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  • Lexikographie, Gender und Musikgeschichtsschreibung

    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    „Die schönste Frau der Welt, das hübsche Ding von nebenan und die sehr fähige DJ‟ – Über heterosexistische Genderstereotypen im Schreiben über Pop und die Produktion effektiver Gegenstrategien

    Vortrag von Sonia Eismann (Berlin)
    27.5.2016 18:00-18:45, Mendelssohn-Saal

    Abstract

    „Die ernst zu nehmende Musikerin“ oder „Die Männer um die bezaubernde Frontfrau XY“ – so klischeehaft klingt es auch heute noch überraschend oft, wenn über Frauen (und Männer), die im popkulturellen Bereich aktiv sind, gesprochen oder geschrieben wird. Auch wenn allzu platte Sexismen, die Frauen als „das Andere“ des Pop-Betriebes exotisieren oder sie auf ihre Körperlichkeit bzw. Attraktivität festschreiben, spätestens seit der Institutionalisierung der Gender Studies ab den 1990er Jahren viel seltener geworden sind, bilden tief verwurzelte, unhinterfragte Vorstellungen von „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ häufig auch heute noch die implizite Grundlage der medialen Berichterstattung über popkulturelle Phänomene.

    Der Vortrag geht der Frage nach, welche (Nicht-)Repräsentationspolitiken mit diesen Schreibweisen einhergehen und möchte zudem praktische Anregungen bieten, wie diese möglicherweise mit eigenen Publikationsstrategien zu umgehen oder zu unterminieren sind.

    Materialien (Deutsch)

    Videomitschnitt

    Präsentation

    Lizenz

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    Vita

    Sonja Eismann, geboren 1973 in Heidelberg, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Englisch und Französisch an den Universitäten Wien, Mannheim, Dijon und Santa Cruz (USA). Seit Ende der 1990er Jahre als Journalistin an der Schnittstelle von Feminismus und Popkultur aktiv, war sie 1999 in Wien Mitbegründerin der Zeitschrift "nylon. KunstStoff zu Feminismus und Popkultur" und arbeitete von 2002-2007 beim Kölner Musikmagazin Intro als Kulturredakteurin. 2007 gab sie den Reader "Hot Topic. Popfeminismus heute" heraus und gründete 2008 gemeinsam mit Steffi Lohaus und Chris Köver das Missy Magazine, dessen Mitherausgeberin und Chefredakteurin sie heute noch ist. 2012 veröffentlichte sie den Reader „absolute fashion“ sowie gemeinsam mit Chris Köver „Mach's selbst. Do It Yourself für Mädchen“; 2013 folgte, wieder mit Chris Köver, „Glückwunsch, du bist ein Mädchen“ und, in Verbindung mit einer Ausstellung am rock'n'pop Museum Gronau, der Ausstellungskatalog "Frauen Macht Musik". In journalistischen und wissenschaftlichen Artikeln, Vorträgen und Lehrveranstaltungen an Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz beschäftigt sie sich mit der Repräsentation von Geschlecht in der Populärkultur, aktuellen feministischen Diskursen sowie mit inklusiver Sprache.