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Katia Tchemberdji

Ekaterina Tchemberdji, Jekaterina Wladimirowna Tschemberdschi, Katja Tchemberdji, Katja Tjemberdzji

* 6. Mai 1960 in Moskau, Russland (UdSSR).



„Alles, was Komponisten sagen, ist im höchsten Maße irrelevant.“

(Katia Tchemberdji in einem Interview mit der Autorin, 19. Dezember 2004)
Notenbeispiel
Mediennachweis

Bild:
© Angela Zohlen

Noten:
© Internationale Musikverlage Hans Sikorski, Hamburg

Tätigkeitsfelder
Komponistin, Pianistin, Pädagogin

Orte und Länder
Katia Tchemberdji wurde 1960 in Moskau geboren, besuchte die Zentrale Musikschule des Moskauer Konservatoriums und setzte dort 1978 ihre musikalische Ausbildung fort. Von 1985 bis 1990 unterrichtete sie an der Gnessin Fachhochschule für Musik in Moskau. Seit 1990 lebt Katia Tchemberdji aus privaten und beruflichen Gründen in Berlin, wo sie als Komponistin, als Pädagogin in den Fächern Klavier, Komposition und Musiktheorie sowie als Pianistin tätig ist.

Profil
Katia Tchemberdji ist eine überaus aktive und vielseitige Komponistin, Pianistin und Pädagogin. Von der Oper bis zum kleinen Klavierstück für Kinder sind in ihrem Oeuvre alle Gattungen in den verschiedensten Besetzungen vertreten; auch als Filmmusikkomponistin hat sich Katia Tchemberdji einen Namen gemacht. Ihr pianistisches Repertoire umfasst die Klavierliteratur vom Barock bis zur Moderne, und als Musikpädagogin arbeitet sie genauso gerne mit Kindern wie mit Studenten oder professionellen Musikern. Ihrer russischen Herkunft hat sie eine exzellente und umfassende musikalische Ausbildung zu verdanken; im Westen hingegen genießt sie den Vorteil, auf dieser
Grundlage frei und unabhängig komponieren zu können.

Biografie

Katia Tchemberdji wurde 1960 in Moskau geboren.
Die musikalische Begabung des Kindes wurde früh erkannt und gefördert. Bereits als Siebenjährige wurde sie in die Zentrale Musikschule für hochbegabte Kinder des Moskauer Tschaikowksky- Konservatoriums aufgenommen.
Hier setzte sie 1978 ihre Studien in den Fächern Komposition, Musiktheorie und Klavier fort. Ihre wichtigsten Lehrer waren Nikolai Korndorf (Komposition, Instrumentation), Juri Cholopow (Analyse, Kontrapunkt) und Amwel Alumjan (Klavier). 1984 legte Katia Tchemberdji die Examina in Komposition und Klavier mit Auszeichnung ab. Im selben Jahr gewann sie beim Allunionswettbewerb für junge Komponisten den 1. Preis in der Kategorie ‚Orchesterwerke’ für ihr Klavierkonzert.
Von 1984 bis 1990 unterrichtete sie an der Gnessin-Musikhochschule in Moskau. 1986 wurde Katia Tchemberdji in den Komponistenverband der Sowjetunion aufgenommen.
1990 erhielt sie zum Mozart-Jahr ein Stipendium und einen Kompositionsauftrag des Berliner Senats. Seitdem lebt Katia Tchemberdji aus privaten und beruflichen Gründen in Berlin, wo sie freiberuflich ihren Lebensunterhalt mit Auftragskompositionen, Klavier-, Musiktheorie- und Kompositionsunterricht, Ferienkursen sowie Engagements als Pianistin, solistisch und mit verschiedenen Ensembles, bestreitet.
Im Jahr 2003 trat Katia Tchemberdji eine Lehrstelle für Komposition für Kinder und Jugendliche an der Neuköllner „Paul-Hindemith-Musikschule“ an. 2005 wurde die Komponistin mit dem Preis des internationalen Wettbewerbs des Münchner Vereins „musica femina“ ausgezeichnet. Im Jahr 2006 erhielt Katia Tchemberdji die deutsche Staatsbürgerschaft.
Seit zwei Jahren konzertiert Tchemberdji mit dem Berliner „Artenius“-Klaviertrio im In- und Ausland; 2007 fand eine Tournee nach Japan statt.
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Würdigung

Heute (2008) umfasst Katia Tchemberdjis Werkkatalog über 70 Kompositionen, darunter 3 Opern, 5 Orchesterwerke (z.T. auch mit Gesang), 4 Werke für Kammerensemble (z.T. auch mit Gesang), 19 Kammermusikwerke ohne Klavier, 22 Kammermusikwerke mit Klavier, 6 reine Klavierwerke, 7 Vokalwerke und 4 Filmmusiken.
Da die Komponistin, wie sie selbst sagt, „vor stilistischen Zuordnungen zurückschreckt“, „vor Routine Angst hat“ und Prinzipien und Theorien meidet, fällt es schwer, ihren Stil zu beschreiben, müsste er doch für jedes Werk neu bestimmt werden. Sie sucht für jedes Stück neue Denkwege und häufig auch philosophische Ansätze oder lässt sich von etwas Visuellem oder von Texten inspirieren, ohne diese zu „illustrieren“, sie probiert gerne mutig etwas aus, spielt mit musikalischen Bausteinen (quasi als Kurzinformationen) und komponiert dabei „altmodisch nach Gehör“. Modischen Trends ist Katia Tchemberdji nie gefolgt; und tradierte Formen hat sie nie benutzt, um sie gezielt zu zerstören oder aufzubrechen. Ihre Musik setzt sich zusammen aus „unerhörten“ Einzelklängen oder Klangerlebnissen, aus rhythmisch freien, knappen, expressiven musikalischen Gesten und melodischen Floskeln, deren Kleingliedrigkeit wohl proportioniert ist und deren Faktur durch ein kompliziertes Pausen-Netzwerk filigran und transparent wirkt. Ihr Interesse gilt weniger dem großflächigen Klangdesign als vielmehr den Schwerkraft- und Zeitrelationen von Tönen und Tongruppen, um daraus ideale Formen wachsen zu lassen, nicht um sie zu konstruieren.
Bei der „handwerklichen“ Umsetzung ihrer ausschließlich im Kopf „durchdachten“ Klangwelten bedient sie sich „zwangsläufig“ den üblichen Verfahrensweisen der Neuen Musik – erweiterter Spieltechniken, grafischer Notation, freier und kontrollierter Aleatorik sowie szenischer Aktionen. Ob auf den internationalen Konzertbühnen, vor den Mikrofonen eines Ton- oder Filmstudios oder beim privaten Klavier- und Kompositionsunterricht – überall, wo Katia Tchemberdji in Aktion zu erleben ist oder ihre Musik gespielt wird, springen die Funken ihrer überbordenden Fantasie, ihrer unerschöpflichen Kreativität, ihrer erfrischenden Spontaneität und nicht zuletzt ihrer hohen Professionalität über auf Publikum, Musizierpartner, Schüler und Mitarbeiter.
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Rezeption

