Annette Schlünz

* 23. September 1964 in Dessau, Deutschland.



„Von zeitversetztem Nachahmen zu sprechen klingt negativ, es scheint die eigene Kreativität zu schmälern. Aber das Festhaken an einer bereits existierenden Idee provoziert Neues. Musik kann ebenso wie Worte, Bilder oder Geräusche Auslöser sein für kreatives Neudenken. Und vielleicht führt auch jahrelanges Verfolgen anderer Stimmen zur Findung der eigenen, der womöglich jemand anderes kanonisch folgt.“
Annette Schlünz im Gespräch mit dem Torsten Möller, April 2008
Tätigkeitsfelder
Komponistin, Interpretin

Orte und Länder
Annette Schlünz wurde am 23. September 1964 in Dessau geboren. In der DDR begann eine frühe Musikausbildung an der Musikschule Dessau mit den Instrumenten Blockflöte, Oboe und Klavier. In der Kinderkomponistenklasse Halle hatte Schlünz Unterricht bei Günther Eisenhardt, Hans-Jürgen Wenzel und Dietrich Boekle. Letzterer war es, der den Entschluss förderte, den Weg zur Komponistin einzuschlagen.
Nach den frühen Studien führte Schlünz ihre Kompositionsstudien fort bei Udo Zimmermann an der Dresdner Musikhochschule (1983-87) und danach an der Akademie der Künste in Ost-Berlin, wo Paul-Heinz Dittrich lehrte. Waren die ostdeutschen Zentren bis in die frühen 1990er Jahre von besonderer Bedeutung, so weitete Schlünz ihre Tätigkeitsbereiche später aus. Die Komponistin, heute in Leutesheim an der französischen Grenze ansässig, war und ist mit Aufführungen in ganz Europa, Asien, Nord- und Südamerika vertreten.

Profil
Das Werk von Annette Schlünz ist geprägt von diversen Einflusssphären. Reduzierter Gebrauch von Tonmaterial und die Tendenz zum Leisen markierte eine frühe Schaffensphase und kommt unter anderem im Werk „Taubenblaue Schatten haben sich vermischt“ für Flöte und Gitarre (1990) zum Ausdruck. Historische Anknüpfungspunkte fand die Komponistin bei Anton Webern und Alban Berg; später traten Einflüsse von Luigi Nono oder auch Helmut Lachenmann hinzu. Wesentliche Inspirationen gingen auch von Literatur aus. Durch ihren Lehrer Paul-Heinz Dittrich lernte Schlünz die Texte des Franzosen Pierre Garnier kennen, der in der Resistance-Bewegung aktiv gewesen war. Bis heute dienen sie oft als literarische Bezugsquelle, sei es in Form von Textvertonungen oder auch als Inspirationsquelle zu rein instrumentalen Werken. Hinzu kommen später die Schriftstellerinnen Ulrike Schuster, Ulrike Draesner, Undine Gruenter und die Franzosen Christophe Tarkos und Charles Pennequin. Spuren etablierter Kompositionsverfahren (serielle Techniken oder numerische Prädispositionen) sind oft wirksam, werden jedoch nur selten konsequent, das heißt, im Sinne der frühen 1950er Jahre angewendet.

Biografie

Annette Schlünz wurde am 23. September 1964 in Dessau geboren. Schon sehr früh, mit vier Jahren, begegnete Schlünz der Musik in Gestalt von Tanz- und Blockflötenunterricht. Ab 1971 besuchte sie die Musikschule Dessau und lernte dort ab 1976 auch Oboe, parallel dazu das Klavierspiel im Privatunterricht. Ersten Kompositionsunterricht erhielt Schlünz schon als 12-Jährige in der Kinderkomponistenklasse Halle von Günther Eisenhardt, Hans-Jürgen Wenzel und Dietrich Boekle, der gelegentlich aus Darmstadt kam, um in Ostdeutschland zu unterrichten. Ihre musikalische Sozialisation fand in der DDR ihre Fortsetzung an der Dresdener Musikhochschule bei Udo Zimmermann und später an der Berliner Akademie der Künste bei Paul-Heinz Dittrich.
Angesichts ihres künstlerischen Werdegangs in der DDR betont Schlünz die nur relative Isolation von der westlichen Avantgarde. Udo Zimmermann brachte ihr schon in den 1980er Jahren viele avancierte Schlüsselwerke näher. Reisen zur Musikbiennale Berlin, wo zeitgenössische Werke von Komponisten aller Länder regelmäßig auf den Programmen standen, inspirierten ebenso wie Aufenthalte während des Bartók-Festivals im ungarischen Szombathely, wo sie 1986, 1987 und 1989 beim jungen Peter Eötvös hospitierte und unter anderem auf György Kurtág oder auch John Cage traf.
Schon vor der „Wiedervereinigung“ hatte Schlünz Kontakt zur westdeutschen Festivallandschaft; davon zeugen Aufführungen beim Heidelberger Festival Gegenwelten und beim WDR in Köln, später bei den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, im Rahmen der EXPO Hannover und bei der renommierten Münchener Konzertreihe Musica Viva. 1992 zog Annette Schlünz nach Südfrankreich. Von dort ging sie nach Straßburg (1998) und wohnt nun seit 2009 in Leutesheim, einem kleinen Dorf in der Nähe von Kehl.
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Würdigung

