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Wilma Neruda

Wilhelmina Maria Francisca Neruda (geb.), Wilma Norman-Neruda, Lady Hallé

* 21. März 1838 in Brünn [Brno], Österreich.
† 15. April 1911 in Berlin, Deutschland.

Das Geburtsdatum wird häufig auch mit dem Jahr 1839 angegeben. Dies könnte zurückzuführen sein auf ihre Schaffenszeit als Wunderkind, da Wunderkinder gelegentlich als jünger ausgegeben wurden.

„Jag spelade en konsert af de Beriot, och alltifran den dagen har jag, utan nagra afbrott för studier eller nagot annat, regelbundet spelat offentligt.“ (o.A. Interview mit Vilhelmina Neruda-Norman. In: Idun. Praktisk Veckotidning for Kvinnen och Hemmet. 1.8.1890, 3. Jg. Nr. 31. S. 1)
(„Ich spielte ein Konzert von de Beriot und von dem Tag an, außer ich machte Pausen, um zu studieren oder andere Sachen, habe ich immer regelmäßig öffentlich gespielt.“) (Übersetzung: Caroline Fridberg)
Mediennachweis

gemeinfrei

Tätigkeitsfelder
„Wunderkind“, Violinvirtuosin, Kammermusikerin, Dozentin für Violine am Konservatorium in Stockholm und am Sternschen Konservatorium in Berlin

Orte und Länder
Wilma Neruda verbrachte ihre Kindheit in Brünn und Wien, bis sie ab 1847 als reisendes Wunderkind mit ihren Geschwistern außer in Deutschland und Österreich/Ungarn, in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, England, Polen, Russland, Schweden und Dänemark konzertierte. Von 1864 bis 1869 lebte und arbeitete sie in Stockholm. Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtete sie Violine am Königlichen Konservatorium (1867-1870). Eine Konzertreise 1869 nach London nahm sie zum Anlass, dorthin überzusiedeln. Zahlreiche Konzerttourneen führten sie u.a. auf das europäische Festland, zweimal nach Australien (1890, 1891), nach Südafrika (1895) und die USA (1899). Ab 1900 unternahm Wilma Neruda ihre Tourneen von Berlin aus, wo sie auch zwei Jahre (1900-1902)am Sternschen Konservatorium unterrichtete.

Profil
Wilma Neruda hat nie ein Konservatorium besucht, sondern erhielt Violinunterricht von ihrem Vater und später von Leopold Jansa. Schon früh wurde ihre musikalische Begabung als Wunderkind und ihr kräftiger Bogenstrich bestaunt. Später bekannt als reisende Violinvirtuosin wurde sie oft als weiblicher Gegenpol zu Joseph Joachim beschrieben. Als anerkannte Kammermusikerin spielte sie regelmäßig in London in den Monday und Saturday Popularkonzerten als Primaria des Streichquartettes. Sie war Dozentin für Violine von 1867-1870 am Konservatorium in Stockholm und von 1900-1902 am Sternschen Konservatorium in Berlin.