Regelmäßig erhielt Katia Tchemberdji sowohl als Komponistin (mit Kompositionsaufträgen) als auch als Pianistin (mit Soloauftritten oder als Begleiterin) Einladungen zu internationalen Kammermusikfestivals, z. B. zum Kammermusikfestival in Kuhmo in Finnland (1988-1993), dem Komponistinnen-Festival in Kassel (1990), nach Arjeplog in Schweden (1991) und Heidelberg (1991 und 1994). Sie war zu Gast bei den Berliner Festwochen (1991), der Musik-Biennale Berlin (1993), den Tagen für Neue Musik in Zürich (1992), den Lerchenborg Musiktagen, Dänemark (1994), dem Festival Sacro Art in Loccum (1995 und 1997), dem Festival „Russische Moderne“ in Ulm (1996), bei den Internationalen Oleg-Kagan-Musikfesten in Wildbad Kreuth (seit 1996 jedes Jahr), den „Cortona-Wochen“ in Italien (1997 und 1998), den „Dezemberabenden“ in Moskau (2003) und den Bruchsaler Schlosskonzerten (2005).

Katia Tchemberdjis Werke werden von international anerkannten Musikern – Ensembles wie Solisten – gespielt (siehe Werkverzeichnis, in dem z.B. die Interpreten der Uraufführungen genannt sind).

Die Uraufführung der Kantate „Cantus controversus“ für Sopran, Bariton, Männerchor, Kammerorchester und Schlagzeugensemble (nach den Psalmen 76 und 77 und Texten von Albert Einstein) am 2. Juli 1997 in der Klosterkirche Loccum war ein überwältigender Erfolg – ebenso die Uraufführung ihrer Kammeroper „Max und Moritz“ (nach Wilhelm Busch) am 8. Oktober 1999 in Stadthagen.

Im April 2001 entstanden beim Deutschlandfunk in Köln Aufnahmen für eine Rundfunksendung und eine Porträt-CD (col legno, 20203) mit den Werken „Lerchenborg-Trio“, Klarinettensonate, „Tag und Nacht“, „Atem und Puls“ und „Widmung“.

Im Rahmen der Musikfestwochen der Universität der Künste Berlin und dem Berliner Festival „Crescendo2004!“ wurde im Sommer ihr Trio für Horn, Oboe und Viola erfolgreich uraufgeführt.

Interessantes Neuland betrat die Komponistin mit ihrer Komposition „Gesang für zwei Orchester“. Das Werk schrieb Katia Tchemberdji für ein Benefizkonzert zugunsten des Sozialfonds des Berliner Canisius-Kollegs. Die Uraufführung fand am 27. November 2004 mit dem Eltern- und Schülerorchester des Canisius-Kollegs statt.

2005 wurde die Komponistin mit dem Preis des internationalen Wettbewerbs des Vereins „musica femina münchen“ ausgezeichnet. Die mit diesem Preis verbundene Auftragskomposition „Abschiedsgesänge“ für vier Vokalsolisten und Kammerorchester wurde am 4. Mai 2006 mit dem Hilliard-Ensemble und dem Münchner Kammerorchester unter der Leitung von Christoph Poppen uraufgeführt. Am 20. Mai 2007 fand diese Arbeit eine erfolgreiche Fortsetzung: Das Hilliard Ensemble brachte im Berliner Dom Katia Tchemberdjis Komposition „Diluvium“ (nach Psalm 69), entstanden im Auftrag der Sing-Akademie zu Berlin, zur Uraufführung.

Auch Katia Tchemberdjis schöpferische Arbeit mit Kindern und für Kinder trug 2007 neue Früchte: Im Oktober führten drei Ensembles „mit Spielern jeden Alters“ im Kunstraum Tosterglope (Berlin) das Werk „3 x 3“ auf, und im Dezember hatte die Produktion einer ganzen Oper („Rettet Pluto“) mit den Musiktheatergruppen der Paul-Hindemith-Musikschule Neukölln Premiere.

Im Sommer 2007 erschien unter dem Titel „Komponiert in Deutschland 2“ eine CD mit Soundtracks aus Katia Tchemberdjis Filmmusiken zu den Rudolf-Thome-Filmen „Frau fährt, Mann schläft“ (2004), „Rauchzeichen“ (2006) und „Du hast gesagt, dass du mich liebst“ (2006) (Edition Filmmusik CD 902412).

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Werkverzeichnis

Opern

„The Elephant's Child“ (1990)
Kammeroper für Kinder
T.: Katia Tchemberdji nach Rudyard Kipling (Englisch)
Besetzung: Elephant's Child (Knabe), Kolokolo Bird (Mädchen), Crocodile, Aunt Hippopotamus, Uncle Baboon (Mezzosopran und Tenor), Python-Rock-Snake (Bass), Aunt Ostrich (Sopran), Uncel Giraffe (Bass) - Klarinette, Schlagzeug, Klavier, Violine.
Dauer: 30 Min.

„Max und Moritz“ (1998)
Kammeroper in zwei Teilen und 7 Szenen
T.: Katia Tchemberdji nach Wilhelm Busch
Auftragswerk des Kulturvereins Stadthagen
Besetzung: Max (Sopran), Moritz (Alt), Witwe Bolte (Sopran), Lehrer Lämpel (Tenor), Schneider Böck (Bariton), Onkel Fritz (Bass), Kinderchor (18 Kinder, die als Spitz, Hühner, Gänse, Käfer und Orgelpfeifen auftreten - in der letzten Szene mit Triangel, Glöckchen, Klangschalen, Gongs und Spieluhren), 3 Mimen.
1(Picc.).1.1(Es-Klar., BKlar.).SSax, ASax.1(KFag.) - 1.1.1.0 - 3 Schlagzeuger (Triangel, Schnarre, Peitsche, Zugflöte, 3 Kuhglocken, 2 Tempelblöcke, 3 Tom-tom, Militärtrommel, gr. Trommel, Becken, Tam-tam, Glockenspiel, Xylorimba), Digitalklavier, Kinderspieluhr, Streicher (2/2/2/2/1).
Dauer: 65 Min.
UA Stadthagen 8.10.1998
(Katharina Hohlfeld, Max; Theodora Baka, Moritz; Studentenensemble der hannoverschen Hochschule für Musik; musikalische Leitung: Martin Brauß; Regie: Matthias Remus)
Verlag: Sikorski, Hamburg

