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    von Marvin J. Rehr
    Béby Kohl-Thommes
    Namen:
    Béby Kohl-Thommes
    Geburtsname: Barbe Marguerite Thommes
    Varianten: Béby Thommes, Béby Kohl, Béby Barbe Marguerite Kohl-Thommes, Béby Barbe Marguerite Thommes, Béby Barbe Marguerite Kohl, Barbara Kohl-Thommes, Barbara Thommes, Barbara Kohl, Barbara Barbe Marguerite Kohl-Thommes, Barbara Barbe Marguerite Thommes, Barbara Barbe Marguerite Kohl, Bebs Kohl-Thommes, Bebs Thommes, Bebs Kohl, Bebs Barbe Marguerite Kohl-Thommes, Bebs Barbe Marguerite Thommes, Bebs Barbe Marguerite Kohl
    Lebensdaten:
    geb. in Carling, Département Moselle, Frankreich
    gest. in Luxemburg-Stadt, Luxemburg
    Tätigkeitsfelder:
    Sopranistin, Geigerin, Pädagogin, Komponistin, Malerin
    Charakterisierender Satz:

    „Nachdem in dem ersten Konzert der bekannte junge Luxemburger Herbert Scherer ein äußerst glanzvolles Werk dargeboten hatte, stellte nun Henri Pensis in seinem Konzert vom vergangenen Donnerstag ein neues luxemburgisches Talent vor, die Sängerin Mme Beby Kohl-Thommes. Diese junge Luxemburgerin, welche es wohl verdient zu unseren berechtigten Hoffnungen gezählt zu werden, studiert augenblicklich in Genf unter der Leitung der berühmten italienischen Sängerin A. Guglielmetti, eine der besten Mozart und Rossini-Interpretinnen unserer Zeit. So ist es denn auch zu erklären, daß die reich nüancierte Stimme von Mme Kohl-Thommes besonders auf diese Art der Interpretation geschult worden ist und sie in dieser Hinsicht wirklich großes Können beweist. Der charakteristisch leichte Druck auf die Stimme, die klare Intonation und die wirklich hervorragende Diktion sowohl in französischer und deutscher, wie auch italienischer Sprache zeugen von einem unermüdlichen Fleiß und einer sicher geleiteten Ausbildung. Wir sind überzeugt, daß diese junge Sängerin, die noch mitten im Studium steht und noch einzelne geringfügige Mängel ihres Vortrages, vor allem die etwas affektierte Mimik, abzulegen haben wird, bald zu den besten Künstlerinnen ihres Fachs gerechnet werden darf.“ (TB, 29.5.1948)


    Profil

    Als Béby Kohl-Thommes 2016 im Alter von 93 Jahren verstarb, hatte sie ein langes und vielseitiges Leben als Sopranistin, Geigerin, Pädagogin, Komponistin und Malerin gelebt. Nach ihrem Gesangsstudium in Genf entschied sie sich bewusst gegen eine große Karriere als Solistin, um eine Verbindung von Beruf und Familie anzustreben. In Luxemburg wirkte sie fortan als Sopranistin in unterschiedlichen Formationen und Genres. Vor allem als Interpretin der Werke Lou Kosters, jedoch auch als Gründungsmitglied der Gesangsensembles Onst Lidd und Le Madrigal de Luxembourg, machte sie sich einen Namen. Zudem arbeitete sie als Lehrerin an der Europaschule und beschäftigte sich intensiv mit den musikpädagogischen Theorien Carl Orffs und Zoltán Kodálys. Bereits in jungen Jahren begann sie, erste eigene Stücke zu komponieren. Ab den 1970er Jahren kam eine beträchtliche Anzahl an Werken hinzu, darunter in erster Linie einstimmige Kinderlieder und Chorstücke sowie einzelne Werke für Sopran und eine Instrumental-, meist Klavierstimme. Darüber hinaus engagierte sie sich für die Verbreitung der Weltsprache Esperanto und befasste sich mit der bildenden Kunst.

    Orte und Länder

    Als Tochter luxemburgischer Eltern kam Béby Kohl-Thommes im französischen Carling, nahe der deutschen Grenze im Département Moselle, zur Welt. Nach kurzer Zeit in Frankreich zog es die Familie zurück nach Luxemburg-Stadt, wo Béby Kohl-Thommes ihre Kindheit und Jugend verbrachte und das Konservatorium besuchte. Nach zwei Studienjahren in Genf heuerte sie für eine Spielzeit am Trierer Stadttheater an, wo sie ihr erstes Engagement als Gilda in Verdis Rigoletto bekam. Von einzelnen Konzertaufenthalten im Ausland abgesehen, war ihr Lebensmittelpunkt fortan in Luxemburg – beruflich wie privat.

    Biografie

    Jean Félix Thommes lebte mit seiner Frau Marguerite im nordfranzösischen Carling, als ihre Tochter am 16. Januar 1923 das Licht der Welt erblickte: Barbe Marguerite Thommes, genannt „Béby“. Bereits fünf Jahre nach ihrer Geburt zog es die Eltern zurück in ihre luxemburgische Heimat. Hier besuchte Béby Thommes zunächst die École primaire (Grundschule), kam zum ersten Mal mit einer Geige in Berührung und begann von einer großen Karriere als Solistin zu träumen. Am städtischen Konservatorium in Luxemburg nahm sie später Unterricht in den Fächern Geige, Gesang, Solfège und Kontrapunkt. Nach der École secondaire einer weiterführenden Schule, wechselte sie 1939 an die École normale (Volksschullehrerseminar), mit dem Ziel Lehrerin zu werden. Nur kurze Zeit später bedeutete der Einbruch des Zweiten Weltkriegs einen herben Einschnitt in den bisherigen Lebensweg der jungen Thommes; im Mai 1940 begann die Invasion der deutschen Truppen.


    Ihre musikalischen Studien am Konservatorium musste Béby Kohl-Thommes unterbrechen, an der École normale wurde ein Großteil des Lehrkörpers ausgetauscht und der Lehrplan gemäß den Interessen der deutschen Besatzer umgekrempelt. Zwischen 1943 und 1944 wurde sie nach Vianden im Norden des Landes versetzt, wo sie eine Klasse der Jahrgangstufe 6 zu unterrichten hatte. Diese und weitere Kriegsgeschehnisse veranlassten Thommes zu ihrer ersten Komposition: „O Letzeburg…“, nach einem patriotischen Text von Justin Kohl, ihrem späteren Ehemann. Mit der Befreiung durch die Alliierten nahm Béby Thommes die Kurse am Konservatorium wieder auf, die sie nach wenigen Monaten mit dem Concours de violon abschließen konnte. Auch die Ausbildung an der École normale brachte sie nach Kriegsende mit einem Lehrerdiplom zu Ende.


    In der Folgezeit konzentrierte sich Béby Thommes wieder voll und ganz auf die Musik: Ab Januar 1946 studierte sie am Konservatorium in Genf, wo sie zunächst ihren Kindheitstraum weiterverfolgte, Violinsolistin zu werden. Schon zu Beginn des Studiums aber stellte sie fest, dass ein zu weiter Weg vor ihr liegen würde. Diese Erkenntnis ließ sie bald darauf eine andere Bahn einschlagen: die Geige hängte sie zwar nie an den Nagel, doch fokussierte sie sich von nun an mehr auf das Fach Gesang, in dem sie bereits einige Vorkenntnisse gesammelt hatte. Erste erfolgreiche Engagements als Sopranistin am Grand Théâtre in Genf unter der Leitung von Jean Mercier oder Karl Böhm sollten folgten. Noch in ihrem ersten Studienjahr heiratete sie Justin Kohl, den sie bereits Ende 1939 in Luxemburg kennengelernt hatte.


    Durch die Bemühungen des luxemburgischen Dirigenten Henri Pensis hatte Béby Kohl-Thommes – wie sie nun hieß – schon zu Studienzeiten häufiger die Gelegenheit, sich der heimischen Öffentlichkeit zu präsentieren, sowohl in Konzerten als auch in gemeinsamen Radioproduktionen mit dem von Pensis gegründeten Luxemburger Rundfunkorchester des Radio Télévision Luxembourg (RTL). Nach Beendigung des Studiums in Genf mit einem Diplôme de Capacité professionnelle im Fach Gesang im Jahre 1948, kehrte sie 1949 endgültig ins Großherzogtum zurück. Der Versuch, in der Großregion als Sängerin Fuß zu fassen, gestaltete sich bis auf wenige Auftrittsangebote schwierig, weshalb Kohl-Thommes zunächst die Möglichkeit ergriff, als Vertretungslehrerin in Luxemburg-Stadt und Umgebung zu arbeiten. Gleichzeitig bemühte sie sich weiterhin um Anstellungen als Sopranistin. Die erste große Rolle erhielt sie mit der Gilda in Verdis „Rigoletto“ am Stadttheater in Trier. Doch trotz der ersten vielversprechenden Anläufe war Kohl-Thommes eines schon zu einem recht frühen Zeitpunkt bewusst: der Weltkarriere als Opernsängerin würde sie ein Leben in Luxemburg vorziehen, das sowohl Familie als Beruf zuließe. Nach weiteren Konzerten im Großraum Luxemburg kam 1950 ihre erste Tochter Martine zur Welt, gefolgt von Danièle im Oktober 1951.


    Bereits im Jahr 1952 kam es zu einer Begegnung, die sowohl für die private als auch für die künstlerische Zukunft von Kohl-Thommes von weitreichender Bedeutung sein sollte: Sie traf auf die Komponistin Lou Koster (1889–1973). Die beiden Musikerinnen freundeten sich schnell an und es entwickelte sich eine für beide Seiten fruchtbare Zusammenarbeit. Der durchschlagende Erfolg eines ersten öffentlichen Konzerts – Béby Kohl-Thommes und der Bariton Camillo Felgen sangen Werke von Lou Koster, die selbst am Klavier begleitete – ermutigte Koster schließlich, ein eigenes Ensemble ins Leben zu rufen: Onst Lidd, bestehend aus Kohl-Thommes, dem Tenor Venant Arend und dem Bariton Laurent Koster. Am 1. Oktober 1964 wurde Béby Kohl-Thommes Mitbegründerin eines zweiten Vokalensembles: gemeint ist das Madrigal de Luxembourg (MdL), das sich zum Ziel setzte – so ist es in der Gründungsurkunde zu lesen – „die Gesangskunst in all ihren Formen weiterzuentwickeln und auszuüben.“ Das „Madrigal“ setzte sich aus 16 Sängerinnen und Sängern zusammen und sorgte mit einem breitgefächerten Repertoire für einige Begeisterung in Luxemburg. Das karge Musikleben des Landes mit derart neuen Impulsen zu beleben war Kohl-Thommes schon seit ihrer Rückkehr aus der Schweiz ein wichtiges Anliegen. Neben Konzerten in Luxemburg und seinen Nachbarländern waren auch Radiosendungen und CD-Produktionen Teil ihrer künstlerischen Laufbahn – sowohl als Solistin als auch im Verbund mit verschiedenen Ensembles.


    Ein zweites berufliches Standbein fand Kohl-Thommes im Lehramt: Mit dem Schuljahr 1956/1957 trat sie als feste Lehrkraft in die Europäische Schule in Luxemburg ein, wo sie bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1983 angestellt war. Standen anfangs vor allem Vertretungsstunden auf dem Wochenplan, waren es in späteren Jahren vor allem die Fächer Deutsch, Französisch, Musik und Rhythmik.


    Nachdem sie bereits zu Kriegszeiten ihre erste Komposition vollendet und auch in den Jahren danach eine gute Handvoll Stücke geschrieben hatte – darunter eine „Missa“ und ein „Tantum ergo“ –, begann Kohl-Thommes in den 1970er Jahren ein umfangreicheres kompositorisches Schaffen. Der größte Teil ihrer Werkliste setzt sich aus meist einstimmigen Kinderliedern und Kanons zusammen, teilweise mit einer schlichten rhythmischen Begleitung im Sinne Carl Orffs und Zoltán Kodálys. Hinzu kommen Stücke für gemischten Chor sowie Lieder für eine Singstimme und Klavier, vereinzelt auch Klarinette und Harfe. Inspirationsquelle für ihre Kompositionen waren meist Texte in luxemburgischer und französischer, seltener in deutscher Sprache.


    Der Zufall ließ Béby Kohl-Thommes’ Interesse für ein ganz neues Gebiet entfachen: 1972 erhielt sie die Anfrage, ein Konzert in der Weltsprache Esperanto zu singen. Obwohl sie nicht ein Wort dieser Sprache verstand, sagte sie zu. Mit diesem Konzert wurde sie zu einer Verfechterin des Esperanto, besuchte regelmäßig die internationalen Esperanto-Kongresse und ließ häufiger Lieder mit übersetztem Text in ihre Programme einfließen.


    Als Konzertsängerin blieb Béby Kohl-Thommes noch bis ins hohe Alter aktiv. In späteren Jahren sang sie häufiger auf Wohltätigkeitsveranstaltungen in Altenheimen, Pflegeheimen und Krankenhäusern.


    Béby Kohl-Thommes verstarb am 13. März 2016 mit 93 Jahren in Luxemburg-Stadt.

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    Kindheit und Jugend in Frankreich und Luxemburg


    „Ich hatte wunderbare Eltern, Marguerite und Jean Thommes, beide Luxemburger. […] Ich war fünf Jahre alt, als meine Eltern sich im Großherzogtum Luxemburg, im Rollingergrund, niedergelassen haben. Meine Eltern waren sehr bescheiden, aufrichtig, von bäuerlicher Abstammung. Mit ihrer Arbeit haben sie versucht, sich ihr Haus zu leisten, ihr kleines Auto und ein Mobiliar, in dem sie sich wohlfühlen konnten.“ (Mémo, frz.)


    Béby Kohl-Thommes erinnert sich an eine schöne Kindheit in Carling, einer kleinen Gemeinde im französischen Département Moselle an der deutschen Grenze nahe Saarbrücken, wo sie am 16. Januar 1923 als Barbe Marguerite „Béby“ Thommes zur Welt kam:


    „[Meine Eltern] haben viel gearbeitet in ihrem Leben. Meine Mutter praktisch die ganze Zeit mit meinem Vater, der entweder eine Stelle als Fahrer für große Unternehmen hatte, ein Restaurant führte oder sogar als Oberkellner in unterschiedlichen Etablissements angestellt war. Sie haben eine harmonische Ehe geführt, was dazu geführt hat, dass auch meine Jugendzeit in vollkommener Harmonie vergehen konnte“ (Mémo, frz.).


    In der Nähe von Metz besuchte sie die École maternelle (Kindergarten), wo sie bereits als junges Mädchen in engen Kontakt mit der französischen Sprache kam. Da Béby Thommes 1928, als es die Familie zurück in die Heimat der Eltern verschlug, nach eigener Aussage nicht ein Wort Luxemburgisch sprach (Mémo), dürfte auch in ihrem Elternhaus Französisch gesprochen worden sein.

    Es ging also zurück nach Luxemburg, wo die fünfjährige Béby Thommes mit ihren Eltern ein Haus in der Rue de Rollingergrund, Hausnummer 145, im Luxemburger Stadtteil Rollingergrund, westlich der Innenstadt, bezog. Im benachbarten Stadtteil Limpertsberg ging sie für sechs Jahre in die École primaire (Grundschule) im Couvent St. Joseph, einem von Nonnen aus Verdun geführten Kloster. In dieser Zeit kam sie erstmals mit einer Geige in Berührung und fand einen solchen Gefallen an dem Instrument, dass sie fortan von einer Karriere als Violinsolistin träumte. Die Leidenschaft war geweckt, doch sollte sie ihrer Tochter Danièle Kohl gegenüber noch häufig betonen, die Schwestern hätten ihr das Geigenspiel mit einer gänzlich falschen Technik beigebracht und somit einen steinigen Weg für die weitere Entwicklung gebahnt.

    Während ihrer Zeit im Couvent St. Joseph muss sie neben der Musik noch eine weitere künstlerische Beschäftigung, ein weiteres Talent an sich entdeckt haben: die Malerei. Eine frühe Bleistiftzeichnung zeigt ein Landhaus, ein Bauernhaus, signiert mit „Béby Thomes / 1932“.


