Gaucelm Faidit: Lo rossinholet selvatge

Tänzerin und Fidler, Miniatur aus dem steierischen Chorherrenstift Seckau, 14. Jh.
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Harfenistin, Deutschland 15. Jh.
Bibliothèque Nationale Paris,
ms. latin 9333, fol. 10v


Gaucelm Faidit: Lo rossinholet selvatge
Ensemble Millenarium
CD Chansons de Troubadours et danses de Jongleurs
Ricercar 2001/Outhere 2005
http://www.ricercar.be

harperesse/harpine

ezeichnung für eine • Harfenspielerin. Im Versroman Durmart le Galois (um 1220) findet sich die Schilderung eines Festmahles, bei dem sich une damoisele harpa hören ließ, die als Tafelmusik sowohl Instrumentalstücke vortrug als auch zur Harfe sang (Gildea, 1965: 1/166; nach Salmen, 2000: 40). Harfenspielerinnen werden oft auch als • joglaressa angegeben, die die Harfe spielen, wie beispielsweise die englische juglaresa de arpa, von der in einer Quelle des Hofes von Pamplona unter Carlos II. (14. Jahrhundert) die Rede ist (Salmen, 2000: 50f.). Zu Berühmtheit gelangte die Harfenspielerin • Agnes in Böhmen. Bereits in vorchristlicher Zeit zeigen ägyptische und römische Abbildungen Hetären bei der Ausübung des Harfenspiels (Fleischhauer, 1978: 100). (Hetären, übersetzt "Gefährtinnen", waren im Altertum Frauen, die gegen Entlohnung Sexualverkehr gewährten, die aber im Gegensatz zu Dirnen gebildet und sozial anerkannt waren). Solche Bilder haben zu einer Gleichsetzung von • sexueller und musikalischer Dienstleistung durch die mittelalterlichen Autoren sicherlich beigetragen.

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