Biografie

Wilma Neruda erhielt ihren ersten Violinunterricht bei ihrem Vater, dem Domorganisten des Petersdoms in Brünn, und ab 1844 bei Leopold Jansa. Schon im Dezember 1846 begeisterte sie das Publikum bei ihrem Debut mit ihrer Schwester Amalie am Klavier im Wiener Musikvereinssaal. Im Januar 1847 trat sie gemeinsam mit Jenny Lind auf, mit der sie auch im Februar des gleichen Jahres bei der regierenden Kaiserin ein Konzert gab. Nach ihrem dritten erfolgreichen Konzert in Wien organisierte der Vater Konzertreisen für seine Kinder durch ganz Europa. Bis 1849 konzertierten sie in Brünn, Olmütz, Prag, Berlin, Leipzig, Baden – hier trat auch der Bruder Viktor mit dem Cello das erste Mal mit auf – Zittau, Breslau, Bratislava, Hannover, Bremen, Hamburg, Amsterdam, Brüssel, Potsdam, Magdeburg, Erfurt, Jena, Darmstadt und schließlich London und Manchester. Seit Ende 1849 reiste die Familie als Quartett in folgender Besetzung: Wilma, Schwester Marie – Violine, Vater Josef – Viola und Viktor – Cello.
Mehrere Konzerttourneen führten Wilma Neruda und ihre Geschwister in den 1850er Jahren nach Russland und Polen. Nach dem Tod des Bruders Viktor (1852) übernahm im Jahr 1857 der Bruder Franz den Cellopart im Familientrio und -quartett.
Am 13.11.1861 debütierte Wilma Neruda mit ihrer Schwester Marie und dem Bruder Franz in Stockholm im „Mindre Teater“. Außer einigen Konzerten in Brünn traten sie von 1861-1863 fast ausschließlich in Skandinavien auf. Im Januar 1864 heiratete Wilma Neruda den schwedischen Komponisten und Dirigenten Ludvig Norman (1831-1885), von dem sie sich fünf Jahre später wieder trennte. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor. Neben ihrer vielfältigen Konzerttätigkeit war sie von 1867-1870 als Geigenlehrerin an den „Kungliga Musikalska Akademien“ tätig.
Nach ihrem erfolgreichen Konzert in London am 17.5.1869 entschloss sie sich, ihren Lebensmittelpunkt dorthin zu verlegen. Seit November des gleichen Jahres bis 1898 spielte sie regelmäßig in der Winter- und Frühjahrssaison als Primaria Quartett mit Louis Ries, Zerbini und Alfredo Piatti (dem englischen Quartett von Joseph Joachim) in den Monday- und Saturday Popular Concerten. Regelmäßige Solokonzertauftritte mit dem Hallé Orchester führten sie nach Manchester. Trotz ihrer regen Konzerttätigkeit in England unternahm sie Tourneen u.a. nach Brünn, Wien, Leipzig, Frankfurt, Holland und Skandinavien.
Nach dem Tod Ludvig Normans (1885) heiratete Wilma Neruda 1888 ihren langjährigen Kammermusikpartner Charles Hallé und nannte sich fortan Lady Hallé. Mit ihm unternahm sie 1890 und 1891 Konzerttourneen nach Australien und 1895 nach Südafrika. Kurz nach der Rückkehr aus Südafrika verstarb Charles Hallé im Oktober des gleichen Jahres.
Nach einer erfolgreichen Tournee in die USA im Jahr 1899 siedelte Lady Hallé anschließend nach Berlin über. Hier unterrichtete sie von 1900-1902 am Sternschen Konservatorium. Regelmäßig konzertierte sie außer in Berlin weiter in London, Manchester, Stockholm und Kopenhagen.
Lady Hallé – Wilma Neruda verstarb am 15.4.1911 in Berlin.
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Würdigung

Wilma Neruda war eine der ersten Frauen im 19. Jahrhundert, die von ihrer Kindheit bis ins hohe Alter als Geigenvirtuosin ununterbrochen konzertierte, weltweit Karriere machte und große gesellschaftliche Anerkennung genoss. Sie zeichnete sich durch ihre mühelos sicher beherrschte Technik und ihr ausdrucksstarkes, kraftvolles Spiel aus. Als Primaria im Streichquartett, dem sie als einzige Frau angehörte, genoss sie große Hochachtung.

