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Luigia Polzelli

Luigia Moreschi, Luigia Franchi (verh.)

* 1760 in Neapel, Italien.
† 5. Oktober 1830 in (Košice) Kaschau, (heute) Slowakei.

Es existieren widersprüchliche Angaben zu den Lebensdaten in der Sekundärliteratur. Luigia Polzelli wurde wahrscheinlich um 1760, möglicherweise aber bereits um 1750 geboren. Ebenso fraglich ist ihr Sterbejahr, das gelegentlich auf 1832 datiert wird.

„Carissima Polzelli mia! in questo momento, che ho ricevuta la tua lettera, Io ti do la risposta; mi consolo, che tu ti trovi bene di salute, e che hai trovato un piccolo Teatro, non è per pagamento, ma per havere la pratica; io ti auguro tutta la prosperità, cioè una buona parte, ed un buon maestro, chi si darà l’istessa pena, come il tuo Haydn.“ (Joseph Haydn an Luigia Polzelli in Piacenza, London, 14. Januar 1792; zitiert nach Bartha 1965, S. 271)
„Meine liebste Polzelli! In diesem Moment, in dem ich Deinen Brief erhalten habe, gebe ich Dir Antwort; es beruhigt mich, dass Du bei guter Gesundheit bist und dass Du ein kleines Theater gefunden hast, nicht wegen der Bezahlung, sondern um in Übung zu bleiben; ich wünsche Dir allen Erfolg, also eine gute Rolle und einen guten Kapellmeister, der sich die gleiche Mühe geben möge wie Dein Haydn.“
Tätigkeitsfelder
Sängerin

Orte und Länder
Luigia Polzelli wirkte hauptsächlich am Hof Fürst Nikolaus Esterházys in Eszterháza/Ungarn.

Profil
Die Sängerin Luigia Polzelli ist vor allem aufgrund der Beziehung zu Joseph Haydn bekannt, dessen Schaffen für das Musiktheater sie nachhaltig beeinflusste.

Biografie

Luigia Polzelli stammte aus einer Musikerfamilie. Ihre Schwester Cristina (Teresa) Negri war ebenfalls Sängerin. Um 1776 dürfte sie den Geiger Antonio Polzelli geheiratet haben; der älteste Sohn Pietro kam 1777 in Bologna zur Welt. 1778 ist sie als Sängerin in Correggio (nahe Reggio Emilia / Italien) nachgewiesen, im März 1779 wurde sie gemeinsam mit ihrem Mann von Fürst Nikolaus Esterházy „dem Prachtliebenden“ engagiert. Nach der Auflösung der Kapelle 1790 gingen sie nach Wien; nach dem Tod ihres Mannes 1791 kehrte Luigia Polzelli nach Italien zurück. Sie trat 1792 in Piacenza auf und ging dann offensichtlich nach Bologna, wo sie den Sänger Luigi Franchi heiratete. 1820 kehrte Luigia Polzelli nach Ungarn zurück; sie starb 1830 oder 1832 in Kaschau (Košice).
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Würdigung

Schon das bescheidene Gehalt des Ehepaars Polzelli zeigt, dass sie nicht zu den Spitzenkräften des Esterházyschen Opernbetriebs gehörten. Während ihres gesamten Engagements erhielten sie 465 fl 40 xr plus Naturalien. Dennoch beeinflussten gerade die begrenzten Fähigkeiten der Sängerin Haydns Schaffen für das Musiktheater entscheidend. Zwar trat sie nur in zwei Opern des Komponisten (als Silvia in „L’isola disabitata“ und als Lisetta in „La vera costanza“) auf, doch schrieb Haydn für sie mehrere Einlage- bzw. Ersatzarien und bearbeitete weitere Nummern für sie. Gerade diese Bearbeitungen machen die stimmlichen und musikalischen Voraussetzungen der Sängerin deutlich.
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Rezeption

