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Natalie Bauer-Lechner

Natalie Lechner

* 9. Mai 1858 in Wien.
† 8. Juni 1921 in Wien.



„Die so oft empörend-brutale und missachtende Behandlung der Männer gegen ihre Frauen – als wären sie tiefer stehende Geschöpfe – zur peinvollen Entwürdigung und Herabziehung beider, kann nur aus der Welt geschafft werden durch die pekuniäre Unabhängigkeit des Weibes, und daß es einen Beruf hat, wie jeder Mann und ihm Respekt und Anerkennung darin abzwingt, gleich einem tüchtigsten Fachgenossen.“

(Natalie Bauer-Lechner. Fragmente. Gelerntes und Gelebtes. Wien 1907, S. 74.)
Schriftprobe
Mediennachweis

Bild:
Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Herbert Killian, Wien.

Schriftprobe:
Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Herbert Killian, Wien.

Tätigkeitsfelder
Bratscherin, Geigerin, Autorin, Pädagogin, Gesprächspartnerin

Orte und Länder
Natalie Bauer-Lechner wurde am 9. Mai 1858 in Wien geboren, von wo aus sie viele Reisen und Konzertreisen innerhalb Europas unternahm. Sie starb am 8. Juni 1921 in Wien.


Profil
Natalie Bauer-Lechner war eine österreichische Bratscherin und Geigenpädagogin und von 1895 bis 1913 als Bratscherin Mitglied des Soldat-Roeger-Quartetts. Sie unternahm zahlreiche Konzertreisen im In- und Ausland. Bis heute ist sie vor allem durch ihr Buch „Erinnerungen an Gustav Mahler“ bekannt, das 1923, zwei Jahre nach ihrem Tod, vom Ehemann ihrer Nichte, Johann Killian, herausgegeben wurde und für die Mahlerforschung sowie für das Verständnis der Musikkultur ihrer Zeit von großer Bedeutung ist.
Natalie Bauer-Lechner entstammte einer gutbürgerlichen Wiener Familie und erhielt ab ihrem fünften Lebensjahr Geigenunterricht. Von 1866 bis 1872 studierte sie Violine und Klavier am Wiener Musikkonservatorium, wo sie Gustav Mahler kennen lernte, mit dem sie bis zu seiner Verlobung mit Alma Schindler 1901 eng befreundet war. Neben den Aufzeichnungen über Gustav Mahler verfasste sie mehrere Schriften, in denen sie ihre unabhängige und emanzipatorische Geisteshaltung darlegte. Nur zwei Texte wurden zu ihren Lebzeiten veröffentlicht: „Fragmente. Gelerntes und Gelebtes“ (1907) und eine „Schrift über den Krieg“ (1918), für die sie laut Auskunft ihrer Familie in Wien wegen Hochverrats angeklagt wurde und eine längere Gefängnisstrafe verbüßte. Bis zu ihrem Tod 1921 lebte und lehrte Natalie Bauer-Lechner als Bratscherin, Autorin und Musikpädagogin in Wien.