„Pensif“ heißt Annette Schlünz’ erste Komposition. 1978 für Altblockflöte entstanden, zeigt sie Merkmale, die lange prägend bleiben sollten. Einen einzelnen Ton, das eingestrichene d, verwendet Schlünz als festen Bezugspunkt. Dieser erscheint stets verfremdet durch verschiedenste Anblastechniken, unterschiedliche Vibrato-Arten oder auch durch die Anreicherung mit Multiphonics. Schlünz erwähnt den Einfluss des westdeutschen Komponisten Hans Martin Linde, der in seiner „Music for a bird“ schon besondere Klangwirkungen der Blockflöte erkundet hatte.
Schriften des französischen, 1928 in Amiens geborenen Autors Pierre Garnier liegen mehreren Kompositionen zu Grunde, unter anderem dem 1989 beendeten Vokalwerk für zwölf Stimmen „Ornithopoesie“, frei übersetzt mit „Die Poesie der Vogelwelt“. Das Werk besteht aus 13 Sätzen, jeder dauert etwa 1 Minute. Im Vergleich zum Jugendwerk „Pensif“ zeichnet sich eine Tendenz zur Polystilistik ab. Rhythmische Zellen erzeugen im 2. Satz einen Vorwärtsdrang. Des Weiteren ist das Changieren zwischen gesprochenen und gesungenen Passagen auffallend sowie häufige Affektwechsel, die von vitaler Eleganz bis zu düsterem Pessimismus reichen. Schlünz betont die während der Werkentstehung „sehr gespannte und bedrückende (...), ja lähmende“ politische Situation in der DDR (vgl. Booklet zur Porträt-CD 1998).
1990, kurz nach der Wende, entstand „Taubenblaue Schatten haben sich vermischt“ für Flöte und Gitarre (1990) nach eigenen Tagebuchaufzeichnungen und südfranzösischen Troubadour-Texten. Bedeutsam wird hier die Introspektion, das behutsame Setzen der Töne infolge des Erlebens von Stille: „Es ist, als ob man einen Ausschnitt aus einem Bild sichtbar machen würde. Dieser wird hörbare Zeit in Proportionen von Intervallen und Klängen in vielschichtiger Gestaltung, dicht oder sparsam, laut, leise, unterbrochen von Schweigen, Stille.“ (vgl. Schlünz 1991, S. 27) Kurzatmige Phrasen beherrschen das Duett, das von einem stark dialogischen Charakter der Instrumente geprägt ist. Selten agieren Gitarre und Flöte gemeinsam und verweisen schon hier auf ein Frage- und Antwort-Spiel, das später stets wieder in den Werken Annette Schlünz‘ auftaucht. Konzeptbedingt geschieht dies vor allem in „aufgelöst (verschlungen)“ für Flöte, Klarinette, Klavier, Violine und Violoncello (2000), das für eine besondere, Instrumenten separierende Aufführungssituation im Atrium der Heidelberger Druckmaschinen entstand.
Der Dialog ist auch auf andere Art prägend: Literaturbezüge drängen in Form weicher Stimulanzien einst konsequent angewendete Kompositionsmethoden wie postserielle Techniken oder numerische Prädispositionen zunehmend in den Hintergrund, ohne sie freilich ganz auszulöschen. Neben Garnier, auf dessen Texte unter anderem auch ein Musiktheater für Kinder basiert, beschäftigen Schlünz immer wieder die literarischen Werke der 1962 in München geborenen Ulrike Draesner oder auch die von Undine Gruenter (1952-2002). Von der immanenten Musikalität der Poesie Draesners fühlt sich die Komponistin besonders angezogen. Über die Jahre zeichnet sich eine enge, sehr persönliche Kooperation beider Frauen ab. 2009 vertonte Schlünz das Gedicht „Stern“, im Akkordeonstück „Journal n°2 (Schneeland)“ bezieht sie sich auf „Taumel der Trennung“. Zuweilen erarbeiten beide Frauen auch eigene Textfassungen, so etwa in der Goethe-Adaption „Moccoli“ oder auch in „Man könnte bleiben“ für Sopran, Sprecher und Klavier (1997), dem bearbeitete Texte von William Shakespeare und der 1959 in Manchester geborenen Schriftstellerin Jeanette Winterson zu Grunde liegen.
Wichtig ist Schlünz der Bezug vor allem zu zeitgenössischen Literaten. Als Ausnahme von der Regel entstand neben „Moccoli“ und „Man könnte bleiben“ das knapp 12-minütige Werk „Fadensonnen“, Musik für 17 Instrumente, beruhend auf einer Wortschöpfung Paul Celans. Ein magisches Quadrat ist hier bestimmend sowohl für die Taktdispositionen, für instrumentatorische Aspekte, für die Motivik und letztlich auch für die Gesamtform. So kehren die Zahlen 2, 7 und 9 wieder in Form der dominanten Intervalle der Sekunde, der Septime und der None, während die zwei bestimmend ist für zwei parallel laufende Klangbänder. Im Höreindruck werden die strengen Konstruktionen nur bedingt offenbar. Wie aus dem Nichts stechen in den ersten drei Minuten heftige Klangentladungen aus dem oft reduzierten Geschehen heraus. Ernst, zugleich insistierend grüblerisch wirkt „Fadensonnen“, teils wohl auch motiviert durch Celans düstere Poesie.
Ende der 1990er Jahre begann eine neue Schaffensphase, die die Komponistin zum Teil auf die veränderte Lebenssituation zurückführt. Als Mutter zweier Kinder und dementsprechender Zeitknappheit sei sie nun in weit stärkerem Ausmaß zu einem disziplinierten Schreiben gezwungen. Welche konkreten Folgen die neue Arbeitssituation hat, respektive in welcher Form sie sich in Werken ab etwa 2000 niederschlägt, bleibt künftigen Forschungen vorbehalten. Bei aller interpretatorischen Vorsicht ist sowohl eine Tendenz zur verdichtenden Stringenz zu bemerken als auch eine zunehmende Material-Wucherung. Deutlich wird das in der Reihe der „Journale“, die mit dem „Journal n°1“ für Blockflöte solo (Tenor-, Sopran-, Sopranino- und Bassblockflöte) und Videofilm (2004/05) beginnt und bisher sechs Solo-Kompositionen umfasst. Neben dem auch strukturell bedeutsamen Einfluss von Schriften Ulrike Draesners – im 2007 entstandenen „Journal n°2 (Schneeland)“ für Akkordeon adaptierte Schlünz den Text „Im Taumel der Trennung“ und leitete numerische Tonverhältnisse konkret von Buchstabenanzahlen ab – stellt Schlünz in den „Journalen“ auch das Thema Virtuosität ins Zentrum. Dabei versteht sie ihre Auseinandersetzung nicht im Sinne artistischer Instrumentalakrobatik des 19. Jahrhunderts, sondern als spannungsgeladene Herausforderung an den zeitgenössischen Interpreten.
2008 beendete Schlünz „blaulaub“, ein aufwendiges Doppelkonzert für Blockflöte, Koto, großes Orchester und Live-Elektronik. Die Soloinstrumente, Partien einzelner ausgewählter Orchesterinstrumente und auch Klänge des gesamten Orchesters sind auf acht um den großen Raum des Münchener Herkules-Saals gruppierte Lautsprecher verteilt. Zusätzlich treten spannungsreiche Dialoge zwischen den kulturell gänzlich fern liegenden Soloinstrumenten hervor: Hier die Koto, die tradierte, mehr als 1000 Jahre alte japanische Wölbbrettzither, da die Schlünz bestens bekannte europäische Blockflöte. Wie bereits in ihrem Frühwerk „pensif“ ist die Blockflöte in verschiedensten Varianten zu hören: Vom geraden Ton über hektisch gestoßene Impulse und Multiphonics bis hin zu geräuschlastigen Sputatogeräuschen reicht das Spektrum. Schlünz legt auf die gemeinsam mit Christophe Lebreton, einem Toningenieur vom Elektronischen Studio GRAME in Lyon konzipierte Live-Elektronik besonderen Wert. Über die acht im Raum verteilten Lautsprecher erklingen „eingefrorene “ Klänge (Freezes) der Solisten oder des gesamten Orchesters. Darüber hinaus lässt Schlünz instrumentale Partien im Raum kreisen und verändert die Hörsituation, denn die als Instrument definierten Lautsprecher sind per Computer in ihren Tonhöhen leicht verändert. Einer drohenden Überkomplexität begegnet Schlünz durch drei Strategien: Die Solo-Instrumente agieren über längere Strecken im Duett, welches oft auf flächigen Liegeklängen, gleichsam auf einem Orchesterteppich basiert. Ferner fügt sie den instrumentalen Klängen keine synthetischen bei, sodass eine packende Homogenität und Kompaktheit gewahrt bleibt. „blaulaub“ wurde mit Erfolg im Rahmen der Münchener Konzertreihe Musica Viva im Jahr 2008 uraufgeführt.
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Rezeption

