Muster und Farbstellungen

olgt man den frühesten Abbildungen, so nahm der Farbenreichtum hinsichtlich der Bekleidung im Laufe des Mittelalters zu. Auffallende und bunte Tracht gehörte zum Berufsbild. Starke Musterung unterschied die Kleidung der Spielleute von der der einfachen Leute. Was das originale Muster nicht hergab, wurde durch eingearbeitete Schlitze, aufgesteppte Flicken, angenähte Troddeln und dergleichen hinzugefügt. Die sich vor allem ab dem 12. Jahrhundert ausbreitende Sitte, Spielmannskleidung der Länge nach in zwei kontrastierende Farben zu unterteilen, nannte man mi-parti-Technik. Dabei zeigten Rock und Hose unterschiedliche Farbzusammenstellungen. Bis ins 16. Jahrhundert waren paradiesvogelartige Gewänder bevorzugte Kleider der fahrenden Künstler/innen. Bevorzugte Farbstellungen waren Rot und Grün oder auch Rot und Weiß, gelegentlich Rot und Gelb. Häufig finden sich zusätzlich braune Partien.

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