Anonym 13. Jh.: Bele Doette as fenestres se siet

Christoph Murer, Singende Leierin und Sackpfeifer, 1606

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Drehleierspielerin
Der Planet Venus, um 1480, Federzeichnung des süddeutschen Hausbuch-Meisters, Privatbesitz,
Insel-Bücherei 452, Leipzig o.J.


Anonym 13. Jh.: Bele Doette as fenestres se siet
Ensemble Sinfonye, Stevie Wishart CD The Sweet Look and the Loving Manner
Hyperion 1993, CDA 66625
www.hyperion-records.co.uk

 

Instrumentenreigen

Drehleier/hurdy-gurdy/symphonie/organistrum
wurde von Frauen gespielt

ie Drehleier war ein Instrument, das sich insbesondere auf Jahrmärkten stetiger Beliebtheit erfreute und sich nach seinem Absinken in die Bettlersphäre immer noch als Volksinstrument bis weit ins 19. Jahrhundert behaupten konnte. Sozial abgesunken, wird die Drehleier im 16. Jahrhundert vielfach als Weiberleier bezeichnet. Gravierender noch: die Leierin gilt als Werkzeug des Teufels, als verflucht und "unehrlich" (also nicht ehrenhaft, unwürdig). Systematisch zählt die Leier aufgrund der Klangerzeugung zu den Saiteninstrumenten, wenngleich die klingende Saite durch ein Kurbelrad (und nicht durch einen Bogen) in Schwingung versetzt wurde. Unterschiedliche Tonhöhen wurden durch die Verkürzung und Verlängerung der Saite mittels Tastendruck erzielt. Von den normalerweise drei vorhandenen Saiten war mindestens eine • Bordunsaite.

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Christoph Murer, Singende Leierin und Sackpfeifer, 1606