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  • Lexikographie, Gender und Musikgeschichtsschreibung

    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Funktionsweisen einer hetero-normativen und männlich dominierten Jazzgeschichtsschreibung – Ursachen und Folgen für Kanonisierungsprozesse

    Vortrag von Stefan Körner (Hannover)
    28.5.2016 11:00-11:30, Mendelssohn-Saal

    Abstract

    Wirft man auch nur einen kursorischen Blick in die unterschiedlichsten Jazzhistoriographien der vergangenen Jahrzehnte, wird es augenfällig, dass deren Autoren einen mit überwiegend ‚männlichen‘ Protagonisten ausgestatteten Kanon konstituieren. Jazzgeschichtsschreibung wird hierbei als Ausdruck eines historischen Systems (Haydn White) begriffen, das sich in seiner kontingenten Form an eine Musik anlagert, die unter dem Oberbegriff Jazz von eben jenen Autoren gefasst wird, jedoch in seinen Stilistiken als ausgesprochen divers bezeichnet werden muss. Der Vortrag widmet sich aus einer dezidiert kulturwissenschaftlich orientierten musikwissenschaftlichen Perspektive den Ursachen für das Werden einer derartig verfassten Geschichtsschreibung und erörtert daraus resultierende Fragen an die Lexikographie.

    Materialien (Deutsch)

    Videomitschnitt

    Präsentation

    Lizenz

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    Vita

    Stefan Körner studierte Musik und Geschichte auf gymnasiales Lehramt (M.Ed.) sowie Musikwissenschaften (MA) an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg. Im Jahr 2014 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HMTM Hannover im Forschungszentrum Musik und Gender. Seit Februar 2015 absolviert er das Referendariat für das Lehramt an Gymnasien. Er promoviert derzeit zu Funktionsweisen einer heteronormativen und männlich dominierten Jazzgeschichtsschreibung und betrachtet dabei im Besonderen Ursachen und Folgen für Kanonisierungsprozesse. Unter einer kulturwissenschaftlich orientierten musikwissenschaftlichen Perspektive sind seine Arbeitsschwerpunkte die Betrachtung von Kriterien von Musikgeschichtsschreibung unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechter- und Gedächtnisforschung sowie der Medialität von Jazz.