Biografie

Natalie Bauer-Lechner wurde am 9. Mai 1858 in Wien als erste Tochter des Universitätsbuchhändlers und Verlegers Rudolf Lechner und seiner Frau Julie von Winiwarter, der Tochter des Rechtsgelehrten und Universitätsprofessors Josef Ritter von Winiwarter, geboren. Sie wuchs zusammen mit einer jüngeren Schwester und einem Bruder in Wien auf.
Beide Eltern musizierten gern. Ab ihrem fünften Lebensjahr erhielten die Mädchen Geigenunterricht. Als Natalie acht Jahre alt war, wurde sie ins Konservatorium aufgenommen, wo sie von 1866 bis 1872 im Hauptfach Violine und im Nebenfach Klavier studierte.
Die Schwestern, für die es keinen Schul- oder Prüfungszwang gab, wurden durch häufig wechselnde Hauslehrer unterrichtet. Ihre Ausbildung war äußerst lückenhaft, was Natalie angesichts der Möglichkeiten ihres Bruders als „namenlose Ungerechtigkeit“ empfand (Bauer-Lechner 1907, S. 84). Sie beschreibt sich selbst als eine Schülerin, der das Lernen und Aufnehmen schwer fiel (ebd., S. 4 ff.), die jedoch dafür umso gründlicher studierte. Dank ihres großen Wissensdursts und eines „unersättlichen Lesetriebs“, der sie ihr ganzes Leben hindurch begleitete, kompensierte sie im Laufe der Zeit den mangelhaften Unterricht. „Die schönsten Stunden meiner frühen Jugend waren es, wenn ich abends in meines Vaters Buchhandlung nach vollbrachtem Tagewerk mir den Inhalt herrlichster Bücher nach Herzenslust zuführen konnte. Es war freilich ein wahlloses und wenig zweck- und zeitgemäßes Lesen, das sich von Belletristik und Romanen dann auf alle möglichen wissenschaftlichen Schriften stürzte, aus denen ich ohne Anleitung und feste Grundlagen doch nicht viel Förderndes und Dauerndes zog. Erst spät kam durch eine höchste Führung Ordnung, Zusammenhang und Fruchtbarkeit in mein gesamtes geistiges Aufnehmen“ (ebd., S. 9).
1875, siebzehn Jahre alt, heiratete sie den verwitweten Hofrat und Professor für chemische Technologie an der Technischen Hochschule Wien, Dr. Alexander Bauer, der drei minderjährige Töchter (elf, acht und ein Jahr alt) mit in die Ehe brachte. Zehn Jahre später, 1885, wurde die Ehe in beiderseitigem Einverständnis geschieden (vgl. das Schreiben der Technischen Hochschule Wien in Sachen Professor Hofrat Dr. Bauer, Ruhestand, an das k.k. Ministerium für Kultus und Unterricht Wien, dokumentiert in Herbert Killian (Hg.). Gustav Mahler in den Erinnerungen von Natalie Bauer-Lechner. Hamburg, 1984, S. 209; das hier genannte Scheidungsjahr 1892 ist lt. Killian jedoch falsch).
Von nun an bis zu ihrem Tod war Natalie Bauer-Lechner als Bratschistin und Violinpädagogin in Wien tätig. Von 1895 bis 1913 spielte sie Bratsche im Damen-Streichquartett von Marie Soldat-Roeger (1. Violine), zusammen mit Elly Finger-Bailetti (2. Violine, ab 1898 Elsa von Planck) und Lucy Herbert-Campbell (Violoncello, ab 1903 Leontine Gärtner). Das Quartett unter Leitung der Joachim-Schülerin Marie Soldat-Roeger debütierte am 11. März 1895 im Wiener Bösendorfer-Saal u.a. mit dem Streichquartett C-Dur, op. 74 Nr. 1 von Joseph Haydn und dem Streichquartett Es-Dur, op. 44 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Von da an konzertierte es bis 1913 regelmäßig im In- und Ausland (vgl. Silke Wenzels Artikel über Marie Soldat-Roeger; zum Streichquartett Soldat-Roeger vgl. Kühnen 2000, S. 58-93). Gespielt wurden anfangs vornehmlich Werke der Wiener Klassiker Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven sowie von Franz Schubert, Robert Schumann, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Johannes Brahms. Neben den Streichquartetten wurden zur Auflockerung des Programms kammermusikalische Werke mit anderen Besetzungen aufgeführt, wie z. B. Solosonaten für Violine, die die Geigenvirtuosin und Quartettgründerin Marie Soldat-Roeger selbst spielte, oder Violin- und Violoncellosonaten mit Klavier sowie verschiedene Trios, Quintette oder Oktette. Wenn nötig wurden Kollegen dazugebeten wie z. B. der damalige Wiener Hofkapellmeister Bruno Walter (Klavier) oder der Cellist des Berliner Joachim-Quartetts, Robert Hausmann, sowie der Klarinettist und Kammervirtuose des Meininger Orchesters Richard Mühlfeld. Letzterer konzertierte regelmäßig mit den Frauen. Zum Repertoire dieses Ensembles gehörte z. B. das Klarinettenquintett B-Dur von Carl Maria von Weber oder - am häufigsten gespielt - das Klarinettenquintett h-moll, op. 115 von Johannes Brahms.
Zwar unterlagen die Konzertprogramme ständiger Veränderung und Erweiterung, beschränkten sich jedoch anfangs auf erprobte und bekannte Werke. 1897 wurde zum ersten Mal ein Werk eines zeitgenössischen Komponisten aufgeführt: das Klavierquartett C-Dur von Joseph Labor. Ab 1903 nahmen die Frauen zunehmend zeitgenössische Werke ins Programm, darunter auch die Uraufführung eines Streichquartetts von Sylvio Lazzari. Man muss bei der Programmbetrachtung berücksichtigen, dass die Musikerinnen - zumindest galt dies für Marie Soldat-Roeger und Natalie Bauer-Lechner - mit dem Quartettspiel ihren Lebensunterhalt sichern mussten, während viele ihrer männlichen Kollegen gleichzeitig Mitglieder der Wiener Orchester oder Professoren für Musik an den Akademien waren, Berufe und Erwerbsmöglichkeiten also, die den Frauen nicht offen standen.