Das Interesse an Luigia Polzelli war bislang fast ausschließlich durch ihre Beziehung zu Haydn motiviert. Dabei wurde häufig ein negatives Bild der Sängerin gezeichnet, die berechnend gewesen sei und Haydn ausgenutzt habe. So leitete bereits Carl Ferdinand Pohl seine Ausführungen über Polzelli ein: „Am 26. März 1779 wurde das Ehepar [sic] Polzelli auf zwei Jahre in die fürstliche Musikkapelle aufgenommen – ein Engagement, das für Haydn verhängnißvoll wurde“ (Pohl 1882, S. 89). Die Sängerin habe es nur zu gut verstanden, „Haydn’s Glut sowohl als seine Güte auszunutzen“ (ebd. S. 90). Leopold Nowak rückt Polzelli gar in die Nähe einer Prostituierten: „Sie jedoch, weniger tüchtig als Sängerin, aber um so mehr als Frau, ließ sich diese Liebe reichlichst bezahlen“ (Nowak 1959, S. 242). Eine sozialgeschichtliche Perspektive wirft auf ihr Verhalten ein anderes Licht. Es ist legitim, dass ihr ihre soziale Absicherung im Alter ein vorrangiges Anliegen war.
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Repertoire

Luigia Polzelli sang fast ausschließlich Nebenrollen (seconda oder terza donna) in zahlreichen Repertoireopern, v. a. Opere buffe, des späten 18. Jahrhunderts.

Rollen
(Geringfügige Bearbeitungen sind im Folgenden nicht verzeichnet.)

Donna Stella in Giovanni Paisiello, „La frascatana“ (Coreggio 1778; Eszterháza 1779?, mit Haydns [?] möglicherweise für Polzelli komponierter Einlagearie „D’una sposa meschinella“)

Rosina in Gennaro Astaritta (?), „I visionari“ (Eszterháza 1779)

Lisetta in Joseph Haydn, „La vera costanza“ (Eszterháza 1779?, 1785–1786)

Nanina in Pasquale Anfossi, „La Metilde ritrovata“ (Eszterháza 1779, mit Haydns für Polzelli komponierter Einlagearie „Quando la rosa“)

Lesbia in Giuseppe Gazzaniga, „L’isola d’Alcina“ (Eszterháza 1779, 1786, mit Haydns für Polzelli vorgenommener Bearbeitung der Arie „Nel suo volto amor vi pose“)

Modesta in Pasquale Anfossi, „Il geloso in cimento“ (Eszterháza 1779, 1785–1787)

Sandrina in Giuseppe Sarti, „Le gelosie villane“ (Eszterháza 1779–1781, 1784)

Lisetta in Johann Gottlieb Naumann, „Le nozze disturbate“ (Eszterháza 1779)

Silvia in Joseph Haydn, „L’isola disabitata“ (Eszterháza 1779–1780, für Polzelli komponiert)

Egle in Pasquale Anfossi, „La forza della donne“ (Eszterháza 1780, mit Haydns für Polzelli vorgenommener Bearbeitung der Arie „Se provaste un pocolino“)

Donna Artemisia in Giuseppe Gazzaniga, „La vendemmia“ (Eszterháza 1780–1781, mit Haydns für Polzelli vorgenommener Bearbeitung der Arie „Più dell’onde“)

Carlotta in Antonio Salieri, „La scuola de’ gelosi“ (Eszterháza 1780–1781, mit Haydns für Polzelli vorgenommener Bearbeitung der Arien „Gelosia d’amor è figlia“ und „Ognun sa che molti amanti“)

Arminda in Pasquale Anfossi, „La finta giardiniera“ (Eszterháza 1780, mit Haydns für Polzelli vorgenommener Bearbeitung der Arien „Si promette facilmente“ und „Vorrei punirti, indegno“)

Donna Eleonora in Pasquale Anfossi, „Isabella e Rodrigo“ (Eszterháza 1781)