Mehrere Komponisten widmeten ihr Stücke. Darunter konnten bislang nachgewiesen werden:
Niels Wilhelm Gade: Violinsonate Nr. 3 D-Dur op. 59
Violinkonzert d-Moll op. 56
Pablo de Sarasate: Spanischer Tanz Nr. 3
Henri Vieuxtemps: Violinkonzert Nr. 6 G-Dur op. 47
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Rezeption

Während Wilma Neruda Zeit ihres Lebens in der musikalischen Welt ein hohes Ansehen genoss, ist sie heute fast völlig vergessen. Zahlreiche Rezensionen in der zeitgenössischen Tages- und Fachpresse bezeugen ihre hohe Begabung, ihre starke Ausstrahlung und die Leichtigkeit, mit der sie die schwierigsten Passagen auf der Violine meisterte.
Schon als Wunderkind wurden ihre Auftritte in der Presse besprochen.
Durch ihre zahlreichen Konzertreisen war sie in der ganzen Welt bekannt.
In den einschlägigen Lexiken wie MGG (Musik in Geschichte und Gegenwart 1961 erschienen) und „The New Grove“ (erschienen 1980/2001) existieren bis heute Artikel über Wilma Neruda, wenngleich der Artikel der neuen Ausgabe des MGG (2004 erschienen) bedauerlicherweise schlecht recherchiert ist und einige Fehler enthält.
Das schwedische Musiklexikon Sohlmann von 1851 würdigt Wilma Neruda in einem eigenen Artikel, während sie in der neuen Ausgabe des Sohlmann Musiklexikons von 1977 lediglich als Ehefrau von Ludvig Norman erwähnt wird.
Der im „opus musicum“ enthaltene Bericht „K hudební Brna v 19. století. Slavá hudební rodina Nerudů („Zur Musikgeschichte Brünns im 19. Jahrhundert. Die berühmte Musikerfamilie Neruda“) weist erstmalig in neuerer Zeit wieder auf die Berühmtheit der Nerudas und ihr Wirken in Brünn hin. Besonders in dem Buch von Vojtech Kyas: „Berühmte Musikerpersönlichkeiten in Brünn“ wird dem internationalen Wirken Wilma Nerudas Rechnung getragen.
Das jüngst von Stefan Drees herausgegebene „Lexikon der Violine“ weist leider auf Wilma Neruda – Lady Hallé nicht hin.
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Werkverzeichnis

Über eine Tätigkeit als Komponistin ist bislang nichts bekannt. Ein Werk, dass nachweislich Wilma Neruda zugeschrieben wird, ist:
„Minne från Warschau: mazurka för piano. Stockholm: Lundquist
(Stadtbibliothek Mannheim: Sign. Tkl3 Neru).
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Repertoire

Das Repertoire, das Wilma Neruda in ihren Konzerten zum Vortrag brachte, ist noch nicht vollständig erforscht. Daher handelt es sich hier nur um eine Auswahl der gespielten Werke. Als Zäsur wurde das Jahr 1869 gewählt, da sie zu diesem Zeitpunkt allein, ohne ihre Geschwister, nach London ging und sich dort eine eigene Karriere aufbaute.

Repertoire für die Zeit bis 1869

Sololiteratur für Violine allein, mit Orchester oder Klavier:

Jean-Delphin Alard:
Virtuosenphantasie
Konzert für 2 Violinen
Souvenir de Beatrice di Tenda für Geige (mit Klavierbegleitung)

Johann Sebastion Bach:
Gavotte, Menuette und Präludium für Violine aus der Partita III, E-Dur BWV 1006

Antonio Bazzini:
Fantasie brillante für Violine und Klavier
La Rondo des Lutin für Violine und Klavier

Ludwig van Beethoven:
Romanze für Violine in F-Dur op. 50
Sonate für Violine und Klavier Nr. 8 G-Dur op. 30 / 3

Charles Auguste de Bériot:
Konzert für Violine und Orchester D-Dur
Andante et Rondo Russe für Violine und Orchester
Les Trémolo: Caprice für Violine

Heinrich Wilhelm Ernst:
Variationen über „Carneval von Venedig“
Elegie für Violine

Edvard Grieg:
Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 F-Dur op. 8

Leopold Jansa:
Potpourri für Violine
Duo concertant (Violine, Klavier)
Fantasie (Violine, Klavier)
Fantasie über Thema aus der Oper „Semiramis“ (Violine, Klavier)

