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Anna Morsch

Albert Moser (Pseudonym)

* 3. Juli 1841 in Gransee bei Berlin, Deutschland.
† 12. Mai 1916 in Wiesbaden, Deutschland.



„Die Musik ist eine Kulturmacht, analog den übrigen Künsten, sie schließt sich ihnen -, und das ist ein noch viel zu wenig beachteter Faktor -, im innigsten Verein an; in ihren Dokumenten spiegelt sich eben so klar, wie in den Dokumenten der bildenden Künste, das Bild der vorübergerauschten Zeitenwoge. – In diesem Sinne als einer Kulturmacht müßte die Musik und das Studium der Musikgeschichte erfaßt werden, nur dadurch könnte letztere dem Streben nach Vertiefung dienstbar gemacht werden und erst das ihr noch vielfach mangelnde, allgemeinere Interesse finden.“
Anna Morsch, „Der italienische Kirchengesang bis Palestrina. Zehn Vortrage gehalten im Victoria-Lyceum zu Berlin 1885“. Aus dem Vorwort zitiert nach der 2. Auflage, Verlag von Stern & Ollendorff, Berlin 1891, S. VI.
Mediennachweis

Quelle: Der Klavierlehrer Nr. 11 vom 1. Juni 1916, 39. Jahrgang.
Ansprechpartner für Rechte: Staatsbibliothek Berlin

Tätigkeitsfelder
Musikpädagogin, Musikpublizistin, Musikforscherin, Musikvermittlerin

Orte und Länder
Anna Morsch wurde in Gransee bei Berlin geboren und wuchs in Potsdam auf, wo sie auch ihren ersten Musikunterricht erhielt. Sie studierte Klavier und Komposition in Berlin und lebte anschließend als Musikpädagogin und Publizistin in Potsdam, Verden und Berlin.

Profil
Anna Morsch war eine der ersten Frauen in Deutschland, die sich trotz des Ausschlusses von einer universitären Ausbildung autodidaktisch qualifizieren und als Musikschriftstellerin professionalisieren konnten. Als ausgebildete Pianistin erwarb sie zeitlebens ihren Lebensunterhalt als Musikpädagogin und Publizistin. Neben ihrem starken musikwissenschaftlichen Interesse lag ihr die Aus- und Fortbildung der Musiklehrer und –lehrerinnen besonders am Herzen. Aus diesem Grund wurde sie 1878 gleich nach der Gründung Mitarbeiterin der Musikzeitschrift „Der Klavierlehrer“, in der sie umfangreiche Aufsätze über musikhistorische Themen veröffentlichte. Sie vermittelte ihren Schülerinnen sowie einem interessierten Musikpublikum darüber hinaus durch Vortragsreihen und moderierte Konzerte musikhistorische und -theoretische Hintergründe. Ab 1900 wurde sie Chefredakteurin des „Klavierlehrers“. Als Gründungsmitglied des Deutschen Musikpädagogischen Verbands setzte sie sich auch auf berufspolitischer Ebene für die Verbesserung der Ausbildung und der Arbeitsbedingungen des musikpädagogischen Stands ein.

Biografie

Anna Morsch wurde am 3. Juli 1841 in Gransee bei Berlin geboren. Ihre erste musikalische Ausbildung erhielt sie in Potsdam, anschließend studierte sie Klavier bei Carl Tausig und Louis Ehlert sowie Kontrapunkt und Komposition bei Hermann Krigar in Berlin. Sie unterrichtete als Privatlehrerin in Potsdam, Berlin und ab 1880 in Verden/Aller, wo sie ihre spätere Lebensgefährtin Minna Wolff kennenlernte. 1884 zog Anna Morsch zurück nach Berlin und gründete 1885 ein eigenes Musikinstitut, in dem sie Klavierspiel und allgemeine Musikkenntnisse - vermutlich - vornehmlich für Mädchen und Frauen unterrichtete (s. Abschnitt „Vortragsreihe und Buchveröffentlichung“).

Musikjournalistische und musikhistorische Arbeiten

Von Jugend an verfolgte Anna Morsch ihre musikwissenschaftlichen Interessen. Ihre Kenntnisse erwarb sie sich autodidaktisch. Ihre ersten musikgeschichtlichen Aufsätze erschienen unter dem Titel „Briefe aus der Musikgeschichte an eine Freundin“ von Juni bis Dezember 1877 unter dem Pseudonym Albert Moser in der Zeitschrift „Die Tonkunst. Wochenschrift für den Fortschritt in der Musik“, herausgegeben von Albert Hahn. In fünf Briefen, die jeweils in 2- bis 3-seitigen Fortsetzungen in aufeinander folgenden Nummern abgedruckt wurden, erklärt ein männlicher Ich-Erzähler in einer leicht verständlichen, lehrbuchhaften Sprache seiner „verehrten Freundin“ wichtige Stationen der Musikgeschichte vom 6. Jahrhundert an bis zum 16. und 17. Jahrhundert. Der fünfte Brief schließt mit einem Exkurs zur Musik der „alten und ältesten Kulturvölker“ – der Chinesen, Inder, Ägypter usw. Ihre historischen Forschungen habe sie „mit grossem Eifer in der Musikabteilung der Kgl. Bibliothek“ in Berlin betrieben, schrieb Dr. Olga Stieglitz in ihrem Nachruf für Anna Morsch (Musikpädagogische Blätter Nr. 11 v. 1.6.1916, S. 147), „Eine Dame war dort zu jener Zeit noch eine seltene Erscheinung.“ Weitere Artikel unter Pseudonym erschienen in der „Neuen Berliner Musikzeitung“, „Allgemeinen Musikzeitung“, Musikalischen Jugendpost“ u.a.
1878 wurde Anna Morsch unter ihrem richtigen Namen Mitarbeiterin der musikpädagogischen Zeitschrift „Der Klavierlehrer“, die im gleichen Jahr von Emil Breslaur in Berlin gegründet worden war und ihren pädagogischen Intentionen deutlicher entsprach. Ab 1880 nannte sich das Blatt „Organ des Vereins der Musiklehrer und Lehrerinnen“ und ab 1886 „Organ des Verbands deutscher Musiklehrer-Vereine“, 1888 kamen die Tonkünstlervereine hinzu. Ab März 1878 setzte Anna Morsch hier jährlich mit ausführlichen, in Fortsetzungen abgedruckten Aufsätzen ihre musikgeschichtlichen Lehrgänge fort. In den ersten Jahren knüpfte sie noch mit Einleitungsfloskeln wie „verehrte Freundin“ oder „Mein heutiger Brief, verehrte Freundin …“ an die „Briefe aus der Musikgeschichte …“ an (Artikelliste s. unter Quellen), ab 1884 beendete sie diese Bezüge.
1890 erarbeitete sie außerdem zusammen mit Emil Breslaur eine Neufassung von „Julius Schuberth’s Musikalisches Conversations-Lexikon“, die als 11. Auflage o.J. (vermutlich 1892) in Leipzig erschien. Hierin bearbeitete sie „alle das historische Gebiet betreffenden Artikel“ (Morsch, Deutschlands Tonkünstlerinnen, S. 33).

