Countess de Dia 12. Jh.: A Chantar

Beatritz de Dia
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Beatrice de Dia, Initiale Italien 13. Jh.
Bibliothèque Nationale Paris,
ms. français 12473, fol. 126


Countess de Dia 12. Jh.: A Chantar
Elizabethan Conversation
CD The Medieval Lady
Leonarda 1997, LE 340
www.leonarda.com

ie Comtesse Beatrice de Dia wirkte im 12. Jahrhundert. Sie war wahrscheinlich die Gattin des Grafen Wilhelm von Poitiers (1158-1189). Sie hinterließ ein kleines Text-Melodien-Korpus (um 1160). Ihre bildliche Darstellung in den Quellen entspricht in ihrer Stilisierung derjenigen, wie sie auch für antike Dichter gebräuchlich war. Ob ihr betont schlichtes Äußeres daher eine realitätsnahe Abbildung ist, erscheint zumindest fraglich. Andererseits teilt sie diese Art der Kleidung mit anderen Frauen in okzitanischen Darstellungen (N’Azalais und Gujellma Monja, vgl. Rieger, 1991: 230f.). Wahrscheinlich entspricht eine derartige Stilisierung dem herausgehobenen Milieu adliger Präsentation und rekurriert damit auf Bildung und Exklusivität. Damit unterscheidet sie sich wesentlich von den einfachen Spielfrauen. Es ist anzunehmen, dass die • trobairitz wie ihre männlichen Kollegen Spielleute (darunter möglicherweise auch Frauen) beschäftigte, die ihrem Vortrag eine passende Untermalung und Begleitung verliehen.

| weiter mit Mathilda Makejoy












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Beatritz de Dia
Spielfrauenreigen - trobairitz