Was ihre Herdplatte mit der biedermeierlichen Trias von Kindern, Küche und Kirche zu tun haben soll, gibt Hanna Hartman Rätsel auf. Wenn in breakfast with trumpet die Platten glühen und der Haferbrei singt, geht es nicht um die Inszenierung der Frau am Herd. Im Kochen sieht die schwedische Klangkünstlerin keinen „weiblichen Zugang zum Material“. Selbst wenn das Publikum eine Prise Ironie heraus sieht oder hört – die Intention der Künstlerin war eine andere. Hanna Hartmans Arbeit ist nicht feministisch motiviert, ja sie glaubt nicht einmal, „dass Breikochen etwas Weibliches ist". Allein auf die Frage reagiert sie irritiert. Vielleicht sei sie durch ihre Herkunft anders sozialisiert? Grundsätzlich spielen bei der Wahl ihrer Klangquellen weder gesellschaftliche noch historische Zuschreibungen eine Rolle. In diesem Fall sind es Herdplatten und Kochtöpfe, ein anderes Mal kommt das Material aus Fabriken. Was zählt, ist die akustische Qualität. Es geht um Klang. Mit dieser schlichten Aussage quittiert Hanna Hartman so gut wie alle Fragen nach ihrer Arbeit.
Ob es für sie eine Bedeutung habe, dass les femmes savantes ein reines Frauenkollektiv ist? Ob fünf Frauen anders zusammenarbeiten als fünf Männer oder eine gemischte Gruppe? Wird sie als Frau in der Musikszene anders wahrgenommen als ein Mann? Spielen in ihrer Musik bestimmte Themen eine Rolle, die mit dem Verhältnis der Geschlechter oder mit Rollenzuweisungen zu tun haben? Die in Uppsala geborene Schwedin verneint alle diese Fragen kurz und bündig. Es geht schließlich um den Klang, einzig und allein um den Klang.
Wenn in breakfast with trumpet der Haferbrei kocht und Sabine Ercklentz dazu Trompete spielt, verfolgt die Performance eine rein akustische Mission. Die dem Anschein nach spontane Fluxus-Aktion gehorcht einer perfekt vorbereiteten Klangdramaturgie. Das nicht nur in diesem Fall minimale Instrumentarium ist in langen Experimentierphasen analysiert, erprobt und perfektioniert.
Nicht jede Herdplatte knackst und knistert wie diese, nicht
Hanna Hartman ist dem Berliner Frauenkollektiv weder aus feministisch emanzipatorischen Gründen beigetreten, noch hat die Arbeit mit les femmes savantes Themen ins Spiel ge-












