Portale

http://www.mittelalter-online.de
Webportal, das einen breiten Einstieg in die Beschäftigung mit dem Mittelalter ermöglicht und zusätzlich zu den Meldungen des allgemeinen „Mittelaltermarktes“ versucht, wissenschaftliche Events (Ausstellungen, Konferenzen und Publikationen) zu berücksichtigen; im Musikbereich ausführliche Vorstellung bzw. Verlinkung von zahlreichen „Mittelalter-Bands“ bzw. Gruppen, die ihre Musik mit mittelalterlichen Elementen anreichern, zusätzlich Musikbeispiele für einen knappen klanglichen Eindruck (derzeit ca. 470 Soundfiles) oder längere Stücke zum Download (mp3); sehr umfangreiches Link-Archiv

http://www.mittelaltermusik.de
Umfangreiches Portal mit Links zu einer Reihe von Musikgruppen, unterteilt in „Mittelalterrock“, „Spielmannsmusik“, „Gregorianik“, „Ensembles für frühe Musik“ etc.; zahlreiche Downloads, Noten; vorrangig Gruppen und Künstler aus der Mittelalter-, Gothic- und Celtic-Szene (d. h. mit mittelalterlichen Elementen angereicherte Musik)

http://www.spielleut.de
Ausführliches und seriöses Portal über und für alle „Spielleute“, Informationen über Musikgruppen verschiedener Stilrichtungen, Diskussionsforum und breite Verlinkung; im Aufbau: Bildarchiv mit ausgewählten Digitalisierungen aus mittelalterlichen Codices; neben Musiklinks auch ein reichhaltiges eigenes Notenarchiv zum Ausdrucken (pdf-Files) oder Anhören (mp3); ausgesprochen gelungener Balanceakt zwischen den Bedürfnissen des populäreren „Mittelalter-Weltmusik-Marktes“ und den Authentizitätssuchern mit teilweise wissenschaftlichen Ambitionen


Bibliotheksangebote und Referenzen zur wissenschaftlichen Recherche

http://www-sul.stanford.edu/depts/ssrg/medieval/    
(= Medieval Studies. Stanford University Library, Abkürzung: SULAIR) Site der Universitätsbibliothek von Stanford (USA) zum Schwerpunkt „Mittelalterstudien“, ausgezeichneter Führer durch relevante Literatur; zugleich als Einführung in die Beschäftigung mit dem Mittelalter geeignet

http://www.haverford.edu/library/reference/mschaus/mfi/mfi.html
(= Feminae: Medieval Women and Gender Index)
Seit 1996 eingerichtete Seite, die relevante Themen, allgemeine Stichworte, Artikel, Buchrezensionen und Essays auflistet und zum Teil durch Verlinkung unmittelbar zugänglich macht. Insbesondere für die wissenschaftliche Recherche sehr hilfreich. Erleichtert Recherchen im Segment von historischer „Frauenforschung, Sexualität, Gender“ für den Zeitraum des Mittelalters; über die Direktrecherche hinaus Verlinkung mit wissenschaftlichen Bibliotheken mit umfangreichen bzw. wichtigen Sammlungen zum Mittelalter

http://www.chronicon.de
Chronicon ist ein deutschsprachiges Fachportal für die Geschichtswissenschaften; Informationssystem zur allgemeinen, insbesondere aber europäischen Geschichte; nach umfangreicher Recherche in praktisch allen relevanten Fachdatenbanken ist die kostenpflichtige Dokumentbestellung oder die Präsentation von Online-Volltexten möglich

http://www.clio-online.de sowie http://www.historicum.net
Allgemeine Fachportale für Geschichtswissenschaften mit der Möglichkeit, zu den verschiedenen historischen Epochen zu recherchieren; Schwerpunkt liegt auf der europäischen Geschichte

http://www.the-orb.net/encyclop/culture/music/musindex.html
Online Reference Book for Medieval Studies. Systematische Datenbank mit inhaltlichen Darstellungen und Artikeln zu Mittelalterthemen. Weiterführende Literaturhinweise entsprechen akademischen Standards, sind aber (bis auf wenige Ausnahmen) relativ kurz gehalten, was die online-Lektüre erleichtert. Links zu wissenschaftlichen Datenbanken und Quellensammlungen.


