pektakulär ist der Fall der Spielfrau Agnes, die das Vertrauen des böhmischen Königs Wenzel IV. gewann, möglicherweise dessen Geliebte wurde und schließlich sogar mit diplomatischen Aufgaben betraut wurde (Bachfischer, 1998: 34). Agnes spielte Harfe und soll ebenfalls ausgezeichnet gesungen haben sowie eine herausragende Spielerin auf der Fidel gewesen sein. Es ist überliefert, dass König Wenzel sie mit materiellen Gütern geradezu überhäuft habe und sie damit unabhängig von einem unsteten Leben machte. Allerdings war mit dem plötzlichen Ableben des Königs 1305 auch das Glück der Agnes vorbei. Politisch zweckmäßig behauptete man, sie habe ihm während einer Umarmung ein unerklärbares Mittel verabreicht und ihn dadurch getötet.

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