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Agnese Schebest

Agnese Schebeste, Agnese Schebesta, Agnese Schebest-Strauß

* 15. Februar 1813 in Wien.
† 22. Januar 1870 in Stuttgart.



„[...] in jeder Lage steht ihr eine erstaunenswürdige Virtuosität zu Gebote. Herrlich ist ihr Melisma, wunderbar ihr messa di voce; ergreifend ihr Portamento, gewaltig ihr Triller.“

(Gustav Schilling in einer Konzertkritik in der „Neuen Zeitschrift für Musik“, Bd. 6, Nr. 11, 7. Februar 1837, S. 45)
Schriftprobe
Mediennachweis

Bild:
Irma Heusler (Hg.). Bilder aus dem Leben der Familien Strauß-Heusler in Gedichten, Briefen und Prosa näher erläutert (1837-1874). Dillenburg: Selbstverlag, 1968.

Schriftprobe:
Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek,
Handschriftenabteilung, Cod. hist. 40, 333a, 253

Tätigkeitsfelder
Sängerin, Schauspielerin, Gesangslehrerin, Schriftstellerin, Pädagogin


Orte und Länder
Agnese Schebests erster Wirkungsort war in Theresienstadt (heute Terezín) bei Prag, wo sie bereits als Kind öffentlich in der Kirche sang. Zur Ausbildung ging sie nach Dresden, wo sie auch debütierte. Nach erfolgreichen Gastspielen in Berlin und Leipzig nahm sie im Frühjahr 1832 eine Einladung an die Bühne in Pest an, wo sie dann bis 1836 unter Vertrag stand. Bereits während des Aufenthaltes in Pest unternahm Schebest 1834 und 1835 Gastspielreisen nach Wien, Dresden und Graz. Da diese erfolgreich verliefen, nahm sie nach dem Ende des Pester Engagements keine feste Stelle mehr an, sondern war als reisende Sängerin in verschiedenen Teilen Europas tätig, u.a. in Berlin, Bologna, Bremen, Breslau, Danzig, Göttingen, Graz, Hannover, Karlsruhe, Kassel, Königsberg, Lemberg, Mainz, München, Nürnberg, Paris, Posen, Riga, Schwerin, Straßburg, Stuttgart, Triest, Venedig, Warschau, Weimar, Wiesbaden und Zürich. Nach ihrer Heirat beendete sie ihre Karriere als Sängerin und lebte bis zu ihrem Tod 1870 in Stuttgart.


Profil
Agnese Schebest gehört zu den berühmtesten Sängerinnen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die damals aktuelle zeitgenössische Musik der italienischen Oper (Komponisten wie Gioacchino Rossini, Vincenzo Bellini und Gaëtano Donizetti dominierten das Repertoire) bot mit ihren virtuosen, wirkungsvollen Gesangspartien und Rollen vielfältige Möglichkeiten für Sängerinnen. Schebest besaß eine hohe und auf Geläufigkeit geschulte Stimme, die virtuose Passagen mühelos bewältigte. Ihr gelang es, das Publikum zu nicht gekannten Begeisterungsstürmen mitzureißen.