„Rettet Pluto“ (2007)
Kinderoper in fünf Teilen
Originalidee und T.: Katia Tchemberdji
Auftragswerk der Neuköllner Musikschule Paul Hindemith
Besetzung: Astronaut, Prinzessin, Köchin, Plutanzlehrerin, Plutominister, Plutoberst, Plutonist und Plutoniker, Mücke, Frosch, Hase, Hahn, Füchsin, Bär (Kinderstimmen) – Schwerkaft-und-Licht-Amt [SuLA]-Beamter (Bass) – tanzendes Kind – Kinderchor
0.0.1.0 – 0.0.1.0 – Akk, Vc, Klav, 1 Schl (2 Trgl, 2 Crot [a/fis], 2 Tempelbl, Holzbl, 3 Tomt, kl.Tr, gr.Tr, 2 Bk, Tam-T, Gong [f’], 1 RöhrenGl [e], Xyl, Vibr) – Akk (hinter der Bühne), Tonband
Dauer: 60 Min.
UA Berlin 1.12.2007
(Schüler der Musikschule Neukölln, musikalische Leitung: Gerhard Scherer; Marieke Rügert, Inszenierung und Choreographie; Angela Zohlen, Bühnenbild und Kostüme)


Orchesterwerke

Konzert für Horn und Kammerorchester (1992)
Dauer: 19 Min.
UA USA 1997
(William Purvis, Horn)

„Die Irrsinninsel“ (1993)
Vier Gedichte von Rose Ausländer für Sopran und großes Sinfonieorchester
Auftragswerk der Landeskapelle Eisenach
Widmung: Für meine lieben Eltern
1. Vogel, Bruder Vogel
2. Ich bin ein Zirkuskind
3. Ich habe mein Kind begraben
4. Sprich, lieber Freund
Besetzung: 3(Picc.).3(Engl.Horn).3(BKlar.).3(KFag.) - 4.2.3.1 - Schlagzeug (Pauken, 3 Tom-tom, gr. Trommel, Tam-tam, Glocken, Glockenspiel, Vibraphon), Celesta, Klavier, Streicher.
Dauer: 16 Min.
UA Eisenach 13.7.1993
(Landeskapelle Eisenach, Ltg. Harke De Roos)

„Cantus controversus“ (1997)
siehe Vokalmusik

„Gesang für zwei Orchester“ (2004)
für Schulorchester und professionelles Orchester,
Auftragswerk für ein Benefizkonzert zugunsten des Sozialfonds des Canisius-Kollegs Berlin
Besetzung:
Schulorchester: 1.2.3.0 - 2.2.1.0 – Schlagzeug - Streicher.
Professionelles Orchester: 2.2.1.TSax.0 – 2.2.0.0. – Klavier, Streicher
Dauer: 15 Min.
UA Berlin, St. Matthäus-Kirche, 27.11.2004
(Schüler- und Elternorchester des Canisius-Kollegs Berlin, Ltg. Andreas Hick)

„Fünf Präludien“ (2006)
für Kammerorchester, Bearbeitung der Nummern 4 e-moll, 10 cis-moll, 21 B-dur, D-dur und 18 f-moll aus Dmitri Schostakowitschs Klavierzyklus op. 34
Auftragswerk des Canisius-Kollegs Berlin
1. Moderato (Nr. 4)
2. Allegretto poco moderato (Nr. 21)
3. Moderato non troppo (Nr. 10)
4. Allegretto (Nr. 18)
5. Allegro vivace (Nr. 5)
Besetzung: 1.1.1.0 – 0.0.1.0 – Schlagzeug (Pauke, Triangel, Holzblock, 3 Tom-tom, kl. Trommel, gr. Trommel, hängendes Becken, Glockenspiel, Xylophon), Streicher (1 fünfsaitiger Kontrabass)
Dauer: 20 Min.
UA Berlin, St. Matthäus-Kirche, 27.10.2006
(Kammerorchester des Canisius-Kollegs, Ltg. Andreas Hick)

„Kadenzen“ (2006)
zum 1. und 3. Satz des Violinkonzertes op. 61 von L. van Beethoven
Auftragswerk von Isabelle Faust
Dauer: 3 Min.
UA Manchester, März 2006
(Isabelle Faust, Violine)

„Abschiedsgesänge“ (2006)
siehe Vokalmusik


Werke für Kammerensemble

„Labyrinth in memoriam Oleg Kagan“ (1996)
für 12 Streicher (3 Quartette) und Violoncello solo
Dauer: 18 Min.
UA Kuhmo (Finnland) 14.7.1996
(Natalia Gutman, Violoncello; Virtuosi di Kuhmo, Ltg. P. Chaba)
Verlag: Sikorski, Hamburg

„Reise nach China“ (1999)
siehe Vokalmusik

„Opposition“ (2003)
für Ensemble
Auftragswerk der Paul-Hindemith-Musikschule, Neukölln
Besetzung: 1.1.1.2ASax.0 - 0.0.0.0. - Schlagzeug, E-Gitarre, Harfe, Akkordeon, Klavier, 2 Violinen, Violoncello
Dauer: 9 Min.
UA Berlin November 2003
(Ensemble „Experimente“, Ltg. Gerhard Scherer)

3 x 3
Dreichörige Komposition für drei Ensembles mit Spielern jeden Alters (2007)
Auftragswerk des „Kunstraums Tosterglope“
1. Vertikale
2. Ein Schattenspiel
3. Der Reigen
Besetzung:
0.0.2.0 – 1.0.0.0 – Schlagzeug (Pauke, Triangel, Wind Chimes, 7 Glöckchenketten, KuhGlocke, Holzblock, 3 Tom-tom, kl. Trommel, Becken, Glockenspiel), Klavier, 3 Violinen, 2 Violoncelli
4.0.1.0 – 0.0.0.0
Blockflöte (Tenor oder Sopran).1.0.1 – 0.0.0.0 – Gitarre
Dauer: 14 Min.
UA Berlin 27.10.2007
(Ensembles „Progress“, „TeamWork“, „baUsTeLLeKUNSTRAUM“)


Kammermusikwerke (ohne Klavier)

„Lamento“ (1987)
für Violine, Violoncello und Tonband
Dauer: 10 Min.
UA Moskau 1989
(Oleg Kagan, Violine; Natalia Gutman, Violoncello)

„Lines“ (1991)
für Violine und Viola
Dauer: 9 Min.
UA Arjeplog (Schweden) 2.7.1991
(Mi-Kyung Lee, Violine; Dietmut Poppen, Viola)
Verlag: Sikorski, Hamburg

„Lieder ohne Worte“ (1992)
für Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass und Oboe
Dauer: 20 Min.
UA New York 7.4.1992
(St. Luke's Chamber Ensemble)
Verlag: Sikorski, Hamburg

„Memories of Finland“ (Streichquartett Nr. 1) (1992)
für Streichquartett
Auftragswerk der Kuhmo Kammermusik Festspiele
Dauer: 24 Min.
UA Kuhmo (Finnland) 14.7.1992
(Jean Sibelius Quartett)
Verlag: Sikorski, Hamburg

„Sad Dreams“ (1992)
für zwei Klarinetten
Dauer: 10 Min.