Vortragsreihe und Buchveröffentlichung: „Der italienische Kirchengesang bis Palestrina“

Ab 1885 bis in die 1890er Jahre veranstaltete Anna Morsch im Victoria Lyzeum – damals die einzige höhere Ausbildungsstätte für Frauen in Berlin – und andernorts musikhistorische Vortragsreihen mit Konzerten, die sie z.T. mit ihren Schülerinnen einstudierte. Auch das Publikum bestand aus ihren erwachsenen Schülerinnen, „ein gänzlich unvorbereitetes Publikum“, wie sie am 4.3.1888 an den Musikkritiker Wilhelm Tappert schrieb (unveröffentlichter Brief an Wilhelm Tappert vom 4.3.1888, Staatsbibliothek Berlin, Mus.ep. Morsch, A 3.).
Wegen des großen Interesses an diesen Vorträgen veröffentlichte sie den ersten Zyklus unter dem Titel „Der italienische Kirchengesang bis Palestrina. Zehn Vorträge, gehalten im Victoria=Lyceum zu Berlin 1885“ 1887 im Verlag R. Oppenheim und in 2., überarbeiteter Auflage 1891 im Verlag Stern und Ollendorff in Berlin. In der Einleitung zu diesem Buch, das ihre wichtigste Buchpublikation darstellt, umreißt sie die Zielsetzung ihrer gesamten Arbeit wie folgt: „Die Musik ist in unserer heutigen Zeit diejenige Kunst, die am meisten geübt, am populärsten geworden, leider aber auch diejenige, deren Pflege sehr oft am geistlosesten und oberflächlichsten betrieben wird, und die doch, um nicht zu einer mechanischen Spielerei herabzusinken, um ihre ideale Bestimmung voll und ganz zu erfüllen, eines ebenso gründlichen, ästhetischen, wie wissenschaftlichen Studiums bedarf, wie die verwandten Schwesterkünste: Poesie, Malerei, Plastik und Architektur. Neben der Vertiefung in den Geist des Kunstwerkes selbst, also der ästhetischen Würdigung, ist es hauptsächlich das Studium der Geschichte, das zum Verständnis beiträgt und die Liebe zur Tonkunst erst zu rechtem Leben weckt, und solch Verständnis, solche Liebe und Werthschätzung für das Vergangene, dem wir das Heutige verdanken, wach zu rufen, es zu pflegen, ist eine der anziehendsten Aufgaben für den, der sich in den Geist der Geschichte mit voller Hingebung versenkt hat. Und zu dieser Aufgabe hat es mich stets mächtig gezogen, so gering auch die eigene Stimme neben denen der ernsten Männer der Wissenschaft tönt, vielleicht, daß ihr schwacher Klang doch hie und da eine Saite in verwandter Seele vibrieren macht.“ (Morsch, Der italienische Kirchengesang“, S. 1-2.)
In zehn Kapiteln auf insgesamt 270 Seiten entfaltet sich die Geschichte der italienischen Kirchenmusik, insbesondere des römisch-katholischen Gesangs, ausgehend von der Übernahme der griechischen und jüdischen Gesangstradition durch die ersten Christen, der „Kindheit unserer christlichen Musik“ bis hin „zu seiner Vollendung mit Palestrina im 16. Jahrhundert“ (ebd. S. 8). Das Werk Giovanni Pierluigi da Palestrinas stellte für Anna Morsch den „Glanz- und Höhepunkt des altehrwürdigen Instituts Gregor’s des Großen“ (ebd., S. 212) und den Abschluss einer langen Kunstentwicklung dar. Palestrina war für sie nur „im streng konservativen Sinne ein „Reformator“ (ebd., S. 201), eher ein Vollender, der die klassische Zeit des römisch-katholischen Kirchengesangs „krönte und verklärte“, deren strenge Formen - von der niederländischen Schule perfektioniert - von den Italienern „beseelt“ und bereichert wurden (ebd., S. 214).
Da Anna Morsch nicht für ein Fachpublikum sprach und schrieb, sondern ihre Vorträge und Texte an ihre Schülerinnen, die im Victoria-Lyzeum auszubildenden Lehrerinnen und an musikinteressierte Laien adressierte, wählte sie einen plastischen und gut verständlichen Stil. In einer Mischung aus Reportage, Lehr- und Geschichtswerk verflocht sie die Darstellung der historischen Quellen mit grundsätzlichen, musiktheoretischen Erläuterungen wie z.B. über die Entwicklung und den Aufbau der Kirchentonarten, die Entstehung der Liturgie, der Notationsformen etc. sowie Schilderungen, die vielleicht auf eigene Anschauung während ihrer Romreise im Jahr 1880 zurückgingen: „Wer je in Rom auf der Höhe des Palatinischen Hügels, der Trümmerstätte der römischen Cäsarenpaläste gestanden und ermüdet vom Schauen und Suchen seinen Blick in die entzückende Rundschau zu seinen Füßen schweifen ließ, - dicht unter ihm das heutige, christliche Rom mit seinen unzähligen Kirchen und Palästen, im Hintergrunde San Pietro’s stolze, alles überragende Kuppel […].“ (ebd., S. 187).
Wie ihre Kolleginnen Lina Ramann und Marie Lipsius/La Mara wendete auch Anna Morsch sich in Forschungsfragen brieflich an andere Forscher. Erhalten ist in diesem Zusammenhang ein Brief Anna Morschs an den Kirchenmusiker, Musikwissenschaftler und Palestrina-Forscher Franz Xaver Haberl, der sich zwischen 1867 und 1870 als Organist in Rom aufhielt und später die Gesamtausgabe der Werke Palestrinas übernahm:
„Sehr geehrter Herr! Verzeihen Sie mir gütigst eine Anfrage. Ich bin mit einer kleinen Skizze über Palestrina beschäftigt und möchte Sie, als Autorität, um Angabe einiger Daten ersuchen. Welches Jahr ist als sein Geburtsjahr endgültig festgestellt worden? Wie steht es mit seinen viel umstrittenen Vermögensverhältnissen? Endlich: Ist in Rom ein Haus bekannt, in dem er gelebt oder in dem er gestorben ist? Ist es mit einer Tafel oder Denkmal ausgezeichnet? Ich bin im Jahre 1880 längere Zeit, studienhalber, in Rom gewesen; damals war leider der Vatikan noch nicht frei, ich suchte mir alle mit dem Musiker in Berührung stehenden Stätten auf, fand aber ein Wohnhaus von ihm nicht. Ich wäre Ihnen, sehr geehrter Herr, zu großem Dank verpflichtet, wenn Sie mir gütigst Auskunft auf meine Fragen senden würden und bitte nur um Verzeihung für die Mühe, die ich Ihnen damit verursache. / Im Voraus dankend, bin ich mit vorzüglicher Hochachtung / Ihre ergebene Anna Morsch / Musikschriftstellerin“
(unveröffentlichter Brief von Anna Morsch an Franz Xaver Haberl ohne Datumsangabe. Bischöfliche Zentralbibliothek Regensburg, Proskesche Musikabteilung (RISM-Sigel D-Rp), Morsch18??/19??-01, siehe Materialsammlung)

