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    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Zeitgenössische Partituren und ihre Archivierung:
    Zur aktuellen Situation in Serbien

    Vortrag von Snezana Nesic (Hannover)
    27.5.2016 15:30-16:00, Fanny Hensel-Saal

    Abstract

    Wie die geopolitischen Umstände die musikalische Kultur und ihre Institutionen im kürzesten Zeitraum verändern können, wird am Beispiel der Länder des ehemaligen Jugoslawien mehr als deutlich. Aus einem Land, das in den 70er und 80er Jahren eine zentrale Rolle für die musikalische Avantgarde in Südosteuropa gespielt hatte, sind nach dem neueren Krieg sechs Staaten mit getrennten institutionellen Infrastrukturen geworden.

    Das hat große Auswirkungen auf das Verlagswesen und stellt eine Herausforderung für die Veröffentlichung, Archivierung und (musikalische) Präsentation der zeitgenössischen Partituren dar.

    Doch eine ganz eigenartige Dynamik, die der Prozess der Neuorientierung mit sich bringt, schafft in diesen Ländern auch einige kreative Auswege, die sich manchmal aus den neuen Vernetzungen ergeben.

    Dieser Vortrag soll am Beispiel der aktuellen Lage in Serbien gleichzeitig einen knappen Überblick über die Lage in der Region geben; andererseits bietet das Thema die Möglichkeit, allgemein über die traditionell komplexe Beziehung zwischen Komponisten und Verlagen zu sprechen, die in der heutigen musikalischen Praxis, nicht zuletzt durch die zunehmende Digitalisierung der Partituren, neu definiert werden muss.

    Materialien (Deutsch)

    Videomitschnitt

    Präsentation

    Lizenz

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    Vita

    Snezana Nesic ist Komponistin, Akkordeonistin und Dirigentin, studierte an der Hochschule „P. I. Tschaikowsky“ in Kiew und an der HMTM Hannover. Seit 2005 unterrichtet sie im Rahmen eines Lehrauftrags Interpretation Neuer Musik und Komposition an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

    Als Komponistin und Interpretin gewann sie zahlreiche internationale Preise.

    Sie gewann u.a. den 1. Preis beim internationalen Kompositionswettbewerb des Molinari Quartetts und erhielt ein DAAD- und das „Dorothea Erxleben“-Stipendium. 2015 bekam sie von der Deutschen Akademie Rom (Villa Massimo) das renommierte Kompositionsstipendium „Casa Baldi“.

    Ihre Kompositionsaufträge bekam sie u. a. vom Gewandhaus zu Leipzig, von der Ernst von Siemens Stiftung, dem Ensemble 2e2m, der Staatsoper Hannover sowie der Kammeroper Köln. Außerdem wurden ihre Kompositionen im Rahmen der Biennale Salzburg, der Musik der Jahrhunderte Stuttgart und der Klangwerkstatt Berlin aufgeführt. Im Studienjahr 2014/15 übernahm sie eine Gastprofessur für Komposition und Neue Musik an der St. Cyril and Methodius University in Skopje (Mazedonien).

    Für 2017 erhielt sie für die Erarbeitung ihrer Musiktheaterstücke das Stipendium der Casa di Goethe Rom (Goethe-Haus Rom).