Felix Mendelssohn:
Violinkonzert e-Moll op. 64

Moritz Mildner:
Variationen nach einem slowakischen Volkslied „Pepik“

A. Möser:
Freischütz-Fantasie mit Orch. (der Vorname war nicht herauszubekommen)

Pierre Rode:
Violinkonzert in a-Moll

Friedrich Wilhelm Rust:
Sonate für Violine

Henri Vieuxtemps:
Adagio und Rondo Violine und Orchester
Violinkonzert Nr. 1 E-Dur op. 10
Violinkonzert Nr. 2 fis-Moll op. 19
Variationen über “Yankee Doodle” op. 17
Air varie avec Introduction für Violine und Orchester
Fantasia Appassionata op. 35 für Violine und Klavier
Reverie und Tarantella für Violine
Variation brilliant für Violine
Fantaisie-Capriccio für Violine und Orchester
„Don Juan“ op. 20 für Violine und Klavier



Kammermusik:

Arrangements:

Ludwig van Beethoven/ Louis Maurer (Arr.):
Adelaide für 2 Violinen und Violoncello

Hubert Léonard / Francois Servais (Arr.):
Duo Brillant, englische Volkslieder für Violine und Violoncello
Grand Duo de concert nach Motiven von Ludwig van Beethoven für Violine und Violoncello

Robert Schumann / Franz Neruda (Arr.):
Scheherazade und Träumerei für 2 Violinen und Violoncello
Fantasiestücke für 2 Violine und Violoncello

Henri Vieuxtemps/ Francois Servais (Arr.):
Grand Duo de Concert über Themen aus Hugenotten für Violine und Violoncello


Originale:
Ludwig van Beethoven:
Streichquartett c-Moll op. 18/ 4
Streichquartett F-Dur op. 59/1

Jean Becker:
Serenade f. Violine, Violoncello und Klavier

Charles Auguste de Bériot:
Klaviertrio

Hermann Goetz:
Klaviertrio op. 1

Joseph Haydn:
Streichquartett B-Dur op. 76/ 4
Streichquartett F-Dur op. 77/ 2

Louis W. Maurer:
“Air Russe” für 2 Violinen und Violoncello
„Rondo brilliant“ für 2 Violinen

Felix Mendelssohn Bartholdy:
Streichquintett Nr. 2 B-Dur op. 87
Streichquartett Es-Dur op. 12/1
Streichquartett a-Moll op. 13
Klaviertrio c-Moll op. 66

Wolfgang Amadeus Mozart:
Streichquartett B-Dur

Napoleon-Henri Reber:
Berceuse f. 2 Violinen und Violoncello

Robert Schumann:
Streichquartett a-Moll op. 41/ 1

Henri Vieuxtemps:
Les Arpèges: Caprice für Violine, Violoncello und Klavier

[?] Zäch: Trio



Auswahl ab 1869

Sololiteratur für Violine allein, mit Orchester oder Klavier:

Johann Sebastian Bach:
Prelude für Violine E-Dur aus der Partita III, BWV 1006
Konzert für zwei Violinen d-Moll BWV 1043

Ludwig van Beethoven:
Romanze in F-Dur op. 50
Romanze G-Dur op. 40
Violinkonzert D-Dur op. 61
Konzert für Klavier, Violine und Cello C-Dur op. 56
Kreutzer Sonate A-Dur op. 47

Johannes Brahms:
Violinkonzert D-Dur op. 77
Konzert für Violine, Cello und Orchester a-Moll op. 102

Max Bruch:
Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26
schottische Fantasie für Vl und Orchester Es-Dur op. 46
Romanze a-Moll op. 42
Adagio appassionato für Violine op. 57

Antonin Dvořák:
Violinkonzert a-Moll op. 53
Romantische Stücke für Violine und Klavier op. 75