Schon im Konservatorium hatte Natalie Bauer-Lechner den zwei Jahre jüngeren Kommilitonen Gustav Mahler kennen gelernt, der als Musiker einen „unauslöschlichen Eindruck“ auf sie gemacht hatte (Natalie Bauer-Lechner, zit. nach Killian 1984, S. 17). Mitte der 1880er Jahre begegneten die beiden Musiker sich in Wien erneut. Die Freundschaft, die auf einem tiefgehenden Gedankenaustausch fußte und durch Bauer-Lechners regelmäßige Besuche bei Mahler in dessen jeweiligen Wirkungsorten sowie durch gemeinsame Urlaube genährt wurde, war bis zu Mahlers Verlobung und Heirat mit Alma Schindler im Jahr 1902 sehr eng. Geteilt haben die beiden Musiker nicht nur ihre Leidenschaft für Musik und philosophische Fragen, sondern auch für sportliche Betätigungen wie Schwimmen, Wandern und vor allem das Fahrrad fahren.
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Würdigung

Natalie Bauer-Lechner war fast zwanzig Jahre lang als Bratschistin Mitglied des Soldat-Roegerschen Damen-Streichquartetts, das „zur Zeit seines Bestehens (1895-1913) zu den besten der etablierten Streichquartette in Wien“ (vgl. Rezensionen in Kühnen 2000, S. 58 ff.) zählte und sich über Jahrzehnte im europäischen Musikleben halten konnte. Insbesondere erregten die „vornehm künstlerischen Ziele“ des Damenstreichquartetts bei den Zeitgenossen Erstaunen und Bewunderung, womit die Musikerinnen für die bis dahin rein männliche Domäne „eine gefährliche Concurrenz in der weiblichen Quartett-Robe“ (Berliner Rezensionen 1896, zitiert nach ebd., S. 59) darstellten.
Bauer-Lechner wird von der Kritik besonders für ihren „wundervoll weichen, üppigen Ton“ und ihre „große Taktsicherheit“ gelobt (Berliner Rezensionen 1896 nach ebd., S. 64).
Kammermusik und insbesondere das Quartettspiel waren für Natalie Bauer-Lechner der zentrale Ausdruck ihres musikalischen Selbstverständnisses und Kristallisationspunkt ihrer Ästhetik: „Im Quartettspiel ist’s wie in der Ehe: Es kommt bei aller Gegensätzlichkeit auf die größte Übereinstimmung und vollkommenste Ergänzung an. Kein Teil darf minderwertig sein, keiner darf übergreifen und den anderen unterdrücken; wehe aber, wenn nicht die führende Stimme, sondern etwa eine Nebenstimme die stärkere ist! In Rhythmus, Wärme, sich in-einander-Fügen und -Schmiegen muß es wie eine prästabilierte Harmonie erscheinen; und Ziel und Aufgabe des Vereins dürfen nie geringe, sondern stets nur die ernstesten und größten sein. Und weil all dies zu erfüllen und zu lösen ein so unerhört schweres Problem ist, sind gute Quartette – und gute Ehen – so selten!“ (Natalie Bauer-Lechner. Fragmente – Gelerntes und Gelebtes. Wien, 1907, S. 226).

