ie traditionelle musikwissenschaftliche Forschung hat sich bisher vor allem mit dem Instrumentarium und der Notation beschäftigt.
Hinsichtlich der Fragen zur unterschiedlichen Entwicklung und zur regionalen Verbreitung der Instrumente geht die jüngere ikonographische Forschung davon aus, dass viele der künstlerisch ausgearbeiteten Abbildungen emblematisch zu lesen sind oder aber einen stärker symbolhaltigen Hintergrund besitzen, als dies bisher berücksichtigt wurde. Inwiefern jede mit einem Instrument abgebildete Frau auch eine Frau in einer realen musikalischen Situation darstellt, gehört zu den thematisierten Problemen. • Zuordnung Die Diskussion um "Realismus versus Symbolismus" begleitet die Instrumentenkunde bereits seit mehr als einem Jahrhundert, bezogen auf die bildliche Darstellung von Frauen hat sie neue Aktualität gewonnen.
Ein weiterer "Klassiker" der Musikwissenschaft ist die Beschäftigung mit Notationsformen bzw. deren Umsetzung in eine musikalische Klanggestalt: für den mittelalterlichen Zeitraum also zunächst mit vieldeutigen Neumen und dann präziser übertragbaren Notationen wie sie die Choralnotation, die Modalnotation, später die Mensuralnotation oder auch rein instrumentale Notationen (Tabulaturen) bereitstellen. Doch bereits bei diesem stark spezialisierten Erkenntnisbereich ergeben sich bezogen auf die Musik der Spielleute zahlreiche weitere Aspekte, die erst dann sinnvoll bearbeitet werden können, wenn der Brückenschlag zu anderen Wissenschaftsdisziplinen gelingt.

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