    „Ich habe mich dort so wohlgefühlt, dass ich darauf bestanden habe, auch meine Ferien hinter den Klostermauern zu verbringen. Meiner Mutter kam das nur gelegen, da sie so viel arbeitete. Die darauffolgenden Jahre habe ich im Fieldgen verbracht, anschließend habe ich mich auf die die École normale vorbereitet.“ (Mémo, frz.)


    Ob Thommes neben dem „Fieldgen“ – eine Privatschule nahe des Luxemburger Hauptbahnhofs – auch das angeschlossene Internat Sainte Famille besuchte oder trotz der häufig auch abends arbeitenden Eltern zu Hause wohnte, ist nicht überliefert. Unklar ist ebenso, was genau mit der oben erwähnten Vorbereitung auf die École normale (Volksschullehrerseminar) gemeint ist. Ihren Weg als Violinistin setzte sie städtischen Konservatorium fort, wo sie sich für Kurse in den Fächern Geige, Gesang, Solfège und Kontrapunkt einschrieb. Laut Aussage ihrer Tochter soll Thommes Unterricht in Harmonielehre bei Fernand Mertens genommen haben. Unbekannt ist dagegen, ob sie die Unterrichtsstunden in dieser Zeit in Anspruch genommen hat oder erst Jahre später, im Anschluss an ihre Rückkehr nach Luxemburg. Belege hierfür fehlen. Mertens, gebürtiger Belgier, war eine der Größen im luxemburgischen Musikleben dieser Zeit. Bis 1937 wirkte er als Professor am Konservatorium und leitete über 30 Jahre hinweg die luxemburgische Militärmusik.

    Auf die wie auch immer geartete Vorbereitung folgte das erfolgreiche Bestehen der Aufnahmeprüfung an der École normale in Walferdange, nördlich von Luxemburg-Stadt, wo Béby Thommes 1939 eine Ausbildung zur Lehrerin begann, als der Zweite Weltkrieg auch das Großherzogtum erreichte.


    In den Wirren des Zweiten Weltkriegs


    „Ich stand da morgens am Rollingergrund und habe auf die Straßenbahn gewartet, die mich nach Walferdange bringen sollte, zur Schule. Und da kamen Leute entlang und haben gesagt: ‚Es kommt keine Straßenbahn, die Deutschen sind im Land." (Témoignage)


    Diese Schilderung muss sich auf den Monat Mai des Jahres 1940 beziehen, als deutsche Truppen ins Land einmarschierten und es besetzt hielten. Wie für die meisten Luxemburger bedeutete die Zeit der deutschen Besatzung auch für Béby Thommes und ihren Freund Justin Kohl, den sie zu Kriegsbeginn am 25. September 1939 kennengelernt hatte, einen tiefen Einschnitt in den bisherigen Lebensweg: Da war zunächst der Musikunterricht am Konservatorium, den sie ab 1943 aussetzen musste. Auch an der École normale kam es zu weitreichenden Veränderungen: Das bisherige Lehrpersonal wurde ausgetauscht und vorwiegend durch deutsche, jedoch auch einige folgsame luxemburgische Lehrer ersetzt. Auch wenn der Hauptfachlehrer seinen Studentinnen und Studenten wohlgesonnen war, versuchten andere Lehrer – so berichtet es Béby Thommes – die Klasse „zu drillen“ (Témoignage). Auf dem Lehrplan standen nun vor allem auf Deutschland bezogene Inhalte – etwa das Auswendiglernen deutscher Flüsse und Gebirge. Diese Veränderungen wollte sich der Klassenverbund nicht so leicht gefallen lassen und trat in Streik. Daraufhin wurden alle Beteiligten vernommen: „[E]ine von uns“, berichtet Thommes in ihren Memoiren, „ist gleich nach Deutschland gebracht worden, ohne ihre Familie wiederzusehen.“ Um den sechswöchigen Arbeitsdienst – in dieser Zeit obligatorisch – kam Thommes jedoch herum. In einem von den Nazis auferlegten Ski-Camp hatte sie sich das Bein gebrochen und kam für die Arbeit in der Landwirtschaft nicht in Betracht. Sie blieb in Luxemburg.

    Die Erlebnisse der vergangenen zwei Jahre nahm Béby Thommes 1942 zum Anlass ihrer ersten Komposition: ‚O Letzeburg…‘ für eine Singstimme und Klavier nach einem patriotischen Text von Justin Kohl. Die erste der vier Strophen beklagt das bedrückte Heimatland und gedenkt der freien und friedvollen Vergangenheit. In der zweiten Strophe wird die Mutter Maria – Schutzpatronin der Stadt Luxemburg – um Hilfe und Beistand angerufen. Strophe drei ruft die Luxemburger auf, zusammenzuhalten und auf den richtigen Moment zu warten, für die Heimat einzustehen. Ein wenig kämpferischer noch – es ist von Blutvergießen und Stolz die Rede – versucht schließlich die vierte Strophe, den Mitbürgern Mut zuzusprechen und Zuversicht zu verbreiten. Angesichts dieser Zeilen ist gut nachzuvollziehen, warum Justin Kohl ein Bekanntwerden der Partitur während dieser Zeit verhindern wollte und es leuchtet ebenso ein, warum unter mehreren Manuskripten auch eines zu finden ist, das einen anderen, religiösen und damit unverdächtigen Text enthält. Zumal – was Béby Thommes zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste – Justin Kohl nicht nur Patriot, sondern auch Widerstandskämpfer war. Eine Verhaftung hätte also für beide fatale Folgen gehabt. Verwunderlich ist dann jedoch, warum der Textautor auf dem Druck von „O Letzeburg…“ [Worré, nach 1942] nach wie vor nur mit den Initialen „J. K.“ angegeben wird. Zwar ist nicht näher bekannt, wann die Komposition mit patriotischem Text gedruckt wurde, doch scheint es nahezu ausgeschlossen, dass dies bereits während der deutschen Besatzungszeit geschah. Am unteren Rand der Druckseite jedenfalls steht geschrieben: „Lidd entstân an enger bedreckter Zeit. 1942.“ Und zusätzlich: „De Profit vun dësem Lidd gët dem Ro’de Kreiz fir de’ evakue’ert Letzeburger zo’gestalt“. Béby Thommes war stolz auf diese „Arie“, die ihr lebenslang von ganz besonderer persönlicher Bedeutung war. Erstmals aufgeführt hat sie das Stück hingegen erst am 9. Dezember 1989 bei einer Soirée musicale in Walferdange.

    Das Jahr 1943 brachte sowohl für Béby Thommes als auch für Justin Kohl eine unfreiwillige räumliche Veränderung mit sich. Nach dem Ingenieursstudium in Aachen, das Justin Kohl schon zuvor hatte abbrechen müssen, weil er den Studentenausgleichsdienst verweigert hatte, wurde er im April zur Wehrmacht eingezogen und in Lüneburg und Hamburg stationiert. In der Hoffnung, hinterher für „untauglich“ erklärt zu werden, nahm er des Öfteren Pillen ein – vergebens. Nach einer kurzen Rückkehr im September des Jahres, setzte er sich schließlich nach Frankreich ab und schloss sich dort unter dem falschem Namen Justin Simon der Widerstandsbewegung FFI (Forces françaises de l'intérieur) an. Bis Kriegsende bestand keinerlei Kontakt nach Luxemburg.

    Béby Thommes dagegen wurde von den deutschen Besatzern an eine Schule in Vianden, nahe der deutschen Grenze im Norden des Großherzogtums versetzt, wo sie einer Klasse der Jahrgangsstufe 6 als Lehrerin zugeteilt wurde – mit 20 Jahren. Ihrem Antrag, vom Lehrerdienst befreit zu werden, um sich voll und ganz auf die Musik konzentrieren zu können – sprich, um weiterhin ihre Kurse im Konservatorium besuchen zu können –, wurde nicht stattgegeben. Sie musste unterrichten. Zuvor, im Schuljahr 1942/1943, hatte sie nachweislich Kurse in Harmonielehre und Violine bei Hans Fleischer und Anton Schoenmaker besucht und beide erfolgreich abgeschlossen, letzteren sogar „mit Auszeichnung“. Dies geht aus einer Übersicht der abgenommenen Prüfungen dieses Jahrgangs hervor, die heute im Archiv der Stadt Luxemburg aufbewahrt wird (LU 11 NS_239. 17). Anschließend sah sich Thommes gezwungen, ihr Geigenspiel auf die Zeit nach dem Unterricht zu begrenzen, in der sie jeden Tag im Klassenraum übte. Trotz der Tatsache, dass sie nie einer organisierten Widerstandsgruppe angehörte, versuchte Thommes stets, „ihren kleinen persönlichen Widerstand aufzubauen“. Davon zeugt der gemeinsame Streik im Klassenverbund ebenso wie folgende Begebenheit, die sich an der Schule in Vianden zutrug:


    „Mein erster Tag verlief ein wenig dramatisch, denn man hatte uns den deutschen Gruß angetragen, selbstverständlich das Heil Hitler, das ich nicht machen wollte. Als ich nun vor dieser Klasse stand, die mich in Augenschein nahm und die ich in Augenschein nahm, da habe ich einen Jungen in einer schwarzen Uniform entdeckt, in der Uniform der Hitlerjugend also, und ich habe mir gesagt, es gibt Deutsche in meiner Klasse, denn wir befanden uns an der Grenze, es gibt wahre Luxemburger, echte Patrioten, und es gibt Luxemburger, die pro-deutsch eingestellt sind. Ich habe ihn hinausgebeten und ganz nett gefragt, ob er denn höflich sei. „Ja“ hat er gesagt. „Also wirst du Deine Kameraden morgens begrüßen“, was mein Problem gelöst hat. Übrigens war seine Art den deutschen Gruß zu machen sehr streng. Die erste Überprüfung durch den deutschen Inspektor traf mich dennoch ein wenig unvorbereitet. Er trat in die Klasse, grüßte auf Deutsch und ich dachte mir „gut, jetzt erwischt er Dich“. Doch hat die Klasse glücklicherweise geantwortet.“ (Mémo, frz.)


    Beobachtet wurde sie in der Folgezeit trotzdem. Die Begründung: Verdacht auf mangelnden Patriotismus. Im September 1944 rückten die Alliierten erstmals nach Luxemburg vor. Es folgte die Ardennenoffensive im Dezember – die für Luxemburg blutigste Schlacht des Zweiten Weltkriegs –, bevor das Großherzogtum im Januar 1945 endgültig befreit wurde. Béby Thommes war nach wie vor in Vianden. Als sie von der Befreiung hörte, ließ sie alles stehen und liegen und machte sich mit ihrem Fahrrad auf den Weg zu ihren Eltern in die Hauptstadt – auf direktem Wege immerhin rund 50 Kilometer. Trotz der permanenten Angst, unterwegs zwischen die Fronten zu geraten – hier die Deutschen, dort die Amerikaner – kam sie unversehrt an. Im Rollingergrund stand sie die letzten Kriegshandlungen dann mit einigen anderen Familien in einer Höhle an einem Felsen durch.


    Gleich nach Kriegsende nahm Thommes ihre Kurse im Konservatorium wieder auf und konnte den Concours de violon am 9. Juli 1945 erfolgreich abschließen, für den sie einen Teil aus dem Violinkonzert Nr. 7 des belgischen Komponisten Charles-Auguste de Bériot sowie eine Sonate von Antonio Vivaldi auswählte. Auch das Studium an der École normale konnte sie noch im selben Jahr zu Ende führen und erhielt am 20. September das Brevet d’instituteurs, ein Lehrerdiplom des luxemburgischen Bildungsministeriums. Ebenfalls in das Jahr 1945 fiel die erste Teilnahme an der Springprozession in Echternach. Bei dieser religiösen Prozession bewegen sich die Teilnehmer springend vor das Grab des heiligen Willibrord in der Basilika der Stadt. Dabei werden sie von mehreren Musikgruppen begleitet, die polkaähnliche Melodien vortragen. Einer solchen Musikgruppe, einer Geigengruppe, gehörte auch Thommes an. Die UNESCO setzte dieses alljährlich stattfindende Ereignis 2016 auf ihre Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Béby Thommes war die regelmäßige Teilnahme an dieser Prozession stets ein sehr wichtiges Anliegen. Zwei geistliche Kompositionen entstanden in dieser Zeit: Ein ‚Ave Maria‘, handschriftlich mit dem Datum des 24. Januar 1944 versehen, sowie ein ‚Tantum Ergo‘, das vor 1946 entstanden sein muss.


    In Genf


    Im Januar 1946 schrieb sich Thommes nach der ersten abgeschlossenen Ausbildung zur Lehrerin für ein Musikstudium am Konservatorium in Genf ein. Justin Kohl ging nach Zürich, um sein abgebrochenes Studium fortzuführen. Gleiches Land, andere Stadt – ein Zufall? Nein, vermutet Danièle Kohl, denn in der Sorge um einen erneuten Kriegsausbruch, die wohl stets präsent war, könnte die politische Neutralität der Schweiz ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Studienortes gewesen sein. Ob sie diesen Weg gemeinsam geplant hatten oder ob zunächst Justin nach Zürich ging und Béby Thommes ihm anschließend in die Schweiz folgte, wissen wir nicht. Warum aber Genf und nicht ebenfalls Zürich? Laut Danièle Kohl hatte ihre Mutter auch hierfür Gründe – und zwar sprachliche. So habe Thommes ihren Freund beauftragt, an der dortigen Universität zu erfragen, in welcher Sprache das Fach Gesang unterrichtet würde. Dieser tat, wie ihm befohlen und fand heraus: auf Deutsch. „Dann gehe ich nach Genf“, soll Thommes geantwortet haben.

    Am Genfer Konservatorium versuchte sie zunächst, ihren Kindheitstraum weiterzuverfolgen und belegte Violine im Hauptfach. In der RTL-Radiosendung >De Micro wor dobäi<, in der Raymond Toll sie 1981 zu ihrem Leben befragte, berichtet Thommes:


    „Als ich dann ins Ausland gekommen bin, das heißt auf das Conservatoire de Genève, da habe ich noch weiter Geige gemacht […] und habe aber festgestellt, Solistin zu werden, war nicht drin. Da waren Reflexe da, die nicht mehr auszubügeln waren, wie man sagen würde.“ (De Micro, lxbg.)


    In ihren Memoiren erinnert sie sich ebenfalls an diesen Moment:


    „Ich habe Geige studiert. Ich wollte immer Violinistin werden, sprich Solistin. Ich habe festgestellt, dass es ein ziemlich weiter Weg sein würde, mein Spiel zu perfektionieren und habe gleichzeitig, durch die theoretischen Kurse, die für das Studium verpflichtend waren, mit dem Gesang begonnen.“ (Mémo, frz.)


    So wurde aus dem geplanten Violinstudium ein Gesangsstudium. Parallel belegte Béby Thommes auch weiterhin Kurse im Fach Violine, wagte es jedoch nicht, in beiden Fächern ein Diplom abzulegen; durch mögliche Überforderung befürchtete sie, in beiden Fächern durchzufallen. Neben diesen eher praktisch orientierten Fächern Gesang und Violine, standen noch theoretische Kurse, etwa Harmonielehre oder Musik- und Violingeschichte auf dem Stundenplan, ergänzt durch einzelne sehr spezifische Fächer, wie Theaterregie oder Kammermusik. Im neuen Hauptfach Gesang war Thommes Meisterschülerin der italienischen Sopranistin Anna-Maria Guglielmetti von der Mailänder Scala und nahm in Basel Unterricht bei Salvatore Salvati aus Salzburg. Anders als im Fall der Violine, wo sie lange von einer Karriere als Solistin träumte, strebte sie mit ihrem Gesangsstudium zunächst keine derart ambitionierten Ziele an: Weder auf der Konzertbühne, noch im Opernhaus:


    „[I]ch hatte auch nicht gedacht Theater zu machen – ich wollte Gesang studieren, um vielleicht ins Lehramt zu gehen. Doch da hat der Regisseur der Oper in Paris, der regelmäßig nach Genf gekommen ist, der hat mich dann gefragt, ein Paar Stücke mit ihm einzustudieren, unter seiner Regie.“ (De Micro, lxbg.)