Giuletta in Gennaro Astaritta, „Il francese bizzarro“ (Eszterháza 1781)

Donna Isabella und Lisetta in Vincenzo Righini, „Il convitato di pietra“ (Eszterháza 1781, mit der vermutlich von Haydn für Polzelli vorgenommenen Bearbeitung der Szene „Mora l’infido“ – „Mi sento nel seno“)

Arminda in Niccolò Piccinni, „Gli stravaganti“ (Eszterháza 1781–1783, mit Haydns für Polzelli vorgenommener Bearbeitung der Arien „Che tortora io sono lontana“, „Una semplice agnelletta“ und der Szene „Care selve romite“ – „Dove vado sventurata“)

Fatima in André-Ernest-Modeste Grétry, „Zemira ed Azor“ (Eszterháza 1782)

Melissa in Tommaso Traetta, „Il cavaliere errante“ (Eszterháza 1782)

Giacinta? in Giovanni Paisiello, „L’innocente fortunata“ (Eszterháza 1782)

Graffiosa in Pasquale Anfossi, „Lo sposo disperato“ (Eszterháza 1782)

Emilia in Pasquale Anfossi, „Il curioso indiscreto“ (Eszterháza 1782–1783, mit Haydns für Polzelli vorgenommener Bearbeitung der Arie „Deh frenate i mesti accenti“)

Contessa in Giuseppe Sarti, „Fra i due litiganti il terzo gode“ (Eszterháza 1783–1784, mit Haydns für Polzelli vorgenommener Bearbeitung der Arie „Vorrei punirti, indegno“)

Bellonia in Domenico Cimarosa, „Il falegname“ (Eszterháza 1783–1784)

„Zauberin“ in „L’assedio di Gibilterra“ (Eszterháza 1783)

Donna Isabella in Pasquale Anfossi, „I viaggiatori felici“ (Eszterháza 1784, 1787–1788, mit Haydns für Polzelli vorgenommener Bearbeitung der Arie „Dove mai s’è ritrovata“)

Ninetta in Francesco Bianchi, „La villanella rapita“ (Eszterháza 1784–1787)

Bettina in Giuseppe Sarti, „I contrattempi“ (Eszterháza 1785, mit Haydns für Polzelli vorgenommener Bearbeitung der Arie „Allor che mi vedranno“)

Rosina in Pasquale Anfossi, „Il matrimonio per inganno“ (Eszterháza 1785–1786, 1788, mit Haydns für Polzelli komponierter Einlagearie „Signor, voi sapete“)

Contessa in Mathias Stabinger, „Le astuzie di Bettina“ (Eszterháza 1785–1786)

Betta in Domenico Cimarosa, „La ballerina amante“ (Eszterháza 1786)

Mirandolina in Domenico Cimarosa, „Chi dell’altrui si veste presto si spoglia“ (Eszterháza 1786)

Marinetta in Luigi Caruso, „L’albergatrice vivace“ (Eszterháza 1786)

Rosina in Vincenzo Righini, „L’incontro inaspettato“ (Eszterháza 1786)

Tortora in Pasquale Anfossi, „Il sordo e l’avaro“ (Eszterháza 1787)

Robinetta in Pietro Alessandro Guglielmi, „La quakera spiritosa“ (Eszterháza 1787–1788, mit Haydns für Polzelli vorgenommener Bearbeitung der Arie „Per carità non s’alteri“)

Erissena in Francesco Bianchi, „Alessandro nell’Indie“ (Eszterháza 1787–1788, mit Haydns für Polzelli komponierter Einlagearie „Chi vive amante“)

? in Domenico Cimarosa, „I due supposti conti“ (Eszterháza 1789)

? in Pasquale Anfossi, „Le gelosie fortunate“ (Eszterháza 1789)

Lindora?/Circe? in Pasquale Anfossi, „La maga Circe“ (Eszterháza 1790)

