abschied vom Theater 1831, als sie sich weigerte, in den Chor überführt zu werden. Sie reiste später nach Norwegen, wo sie heiratete und großen Erfolg als Schauspielerin hatte, besonders in komischen Rollen am Theater in Christiania (Oslo).


    Ida d’Fonseca trat hauptsächlich in einem belcanto-dominierten Repertoire auf, das bei Hofe sehr beliebt war, dem bürgerlichen Publikum aber nicht gefiel. Sie wurde deshalb nur wenig in Theaterrollen eingesetzt. Hingegen wirkte sie als Solistin bei vielen Konzerten mit, u. a. in musikalischen Gesellschaften, bei Wohltätigkeitskonzerten und Hofkonzerten sowie auch bei Konzerten gastierender Sänger*innen und Musiker*innen. Zum Beispiel sang sie eine Cavatina von Simon Mayr, als die deutsche Pianistin Clara Schumann am 5. April 1842 am dänischen Hof auftrat.


    In Verbindung mit einem längeren Kuraufenthalt in Deutschland sang sie 1829 bei einigen Hofkonzerten in Hannover; 1833 wurde sie ein weiteres Mal vom Theater beurlaubt, um Giuseppe Siboni auf einer längeren Reise ins Ausland zu begleiten. In Gesellschaft mit ihnen reiste auch die Sopransängerin Sophie Østergaard (1810-1866) sowie auf der ersten Etappe der Reise ein Tenor des Theaters, mit dem sie auf der Reise von Kopenhagen nach Deutschland auftraten. In Hamburg gaben die beiden Frauen ein Konzert unter Mitwirkung von zwei örtlichen Musikern auf Flöte bzw. Geige, und später fuhren sie weiter nach Bremen und Osnabrück, wo sie im Januar und Februar 1834 bei einer unbekannten Anzahl Konzerten auftraten. Die Fahrt ging weiter nach Holland; dort folgten mindestens sechs weitere Konzerte in Amsterdam, Rotterdam und Den Haag. Das Ziel der Reise scheint London gewesen zu sein, wo Siboni den beiden Frauen eine Reihe vorteilhafter Engagements vermittelt hatte, die sie vermutlich nicht in vollem Umfang wahrnehmen konnten. Sophie Østergaard erwartete (unverheiratet) ein Kind; sie verließ Siboni und Ida d’Fonseca, um sich mit dem Vater des Kindes, einem dänischen Diplomaten, zu treffen. Ida d’Fonseca wurde während des Aufenthaltes in London krank, und Siboni schrieb schließlich an den dänischen König, um Unterstützung für die Rückreise zu erbitten (vgl. Gerhard Schepelern, Giuseppe Siboni. Bd. 1-2, København, 1989, S. 365). Auf dem Weg zurück nach Dänemark fuhren sie durch Schweden, wo Ida d’Fonseca in Göteborg bei einigen privaten Konzerten sang. Obwohl ihr Auftritt in einer Privatwohnung stattfand, erschien eine sehr lobende Besprechung ihres Gesangs in „Göteborg Handels- och Sjöfarts Tidende“, einer schwedischen Zeitung, wo der Hoffnung auch Ausdruck verliehen wurde, sie möge eines Tages wiederkommen, um in einem öffentlichen Konzert zu singen. Diese Besprechung in der schwedischen Zeitung wurde in der dänischen Zeitung „Dagen“ zitiert (siehe „charakterisierender Satz“).