Die aufgezeichneten Erinnerungen Bauer-Lechners über Gustav Mahler sind für die Mahlerforschung von großer Bedeutung. Ihr Wert resultiert jedoch nicht nur aus den detaillierten Mitschriften der Äußerungen des Komponisten, sondern auch aus der Fähigkeit der Autorin, Mahlers Werke, seine Denk- und Arbeitsweise als professionelle Musikerin verstehen, einschätzen und reflektieren zu können, sie anschaulich und prägnant darzustellen sowie Mahler als Person plastisch zu beschreiben und zum Leben zu erwecken. Im Wechsel von beschreibenden Schilderungen, wörtlichen Zitaten und dramatisierten Szenen, die vermutlich Mahlers Erzählungen sowie selbst Erlebtem folgen, gelingt der Autorin eine Art dokumentarisches Tagebuch von sowohl musikwissenschaftlicher als auch literarischer Bedeutung. In manchen Formulierungen wird die Gesprächsstruktur der beiden Musiker nachvollziehbar: „Mahler sagte mir heute: ‚Im Höchsten wird die Musik wieder, wie im Niedersten, homophon. (…). Als ich ihn um Erklärung und Beleg dafür bat, sagte er: (…)“ (Killian 1984, S. 117). Hier zeigt sich nicht nur eine aufmerksame Zuhörerin und Protokollantin, sondern vor allem die analytisch denkende Theoretikerin, die Erklärung und Beweis verlangt und im Dialog mit dem anderen Musik bezogene Fragen diskutiert.
Bauer-Lechners „Erinnerungen an Gustav Mahler“ sind ein wichtiger Bestandteil der (Re-)Konstruktion der bürgerlichen Musikkultur in Mitteleuropa an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, die durch die Musikerin, Autorin und Dialogpartnerin Natalie Bauer-Lechner aktiv mitgestaltet wurde.
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Rezeption

Obwohl von der zeitgenössischen Kritik als ebenbürtig mit dem Rosé- oder Hellmesberger-Quartett eingestuft, wurde das Soldat-Roeger-Quartett in die einschlägigen Handbücher und Lexika der Musikgeschichtsschreibung bis heute nicht aufgenommen (zur Rezeption des Soldat-Roeger-Quartetts vgl. Kühnen 1995).
Dr. Herbert Killian, Großneffe von Natalie Bauer-Lechner und Professor für Forstgeschichte in Wien, hat aufgrund von Unterlagen aus dem Familienarchiv und dem Manuskript seines Vaters im Verlag der Musikalienhandlung Karl Dieter Wagner, Hamburg, 1984 eine mit neuem Vorwort sowie Anmerkungen und Erläuterungen von Knud Martner revidierte und erweiterte Fassung der „Erinnerungen an Gustav Mahler“ herausgegeben. Eine englischsprachige Ausgabe der gesamten „Mahleriana“-Manuskripte, d.h. aller erhaltenen Tagebücher Natalie Bauer-Lechners, die in der „Médiathèque Musicale Mahler“ in Paris archiviert sind, mit vielen bislang noch nicht veröffentlichten Passagen wird zurzeit von dem amerikanischen Musikforscher Prof. Stephen E. Hefling, Cleveland, vorbereitet.

Ein Film über Gustav Mahler aus der Sicht von Natalie Bauer-Lechner unter Regie der Filmemacherin Beate Thalberg ist 2010 unter dem Titel „Meine Zeit wird kommen. Gustav Mahler in den Erinnerungen von Natalie Bauer-Lechner“ als Spiel-Dokumentarfilm mit Petra Morzé und Robert Ritter in den Hauptrollen im Auftrag des ORF/SF/BR/3sat von der deutschen Produktionsfirma „Tellux“ produziert worden.

Weitere von Natalie Bauer-Lechner in ihrem Testament genannte Manuskripte (s. Werkverzeichnis) sind heute nicht mehr erhalten.
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Werkverzeichnis

Schriften:

Bauer-Lechner, Natalie. Fragmente: Gelerntes und Gelebtes, Wien 1907.

Bauer-Lechner, Natalie. Schrift über den Krieg, vermutlich im Jahre 1918 erschienen.