Biografie

Agnese Schebest wurde am 15. Februar 1813 in Wien geboren. Die Familie zog wegen eines beruflichen Wechsels des Vaters bald nach Prag um. Nach dessen frühem Tod erhielt die Familie eine Wohnmöglichkeit in Theresienstadt bei Prag, wo sie in ärmlichen Verhältnissen lebte. Nach der Entdeckung ihrer Singstimme erhielt Agnese Schebest ersten Gesangsunterricht unentgeltlich beim sächsischen Kammersänger Johann Aloys Miksch (1765-1845) – dem berühmtesten Gesangslehrer der Zeit – in Dresden, Schauspielunterricht erteilte ihr die aus der Weimarer Theatertradition Goethes stammende Schauspielerin Friederike Werdy. Agnese Schebest gab 1830 ihr Operndebüt als Benjamin in Étienne-Nicolas Méhuls „Joseph und seine Brüder“ (in deutscher Sprache) an der Dresdner Hofbühne. Daraufhin bekam sie dort eine Anstellung, wodurch sie finanziell für ihre Familie sorgen konnte. Miksch studierte auch weiterhin mit ihr die zu diesem Zeitpunkt in Dresden benötigten Partien ein, darunter Agathe (Carl Maria von Weber, „Freischütz“) und Emmeline (Joseph Weigl, „Schweizerfamilie“).
Laut Kontrakt war Schebest, wie es üblich war, auch zum Schauspiel verpflichtet, doch da sie fürchtete, dass die Stimmausbildung unter den Sprechrollen leiden könnte (vgl. A. Schebest. Aus dem Leben einer Künstlerin. Stuttgart 1857 [=ihre Autobiografie], S. 51), kündigte sie den Dresdner Vertrag. Nach erfolgreichen Gastspielen in Berlin und Leipzig nahm sie im Frühjahr 1832 eine Einladung an die Bühne in Pest (heute Budapest) an. Der erste Auftritt dort verlief so glänzend, dass ihr sofort eine feste und ausgezeichnet dotierte Stelle angeboten wurde.
Mehr als vier Jahre blieb Schebest in Pest, wo sie sich intensiv mit der italienischen Oper beschäftigte und ihre größten Triumphe als Norma in Bellinis gleichnamiger Oper, als Rosine im „Barbiere di Siviglia“ von Rossini und in der Titelrolle von Beethovens „Fidelio“ feierte. Eine besondere Spezialität von ihr wurde die Darstellung von Liebhabern und Helden wie Otello in Rossinis gleichnamiger Oper oder besonders des Romeo in „I Capuleti ed i Montecchi“ von Bellini, eine Partie, die neben der Medea in der gleichnamigen Oper von Luigi Cherubini eine ihrer glänzendsten Rollen wurde.
Bereits während des Aufenthaltes in Pest hatte Schebest in den Jahren 1834 und 1835 Gastspielreisen nach Wien, Dresden und Graz unternommen. Dabei war sie so erfolgreich, dass sie nach dem Ende des Pester Engagements keine feste Stelle mehr annahm, sondern als reisende Sängerin in eigener Kutsche und in Begleitung ihrer Schwester an verschiedenen Bühnen in verschiedenen Teilen Europas gastierte und triumphale Erfolge feiern konnte. In den 1830er Jahren galt sie mit Wilhelmine Schröder-Devrient , Maria Malibran und Angelica Catalani als eine der berühmtesten Sängerinnen in Europa. Besonders verehrt wurde sie aufgrund ihres lebendigen, dramatischen Spiels.
Nach dem Abschied von der Bühne (ihr letzter Auftritt fand im Juni 1842 in Karlsruhe statt) heiratete sie 1842 den Theologen und Schriftsteller David Friedrich Strauß (1808-1874). Die Eheleute, die zwei Kinder hatten, Georgine und Fritz, trennten sich bald wieder. Wie es der damaligen Rechtslage entsprach, kamen die Kinder in die Obhut des Vaters.
Agnese Schebest kehrte nicht mehr an die Opernbühne zurück, da ihre Stimme bereits jetzt deutlich nachließ. So lebte sie als Musiklehrerin in Stuttgart, schrieb ihre Autobiografie und das Lehrwerk „Rede und Geberde“. Am 22. Januar 1870 starb sie in Stuttgart.
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Würdigung

Agnese Schebest besaß eine Stimme, die jahrelang durch den Dresdner Lehrer Johann Alois Miksch geschult worden war. Dies bildete die Basis für eine große sängerische Karriere, die Agnese Schebest zu einer der international bekanntesten Künstlerinnen ihrer Zeit machte. Enthusiastische Artikel über ihre Auftritte auf der Opernbühne vermitteln einen Eindruck von ihrer Stimme und ihrer Gesangskunst.
Dazu trat ihr schauspielerisches Talent, das ihr half, die Rollen, die sie auf der Bühne spielte, wahrhaft und lebensecht zu verkörpern. Ihr dramatisches Spiel fesselte das Publikum und machte ihren Bühnenauftritt einzigartig für ihre Mitmenschen. So wurde auch besonders hervorgehoben, dass Agnese Schebest als Emmeline in der „Schweizerfamilie“ von Weigl bei einem Auftritt am Theater in Pest ein schlichtes Kleid ohne die üblichen Schleifen und Bänder trug und allein durch ihre Darstellung, nicht durch ein aufwändiges und kostbares Bühnenkostüm wirkte (vgl. Kohut. Die Gesangsköniginnen in den letzten drei Jahrhunderten, S. 203). Dies war deshalb erwähnenswert, weil es damals üblich war, dass Sängerinnen selbst für ihre Kostüme sorgen mussten, so dass aufwändige oder schlichte Kleidung im Ermessen der einzelnen Sängerin stand.