    An diese ersten Anfragen schlossen sich weitere Engagements an. Ebenfalls am Theater in Genf sang sie unter „dem großen Meister“ Karl Böhm in einer Mozart-Oper, wofür sie viel Zuspruch erhielt. Böhm habe sie anschließend gefragt, ob sie denn von Beruf Sängerin sei: „Nein, Studentin“, antwortete Thommes (De Micro). Mit den Bühnenwerken Mozarts scheint sie sich sehr wohl gefühlt zu haben: Hätte sie eine Weltkarriere anstreben wollen – so war sich Thommes sicher – dann mit den Mozart-Opern.

    In die Schweizer Zeit fällt auch die Hochzeit von Béby Thommes und Justin Kohl, die sich im Winter 1946, entschlossen zu heiraten. Die Zeremonie fand in der Weihnachtszeit, am 26. Dezember, statt.


    Am 13. Juli 1948 war in der Tageszeitung Luxemburger Wort (LW) zu lesen:


    „Diplom im Fach Gesang: Das Konservatorium zu Genf hat Mme Beby Kohl-Thommes aus Luxemburg das Diplôme de capacité verliehen, ausgehändigt nach Abschluss des vollen Studiengangs in Theorie und Praxis durch Prüfungen in den höheren Klassen.“ (LW, 13.7.1948, frz.)


    Nach etwas mehr als zwei Jahren konnte Kohl-Thommes ihr Studium bereits abschließen. Die überlieferten Bescheinigungen über das erfolgreiche Bestehen der Prüfungen datieren vom 1. November des Jahres und wurden in Luxemburg gestempelt. Hierbei dürfte es sich folglich um ein Anrechnungsverfahren des schweizerischen Abschlusses in Luxemburg handeln. „Frau Kohl-Thommès ist eine gute Musikerin und sehr eifrig in ihren Studien“ (frz.), heißt es auf einem dieser Dokumente.


    Erste Auftritte in Luxemburg


    Schon vor ihrer Rückkehr nach Luxemburg war Béby Kohl-Thommes in ihrer Heimat des Öfteren musikalisch aktiv und muss der Musikwelt des Landes – wenn auch nicht bekannt – so doch zumindest ein Begriff gewesen sein. Dies belegen zahlreiche Konzertankündigungen aus dieser Zeit – vor allem mit dem Dirigenten Henri Pensis – ebenso, wie die Tatsache, dass am 11. April 1948 eine Radiosendung mit dem Titel „Die Sängerin Béby Kohl-Thommes“ bei Radio Télévision Luxembourg (RTL) ausgestrahlt wurde („Émission luxemburgeoise: La cantatrice Béby Kohl-Thommes“). Henri Pensis war ein sehr einflussreicher Dirigent, dem es zeitlebens ein wichtiges Anliegen war, junge Musiker und Musikerinnen auf ihrem Weg zu unterstützen. So auch Béby Kohl-Thommes, für die er seit Beginn ihres Studiums zu den wichtigsten Förderern zählte. Pensis verfolgte, heißt es in den Memoiren, ihre Fortschritte in Genf sehr genau und verschaffte ihr schon früh Auftrittsmöglichkeiten in Luxemburg; den heute vorhandenen Zeitungsartikeln und Konzertankündigungen nach zu urteilen, in erster Linie zusammen mit dem von Pensis gegründeten Rundfunkorchester des RTL. Häufig wurden diese Konzerte auch in das Radioprogramm aufgenommen.

    Erstmals taucht der Name Béby Kohl-Thommes im Luxemburger Wort vom 9. Mai 1947 auf, wo auf ein „Récital de chant par Béby Kohl-Thommes“ hingewiesen wird, das am Folgetag zwischen 16:45 Uhr und 17:15 Uhr im Programm von Radio Luxemburg ausgestrahlt wurde. Näheres gibt die Programmankündigung der Tageszeitung nicht bekannt (LW, 9.5.1947). In Bad Mondorf, unmittelbar an der französischen Grenze im Südosten des Landes, gab Pensis im Sommer 1948 eine Reihe von insgesamt 14 Sommerkonzerten. Eine ausführliche Besprechung des zweiten Konzertabends im Tageblatt (TB) lautet wie folgt:


    „Nachdem in dem ersten Konzert der bekannte junge Luxemburger Herbert Scherer ein äußerst glanzvolles Werk dargeboten hatte, stellte nun Henri Pensis in seinem Konzert vom vergangenen Donnerstag ein neues luxemburgisches Talent vor, die Sängerin Mme Beby Kohl-Thommes. Diese junge Luxemburgerin, welche es wohl verdient zu unseren berechtigten Hoffnungen gezählt zu werden, studiert augenblicklich in Genf unter der Leitung der berühmten italienischen Sängerin A. Guglielmetti, eine der besten Mozart und Rossini-Interpretinnen unserer Zeit. So ist es denn auch zu erklären, daß die reich nüancierte Stimme von Mme Kohl-Thommes besonders auf diese Art der Interpretation geschult worden ist und sie in dieser Hinsicht wirklich großes Können beweist. Der charakteristisch leichte Druck auf die Stimme, die klare Intonation und die wirklich hervorragende Diktion sowohl in französischer und deutscher, wie auch italienischer Sprache zeugen von einem unermüdlichen Fleiß und einer sicher geleiteten Ausbildung. Wir sind überzeugt, daß diese junge Sängerin, die noch mitten im Studium steht und noch einzelne geringfügige Mängel ihres Vortrages, vor allem die etwas affektierte Mimik, abzulegen haben wird, bald zu den besten Künstlerinnen ihres Fachs gerechnet werden darf.“ (TB, 29.5.1948)


    Von den hier zitierten „geringfügigen Mängeln“ abgesehen, liest sich das Presseecho dieser ersten luxemburgischen Auftritte durchweg positiv, wenn auch nicht immer überschwänglich. Das Konzertprogramm dieser Zeit setzte sich zwar meist sehr ähnlich, dafür durchaus abwechslungsreich zusammen. Das Muster: Eine bunte Mischung von (bekannten?) Opernarien und Gesangsstücken, durchsetzt von kürzeren Instrumentalstücken. Anfang und Ende bilden häufig Opern-Ouvertüren und Vorspiele. So etwa beim 2. Sommerkonzert am 27. Mai 1948 in Bad Mondorf, bei dem folgende Werke auf dem Programm standen: 1. Wolfgang A. Mozart – Ouvertüre aus „Don Giovanni“ KV 527, 2. „Exsultate jubilate“ KV 165/158a, 3. Carl Maria von Weber – „Aufforderung zum Tanze“ op. 65, 4. André Gretry: „Céphale et Procris-Suite“, 5. Joseph Haydn – Rezitativ und Arie des Gabriel aus „Die Schöpfung“ Hob. XXI:2, 5. Wolfgang A. Mozart – „L’amerò, sarò costante“, Arie der Aminta aus „Il rè pastore“ KV 208, 6. Giuseppe Verdi – „Caro nome“, Arie der Gilda aus „Rigoletto“, 7. Modest Mussorgsky – „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“, 8. Richard Wagner – Vorspiel zum 3. Akt aus „Lohengrin“.


    Über den engen Kontakt zu Henri Pensis ergab sich für sich Béby Kohl-Thommes auch die Möglichkeit, an Konzerten der Jeunesses Musicales in Luxemburg teilzunehmen. Die Vereinigung der Jeunesses Musicales du Luxembourg wurde 1946 von Norbert Stelmes gegründet. In ganz Luxemburg verteilt konzipierten die Jeunesses Musicales jedes Jahr eine Konzertreihe, die zum Ziel hatte, der Jugend des Landes die unterschiedlichsten Facetten klassischer Musik näher zu bringen. Zudem war der luxemburgische Zweig der Vereinigung dem internationalen Netzwerk der Jeunesses Musicales angeschlossen, die jedes Jahr einen Kongress in einem der Mitgliedsländer veranstaltete – 1948 in Luxemburg. Zu den Interpreten gehörte auch Kohl-Thommes, die am 17. Mai 1948 in einem „Récital de chant et musique de chambre“ – Gesang und Kammermusik – auf der Studiobühne von Radio Luxemburg zu hören war. Dem Programmtitel entsprechend erklangen Instrumental- und Vokalstücke im Wechsel. Auf ein Streichquartett von Mozart sang Kohl-Thommes drei Vokalstücke von Giordani, „Caro mio ben“, Händel, „Ch’io mai vi possa“, und Rameau, „Rossignol amoureux“. Es folgte die „Appassionata“ von Beethoven, woraufhin wieder Kohl-Thommes an der Reihe war, mit Rezitativ und Arie der Susanna aus Mozarts „Le nozze di Figaro“ und Rossinis „Tua voce poco fa“. Abschließend erklang das Klaviertrio von Ravel (vgl. LW, 13.5.1948. Die Zeitungsankündigung samt Programm hat Kohl-Thommes ausgeschnitten und in ihr Fotoalbum geklebt). Laut Luxemburger Wort „verdiente sich Mme Béby Kohl Thommes, Sopran, die herzlichen Ovationen der gesamten Versammlung voll und ganz“ (LW, 3.6.1948, frz.). Ein Jahr später, am 11. April 1949, trat sie im nun nationalen Rahmen der Jeunesses Musicales mit Pensis und dem RTL-Orchester im Cercle Municipal – einem äußerst repräsentativen Palais im Zentrum von Luxemburg – auf, wiederum mit Werken von Händel und Mozart (LW, 18.5.1948, frz.).


    Nach ihrem Studium, also spätestens 1949, kehrte Kohl-Thommes – ebenso wie ihr Mann – der Schweiz den Rücken und zog zurück in ihre Heimat Luxemburg. In einem Zeitungsartikel, den Thommes ausgeschnitten und in ihr persönlichen Fotoalbum geklebt hat, wird ihr „großer Wunsch“ zitiert, „ihr Studium der Fächer Gesang, Violine und Musiktheorie in diesem Winter in den Vereinigten Staaten zu vervollkommnen.“ Aus dem davor Gesagten lässt sich schließen, dass es sich wohl um den Winter des Jahres 1948 handelt. Wie auch immer die Aussage dieses Artikels zu bewerten ist: es kam anders. Thommes versuchte in der Großregion ihrer Heimat als Sopranistin Fuß zu fassen und begann noch im selben Jahr als Vertretungslehrerin in Luxemburg-Stadt und Umgebung zu arbeiten – eine Tätigkeit, die einige Jahre später noch deutlich weiter ins Zentrum ihres Berufslebens rücken sollte. Zunächst aber bemühte sie sich weiter intensiv um Auftrittsmöglichkeiten. Erfolg hatte sie dabei unter anderem in Trier:


    „Ich habe in Trier vorgesungen und hatte gleich ein Engagement, das war 1949. Da habe ich in Trier sieben Mal >Rigoletto< gesungen.“ (De Micro, lxbg.)


    Da der grenzüberscheitende Bahnverkehr zwischen Luxemburg und Deutschland noch nicht wiederhergestellt war, musste Kohl-Thommes ihren Arbeitsweg in zwei Etappen bewältigen. Zunächst mit dem Zug aus der Hauptstadt nach Wasserbillig an der deutschen Grenze, von wo aus es dann mit dem Fahrrad weiter nach Trier ging. An ihren ersten Auftritt als Gilda im Trierer Stadttheater erinnert sie sich noch sehr lebhaft:


    „Ich hatte so einen Bammel, dass ich den ganzen Tag, als ich durch die Stadt, durch Trier, gegangen bin, praktisch keinen Menschen gesehen habe – vor lauter Bammel. Ich sehe mich in den Kulissen. Irgendwann musste ich dann die Treppen hinaufgehen, um anzufangen. Ich gucke in den Saal, ich luschere in den Saal, prall gefüllt, ich sehe nur den Dirigenten, ich höre meine Note – jetzt musst du gehen. Er war schrecklich, der erste Schritt. Als ich fertig war, als die Oper ganz zu Ende war, da hätte ich sie noch einmal gesungen, da war ich so richtig drin.“ (De Micro, lxbg.)


    Die Kritiken, so fügt sie diesem Erlebnisbericht an, seien ebenfalls „ganz gut“ gewesen – überliefert sind sie nicht. Trotz dieser positiven Bühnenerfahrungen begann Kohl-Thommes wohl schon zu diesem frühen Zeitpunkt ihrer noch gar nicht so recht oder gerade erst begonnenen Gesangslaufbahn, eine persönliche Grundsatzentscheidung zu treffen: Statt als Solistin die Bühnen der Welt zu erobern, würde sie ein familienverträgliches Leben in Luxemburg vorziehen, denn ein Leben – so schildert sie im Radiointerview – „um ewig von einem Hotelzimmer zum anderen zu gehen, nein, das war nichts für mich.“ (De Micro, lxbg.) Zu welchem Zeitpunkt diese Entscheidung fiel – ob vor, während oder erst nach ihrem Studium – wissen wir nicht.

    Einen weiteren künstlerisch-kreativen Anschluss fand Béby Kohl-Thommes bei den Compagnons de la Scène, einer Musiktheatergruppe unter der Leitung des Bariton Camillo Felgen, die ihrem Publikum unter dem Titel „Journées dramatiques et lyriques“ Bühnenabende aller Kunstformen, Gesang, Oper, Schauspiel, Lyrik und dergleichen bot. Kohl-Thommes scheint sich dieser Gruppe 1950 angeschlossen zu haben. Im Januar des Jahres erschien ihr Name in einem Zeitungsartikel erstmals in Verbindung mit den Compagnons. Mindestens drei Mal war sie zwischen Mitte Januar und Ende Februar Teil eines solchen Bühnenabends, der jeweils ausführlich besprochen wurde. Und die Gruppe wusste als Ganzes ebenso zu begeistern wie Kohl-Thommes in der Rolle des Jean, Vicomte de Morcerf, im komischen Einakter von Jules Massenet. Nach einem überschwänglichen Lob für das Bemühen um ein neues luxemburgisches Theater und die intelligente Auswahl der dargebotenen Stücke aus dem weiten Feld der französischen Literatur, geht der Rezensent des Tageblatts auch auf die künstlerischen Fähigkeiten der Darsteller ein:


    „Was die individuellen Fähigkeiten des Ensembles betrifft, heißt es den großen Hut zu ziehen […]. An die Sängerinnen, Mme Beby Kohl-Thommes und Melle Josette Jacoby, gehen die Komplimente zu gleichen Teilen, ungeachtet eines großen Unterschieds in ihrem Schauspiel, und eines feineren Unterschieds in ihren Stimmen.“ (TB, 28.1.1950, frz.)



    Béby Kohl-Thommes und Lou Koster


    Zwei Jahre später, 1949, kam es zu einer Begegnung, welche die private und berufliche Zukunft von Béby Kohl-Thommes in entscheidender Weise mitprägen sollte: Sie traf auf die Komponistin Lou Koster (1889–1973). Im Radiointerview „De Micro wor dobäi“ bei RTL schildert sie die Begebenheit:


    „Ich bin Lou Koster ’59 [sic!] begegnet, auf der Straße, und habe gesagt: ‚Wie geht es?‘. ‚Nicht gut‘, sagte sie. ‚Wieso nicht gut?‘. ‚Ach, ich habe so viele Sachen geschrieben. Und sie werden nicht gesungen‘. Und dann bin ich zu ihr gegangen und wir haben an Stücken gearbeitet. Und ich war erstaunt WAS die Frau an Kompositionen geschrieben hatte.“ (De Micro, lxbg.)


    Bei dem von Thommes angegebenen Jahr 1959 als Zeitpunkt der ersten Bekanntschaft muss es sich um einen Irrtum handeln, da schon im Laufe der 50er Jahre gemeinsame Konzerte nachzuweisen sind. Im Gespräch mit Danielle Roster, das 1996 stattgefunden hat, gab Kohl-Thommes an, Koster im Zeitraum zwischen ihrem Studium (1948) und ihrer einsetzenden Tätigkeit an der Europäischen Schule (1956) kennengelernt zu haben. Anhand eines Dokuments aus dem Nachlass von Béby Kohl-Thommes lässt sich dieses Zeitfenster noch weiter eingrenzen. Am 28. November 1952 schrieb Lou Koster an die Sängerin und erteilt ihr die freundliche Erlaubnis, sich ihrer Musik zu bedienen. Die Anrede dieses Schreibens, „Chère Mademoiselle“ – „Liebes Fräulein“ –, lässt nur einen Schluss zu: Dieses Schreiben entstammt einem noch frühen, wenig vertrauten Stadium der Bekanntschaft.