Preise und Stipendien

1990 Hanns-Eisler-Preis des Deutschlandsenders Berlin für das Streichtrio „Il pleut doucement sur la ville“ (1989)
1994/2002/2004 Arbeitsstipendien des elektro-akustischen Studios der AdK Berlin
1998 Heidelberger Künstlerinnen-Preis
1999 Stipendiatin der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom
2000 Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude Stuttgart
2000 Stipendiatin der Kulturstiftung Rhein-Neckar-Kreis/Dilsberg
2002 Preisträgerin im 2. internationalen Forum des französischen Ensembles Aleph mit „aufgelöst (verschlungen)“; CD- Produktion und Aufführungen auf verschiedenen Festivals wie Alicante/Spanien, MANCA/Nizza, im Théâtre Dunois Paris, Darmstadt
2003 Stipendiatin des Künstlerinnenhofes "Die Höge" (bei Bremen)
2005 erstmalig Composer-in-residence im elektronischen Studio GRAME Lyon, Centre national de Création musicale. Es folgen weitere Stipendien in den Jahren 2007, 2008, 2011 und 2012
2006 Stipendiatin auf dem Künstlerhof Schreyahn
2014 Stipendiatin des Deutschen Studienzentrums Venedig
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Werkverzeichnis

A: Vokalmusik

1. Bühnenmusik


„Matka oder Du, schöne Unbekannte, aber kommst“. Kammeroper für Sopran, 2 Tenöre, 2 Baritone, Bass-Bariton, Bass und 23 Musiker (1987/88). Nach dem gleichnamigen Drama von Karel Čapek und Texten von Ingeborg Bachmann, Friedrich Huch und Arthur Rimbaud. Libretto: Annette Schlünz. Uraufführung: Leipzig, 1991. Dauer: 75 Minuten. Verlag: Peer Musik Verlag Hamburg

„Un jour d’été“. Musiktheater für Kinder (acht Solisten und 25-stimmiger Chor) und 12 Musiker (1996). Libretto: Pierre Garnier (französische Fassung), Annette Schlünz (deutsche Fassung) nach dem Libretto von Pierre Garnier (noch nicht aufgeführt). Uraufführung: Abbeville (Frankreich), 1997. Dauer: 60 Minuten. Eigenverlag

„TagNachtTraumstaub“. Musiktheater mit Bühnenobjekten von Daniel Depoutot für 1 Schauspieler, Sopran, Mezzosopran, Tenor, Bariton, Flöte, Schlagzeuger und 15 Instrumente (2000). Libretto: Annette Schlünz, Ulrike Schuster und Matthias Roth. Uraufführung: Hannover, 2000. Dauer: 90 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„LICHTPAUSE“. Szenische Kammermusik mit 2 Videoprojektionen (2005). Nach Texten von Ulrike Draesner, Charles Pennequin und Christophe Tarkos. Videos: Thierry Aué. Uraufführung: Carcassone, 2005. Dauer: 40 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Rossignol“. Opernszene für Kinder nach einem Stück von Igor Strawinsky mit Objekten von Daniel Depoutot. Libretto: Annette Schlünz nach einem Text von Pierre Garnier (2007). Uraufführung: Straßburg, 2007. Dauer: 20 Minuten.
„Robert S.“. Szene Zwickau. Musiktheater in fünf Szenen zu Robert Schumann für Performer, Sopran, Altus, Tenor, Bariton und 14 Musiker (2011). Gemeinschaftswerk von fünf Komponisten. Libretto: Klaus Angermann. Uraufführung: Bonn, 2011. Dauer: 20 Minuten. Gesamtdauer: 80 Minuten. Verlag: Ricordi München


2. Stimme und Instrument(e)

„Bei Spuren von Wasser und Salz“ für Mezzosopran und 11 Instrumente (1987). Uraufführung: Dresden, 1988. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Rosen“. Gesangsszenen nach Ingeborg Bachmann für Mezzosopran und Klavier. (Synthesizer ad libitum) (1988). Uraufführung: Dresden, 1988. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Klage“ für Sprecher und Oktett nach einem Text von Urszula Koziol (dt. Übersetzung: Christiane Grosz) (1991). Uraufführung: Berlin, 1991. Dauer: 9 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Tout est rêver“ für Sopran, Klarinette und Perkussion nach Texten von Friedrich Huch und Pierre Garnier (1992). Uraufführung: Straßburg, 1992. Dauer: 15 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Der Ausflug“ für Sprecher, Klavier und Perkussion nach einem Text von Wilhelm Müller (1993). Uraufführung: Münster, 2004. Dauer: 5 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Nichts Schöneres mehr“ für Sopran, Sopran-Saxophon und Synthesizer nach einem Text von Amanda Aizpuriete (1994). Uraufführung München, 1994. Dauer: 7 Minuten. Eigenverlag