Sie überzeugte so sehr in ihren Rollen, dass z. B. Giacomo Meyerbeer die Rolle der Valentine aus seiner Oper „Die Hugenotten“ für Agnese Schebest umschrieb, wie ihr Schüler Anton Schott berichtete (vgl. Schott, Anton. Hie Welf! Hie Waibling! Streitfragen auf dem Gebiete des Gesanges vom Standpunkt eines singenden Darstellers. Berlin 1904, S. 7). Gleichwohl hat Schebest die Rolle der Valentine nie gesungen, denn als sie in Paris war und mit Meyerbeer bekannt wurde, war sie so krank, dass sie mehrere Monate lang nicht singen konnte (vgl. Autobiografie, S. 202: „Herr Meyerbeer hatte die Güte, die Parthie der Valentine, die ich in der großen Oper singen sollte, gänzlich für meine Stimme einzurichten und ich verdanke nun seiner Güte nebst jenen sorgsamen Abänderungen, sogar auch den Clavierauszug genannter Oper, ohne dass ich nur jemals durch eine Execution dieser Parthie ihm meine Dankbarkeit beweisen konnte.“)

Als Lehrerin hatte Schebest weiterhin die Möglichkeit, nicht nur die Stimmen ihren Schülerinnen und Schülern auszubilden, sondern ihnen auch dramatisches Spiel zu vermitteln. Davon legt ihre gedruckte Schrift „Rede und Geberde“, eine Anleitung für angehende Bühnenkünstlerinnen und -künstler in der Deklamation und Schauspielkunst, Zeugnis ab. Das Buch umfasst 400 Seiten und erschien mit 30 Abbildungen nach den Vorgaben der Verfasserin. Sogar nach ihrem Tod noch erschien eine zweite Auflage davon (s. Bibliografie). Agnese Schebest wollte damit dem Mangel abhelfen, dass es zwar Opernhäuser und Theater genug gebe, aber keine Schulen, die für den Bühnennachwuchs notwendig seien. Nicht nur an diese Gruppe richtete sich Agnese Schebest jedoch, sondern auch an die „bürgerliche Frau, [den] Laien wie [den] Kunstjünger“, und sie gestaltete ihre Unterweisung in Gesprächsform, „um die Trockenheit eines Lehrbuches zu vermeiden“ (a.a.O., S. 3).
Besonders ein Schüler von ihr, Anton Schott, den sie zum Heldentenor ausgebildet hatte, machte in der Folge als Interpret Wagnerscher Opernrollen Karriere.
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Rezeption

Eine kritische Auseinandersetzung mit Sängerinnenbiografien steht noch am Beginn. Doch findet Agnese Schebest heute in der Regionalmusikforschung wie auch in der Genderforschung bereits eine erste Würdigung (s. Sekundärliteratur). Dies wurde natürlich durch die erste wissenschaftliche Rezeption mit der Veröffentlichung von Originaltexten von Sängerinnen durch Eva Rieger und Monica Steegmann angeregt und eingeleitet (s. Bibliographie).
Weitere Fragestellungen wie die Rolle Agnese Schebests für das Werk Meyerbeers oder auch die von Anton Schott begründete Wagner-Tradition sind noch nicht erforscht.
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Werkverzeichnis

Schriften

Schebest, Agnese. Aus dem Leben einer Künstlerin. Stuttgart: Ebner & Seubert, 1857 [Neuausgabe in Auszügen in: Rieger, Eva; Steegmann, Monica (Hg.). Göttliche Stimmen. Lebensberichte berühmter Sängerinnen. Von Elisabeth Mara bis Maria Callas. Frankfurt am Main: Insel-Verlag, 2002. Kapitel „Ich prangte auf Pfeifenköpfen und Zuckerwerk. Agnese Schebest 1813-1870“. S. [74]-[123] sowie in Rieger, Eva: Frau und Musik. 2. Aufl. Kassel: Furore, 1990. S. 63-74].