Weitere Vortragszyklen

In weiteren Vortragsreihen befasste sich Anna Morsch u.a. mit dem „deutsch-protestantischen Kirchengesang“, „Berlins tonkünstlerischem Leben in der Vergangenheit“ u.a.m. (Morsch, Deutschlands Tonkünstlerinnen, S. 33.). Eine Vortragsreihe in Breslau wurde 1899 im „Musikalischen Wochenblatt“ ( 1870–1910 in Leipzig hg. von Oscar Paul) wie folgt angekündigt:
„Musikhistorische Vorträge des Frl. Anna Morsch: No 1. Zeitgenossen u. Nachfolger Mendelssohn’s. Mit Compositionen v. Moscheles [...], M. Hauptmann, Wuerst, F. David, Bennet, Gade und F. Hiller. (Mitwirkende: der Damenchor des Frl. Morsch, Frls. Osann, Goetz-Lehmann, E. u. h. Persius u. Barkowska, sowie Frau Metzdorff.) No. 2. Zeitgenossen Rob. Schumann’s. Mit Compositionen von R. Volksmann [...], Th. Kirchner, [...], W. Bargiel [...], R. Franz [...] und Ad. Jensen.“ Gleiche Mitwirkende wie oben (Musikalisches Wochenblatt vom 3. August 1899, S. 444).
Im „Klavierlehrer“ wurde diese Vortragsreihe besprochen:
„Frl. Morsch verwendet ihr grosses Wissen und ihre Gabe anziehender und populärer Darstellung gelegentlich dazu, Vorträge über irgend einen hervorragenden Komponisten oder eine Reihe solcher zu halten und hierbei durch reichliche und gute Vorführung klingender Beispiele die Belehrung und den Genuss wesentlich zu erhöhen. Dieser Art waren auch die [...] Vorträge, welche die Zeitgenossen und Anhänger Mendelssohn’s und Schumann’s behandelten [...]: von den künstlerischen Gesinnungsgenossen Mendelssohn’s, denen der erste Abend gewidmet war, Moscheles, Hauptmann, Hiller, David, Wuerst, Bennet, Gade, von den Komponisten Schumann’scher Richtung Volkmann, Franz, Bargiel, Kirchner, Jensen. Frl. Morsch gab an jedem der beiden Abende zunächst eine treffliche Schilderung der musikalischen Grundrichtung, welcher die zu behandelten Meister folgten, um dann von jedem einzelnen ein bei aller Kürze ausführliches und anschauliches Bild seines Lebens, seiner Persönlichkeit und seiner Schöpfungen zu entwerfen [...]. Die klingenden Vorträge waren der Rede in zwei grossen Gruppen eingewebt. Frl. Morsch hatte hierzu die Mitwirkung einer Anzahl Musikerinnen von guten, zum Theil ausgezeichneten Fähigkeiten erlangt. [...]. Das Solo-Klavier war durch Frl. Goetz-Lehmann vorzüglich vertreten, das obligate Klavier in Trio-Sätzen von Gade, ebenfalls durch Frl. Goetz-Lehmann, von Volkmann und Kirchner durch die wohlbekannte und hochgeschätzte Pianistin Frl. Emma Koch. Die Cellomitwirkung den Trio war der ebenfalls als trefflich bekannten Frau Metzdorff übertragen.“ („Der Klavierlehrer“ vom 1. Mai 1899, S. 121f.)

Deutschlands Tonkünstlerinnen

Für die Weltausstellung 1893 in Chicago erhielt Anna Morsch vom Deutschen Frauencomité den Auftrag, die Musikabteilung zu bearbeiten. Sie stellte ein Tonkünstlerinnen-Album zusammen, das im Anschluss an die Weltausstellung unter dem Titel „Deutschlands Tonkünstlerinnen. Biographische Skizzen aus der Gegenwart, gesammelt und hrsg. von Anna Morsch“ 1893 im Verlag von Stern und Ollendorff in Berlin erschien. Im Vorwort betonte die Autorin, dass die Zusammenstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe, da der zur Verfügung stehende Zeitraum von nur 4-5 Monaten zu knapp gewesen sei, um ein Gesamtbild „des Wirkens unserer deutschen Frauen im tonkünstlerischen Leben zur That werden zu lassen; um so mehr, als ich es mir zur Aufgabe stellte, nur selbstgeliefertes – geschriebenes oder gedrucktes – von den Künstlerinnen aber als richtig anerkanntes Material zu meinen kurzen Skizzen zu verwerthen.“ Viele ihrer Briefe wurden nicht beantwortet oder kehrten als Irrläufer zu ihr zurück, viele Adressen konnten in der kurzen Zeit nicht ermittelt werden. „Alle diese Umstände mögen die Lücken des vorliegenden Werkes entschuldigen und es den Leser begreiflich finden lassen, daß manche Künstlerin mit klangvollem Namen entweder gar nicht oder nur mit flüchtiger Notiz erwähnt ist.“ (Deutschlands Tonkünstlerinnen, S. 5-6).
Zustande gekommen sind ein bis max. vierseitige Skizzen von 123 Musikerinnen, gegliedert in die Abschnitte:
I. Komponistinnen und Musikschriftstellerinnen
II. Opern- und Konzertsängerinnen
III. Virtuosinnen des Klaviers, der Harfe, der Violine und anderer Instrumente
IV. Direktorinnen von Konservatorien, Musik- und Gesangs-Instituten; hervorragende Pädagoginnen.

Leitung der Musikzeitschrift „Der Klavierlehrer“

Nach dem Tod Prof. Emil Breslaurs 1899 übernahm Anna Morsch die Chefredaktion der Zeitschrift „Der Klavierlehrer“, die unter ihrer Leitung zum „Organ der Musiklehrer- und Tonkünstlervereine zu Dresden, Essen, Hamburg, Leipzig, Stuttgart und des deutschen musikpädagogischen Verbandes“ wurde. 1906 wurde das Blatt umbenannt in „Gesangspädagogische Blätter, Organ der Kunstgesangs-Kommission des Musikpädagogischen Verbandes“, 1911 erfolgte die Umbenennung in „Musikpädagogische Blätter, Zentralblatt für das gesamte musikalische Unterrichtswesen“. Unter diesem Namen existierte es bis 1931.
Jede Ausgabe umfasste ca. 35-40 Seiten und enthielt neben drei bis vier längeren, z.T. über mehrere Ausgaben fortgesetzten Aufsätzen die Rubriken „Kritische Rückschau über Konzert und Oper“, „Mitteilungen von Hochschulen und Konservatorien“, „Vermischte Nachrichten“, „Bücher und Musikalien“, „Vereine“ bzw. „Nachrichten des Musikpädagogischen Verbands“ sowie zwei bis drei Seiten mit Anzeigen und einer Adresstafel, deren Felder für längere Zeiträume vermietet wurden. Die längeren Artikel befassten sich mit ästhetischen Themen oder grundsätzlichen künstlerischen oder pädagogischen Fragen, sie stellten Komponisten oder einzelne Werke vor oder thematisierten soziale oder kulturpolitische Fragen, insbesondere während des 1. Weltkriegs. Unter den Autoren befanden sich ab 1900 zunehmend auch Autorinnen, wie z.B. Dr. Olga Stieglitz, Helene Casper oder Karoline Liernur. Letztere diskutierten u.a. auch Fragen der Mädchenerziehung und der Musikausübung von Frauen.
Die Aufgabe Anna Morschs als verantwortliche Redakteurin war die Betreuung der z.T. über viele Jahre mitarbeitenden Autoren sowie die Gewinnung neuer Autoren und Autorinnen. Vom umfangreichen Briefverkehr der Geschäftstätigkeit sind einige Briefe in verschiedenen Archiven erhalten (s. Quellenverzeichnis). Neben ihren eigenen Artikeln zu musikhistorischen oder aktuellen kulturpolitischen Themen, zum Teil sehr ausführlichen Buch- und Musikalienbesprechungen, Nachrufen oder Kommentaren schrieb Anna Morsch Editorials und Kommentare zu kulturpolitischen Ereignissen, die sie als eher konservativ gesinnt kennzeichnen.