„Ich sehe den Traum des Wassers“. Musikalische Aktion für 2 Stimmen, Blockflöte, Perkussion und Klangobjekte von Daniel Depoutot nach Texten von Pierre Garnier (1995). Uraufführung: Dresden, 1995. Dauer: 19 Minuten. Eigenverlag

„Die Antirose“ für Sopran, Violine und Klavier nach Texten von Claire Goll und Yvan Goll (1995). Dauer: 8 Minuten. Uraufführung: Hamburg, 2013. Verlag: Boosey and Hawkes

„ein wor()t“ für Sprechstimme, Flöte, Violine und Gitarre (1996). Uraufführung: Heidelberg, 1996. Dauer: 4 Minuten. Eigenverlag

„Man könnte bleiben“ für Sopran, Sprecher und Klavier nach Texten von William Shakespeare und Jeanette Winterson (1997). Uraufführung: Winterthur, 1997. Dauer: 5 Minuten. Eigenverlag

„brust, brut“ für Bariton und Klavier nach einem Text von Ulrike Draesner (1998). Uraufführung: Ludwigslust, 1998. Dauer: 4 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Gleißend“ für Mezzosopran und Schlagzeug nach einem Text von Ulrike Schuster (1998). Uraufführung 1. Teil: Aix-en-Provence, 1998; Uraufführung 2. und 3. Teil: Dilsberg, 2002. Dauer: 5 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Moccoli“ für Sopran, Klarinette und Violoncello nach Texten von J. W. von Goethe, bearbeitet von Ulrike Draesner und Annette Schlünz (1999). Uraufführung: Frankfurt/Main, 1999. Dauer: 11 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Arianna II“ für Sopran und Barockensemble (1999). Text: Ulrike Schuster, Anonymus. Uraufführung: Zürich, 1999. Dauer: 15 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Ultime tentative I-III“ für Sopran, Mezzosopran und Blockflöte. Mit Objekten von Daniel Depoutot und einem Text von Christophe Tarkos (1998/99). Uraufführung: Berlin, 1999. Dauer: 10 Minuten. Eigenverlag

„Gewaltsame Kunde – Gibbongesänge“ für Stimme und Tonband nach einem Text von Ulrike Schuster (2001). Uraufführung: Cuc Phuong (Vietnam), 2001. Dauer: 4 Minuten. Eigenverlag

„Abendamsel“ für Countertenor und 11 Instrumente nach einem Text von Undine Gruenter (2002). Uraufführung: Dresden, 2002. Dauer: 15 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„glas im bauch“ für Sopran und Bläserquintett nach Texten von Ulrike Draesner und Pierre Garnier (2004). Uraufführung: München, 2004. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Stern ist wie etwas Schneegeläut (Dreigesang)“ für Sopran, Mezzosopran und Zither (2007). Text: Ulrike Schuster, Pierre Garnier, Dreigesänge. Uraufführung: Benediktbeuren, 2007. Dauer: 12 Minuten. Eigenverlag

„stern“ für Sopran und Tuba (2009). Text: Ulrike Draesner. Uraufführung: Odessa, 2009. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Ricordi München

„high tide – wende und wende zeit“ für Klarinette/Bassklarinette, Akkordeon, Kontrabass und Live-Elektronik (2005/rev. 2009). Text: Hannelore Becker, Arthur Rimbaud, Matthias Roth. Uraufführung: Rheinsberg, 2009. Dauer: 15 Minuten. Verlag: Ricordi München

„l’air est une pomme“ für 3 Männerstimmen und Akkordeon (2012). Text: Pierre Garnier. Uraufführung: Warschau, 2012. Dauer: 3 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Fragen“ für Bariton und Klavier (2013). Text: Bertolt Brecht. Uraufführung: Lippstadt, 2013. Verlag: Ricordi München


3. A cappella

„Ornithopoesie“ für 12 Gesangssolisten nach einem Text von Pierre Garnier (1989). Uraufführung: Dresden, 1993. Dauer: 11 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Zarte Knöpfe“ für Frauenstimmen a cappella nach Texten von Matthias Roth und Pierre Garnier (1997). Uraufführung: Regensburg, 1997. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes


B: Instrumentalmusik

1. Orchestermusik


„Über die Hügel wuchert der Ginster“ für Bariton, Chor und Orchester (1985). Text: Arthur Rimbaud. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Breitkopf und Härtel

„Picardie“. Musik für Orchester in fünf Gruppen (1992). Uraufführung: Berlin, 1992. Dauer: 20 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„doch dir darin“ für Bass- und Kontrabassklarinette, Tuba mit Zusätzen und Orchester (2001). Uraufführung: München, 2002. Dauer: 17 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Blaulaub“ für Blockflöte solo (Großbass-, Tenor-, Sopran- und Sopraninoblockflöte), Bass-Koto solo, Orchester und Live-Elektronik (2007/08). Uraufführung: München, 2008. Dauer: 22 Minuten. Verlag: Ricordi München

„weithin (in mögliche mitten)“ für Orchester (2009). Uraufführung: Dessau, 2009. Dauer: 5 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Spuren)(Suche“ für Kammerorchester (2011). Uraufführung: Dresden, 2011. Dauer: 8 Minuten. Verlag: Ricordi München

„de lonh“ für Orchester (2011). Uraufführung: Cottbus, 2011. Dauer: 3 Minuten. Verlag: Ricordi München


2. Kammermusik (mit Elektronik)

„La vie en rouge (für Boris Vian)“ für Klarinette und Klavier (1989). Uraufführung: Dresden, 1991. Dauer: 12 Minuten. Eigenverlag