Clizia in Vicente Martín y Soler, „L’arbore di Diana“ (Eszterháza 1790)

Merlina in Domenico Cimarosa, „L’impresario in angustie“ (Eszterháza 1790, mit Haydns für Polzelli komponierter Einlagearie „Il meglio mio carattere“)

? in Pietro Alessandro Guglielmi, „La pastorella nobile“ (Piacenza 1791/92)

? in Marcello di Capua, „Il conte di bell’umore“ (Piacenza 1791/92)
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Literatur und Quellen

Quellenpublikationen (in alphabetischer Reihenfolge):

„Acta musicalia Nr. 36–Nr. 100“. In: Haydn Yearbook. Bd. 14. 1983. S. 9–128.

„Acta musicalia Nr. 101 bis Nr. 152“. In: Haydn Yearbook. Bd. 15. 1984. S. 93–180.

„Acta musicalia Nr. 201 bis 279“. Else Radant (Hg.). In: Haydn Yearbook. Bd. 18. 1993. S. 115–196.

Bartha, Dénes. Joseph Haydn. Gesammelte Briefe und Aufzeichnungen. Kassel: Bärenreiter, 1965.

Harich, Johann. „Haydn Documenta (I)“. In: Haydn Yearbook. Bd. 2. 1963/64. S. 2–44.

Harich, Johann. „Haydn Documenta (II)“. In: Haydn Yearbook. Bd. 3. 1965. S. 122–152.

Harich, Johann. „Haydn Documenta IV“. In: Haydn Yearbook. Bd. 7. 1970. S. 47–168.

Landon, H. C. Robbins. The Collected Correspondence and London Notebooks of Joseph Haydn. London: Barrie and Rockliff, 1959.

Landon, H. C. Robbins. „Haydniana (I)“. In: Haydn-Yearbook. Bd. 4. 1968. S. 199–206.

Unpublizierte Quellen

Esterházy-Archiv Forchtenstein (Österreich). Akten folgender Bestände (vgl. Lamkin 2007, S. 154–156): Acta Varia, Central Direction, Domainen Direction, Eisenstädter District oder Hof und Domainen Buchhaltung, General Cassa oder Hof- und Hauptzahlamts Rechnung, General Cassa Handbuch, Protocoll (Conventionale).

Budapest, Országos Széchényi Könyvtár (Széchényi Nationalbiliothek Budapest), Musiksammlung. Acta musicalia (vgl. Pratl, Scheck 2004).

Sekundärliteratur (in alphabetischer Reihenfolge):

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Dies, Albert Christoph. Biographische Nachrichten von Joseph Haydn. Wien: Camesianische Buchhandlung, 1810 (Reprint Berlin: Henschelverlag 1959).

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Landon, H. C. Robbins. Haydn. Cronicle and Works. Bd. 2: Haydn at Eszterháza 1766–1790. London: Thames and Hudson, 1978. S. 49–50. Bd. 3: Haydn in England 1791–1795. London: Thames and Hudson, 1976. S. 59. Bd. 5: Haydn. The Late Years 1801–1809. London: Thames and Hudson, 1977. S. 50, 280, 337.

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Forschung

Quellenmaterial zu Polzellis Zeit in Eszterháza in Forchtenstein und Budapest (s. „Unpublizierte Quellen“ unter der Rubrik „Literatur und Quellen“). Weiteres Material befindet sich vermutlich in italienischen und slowakischen Archiven.
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Forschungsbedarf

Während Polzellis Wirken in Eszterháza und ihre Zusammenarbeit mit Haydn relativ gut erforscht ist, liegen die frühen Jahre in Italien und besonders die Zeit ab 1791 weitgehend im Dunkeln.
Autor/innen:
Christine Siegert , Die Grundseite wurde im Mai 2007 verfasst.

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Nicole K. Strohmann
Zuerst eingegeben am 18.05.2007