Musikbeispiele / digitalisierte Quellen

http://www.fh-augsburg.de/~harsch/Chronologia/
Lspost13/CarminaBurana/bur_intr.html

Komplette Wiedergabe des Textes der Carmina Burana (ca. 1230), inklusive Angaben zum Überlieferungsbestand, Übersetzungen, Literatur, Index usw.

http://www.monacensis.de/
Seite zum Mittelalter; im Musikbereich zahlreiche Informationstexte zur Musikgeschichte, Instrumentarium etc., daneben Notenbeispiele (neu gesetzt); zudem Plattform für einen Webring von "Spielleuten", dessen Aufgabe es ist, möglichst viele Webseiten zum Thema mittelalterlicher Musik miteinander zu verknüpfen und somit unkompliziertes Weitersurfen zu gewährleisten

http://www.diamm.ac.uk
= Digital Image Archive of Medieval Music der University of Oxford und der Royal Holloway University of London; ermöglicht (nach Registrierung) den Zugriff auf eine Fülle mittelalterlicher Manuskripte, deren Digitalisierung fortlaufend erfolgt; exzellente Seite für Wissenschaftler/innen

http://image.ox.ac.uk/show?collection=bodleian&manuscript=msarchseldenb26
Diverse Digitalisierte Quellen aus der Bodleiana (Oxford, UK), hohe Auflösungen, beste Qualität

http://www.kb.dk/elib/mss/amour/chansonnier.htm
Digitalisierung eines Chansonniers aus dem Besitz der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen

http://lluisvives.cervantesvirtual.com/FichaObra.html?Ref=7201&portal=1
Komplettes Facsimile des Llibre Vermelle de Montserrat (14. Jahrhundert, spanische Liedersammlung) mit Einführungstext; Handschrift ist ohne Musiknotation überliefert

http://www.pbm.com/~lindahl/cantigas/
Vollständiges Faksimile der Cantigas de Santa Maria von Alfonso X. (Spanien, 13. Jahrhundert). Auf benachbarten Seiten wird eine Fülle von Material, teils auch private Fotogalerien etc. zur Musik des Mittelalters angeboten. Die Homepage
www.pbm.com/~lindahl/minstrel.html 
bietet insbesondere für Interpreten und Interpretinnen Lieder, Neutextierungen für bereits existierende Melodien und Informationen für „Spielleute“ in unterschiedlicher Zuverlässigkeit (u.a. eine Mailingliste). Zeitraum: Spätantike bis ca. 1600. Schwerpunkt: Westeuropa.
http://brassy.club.fr/PartMed/Cantigas/CSMIDI.html
Texte der Cantigas de Santa Maria mit den Melodien als MIDI Dateien

http://cervantesvirtual.com/servlet/
SirveObras/03586170989884946317857/index.htm

Digitalisierung des Martin Codex (Spanien, 14. Jahrhundert), die sogenannten Cantigas d’amigo, vollständiges Facsimile

http://www.kb.dk/elib/mss/amour/chansonnier.htm
Webseite der Kongelige Bibliotek (Königliche Bibliothek) Kopenhagen, auf der zahlreiche Digitalisierungen und Faksimiles von Quellen zur weltlichen Musik des Mittelalters gezeigt werden. Die Exponate befinden sich sämtlich im Besitz der Bibliothek


Bildquellen

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/sammlung2/allg/cpg.xml?docname=cpg848
oder
http://manessebild.uni-hd.de
Darstellung sämtlicher Bildseiten der Großen Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse), Cod. Pal. Germ 848, die in der UB Heidelberg verwahrt wird. Zusätzliche kurze Informationen zu den abgebildeten Minnesängern – keine Abbildung der Verse bzw. Musikbeispiele

http://www.byu.edu/~hurlbut/dscriptorium/
= DScriptorium. Seite hat das Ziel, digitalisiertes Bildmaterial/Quellenmaterial für die Zeit des Mittelalters zu sammeln, zu systematisieren und für wissenschaftliche und private Zwecke verfügbar zu machen. Dies geschieht vorwiegend über die Verlinkung mit Bibliotheken, die eigene Quellen digitalisiert ins Netz stellen – entweder als Einzelstücke (beispielsweise besonders wertvolle Stundenbücher oder Manuskripte von Spielen) oder als ganze Linksammlungen (wie im Fall der Bodleiana, Oxford, UK, die über die Sammlungen der einzelnen Oxforder Colleges mittlerweile mehr als 550 illuminierte Manuskripte digitalisiert anbietet, siehe auch http://www.bodley.ox.ac.uk/dept/scwmss/wmss/medieval/browse.htm).

http://www.instrumentsmedievaux.org/pages/depart.html
Ausführlich illustrierte Seite eines privaten Betreibers, der in erster Linie die Welt mittelalterlichen Instrumente einführt; Sprache: Französisch, aber aufgrund der umfangreichen Bebilderung selbst ohne Sprachkenntnisse verständlich