    Heute gilt Lou Koster als eine der bedeutendsten Komponistinnen des Großherzogtums. Zu Zeiten der deutschen Besatzung wurde ihr von den Nazis eine vermeintlich zu ausgeprägte Frankophilie zur Last gelegt und ihre Werke wurden von den Konzertprogrammen verbannt.


    „Lou war entmutigt. Ihre Melodien wurden ‚so gut wie‘ ignoriert. Ich schlug ihr meine Zusammenarbeit vor. Am frühen Morgen, vor meiner Tätigkeit an der Europaschule, machten wir, nach einem angenehmen gemeinsamen Frühstück, zusammen Musik. Was für eine Freude, ihre vielen Melodien auf Französisch, Deutsch und Luxemburgisch zu entdecken.“ (Béby Kohl-Thommes, zitiert nach einem Schriftstück, das heute im Archiv Lou Koster unter folgender Signatur aufbewahrt wird: LK 7A 4 sa3, frz.)


    Es begann eine produktive gemeinsame Schaffensphase zwischen den beiden Frauen, ebenso wie eine lebenslang enge Freundschaft. Schon bald sollten die regelmäßigen Treffen erste Früchte tragen. Nach ersten Konzerten im privateren Rahmen von Hauskonzerten, wurde Ende 1959 ein „Récital de poésies et de mélodies“ angekündigt, das am 22. November im Stadttheater von Luxemburg veranstaltet wurde. Die Kombination aus Gedichten ausschließlich luxemburgischer Poeten und Liedvertonungen von Lou Koster prägten das Programm. Die Komponistin begleitete dabei Béby Kohl-Thommes und den Bariton Camillo Felgen abwechselnd am Klavier – ein durchschlagender Erfolg, der die Gründung eines eigenen Vokalensembles im Jahr 1961 nach sich zog. Onst Lidd („Unser Lied“) so der Name seit 1962, wandte sich vor allem dem luxemburgischen Liedgut zu, insbesondere Sololiedern, mitunter aber auch Duetten und Terzetten, jeweils mit Klavierbegleitung. Neben den Gründungsmitgliedern Lou Koster und Béby Kohl-Thommes ergänzten später der Tenor Venant Arend und der Bariton Laurent Koster das Ensemble. Nach dem Tod Lou Kosters 1973 übernahm Jeanette Braun-Giampellegrini, den Klavierpart, die auch schon zuvor hin und wieder in den Konzerten mitwirkte. In späteren Jahren arbeitete Kohl-Thommes auch abseits des Ensembles mit Giampellegrini zusammen. Doch zurück zu Onst Lidd: Lou Koster fand mit dem Ensemble einen Klangkörper, ein Medium, um ihre Vokalwerke in die Öffentlichkeit zu tragen. Kohl-Thommes wiederum avancierte durch ihre Mitgliedschaft zu einer der Hauptinterpretinnen dieser Werkgruppe Kosters. Doch bildeten nicht ausschließlich persönliche Interessen den Hintergrund für die Gründung dieser Formation: Beiden Frauen war es seit jeher wichtig, das, wohl auch durch die lähmende Besatzungszeit, „beschränkte Musikleben in Luxemburg“ – so beschreibt es Kohl-Thommes in ihren Memoiren – zu beleben. Mit Blick auf sein primäres Repertoire ist Onst Lidd also auch als eine Initiative in diese Richtung zu sehen und wurde auch von außen so angenommen.


    Ein zweites Vokalensemble: Le Madrigal de Luxembourg


    Dieser Aspekt dürfte auch bei der Gründung des zweiten von Béby Kohl-Thommes mitgründeten Vokalensembles von Bedeutung gewesen sein: „Le Madrigal de Luxembourg“ (MdL), gegründet am 1. Oktober 1964, mit dem Ziel – so heißt es in der Gründungsurkunde als gemeinnütziger Verein – „die Gesangskunst in allen ihren Formen weiterzuentwickeln und auszuüben.“ Das tut es bis heute. Unter der Leitung des ersten Direktors Bruno Wyzuj formierte sich das „Madrigal“ als Kammerchor, der bis zu 20 Vokalsolisten vereinte. Die im Namen verankerte Gattung des Madrigals lässt auf den ersten Blick ein Repertoire aus Renaissance und Barock erwarten. Und in der Tat finden sich diese beiden musikalischen Epochen in den Konzertprogrammen wieder, jedoch vielfach kombiniert oder kontrastiert mit Musik aus späteren Jahrhunderten. So auch im ersten öffentlichen Konzert im Januar 1965 wo die beiden „Liebesliederwalzerzyklen“ op. 52 und op. 65 von Johannes Brahms als Konterpart dienten. Dieser erste Auftritt im Speziellen aber auch die Gründung des Ensembles im Allgemeinen, bestehend aus, wie es in der Lokalpresse heißt, „luxemburgischen Kräften“, lösten große Begeisterung aus:


    „Die Freude und Genugtuung des einheimischen Musikfreundes und -kenners ist immer dann besonders groß, wenn eine hervorragende musikalische Darbietung von luxemburgischen Kräften bestritten wurde. Da man weiß, daß das leider nicht allzu oft der Fall ist, kann man den Enthusiasmus verstehen, mit dem wir den neugegründeten ‚Madrigal de Luxembourg‘ nach seinem ersten Auftreten vor geladenen Zuhörern im Hall des Staatsmuseums begrüßen mochten.“ (LW, 30.1.1965)


    Ob dieser Tatsache wurde über die ein oder andere „selbstverständliche Kinderkrankheit“ großzügig hinweggesehen. So heißt es im Luxemburger Wort weiter:


    „Der Ankündigung, Bruno Wyzuj wolle einen Kammerchor gründen, konnte man schon skeptisch gegenüberstehen. Und wer unbedingt ein Haar in der Suppe finden wollte, der mochte auszusetzen haben, daß etwa das starke Crescendo und Decrescendo auf dem Schlußakkord dieses oder jenes Stückes nach unmotivierter Effekthascherei aussah, daß der Klang des Ensembles im piano noch etwas reiner sein könnte (außer der Zugabe, die vollendet war) und noch vielleicht etliches mehr; alles Dinge, die ich als selbstverständliche Kinderkrankheiten eines neugegründeten Ensembles abtun möchte. Was bleibt ist der unauslöschliche Eindruck eines mit Wagemut und Sachkenntnis begonnenen Unternehmens, das sich gleich bei seinem ersten Auftreten recht voreilhaft als eine von hohem Geist getragene Institution in unserm kulturellen Leben klassierte.“ (ebd.)


    Vor allem in den 1960er und -70er Jahren war das MdL sehr aktiv und beeinflusste das Luxemburger Musik- und Kulturleben. Neben Konzerten im eigenen Land standen auch zahlreiche Auslandsreisen mit Gastspielen und Festivalauftritten zu Buche, in Salzburg etwa, in Straßburg oder Paris. Als Leiterin von Büro und Sekretariat engagierte sich Béby Kohl-Thommes auch hinter der Bühne und dürfte an der Organisation der Konzerte und Reisen entscheidenden Anteil genommen haben. Ihr Einfluss auf die Geschicke des Ensembles wurde ebenfalls deutlich, als es Bruno Wyzuj nach nur einem Jahr zu ersetzen galt. Auf ihren Vorschlag hin übernahm Daniel Schertzer, einer ihrer Kollegen an der Europaschule, die Nachfolge. Unter seiner Führung muss sich das „Madrigal de Luxembourg“ zu einem europaweit geschätzten Klangkörper entwickelt haben. Anders ließe sich eine Kooperation mit der „Musica da Camera“ aus Amsterdam unter Leitung von Ton Koopman nicht erklären. Ein undatiertes Programmheft im Nachlass der Sängerin (Quelle IV.12) zeigt eine Abfolge von Stücken unterschiedlicher Besetzung, vornehmlich aus der Zeit der Renaissance. Auf die Fragen, wann und wo dieses Konzert stattgefunden hat, gibt es keine Antworten. Der einzige Hinweis auf den Ort des Geschehens ist die Tatsache, dass das Programmheft in französischer Sprache gedruckt wurde.


    Erste Tonaufnahmen, weitere Konzerte und eine Pause


    Bereits ein Jahr nach der Bühnenpremiere in Trier, tauchen erste Gesangsaufnahmen von Béby Kohl-Thommes auf, dokumentiert auf einer eigens für diesen Artikel zusammengestellten Liste des „Centre National de l’Audiovisuel“ (CNA) in Luxemburg. Der erste Eintrag datiert vom 21. Oktober 1950; zusammen mit dem RTL-Orchester unter Henri Pensis wurden zwei Arien aus Gounods „Faust“ eingespielt bzw. eingesungen. Pensis scheint also erneut seinen Einfluss für Kohl-Thommes geltend gemacht zu haben. Kurze Zeit darauf, am 21. Januar 1951, wurde die erste Schallplatte unter ihrer Beteiligung publiziert: Ein Vinyl mit dem Titel „Frühlingstraum“ erschien beim luxemburgischen Label Edy & Noël.

    Zwischen 1951 und 1953 tritt eine Lücke auf, sowohl was die Aufnahmen, die Radio-, und auch die Konzertauftritte angeht. Der Grund für diesen temporären Rückzug ins Private liegt auf der Hand: die Familie. Innerhalb von zwei Jahren wurden Béby Kohl-Thommes und Justin Kohl Eltern zweier Töchter: Martine, geboren 1950, und Danièle, geboren 1951. Nach gut zwei Jahren Auszeit sind ab 1953 wieder erste berufliche Aktivitäten auszumachen, so am 27. Februar 1953 mit der Aufnahme mehrerer Koster-Lieder in deutscher, französischer und luxemburgischer Sprache, ein weiterer Beleg dafür, dass sich Koster und Thommes nicht erst 1959 kennengelernt haben können.


    1954 gab sie ein – wie Rezensent Julot Faber im Letzeburger Land (LL) schreibt – „volkstümliches“ Konzert mit der Societé de chant „Orphéon de Luxembourg“ unter „Herrn Nic. Schuh“. Auf dem Programmzettel stand eine „überreiche Auswahl bekannter Lieder“ und „manches zu Unrecht vergessene Lied“. Konkreter wird Faber nicht. „Unter den Solisten“, so Faber weiter, „waren es besonders Madame Beby Kohl-Thommes und Herr Nic. Schuh, die ihrem Rufe als Kammersänger alle Ehre machten.“ (LL, 19.3.1954).

    Für Radio Luxemburg entstand im August 1954 die Aufnahme der einaktigen Oper „Letzebuerger Rousen“ mit Musik von René Merzig nach einem Libretto von E. Faber. Solist war neben Béby Kohl-Thommes der Bariton Camillo Felgen, mit dem sie schon bei den „Compagnons de la Scène“ zusammengearbeitet hatte. Es sollte noch eine Vielzahl gemeinsamer Einspielungen folgen.

    Zehn Jahre später findet sich neben den zahlreichen positiven, wohlwollenden Besprechungen auch ein Konzertbericht, der – was die Bühnenhandlung betrifft, nicht die Musik – einige Abstriche macht: Im Rahmen der Wiltzer Festspiele 1964 – Wiltz liegt im Norden des Landes – war Kohl-Thommes Teil einer Inszenierung von Bizets „Carmen“, zusammen mit dem Grand Orchestre de Liège unter René Desfossez, der Chorale Mixte du Conservatoire und Margarita Lilowa in der Titelrolle. Von der Aufführung auf der ausverkauften Freilichtbühne berichtet Guy Wagner der Zeitung d’Letzeburger Land und schwärmt zunächst von der instrumentalen Darbietung:


    „René Desfossez, der das ‚Grand Orchestre de Liège‘ in Wiltz dirigierte, vermittelte uns die Glut und die Pracht der Musik von Bizet. Seine Leitung war voller Nuancen, Feinheiten und rhythmischer Präzision. Er entlockte dem Orchester, das begeistert mitging und hinreißend spielte, eine Klangfülle und eine Phrasierung von seltener Eindringlichkeit.“


    Erste Einschränkungen gibt es bei der Bewertung der Chöre, wohingegen Margarita Lilowa „eine großartige großartige Carmen“ war, „die herrlichste Verkörperung dieser Rolle“. „Ivy Flesch-Weydert und Béby Kohl-Thommes gefielen besonders in der Kartenszene, in der sie in frohem Zukunftsglück schwelgten.“ Die Frage, ob diese Aufführung der „Carmen“ festspielreif war, beantwortet Wagner dann allerdings etwas überraschend so:


    „Ich glaube kaum. Dafür fehlte es ihr an Geschlossenheit, an Homogenität – bei den Sängern stachen nur die beiden Hauptdarsteller hervor – an geschickter Regie, – die Massenszenen waren ein buntes Durcheinander, die weite natürliche Kulisse war zu wenig ausgenutzt.“ (LL, 31.7.1964)



    Als Lehrerin an der Europäischen Schule


    Nachdem Kohl-Thommes 1949 – damals noch eher aus der Not geboren – mit ihrer Lehrtätigkeit als flexible Vertretungskraft begonnen hatte und während sie bereits mit Lou Koster an deren Vokalwerken arbeitete, trat sie mit dem Schuljahr 1956/1957 in den festen Lehrdienst ein, und zwar an der Europäischen Schule in Luxemburg, wo sie die Fächer Deutsch, Französisch und Musik unterrichte. Im angeschlossenen Kindergarten gab sie zudem Rhythmikunterricht. Neben der praktischen Ausübung des Gesangs wurde ihr die Pädagogik im Allgemeinen, die Musikpädagogik im Speziellen, nicht nur zu einem zweiten beruflichen Standbein, sondern zu einer zweiten Leidenschaft, in die sie viel investierte und für die sie sich sehr engagierte. Mit der befreundeten Kollegin Ivy Flesch – mit der Kohl-Thommes bereits in Genf studiert und für kurze Zeit sogar zusammengewohnt hatte – traf sie sich abseits der Schule, um musikpädagogische Experimente durchzuführen und über neueste Entwicklungen in diesem Gebiet zu debattieren. Zudem nahm sie immer wieder Möglichkeiten wahr, sich auf dem Gebiet der Musikpädagogik weiterzubilden; vornehmlich anhand der entsprechenden Theorien der Komponisten Carl Orff und Zoltán Kodály. So ist etwa ihre Teilnahme an einem „Cours Kodaly-Orff“ beurkundet, der vom 3. bis 8. August 1972 von Gábor Friss, Konrektor der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest, und Léopold Winandy, vom städtischen Konservatorium in Esch-sur-Alzette, der zweitgrößten Stadt Luxemburgs, ebendort abgehalten wurde. In zeitlicher Kohärenz zu ihrem Eintritt in den Schuldienst begann sie auch Studioaufnahmen mit einem Kinderchor zu machen, der in der Liste des CNA als „Chorale Enfantine Béby Kohl-Thommes“ geführt wird. Wie sich dieser Chor zusammensetzte – ob etwa aus Schülerinnen und Schülern ihrer Schule oder anderen Kindern – ist nicht bekannt. Auch ob Kohl-Thommes einen offiziell nach ihr benannten Chor ins Leben gerufen hat, wissen wir nicht.



    Der Geiger von Echternach


    1972 war das Jahr einer ganz besonderen Aufführung: Lou Kosters „Der Geiger von Echternach“ wurde am 9. Juli uraufgeführt – passenderweise in der Basilika in Echternach. Die große Ballade für Solisten, Chor und Orchester nach einem Text von Nikolaus Welter bildet das letzte große und eines der Hauptwerke im Schaffen der zu diesem Zeitpunkt hochbetagten Komponisten und war gleichzeitig ihr größter öffentlicher Erfolg. Als Sopransolistin war auch Béby Kohl-Thommes an dieser Premiere beteiligt, ebenso wie die anderen beiden Solisten des Ensembles „Onst Lidd“, Venant Arend und Laurent Koster sowie der „Chorale Municipale Uelzecht“, also der städtische Chor aus Esch-sur-Alzette, und das RTL-Orchester. Die Leitung hatte Pierre Cao inne. „Für Lou war dies ein erhabener Moment. Und als man sie begrüßte, habe ich sie im Arm gehalten. Sie hat so sehr gezittert, dass ich befürchtete, sie würde jeden Augenblick in Ohnmacht fallen“ (Mémo, frz.). Die Generalprobe zwei Tage zuvor im großen Saal der Villa Louvigny, dem ehemaligen Hauptgebäude von RTL, wurde mitgeschnitten und später als CD veröffentlicht.