Georg Friedrich Händel:
Sonate für Violine mit Klavier

Friedrich Kiel:
„Deutsche Reigen“ für Klavier und Violine

Felix Mendelssohn Bartholdy:
Violinkonzert e-Moll op. 64

Wolfgang Amadeus Mozart:
Violinkonzert Es-Dur KV 268 (zweifelhaft)
Konzertante Sinfonie für Violine, Viola u. Orchester Es-Dur KV 364
Variationen für Violine und Klavier d-Moll

Joseph Joachim Raff:
Cavatine für Violine in D-Dur

Friedrich Wilhelm Rust:
Suite D-Dur für Violine
Violinsonate

Pierre Rode:
Violinkonzert Nr. 7 a-Moll

Camille Saint-Saëns:
Introduction & Rondo Capriccio op. 28

Franz Schubert:
Rondo h-Moll op. 70 für Violine und Klavier

Louis Spohr:
Violinkonzert Nr. 6 B-Dur
Violinkonzert Nr. 7 e-Moll
Violinkonzert Nr. 8 a-Moll
Violinkonzert Nr. 9 d-Moll
Violinkonzert Nr. 12 A-Dur
Konzert für zwei Violinen A-Dur op. 48

Giuseppe Tartini:
Teufelstriller Sonate g-Moll

Giovanni Battist Viotti:
Violinkonzert a-Moll op. 22
Adagio für Violine mit Klavierbegleitung

Henri Vieuxtemps:
Violinkonzert Nr. 1 E-Dur op. 10
Violinkonzert Nr. 6 G-Dur op. 47
Variationen für Violine mit Klavierbegleitung

Henri Wieniawski:
Polonaise brillante für Violine A-Dur op. 21
Légende für Violine g-Moll op. 17



Kammermusik für 3 Instrumente und mehr:

Ludwig van Beethoven:
Septett Es-Dur op. 20
Streichquartett Es-Dur op. 74
Streichquartett C-Dur op. 59 / 3
Streichquartett F-Dur op. 59 / 1
Klaviertrio B-Dur op. 97
Trio Serenade D-Dur op. 8

Johannes Brahms:
Sextett G-Dur op. 36
Klavierquintett f-Moll op. 34
Klavierquartett g-Moll op. 25
Klaviertrio C-Dur op. 87

Luigi Cherubini:
Quartett d-Moll

Frederic Chopin:
Klaviertrio g-Moll op. 8

Zdenek Fibich:
Klavierquartett op. 11

Hermann Goetz:
Klavierquartett E-Dur op. 6

Edvard Grieg:
Violinsonate Nr. 1 F-Dur op. 8
Violinsonate Nr. 2 G-Dur op. 13
Violinsonate Nr. 3 c-Moll op. 15


Joseph Haydn:
Streichquartett C-Dur, op. 33 Nr. 3
Klaviertrio D-Dur
Klaviertrio Es-Dur

Felix Mendelssohn Bartholdy:
Streichquartett Es-Dur (1823 komp.)
Streichquartett e-Moll op. 44/2
Klaviertrio in c-Moll op. 66

Wolfgang Amadeus Mozart:
Klarinettenquintett A-Dur KV 581
Streichquintett g-Moll KV 516
Streichquintett C-Dur KV 515
Streichquintett D-Dur KV 593

Franz Schubert:
Streichquartett a-Moll, D 804
Klaviertrio B-Dur op. post. 99, D 898

Robert Schumann:
Klavierquintett Es-Dur op. 44
Klavierquartett Es-Dur op. 47
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Literatur und Quellen

Literatur:

Axmann, Emil. Morava v ceské hudbé XIX. Stoleti. („Mähren in der tschechischen Musik des 19. Jahrhundert“). Prag: Matice ceska 1920.

Bajgarová, Jitka u.a. (Hg.). Besedni Dum. Brno: Státní filharmonie Brno. 1995.

Bielenberg, Herta. Karl Halle. Lebensbild eines Hagener Musikers. Hagen: Wiesemann 1949.

Bielenberg, Karl. Karl Halle 1819-1895. Ein deutscher Musiker im europäischen Konzert. Hagen: Wiesemann 1991.