    Nach ihrer Rückkehr von der Reise nahm Ida d’Fonseca ihre Tätigkeit am Theater wieder auf, wurde aber immer seltener eingesetzt. Der musikalische Geschmack hatte sich geändert und man bevorzugte zunehmend romantische Opern, bei denen das Hauptgewicht auf die Sopransängerinnen gelegt wurde und nicht auf die Kastratensänger der Opera seria. Da sie außerdem oft wegen Krankheit absagen musste und darüber hinaus ein relativ hohes Gehalt bezog, beschloss die Theaterleitung 1840, sie mit Pension zu entlassen (vgl. Det Kgl. Teaters arkiv, Register over Kgl. Resolutioner 1794-1849, Pakke 36, „18402 nr. 33-182“. Rigsarkivet. [Kopenhagen, Dänemark]). Wegen des Einnahmeverlustes ersuchte sie 1841 bei Christian VIII., der sie in seiner Zeit als Kronprinz oft und gern bei dem Hofkonzerten gehört hatte, um einen Zuschlag zur Pension und darum, zur Königlichen Kammersängerin ernannt zu werden. Die Ernennung erfolgte im Januar 1842, gleichzeitig wurde jedoch betont, dass der Titel nicht automatisch ein jährliches Gehalt zur Folge haben werde, aber dass sie jedesmal ein Honorar erhalte, wenn sie am Hof auftritt. Ida d’Fonseca hatte gehofft, dass ihr der Titel als Kammersängerin mehr Schüler*innen verschaffen würde, aber nach der Entlassung war ihre finanzielle Situation verzweifelt. In den Jahren 1844 bis 1847 lassen sich keine Konzerte in Kopenhagen nachweisen (vgl. Wilhelm Berg, Bidrag til musikens historia i Göteborg 1754-1892. Göteborg, 1914, S. 73; 191). Möglicherweise hatte Ida d’Fonseca Dänemark verlassen. Im April 1844 sang sie bei einem Konzert in Göteborg, wo sie 10 Jahre vorher in privaten Kreisen Begeisterung hervorgerufen hatte; weitere Konzerte in Göteborg sind im Januar und Februar 1846 dokumentiert (Gedruckte Programme der Konzerte sind in der Göteborger Universitätsbibliothek bewahrt. „Afficher och Programmblad“, Ny Förteckning, Kuvert 1, diverse Konzertprogramme 1844-75. [Göteborg, Schweden]. Dass es Ida d’Fonseca war, die die Soireen gab, geht aus handschriftlichen Ergänzungen auf den Programmen hervor.). In einem der Konzerte sang sie ihre eigene Vertonung von Schillers „Die Erwartung“, die in der gedruckten Ausgabe dem schwedischen Propst J.A. Grevillius gewidmet ist, der die Schillergesellschaft in Schweden gegründet hat. Ein paar Monate später sang sie vor und zwischen den beiden Vorstellungen am Theater in Christiania (Oslo) einige italienische Arien, und später suchte sie mittels Anzeigen in einer norwegischen Zeitung Schüler*innen (vgl. z. B. Den Constitutionelle 19.5.1846). Demnach hielt sie sich einige Zeit in Norwegen auf, wo ihre Schwester Emilie Susanne, die mit dem Porträtmaler L.W.Th. Bratz verheiratet war, lebte. Spätestens im Jahre 1848 kehrte Ida d’Fonseca nach Dänemark zurück. Sie ließ sich zunächst wieder in Kopenhagen nieder und zog später in die Nachbargemeinde Frederiksberg um, wo sie gemeinsam mit ihrer Mutter lebte.


    Ida d’Fonseca starb am 6. Juli 1858 in Frederiksberg.

    Würdigung

    Ida da Fonseca war besonders beliebt beim dänischen Hof und denjenigen Kreisen in Kopenhagen, die die italienische Oper höher schätzten als die französischen und deutschen Singspiele mit gesprochenem Text in dänischer Bearbeitung. Als sich das Bürgertum in den 1820ern und 1830ern allmählich als kulturtragende Schicht durchsetzte, gab es deshalb wenig Nachfrage nach dem Repertoire, das sie mit ihrer italienischen Schulung am besten beherrschte. Infolge des Einnahmeverlustes, den sie durch ihre frühe Pensionierung erlitt, musste sie ihr Einkommen durch Gesangsunterricht ergänzen, und ihre Liedkompositionen zielten vermutlich darauf ab, im Unterricht benutzt zu werden. Darüber hinaus dienten die Liedersammlungen – Romancer med Pianoforte-Accompagnement. Förste Hefte. København, Trykt hos J.D. Quist, Bog-og Nodetrykker, 1848 und Romancer med Pianoforte-Accompagnement. Andet Hefte. København, Trykt hos J.D. Quist, Bog-og Nodetrykker, 1853 –, die mit ihrem vollen Namen und dem auffällig hervorgehobenen Titel „Königliche Kammersängerin“ auf dem Titelblatt erschienen, auch dem Zweck, das Publikum weiterhin an ihre Existenz zu erinnern.

    Einige der als „Romancer“ bezeichneten Lieder sind ausgesprochen einfache Strophenlieder mit einem unkomplizierten Rhytmus, während andere als groß angelegte Balladen mit epischen Texten oder als gefühlsgetränkte und durchkomponierte Lieder ausgeformt sind. Jedes der beiden Hefte schließt ausserdem mit einer mehrstimmigen Komposition für drei bzw. vier Stimmen. Diese sind vermutlich für Vorführungen in privatem Rahmen gedacht, mit einem Sänger pro Stimme. Die Texte der Lieder stammen vorwiegend von zeitgenössischen dänischen, norwegischen und deutschen Dichtern. Eine Reihe Lieder mit anonymisiertem Verfassernamen scheinen jedoch auch an Ida d’Fonseca persönlich gerichtet zu sein, als Gelegenheitslieder von ihren Bekannten verfasst. Stilistisch werden die Kompositionen von den virtuos gestalteten und reich verzierten Melodiestimmen dominiert, während das Akkompagnement in der Regel als durchgehende Klavierfiguren geformt ist. Die Harmonik ist relativ einfach, wobei aber ab und zu überraschende Akkordfolgen vorkommen. Die Lieder wenden sich typisch an ausübende Personen, die sich selbst begleiten, und die auf den langen Fermaten der Klavierstimme verweilen können, während die Singstimme mit schnellen Koleraturen, Vorschlagsnoten und Melismen brilliert. Das unverkennbare italienische Gesangsideal, das der Kompositionsweise zugrunde liegt, erweckt in Verbindung mit den gefühlvollen lyrischen oder epischen Gedichten, die Ida d’Fonseca für ihre Vertonungen wählte, fast den Anschein einer kulturen Verbindung zwischen italienischer Melodik, deutschem, romantischenm Kompositionsverfahren und nordischer Balladentradition.