„Il pleut doucement sur la ville“ für Streichtrio (1989). Uraufführung Heidelberg, 1989. Dauer: 14 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Wenn schon die Flügel zerbrochen sind“ (1990). Kammermusik für neun Instrumente Uraufführung: Dresden, 1990. Dauer: 16 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Nachtschwarz wird das Blau“ Kammermusik für 7 Instrumente (1990). Uraufführung Darmstadt, 1990. Dauer: 9 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Taubenblaue Schatten haben sich vermischt“ für Flöte und Gitarre (1990). Uraufführung: Bad Ems / Berlin, 1991 (zeitgleich). Dauer: 10 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„La faulx de l’été“ für Blockflöten und Perkussion (1991). Uraufführung: Berlin, 1991; Fassung für Flöte und Perkussion: Uraufführung: München, 2001. Dauer: 9 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„...der Schatten verwirrte“ für 3 Fagotte (1992). Uraufführung: Amsterdam, 1992. Dauer: 9 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Wo das Schweigen anfängt“ für Viola, Violoncello und Kontrabass (1993). Uraufführung: Dresden, 1993. Dauer: 13 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Fadensonnen“ für 17 Instrumente (1993). Uraufführung: Dresden, 1993. Dauer: 11 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„et la pluie se mit à tomber“ für sechs Schlagzeuger (1994). Uraufführung: 1994, Bonn. Dauer: 11 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„verstummen“. Musik für Orgel und drei Schlagzeuger (1994). Uraufführung: Heidelberg, 1994. Dauer: 8 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes
(Gleichnamige Bearbeitung aus dem Jahr 2004 für Schlagzeug und Orgel (2004). Uraufführung: Heidelberg, 2004. Dauer: 8 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes
Gleichnamige Bearbeitung aus dem Jahr 2007 für Akkordeon und Perkussion. Uraufführung: Weimar, 2007. Dauer: 8 Minuten. Verlag: Boosey & Hawkes)

„Traumkraut“ - Musik für acht Spieler (1995). Uraufführung: Dresden, 1995. Dauer: 9 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Nuages“ für vier Schlagzeuger (1996). Uraufführung: Buenos Aires, 1996. Dauer: 4 Minuten. Verlag: Ricordi München

„noch ein wor()t“ für Fagott, Horn, Posaune, Violoncello und Kontrabass (1996). Uraufführung: Dresden, 1996. Dauer: 2 Minuten. Eigenverlag

„Sol-Stitium (Version I)“ für Oboe, Klarinette, Klavier, Violine, Viola und Violoncello (1997). Uraufführung: Heidelberg, 1997. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Boosey & Hawkes

„Sol-Stitium (Version II)“ für Oboe, Klarinette, Cembalo, Violine, Viola und Violoncello (1997). Uraufführung: Heidelberg, 1997. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Boosey & Hawkes

„How it is“ für Klarinette und Streichquartett (1997). Uraufführung: Trier, 1997. Dauer: 23 Minuten. Verlag: Boosey & Hawkes

„Aequi-Noctium“ für Oktett (1998). Uraufführung: Marseille, 1998. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Boosey & Hawkes

„Voicelessness” für Flöte/Bassflöte, Klarinette/Bassklarinette, Gitarre, Schlagzeug (1998). Uraufführung: Darmstadt, 1998. Dauer: 10 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Sol-Stitium (Version III)“ für Altflöte, Klarinette, Klavier, Violine, Viola und Violoncello (1999). Uraufführung: Rom, 1999. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Boosey & Hawkes

„Weiter“ für Flöte/Altflöte, Klarinette und Klavier (2000). Uraufführung: Reutlingen, 2000. Dauer: 7 Minuten. Verlag: Boosey & Hawkes

„aufgelöst (verschlungen)“ für Flöte, Klarinette, Klavier, Violine und Violoncello (2000). Uraufführung: Heidelberg, 2000; Uraufführung Version 2001 in der Besetzung Klarinette, Trompete, Klavier, Violine und Violoncello: Moulin d’Andée (Frankreich), 2002. Dauer: 10 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„tastend, tränend“ für Flöte und Klavier (2001). Uraufführung: Odense (Dänemark), 2002. Dauer: 5 Minuten. Verlag: Schott

„fliegen fliegen?“ für Flöte/Bassflöte, Oboe und Klarinette (2003). Musik zu einem Live-Video von Thierry Aué. Uraufführung: Berlin, 2003. Dauer: 9 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Another happy prince“ für Alt-, Basszither und Akkordeon (2003). Musik zu einem Videofilm von Thierry Aué. Uraufführung: München, 2003. Dauer: 15 Minuten. Verlag: Ricordi München

„weiter fliegen“ für Flöte, Oboe und Fagott (2004). Dauer: 8 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Weiße Stellen“ für Flöte, Klarinette, Perkussion, Viola und Violoncello (2004). Uraufführung: Chambéry (Frankreich), 2004. Dauer: 10 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„ein weiteres wor()t“ für Bassklarinette und Klavier (2004). Uraufführung: Berlin, 2005. Dauer: 2 Minuten. Eigenverlag

„Dehors“ für Bassflöte, Bassklarinette und Perkussion (2005). Uraufführung: München, 2005. Dauer: 7 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„in den flüssen“ für Klarinette, Akkordeon und Violoncello (2005). Uraufführung: Hannover, 2005. Dauer: 9 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„high tide“ für Klarinette/Bassklarinette, Akkordeon, Kontrabass und Live-Elektronik (2005). Uraufführung: Lyon, 2006. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Ricordi München

„light from the one“ für Blockflöte(n) und 17-saitige Basskoto (2006). Uraufführung: Köln, 2006. Dauer: 11 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Les créatures“ für Blockflöte(n), Flöten, Perkussion, Kontrabass (2006). Uraufführung: Berlin, 2006. Dauer: 4 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Deux créatures“ für Blockflöte(n) und Flöte(n) (2006). Uraufführung: Bremen, 2006. Dauer: 5 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Raum Wirbel“ für Akkordeon und Streichquartett (2006). Uraufführung: Dessau, 2007. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Eventail“ für Akkordeonquintett (2008). Uraufführung: Saarbrücken, (2008). Dauer: 3 Minuten. – Verlag: Ricordi München

„The snow has no voice“ für Flöte, Oboe, Klarinette, Perkussion, 2 Violinen, Violoncello (2008). Uraufführung: Bludenz, 2008. Dauer: 7 Minuten. Verlag: Ricordi München

„there is no time to ask“ für Streichquartett (2008). Winfred Owen zum 90. Todestag. Uraufführung: Orse (Frankreich), 2008. Dauer: 5 Minuten. Verlag: Ricordi München

„mit einem schritt die schritte“ für Flöte, Akkordeon, Gitarre, Klavier und Violine (2009). Uraufführung: Weimar, 2009. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Ricordi München