Gründung und Schriftführung im Musikpädagogischen Verband – Organisation von musikpädagogischen Kongressen

Ab 1900 engagierte Anna Morsch sich verstärkt um die Verbesserung der Berufsbedingungen des Musiklehrerstands. Mit einer Petition an das Preussische Kultusministerium hatte bereits Prof. Breslaur 1886 versucht, eine geregelte Ausbildung mit staatlicher Abschlussprüfung für Musiklehrer zu erwirken. Anna Morsch startete 1901 eine zweite Initiative, die - flankiert durch ausführliche Berichterstattung im „Klavierlehrer“ – zahlreiche unterstützende Unterschriften erhielt, aber leider zu keinem Erfolg führte.
Der Versuch, beim 3. Musikwissenschaftlichen Kongress im Oktober 1903 in Berlin Unterstützung durch die Angliederung einer musikpädagogischen Sektion zu erhalten, misslang, führte jedoch stattdessen zur Gründung des Deutschen Musikpädagogischen Verbands. Xaver Scharwenka beschreibt die Gründung des Verbands in seinen „Erinnerungen“ wie folgt: „In den Kreisen der Berliner Musiker von Standesbewusstsein gährte und brodelte es schon seit längerer Zeit. Die Stadt war dermaßen von Musikinstituten niedrigsten Ranges überschwemmt, daß es angezeigt erschien, diesem Unfug entgegenzutreten und die allmählich fortschreitende Verelendung des Standes aufzuhalten. Mit diesem Ziel im Auge tat sich eine Anzahl beherzter Männer und Frauen in leitenden Stellungen zusammen und konstituierte sich zu einem Komitee, um zunächst über die Grundlagen bzw. die Satzungen eines zu erstrebenden Zusammenschlusses der besseren und besten Elemente des Musiklehrstandes zu beraten. An diesen vorbereitenden, von mir einberufenen Sitzungen beteiligten sich die Professoren Gustav Holländer, Richard Schmidt, Gustav Kulenkampff und Musikdirektor Mengewein, ferner Frl. Anna Morsch, die unermüdliche Streiterin im Kampfe gegen das Musikerproletariat und ganz gewiß die fleißigste Arbeiterin in unserem Wirkungskreise; desgleichen Frl. Dr. Olga Stieglitz, Frl. Maria Leo und andere.“ (Xaver Scharwenka. Klänge aus meinem Leben. Erinnerungen eines Musikers. Leipzig: R. F. Koehler, 1922, S. 121f.).
Xaver Scharwenka wurde zum 1. Vorsitzender des Verbands gewählt, Gustav Holländer zum 2. Vorsitzenden und Anna Morsch zur Schriftführerin. Als Propagandamittel für ihre Ziele beschlossen die Mitglieder, in Berlin "Musikpädagogische Kongresse" zu veranstalten. Der erste Kongress fand 1902 in der Berliner Philharmonie statt, geleitet von Adolf Göttmann und den Brüdern Xaver und Philipp Scharwenka. Aus der erhaltenen Korrespondenz ergibt sich, dass Anna Morsch als Schriftführerin in die Organisation dieses und der folgenden Kongresse, die im Sitzungssaal des Reichstagsgebäudes stattfanden, stark eingebunden war.
Hohe Beamte des Kultusministeriums, des Magistrats und aus der Professorenschaft versammelten sich hier, alle großen deutschen Konservatorien entsandten ihre Vertreter. 2000 Besucher hatten sich zum 1. Kongress angemeldet, konnten jedoch nicht alle berücksichtigt werden. Drei Tage lang wurde verhandelt, vorgetragen, diskutiert und Unterrichtsmaterial vorgestellt, berichtet Scharwenka, der vier von insgesamt sechs dieser Kongresse leitete (ebd., S. 123), ehe er sich aus beruflichen Gründen aus der Vorstandsarbeit des Deutschen Musikpädagogischen Verbands zurückzog.
Anna Morsch war bis zu ihrem Tod als Chefredakteurin des „Klavierlehrers“ und Schriftführerin des Deutschen Musikpädagogischen Verbands aktiv. Die Umsetzung der wichtigsten Ziele des Verbands – die Einführung einer staatlichen Musiklehrerprüfung, der Volksmusikschule und eines Versicherungswesens für Musiklehrende – erlebte sie nicht mehr, zumal diese durch den Ausbruch des 1. Weltkrieg verzögert wurden. Anna Morsch starb am 12. Mai 1916 während eines Kuraufenthalts in Wiesbaden.
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Würdigung

Anna Morsch kann nicht nur wegen ihrer musikpädagogischen und musikpublizistischen Arbeiten, sondern auch wegen ihrer Vortrags- und Konzertdarbietungen und ihrer kulturpolitischen Aktivitäten als Musikvermittlerin im heutigen Sinne bezeichnet werden.
Das Anliegen ihrer musikwissenschaftlichen Arbeit war es, zum Verständnis der Geschichte beizutragen, „die die Liebe zur Tonkunst erst zu rechtem Leben erweckt“, und die „Wertschätzung für das Vergangene, der wir das Heutige verdanken“, anregt (Morsch, Der italienische Kirchengesang, S. 1). Kultur war für sie in erster Linie Bildung. Vor dem Hintergrund der Ausbildungsbeschränkungen im 19. Jahrhundert hatte dieses Bildungsbestreben für Frauen jedoch eine andere Bedeutung als für bürgerliche Männer dieser Zeit. Polemiken gegen das „historische Jahrhundert“, wie sie z.B. Friedrich Nietzsche um 1870 in seinen Historismus-kritischen Schriften aufsetzte und seine Warnungen vor dem Niedergang der Kultur durch die nivellierende Macht des „historischen Sinnes“ (vgl. F. Nietzsche, Unzeitgemässe Betrachtungen, 1874, zitiert nach Wolfgang Sandberger, Das Bach-Bild Philipp Spittas, Stuttgart 1997, S.11 ff.) waren an den (männlichen) Bildungsbürger adressiert. Für Frauen, die in dieser Kultur noch gar nicht angekommen waren, war Bildung auf allen Ebenen ein notwendiger Schritt zur Identitätsfindung und der Kampf für ihre Institutionalisierung ein wichtiger emanzipativer Akt.
Anna Morsch richtete sich mit ihren Schriften und Vorträgen an ihre Schülerinnen und andere interessierte Frauen und bediente sich zu diesem Zweck einer anschaulichen und leicht verständlichen Sprache. Eigene Forschungen gingen insbesondere in ihr Buch „Deutschlands Tonkünstlerinnen“ ein. Der größte Teil ihres Engagements galt ab 1900 neben der Arbeit als Chefredakteurin der Musikzeitschrift „Der Klavier-Lehrer / Musikpädagogische Blätter“ berufspolitischen Aktivitäten im Rahmen des Deutschen Musikpädagogischen Verbands.
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Rezeption

