Herzlich Willkommen bei MUGI

  • Deutsch
  • Lexikographie, Gender und Musikgeschichtsschreibung

    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Musikgeschichtsschreibung, Lexikographie und Gender aus Sicht der Interpretations- und Aufführungsgeschichtsforschung

    Vortrag von Thomas Seedorf (Karlsruhe)
    26.5.2016 12:15-13:00, Fanny Hensel-Saal

    Abstract

    Der Vortrag möchte anhand von drei Beispielen einigen Fragen und Problemen nachgehen, die sich aus interpretationsgeschichtlicher Perspektive bei einer Beschäftigung mit den drei im Titel angesprochenen Themen- und Arbeitsfeldern ergeben.

    1. Im Sprechen über die menschliche Stimme werden die Begriffe Stimmgattung, Stimmlage und Stimmfach, manchmal auch Stimmtyp, oft synonym verwendet. Trotz einiger Gemeinsamkeiten ist es sinnvoll, die Kategorien deutlich zu unterscheiden.

    2. In der Oper gibt es seit den Anfängen der Gattung Divergenzen zwischen dem dargestellten Geschlecht einer Figur und dem biologischen Geschlecht der Darstellerin oder des Darstellers. Anhand der aktuellen Besetzungspraxis von Kastratenpartien mit Countertenören gehe ich der Frage nach, warum sich auf diesem Gebiet ein Sängertypus durchsetzen konnte, für den es so gut wie keine historische Legitimation gibt.

    3. Ist es überhaupt sinnvoll, zwischen Frauen- und Männerliedern zu unterscheiden?

    Materialien (Deutsch)

    Videomitschnitt

    Lizenz

    Creative Commons Lizenzvertrag

    Sie dürfen die hier bereitgestellten Materialien

    Teilen — das Material in jedwedem Format oder Medium vervielfältigen und weiterverbreiten
    Bearbeiten — das Material remixen, verändern und darauf aufbauen und zwar für beliebige Zwecke, sogar kommerziell.

    Unter folgenden Bedingungen:

    Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber (Thomas Seedorf) unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.
    Weitergabe unter gleichen Bedingungen — Wenn Sie das Material remixen, verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, dürfen Sie Ihre Beiträge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten.

    Vita

    Thomas Seedorf, geb. 1960 in Bremerhaven, studierte zunächst Schulmusik und Germanistik, dann Musikwissenschaft und Musikpädagogik in Hannover. Von 1988 bis 2006 war er als Wissenschaftlicher Angestellter am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Freiburg tätig; seit dem Wintersemester 2006/07 wirkt er als Professor für Musikwissenschaft an der Karlsruher Hochschule für Musik. Zu seinen Forschungsinteressen gehören u. a. Liedgeschichte und -analyse, Aufführungspraxis sowie insbesondere Theorie und Geschichte des Kunstgesangs. Er ist u. a. Sprecher der Fachgruppe Aufführungspraxis und Interpretationsforschung in der Gesellschaft für Musikforschung, Mitherausgeber der Reger-Werkausgabe, sowie Projektleiter der Neuen Schubert-Ausgabe.