„C’est d’abord la lumière“ für Violine und Trompete (2010). Uraufführung: München, 2011. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Blick!Los!“ für 7 Instrumentalisten (2011). Uraufführung: Hannover, 2011. Dauer: 10 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Copeaux, éclisses“ für Oboe, Klarinette, Trompete, Violoncello und Live-Elektronik (2010/2011). Uraufführung: Dijon, 2011. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Ricordi München


3. Soloinstrument (plus Elektronik)

„Pensif“ für Blockflöte (1978). Uraufführung: Berlin, 1978. Dauer: 3 Minuten. Eigenverlag

„Goldige Zeiten“ für Violine solo (1989). Uraufführung: Dresden, 1988. Dauer: 10 Minuten. Verlag: Ricordi München

„verschattet“ für Klavier (1991). Uraufführung: Berlin, 1991. Dauer: 11 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Ach, es...“ für Tuba (1991). Uraufführung: Berlin, 1991. Dauer: 7 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Unaufhörliche Schlaflosigkeit“ für Tuba und Tonband (1993/94). Uraufführung: Witten, 1994. Dauer: 42 Minuten. Eigenverlag

„verhalten, entgleiten, entfalten...“ für Gitarre (1994). Uraufführung: Dresden, 1994. Dauer: 6 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„schau(m)ich“ für Violoncello solo (2000). Uraufführung: Hannover, 2000. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„Hortensien“ für Bassklarinette und Vierspurband (2002), Uraufführung: Berlin, 2002. Dauer: 10 Minuten. Verlag: Boosey and Hawkes

„ZEBRA“ für elektrische Violine, Live-Elektronik und vierkanaliges Zuspiel (2004). Uraufführung: Marseille, 2005. Verlag: Ricordi München

„Journal n° 1“ für Blockflöte solo (Tenor-, Sopran-, Sopranino- und Bassblockflöte) und Videofilm (2004/05). Uraufführung: Karlsruhe, 2005. Dauer: 8 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Journal n° 2 (Schneeland)“ für Akkordeon solo (2006/07). Uraufführung: Kassel, 2007. Dauer: 12 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Bonbons, de préférence des verts“ oder „Bonbons, am liebsten grüne“ für Violine solo (2010). Uraufführung: St. Dié (Frankreich), 2011. Dauer: 2 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Journal n° 5 (Warten)“ für Klavier solo (2011). Uraufführung: Bremen, 2012. Dauer: 5 Minuten. Verlag: Ricordi München

„Journal n° 6 (Kraniche)“ für Akkordeon solo (2011). Uraufführung: Berlin, 2011. Dauer: 3 Minuten. Verlag: Ricordi München


4. Elektronische Musik / Alternative Klangerzeuger / Installationen / Grafische Partituren

„7 für 5 (oder 6)“ für Sopran, Percussion und drei Darsteller (1992). Uraufführung: Dresden, 1992. Dauer: 10 Minuten. Eigenverlag

„couloir solitude“. Tonband für eine Installation von Thierry Aué (2000). Uraufführung: Heidelberg, 2000. Eigenverlag

„das – das – das andere ufer“. Fährenmusik – Musik zum Übersetzen für 2 Soprane, Trompete, Posaune, 2 Tuben, 3 Percussion (2001). Installation: Thierry Aué, Texte: Ulrike Draesner, Uraufführung: Basel, 2001. Dauer: 40 Minuten. Verlag: Ricordi München.

„auch ameisen wären gern vögel“. Musik für das Industriegelände Hard/Wülflingen (Schweiz) (2002), für Sopran, Bassklarinette, Akkordeon, 2 Schlagzeuger, Chor/Akteure. Text: Ulrike Draesner, Ulrike Schuster, Johann Wolfgang von Goethe, Maschinenbeschreibungen. Uraufführung: Wülflingen, 2002. Dauer: 50 Minuten. Eigenverlag

„quelle also“ für Bassklarinette, Akkordeon, Perkussion. Live-Aktion zur Video- und Klanginstallation von Karine Vonna und Annette Schlünz „dans l’épaisseur d’un murmure anonyme“ (2003). Uraufführung: Künstlerinnenhof Die Höge, 2003. Dauer: 30 Minuten. Eigenverlag

„Ultime tentative n° 4“. Grafische Partitur für 7 Spieler (2004). Uraufführung : Marseille, 2004. Dauer: ca. 13 Minuten. Eigenverlag

„yellow city“. Action sonore unter dem Thema „Schnecken“ in Zusammenarbeit mit Dominique Kippelen (Künstlerin) (2007). Uraufführung: Wattwiller, 2007. Dauer: 15 Minuten. Eigenverlag
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Quellen

Literatur

A. Schriften / Zeugnisse von Annette Schlünz (Auswahl)


Schlünz, Annette. „Stille“. In: Positionen. Heft 10. 1992. S. 27

Schlünz, Annette. „Wo das Schweigen anfängt. Musik der Reduktion“. In: Positionen. Heft 16. 1994. S. 18

Wolfgang Rüdiger im Gespräch mit Annette Schlünz. „Im Komponieren ist das ganze Leben“. In: Üben & Musizieren 4. 2000. S. 25

Schlünz, Annette. „Kurzweiliger Rückblick auf vergangene 20 Jahre“. In: Man sieht, was man hört. Udo Zimmermann über Musik und Theater. Frank Geissler (Hg.). Leipzig: Reclam, 2003. S. 244/45

Schlünz, Annette. „Volksmusikschule und Kinder-Komponistenklasse“. In: Anfänge. Marion Saxer (Hg.). Hofheim: Wolke Verlag, 2003. S.161-165

Schlünz, Annette. „...der Abend naht, es ist schon Abend“. In: MusikTexte. Heft 97. 2003. S. 30

Schlünz, Annette. „Hast du Töne? Wir schon! Dreißig Jahre KinderKomponistenKlasse Halle“. In: Positionen. Heft 69. 2006. S. 34 ff.

Schlünz, Annette. „Soziale Kontexte – Komponistinnen und Komponisten geben zu Protokoll“. In: Positionen. Heft 81. 2009. S. 28 ff.