In der musikwissenschaftlichen Fachwelt wurden die Arbeiten von Anna Morsch nicht wahrgenommen und bis heute nicht rezipiert. Sie wird in keinem der einschlägigen Lexika behandelt. Ihr Buch „Deutschlands Tonkünstlerinnen“ dient der Frauen- und Geschlechterforschung seit den 1980er Jahren als Ausgangspunkt für weitere Forschungen.
Innerhalb der um den Deutschen Musikpädagogischen Verband in Berlin berufspolitisch aktiven Kreise war sie jedoch eine hoch geachtete Persönlichkeit. „Gern hätte die Gegnerschaft einen Mann, der ‚lebt und leben lässt’ an ihrer Stelle gesehen“, schrieb Hans F. Schaub in seinem Nachruf („Musikpädagogische Blätter“ Nr. 11 v. 1.6.1916, S. 160) über Anna Morsch, „jemand, der weniger dem eigenen Selbst treu, dem äusseren Nutzen auch einmal ein wichtiges Zugeständnis gemacht hätte. […] Und was danken wir ihr alles! Dass die Presse, die Oeffentlichkeit, die Regierungen allmählich für die Bestrebungen der jungen, einst belächelten Musiklehrenden-Organisation zu haben waren, ist in der Hauptsache ihr Verdienst.“
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Werkverzeichnis

Bücher
Anna Morsch, Der italienische Kirchengesang bis Palestrina. Zehn Vorträge gehalten im Victoria=Lyceum zu Berlin 1885. Verlag R. Oppenheim, Berlin 1887. 2. Auflage Verlag von Stern und Ollendorff, Berlin 1891.
Anna Morsch, Deutschlands Tonkünstlerinnen. Biographische Skizzen aus der Gegenwart, gesammelt und hrsg. von Anna Morsch. Verlag von Stern und Ollendorff, Berlin 1893.
Mitarbeit an der Neubearbeitung von „Julius Schuberths Musikalisches Conversations-Lexikon“, hg. von Emil Breslaur, Leipzig o.J. (vermutlich 1892). Anna Morsch bearbeitete insbesondere das historische Gebiet betreffende Artikel.

Aufsätze und Artikel
In: „Die Tonkunst. Wochenschrift für den Fortschritt in der Musik“, hrsg. von Albert Hahn bis Aug. 1877 in Berlin, anschl. In Königsberg in Pr. Unter dem Pseudonym Albert Moser erschienen hier „Briefe aus der Musikgeschichte an eine Freundin“ in folgenden Fortsetzungen:

Erster Brief in Nr. 22 vom 2. Juni 1877, Sammelband 3, S. 344–346.
Erster Brief (Schluss) in Nr. 23 vom 9. Juni 1877, Sammelband 3, S. 361–363.
Zweiter Brief in Nr. 27 vom 7. Juli 1877, Sammelband 4, S. 3–6.
Brief II. (Schluss) in Nr. 29 vom 21. Juli 1877, Sammelband 4, S. 39–41.
Brief III. in Nr. 31 vom 4. August 1877, Sammelband 4, S. 70–72.
Brief III. (Fortsetzung) in Nr. 32 vom 11. August 1877, Sammelband 4, S. 88–90.
Brief III. (Schluss) in Nr. 33 vom 18. August 1877, Sammelband 4, S. 103 oder 104 (Die Seiten 103-104 fehlen in der vorliegenden Ausgabe) - 106.
Vierter Brief in Nr. 38 vom 22. September 1877, Sammelband 4, S. 186–188.
Vierter Brief. (Fortsetzung) in Nr. 40 vom 6. Okt. 1877, Sammelband 4, S. 215–218.
Vierter Brief. (Schluß) in Nr. 42 vom 20. Oktober 1877, Sammelband 4, S. 249–251.
Fünfter Brief in Nr. 43 vom 27. Oktober 1877, Sammelband 4, S. 265–267.
Fünfter Brief. (Fortsetzung) in Nr. 47 vom 24. Nov. 1877, Sammelband 4, S. 324–326.
Fünfter Brief. (Schluß) in Nr. 49 vom 8. Dezember 1877, Sammelband 4, S. 364–365.

In: „Der Klavier=Lehrer. Musikpädagogische Zeitschrift“, hg. von Emil Breslaur bis 1899, anschließend von Anna Morsch bis Mai 1916 (die Seitenzahlen beziehen sich auf die Jahrgangsbände):

Die Musik der vorchristlichen Völker
I. Chinesen und Inder in Nr. 5 vom 1. März 1878, S. 53–57
II. Aegypter, Araber und Hebraer in Nr. 11 vom 11. Juni 1878, S. 130–133
II. Aegypter, Araber und Hebraer (Schluss) in Nr. 12 vom 15. Juni 1878, S. 145–147.

Die Musik der Griechen
I. in Nr. 1 vom 1. Januar 1879, S. 4–7
II. in Nr. 9 vom 1. Mai 1879, S. 99–101
II. Schluss in Nr. 10 vom 15. Mai 1879, S. 111–113
III. in Nr. 20 vom 15. Okt. 1879, S. 231–232
III. Fortsetzung in Nr. 21 vom 1. Nov. 1879, S. 243–245
III. Fortsetzung in Nr. 22 vom 15. Nov. 1879, S. 255
III. Schluss in Nr. 23 vom 1. Dez. 1879, S. 269.

Die Entwicklung der Musik unter dem Einflusse des Christentums
In Nr. 12 vom 15. Juni 1880, S. 139–142
Fortsetzung in Nr. 13 vom 1. Juli 1880, S. 151–153
Fortsetzung in Nr. 14 vom 15. Juli 1880, S. 164–166
Fortsetzung und Schluss in Nr. 15 vom 1. Aug. 1880, S. 175–177.

Guido von Arezzo und seine Zeit
In Nr. 5 vom 1. März 1881, S. 55–57
Fortsetzung in Nr. 6 vom 15. März 1881, S. 67–69
Schluss in Nr. 7 vom 1. April 1881, S. 79–81.

Die Kindheit unserer Notenschrift
In Nr. 8 vom 15. April 1882, S. 89–92
Fortsetzung in Nr. 10 vom 15. Mai 1882, S. 115–1117
Schluss in Nr. 11 vom 1. Juni 1882, S. 127–128.

Nachruf für Joachim Raff
In Nr. 14 vom 15. Juli 1882, S. 165–166.

Das Aufblühen der Harmonie
In Nr. 19 vom 1. Okt. 1882, S. 225–227
Schluss in Nr. 20 vom 15. Okt. 1882, S. 240–243.

Die lyrische Musik des Mittelalters
In Nr. 13 vom 1. Juli 1883, S. 153–155
Fortsetzung in Nr. 14 vom 15. Juli 1883, S. 165–167
Fortsetzung in Nr. 15 vom 1. Aug. 1883, S. 177–179
Schluss in Nr. 16 vom 15. Aug. 1883, S. 189–191 (mit Notenbeilage).

Tausigs Rekonstruktionen einer Stelle aus Beethovens C-Dur Sonate op. 53 in Nr. 10 vom 15. Mai 1884, S. 111–112.

Die Theorie der Mensuralnotation
In Nr. 13 vom 1. Juli 1884, S. 147-148
Fortsetzung in Nr. 14 vom 15. Juli 1884, S. 159–161
Fortsetzung in Nr. 15 vom 1. Aug. 1884, S. 171–173
Schluss in Nr. 16 vom 15. Aug. 1884, S. 183–185.

Bach und Händel, Erinnerungsblatt
In Nr. 23 vom 1. Dez. 1884, S. 265–267
Fortsetzung in Nr. 24 vom 15. Dez. 1884, S. 278–281.

Heinrich Schütz, Erinnerungsblatt
In Nr. 19 vom 1. Oktober 1885, S. 218–220
Fortsetzung in Nr. 20 vom 15. Okt. 1885, S. 233–235
Schluss in Nr. 21 vom 1. Nov. 1885, S. 247–249.

