La Manfredina et la Rotta 14. Jh.


La Manfredina et la Rotta 14. Jh.
Musica Antiqua, Christian Mendoze
CD Danses et Ballets anciens
Arion 1985/1994, AR 030 PV 730006
www.arion-music.com
Instrumentenreigen

Flöten/Pfeifen
wurde von Frauen gespielt

löten- und Pfeifeninstrumente spielten im Verlauf des Mittelalters eine herausragende Rolle. Sie verbergen sich hinter Begriffen wie swegel, pipe oder pife, floite und sind noch relativ wenig systematisiert. Neben Flöten, die in späteren Jahrhunderten modifiziert und weiterentwickelt wurden, gab es auch die Sonderform der Einhandflöte, die mit insgesamt drei bis vier Grifflöchern auskam. Auch Flöten mit Rohrblättern fanden zeitweise Verwendung.

Den Flötenspielern oder Pfeifern haftete auch etwas Zweifelhaftes an, wie die Sagen um den "Rattenfänger von Hameln" oder um Hans Böhm, der im 15. Jahrhundert die Massen begeisterte, zeigen. Pfeifer hatten jedenfalls in der Regel einen aktiven Part zu spielen. Mit allegorischen Darstellungen der • Frau Musica mit verschiedenen Instrumenten, die alle eher auf Erbauung und Versenkung hindeuteten, hatten diese Musiker nichts zu tun. Die Flöte war im Totentanz auch häufig das Instrument des Todes oder des Teufels. Die Gleichsetzung von Spielmannstreiben und sündhaftem Tun schlug sich ebenfalls in der Bewertung der Instrumente nieder. Wenn Flöten (insbesondere Querpfeifen) in den Händen von Frauen erscheinen, handelt es sich oft um • Kurtisanen.

| weiter mit Leier


Zuordnung - wer spielte was?
Prostitution