Brock, Hella. Edvard Grieg. Mainz: Schott 1998.

Campbell, Margaret. Die großen Geiger. Königstein/Taunus: Athenäum Verlag 1982.

Clapham, John. Art. “Wilma Neruda”. In: The New Grove. Dictionary of Music and Musicians. Bd. 13. London 1995. Sp. 112-113.

Glahn, H. / Tamsen, Gisela: Art. “Wilma Neruda”. In: Sohlmans Musiklexikon, nordisk och allmänt uppslafsverk för tonkonst, musikliv och dans. Stockholm: Sohlman. 1951. S. 1180-1181.

Gillett, Paula. Musical Woman in England, 1870-1914: "encroaching on all man's privileges". New York, NY: St. Martin's Press 2000.

Hallé, C. E. / Hallé, M. (Hg.). Live and Letters of Sir Charles Hallé. London: Elder & Co. 1896.

Hanslick, Eduard. Concerte, Componisten und Virtuosen der letzten fünfzehn Jahre: 1870-1885. Berlin: Allg. Verein für Dt. Litteratur 1886.

Hartnack, Joachim W. Große Geiger unserer Zeit, Zürich: Atlantis-Musikbuch-Verlag 1983.

Hösch, R. „Ludvig Norman-Neruda“. In: Österreichisches Bibliographisches Lexikon und Biographische Dokumentation
1815-1950. Bd. 7. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1978. S.151-152.

Hove, Richard. „Franz Neruda“. In: Dansk biografik hanleksikon. Copenhagen: Schultz Bd. 2. 1923. S. 589-591.

Kennedy, Michael (Hg.). The Autobiography of Charles Hallé. London: Elek 1972.

Kersting, Ann. Carl Halle – Sir Charles Hallé. Ein europäischer Musiker Westfälischen Musikarchiv Hagen (Hg.). (= Beiträge zur westfälischen Musikgeschichte Heft 19) Hagen: v. d. Linnepe 1986.

Kyas, Vojtech. Janáček se neměl o koho opřit? („Janáček hatte niemanden, der ihn unterstützte?“). In: Opus musicum. Jg. 25. Brünn 1993. S. 33-41.

Kyas, Vojtech. „K hudební historii Brna v 19. století. Slavá hudební rodina Nerudů“ („Zur Musikgeschichte Brünns im 19. Jahrhundert. Die berühmte Musikerfamilie Neruda“). In: Opus musicum. Jg. 25. 1993. S. 229-241.

Kyas,Vojtech. Berühmte Musikerpersönlichkeiten in Brünn (1859-1914), Brünn: Nadace Opus Musicum 1997.

Lahee, Henry C. Famous Violinists of To-day and Yesterday. eBook-Version verfügbar unter http://www.gutenberg.org/etext/14884 (recherchiert am 2.5.2007).

Clarke, A. Mason. A biographical dictionary of fiddlers. London: Reeves 1895. St. Clair Shores, Mich.: Scholarly Pr., 1972 [Reprint] 1895.

Moser, Andreas. Geschichte des Violinspiels, Berlin: Hesse 1923.

Rezniček, Ladislav. Česka kultura a Edvard Grieg, Prag, Oslo: Hermes Biblioscandia 1993.

Rieger, Eva (Hg.). Mit 1000 Küssen Deine Fillu. Briefe der Sängerin Marie Fillunger an Eugenie Schumann 1875-93. Köln: Dittrich 2002.

Schneeberger, Bernhard. „Unstreitig unter den Virtuosinnen die größte. Erinnerungen an Wilma Neruda, ihre Beziehung zu Charles Hallé und Hagen“. In: Hagener Impuls. Bd. 13. 1995. S. 13-16.

Shaffer, Karen / Greenwood, Neva Garner. Maud Powell. Pioneer American Violinist. Arlington, Va. (u.a.): The Maud Powell Foundation (u.a.) 1988.