    Internacia Fervojista Esperanto-Federacio


    Auch mit der Weltsprache Esperanto kam Béby Kohl-Thommes in diesem Jahr 1972 erstmals in Berührung:


    „Ich bin gefragt worden, ob ich in Klierf auf dem Esperanto-Kongress singen möchte und ich wusste nicht, was Esperanto war. Mein Repertoire wurde übersetzt und ich habe es auswendig gelernt und gesungen. NNun habe ich ’81, vor drei Wochen, in Regensburg, einen Dvořák auf Esperanto gesungen, und ich muss sagen, ich spreche es, ich verstehe es, und ich habe es auswendig gesungen, mit ganz viel Freude.“ (De Micro, lxbg.)


    Eine eher zufällige Fügung also, die jedoch bleibenden Eindruck hinterlassen sollte. Kohl-Thommes lernte die Sprache, bemühte sich um ihre Verbreitung, besuchte mehrere weltweit stattfindende Kongresse der Internacia Fervojista Esperanto-Federacio – so 1972 in Hamburg – und nahm mehrere übersetzte Vokalwerke in ihr Gesangsrepertoire auf: Mozarts Arie „Voy che sapete“ aus „Le nozze di Figaro“ oder auch einige Lieder von Koster. Drei Lieder entstammen sogar ihrer eigenen Hand, eins davon mit selbstgeschriebenem Text: „Infanoj de Ciuj Landoj…“.



    …die paar kleinen Noten… – Béby Kohl-Thommes als Komponistin


    Nachdem sich Béby Kohl-Thommes bis in die 1970er-Jahre hinein hauptsächlich mit fremden Kompositionen und deren Interpretation befasst hatte, setzte in dieser Phase ihres Lebens eine umfassendere Arbeit an eigenen Werken ein – Kinderlieder und Kanons vor allem, jedoch auch Vokalstücke für eine Singstimme und Instrumentalbegleitung.

    Die Verwendung des Komparativs „umfassendere“ ist hier ganz bewusst gewählt, da Kohl-Thommes – wie an entsprechender Stelle erwähnt – bereits während des Zweiten Weltkriegs, dann in Genf und auch in der unmittelbar anschließenden Zeit, kompositorisch tätig war. Fünf Werke sind uns aus dieser ersten Periode bekannt: Das bereits beschriebene „O Letztburg…“ nach einem Text von Justin Kohl, ein „Ave Maria“, ein „Tantum Ergo“, eine „Missa“ sowie ein „Consolatrix afflictorum“. Die „Arie“ „O Letzeburg…“ wurde oben bereits hinlänglich beschrieben. Das 25 Takte zählende „Ave Maria“ liegt in zwei Manuskriptfassungen vor, die beide auf den 28. Januar 1944 datiert sind. Mit der Vortragsbezeichnung Moderato steht das Stück für 4 Singstimmen. Auffällig sind die sonst eher selten auftretenden agogischen Eintragungen. Für das „Tantum Ergo“ fertigte Kohl-Thommes neben einer ersten Fassung für Klavier und 2 Solostimmen, Sopran und Alt, noch eine zweite Fassung für Klavier, Sopran und eine Sologeige an. Einer Datierung auf der Mappe nach zu urteilen, in der sie die Manuskripte aufbewahrte, muss dies vor 1946 geschehen sein. Es folgt die „Missa“ für 2 Singstimmen, gedruckt am 30. April 1954. Das Stück steht im Tempo alla breve und unterteilt sich in vier Sätze:

    I Kyrie. Sostenuto – Piu mosso – Tempo I; II Sanctus. Andante – Andante con moto – Allegretto – poco sostenuto; III Benedictus. Adagio sostenuto – Maestoso; IV Agnus Dei. Sostenuto – Andante.

    Bei dem ‚Consolatrix afflictorum‘ handelt es sich um die Bearbeitung eines gleichnamigen Werkes des luxemburgischen Komponisten und Organisten Jean-Pierre Beicht (1869–1925), nach einem deutschen Text von Nikolaus Welter. Kohl-Thommes setzte die drei Textstrophen in ein Andantino für 2 Singstimmen.

    Nach allem, was wir wissen, geht also die erste Schaffensphase – wenn man so will – mit dieser Bearbeitung zu Ende. Für die folgenden 14 Jahre ist keine Komposition aus ihrer Hand bekannt. Ob es noch mehr gibt? Möglich. Sollte sie eine Schaffenspause eingelegt haben, so liegt der Grund hierfür im Verborgenen.


    Mit ‚Kröschtliddchen‘ von August 1970 nach einem Text von Albert Elsen beginnt schließlich ihre zweite Schaffensphase.

    Für die nun folgende Zeit existieren einige widersprüchliche Aussagen bezüglich ihres eigenen Œuvres, was ihre Beweggründe angeht zum einen, die Anzahl der Werke zum anderen. Im Radio Interview „De Micro wor dobäi“ berichtete sie Raymond Toll, was sie dazu veranlasste, mit dem Komponieren zu beginnen. Zunächst bezeichnet sie ihre Werke als „die paar kleinen Noten“. Weiter habe sie schon immer mal etwas schreiben wollen, sei aber nie richtig dazu gekommen, bis sie einen Text des Dichters René Kartheiser gelesen habe, der sie rhythmisch „ein bisschen inspiriert“ habe. So seien dann ein paar Noten auf das Papier gekommen. Alles in allem klingen diese Aussagen doch sehr bescheiden und zurückhaltend und erwecken den Eindruck, als habe sie eine zufällige Inspiration dazu verleitet, das Notenpapier herauszuholen. Was sie dabei mit keiner Silbe erwähnt, sind die Kompositionen aus der ersten Schaffenszeit. Warum nicht? Hatte sie diese Werke vergessen? Verband sie schlechte Erinnerungen mit ihnen? Oder hielt sie diese Werke für irrelevant? Weiterhin hatte Kohl-Thommes zum Zeitpunkt des Interviews bereits exakt 130 Kompositionen fertiggestellt – die früheren mit eingerechnet. Anschließend erzählt sie, dass seit sie keinen Kartheiser mehr lese, nichts mehr „komme“ und sie daher im Moment gar nicht mehr schreibe. „Im Moment“ meint hier das Jahr 1981. René Kartheiser also als einzige Inspirationsquelle? Vermutlich nicht, denn das letzte Lied nach einem Gedicht von René Kartheiser heißt „Bei dem Mound“ nach einem luxemburgischen Text, und wurde laut handschriftlicher Signatur am 3. Dezember 1977 komponiert. In den folgenden anderthalb Jahren bis 1979 komponierte Kohl-Thommes indes noch 36 Vokalstücke nach Texten von 15 verschiedenen Dichtern und Dichterinnen, darunter ein Text in Esperanto von ihr selbst. Dann folgt tatsächlich eine Lücke bis zum Interviewtermin, ehe sie im November 1982 wieder ein Werk abschloss.


    Deutlich losgelöster von der Person René Kartheiser beschreibt sie den Kompositionsprozess in ihren Memoiren: „Wenn ich einen schönen Text oder ein Gedicht entdeckt habe, der mich ansprach, habe ich versucht, sie in Musik zu setzen, Melodien zu finden, die ihrer würdig sind, oder sie zu harmonisieren.“ (Mémo, frz.) Seltsam ist, neben diesen Aussagen zur Entstehung der Werke, dass ihr langjähriger Weggefährte Venant Arend in einem Nachruf von „etwa dreißig Liedern“ spricht. In Wahrheit sind es rund 180. Auch hier stellt sich die Frage nach dem Warum. Schließlich ist es durchaus verwunderlich, wenn selbst ein enger Vertrauter ihr kompositorisches Werk nur erahnen kann. Befand Béby Kohl-Thommes ihre Kompositionen für nicht gut genug, für irrelevant, um mit ihnen auf befreundete Musiker zuzugehen? Dem entgegen steht die Tatsache, dass sie immer mal wieder versuchte, ihre Stücke aus dem heimischen Musikzimmer in die Öffentlichkeit zu tragen. Hierfür nutzte sie entweder ihre eigenen Konzerte und die Konzerte des MdL, oder aber sie schrieb an andere Musiker und Kulturschaffende, in der Hoffnung diese würden ihre Kompositionen in ihr Programm integrieren:


    „Heute habe ich Reine Thomas drei meiner kleinen Lieder mitgegeben. Vielleicht werden sie vom Beggener Chor gesungen: Lee dech an d’Graas, de Wand und Oh la he. Zwei weitere Lieder auf einen Text von Pol Pütz liegen in den Händen von Yvonne Maks, die sie vielleicht am 15. Dezember in Walferdange singen wird.“ (Mémo, frz.)


    Mit dem hier angesprochenen Konzert in Walferdange dürfte eine der „Soirées musicales“ gemeint sein, die alljährlich im Centre Prince Henri stattfanden, und bei denen auch Béby Kohl-Thommes in späteren Jahren häufiger aufgetreten ist. Der „Beggener Chor“ meint wohl den Jugendkouer Beggener Karmeschen.


    Nun sind einige Zahlen, Daten, Gattungen und Namen bereits gefallen. Was aber konkret hat Béby Kohl-Thommes komponiert? Ihr Œuvre, das einen Zeitraum von 1942 bis zum 18. Januar 1997 abdeckt, zählt 184 Kompositionen, Bearbeitungen und Skizzen. Bis auf wenige Ausnahmen liegen die Werke als Manuskript oder Reinschrift vor, zumeist handschriftlich mit Datum und Namenkürzel versehen. Nur 19 Werke tragen kein Datum. Das zahlenmäßige Übergewicht bilden einstimmige Vokalstücke, deren Hauptzielgruppe wohl vor allem Kinderchöre sind. Eine explizite Besetzungsangabe enthalten die Notenseiten zwar nicht, doch deuten entweder das Sujet bzw. der Titel – „Kanner an der Paus“, „De Päiperléck“ („Der Schmetterling“), „Den Hampelmann“, „Den Apel“ – oder die schlichte musikalische Struktur darauf hin. 27 dieser Lieder notierte sie in einem Skizzenheft, das mit „27 Mélodies“ betitelt ist, weitere 15 Stücke stehen in einem zweiten Notenbuch. 22 Kinderlieder nach Texten von René Kartheiser veröffentlichte Kohl-Thommes auf zwei Schallplatten: „All meng Lidder“ (1975) und „All meng Lidder 2“ (1977) für Gesang, Gitarre, Flöte, Klavier und Orff-Instrumentarium. Für einige ausgewählte Stücke finden sich in einem separaten Skizzenheft rhythmische Instrumentalbegleitungen mit Instrumenten wie Sopran- und Altglocke sowie Schellentrommel. Auch einige der Kanons, die Kohl-Thommes für zwei oder vier, seltener für drei oder acht Stimmen komponierte, sind im Bereich der Musik für Kinder zu verorten. Vor dem Hintergrund, dass sie lange Zeit als Musiklehrerin tätig war und auch Studioaufnahmen mit Kinderchören organisierte, drängt sich auf den ersten Blick der Verdacht auf, sie habe die Kinderlieder für ihre Schülerinnen und Schüler geschrieben. Auf einen zweiten Blick aber gilt zu bedenken, dass sie an der Europaschule arbeitete, wo kein Luxemburgisch gesprochen wurde. Ein Großteil der Kinderlieder aber steht in luxemburgischer Sprache. Die meisten Kanons dagegen beruhen auf französischen Texten.

    Zwei weitere Gruppen bilden die Werke für vier Singstimmen – in der Regel Sopran, Alt, Tenor und Bass – sowie die Lieder für Singstimme und Klavier, darunter eines der wenigen Stücke auf Deutsch, „Und du?“.

    Kohl-Thommes vertonte mehrheitlich Texte auf Luxemburgisch, gefolgt von Französisch und seltener Deutsch; nicht zu vergessen ihr „Infanoj de Ciuj Landoj…“ nach einem eigenen Text auf Esperanto. Als Textquelle ist René Kartheiser mit rund 60 Gedichten unerreicht, vor allem was die Kinderlieder anbetrifft. Wichtig waren ihr zudem Joseph Pol Schneider, Pol Pütz oder Emely Arnoldy.

    Mitunter spielt Kohl-Thommes mit dem Aufbau der Werke – etwa durch sukzessives Einsetzen der Stimmen – oder mit dem Klang der menschlichen Stimme, in dem sie einzelne Stimmen über ganze Strophen mit geschlossenem Mund – „bouche fermée“ – singen lässt. Manche der A-cappella-Stücke versah sie im Nachhinein mit einer Instrumentalstimme, so zum Beispiel bei „Lee dech an d’Gras…“ nach einem Text von Kartheiser: Die zwei Strophen stehen original für 4 Singstimmen (SATB) und dem Vermerk: „Eine 3. Strophe kann hinzugefügt werden: Sopran bf (bouche fermée) / ATB singen 2x lee dech an d’Gras a kuck an den Himmel…“ (frz.). Gut anderthalb Jahre nach Entstehung des Werkes setze sie in einem ersten Schritt die drei unteren Stimmen für Klavier, in einem weiteren Schritt die Sopranstimme für eine B-Klarinette. „Lee dech an d’Gras…“, eines der zentralen Werke in ihrem Schaffen, existiert demnach in drei verschiedenen Fassungen.



    1983 und die Jahre danach


    Nach den Kriegsjahren unter dem Joch der deutschen Besatzung bedeutete das Jahr 1983 einen schweren Einschnitt im Leben von Béby Kohl-Thommes: Nach einer schweren und schnell verlaufenden Krebserkrankung verlor sie ihren Mann Justin im November des Jahres. Den plötzlich einsetzenden Gedächtnisverlust ihres Mannes nahm sich Kohl-Thommes im Jahr darauf zum Anlass, ihre Erinnerungen auf acht Tonbandkassetten festzuhalten. Der Titel: „Mein Leben. Solange mir mein Gedächtnis bleibt“.

    Mit ihrer Pension begann 1983 auch ein neuer Lebensabschnitt, den sie weiterhin aktiv als Sängerin, Pädagogin und Kulturschaffende gestaltete. Ihre beiden wichtigsten Begleiter dieser Zeit waren Erna Hennicot-Schoepges und Robert Schollum. Hennicot-Schoepges wirkte lange Zeit als Politikerin in Luxemburg, war unter anderem Parteivorsitzende der Christlich Sozialen Volkspartei (CSV) und Kultusministerin. Als Pianistin galt sie Béby Kohl-Thommes lange Zeit auch als musikalische Partnerin. Ihren ersten gemeinsamen Auftritt, so erinnert sich Hennicot-Schoepges, hatten die beiden Musikerinnen 1981, bei der ersten der fortan jährlich stattfindenden Soirée musicale de Walferdange. Diese Aussage deckt sich mit den Aufzeichnungen in den Memoiren von Kohl-Thommes, die den 19. Dezember des Jahres als Datum des ersten Konzerts in Walferdange anführt. Gespielt wurden „Cinq Mélodies“ von Lou Koster. Bis auf die Jahre 1983 und 1993 nahm Béby Kohl-Thommes bis einschließlich 2001 an allen Konzerten teil. Neben diesen Konzerten nutzen die beiden Frauen des Öfteren die Tonstudios des RTL. Zwischen 1981 und 1989 verzeichnet das CNA eine Reihe dieser Studioaufnahmen. Aufgenommen wurden Lieder von Koster und Pensis, der auch komponierte, ebenso aber Stücke von Gustav Mahler („Ich bin der Welt abhanden gekommen“ aus den „Rückert-Liedern“), Alban Berg („Dem Scherz sein Recht“ op. 2/1) oder Sergej Rachmaninow („Les Lilas“ op. 21/5).

