égyptiens fêtant leurs dieux
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Bärentreiberin mit Tanzbär um 1542 Holzschnitt zu einem Gedicht von Hans Sachs, gedruckt in Augsburg bei Anthony Corthoys d.Ä., genannt Anthony Formschneider

nter den Spielleuten des Mittelalters und der beginnenden Neuzeit hätte das hohe Spezialistentum der heutigen Musikwelt wahrscheinlich nur Befremden erregt. Vielseitigkeit war eine der wichtigsten Eigenschaften dieser Musiker, die heute auf einem dörflichen Fest, morgen bei einer Kirchweihe, an Markttagen oder bei Hochzeiten aufzuspielen hatten. Herausragende Ereignisse waren Hoffeste oder Konzile, bei denen es um Repräsentation und Unterhaltung gleichermaßen ging. Aber ob bäuerlicher Tanz oder höfischer Reigen – Spielleute hatten die jeweils erforderliche Ebene und den musikalischen Geschmack der Festgesellschaft zu treffen, ansonsten blieben sie als musikalische Tagelöhner schnell ohne Salär.

Spielleute waren auf eine Vielzahl von Engagements angewiesen. Nicht selten versuchten sie sich deshalb auch als Allround-Unterhaltungstalente, beispielsweise als Akrobaten oder Zauberkünstler. Gerade Letzteres brachte sie sehr leicht in den gefährlichen Ruch der Hexerei. Auch Quacksalberei wurde von einigen Spielleuten auf den Märkten betrieben. Den Frauen unterstellte man häufig • Prostitution. Ob das für die Spielfrauen im Allgemeinen wirklich zutraf, bleibt dahin gestellt. Gelegentlich werden Spielfrauen mit der Tierdressur in Verbindung gebracht, auch wenn die Beispiele hierfür nicht sehr zahlreich sind. Wie eine Abbildung zu einem Gedicht aus dem 16. Jahrhundert nahe legt, wurden Frauen dann zur Zielscheibe beißenden Spottes.

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Prostitution