Die Herrschaft des Kontrapunkts
I. Die Niederländer in Nr. 10 vom 15. Mai 1886, S. 111–114
Fortsetzung in Nr. 11 vom 1. Juni 1886, S. 123–126
Fortsetzung in Nr. 12 vom 15. Juni 1886, S. 134–138
Fortsetzung in Nr. 13 vom 1. Juli 1886, 147–148
Schluss in Nr. 14 vom 1. Juli 1886, S.159–160.

Carl Maria von Weber in Berlin, Gedenkblatt
In Nr. 21 vom 1. Nov. 1886, S. 241–243
Fortsetzung in Nr. 22 vom 15. Nov. 1886, S. 253–256
Fortsetzung in Nr. 23 vom 1. Dez. 1886, S. 265–268
Schluss in Nr. 24 vom 15. Dez. 1886, S. 282–284.

Die polyphone Musik Italiens
A. Die Venetianer in Nr. 14 vom 15. Juli 1887, S. 162–165
Fortsetzung in Nr. 15 vom 1. Aug. 1887, S. 176–179
Schluss in Nr. 16 vom 15. Aug. 1887, S. 187–190.

Eine Musikausstellung in Warschau in Nr. 14 vom 15. Juli 1888, S. 163–166 (gez. E. Brett).

Carl Philipp Emanuel Bach und seine Berliner theoretischen Freunde
In Nr. 22 vom 15. Nov. 1888, S. 261–263
Fortsetzung in Nr. 23 vom 1. Dez. 1888, S. 277–280
Schluss in Nr. 24 vom 15. Dez. 1888, S. 293–295.

Der römische Kirchengesang in seiner Vollendung
I. Palestrina und seine Vorgänger in Nr. 15 vom 1. Aug. 1889, S. 171–174
Fortsetzung in Nr. 16 vom 15. Aug. 1889, S. 181–185
Schluss in Nr. 17 vom 1. Sept. 1889, S. 197–199.

Die diesjährigen Musiker-Delegiertentage zu Berlin am 19.–22. Aug. 1889 (gez. G.O.) in Nr. 18 vom 15. Sept. 1889, S. 206–208.

Der römische Kirchengesang in seiner Vollendung
II. Die Nachfolger Palestrinas in Nr. 15 vom 1. Aug. 1890, S. 180–182
Fortsetzung in Nr. 16 vom 15. Aug. 1890, S. 192–194
Schluss in Nr. 17 vom 1. Sept. 1890, S. 203–206.

Zwei bisher ungedruckte Briefe Mozarts in Nr. 15 vom 1. Aug. 1891, S. 193–195.

Die Mozartfeier in Salzburg
In Nr. 15 vom 1. Aug. 1891, S. 196–197
Schluss in Nr. 16 vom 15. Aug. 1891, S. 203–210.

Mozart als Klaviervirtuose
In Nr. 23 vom 1. Dez. 1891, S. 302–307
Schluss in Nr. 24 vom 15. Dez. 1991, S. 317–322.

Die Renaissance in der Musik und die Entstehung der Oper
In Nr. 14 vom 15. Juli 1892, S. 175–177
Forts. in Nr. 15 vom 1. Aug. 1891, S. 188–190
Forts. in Nr. 16 vom 15. Aug. 1891, S. 203–205
Forts. in Nr. 17 vom 1. Sept. 1891, S. 215–217
Forts. in Nr. 18 vom 15. Sept. 1891, S. 230–231.

Palestrina und Orlandus Lassus, Erinnerungsworte
In Nr. 4 vom 15. Feb. 1894, S. 45–48
Forts. in Nr. 5 vom 1. März 1894, S. 61–66.

Die deutsche Musik unter dem Einfluss der Reformation
In Nr. 14 vom 15. Juli 1894, S. 195–197
Forts. in Nr. 15 vom 1. Aug. 1894, S. 207–208
Schluss in Nr. 16 vom 15. Aug. 1894, S. 219–222.

Zur „neunten“ Sinfonie in Nr. 13 vom 1. Juli 1895, S. 156 (gez. A.M.).

Deutsche und italienische Kirchenmusik unter dem Einfluss der Renaissance
In Nr. 15 vom 1. Aug. 1895, S. 177–179
Forts. in Nr. 16. vom 15. Aug. 1895, S. 189–191
Forts. in Nr. 17. vom 1. Sept. 1895, S. 201–204
Forts. in Nr. 18. vom 15. Sept. 1895, S. 213–215
Forts. in Nr. 20. vom 15. Okt. 1895, S. 247–249.

Hans von Bülows Briefe und Schriften (Buchbesprechung)
In Nr. 4 vom 15.Feb. 1896, S. 51–52
Forts. in Nr. 5 vom 1. März 1896, S. 67–69
Schluss in Nr. 6 vom 15. März 1896, S. 99–101 (gez. A.M.).

Mendelssohn als Musiker in Nr. 11 vom 1. Juni 1896, S. 159–161 (gez. Carola Belmonte).

Zum Artikel in Nr. 11: Mendelssohn als Musiker in Nr. 13 vom 1. Juli 1896, S. 191–192 (gez. A.M.).

Die Herrschaft des dramatischen Gesanges
a) Die italienische Oper in Nr. 16 vom 15. Aug. 1896, S. 229–231
Forts. in Nr. 17 vom 1. Sept. 1896, S. 245–248
Forts. in Nr. 18 vom 15. Sept. 1896, S. 259–261
Forts. in Nr. 19 vom 1. Okt. 1896, S. 276–278
Schluss in Nr. 20 vom 15. Okt. 1896, S. 291–291.

Eine hundertjährige Klavierschule
In Nr. 6 vom 15. März 1897, S. 77–80
Schluss in Nr. 7 vom 1. April 1897, S. 95–97.

Hans von Bülows Briefe und Schriften Band III. hrsg. von Marie von Bülow (Buchbesprechung)
In Nr. 9 vom 1. Mai 1897, S. 123–125
Forts./Schluss in Nr. 10 vom 15. Mai. 1897, S. 139–142.

Peter Cornelius. Vortrag, gehalten im Verein der Musik-Lehrer und Lehrerinnen zu Berlin
In Nr. 16 vom 15. Aug. 1897, S. 223–225
Forts. in Nr. 17 vom 1. Sept. 1897, S. 238–239
Forts. in Nr. 18 vom 15. Sept. 1897, S. 248–250
Schluss in Nr. 19 vom 1. Okt. 1897, S. 260–261.

Die Herrschaft des dramatischen Gesanges.
b) Die französische Oper.
In Nr. 13 vom 1. Juli 1898, S. 170–172
Forts. in Nr. 14 vom 15. Juli 1898, S. 187–189
Forts. in Nr. 15 vom 1. Aug. 1898, S. 199–200
Forts. in Nr. 16 vom 15. Aug. 1898, S. 211–212
Forts. in Nr. 17 vom 1. Sept. 1898, S. 223–225
Schluss in Nr. 18 vom 15. Sept. 1898, S. 241–242.

Nachruf für Amalie Joachim
In Nr. 4 vom 15. Febr. 1899, S. 49–50.

Hans von Bülow. Briefe und Schriften. Band IV Briefe 1855–64. Hg. von Marie von Bülow. Leipzig, B&H. (Buchbesprechung)
In Nr. 9 vom 1. Mai 1899, S. 119–121
Forts. in Nr. 10 vom 15. Mai 1899, S. 131–133
Schluss in Nr. 11 vom 1. Juni 1899, S.143–145.