„Gegenüber“ (1992)
für Violine, Viola, Violoncello, Flöte, Oboe und Klarinette
Auftragswerk der Tage für Neue Musik Zürich
Dauer: 9 Min.
UA Zürich 14.11.1992
(Ensemble „S“, Zürich)

„Kindermusik Nr. 1“ (1992)
für Violine und Akkordeon
Auftragswerk der Klangwerkstatt Kreuzberg
Dauer: 10 Min.
UA Berlin 1993
Verlag: Verlag Neue Musik, Berlin (Ed. NM 2111)

„Eine dramatische Szene“ (1993)
für Flöte, Schlagzeug und Streichquartett
Auftragswerk der Musik-Biennale Berlin
Dauer: 15 Min.
UA Berlin 14.3.1993
(Ensemble für Neue Musik „United Berlin“)

„Trio dolcissimo mit einem Lied und einem Marsch“ (1993)
für Flöte, Violine und Violoncello
Auftragswerk des Sotkamo Festivals
Dauer: 17 Min.
UA Sotkamo (Finnland) 17.7.1993
Verlag: Sikorski, Hamburg

„Das Lied des Schmetterlings“ (1994)
für Flöte, Violoncello, Orgel und Pauken
Auftragswerk des Heidelberger Festivalensembles
Dauer: 10 Min.
UA Heidelberg 1.11.1994
(Mitglieder des Heidelberger Festivalensembles)

„Kindermusik Nr. 2“ (Astronomie in Bildern) (1995)
für Akkordeon und Violoncello
Auftragswerk der Klangwerkstatt Kreuzberg
Dauer: 11 Min.
UA Berlin 11.11.1995
Verlag: Verlag Neue Musik, Berlin (Ed. NM 2122)

„Sechs kleine Klavierstücke“ (1998)
Bearbeitung von Arnold Schönbergs Klavierstücken op. 19 für Streichquartett

„Kindermusik Nr. 3 Okna“ (Fenster) (1999)
für Querflöte und Akkordeon
Dauer: 13 Min.
Verlag: Verlag Neue Musik, Berlin

Streichquartett Nr. 2 (2000)
nach Motiven aus der 10. Duineser Elegie von Rainer Maria Rilke
Auftragswerk des Kulturvereins Stadthagen
Widmung: Meinen Freunden Barbara und Hasso
Dauer: 21 Min.
UA Stadthagen 8.10.2000
(Quatuor Danel)
Verlag: Sikorski, Hamburg

„Tanz der Glassplitter“ (2000)
für vier Bratschen
Dauer: 10 Min.
UA Berlin November 2000

„Ma'or“ (hebr. Licht) (2003)
für Klarinette solo
Auftragswerk für den ARD-Wettbewerb, München 2003
Meiner Großmutter Zara Levina gewidmet
Dauer: 10 Min.
UA München 14.9.2003
(Björn Nyman)
Verlag: Sikorski, Hamburg (Ed. Nr. 8505)

Trio für Horn, Oboe und Viola (2004)
Auftragswerk der Universität der Künste Berlin und des Festivals „Crescendo2004!“
Dauer: 10 Min.
UA Berlin 1.6.2004
(Christian-Friedrich Dallmann, Horn; Burkhard Glaetzer, Oboe; Joachim Greiner, Viola)

„Straßenmusik“ (2004)
Trio für Akkordeon, Violine und Violoncello
Auftragswerk der Klangwerkstatt Berlin
Dauer: 12 Min.
UA Berlin 5.11.2005
(Solisten des Ensembles „Experimente“ – Gerhard Scherer, Ltg.)

„Menuett und Gigue“ (2006)
für Klarinettenquintett
Bearbeitung von W. A. Mozarts Menuett und Gigue KV 355
Auftragswerk des Internationalen Oleg Kagan Musikfestes
Dauer: 8 Min.
UA Kreuth 9.7.2006
(Julius Kirchner, Klarinette; Alexander Kagan, Maria Kagan, Violinen; Fedor Belugin, Viola; Myung-Jin Lii, Violoncello)

„Eskapaden“ (2008 in Vorbereitung)
für Violoncello solo
Auftragswerk für Natalia Gutman


Kammermusikwerke (mit Klavier)

Klaviertrio (1986)
Natalia Gutman, Vassily Lobanov und Oleg Kagan gewidmet
Dauer: 26 Min.
UA Kuhmo (Finnland) 1988
(Oleg Kagan, Violine; Natalia Gutman, Violoncello; Vassily Lobanov, Klavier)
Verlag: Sikorski, Hamburg

Sonate für Klarinette und Klavier (1990)
Dauer: 18 Min.
UA Kuhmo (Finnland) Juli 1990
(Charles Neidich, Klarinette; Vassily Lobanov, Klavier)
Verlag: Sikorski, Hamburg (Ed. Nr. 8511)

„Circus Music“ (1991)
für Horn und Klavier
Dauer: 14 Min.
UA New York 12.2.1991
(William Purvis, Horn; Colette Valentine, Klavier)

„A Few Words for Flute with a Piano's Background“ (1991)
für Flöte und Klavier
Dauer: 12 Min.
UA Arjeplog (Schweden) 1.7.1991
(Patrick Gallois, Flöte; Katia Tchemberdji, Klavier)

„In memoriam“ (1991)
für Violine, Violoncello, Horn, Klavier und Sprecher
T.: Gedicht („A vy, moi druz’ja“) von Anna Achmatowa (russ.)
Auftragswerk der Berliner Festwochen
Dauer: 20 Min.
UA Berlin 29.9.1991
(Scharoun-Ensemble)
Verlag: Sikorski, Hamburg

„Short Stories“ (1991)
für Horn und Klavier
Dauer: 10 Min.
UA Florida (USA) 1993
(William Purvis, Horn)

„Im Namen Amadeus“ (1991)
für Viola, Klarinette, Klavier und Tonband
Dauer: 15 Min.
UA Salzburg 7.2.1992
(Scharoun-Ensemble)

„Heidelbergtrio“ (1991)
für Klarinette, Violine und Klavier
Dauer 15 Min.
UA Kopenhagen (Dänischer Rundfunk) 18.3.1996
(LIN-Ensemble)
Fassung für Viola, Violine und Klavier (2002)
Verlag: Sikorski, Hamburg

„Merry Music“ (1992)
für Violoncello und Klavier
Alexander Baillie gewidmet
Dauer: 13 Min.
UA Kuhmo (Finnland) 18.7.1992
(Alexander Baillie, Violoncello; Katia Tchemberdji, Klavier)
Verlag: Sikorski, Hamburg

Trio für Klarinette, Horn und Klavier (1992)
Dauer: 15 Min.