    Rezeption

    Es sind keine Rezensionen von Ida d’Fonsecas Liedern bekannt. Dass einzelne weibliche Mitglieder der königlichen Familie mehrere Exemplare der beiden Hefte besaßen, deutet jedoch darauf hin, dass die Komponistin möglicherweise Unterstützung für die Herausgabe vom dänischen Hof bekommen hat, und dass die Lieder vor allem in den höchsten Kreisen der Gesellschaft Verbreitung fanden. Drei der Lieder sind namentlich angegebenen Personen gewidmet, einer Gräfin Sophie Scheel bzw. der Pianistin Pepina Tutein, Tochter des Singmeisters Siboni und dem schwedischen Propst J.A. Grevillius.

    Werkverzeichnis

    Romancer med Pianoforte-Accompagnement. Förste Hefte. København, Trykt hos J.D. Quist, Bog-og Nodetrykker, 1848


    Darin:

    Den elskende Bondeknös, „För var jeg saa fro“. Text: A. Oehlenschläger. Græd ei, „Græd ei, naar Du er stædt i Nöd“. Text: „K.C.“.

    Vinterangst, „Maanen skinte bleg paa Snee“. Text: A. Oehlenschläger. Aly og Gulhyndy, „Fantasien svinger, sine lette Vinger“. Text: A. Oehlenschläger.

    Einsamkeit, „Wie eine trübe Wolke“. Text: Wilhelm Müller.

    Den angrende Skole-Pige, „Kjære lille Moder vær ei mere vred paa mig“. Text: Anonym.

    Vals og Romance „Mi eja Jente“. Text: Thomas –. m.

    Die spröde Schäferin, „An dem reinsten Frühlingsmorgen“. Text: J.W. Goethe.

    Maylied, „Wie herrlich leuchtet Mir die Natur“. Text: J.W. Goethe. Für drei Stimmen a Cappella (S, T/S, B)



    Romancer med Pianoforte-Accompagnement. Andet Hefte. København, Trykt hos J.D. Quist, Bog-og Nodetrykker, 1853


    Darin:

    Der Abschied, „Lass mein Aug‘ den Abschied sagen“. Text: J.W. Goethe.

    Zum neuen Jahr, „Zwischen dem alten, Zwischen dem Neuen“. Text: J.W. Goethe.

    Romance-Eccoet paa Möen, „Hvorhen vil Ecco Tonen före“. Text: Anonym.

    Romance, „Über die Berge dort“. Text: Anonym.

    Byrons Statue, „Til Slottets stolte Sale“. Text: A. Munch.

    Regnbuen, „To Mennesker Regnbuen saae“. Text: A. Oehlenschläger. Granen ved Lougen, „Hvi stander Du hist, o Gubbe graae“. Text: J. Storm Munch.

    Die Erwartung, „Hör ich das Pförtchen nicht gehen?“. Text: Fr. Schiller.

    Wechsellied zum Tanze, „Komm mit, o Schöne“. Text: J.W. Goethe. Für vier Stimmen a Cappella (S, A, T, B)

    Repertoire

    Ida d’Fonseca trat hauptsächlich in einem italienischen Repertoire auf, das von Rossinis Opern, z.B. „Tancredi“ und „La donna del lago“ („Die Dame vom See“) sowie von Singspielen von D.F.A. Auber und G. Pacini dominiert war. Die Mezzopartie in Aubers „Fra Diavolo“ wurde ihre erfolgreichste Rolle, und die einzige bekannte Abbildung von ihr zeigt sie in gerade dieser Rolle. Als Konzertsängerin trat sie u.a. in J.A.P. Schulz’ Oratorium „Christi død“ („Christi Tod“) auf, in B.G. Pergolesis „Stabat Mater“ und in Arien und Duetten von Rossini, Simon Mayr, C. Coccia und G. Pacini. Es wird aber auch betont, dass sie einfache und innige Volkslieder gesungen hat, wahrscheinlich norwegischer, schwedischer oder dänischer Herkunft.