    Die Bekanntschaft mit dem Wiener Musikprofessor Robert Schollum machte Kohl-Thommes 1977 oder 1978 – genauer erinnert sie sich nicht –, als sie einen von ihm angebotenen Kurs zur Stimmbildung und Liedinterpretation am Konservatorium in Luxemburg besuchte. Nach drei Jahren des regelmäßigen Engagements in Luxemburg wurde Schollum aufgrund eines Zeitungsinterviews mit dem Luxemburger Wort nicht wieder eingeladen. Die darin enthaltenen Aussagen über das Lehrpersonal des Konservatoriums wurden ihm als vermeintliche Herabwürdigung desselben ausgelegt. Béby Kohl-Thommes war über diesen Umstand sehr bestürzt, versuchte den Kontakt aufrecht zu erhalten und ließ nichts unversucht, um Schollum zurück nach Luxemburg zu holen. Letztlich ist es ihrer Initiative zu verdanken, dass die Kurse in der Folgezeit trotzdem weiter stattfinden konnten: im Musikzimmer von Erna Hennicot-Schoepges, die den Kurs am Klavier begleitete. Béby Kohl-Thommes organisierte die Reise, deren Kosten Schollum von den Teilnehmenden erstattet bekam – darunter etwa Venant Arend oder Pierre Lentz. Mit der Zeit scheint sich eine enge Freundschaft zwischen Kohl-Thommes und Schollum entwickelt zu haben, worauf nicht zuletzt eine überlieferte Postkarte schließen lässt. Aus dem Jahr 1980 ist ein Ankündigungsblatt für einen von Schollum gehaltenen Meisterkurs in Wien überliefert. Ob Kohl-Thommes hier als Teilnehmerin oder Lehrende involviert war, ist nicht bekannt. Gegenstand des Meisterkurses jedenfalls war „1. Das slawische Lied des 19. Jahrhunderts. 2. Das Internationale Lied des 20. Jahrhunderts, (Mahler, Strauss, Wiener Schule –, Debussy, Ravel –, Britten, Sowjetische Komponisten, Kodaly, Bartok u.a.)“. Vom 6. bis 9. 1984 stattete sie ihm nach eigener Angabe „einen kurzen Besuch“ (Mémo, frz.) in Wien ab. Ein Jahr später widmete Robert Schollum der Sopranistin sogar eine eigene Komposition: „3 kleine geistliche Konzerte“ op. 131 (1985) für hohe Singstimme und Orgel. Auf der ersten Seite der Partitur steht geschrieben: „für Beby Kohl, Luxemburg“.


    „Im Anschluss [an diese Reise] und mit Hilfe von Erna Hennicot-Schoepges, haben wir ihn überzeugt nach Luxemburg zu kommen […], um gemeinsam an der Planung für die erste Ausgabe von Hei Elei, Kuck Elei zu arbeiten.“ (Memo, frz.)


    „Hei Elei, Kuck Elei“ – zu Deutsch vielleicht in etwa „Sieh mal her, schau mal her“ – war ein luxemburgisches Fernsehformat, das von 1969 bis 1991 einmal wöchentlich bei RTL lief. Die zweistündige Sendung verstand sich zwar in erster Linie als Nachrichtenformat, doch waren auch Kulturreportagen, Sketche und Kabarett Teil der Sendung. An drei Ausgaben von „Hei Elei, Kuck Elei“ waren in den 1980er Jahre auch Kohl-Thommes und Schollum beteiligt, nicht nur als Interpreten, sie Sängerin, er Pianist, sondern – so klingt es im obigen Ausschnitt ihrer Memoiren an – auch konzeptionell. Doch die Zusammenarbeit fand ein jähes Ende:


    „Robert war zu diesem Zeitpunkt bereits 71 Jahre alt. [Nach der ersten Ausgabe] ist er noch zweimal wiedergekommen und es folgten noch zwei Sendungen. Im Jahr darauf hatte er noch eine zweite Operation, und sein Sohn hat uns darüber informiert, dass er nicht wie geplant nach Luxemburg kommen würde. Er hat sehr gelitten, wie es seine letzte Karte beweist, mit der Schreibmaschine verfasst und mit vielen händischen Korrekturen versehen, eine Karte, die ich am 8. Oktober erhalten habe, nur wenige Tage nach seinem Tod!“ (Mémo, frz.)


    Gemeint ist die oben bereits erwähnte Postkarte, gestempelt am 29. September 1987, angekommen am 8. Oktober. Bereits am 30. September war Schollum verstorben.


    Neben diesen Kulturprojekten blieb Béby Kohl-Thommes auch den Bühnen des Landes nicht fern und gab weiterhin zahlreiche Konzerte, nun vor allem ehrenamtlicher, gemeinnütziger Natur. Im Gedenken an ihren Mann – der jahrelang der Luxemburgischen Eisenbahngesellschaft CFL als Generaldirektor vorstand –, gab sie regelmäßig Konzerte mit dem Ensemble CFL, sang in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern. Seit 1981 trat sie alljährlich an der im Dezember stattfindenden Soirée Musicale in ihrem Heimatort Walferdange auf. Auch realisierte sie noch einige CD-Projekte; am wichtigsten zu erwähnen ist wohl die 1995 bei Edy & Noël erschienene CD „Lou Koster Lieder“, auf der Kohl-Thommes mit fünf Einspielungen auf Deutsch und Französisch vertreten ist. Am Klavier begleitete sie unter anderem Jeanette Braun-Giampellegrini.

    Im Rentenalter ließ Kohl-Thommes auch eine andere Leidenschaft wieder aufleben: die Malerei. Jeden Sommer nahm sie – zeitweise gemeinsam mit ihrer Tochter Danièle – an mehrwöchigen Malkursen teil, organisiert vom „Cercle Européen pour la Propagation des Arts“. Aus dem Jahr 1988 ist ein Zertifikat über die Teilnahme überliefert. Zudem gab sie jährlich eine Ausstellung in Walferdange, in der sie die Ergebnisse ihrer Arbeit der Öffentlichkeit präsentierte.


    In den letzten Jahren ihres Lebens sollte sich eine Befürchtung bewahrheiten: Béby Kohl-Thommes erkrankte an Demenz und verlor in den letzten fünf Jahren ihr Gedächtnis. Nach einigen Jahren in einem Pflegeheim in Bofferdange, nördlich von Walferdange, starb Béby Kohl-Thommes am 13. März 2016 ebendort.




    Würdigung

    Müsste man ihr Leben in einem Wort zusammenfassen, wäre es „facettenreich“, in einem Satz „ein Leben auf dem goldenen Mittelweg“ – wie es Raymond Toll in seinem Radiointerview formulierte. Béby Kohl-Thommes war vielseitig begabt, vielseitig aktiv und tätig. Sie sprach mehrere Sprachen, spielte Geige, hat gesungen, komponiert und gemalt. Und doch hat sie sich keiner dieser Passionen gänzlich hingegeben, sondern nach einem Lebensmodell gesucht, das ein erfüllendes Berufsleben mit einem ebenso erfüllenden Privat- und Familienleben verbinden ließ.

    „Über mein ganzes Leben hinweg wollte ich der Musik einen Dienst erweisen und in erster Linie der Luxemburgischen Musik.“ (Memo, frz.) Dieser Satz steht weit oben ihren Memoiren. Zeitlebens hatte sie neben der eigenen musischen Laufbahn auch das Gedeihen des luxemburgischen Musiklebens im Blick, ebenso wie die Förderung des musikalischen Nachwuchses. Da sind zunächst die beiden von ihr mitgegründeten Vokalensembles „Onst Lidd“ und „Le Madrigal de Luxembourg“, mit denen und in denen sie die luxemburgische Kulturlandschaft aufzuwerten versuchte. Auch abseits dieser Ensembles nahm sie regelmäßig luxemburgische Kompositionen in ihr Konzertprogramm auf und sang diese im Studio ein. Als Komponistin bereicherte sie selbst das Repertoire luxemburgischen Liedguts um 180 Werke und unterstützte dabei zahlreiche Dichterinnen und Dichter des Landes. Als Lehrerin an der Europaschule brachte sie Kindern und Jugendlichen die Musik näher. Als Sängerin war sie vor allem um das Werk von Lou Koster bemüht, an dessen Wiederbelebung – sowohl für Lou Koster persönlich als auch in der öffentlichen Wahrnehmung – sie nach ihrer Rückkehr aus Genf entscheidenden Anteil nehmen konnte. Als Mitglied von „Onst Lidd“ wurde Kohl-Thommes zu einer Hauptinterpretin ihrer Vokalwerke und machte sich auch nach dem Tod der Komponistin für ein Fortbestehen des Œuvres stark – zeitlebens.

    Rezeption

    Da Luxemburg den Mittelpunkt ihres Lebens und Wirkens darstellte, geht die Rezeption in all ihren Tätigkeitsfeldern bislang kaum über die Grenzen des Landes hinaus. Hier war sie seit Ende der 1940er, Anfang der 1950er Jahre, nach ihrem Gesangsstudium in Genf und ersten Auftritten mit Henri Pensis und dem RTL-Orchester medial durch Zeitungsberichte, ein Radioporträt und einige Musiksendungen präsent. In den folgenden Jahrzehnten fiel ihr Name häufiger in Verbindung mit den beiden von ihr mitgegründeten Vokalensembles „Onst Lidd“ und „Le Madrigal de Luxembourg“. Heute ist Béby Kohl-Thommes vor allem als Hauptinterpretin der Vokalstücke von Lou Koster bekannt, auf CDs zu hören und findet in diesem Kontext vereinzelt in wissenschaftlichen Publikationen Erwähnung.

    Werkverzeichnis

    Die folgende Auflistung der Werke von Béby Kohl-Thommes basiert im Wesentlichen auf den im Nachlass vorgefundenen Materialien: größtenteils Reinschriften, einige Manuskripte und Skizzen, wenige Drucke. Gliederung und Nummerierung erfolgen chronologisch, da sich die Werke nach den gängigen Ordnungsprinzipien (Gattung, Besetzung usw.) quantitativ äußerst ungleich verteilen. Zudem ist – mit einzelnen Ausnahmen – jedes einzelne Notendokument handschriftlich mit Datum und Signatur versehen. Nicht datierte Quellen wurden nach Möglichkeit in die chronologische Abfolge integriert. Die Funde aus dem Nachlass wurden um die Eintragungen in den Katalogen der luxemburgischen Datenbanken ergänzt. Zu nennen sind hier vor allem derer drei: Die Bibliothèque nationale de Luxembourg (BnL), der Béby Kohl-Thommes bereits zu Lebzeiten einige Kompositionen überließ, die online-Datenbank „A–z.lu“, in der sämtliche Einträge des luxemburgischen Bibliotheksnetzwerks „bibnet.lu“ zu recherchieren sind, sowie das „Centre National de l’Audiovisuel“ (CNA).


    1 O Letzeburg… für Singstimme und Klavier, Text: Justin Kohl, 4/4-Takt, Adagio (1942)


    2 Ave Maria für 4 Singstimmen (S A T B), 4/4-Takt, Moderato (28.01.1944)


    3 Tantum Ergo für 2 Solostimmen (optional mit Sologeige), 4/4-Takt, Moderato (vor 1946)


    4 Missa für 2 Singstimmen, alla breve (30.04.1954, Druck)


    5 Consolatrix afflictorim für 2 Singstimmen, Text: Nic. Welter nach J. P. Beicht, alla breve, Andantino (11.05.1954)


    6 Kröschtliddchen für S A & S A T B, Text: Alb[ert] Elsen, 6/8-Takt (08.1970)


    7 Hodie Christus Natus Est für 4 Singstimmen, Text: J. P. Helminger, 2/4-Takt, Allegretto – Andante grazioso (09.1970)


    8 We’ leis de dach‘ kleng an arm für 2 Singstimmen (S solo & A solo), Text: E. Bauler, 3/4-Takt (09.1970)


    9 Eine Nacht für 4 Singstimmen, Text: Béby Kohl, 6/8-Takt, Andante (01.1971, Modifiée 02.12.1979)


    10 Und Du? für Singstimme & Klavier, Text: M.?, 2/4-Takt, Andante (02.1971)


    11 La Voix für 4 Singstimmen (S A T B) , Text: Joseph Paul Schneider, alla breve (C) (03.02.1974)


    12 Däi Schiet für 4 Singstimmen (S A T B), Text: René Kartheiser, alla breve, Allegretto (25.02.1974)


    13 Kanner an der Paus (27 Mélodies) für 1 Singstimme (2. Singstimme optional), Text: René Kartheiser, alla breve (16.03.1974, 2. Singstimme 15.09.1977)


    14 Enn Februar für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, 6/8-Takt (18.03.1974)


    15 Vagabondage für 4 Singstimmen, Text: Jeanne Hosterst, 6/8-Takt (28.04.1974)


    16 Den Dëschtelfénkelchen (27 Mélodies) für Canon à 4 voix, Text: René Kartheiser, alla breve (01.05.1974)


    17 Den Dëschtelfénkelchen für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, alla breve (09.05.1974)


    18 Fréijôrsliddchen (2 voix mixtes) für 2 gem. Singstimmen, Text: René Kartheiser, 6/8-Takt (02.11.1974)


    19 Pluie für 2 Singstimmen (S A), Text: Joseph Paul Schneider, 2/4-Takt (09.11.1974)


    20 Il y a für Canon à 8 voix ou Canon à 4 voix, Text: Joseph Paul Schneider, alla breve (C) (22.11.1974)


    21 Fil a Fil für 4 Singstimmen, Text: Joseph Paul Schneider, alla breve (C) (18.12.1974)


    22 Mots für 4 Singstimmen (S A T B), Text: Sonia Gandolfi, 2/4-Takt (10.01.1975)


    23 Ech wellt ech wir de Wand… für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, 6/8-Takt (15.01.1975)


    24 Un même sentier für Canon à 4 voix, Text: Joseph Paul Schneider, alla breve (16.01.1975)


    25 Lee dech an d’Gras… für 1. 4 Singstimmen (S A T B, Notiz: „On peu ajouter une 3e strophe: Soprano boche fermée, A, T, B chantent 2x: lee dech an d’Gras a kuck an den Himmel…“), 2. 1 Singstimme & Klavier, 3. B-Klarinette & Klavier, Text: René Kartheiser, 6/8-Takt (28.01.1975, Klavier- & Klarinettenstimme: 17.09.1976, Übersetzung Esperanto: 15.04.1986)


    26 Am Summer (27 Mélodies) für 1 Singstimme (+ Flöte), Text: René Kartheiser, alla breve (31.01.1975)


    27 No engem Summerreenchen für 4 Singstimmen (S A T B), Text: René Kartheiser, alla breve (10.03.1975)


    28 Wanterfreed für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser (23.03.1975)


    29 Kaf Dir e Päerd für 4 Singstimmen (S A T B), Text: René Kartheiser, alle barve (C) (10.04.1975)


    30 De Wibbeldewapp für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser (19.04.1975)


    31 De Wand für 4 Singstimmen, Text: René Kartheiser, alla breve (29.04.1975)


    32 E gutt Joër für 4 Singstimmen (S A T B), Text: René Kartheiser, alla breve (16.06.1975)


    33 De Päiperléck für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser (18.06.1975)


    34 De Bontspiecht für 1 Sopranstimme (1 Altstimme: 13.09.1977), Text: René Kartheiser, 6/8-Takt (02.07.1975)


    35 Kanner wéi déi Zäit vergät! für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, 2/4-Takt (16.07.1975)


    36 D’Ketteblummen für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser (21.-26.07.1975)


    37 D’Grasméck für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser (21.-26.07.1975)


    38 Spackelter für Canon à 2–4 voix, Text: René Kartheiser (21.-26.07.1975)


    39 D’Routbreschtchen für Canon à 2–4 voix, Text: René Kartheiser (21.-26.07.1975)


    40 Deen et am Liewen... für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, 2/4-Takt (24.07.1975)


    41 Allerséílen für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser (01.08.1975)


    42 L’Amour perdu für 4 Singstimmen, Text: René Kartheiser, alla breve (C) (04.08.1975)


    43 Den Zonkbutz für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, 4/4-Takt (29.08.1975)


    44 Owes am Niwwel für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser (07.08.1975)


    45 November für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser (11.08.1975)


    46 Am Haartmount für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser (18.08.1975)


    47 Nuets, an enger friemer Stad für Singstimme & Harfe, Text: René Kartheiser (22.08.1975)


    48 Den Hampelmann für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser (27.08.1975)


    49 E puer Deg virun Niklosdag für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser (04.09.1975)


    50 D’Stad an de Besch für 4 Singstimmen (S A T B), Text: René Kartheiser, alla breve (14.09.1975)


    51 D’Hûrgäns für 1 Singstimme, 4/4-Takt (15.09.1975)


    52 Eis Sprooch für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, 4/4-Takt (16.09.1975)


    53 Sot mir näischt vum Drämen für Canon à 2 voix, Text: René Kartheiser (01.10.1975)


    54 D’Virwëtzeg Maus für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, 6/8-Takt (20.10.1975)


    55 De Spigel für 4 Singstimmen (S A T B), Text: René Kartheiser, alla breve (24.10.1975)


    56 Wann d’Buurge brennen… für 4 Singstimmen, Text: René Kartheiser, alla breve (06.11.1975)


    57 Wann d’Wolléken owes wëlle raschten für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, 6/8-Takt (20.11.1975)


    58 Méng Auer für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, alla breve (12.12.1975)


    59 Blummen am Fréijoër für 3 Singstimmen (S A T), Text: René Kartheiser, 6/8-Takt (ca. 1975)


    60 D’al Späichertrap für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser (12.01.1976)


    61 Wurfir as de Schiet schwaarz? für 4 Singstimmen (S A T B), Text: René Kartheiser (18.01.1976)


    62 Di al Millen für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser (20.01.1976)


    63 Hut Dir schon d’Stären danze gesin? (Notenbuch) für 4 Singstimmen (S A T B), Text: René Kartheiser, 6/8-Takt (29.01.1976)