„Preludes“ (1992)
für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier
Dauer: 20 Min.
UA New York 11.10.1992
(Aeolians Chamber Ensemble)

„Lerchenborg-Trio“ (1994/98)
für Klarinette (oder Viola), Violoncello und Klavier
Auftragswerk der Musiktage Lerchenborg
Dauer: 13 Min.
UA Lerchenborg (Dänemark) 23.7.1994
(Erik Kaltoft, Klarinette; Jens Schou, Violoncello; John Ehde, Klavier)
Verlag: Sikorski, Hamburg

„Andante“ (in memoriam Alfred Schnittke) (1998)
für Viola, Violoncello und Klavier
(Bearbeitung des Trios für Klarinette, Violoncello und Klavier - das Werk liegt auch in einer Fassung für Violine und Klavier vor)
Dauer: 11 Min.
UA Moskau 30.9.1998
(Sergei Azizian, Violine; Elena Semischina, Klavier)

„Zeitlandschaft I“ (1998)
für Blockflöte und Klavier
Auftragswerk der Klangwerkstatt 1998 - Neue Musik in Kreuzberg
UA Berlin 7.11.1998
(Sylvia Hinz, Blockflöte; Katia Tchemberdji, Klavier)

„Atem und Puls“ (2000)
für Violoncello und Klavier
Natalia Gutman gewidmet
Dauer: 14 Min.
UA 2001
(Natalia Gutman, Violoncello; Katia Tchemberdji, Klavier)

„Epitaph“ (2001)
für Viola und Klavier
Dauer: 9 Min.
UA Böhlen (Thüringen) 18.8.2001
(Dietmut Poppen, Viola; Katia Tchemberdji, Klavier)

„Hommage à Charlie Chaplin“ (2002)
für Klavierquintett
Dauer: 10 Min.
UA Kreuth 14.7.2002
(Anna Kandinskaja, Maria Kagan, Violinen; Milan Radiè, Viola; Anton Peissachow, Violoncello; Katia Tchemberdji, Klavier)
Verlag: Sikorski, Hamburg

„Albumblatt“ (2002)
für Oboe und Klavier
Dauer: 6 Min.
UA Bonn 9.2.2003
(Siegfried Borggrefe, Oboe; Katia Tchemberdji, Klavier)
Verlag: Sikorski, Hamburg

„Drei Bogentänze“ (2003)
für Violoncello und Klavier
Boris Pergamenschikow gewidmet
UA Heidelberg 8.4.2003
(Boris Pergamenschikow, Violoncello; Katia Tchemberdji, Klavier)
Verlag: Sikorski, Hamburg (Ed. Nr. 8521)

„Moment musical“ (2003)
für Klavierquintett
Auftragswerk des 14. Oleg Kagan Musikfestes
Dauer: 7 Min.
UA Kreuth 6.7.2003

„Fünf Stücke“ (2003)
Vier Bearbeitungen nach Klavierkompositionen von Michail Glinka und ein eigenes Schluss-Stück für Violine und Klavier
Auftragswerk des Moskauer Festivals „Dezemberabende“
UA Moskau 22.12.2003
(Isabelle Faust, Violine; Alexander Melnikow, Klavier)


Klavierwerke

„Haiku“ (1983)
Sechs Stücke für Klavier
Dauer: 12 Min.
UA Moskau 1984
(Vassily Lobanov)
Verlag: Sikorski, Hamburg (Ed. Nr. 1949)

„Trauermarsch“ (1991)
für Klavier
Auftragswerk des Internationalen Musik Festivals Heidelberg
Dauer: 14 Min.
UA Heidelberg 3.11.1991
(Katia Tchemberdji, Klavier)
Verlag: Sikorski, Hamburg (Ed. Nr. 1949)

„Tag und Nacht“ (Hommage à M. C. Escher) (1995)
für Klavier
Dauer: 9 Min.
UA Heidelberg 1.11.1995
(Olga Balakleets)
Verlag: Sikorski, Hamburg (Ed. Nr. 1949)

„Käsemond“ (1999-2001)
Zwölf Kinderstücke für Klavier
(mit Texten und Zeichnungen von Katia Tchemberdji)
1. Schildkrötchen
2. Käsemond
3. Schlangenlied
4. Heuschreckenarie
5. Raubhase
6. Osterhasenweihnachtslied
7. Etüde
8. Jazz-Etüde
9. Wie ein Ragtime
10. Zauberstab
11. Echo(cho)ral
12. Schlaflied für eine kleine Spinne
Verlag: Sikorski, Hamburg (Ed. Nr. 1189)

„Touch and Go“ (2003)
für Klavier
Dauer: 15 Min.
UA Köln (Deutschlandfunk) 15.3.2003
(Katia Tchemberdji)
Fassung für Klavier und Modellflugzeug (2004)
UA Berlin 14.5.2004
(Katia Tchemberdji)

„Zeitreise“ (2003)
für historische Tasteninstrumente und Synthesizer (Band)
Auftragswerk der „Stiftung Lebensfarben“
Dauer: 11 Min.
UA Neu-Kladow, Berlin 7.7.2003
(Katia Tchemberdji, Hammerflügel, Tafelklavier)

„5 x 5 Minuten Musik“ (zu „6 x 5 Minuten Text“)
Kompositionen nach Texten von Elke Erb
entstanden aus dem Projekt „Liedertafel.Chorlabor“ an der Sing-Akademie zu Berlin anlässlich „Sonanz“, einer Feier zum 70. Geburtstag von Elke Erb
UA Berlin 18.2.2008
(Katia Tchemberdji, Klavier)


Klavierauszug

Alfred Schnittke: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Klavierauszug (2003)
Verlag: Sikorski, Hamburg (Ed. Nr. 1995)


Vokalmusik

„Die Irrsinninsel“ (1993)
siehe Orchesterwerke

Vier Lieder aus „Des Knaben Wunderhorn“ (1994)
für gemischten Chor a capella
1. Steh auf, Nordwind
2. Wenn ich ein Vöglein wär
3. Soll ich denn sterben
4. Es stand ein Sternlein am Himmel
Dauer: 10 Min.
Verlag: Sikorski, Hamburg