Schlünz, Annette. „Musik als Lebenskonzept“. In: Contemporary composers + composing on the continent. Meetingpoint Music Messiaen. 2009. S. 111-116

Schlünz, Annette. „Gedanken über das Komponieren“. In: Entdeckt und aufgeführt. Komponistinnen und ihr Werk IV. Kassel University Press. 2010. S. 15 f.

Schlünz, Annette. „Ist Komponieren erlernbar? Die Komponistenklassen Sachsen-Anhalt und Dresden“. In: Komponieren mit Schülern. Benjamin Lang/Philipp Vandré (Hg.). Regensburg: Con brio, 2011. S. 107 ff.


B. Schriften über Annette Schlünz

Geißler, Frank. Analyse zum Werk von Annette Schlünz: Bei Spuren von Wasser und Salz. Dokumentation des Dresdner Zentrums für Zeitgenössische Musik. Dresden 1987

Komponistinnen in der DDR: Annette Schlünz: Biographie und Werkverzeichnis. In: Komponistinnen. Internationales Festival. 5 Jahre Heidelberg. Dokumentation. Kulturinstitut KOMPONISTINNEN gestern-heute e.V. Heidelberg (Hg.). Heidelberg 1989

Nicolai, Felicitas. „,Ich möchte Musik nicht zerreden.‘ Die Dresdner Komponistin Annette Schlünz“. In: reiterIn. Das Kulturjournal. Dresden 1990, S. 15-17

„Zeitgenossinnen: Bettina Otto, Annette Schlünz, Britta Schwarz“. In: Katalog zur Veranstaltungsreihe Ausserhalb von mittendrin. Berlin vom 8. Mai bis 23. Juni 1991. Neues Kunstquartier im TIB. Berlin 1991

Lange, Wolfgang. „Leben. Tod. Hoffnung. Zur Uraufführung der Kammeroper ‚MATKA’ von Annette Schlünz in Leipzig“. In: Theater der Zeit. Heft 4. 1991. S. 13-15

Nicolai, Felicitas. „Werkinterpretation Annette Schlünz ‚Wenn schon die Flügel zerbrochen sind’“. In: Positionen. Heft 6/7. 1991. S. 46/47

Nicolai, Felicitas. „Stille - Das Unhörbare ist existent. Werkinterpretation ‚La faulx de l’été für Blockflöte(n) und Schlagzeug’“. In: Positionen. Heft 10. 1992. S. 31 f.

Nicolai, Felicitas. „Ohne Schuld keine Unterwerfung, ohne Unterwerfung kein Gehorsam, ohne Gehorsam keine Vaterordnung. ‚MATKA’ – eine Kammeroper der Dresdner Komponistin Annette Schlünz“. Programmheftbeitrag. In: Leipziger Opernbücher 1993

Nicolai, Felicitas. Eintrag Annette Schlünz. In: Komponisten der Gegenwart. Hanns-Werner Heister / Walter-Wolfgang Sparrer (Hg.). München: Edition Text und Kritik, Lieferung 1994.

Demuth, Marion. „Vielseitig und selbstverständlich - Die junge Komponistinnengeneration“. In: Komponistinnen in Deutschland. Roswitha Sperber (Hg.). Bonn: Inter Nationes, 1996. S. 71

Meier, Georg. „Eine neue Generation meldet sich. Beitrag zur Expo 2000. Künste im Deutschen Pavillon“. In: Wochenzeitung. Freitag 7.4.2000

Schüssler, Martin. „Hörgeschichten – Neue Musik ganz schön vielseitig“. In: Fünfzig Composers of the week. Nummer 24: Annette Schlünz. Europäischer Musikmonat 2001 (Hg.). Basel: Opinio Verlag AG, 2001. S. 62 f.

„11 Fragen an Annette Schlünz“. In: Neue Musikzeitung. 52. Jahrgang. April 2003. S. 2

Binas, Susanne. „Erfolgreiche Künstlerinnen – Arbeiten zwischen Eigensinn und Kunstbetrieb“. In: Kulturforum der Sozialdemokratie. Philip Morris Kunstförderung (Hg.). Essen: Klartext Verlag, 2003.

Brand, Bettina. Annette Schlünz: „TagNachtTraumstaub“. In: Annäherung an sieben Komponistinnen. Clara Mayer (Hg.). Furore-Edition 899. Kassel: Furore-Verlag, 2003

Millet, Richard. „Pour la musique contemporaine“. In: Femmes. Editions Fayard. 2004. S. 228

„Artikel Annette Schlünz“. In: Brockhaus Lexikon in 3 Bänden. Leipzig/Mannheim 2005, S. 315.

Brech, Martha. „Eine spielerische Vereinigung von Kontrasten. Annette Schlünz: ‚La faulx de l’été’“, Analyse. In: Frau Musica Heute, Konzepte für Kompositionen. Rheinsberger Pfingstwerkstatt Neue Musik. Leipzig: Friedrich Hofmeister Musikverlag GmbH, 2005. S. 47 ff.

Möller, Torsten. „Porträt. Zur Musik von Annette Schlünz.“ Beitrag für den Prospekt des Ricordi-Verlags. München 1998
(Auch publiziert auf der Website des Ricordi Verlags:www.ricordi.de)

Roth, Matthias. „Beachtet und beobachtet. Komponieren in der DDR: Die jüngste Generation war vor und nach der Wende in Heidelberg zu Gast“. In: Visionen – Aufbrüche. 25 Jahre Heidelberger Künstlerinnenpreis. Heidelberg: Wunderhorn-Verlag, 2012. S. 121 ff.


C. Links

www.ricordi.de
Website des Ricordi Verlags. Sie bietet eine Liste der bei Ricordi verlegten Werke inklusive Kurzbeschreibungen dazu von Annette Schlünz. Ein Porträttext ist hier ebenso abrufbar wie eine Biografie mit den wichtigsten Stationen der Komponistin.

www.boosey.com
Website von Boosey and Hawkes. Boosey and Hawkes verlegt vor allem die frühen Werke von Schlünz. Sie sind auf der Website aufgelistet. Des weiteren ist eine kurze „Einführung in die Musik von Annette Schlünz“, 1998 verfasst von Felicitas Nicolai, hier zu lesen.