    64 Nids für 4 Singstimmen (S A T B), Text: Joseph Paul Schneider, 4/4-Takt (31.01.1976)


    65 Fougères für 4 Singstimmen (S A T B), Text: Joseph Paul Schneider, 4/4-Takt (02.02.1976)


    66 Terre sévère für 4 Singstimmen (S A T B), Text: Joseph Paul Schneider, 3/4-Takt (04.02.1976)


    67 Soleils éteints für 4 Singstimmen (S A T B), Text: Joseph Paul Schneider, 2/4-Takt (06.02.1976)


    68 L’herbe parfois für 4 Singstimmen (S A T B), Text: Joseph Paul Schneider, 2/4-Takt (10.02.1976)


    69 Orée für Canon à 2 voix, Text: Joseph Paul Schneider, 2/4-Takt (11.02.1976)


    70 De Fliger (Notenbuch) für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, 6/8-Takt (12.02.1976)


    71 Gitt mir en neien Himmel! (Notenbuch) für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, 2/4-Takt (16.02.1976)


    72 De klenge Schläk (Notenbuch) für 1 Singstimme, ohne Text, 6/8-Takt (ca. 02.1976)


    73 Chasse für 4 Singstimmen (S A T B), Text: Joseph Paul Schneider, 2/4-Takt (27.02.1976)


    74 Mures…Mëttes…Owes (Notenbuch) für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, 2/4-Takt (03.03.1976)


    75 Ligne für Canon à 4 voix, Joseph Paul Schneider, 2/4-Takt (05.03.1976)


    76 Terre I für Canon à 4 voix, Text: unbekannt (05.03.1976)


    77 Terre II für Canon à 4 voix, Text: unbekannt (05.03.1976)


    78 E Kräiz Umwee (Notenbuch), Text: René Kartheiser, alla breve (11.03.1976)


    79 Däi Gesiicht (Notenbuch) für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, alla breve (11.03.1976)


    80 Envol für 1. 2 Singstimmen (S A), 2. 4 Singstimmen (S A T B), Text: Joseph Paul Schneider, 2/4-Takt (12.03.1976)


    81 Arbre für 1. Canon à 2 voix, 2. Canon à 4 voix, Text: Joseph Paul Schneider, 2/4-Takt (13.03.1976)


    82 Echo für Canon à 8 voix, Text: Joseph Paul Schneider, 2/4-Takt (15.03.1976)


    83 Pierres für Canon à 8 voix, Text: Joseph Paul Schneider, 2/4-Takt (16.03.1976)


    84 Grès für 4 Singstimmen (S A T B), Text: [Joseph Paul Schneider], 2/4-Takt (23.03.1976)


    85 J’ai marché für Canon à 3 voix, Text: Joseph Paul Schneider, alla breve (24.03.1976)


    86 Ne Coupez pas für 2 Singstimmen (S A), Text: [Joseph Paul Schneider], 6/8-Takt (21.04.1976)


    87 Olahé für B-Klarinette solo (C-Blockflöte: 20.12.1984), 6/8-Takt (17.07.1976)


    88 Lee dech an d’Gras... für 1. 1 Singstimme & Klavier, 2. B-Klarinette & Klavier (Trompete optional), Text: René Kartheiser, 6/8-Takt (17.09.1976, 4 Singstimmen: 28.01.1975)


    89 De Bontspiecht (Notenbuch) für 1 Altstimme (1 Sopranstimme: 02.07.1975), Text: René Kartheiser, 6/8-Takt (13.09.1977)


    90 Den Dëschtelfénkelchen (Notenbuch) für 1 Altstimme, Text: René Kartheiser, alla breve (14.09.1977)


    91 Kanner an der Paus (Notenbuch, 2e voix)für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, alla breve (15.09.1977)


    92 Spackelter (Notenbuch) für Canon à 4 voix, Text: unbekannt, 2/4-Takt (23.11.1977)


    93 De Kanariëvull (Notenbuch) für 6/8 canon à 2 voix (Flötenstimme: undatiert), Text: René Kartheiser, alla breve (23.11.1977)


    94 Den Appel (Notenbuch) für 1/2 Singstimmen, Text: René Kartheiser, alla breve (C) (23.11.1977)


    95 Bei dem Mound (Notenbuch) für 1 Singstimme, Text: René Kartheiser, 2/4-Takt (03.12.1977)


    96 Mir Spueren (Notenbuch) für 1 Singstimme, Text: Henri Mootz, alla breve (12.12.1977)


    97 Muerges (27 Mélodies) fréi für 1 Singstimme, Text: Alice Fisch (aus: „Fir eis Hanna“), alla breve (16.12.1977)


    98 Ee Frang, zwee Frang… für 1 Singstimme, Text: Alice Fisch (aus: „Fir eis Hanna“), alla breve (17.12.1977)


    99 Den Hues am Schnéi für 1 Singstimme, Text: Jeanine Kauth (aus: „Fir eis Hanna“), 3/4-Takt (18.12.1977)


    100 Un d’Blimmchen für 2 Singstimme, Text: Alice Fisch (aus: „Fir eis Hanna“), 12/8-Takt (18.12.1977)


    101 Komm Heemelsdéierchen für 1 Singstimme, Text: Zette Jourdain (aus: „Fir eis Hanna“), 6/8-Takt (18.12.1977)


    102 De Fëscherklos für 1 Singstimme, Text: Josy Christen (aus: „Fir eis Hanna“), 2/4-Takt (18.12.1977)


    103 Neklosdag (27 Mélodies) für 1 Singstimme, Text: Tunn Gonner, alla breve (06.01.1978)


    104 De Boxemännchen (27 Mélodies) für 1 Singstimme, Text: [Tunn Gonner], 2/4-Takt (06.01.1978)


    105 Gebiet un de Kleeschen (27 Mélodies) für 1 Singstimme, 2/4-Takt (06.01.1978)


    106 Hokuspokus (27 Mélodies) für 1 Singstimme, Text: Tunn Gonner, 6/8-Takt (06.01.1978)


    107 Gebiet um Neklosowend (27 Mélodies) für 1 Singstimme, Text: J. P. Helminger, 2/4-Takt (07.01.1978)


    108 Neklosowend (27 Mélodies) für 1 Singstimme, Text: J. P. Helminger, 6/8-Takt (07.01.1978)


    109 Léiwe Kleeschen (27 Mélodies) für 1 Singstimme, Text: J. P. Helminger, alla breve (07.01.1978)


    110 Den Adventskranz (27 Mélodies) für 1 Singstimme, Text: Tunn Gonner, 2/4-Takt (14.01.1978)


    111 Krëschtnuecht (27 Mélodies) für 1 Singstimme, Text: Wëllem Weis, 6/8-Takt (15.01.1978)


    112 Ëm Hallefnuecht (27 Mélodies) für 1 Singstimme, Text: Wëllem Weis (15.01.1978)


    113 An enger kaler Wanternuecht (27 Mélodies) für 1 Singstimme, Text: J. P. Helminger, 2/4-Takt (15.01.1978)


    114 Dräi Kinneken (27 Mélodies) für 1 Singstimme, Text: J. P. Helminger, alla breve (15.01.1978)


    115 Ëm Krëschtdag (27 Mélodies) für 1 Singstimme, Text: Tit Schroeder, 2/4-Takt (21.01.1978)


    116 Hürdespill (27 Mélodies) für 1 Singstimme, Text: Tunn Gonner, alla breve (21.01.1978)


    117 Krëschtliddchen (27 Mélodies) für 1 Singstimme, Text: Marcel Reuland, 6/8-Takt (21.01.1978)


    118 Un e gudde Frënd für 1 Singstimme, Text: Pol Pütz (23.01.1978)


    119 Schoulspueren für 1 Singstimme, Text: Pol Pütz (27.01.1978)


    120 Allerséilen für 1 Singstimme, Text: Pol Pütz (27.01.1978)


    121 Firwat Nëtmat für 1. 1 Singstimme, 2. 1 Singstimme & Klavier, Text: Pol Pütz, 2/4-Takt (27.01.1978)


    122 Der Eisebunn? für 1 Singstimme, Text: Pol Pütz, 2/4-Takt (27.01.1978)


    123 Déi leschte Léisung für 1 Singstimme, Text: Pol Pütz (28.01.1978)


    124 ’T as nët sou schlëmm für 1 Singstimme, Text: Pol Pütz (28.01.1978)


    125 Kannerlidd für 2 Singstimmen, Text: Fernand Hoffmann, 3/4-Takt (14.04.1978)


    126 Vertrauen, Text: Ido Delnon (1978)


    127 Meditation, Text: Ido Delnon (1978)


    128 Infanoj de Ciuj Landoj... für 1 Singstimme, Text: Béby Kohl, alla breve (11.02.1979)


    129 D’Millerâd, Text: Gust Dietz (1979)


    130 Erle’song, Text: Gust Dietz (1979)


    131 Unbenanntes Manuskript für 1 Singstimme ohne Text, alla breve (C) (10.11.1982)


    132 Si kommen a si gin für 1 Singstimme ohne Text, 2/4-Takt (20.11.1982)


    133 Première am Theater für Singstimme & Klavier, Text: Pol Pütz, 6/8-Takt (11.02.1984)


    134 De Leschte Schouldag für Singstimme & Klavier, Text: Pol Pütz, alla breve (C) (16.02.1984)


    135 Bäim Graf für Singstimme & Klavier, Text: Will Reuland, 4/4 – alla breve (16.11.1984)


    136 Olahé für C-Blockflöte (B-Klarinette: 17.07.1976), 6/8-Takt (20.12.1984)


    137 Hoffnung für 1. à 2 voix ou 2. à 4 voix ou voix d’homme pp, parlando, rhythme, 3. à 2 voix + 2 instruments ou 4. canon, 1 mesure dicalage, Text: Dennis [Kirps], alla breve (15.12.1985)

    138 Eng Bei déi summt für 4 Singstimmen (S A T B), Text: J. Flick, 6/8-Takt (23.04.1986)


    139 Eisblumen für 1. À deux voix 2. Instr. à vent (seuls) puis canon V: A I: B, Text: Astrid Bastien-Schmit, 2/4-Takt (17.12.1986)


    140 Neige für Singstimme & Klavier, Text: Raymond Schaack, alla breve (19.12.1986)


    141 Summerzäit für Canon à 4 voix – „chanté au Soprano bouche fermée avec 2 autres“, Text: Simone Lahr, alla breve (11.08.1987)


    142 Fir jiddferee schléit eemol d’Stonn! für Singstimme & Klavier, Text: Emely Arnoldy, alla breve (06.10.1987)


    143 An der stëller hell’jer Nuecht für 5 Singstimmen (S A T Bar B), Text: Emely Arnoldy, 6/8-Takt (01.11.1987)


    144 Herbst für vierstimmiger Kanon, Text: Dennis [Kirps], alla breve (C) (11.01.1988)


    145 November für 4 Singstimmen, Text: Raymond Schaack, alla breve (23.01.1988)


    146 Neid für 4 Singstimmen, Text: Astrid Bastien- Schmit, alla breve (05.02.1988)


    147 Léift für 4 Singstimmen, Text: Marcel Reuland, 6/8-Takt (09.02.1988)


    148 D’verloossent Graf für 4 Singstimmen, Text: Emely Arnoldy, alla breve (02.11.1988)


    149 Wou as de Sënn vu Krëschtdag bliwwen? für 4 Singstimmen (S A T B), Text: Emely Arnoldy, 6/8-Takt (11.01.1989)


    150 Rose für 4 Singstimmen (S A T B), Text: Ido Delnon, 6/8-Takt (16.01.1989)


    151 Sous le ciel de jade für 1 Sopranstimme & Klavier, Text: Robert Schaack Étienne (27.02.1989)

    152 Ohn für 4 Singstimmen (S A T B), Text: Jos Scholtes, alla breve (08.09.1989)


    153 We’ leis de dach so’ kleng an arm… für 2 Singstimmen, Text: E. Bauler, 3/4-Takt (09.1970, Modifiée 27.06.1990)


    154 D’Kannerzäit für Canon à 4 voix, Text: Emmanuel Reichling (aus: „a stëller stonn“), 6/8-Takt (16.08.1992)


    155 Verpotert Stonnen - 3 voix de femmes für 3 Frauenstimmen, Text: Emmanuel Reichling (aus: „a stëller stonn“), 4/4-Takt (16.08.1992)


    156 E Wuert, en Toun… für Canon à 3 voix, Text: Béby Kohl, alla breve (24.09.1992)


    157 Sanfte Töne… für Canon à 4 voix, Text: Béby Kohl, 6/8-Takt (24.09.1992)


    158 Harmonie… für Canon à 4 voix, Text: Béby Kohl, 2/4-Takt (24.09.1992)


    160 Krëschtdag für 2 Singstimmen, Text: Emely Arnoldy, 6/8-Takt (26.12.1994)


    161 Guilin (sérénité) für 1 Sopranstimme & Klavier, Text: Robert Schaack-Étienne (06.02.1995)


    162 Grande muraille: (Wan li tschang tscheng Badaling) für 1 Sopranstimme & Klavier, Text: Robert Schaack-Étienne (11.02.1995)


    163 Jardin de mon enfance für 1 Singstimme & Klavier, Text: Robert Schaack-Étienne (18.01.1997)


    164 Parc für 1 Singstimme & Klavier, Text: Robert Schaack-Étienne (18.01.1997)


    165 Unbekanntes MS (Skizze; Datierung unbekannt)


    166 De Kanariëvull für Flöte solo, alla breve (Datierung unbekannt; Canon à 2 voix: 23.11.1977)


    167 De Schnéimännchen für „fl + Schlegel (Holz, Gummi)“, alla breve (Datierung unbekannt)


    168 Wanterfreed für Flöte solo, alla breve (Datierung unbekannt)


    169 Den Ouschterhues für [Flöte solo], alla breve (Datierung unbekannt)


    170 Dräi butzeg kleng Huesen für [Flöte solo] (Datierung unbekannt)


    171 Ech wëllt ech wir de Wand… (Datierung unbekannt)


    172 … as d’Fréijoër nammer do für Flöte solo, 6/8-Takt (Datierung unbekannt)


    173 Den Dëschtelfénkelchen für [2 Flötenstimmen], alla breve (Datierung unbekannt)


    174 Am Summer für Flöte solo, alla breve (Datierung unbekannt)


    175 Et gët Dag für Flöte, alla breve (Datierung unbekannt)


    176 [An dem ersten, der letzten Sieben Tage] für 1 Singstimme, alla breve (Datierung unbekannt)


    177 Der Frühling für 1 Singstimme, Text: mehrsprachig, 4/4-Takt (Datierung unbekannt)


    178 Mai für 1 Singstimme, Text: mehrsprachig, 6/8-Takt (Datierung unbekannt)


    189 D’Fuesend für 1 Singstimme, Text: mehrsprachig, 2/4-Takt (Datierung unbekannt)


    180 D’Hierden zu Bethlehem für 4 Singstimmen, 4/4-Takt, Adagio (Datierung unbekannt)


    181 Venite venite exultemus für 1 Singstimme, 4/4-Takt (Datierung unbekannt)


    182 La espero für 1 Singstimme, 4/4-Takt (Datierung unbekannt)


    183 Firwat (non) (Datierung unbekannt)


    184 Losst mer mat den Hierden (Skizze)



    Skizzenheft


    Notenbuch (Manuskriptsammlung)


    27 Mélodies (Notenheft mit Manuskripten)


    Noten


    Lou Koster: Einsamkeit. – Solitude (+ Druck) für 1 Singstimme & Klavier, Text: H. Allmers (mit Esperanto-Text), Übersetzung: H. P., Esperanto: Joachim Giessner (Esperanto-Text handschriftlich hinzugefügt), alla breve, Poco lento


    Sammlung: Rondes et Chansons pour les enfats sages, Paris: Gründ 1947


    Sammlung: Lëtzeburger Lidder, Vertount vun der Komponistin Lou KOSTER no Gedichter vum Willy GOERGEN, Luxembourg: Commision culturelle de la commune de Steinsel 1997

    Quellen

    Abkürzungen


    De Micro: „De Micro war dobäi“, Interviewsendung RTL-Radio mit Raymond Tholl, 7.9.1981, 62’35’’


    LL: D’Lëtzebuerger Land: unabhängige Wochenzeitung für Politik, Wirtschaft und Kultur, Luxemburg, seit 1854.