Schebest, Agnese. Rede und Geberde. Studien über mündlichen Vortrag und plastischen Ausdruck. Leipzig: Abel, [1861]; eine weitere Aufl. erschien im selben Verlag [1895].


Kompositionen

Von Agnese Schebest sind bislang keine Kompositionen oder Bearbeitungen von Werken bekannt, die sie während ihres Bühnenlebens gesungen hätte und die sich in schriftlicher Form erhalten hätten.
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Repertoire

Opernrollen
(Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)

Benjamin in „Joseph und seine Brüder“ von Nicolas-Etienne Méhul
Irma in „Maurer und Schlosser“ von Daniel François Esprit Auber
Agathe im „Freischütz“ von Carl Maria von Weber
Emmeline in der „Schweizerfamilie“ von Joseph Weigl
Oberpriesterin in der „Vestalin“ von Gaspare Spontini
Myrrha im „Opferfest“ von Peter von Winter
Norma in „Norma” von Vincenzo Bellini
Rosine im „Barbier von Sevilla” (in deutscher Sprache) von Gioacchino Rossini
Leonore in „Fidelio” von Ludwig van Beethoven
Otello in „Otello” von Gioacchino Rossini
Romeo in „I Capuleti ed i Montecchi” von Vincenzo Bellini
Medea in „Medea” (in deutscher Sprache) von Luigi Cherubini
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Quellen

Sekundärliteratur (chronologisch)

[anonym]. Agnese Schebest in Karlsruhe. Eine Kunst-Abhandlung. Karlsruhe: Hasper, 1837

[anonym], „Vermischtes: Agnes Schebest“. In: Neue Zeitschrift für Musik. Jg. 11. 1842. S. 128.

Fétis, François-Joseph. „Schebst ou Schebest (Agnés)“. in: Fétis, François-Joseph. Biographie Universelle des Musiciens. Bd. 7. Paris 1875. S. 413.

H. T. „Aus Berlin“ [Korrespondenzartikel]. In: Neue Zeitschrift für Musik. Jg. 9. 1840. S. 83.

Heusler, Irma (Hg.). Bilder aus dem Leben der Familien Strauß-Heusler in Gedichten, Briefen und Prosa näher erläutert (1837-1874). Dillenburg: Selbstverlag, 1968.

Höslinger, C. „Schebest Agnese, verehelichte Strauß“. In: Österreichisches biographisches Lexikon 1815-1950. Österreichische Akademie der Wissenschaften (Hg.). Bd. 10. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1994. S. 55-56.

Kohut, Adolph. Die Gesangsköniginnen in den letzten drei Jahrhunderten. Kapitel: Agnese Schebest. Berlin: Kuhz, [1905]. S. 197-220.

Krauss, Rudolf. Das Stuttgarter Hoftheater von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart. Stuttgart: Metzler, 1908.

Kutsch, K. J./Riemens, L. „Schebest, Agnes“. In: Kutsch, K. J./Riemens, L. (Hg.), Großes Sängerlexikon. 3., erweiterte Aufl., Bd. 4. Bern/München: Saur, 1997. S. 3084-3085.

La Roi-Frey, Karin de. Frauenleben im Biedermeier. Leinfelden-Echterdingen: DRW, 1998. S. [73]-98.

Mendel, Hermann. „Schebest, Agnes“. In: Musikalisches Conversations-Lexikon. Begr. von Hermann Mendel (Hg.). Bd. 9. Berlin: Verlag von Robert Oppenheim, 1878. S. 87.

Rebmann, Martina. „Luise Adolpha Le Beau, Lebenserinnerungen einer Komponistin. Gestaltete Biographie – geformte Erinnerung“. In: Musik in Baden-Württemberg, Jahrbuch. Gabriele Busch-Salmen u.a. (Hg.). München: Strube, 2007. S. 49-71.

Rebmann, Martina. „'…hat Jüngling und Greis erschüttert'. Die Sängerin Agnese Schebest (1813-1870) in Stuttgart“. In: Kongressbericht Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Rebecca Grotjahn, Dörte Schmidt, Thomas Seedorf (Hgg.), Stuttgart 2005. [Druck in Vorbereitung].

Rebmann, Martina. „Das Lied, das du mir jüngst gesungen...“ – Studien zum Sololied in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Württemberg. Quellen – Funktion – Analyse. Frankfurt am Main u.a.: Lang, 2002.

