Anonym Italien 14. Jh.: Trotto


Anonym Italien 14. Jh.: Trotto
Filia Irata
CD Tilten und Pier
Curzweyhl 2004, LC 12355
http://www.curzweyhl.de

ie Spielräume beim Musizieren von als mittelalterlich angenommener Musik sind denkbar breit. Dies hängt zum einen mit der • Überlieferungssituation zusammen. Weltliche Musik wurde bis weit in das Hochmittelalter so gut wie nicht notiert. Andererseits ist die Spielmannsmusik per se improvisierte, als nicht in allen Teilen "notierbare" Musik gewesen. Die Vorstellung einer historischen Authentizität, die eigentlich immer eine Fiktion ist, ist daher hier besonders fragwürdig.

Heutigen Interpret/innen eröffnet sich ein verhältnismäßig breiter "Spiel-Raum". Die Interpretationen reichen daher von möglichst eng an die Quellen anschließenden Darbietungen über eher akademische Annährungsweisen bis zu esoterisch verkitschten oder eigenartig "modern" aufgefassten Interpretationen, die Elemente mittelalterlicher Musik lediglich als Basis für Klangexperimente und neue, eigenständige Klanglandschaften verwenden.

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Überlieferungen