    LW: Luxemburger Wort: für Wahrheit und Recht, Luxemburg, seit 1848.


    Mémo: „Ma Vie. Tant que j’ai le mémoire“. Memoiren, eingesprochen ab 19 auf 7 Tonbandkassetten. Für die Arbeit an diesem Artikel stand ausschließlich ein Transkript aus der Hand von Danièle Kohl zur Verfügung. Übersetzung aus dem Französischen durch den Autor.


    TB: Tageblatt: Zeitung fir Lëtzebuerg, Esch-sur-Alzette, seit 1913.


    Témoignage: Gesprächsreihe der Archives nationales de Luxembourg, 26.5.1986, 19’34’’




    I Biografische Dokumente


    16.01.1923, Geburtsurkunde, Carling


    30.08.1945, Brevet provisoire. Délivré à Luxembourg le 20 septembre 1945, Le Ministre de l’Éducation Nationale, > Promotion de 1943


    01.11.1948, Bescheinigung des Conservatoire de Musique de Genève über die dort belegten Kurse


    [01.11.1948], Conservatoire de Musique de Genève. Enseignement supérieur du Chant. DIPLOME DE CAPACITE PROFESSIONELLE, Exercise 1947–1948


    09.05.1964, Urkunde über Verleihung der Robert-Schuman-Medaille „in Anerkennung Ihrer treuen Dienste für die Europäische Gemeinschaft“


    [01.10.1964], Gründungsurkunde des „Madrigal de Luxembourg“ als Association sans but lucratif


    09./10.07.1970, Handzettel über das Programm der „Freundschaftstage der Europäischen Föderation der Soroptmist Clubs“ in der Wiener Hofburg


    28.06.1971, Titre d’occupation der Europäischen Schule in Luxemburg


    08.01.1972, Certificat Cours Kodaly-Orff 1972 im Conservatoire de Musique de la Ville d’Esch-sur-Alzette unter der Leitung von Gábor Friss und Léopold Winandy


    12.01.1972, Certificat des Institut pédagogique über belegte Kurse (1967–1972)


    20.–29.03.1972, Attestation über die Teilnahme an einem Stage de méthologie audio-visuelle, organisiert von der Europäischen Schule und dem CREDIF


    11.–23.08.1980, Informationsblatt für Meisterkurs für Sänger und Vokalbegleiter in Wien bei Robert Schollum


    19.12.1981, Urkunde über die Ehrenmitgliedschaft der „Association des Parents d’Enfants mentalement handicapés“ sowie des Foyer de Solidarité


    1982, Reglement des Concours national de création musicale 1982


    1984, Programm des Kongresses der „Internacia Fervojista Esperanto Federacio“ in Bulgarien

    nach 1984, Ma Vie. Tant que j’ai le mémoire.Memoiren, eingesprochen auf 7 Tonbandkassetten. Für die Arbeit an diesem Artikel stand ausschließlich ein Transkript aus der Hand von Danièle Kohl zur Verfügung.

    1988, Urkunde der Sommerkurse des CEPA peintures 1988 (Cercle européen pour la propagation des arts)


    Datierung unbekannt, Heft „Lou Koster / 1889–1973“. Liste mit Aufnahmen ihrer Werke für RTL


    1996, Lou Koster 7 mai 1889. 17 novembre 1973. Schriftstück, in dem Béby Kohl-Thommes ihre Erinnerungen an die Zeit mit Lou Koster festhält, erstellt nach einem Gespräch mit Danielle Roster am 17. Januar 1996. Das Original wird heute im Archiv Lou Koster verwahrt (LK 7A 4 sa3). Originalsprache: Französisch; Übersetzung: Danielle Roster


    14.03.2016, Sterbeurkunde, ausgestellt von der Stadt Luxemburg



    II Korrespondenz


    20.06.1941, Karte, Handschrift, P. Carteret an BKTH


    22.02.1948 (Poststempel), Postkarte, Handschrift, BKTH an ihre Eltern in Luxemburg, 145, rue de Rollingergrund


    28.11.1952, Brief, Handschrift, Lou Koster an Béby Kohl-Thommes


    04.03.1874, Brief, Schreibmaschine, René Kartheiser, Op de Leessen, Contern an BKTH


    29.09.1987 (Poststempel), Postkarte, Schreibmaschine (Korrekturen mit Kugelschreiber), Robert Schollum an BKTH rue de la Montagne, 7838 Walferdange


    08.10.1987, BKTH hat handschriftlich das Sterbedatum Schollums (30.9.1987) und das Erhaltdatum (recu) der Karte notiert (8.10.1987)


    20.12.2008, Brief von D. Schertzer, 35, rue du Moulin, F-67400 Illkirch an BKTH



    III Zeitungsartikel


    09.05.1947, Luxemburger Wort

    10.07.1947, Escher Tageblatt

    23.08.1947, Escher Tageblatt

    31.03.1948, Obermosel-Zeitung

    10.04.1948, Escher Tageblatt

    14.05.1948, Escher Tageblatt

    20.05.1948, Escher Tageblatt

    27.05.1948, Luxemburger Wort

    27.05.1948, Escher Tageblatt

    29.05.1948, Escher Tageblatt

    03.06.1948, Luxemburger Wort

    09.07.1948, Escher Tageblatt

    13.07.1948, Luxemburger Wort

    24.08.1948, Escher Tageblatt

    01.10.1948, Ons Jongen

    16.11.1948, Ons Jongen

    18.05.1949, Luxemburger Wort

    09.07.1948, Escher Tageblatt

    13.07.1948, Luxemburger Wort

    24.08.1948, Escher Tageblatt

    17.01.1950, Escher Tageblatt

    28.01.1950, Escher Tageblatt

    15.02.1950, Luxemburger Wort

    22.02.1950, Luxemburger Wort

    22.02.1950, Luxemburger Wort

    19.03.1954, d’Letzeburger Land

    28.01.1950, Escher Tageblatt

    31.07.1964, d’Letzeburger Land

    [30.01.1965], Luxemburger Wort

    09.12.1966, d’Letzeburger Land

    06.06.1979, Unbekannt. Zeitungsartikel mit dem Titel: „Procession dansante d’Echternach toujours le même élan religieux“



    IV Programme


    1947–1948, Saisonprogramm des Grand-Théâtre de Genève


    Undatiertes Konzertprogramm auf Französisch


    17.05.1948 (Fotoalbum), Jeunesses Musicales. Congrès International 1948 à Luxembourg / Programmes des Concerts. Lundi, 17 mai 1948: Récital de chant et musique de chambre dans le studio de Radio-Luxembourg.


    [27.05.1948 Konzert] [24.08.1948 Radio] (Fotoalbum), Radioübertragung RTL. Postdiffusion d’un concert, donné au Casino de Mondorf, par l’orchestre de Radio-Luxembourg sous direction d’Henri Pensis et avec le concours de la cantatrice Beby Kohl-Thommes

    11.04.1949 (Fotoalbum), Jeunesses Musicales Du Grand-Duché de Luxembourg, Konzert, Montag, 11.4.1949, Cercle Municipal, Luxembourg, 16:30 Uhr avec le concours de Madame Béby Kohl-Thommes, soprano et de L’Orchestre de Radio-Luxembourg sous la direction de M. Henri Pensis


    28.09.1949 (Fotoalbum), Eröffnungsvorstellung der Oper Rigoletto von Verdi am Stadttheater Trier

    [22.02.1950] (Fotoalbum), Les Compagnons de la Scène (Section Lyrique), Direction: Camille Felgen, Orchestre de Radio Luxembourg unter Henri Pensis. I. En lever de rideau: Mélodies et poésies d’amour. II. Le Maître de Chapelle (1 Akt-Oper v. F. Paer). III. Le Portrait de Manon (1 Akt-Oper v. J. Massenet)


    09.–16.8.1952 (Fotoalbum), France 1952 – Semaine Musicale de Touraine 9.16 Aout. Tours Langeais Villandry, Musica Viva


    10.07.1961, „Récital de Mélodies Luxembourgeoises, 10.7.1961, 20:30 Uhr, Hall du Musée de l’État


    15.12.1968, Weihnachtskonzert des MdL in der Église St. Michel, am 15.12.1968, um 16:30 Uhr


    Datierung unbekannt. Concert Vianden in drei Teilen: I. Madrigaux de la Renaissance (des Prés, di Lasso, u. a.). II. Chansons modernes (Debussy, Ravel, H. Lau). III. Chansons populaires


    Datierung unbekannt. Musique baroque de style ilalien. Concert de musique de chambre interprété par le „Madrigal de Luxembourg“ et par l’Orchestre de chambre „Musica da Camera“ [unter Ton Koopman]


    18.01.1970, Programme de la matinée du 18.1.1970, I. Chorale CFL (Direction: R. Hemmer), II. Cercle musical CFL (Direction: E. Leners)


    28.11.1970, Leschtegen Owend, organisiert von Chorale et Cercle Musical des CFL für den 28.11.1970 im Grande Salle du Casino Syndical à Luxembourg-Bonnevoie


    24.10.19[82], Konzert Onst Lidd am 24.10.1982, zugunsten des l’Amiperas de Mersch


    05.11.1983, Liederabend zu Ehren von Lou Koster – gestorben im Jahre 1973. In der Fondation Pescatore


    15.10.1996, Concert du cercle musical CFL in der Fondation Pescatore, Salle des Fêtes – Aile Cité, Dienstag, 15.10.1996


    11.12.1999, Soirée musicale, Centre Prince Henri à Walferdange, Samstag, 11.12.1999, 20:00 Uhr. Syndicat d’Initiative et de Tourisme de Walferdange


    10.10.2000, Concert in der Fondation Pescatore, Festsall – Aile Nord, Dienstag, 10.10.2000, 19:30 Uhr


    09.12.2000, Soirée musicale, Centre Prince Henri à Walferdange, Samstag, 9.12.2000, 20:00 Uhr. Syndicat d’Initiative et de Tourisme de Walferdange


    08.12.2001, Soirée musicale, Centre Prince Henri à walferdange, Samstag, 8.12.2001, 20:00 Uhr. Syndicat d’Initiative et de Tourisme de Walferdange


    Undatiertes Programm, Cercle Musical CFL


    Undatiertes Programm eines Kinderkonzerts



    V Radiointerviews


    7.9.1981, De Micro war dobäi, Interviewsendung RTL-Radio mit Raymond Tholl, 62’35’’


    26.5.1986, Témoignage, Gesprächsreihe der Archives nationales de Luxembourg, 19’34’’




    Diskografie (chronologisch)


    Schubert, Franz: Frühlingstraum, Béby Kohl-Thommes (Sopran), EP, Edy & Noël 1951.


    Koster Lou: Rosenmär / Mir ist wie einem Kind / Die Sekunden singen / O die Hände / deine Hände / Als ich des Abends bei dir stand / Braucht es wirklich vieler Worte. Onst Lidd, EP, Delta Music [1968]


    Kohl-Thommes, Béby: All meng Lidder. 13 nei Lidder vum René Kartheiser Text a Béby Kohl, Musezk, EP, Delta Music 1975


    Kohl-Thommes, Béby: All meng Lidder 2. 9 nei Lidder vum René Kartheiser, Text a Béby Kohl, Musezk, EP, Delta 1977


    Erënnerongen. Lëtzeburger Lidder an Operettemelodien, Josette Doemer, Béby Kohl (Sopran), Venant Arend (Tenor), Laurent Koster (Bariton), Edy Noël, J.P. Kemmer (Dir.), Orchester „Edy Noël“, Carlo Kaufhold (Dir.), Orchester vu Radio Lëtzebuerg (RTL), Pierre Cao (Dir.), CD, Luxembourg Sound, 1987


    Onst Lidd, LP [1978]


    Koster Lou: Chanson Lunaire, Béby Kohl-Thommes (Sopran), Paul Palgen (Klavier), CD, CLT Multi Media 1991.


    Koster, Lou: Ein Turm im Norden, ein Turm im Süden, CD, CLT Multi Media 1991


    Decker, Théodore: T’ass wirklech droleg, CD, CLT Multi Media 1991


    Gesänge des Jahres, Béby Kohl-Thommes, Sopran, Claus Krumlovsky, Klavier, CD, CLT Multi Media 1992.


    Koster, Lou: Der Geiger von Echternach, Béby Kohl-Thommes, Sopran, Venand Arend, Tenor, Laurent Koster, Bariton, Chorale Municipale Uelzecht, Orchestre de Radio-Télé-Luxemburg, Pierre Cao, Leitung, CD, Edy & Noël 1995


    Koster, Lou: Lieder, CD, Edy & Noël 1995

    Forschung

    Bisher war Béby Kohl-Thommes ausschließlich als Interpretin der Gesangsstücke von Lou Koster sowie als Gründungsmitglied des Vokalensembles „Onst Lidd“ Gegenstand der musikwissenschaftlichen Forschung, in der ihre Bekanntschaft zu Koster und die daraus resultierende musikalische Zusammenarbeit in weiten Teilen aufgearbeitet ist. Der vorliegende Artikel stellt folglich die erste wissenschaftliche Darstellung dar, die Béby Kohl-Thommes als Einzelpersönlichkeit in den Fokus nimmt. Gegenstand und Grundlage für diese Darstellung bildete in erster Linie der Nachlass von Béby Kohl-Thommes, soweit er dem CID einsehbar war, ergänzt durch die öffentlich zugänglichen Dokumente und Materialien (s. Quellenverzeichnis) und ein vom Autor geführtes Gespräch mit ihrer Tochter Danièle Kohl.

    Forschungsbedarf

    Gegenstand zukünftiger musikwissenschaftlicher Untersuchungen zu Leben und Werk von Béby Kohl-Thommes können unterschiedliche noch ausstehende Ansätze sein. Zunächst harren im Wohnhaus in Walferdange noch zahlreiche, von Danièle Kohl verwaltete und verwahrte Zeitdokumente, Briefe und Gegenstände auf eine wissenschaftliche Auswertung, die für die Arbeit an diesem Text nicht einzusehen waren. Zudem verfügt das CNA nach Einschätzung von Danièle Kohl über Audiomaterial im Umfang von rund 1000 Minuten, das bis hierhin nur registriert und in Bruchstücken studiert werden konnte. Über ihre Vernetzung einerseits und – damit einhergehend – ihre Bedeutung für das Kulturleben Luxemburgs andererseits, dürften Interviews und Gespräche mit ihren zahlreichen Weggefährten und Weggefährtinnen noch genauer Aufschluss geben. Zu guter Letzt konnten die rund 180 Kompositionen aus der Hand von Béby Kohl-Thommes bisher nur gesammelt, sortiert und einer oberflächlichen Analyse unterzogen werden. Eine fundierte musikalische Analyse steht für das gesamte Œuvre noch aus.

    Autor/innen

    Marvin J. Rehr


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Silke Wenzel
    Zuerst eingegeben am 25.04.2019


    Empfohlene Zitierweise

    Marvin J. Rehr, Artikel „Béby Kohl-Thommes“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 25.4.2019.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Béby_Kohl-Thommes