Albert Löschhorn zu seinem 80. Geburtstage
In Nr. 12 vom 15. Juni 1899. S. 153–1505
Schluss in Nr. 13 vom 1. Juli 1899, S. 170–172.

Briefwechsel zwischen Franz Liszt und Hans von Bülow. Hg. von La Mara. B&H, Leipzig. (Buchbesprechung)
In Nr. 13 vom 1. Juli 1899, S. 172–174.

Carl Reinecke. (Reihe: Portraits von Musikpädagogen)
In Nr. 14 vom 15. Juli 1899, S. 185–187
Schluss in Nr. 15 vom 1. Aug. 1899, S. 198–201.

Heinrich Ehrlich (Reihe: Portraits von Musikpädagogen)
In Nr. 19 vom 1. Oktober 1899, S. 254–256
Schluss in Nr. 20 vom 15. Okt 1899, S. 272–274.

Friedrich Chopin in seiner Lehrmethode (Reihe: Portraits von Musikpädagogen)
In Nr. 19 vom 1. Oktober 1899, S. 269–271
Schluss (Ein Erinnerungsblatt zu seinem 50. Todestage) in Nr. 20 vom 15. Okt. 1899, S. 288–291.

Dr. Otto Klauwell (Reihe: Portraits von Musikpädagogen)
In Nr. 1 vom 1. Jan. 1900, S. 1–2
Schluss in Nr. 2 vom 15. Jan. 1900, S. 17–19.

Franz Kullack (Reihe: Portraits von Musikpädagogen)
In Nr. 6 vom 15. März 1900, S. 73–75
Schluss in Nr. 7 vom 1. April 1900, S. 89–92.

Prof. Emil Breslaur, gest. 26. Juli 1899. Rückblick auf sein pädagogisches Wirken.
In Nr. 14 vom 15. Juli 1900, S. 201–204
Schluss in Nr. 15 vom 1. Aug. 1900, S. 213–215.

Hans von Bülow. Briefe und Schriften. Band V Briefe 1864-1872. Hg. von Marie von Bülow. Leipzig, B&H. (Buchbesprechung)
In Nr. 19 vom 1. Okt. 1900, S. 274–276
Fort. in Nr. 20 vom 15. Okt. 1900, 295–297
Fort. in Nr. 23 vom 1. Dez. 1900, S. 343–345
Schluss in Nr. 24 vom 15. Dez. 1900, S. 360–362.

Jahrgangsband 1901:
Zur Frage der staatlichen Prüfung der Musik-Lehrer und Lehrerinnen.
Nr. 1, S. 4-8; Nr. 6, 95–99; Nr. 7, S. 111–114; Nr. 8, S. 127–129; Nr. 14, S. 222; Nr. 18, S. 287-288; Petition, Begleitschrift und Prüfungsordnung in Nr. 19, S. 303–308; Nr. 20, S. 328; Nr. 21, S. 343; Nr. 22, S. 362.

Joseph Joachim. Zu seinem siebzigsten Geburtstage.
Nr. 14, S. 221–222.

Die Herrschaft des dramatischen Gesanges.
c) Die deutsche Oper
In Nr. 15 vom 1. Aug. 1901, S. 237–239
Forts. in Nr. 16 vom 15. Aug. 1901, S. 253–256
Forts. in Nr. 17 vom 1. Sept. 1901, S. 2269–272
Forts. in Nr. 18 vom 15. Sept. 1901, S. 289–291
Schluss in Nr. 20 vom 15. Okt, 1901, S. 329–332.

Carl Tausig. Ein Gedenkblatt.
In Nr. 18 vom 15. Sept. 1901, S. 285–287.

Nachrufe für Prof. Martin Blumner, S. 381, Giuseppe Verdi, S. 66, Prof. Georg Vierling, S. 194, Heinrich Marschner, S. 398.

Jahrgangsband 1902:
Zum 25. Jahrgange. Ein Rückblick.
S. 2, 29, 47.

Prof. Karl Klindworth (Reihe: Portraits von Musikpädagogen)
S. 205, 221, 237, 253.

Die Einführung der modernen Etüde im Unterrichtsplan.
In Nr. 19 vom 1. Okt. 1902, S. 301–308
Fort. in Nr. 20 vom 15. Okt. 1902, S. 329–334
Schluss in Nr. 21 vom 1. Nov. 1902, S. 353–358.

Für die Weihnachtszeit (Buch- und Musikalienbesprechungen)
S. 377, 392, 413.

Jahrgangsband 1903:
Die Honorarfrage im musikalischen Privatunterricht. Versammlungen und Beschlüsse: S. 21, 53, 101, 167.

Zur Verbandsfrage der deutschen Musiklehrer
In Nr. 6 vom 15. März 1903, S. 82–85.

Hugo Wolf. Ein Erinnerungsblatt
In Nr. 10 vom 15. Mai 1903, S. 145–148
Schluss in Nr. 11 vom 1. Juni 1903, S. 164–167.

Musikpädagogischer Kongress vom 30.9.-4.10.1903 in Berlin
S. 161, 193, 214, 239, 264, 273, 292, 308, 334, 363.

Die IV. Generalversammlung der Musiksektion des Allg. Deutschen Lehrerinnen-Vereins vom 31.5.–2.6.1903 in Dresden
In Nr. 12 vom 15. Juni 1903, S. 179–183.

Nachruf für Theodor Kirchner
In Nr. 20 vom 18. Okt. 1903, S. 312–315
Schluss in Nr. 22 vom 15. Nov. 1903, S. 361–363.

Jahrgangsband 1904:
Das Studium der Musikgeschichte für den Lehrberuf
In Nr. 2 vom 15. Jan. 1904, S. 19–21

Musikpädagogischer Kongress: S. 293, 318, 345.

Musikpädagogischer Verband: S. 134, 151, 167, 257.

Jahrgangsband 1905:
Nachruf für Robert Eitner
In Nr. 7 vom 1. April 1905, S. 108–109.

V. Generalversammlung der Musiksektion des Allg. Deutschen Lehrerinnen-Vereins. Verband der Deutschen Musiklehrerinnen am 11.-12. Juni in Bremen: S. 202, 218.

Musikpädagogischer Verband: S. 42.

Jahrgangsband 1906:
Dem Gedächtnis eines Unsterblichen. Mozart als Klavier-Spieler, -Lehrer und –Komponist
In Nr. 2 vom 15. Jan. 1906, S. 17–20
Forts. in Nr. 3 vom 1. Feb. 1906, S. 33–36
Forts. in Nr. 4 vom 15. Feb. 1906, S. 49–52
Schluss in Nr. 5 vom 1. März 1906, S. 65–68.

Dritter Musikpädagogischer Kongress: S. 100, 117, 146, 162, 177.

Musikfeste in Mannheim, Mainz, Bonn und Essen: S. 198.

Die Umarbeitung der Prüfungsordnung d. Musikpäd. Verbands: S. 200.

Michael Haydn. Zu seinem hundertsten Todestage.
In Nr. 17 vom 1. Sept. 1906, S. 273–275.

Eugen Gura als Lieder- und Balladensänger.
In Nr. 21 vom 1. Nov. 1906, S. 341–344.

Jahrgangsband 1907:
Zum 30. Jahrgang: S. 1.

Fortbildungs- und Ferienkurse: S. 299, 319, 349.

