Instrumente des 14. Jahrhunderts

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Instrumentalistinnen
Marginalie in "Roman de toute chevalerie" von Eustache ou Thomas
Bibliothèque Nationale Paris, ms. français 24364, fol. 1v

in Spielmann hatte möglichst viele Instrumente möglichst virtuos zu beherrschen.

Eine Spielfrau war in dieser Hinsicht begrenzter. Es war den Spielfrauen nicht erlaubt, alle Instrumente zu spielen, zumindest nicht öffentlich. Ob Abbildungen, die Frauen mit praktisch allen Instrumentengattungen der Zeit zeigen, der Realität entsprechen, • ist in der Forschung umstritten. Wahrscheinlich handelt es sich in den meisten Fällen um allegorische oder symbolische Abbildungen.
Besonders häufig werden Spielfrauen mit Fideln bzw. überhaupt mit Saiteninstrumenten abgebildet. Es scheint so (abgesehen von der Schellentrommel, Kastagnetten und ähnlichen kleineren Rhythmusinstrumenten, die insbesondere den tanzenden Spielfrauen nützlich waren), als ob bereits recht früh die Frauen den "leiseren" Part der musikalischen Darbietung übernahmen.
Bereits früh kristallisierte sich auch eine unterschiedliche • Bezahlung heraus. Das Spiel von Pfeiffen und kräftigen Blechinstrumenten wurde in der Regel besser entlohnt als die leiseren Saiteninstrumentalist/innen.

Spielleute, die nicht länger an einem Hof arbeiteten, sondern viel und in kurzer Zeit auch weit herumzogen, bevorzugten tragbare Instrumente gegenüber nicht so gut transportablen wie dem Portativ.

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Entlohnung