„Drei Gedichte von Paul Celan“ (1995)
für Tenor, Horn, Akkordeon und Cembalo
Auftragswerk von Mads Elung-Jensen
1. Sprachgitter
2. Zuversicht
3. Eis, Eden
Dauer: 13 Min.
UA Kopenhagen 3.11.1995
(Mads Elund-Jensen, Tenor)

„Cantus controversus“ (1997)
Kantate für Sopran, Bariton, Männerchor (10 Tenöre, 10 Bässe), Kammerorchester und Schlagzeug
T.: nach den Psalmen 76 und 77 und Texten von Albert Einstein (Deutsch, Russisch, Latein)
Auftragswerk des Festivals Sacro Art, Loccum
Meinen Eltern gewidmet
Besetzung: 1.1.1.1 - 1.0.0.0 - 4 Schlagzeuger (Crotali, Kuhglocken, 3 Tom-tom, 4 Holzblöcke, 4x5 Tempelblöcke, kl. Trommel, Tangu, gr. Trommel, hg. Becken, 3 Tam-tam, javanische Gongs, Tempelgongs, Glockenspiel, Xylophon, Vibraphon), Violine solo, Violine II, Viola, Violoncello
Dauer: 40 Min.
UA Loccum 2.7.1997
(Assia Davidova, Sopran; Michael Pommer, Bariton; Rybin-Chor, Moskau; Schlagzeugensemble Mark Pekarski, Moskau; Studio Neue Musik, Moskau, Ltg. Jewgeni Braschnik)

„Reise nach China“ (1999)
für 4 Kinderstimmen, 2 Violinen, 2 Violoncelli, 3 Alt-Blockflöten, 3 Sopran-Blockflöten, Gitarre, Akkordeon und Schlagzeug (Triangel, Glöckchenkette, 2 Paare Baoding-Kugeln, 3 Crotali, 3 Tom-tom, 3 Tempelblöcke, Holzblock, Glockenspiel)
Dauer: 25 Min.
UA Berlin 31.10.1999
(Schüler der Kreuzberger Musikschule)

„Widmung“ (2001)
für Sopran und präpariertes Klavier
T.: Rainer Maria Rilke „Das Buch von der Pilgerschaft“, 1901
Mieko Kanesugi gewidmet
Dauer: 7 Min.
UA ? (Mieko Kanesugi, Sopran; Katia Tchemberdji, Klavier)

„Traum“ (2002)
für Bass und Klavierquintett
T.: Text von Daniil Charms (Russisch)
Dauer: 7 Min.
UA Moskau 28.12.2002
(Alexej Motschalow, Bass; Alexej Ludin, Irina Pawlitschina, Violinen; Anton Kupalow, Viola; Wjatscheslaw Marinjuk, Violoncello; Katia Tchemberdji, Klavier)

„Abschiedsgesänge“ (2006)
für vier Vokalsolisten und Kammerorchester nach Gedichten von Rainer Maria Rilke und Apollinius Rhodius
Auftragswerk des Vereins musica femina münchen e.V. und des Münchener Kammerorchesters
Besetzung: 0.0.1.0 – 1.0.0.0 – 1 Schlagzeuger (Triangel, Guiro, Holzblock, Kuhglocke, Tomtom, gr. Trommel, Becken, Vibraphon) – Streicher (minimum: 6/5/4/3/1 Fünfsaiter) – Countertenor, 2 Tenöre, Bariton
Dauer: 26 Min.
UA München 4.5.2006
(The Hilliard Ensemble; Münchner Kammerorchester, Ltg. Christoph Poppen)
Verlag: Sikorski, Hamburg

„Diluvium“, aus dem Psalm 69 (2007)
für Countertenor, zwei Tenöre und Bass
Auftragswerk der Sing-Akademie zu Berlin
Dem Hilliard Ensemble gewidmet
Dauer: 11 Min.
UA Berlin 20.5.2007
(The Hilliard Ensemble)
Verlag: Sikorski, Hamburg


Filmmusiken

„Frau fährt - Mann schläft“ (2003)
Musik zum gleichnamigen Film von Rolf Thome
Premiere (nicht öffentlich) Filmfest München 26.4.2004,
Start in den deutschen Kinos 4.11.2004

„Du hast gesagt, dass du mich liebst“ (2005)
Musik zum gleichnamigen Film von Rolf Thome
Premiere: 7.8.2005 Berliner Delphin-Filmpalast
Start in den deutschen Kinos 20.4.2006
(Katia Tchemberdji, Klavier)

„Rauchzeichen“ (2005)
Musik zum gleichnamigen Film von Rolf Thome
Premiere: 15.7.2006 Filmfest München
(Gerhard Scherer, Akkordeon; Maria Lobanova, Flöte; Ulrich Maiss, Violoncello; Katia Tchemberdji, Klavier; Mieko Kanesugi, Sopran)

„Einstöckiges Amerika“ (2007)
Musik zum gleichnamigen 16-teiligen TV-Film von Vladimir Pozner
DVD


[mehr zu Werken]
Siehe die Werkbeschreibungen, Pressemitteilungen und Zeitungsartikel unter der Rubrik „Mehr zu Rezeption“.
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Repertoire

Katia Tchemberdjis pianistisches Repertoire umfasst alle großen Werke der Klaviermusik Westeuropas und Russlands - von Johann Sebastian Bach über die Klassik, die Romantik, die Zweite Wiener Schule bis hin zur Moderne.

Seit 1996 hat sie mehrfach für den Rundfunk und für CD-Firmen (Deutschlandfunk, SWR, Dänisches Radio; „Live Classics“, „col legno“) Klavier- und Kammermusik von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Robert Schumann, Clara Schumann, Johannes Brahms, Richard Strauß, Franz Liszt, Luise Adolpha Le Beau, Paul Hindemith, Béla Bartók, Claude Debussy, Bohuslav Martinů, Michail Glinka, Peter Tschaikowsky, Nikolai Medtner, Sergej Prokofjew, Galina Ustwolskaja, Dmitri Schostakowitsch u.a. sowie eigene Werke eingespielt.

Im Rahmen des Beethoven-Kongresses 2001 („Der männliche und der weibliche Beethoven“) an der Hochschule der Künste in Berlin war Katia Tchemberdji, begleitet von der Kammersymphonie Berlin unter der Leitung von Jürgen Bruns, als Solistin im Klavierkonzert von Luise Adolpha Le Beau zu hören. Außerdem nahm sie an mehreren Projekten teil: Haydn-Projekt (Aufführungen und Analyse von Haydn-Klaviersonaten), Martinů-Projekt, Franz Liszt- und Clara Schumann-Moderationskonzerte).

