iele Spielleute - also auch die Frauen unter ihnen - kamen aus Musikerfamilien. Ein Aufstieg auf der sozialen Leiter war entsprechend schwierig. Oftmals gingen sie bei den Eltern oder bei einem Meister in die Lehre. Einige waren auch Autodidakten. Neben der Selbstunterweisung war das Lernen von Berufsgenossen eine wichtige Quelle der Aneignung bzw. Weiterbildung musikalischer Fähigkeiten. Zur Erweiterung des Repertoires waren die jährlich abgehaltenen Spielmannsschulen (scholae mimorum) eine besonders wichtige Institution. Sie sind seit dem 13. Jahrhundert im
Es erscheint unwahrscheinlich, dass Frauen bei den Spielmannstreffen nicht dabei gewesen sein sollen. • Man kann darüber spekulieren, ob sie müglicherweise eher Randfiguren blieben, die Ensembles begleiteten und vervollständigten. Bisher ist in der Forschung jedenfalls keine Spielfrau belegt, die etwa bei diesen Treffen eine Schlüsselrolle eingenommen hätte. Einer der profundesten Kenner des Berufsbildes des Musikers, Walter Salmen, stellt deshalb die Teilnahme der Spielfrauen an diesen Veranstaltungen generell in Frage (Salmen, 1983: 110ff.).
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