égyptiens fêtant leurs dieux
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Jüdische Musiker und Tänzer
aus: Vincentius Bellovacensis, Speculum Historiale, Frankreich 1463
Bibliothèque Nationale Paris,
ms. français 50, fol. 52

Tanzmelodien

anzstücke sind oft lediglich als Modelle oder melodische Gerüste überliefert. Die ältesten Zeugnisse stammen aus dem 13./14. Jahrhundert. Dabei sind von Anbeginn an geradtaktige und ungeradtaktige Weisen zu finden, die auch häufig miteinander verknüpft wurden. In späteren Jahrhunderten erweitert sich das notierte Repertoire - • ob dies wirklich den Rückschluss zulässt, dass die Praxis vorher schlichter war, muss bezweifelt werden. Im 15. und 16. Jahrhundert werden meist im Charakter gegensätzliche oder sich ergänzende Stücke aufgezeichnet, d. h. geradtaktigen Schreittänzen oder langsamer getanzten Stücken folgten meist schnelle, oft ungeradtaktige Dreh- und Springtänze - in der Art von • Vor- und Nachtanz. Es spielte prinzipiell keine Rolle, ob bei Hofe oder auf der Bauernkirmes getanzt wurde, wenn es um die generelle Art des Tanzes ging: Alle Tänze waren im Allgemeinen Gruppentänze, manche mit gelegentlicher Paarbildung. Allerdings differenzierten sich die Tänze sozial sehr rasch (spätestens im Laufe des 13. Jahrhunderts) aus. Höfischer Tanz und volksläufige Tänze hatten außer diesem Grundprinzip wenig gemeinsam.

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