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    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Cowboy-Performanzen. Fiktive hegemoniale Männlichkeiten im franko-kanadischen Country

    Vortrag von Laura Patrizia Fleischer (Siegen)
    28.5.2016 12:10-12:40, Mendelssohn-Saal

    Abstract

    Kaum eine Figur prägt die US-amerikanische populäre Kultur so durchdringend wie die des Cowboys, der sich als allgegenwärtiges, idealisiertes Modell von (weißer, heterosexueller) Männlichkeit etabliert hat. Man kann daher im Sinne Connells von hegemonialen Männlichkeiten sprechen, die hier jedoch fiktiven Ausprägungen zugrunde liegen.

    Der Cowboy ist auch in der musique country-western, dem franko-kanadischen Country, ein zentrales Element. Vielmehr als das Streben nach einer als authentisch verstandenen Wunschmännlichkeit handelt es sich jedoch um die Lust am Spiel mit diesem hegemonialen Narrativ. Das Wissen, kein „echter“ Cowboy sein zu können – insbesondere in einer französischsprachigen kanadischen Provinz – ist dabei als implizites Wissen in der Konstruktion vorhanden.

    Ersten Untersuchungen zufolge scheint der Cowboy in der musique country-western als eine auffällig familiäre und lebensbejahende Figur jenseits von Gewalt und Machismo verhandelt zu werden. Anhand ausgewählter Songs der letzten fünfzig Jahre möchte ich exemplarisch herausarbeiten, wie sich dieses Bild in der Szene manifestiert und auf welche Weise der franko-kanadische Cowboy in Musik, Text und Performance performativ hergestellt, umgedeutet und angeeignet wird.

    Materialien (Deutsch)

    Videomitschnitt

    Präsentation

    Lizenz

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    Vita

    Laura Patrizia Fleischer, geb. 1986, studierte Musik und Englisch im Lehramt an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Universität zu Köln. Seit 2015 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Siegen, am Lehrstuhl für Populäre Musik und Gender Studies. In ihrem Dissertationsprojekt beschäftigt sie sich mit Fragen und Formen von Männlichkeiten und Performativität in der franko-kanadischen Countrymusik.