Im Jahr 2002 fanden die Aufnahmen für SWR 2 mit Bohuslav Martinůs „Sinfonietta giocosa“ und Richard Strauß' „Der Bürger als Edelmann“ statt. Im selben Jahr spielte sie mit dem jungen Cellisten und Primavera-Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs Sebastian Klinger für dessen Debut-CD Robert Schumanns Fantasiestücke op. 73 und Adagio und Allegro op. 70 ein (FMF AMP 5107-2).

In den Jahren 2002 und 2003 widmete sich Katia Tchemberdji auch vermehrt der historischen Aufführungspraxis und dem Spiel auf Hammer- und Tafelklavieren. Hierzu durfte sie auf wertvollen historischen Instrumenten der Sammlung der „Stiftung Lebensfarben“ im Gutspark Neu-Kladow probieren und konzertieren. Im Auftrag dieser Stiftung entstand 2003 ein Werk mit dem Titel „Zeitreise“ für historische Tasteninstrumente und Synthesizer.
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Quellen

Dokumente

Alle bei den Internationalen Musikverlagen Hans Sikorski verlegten Werke Katia Tchemberdjis (siehe Werkverzeichnis) liegen dort in Manuskriptform (im Original oder als Kopie) vor und können auf Anfrage bestellt oder eingesehen werden. Einige Druckausgaben sind im Handel erhältlich. Zu Ensemble- und Orchesterwerken stellt der Verlag Leihmaterial zur Verfügung. Die „Kindermusiken“ Nr. 1, 2 und 3 sind beim Verlag Neue Musik, Berlin, verlegt. Alle anderen Werke befinden sich im Privatarchiv der Komponistin (Kontakt über Sikorski). Das Archiv des Sikorski-Verlages verfügt außerdem über eine kleine, leider nicht vollständige Sammlung an Programmheften, Rezensionen, Interviews, Werkbeschreibungen, Briefen und anderen Texten, Fotos, Video- und Tonaufnahmen.

Kontakt:
Sikorski Musikverlage
D-20139 Hamburg
Tel. +49 (0) 40 - 41 41 00 0
Fax +49 (0) 40 44 94 68
e-mail: contact@sikorski.de

Verlag Neue Musik
Grabbeallee 15
D-13156 Berlin
Tel. +49 (0) 30 61 69 81 0
Fax +49 (0) 30 61 69 81 21
e-mail: vnm@verlag.neue.musik.de


Literatur

a) Sekundärliteratur (Auswahl an Rezensionen, alphabetisch)

Angheloff, Tonka. „Spannende Abenteuer moderner Musik“. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung. 4.7.1999.

Baucke, Ludolf. „Vielschichtige Klangbilder. Gesungene Diskurse“. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung. 5.7.1999.

Beck, Patrick. „Hommage à M. C. Escher“, Besprechung der col legno-CD. In: http://magazin.klassik.com/reviews 20.7.2005

Beinßen, Dietlind. „Klavierpoesie: Faszinierend und atemberaubend. III. Schaumburger Kammermusikfest“. In: Schaumburger Nachrichten. 14.10.1999.

Beinßen, Dietlind. „Düstere 'Max und Moritz'-Oper: Publikum begeistert oder entsetzt. III. Schaumburger Kammermusikfest startet mit Uraufführung im Ratsgymnasium“. In: Schaumburger Nachrichten. 11.10.1999.

Böcker, Kathrin Mia. CD-Kritik zur FMF AMP 5107-2: Sebastian Klinger, Violoncello. In: http://magazin.klassik.com/reviews, 14.2.2002.

Busse, Rolf. „Vogelgezwitscher im Garten. Musik der 'Russischen Moderne' im Stadthaus Ulm. Hommage an Escher“. In: Südwest Presse. 25.11.1996.

Haase, Heribert. Rezension: Sonate für Klarinette und Klavier, in: Das Orchester 09/2005, S. 86.

Heuer-Strathmann, Volkmar. „Bubengeschichte als Freiheitskampf. Vortrag / Max-und-Moritz-Oper im Experten-Gespräch (+ Kurzinterview mit Tchemberdji)“. In: Schaumburger Nachrichten. 27.9.1999.

Heuer-Strathmann, Volkmar. „Ungewohntes Treiben im Chemiesaal“. In: Schaumburger Nachrichten. 11.10.1999.

hm [sic]. „Große Gestaltungskraft. Kammermusikfest / Klavierabend mit Katia Tchemberdji“. In: Schaumburger Nachrichten. 15.10.1999.

Interview mit Katia Tchemberdji. „Ma'or - das Licht. Ein Gespräch mit der Auftragskomponistin für Klarinette Katia Tchemberdji (Das Gespräch fand vor der Uraufführung des Werkes im Semi-Finale für Klarinette des ARD-Wettbewerbs statt). In: ensemble. H. 2. 2003. S. 29.

J. K. [sic]: „Alfred Schnittke. Konzert Nr. 1 für Violoncello und Orchester. Klavierauszug (Sikorski) 2003 [Ed. Nr. 1995, von Katia Tchemberdji]“. In: http://www.die-tonkunst.de (online-Magazin für Klassische Musik) (Stand: Dez. 2004) und http://www.schnittke.de/klav.htm (Stand: Dez. 2004)

Katunjan, Margarita: „Psalmy i alliluji na fone ptic i kolokolov. Festival' 'Sacro Art 97' v Lokkume“. In: Muzykal'naja žizn'. H. 5. 1998. S. 46f. (russ.).

Kaune, Stefanie. „Einiges anders als beim Meister. Max-und-Moritz-Oper / In der hannoverschen Hochschule haben die Proben begonnen“. In: Schaumburger Nachrichten. 14.9.1999.

Kaune, Stefanie. „Max und Moritz spielen Streiche vor ausverkauftem Haus“. In: Schaumburger Nachrichten. 9./10.10.1999.

Kerkhoff, Sven. CD-Kritik zur Dreyer/Gaido DC 21015: „Emilie Mayer, Fanny Hensel, Luise Adolpha Le Beau“. In: http://www.musikansich.de (Stand: Dezember 2003) und
http://www.kammersymphonie-berlin.de/dt/presse (Stand: 2004)

Köhne, Udo Stephan. „Jubel und freundliche Ratlosigkeit. Oper 'Max und Moritz' in Stadthagen uraufgeführt / Musik auf Höhe der Zeit“. In: Mindener Tageblatt. 12.10.1999.

Kriest, Ulrich. „Keine ‚Versicherungsmusik’“. Besprechung der CD „Komponiert in Deutschland 2: Katia Tchemberdji“. In film-dienst - Artikel: http://www.film-dienst.de

Lersmacher, Rainer. „Werbung für die Oboe. Gelungenes Konzert mit Siegfried Borggrefe und Katia Tchemberdji in der Christuskirche“. In: Bonner Rundschau. 12.2.2003.