Marie Lipsius (La Mara). Zu ihrem 70. Geburtstage.
In Nr. 24 vom 15. Dez. 1907, S. 378-380.

Jahrgangsband 1908:
Zum 4. Musikpädagogischen Kongress: S. 168.

Bericht über den 4. Musikpädagogischen Kongress: S. 193, 209, 225, 241.

Jahrgangsband 1909:
Mozart. Sein Leben und Schaffen. Von Dr. Karl Storck. (Buchbesprechung)
In Nr. 2 vom 15. Jan. 1909, S. 20.

Clara Schumann von Berthold Litzmann (Buchbesprechung)
In Nr. 3 vom 1. Feb. 1909, S. 36–38
Fort. in Nr. 4 vom 15. Feb. 1909, S. 51–54
Forts. in Nr. 5 vom 1. März 1909, S. 68–70.

Nachruf für Dr. Emil Bohn, gest. am 5 Juli 1909: S. 228.

Zur Berufung Hermann Kretzschmars
In Nr. 17 vom 1. Sept. 1909, S. 260-62.

Jahrgangsband 1910:
Adolf Jensen. Eine Erinnerung bei der Freiwerdung seiner Werke.
Nr. 3 vom 1. Feb. 1910, S. 33–36.

Prof. Alexis Hollaender. Zu seinem 70. Geburtstage.
Nr. 5 vom 1. März 1910, S. 67–68.

Clara Schumann von B. Litzmann (Buchbesprechung)
Forts. in Nr. 11 vom 1. Juni 1910, S. 164–165
Nr. 12, 180–182
Nr. 13, 198–200
Nr. 14, 214–216.

Prof. Emil Krause. Zu seinem 70. Geburtstage.
Nr. 15 vom 1. Aug. 1910, S. 225–228
Forts. in Nr. 16 vom 15. Aug. 1910, S. 241–242.

Prof. Arno Kleffel. Zu seinem 70. Geburtstage.
In Nr. 17 vom 1. Sept. 1910, S. 257–260
Fort. in Nr. 18, S. 273–276.

Jahrgangsband 1911 (ab jetzt „Musikpädagogische Blätter“):
Die städt. Singschule zu Augsburg: S. 10, 30, 52.

Fünfter Musikpädagogischer Kongress: 163, 199, 223, 243, 267, 287.

Erster oesterreichischer Musikpädagogischer Kongress: 230, 255.

Siga Garso. Zum 17. September (Zum 75 Geb. des Sängers und Pädagogen)
Nr. 18 vom 15. Sept. 1911, S. 383-384.

Danksagung – für das Fest, das anlässlich des 70. Geburtstags für Anna Morsch gegeben wurde: S. 427.

Jahrgangsband 1912:
Zu den Pflichten des neuen Versicherungsgesetzes, S. 378–379.

Jahrgangsband 1913:
Friedrich Rösch. Zu seinem 50. Geburtstage, S. 8.

Theodor Kullak (Einleitung zu einer Gedenkrede von Richard Schmidt anlässlich der Freiwerdung seiner Werke), S. 27.

Berichterstattung über den 1. Internationalen Musikpädagogischen Kongress: S. 145, 181, 201, 225, 245, 269, 289.

Professor Arno Kleffel (Nachruf), S. 338.

Jahrgangsband 1914:
Karl Philipp Emanuel Bach im Kreise seiner Berliner theoretischen Freunde.
In Nr. 5 vom 1. März 1914, S. 91
Forts. in Nr. 6 vom 15. März 1914, S. 115
Schluss in Nr. 7 vom 1. April 1914, S. 135.

Adolf Henselt. Zu seinem 100. Geburtstage
In Nr. 11 vom 1. Juni 1914, S. 221–224.

Professor Richard Schmidt. Zu seinem 75. Geburtstage
In Nr. 11 vom 1. Juni 1914, S. 226–227.

Alexander Winterberger. Zu seinem 80. Geburtstage
In Nr. 15/16 vom 1. Sept. 1914, S. 331–333.

Musik auf altdeutschem Volksboden.
In Nr. 18 vom 15. Sept. 1914, S. 346–348.

Seid gerüstet!!
In Nr. 19 vom 1. Okt. 1914, S. 361–363.

Die Wiedergeburt des deutschen Idealismus.
In Nr. 20 vom 15. Okt. 1914, S. 377–379.

Dr. Robert Siebeck (Nachruf), S. 381.

Freizügigkeit oder Staatsaufsicht?
In Nr. 21 vom 1. Nov. 1914, S. 393–395.

Direktor Rudolf Kaiser, Wien (Nachruf), S. 414–415.

Deutsche Musik, deutsche Sprache.
In Nr. 24 vom 15. Dez. 1914, S. 442–444.

Jahrgangsband 1915/16:
Julius C. Lusztig (Nachruf), S. 185.

Cornelie von Zanten zu ihrem 60. Geburtstag
In Nr. 15 vom 1. Aug. 1915, S. 229–230.

Jahrgangsband 1916:
Deutsche Sprache in deutscher Musik.
In Nr. 1 vom 1. Jan. 1916, S. 1–3
Forts. In Nr. 2 vom 15. Jan. 1916, S. 17–19
Forts. In Nr. 3 vom 1. Feb. 1916, S. 33–36
Schluss in Nr. 4 vom 15. Feb. 1916, S. 49–52.

Professor Iwan Knorr (Nachruf), S. 54.

Weitere Aufsätze von Anna Morsch in den Zeitschriften Neue Berliner Musikzeitung, Allgemeine Musikzeitung, Musikalische Jugendpost, Frauenberuf.

Vorträge und Vortragsreihen
„Der italienische Kirchengesang bis Palestrina“ (s.o.)
„Der deutsch-protestantische Kirchengesang“
„Berlin’s tonkünstlerisches Leben in der Vergangenheit“
„Zeitgenossen und Nachfolger Mendelssohn’s“ (über Ignatz Moscheles, Moritz Hauptmann, Ferdinand Hiller, Ferdinand David, Richard Wüerst, Bennet (?), Niels Wilhelm Gade)
„Zeitgenossen Robert Schumann’s“ (über Robert Volkmann, Robert Franz, Woldemar Bargiel, Theodor Kirchner, Adolf Jensen)
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Quellen

Sekundärliteratur

Scharwenka, Xaver. Klänge aus meinem Leben. Erinnerungen eines Musikers. Leipzig: R. F. Koehler, 1922.
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Forschung

Über Kalliope sind zurzeit 17 Briefe von Anna Morsch an bekannte und heute nicht mehr bekannte Musiker, Verleger, Musikschriftsteller und Musikforscher wie z.B. Engelbert Humperdinck, Richard Sternfeld, Wilhelm Tappert, Hugo Bock, Franz Xaver Haberl, etc., die in deutschen Archiven und Bibliotheken abrufbar sind, aufzufinden.
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Forschungsbedarf

Forschungsbedarf besteht zu folgenden Fragen:
- Aufsätze von Anna Morsch im „Klavierlehrer“ und anderen Musikzeitschriften;
- Rezeption in der Musikpädagogik – insbesondere als Gründerin des Deutschen musikpädagogischen Verbands;
- Geschichte des musikpädagogischen Verbands;
- nicht publizierten Vortragsreihen; vielleicht lassen sich noch Manuskripte finden;
- musikpädagogische Kongresse in Berlin 1903, 1904, 1906, 1908, 1911 und 1913.
Autor/innen:
Martina Bick

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Ellen Freyberg
Zuerst eingegeben am 11.07.2012