Štastná, Bohuslava. “Kdo byli Nerudové?” (“Wer waren die Nerudas?“), In: Opus musicum. Jg. 17. Brünn 1985. S. 85-88.

Straeten, Edmund van der. The Romance of the Fiddle; the origin of the modern virtuoso and the adventures of his ancestors, London: Rebman limited 1911.

Straeten, Edmund van der. The History of the Violin. Bd. 2 London: Cassell 1933.

Tegen, Martin / Bužga, Jaroslav / Schiørring, Nils. “Wilma Neruda“. In: Musik in Geschichte und Gegenwart, Bd. 9. Kassel: Bärenreiter-Verlag 1961. Sp. 1378ff.

Trojan, Jan. Das Brünner Konzertleben in der Zeit der nationalen Wiedergeburt. Brünn: Sborník praci filozofické fakulty brnĕnské univerzity 1973.

Urie, Bedrich. Česti violoncelisté, Prag: Práce 1946.

Zeitungen / Zeitschriften
Die zeitgenössischen Zeitungen und Zeitschriften weisen eine große Anzahl kleinerer sog. „Musiknachrichten“ (Konzertankündigungen, Anwesenheitsnotizen, etc.) zu Wilma Neruda auf, deren systematische Erfassung derzeit erarbeitet wird. Daher kann die folgende Übersicht leider nur eine bislang unvollständige Auflistung der Zeitschriften nachgewiesener Einträge zu Wilma Neruda bieten.

Signale für die Musikalische Welt, Leipzig
Idun. Praktisk Veckotidning for Kvinnan och Hemmet, Stockholm 1890/1908
Illustrerad Tidning, Stockholm 1862
Ny Illustrerad Tidning, Stockholm 1869
Svensk Musiktidning, Stockholm 1881-1911
Tidning för Theater och musik, Stockholm
Dalibor, Prag 1858-1911
Adelaide Musical Herald, Adelaide 1890
The Adelaide Observer, Adelaide 1890/1891
The Argus, Melbourne 1890/1891
The Sydney Morning Herald, Sydney 1890 / 1891
Brisbane Courier, Brisbane 1890/1891
Allgemeine Wiener Musik-Zeitung Nr. 157, 31.12.1846, S. 641-642; Nr. 11, 26.1.1847, S. 45
Neue Wiener Musik-Zeitung, Wien 1852
Humorist, Wien 1846-1848
Nordisk Musik Tidende
Morgenpost, Kopenhagen 1862
Berlingske Tidende, Kopenhagen 1862
Neue Zeitschrift für Musik, Leipzig 1847-1860
Rheinische Musikzeitung, Köln 1851-1852
Musical Times, London 1870
Ševernaja Pčela („Biene des Nordens“) Nr. 237, Petersburg 24.10.1851
Peterburgskije Wedomosti („Petersburger Mitteilungen“) Nr. 81, Petersburg 9.4.1861
Moskowskije Wedomocti („Moskauer Mitteilungen“) Nr. 28, Moskau 4.3.1852
Musikalnije Iswestia („Musikalische Neuigkeiten“), Nr. 11, Charkow 16.3.1857
Odesskij Westnik („Odessaer Bote“) Nr. 45, Odessa 28.4.1860
Ruch Muzyczny Nr. 10, Warschau 25.2.1859
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Forschung

Im Rahmen einer Dissertation mit dem Titel: „Wilma Neruda – Lady Hallé das Leben einer Virtuosin“ entsteht derzeit eine Biografie zu der Musikerin. Schwerpunkt der Dissertation wird sein, das Leben und Wirken der Virtuosin unter Genderaspekten aufzuzeigen und anhand ihres Repertoires mit anderen Künstlerinnen und Künstlern ihrer Zeit zu kontextualisieren.
Nähere Informationen sind über die Autorin zu beziehen.
Autor/innen:
Jutta Heise, Die Grundseite wurde im April 2007 verfasst.

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Nicole K. Strohmann
Zuerst eingegeben am 02.05.2007