Zahlreiche Einzelabbildungen und Faksimiles mittelalterlicher Handschriften oder früher Drucke finden sich auch unter www.spielleut.de (siehe oben)


Ausgewählte Musikgruppen

http://www.filia-irata.de
Musikgruppe, die sich in der Tradition der Spielfrauen bewegt – unter den vielen „Mittelalter-Bands“ eine der wenigen, deren Stammbesetzung ausschließlich aus Frauen besteht

http://www.estampie.de
Webseite des renommierten Münchner Ensembles für frühe Musik, das in seinen Interpretationen auch wissenschaftlichen Ansprüchen standhält und dessen musikalischer Crossover wesentlich fundierter erscheint als das, was die meisten Mittelaltergruppen heute anbieten

http://www.spilwut.de
Site einer traditionsreichen Mittelalter-Gruppe aus dem Osten Deutschlands; zahlreiche Musikbeispiele, diverse Tänze; Traditionen des mittelalterlichen Zunfttheaters, Gaukler, Jongleure

http://www.helium-vola.de
Site einer von Ernst Horn gegründeten Musikgruppe, in der überwiegend mittelalterliche Texte, Poesie, Übersetzungen, Nachdichtungen etc. mit elektronischer Musik, aber auch mittelalterlichem Instrumentarium verbunden werden. Die beteiligten Sänger(innen) und Musiker(innen) musizieren auch in anderen Formationen (z. B. im Ensemble Estampie, Ensemble Frühe Musik Augsburg o.a.). Ausgesprochen eigenwilliges und musikalisch ambitioniertes Projekt, das über das fantasievolle Neu-Arrangieren der Stücke (wie es für viele Gruppen typisch ist) weit hinaus geht.

http://www.sequentia.org
Homepage des traditionsreichen Ensembles Sequentia, das von Benjamin Bagby und Barbara Thornton (die insbesondere für ihre Interpretation der Gesänge Hildegards von Bingen außerordentliche Anerkennung gefunden hat) gegründet wurde. Seit mittlerweile fast 30 Jahren versucht die Gruppe, eigene wissenschaftliche Arbeit über die Musik des Mittelalters in Interpretationen umzusetzen. Neue mediale Techniken bei der Umsetzung und Aufführung werden durchaus eingesetzt, musikalisch wird jedoch streng auf eine Abgrenzung von modischen Crossover-Produktionen geachtet.

http://www.ensemble-trecento.de/musik.htm
Homepage des Ensembles für frühe Musik Heidelberg; instruktive und allgemein verständliche Erläuterungen über die Musik des Mittelalters, zahlreiche Abbildungen, Verlinkung zu anderen Musikgruppen und verschiedenen Vereinen

http://www.minnesang.com
Webseite zu Minnesang und Spruchdichtung mit historischen Hintergrundinformationen, Erläuterungstexten sowie einer sinnvollen Verlinkung zu anderen Seiten mittelalterlich inspirierter Musiker und Gruppen

http://www.eulenthal.net 
Webseite des Online-Magazins Das Eulenthal, das sich mit Musik und Mittelalter beschäftigt; Ziel: Portal für alle am Thema Interessierten, Informationen über „Märkte, Spielleut und Kaufmann“; Fokus auf sogen. „Mittelalter-Bands“


Historische Karten

http://www.historylink101.com/middle_ages_europe/middle_ages_maps.htm
Eine Art Landkartenportal mit exzellenter Verlinkung zu verschiedenen anderen – in der Regel wissenschaftlich ausgerichteten – Seiten, auf denen historisches Kartenmaterial gezeigt wird. Ausgezeichnete Qualität der digitalen Karten, unterschiedlichste Quellen, auch zu Vergleichszwecken geeignet

http://www.euratlas.com/time1.htm
Karten über alle historischen Epochen (überwiegend politisch-historische Karten), sehr übersichtlich in chronologischer Anordnung


Sonstige Seiten

http://www.kleio.org/geschichte.html
Private Geschichtsseite von Maike Vogt-Lüerssen; der Schwerpunkt liegt auf der Rolle einzelner Frauen in der Geschichte, insbesondere von der Antike bis zur Renaissance; gründliche Recherchen und solide, schulbuchartige Aufbereitung des Stoffes bieten einen Einstieg in die Thematik

http://www.beckmesser.de/trad/mittelalter.html
"Natürlich, das Mittelalter. Zur Medienkarriere einer kulturellen Epoche." Kritischer Essay des Musikwissenschaftlers Max Nyffeler zum Mittelalterboom

http://www.bundeskunsthalle.de/index.htm?ausstellungen/frauenkloester/index.htm
Site der Ausstellung "Krone und Schleier. Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern" (Bonn, März-Juli 2005)