inzelheiten der Entlohnung, der Stellung der Spielleute – die innerhalb der mittelalterlichen Gesellschaft zwar randständig waren, gleichwohl jedoch eine außerordentlich heterogene, in sich nochmals differenziert aufgegliederte Gruppe darstellten – sind aufgrund des schwer zu bearbeitenden Quellenmaterials immer noch offen. Auch die Durchlässigkeit der Standesgrenzen ist bezogen auf die Spielleute bisher noch unzureichend erforscht.

Ein eigenes Forschungsthema betrifft das Verhältnis von Spielfrauen zur Prostitution. Es gehört zum "common sense" der Trobador- und Spielmannsforschung, dass die Spielfrau häufig nicht nur Tänzerin, Musikerin, Artistin etc. war, sondern zugleich auch Animateurin und nicht zuletzt eine Frau, die sich prostituierte. Doch wie die jüngere Forschung herausgearbeitet hat, ist dies eher eine Art wissenschaftlicher Konvention als eine durch Quellen zuverlässig belegte Tatsache. • Prostitution

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