Rieger, Eva: Frau und Musik. 2. Aufl. Kassel: Furore, 1990. S. 63-74.

Rieger, Eva, Steegmann, Monica (Hg.). Göttliche Stimmen. Lebensberichte berühmter Sängerinnen. Von Elisabeth Mara bis Maria Callas. Frankfurt am Main: Insel-Verlag, 2002. [Besonders: Einleitung und Kapitel „Ich prangte auf Pfeifenköpfen und Zuckerwerk. Agnese Schebest 1813-1870“.] S. [74]-[123].

Schilling, Gustav. „Agnes Schebest. Eine Charakteristik“. In: Neue Zeitschrift für Musik. Jg. 6. 1837. S. 45-46, 48-49.

Schilling, Gustav, „Schebest, Agnes“. In: Schilling, Gustav. Encyclopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften, oder Universal-Lexikon der Tonkunst. Bd. 6. Stuttgart: Köhler, 1840. S. 176-178.

Schott, Anton. „Hie Welf! Hie Waibling! Streitfragen auf dem Gebiete des Gesanges vom Standpunkt eines singenden Darstellers“. Berlin: Goldschmidt, 1904.

Walter, Karl. „Die Sängerin Agnese Schebest-Strauß und ihre Straßburger Freunde“. In: Elsaß-Lothringisches Jahrbuch. Bd. 17. 1938. S. 184-194.

Welti, Heinrich. „Schebest: Agnese S.“. In: Allgemeine Deutsche Biographie, Historische Commission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften (Hg.), Leipzig 1890. Bd. 30. S. 651-653.

(Lexikonartikel wurden nur aufgenommen, wenn sie wesentlich sind und/oder weitergehende Literaturangaben bieten)


Links

http://www.frauenwiki.de/index.php/Agnese_Schebest
http://www.peter-hug.ch/lexikon/schebest/14_0417?q=22.+Dez.
http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=114314
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Forschung

Ein Nachlass ließ sich bislang nicht ermitteln. Die Quellen zu Agnese Schebest (Briefe und andere Dokumente) liegen verstreut in folgenden Archiven und Bibliotheken, doch scheint ein großer Teil verschollen oder noch nicht wieder aufgefunden zu sein.

Frankfurt am Main, Freies Deutsches Hochstift
Frankfurt am Main, Universitätsbibliothek
Kiel, Institut für Literaturwissenschaft der Universität Kiel
Leipzig, Stadtgeschichtliches Museum
Marbach, Deutsches Literaturarchiv / Schiller-Nationalmuseum
München, Bayerische Staatsbibliothek
Stuttgart, Stadtarchiv
Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek
Tübingen, Universitätsbibliothek
Weinsberg, Kernerhaus (Angabe nach: Kohut, Adolph. Die Gesangsköniginnen in den letzten drei Jahrhunderten. Berlin: Kuhz, [1905]. S. 215.)
Wolfenbüttel, Herzog-August-Bibliothek
Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz/Rheinische Landesbibliothek

Abbildungen werden in Frankfurt am Main, Universitätsbibliothek, Bildsammlungen/Sammlung Manskopf verwahrt.
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Forschungsbedarf

Auftritte von Agnese Schebest werden in zahlreichen zeitgenössischen Zeitungsartikeln erwähnt, die bislang noch nicht ausgewertet sind.
Die Autobiografie von Agnese Schebest ist erst in Ansätzen nach literaturwissenschaftlichen Forschungsmethoden untersucht worden (vgl. Martina Rebmann „Luise Adolpha Le Beau, Lebenserinnerungen einer Komponistin“. In: Musik in Baden-Württemberg, Jahrbuch. Gabriele Busch-Salmen u.a. (Hg.). München: Strube, 2007. S. 49-71).
Eingehende Studien zur Unterrichtsmethode von Agnese Schebest sowie die Einbettung in das pädagogische Umfeld in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stehen noch aus, ebenso Untersuchungen zu Schülerinnen und Schülern (wer wurde unterrichtet, wie lange, mit welchem Ergebnis, welche überregionale Wirkung ergibt sich aus Schebests Lehrmethode?).
Autor/innen:
Martina Rebmann, 21.03.2009

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Regina Back
Zuerst eingegeben am 26.03.2009