eschlechtsbezogene Konventionen und forschungsgeschichtliche "Übereinkünfte" aufzubrechen, ist ein Ziel der Gender Studies/Frauen- und Geschlechterforschung. Für den Bereich der Spielfrauen gäbe es ein reiches Betätigungsfeld, vorausgesetzt die historischen Wissenschaften werden detailgenau auf ihre Erkenntnisse befragt. Genderorientierte Fragestellungen könnten das Material neu gewichten helfen bzw. neue Perspektiven eröffnen, die der vorrangig philologisch oder ikonographisch orientierten Forschung bisher verschlossen geblieben sind. Die Vielfalt weiblicher Lebensformen im Mittelalter ist nach wie vor ein ergiebiger Forschungsgegenstand. Die Musik der Spielfrauen gehörte zur Alltagskultur des Mittelalters. Insofern teilt die diesbezügliche Forschung wesentliche Aspekte mit der allgemeinen Mittelalterforschung. Das geradezu ausufernde Schrifttum zur Mittelalter- und auch Spielmannsforschung lässt jedoch die Desiderate zur Spiel- F r a u e n -Forschung desto deutlicher hervortreten.

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