D. Diskografie

„Klage“ für Sprecher und Oktett (1991). Interpreten: Daniel Morgenroth (Sprecher), Scharoun-Ensemble, Friedrich Goldmann (Leitung), Aurophon CD DZzM (1992)

„verhalten, entgleiten, entfalten“. Musik für Gitarre solo (1994). Interpret: Reinbert Evers, Sächsische Tonträger, CD DZzM (1994)

„Ach, es…“. Musik für Tuba solo (1991). Interpret: Michael Vogt, RéR (London), (1994)

„Il pleut doucement sur la ville“ für Streichtrio (1989) [enthält nur 1. und 2. Satz]. CD zum Buch Komponistinnen in Deutschland, Inter-Nationes (1996)

„Traumkraut“ (1995) / „Tout est rêver“ (1992) / „Fadensonnen“ (1993) / „Taubenblaue Schatten haben sich vermischt“ (1990) / „Ornithopoesie“ (1989) / „Et la pluie se mit à tomber“ (1994). Interpreten: Thürmchen Ensemble, Roland Kluttig (Leitung), Ensemble Accroche Note, Kammerensemble pro musica nova Bremen, Klaus Bernbacher (Leitung), Volker Höh (Gitarre); Georg Mertens (Flöte), Ensemble Musicatreize Marseille, Roland Hayrabedian (Leitung), Les Percussions de Strasbourg, Deutscher Musikrat: Edition Zeitgenössische Musik, CD Wergo 6539-2 (1998)

„Zarte Knöpfe“ (1997). Interpreten: Frauenchor des Bayerischen Rundfunkchores, Michael Gläser (Leitung). Deutscher Musikrat: Dokumentation 5. Deutscher Chorwettbewerb (1998)

„La faulx de l’été“ (1991). Interpreten: Katja Reiser (Blockflöten), Tan Kutay (Percussion). CD “Ofrenda”, Carpe Diem 16256 (1999)

„Moccoli – Musik zu Goethe“ (1999). Interpreten: Carola Schlüter (Sopran), Ensemble Phorminx. CD „Vom Eise befreit“, EMI Classics 8 26189 2 (1999)

„Unaufhörliche Schlaflosigkeit“ (1994/98). Interpret: Michael Vogt (Tuba), CD Deutsche Akademie Villa Massimo Rom (1999)

„Abendamsel“ für Countertenor und 11 Instrumente (2002). Interpreten: Kai Wessel (Stimme), Ensemble Aventure Freiburg. CD 15 und 16 Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik, Sächsische Tonträger (2003)

„aufgelöst(verschlungen)“ für 5 Instrumente (2000/Version 2001). Interpreten: Ensemble Aleph, Carnet de bord du 2ième Forum International de l‘Ensemble Aleph, Coédition CDMC

„Quelle also“. Musikalische live-Aktion für 3 Musiker zur Videoinstallation von Karine Vonna und Annette Schlünz (2003). CD Radio Bremen und Künstlerinnenhof Die HÖGE (2003)

„Wo das Schweigen anfängt“ für Viola, Violoncello und Kontrabass (1993). Interpreten: Trio basso Köln, Musik in Deutschland 1950-2000, hg. v. Deutscher Musikrat, Sony (2005)

„La faulx de l’été“ (1991/Version 2001). Interpreten: Carin Levine (Flöten), Stefan Blum (Percussion). CD „Dialogues“, musicaphon, Klassik Center Kassel (2006)

„Journal n° 1“ (2005). Interpreten: Jeremias Schwarzer, Blockflöte(n), CD „the modern recorder“, Aufnahme SWR, Valve Records 5086 Edition Unerhört (2006)

„Zarte Knöpfe“ (1997). Interpreten: Frauenchor des Bayerischen Rundfunkchores, Michael Gläser (Leitung). Musik in Deutschland 1950-2000, Sony (2008)

„verstummen“ (1994/2004). Interpreten: Olaf Tzschoppe (Percussion), Zsigmond Szathmary (Orgel), Edition Zeitklang (2008)

„ZEBRA“ (2004). Lenka Zupkova (Elektrische Violine), Schott Wergo (2008)

„Deux créatures“ (2006). Interpreten: Duo Neue Flötentöne: Dörte Nienstedt (Blockflöten), Anne Horstmann (Flöten), NRW-Vertrieb (2008)

„Man könnte bleiben“ (1997). Interpreten: Carola Schlüter (Sopran), Andreas Sorg (Klavier), Reinhard Weihmann (Sprecher), CD „Views on / of Shakespeare“, Cadenza – Bayer-Records (2011)

„tastend, tränend“ (2001). Interpreten: Elisabeth Weinzierl (Flöte), Eva Schieferstein (Klavier). „Flötenmusik von Komponistinnen“, Edition Thorofon (2011)

„light from the one“ (2006). Interpreten: Jeremias Schwarzer (Blockflöte), Makiko Goto (Koto), CD „three haikai and more“, NEOS (2011)

„Journal n° 2 (Schneeland)“ (2006/07). Interpretin: Margit Kern (Akkordeon), Genuin Label, Gen 13267 (2013)
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Forschung

Die Auseinandersetzung mit Annette Schlünz geschah bislang primär aus journalistischer Perspektive. Ergiebige Selbstzeugnisse in Form von Interviews oder O-Tönen liegen häufiger vor als Analysen ihrer Werke.
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Forschungsbedarf

Annette Schlünz wirft aufgrund ihres Alters und ihrer Sozialisation in der DDR besonders die Frage nach Spezifika einer ostdeutschen Komponistinnenprägung auf. Anhand ihres fruchtbaren Austauschs mit der zeitgenössischen Schriftstellerin Ulrike Draesner könnten literarische Einflüsse ebenso Gegenstand der musikwissenschaftlichen Untersuchung sein wie die Natur der Kooperation beider Frauen schlechthin. Grundsätzlich wäre es gerade im Falle Schlünz wichtig, die Erkenntnisse werkimmanent zu fundieren. Eine stärkere analytischere Ausrichtung könnte eine Grundlage bilden für eine noch ausstehende – die kompositorische Entwicklung betonende – monographische Studie. Die einzige ausführliche und Werke übergreifende Studie von Felicitas Nicolai im Lexikon „Komponisten der Gegenwart“ bezieht nur das Wirken und Schaffen von Annette Schlünz bis zum Jahr 1994 mit ein (vgl. Nicolai 1994).
Autor/innen:
Torsten Möller

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Regina Back
Zuerst eingegeben am 17.11.2013