    Quellen

    Quellen


    Rigsarkivet, Kopenhagen, Dänemark:

    Det Kongelige Teaters Arkiv; Overhofmarskallatet. A. Indkomne Sager; B Kgl. Resolutioner 1842-44.


    Göteborgs Universitetsbibliotek, Göteborg, Schweden:

    Affischer och programblad.Bloms Konserter.

    Affischer och programblad. Ny förtekning. Diverse konsertprogram 1844-75.


    Det Kongelige Danske Musikkonservatorium, Kopenhagen, Dänemark:

    Dronning Caroline Amalies Musiksamling.



    Lexikonartikel


    Dansk Biografisk Lexikon. Hg. C.F. Bricka, Kopenhagen, 1887-1905.


    Dansk Biografisk Leksikon. Hg. P. Engelstoft, Sv. Dahl. Kopenhagen, 1933-44.


    Dansk Kvindebiografisk Leksikon. Hg. J. Larsen, Kopenhagen, 2000.

    online: http://www.kvinfo.dk/side/170/


    „Johan August Grevillius“, Svenskt Biografiskt Lexikon. Hg. E. Grill, Stockholm, 1967.



    Zeitungen


    Dagen, 22.5. 1834.


    Kjøbenhavnsposten, 16.10., 23.10.,11.12.1827; 22.2.1828; 15.1., 19.1.1829; 25.3.1830; 23.12. 1833; 11.1., 17.3., 14.11., 5.12. 1834; 27.2.1837; 6.11.1843.


    Kjøbenhavns Flyvende Post, 31.3.1828.


    Theater-Blad, No. 13, 1.2.1828; No. 15. 22.2.1828.


    Allgemeine Musikalische Zeitung, Nr- 12, 24.3. 1830.


    Morgenbladet [Christiania, Norwegen], 6.5.1846


    Tidsskrift for Musik. Extra-Tillæg til Nr. 8-9. Hg. I. Ree. 1858.



    Bücher


    Blanc, T., Christiania Theaters Historie 1827-1877. Christiania, 1899.


    Holten, C.H., Af en gammel Hofmands Mindeblade. København, 1909.


    Overskou, Th., Den danske Skueplads. Fjerde Deel. København, 1862.


    Hansen, P., Den danske Skueplads. Illustreret Theaterhistorie. Bd. 2. København, ohne Jahr.


    Ravn, V.C., Koncerter og musikalske Selskaber i ældre Tid. Musikforeningens Festskrift. Første Deel. København, 1886.


    Hammerich, A., Musikforeningens Historie 1836-1886. Musikforeningens Festskrift. Anden Deel. København, 1886.


    Kong Christian VIIIs Dagbøger og Optegnelser. Hg. Det Kongelige Danske Selskab for Fædrelandets Historie. Bd. 3: 1823-1839. Kopenhagen, 1983.


    Schepelern, G., Giuseppe Siboni. Bd. 1-2. København, 1989.


    Ahlgren Jensen, L., Det kvindelige spillerum – fem kvindelige komponister i Danmark i 1800-tallet. København, 2007.


    Herresthal, H., Med Spark i Gulvet og Quinter i Bassen. Musikalske og politiske bilder fra nasjonalromantikkens gjennembrud i Norge. Universitetsforlaget, Oslo, 1993.



    Links


    http://imslp.org/wiki/Category:Fonseca%2C_Ida_Henriette_da

    http://www.kb.dk/export/sites/kb_dk/da/nb/komponentgalleri/mta/fokus-pics-2/idafons.jpg



    Diskographie


    Ida Henriette d’Fonseca – 18 sange. Helene Hvass Hansen (Sopran), Cathrine Penderup (Klavier). Danacord Butik DACOCD 777.

    Forschungsbedarf

    Es gibt viele Lücken in Ida d’Fonsecas Biographie, besonders wenn es um die näheren Umstände ihrer Konzerte in Schweden, Norwegen, Deutschland, Holland und England geht, aber auch in Bezug auf ihre Aufenthaltsorte in den Jahren 1844-1847, wo es sich dokumentieren lässt, dass sie in Schweden und Norwegen gewesen ist. Schließlich wäre es zu wünschen, dass man mehr über (ihr musikalisches Netzwerk) ihre musikalischen Beziehungen und ihre eventuellen Förderer herausfindet.

    Autor/innen

    Lisbeth Ahlgren Jensen

    Übersetzung: Kirsten Klitgaard


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Silke Wenzel
    Zuerst eingegeben am 11.12.2018


    Empfohlene Zitierweise

    Lisbeth Ahlgren Jensen, Artikel „Ida d’ Fonseca“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 11.12.2018.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Ida_d’_Fonseca