Wiborg, Anette. „Humor statt Heldenarie. III. Kammermusikfest / Auftakt mit ausverkaufter Oper und deutsch-französischer Begegnung“. In: Schaumburger Nachrichten. 11.10.1999.

W. M. [sic]. „Das waren nicht die alten Bildergeschichten. 'Max und Moritz' als anspruchsvolle Oper / Den Besucherreaktionen nachgespürt“: In: Wochenblatt Stadthagen. 13.10.1999.

Wolf, Irmgard. „'Albumblatt' für Oboe und Klavier. Kammerkonzert in der Christuskirche mit Katia Tchemberdji“. In: Generalanzeiger Bonn. 13.2.2003.

http://filmz.de/film_2004/frau_faehrt_mann_schlaeft/links.htm
Gesammelte Kritiken zum Film „Frau fährt - Mann schläft“.

Weitere Informationen über die Filme „Rauchzeichen“ und „Du hast gesagt, dass du mich liebst“ von Rudolf Thomes (mit Musik von Katia Tchemberdji) unter: http://www.moana.de (Stand: Juli 2006)


b) Diskografie

Sonate für Klarinette und Klavier (1990):
Eduard Brunner / Katia Tchemberdji: col legno 20203 (Feb. 2005).

„Im Namen Amadeus“ (1991):
Stephen Emmerson / Brett Dean / Paul Dean: ABC Classics 442363-2.

„Kindermusik Nr. 1“ (1992):
Schüler der Musikschule Kreuzberg: AMA Kreuzberg 10042.

„Lerchenborg-Trio“ (1994/1998):
Eduard Brunner / Natalia Gutman / Katia Tchemberdji: col legno 20203 (Feb. 2005).

„Kindermusik Nr. 2“ (1995):
Schüler der Musikschule Kreuzberg: AMA Kreuzberg 10042.

„Tag und Nacht“ (1995):
Katia Tchemberdji: col legno 20203 (Feb. 2005).

„Kindermusik Nr. 3“ (1999):
Maria Lobanova / Franka Hedwig: AMA Kreuzberg 10070.

„Atem und Puls“ (2000):
Natalia Gutman / Katia Tchemberdji: col legno 20203 (Feb. 2005)

„Widmung“ (2001):
Mieko Kanesugi / Katia Tchemberdji: col legno 20203 (Feb. 2005)

„Ma’or“ (2003):
Björn Nyman: 21st Century Instrumental Solos, Oehms Classics OC 533

„Komponiert in Deutschland 2“:
Zweite Folge der CD-Reihe über neue, deutsche Filmkomponisten
Mit kammermusikalischen Soundtracks zu den Rudolf-Thome-Filmen „Frau fährt, Mann schläft“ (2004), „Rauchzeichen“ (2006) und „Du hast gesagt, dass du mich liebst“ (2006), Edition Filmmusik CD 902412, 15.6.2007

Robert Schumann: Fantasiestücke op. 73 und Adagio und Allegro op. 70:
Sebastian Klinger / Katia Tchemberdji: „Sebastian Klinger, Violoncello“, Primavera Preisträger Deutscher Musikwettbewerb, FMF AMP 5107-2.

Luise Adolpha Le Beau: Klavierkonzert op. 37:
Live-Mitschnitt eines Konzertes, welches 2001 im Rahmen des Berliner Projekts „Der männliche und der weibliche Beethoven“ gegeben wurde. Katia Tchemberdji / Kammersymphonie Berlin: Dreyer/Gaido, CD 21015.

Paul Hindemith: „Quartett für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier“:
CD „Weber & Hindemith“ / Eduard Brunner, Viktor Tretyakov, Natalia Gutman, Katia Tchemberdji: Live Classics-601.


c) Radiosendungen

Katia Tchemberdji hat als Pianistin eine Vielzahl von Rundfunkaufnahmen u.a. beim Deutschlandfunk, Bayerischen Rundfunk, SWR und Dänischen Radio mit Werken von der Klassik bis zur Moderne gemacht, ohne jedoch darüber detaillierte Listen mit Daten, Orten, Repertoire, evtl. weiteren interpreten etc. zu führen.


d) Links

http://www.sikorski.de/composers/ (Stand 12. Feb. 2008)
verantwortlich: Sikorski (Verlag)
Sprache: Deutsch, Englisch
Grundinformationen: Biografie, Foto, Werkverzeichnis (chronologisch) zum Download (pdf)
anderes Material: aktuelle Nachrichten zu Aufführungen, neuen Werken und Neuerscheinungen

http://www.mugi.hfmt-hamburg.de/Tchemberdji
Multimediale Präsentation (Klangbeispiele, Fotos, Bilder, Interview etc.)

http://de.wikipedia.org/wiki/Katia_Tchemberdji
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Forschung

Um zu Forschungs- und Informationszwecken Kontakt mit der Komponistin aufzunehmen, empfiehlt sich eine vorherige Absprache und Vermittlung durch den Verlag Sikorski:
20139 Hamburg, Tel. +49 (0)40-414100-0, Fax +49 (0)40-44 94 68, contact@sikorski.de
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Forschungsbedarf

Bislang sind noch keine Forschungsarbeiten zu Katia Tchemberdjis Wirken als Pianistin und Komponistin entstanden. Eine wissenschaftliche Untersuchung ihrer Werke würde sicherlich viele interessante Aspekte und Ergebnisse zu Tage fördern – vor allem auch im Hinblick auf Katia Tchemberdjis eigenen und immer eigenständigen wie eigenwilligen Ansichten über zeitgenössische Musik im Allgemeinen und ihre persönliche künstlerische Arbeitsweise im Besonderen. Wer sich näher mit Katia Tchemberdjis Werken und ihren Ideen beschäftigt, wird immer auch auf philosophische, ethisch-humanistische, naturwissenschaftliche und kunstgeschichtliche Fragen und Probleme stoßen.
Wertvolle Hinweise über Katia Tchemberdjis Kompositionsweise, ihre Inspirationsquellen und ihre grundsätzliche Auffassung vom Komponieren – wichtige Ansatz- und Ausgangspunkte für eine wissenschaftliche Untersuchung! – finden sich im Interview mit der Komponistin in der multimedialen Präsentation auf dieser Homepage: http://mugi.hfmt-hamburg.de/multimediale_praes/tche1960.php).
Auch ihre überaus „kreative“ Tätigkeit als Klavier- und Kompositionspädagogin (vor allem in der Arbeit mit Kindern) verdient eine ernsthafte Diskussion und Würdigung.
Autor/innen:
Ulrike Patow, Die Grundseite wurde im Dezember 2004 verfasst und im Juli 2008 aktualisiert.

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Regina Back
Zuerst eingegeben am 02.06.2004.
Zuletzt aktualisiert am 21.08.2008.