Bauer-Lechner, Natalie. Erinnerungen an Gustav Mahler, Leipzig 1923.

Bauer-Lechner, Natalie. Recollections of Gustav Mahler, Übersetzung von Dika Newlin, London 1980.

Killian, Herbert (Hg.), Gustav Mahler in den Erinnerungen von Natalie Bauer-Lechner, mit Anmerkungen und Erklärungen von Knud Martner. Revidierte und erweiterte Ausgabe, Hamburg 1984.

Folgende nach ihrem Tod laut Testament vom 10. Juni 1918 (Familienarchiv Killian) vorhandene Manuskripte gelten als verschollen:
Gespräche mit Siegfried Lipiner,
Kommentar zum zweiten Teil des „Faust“,
Hafis mit Siegfried Lipiner gelesen (Fragment mit Liederklärungen),
eine von Natalie Bauer-Lechner begonnene „Geschichte meines Lebens“,
eine kleine Biografie des Malers Pierdomenico Voltolino (nach seinen Worten erzählt).
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Repertoire

Die Repertoire-Liste des Soldat-Roeger-Damenstreichquartetts basiert auf der Auflistung der Konzertprogramme nach Programmzetteln und Concertkalendern aus dem Nachlass Marie Soldat-Roegers von Barbara Kühnen in deren Staatsexamensarbeit (Kühnen 1995, S. 115-132). Einige Angaben zu den Werken wurden hier, soweit eindeutig möglich, ergänzt:

Ludwig van Beethoven:
Sonate für Violine und Klavier A-Dur op. 47 („Kreutzer-Sonate“)
Trio B-Dur op. 97
Quartett F-Dur op. 18 Nr. 1
Quartett D-Dur op. 18 Nr. 3
Quartett c-Moll op. 18 Nr. 4
Quartett A-Dur op. 18 Nr. 5
Quartett B-Dur op. 18 Nr. 6
Quartett F-Dur op. 59 Nr. 1
Quartett e-Moll op. 59 Nr. 2
Quartett C-Dur op. 59, Nr. 3
Quartett Es-Dur op. 74 („Harfenquartett“)
Quartett b-Moll (???)
Quintett C-Dur op. 29
Septett Es-Dur op. 20
Streicherserenade

Johannes Brahms:
Klaviertrio c-Moll op. 101
Klaviertrio C-Dur op. 87
Trio für Klavier, Klarinette und Violoncello a-Moll op. 114
Streichquartett Nr. 1 c-Moll op. 51/1
Streichquartett Nr. 2 a-Moll op. 51/2
Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25
Klavierquartett Nr. 2 A-Dur op. 26
Klavierquartett Nr. 3 c-Moll op. 60
Klavierquintett f-Moll op. 34
Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18
Streichsextett Nr. 2 G-Dur op. 36
Klarinettenquintett h-Moll op. 115

Luigi Cherubini:
Quartett d-Moll

Carl Davidoff:
Konzert a-Moll für Violoncello und Klaiver

Antonín Dvořák:
Streichquintett G-Dur op. 77
Klavierquintett

Gabriele Fauré:
Klavierquartett c-Moll

Robert Fuchs:
Sonate für Klavier und Violine (UA)
Streichertrios
Quartett C-Dur op. 21
Klaiverquartett h-Moll (Manuskript, UA)

Joseph Haydn:
Quartett C-Dur op. 33 Nr. 3
Quartett Es-Dur op. 33 Nr. 2
Quartett Es-Dur op. 64 Nr. 6
Quartett B-Dur (nach Peters, Nr. 73)
Quartett C-Dur op. 74 Nr. 1
Quartett D-Dur op. 76 Nr. 5
Quartett G-Dur op. 77 Nr. 1
Quartett F-Dur op. 77 Nr. 2
Quartett f-Moll

Hermann Grädener:
Quartett D-Dur (Manuskript)
Quartett a-Moll op. 33

Heinrich XXIV. (Prinz Reuss):
Streichquartett Es-Dur op. 23 Nr. 2
Streichsextett d-Moll
Sextett h-Moll op. 17 (Erstaufführung in Wien)

Joseph Labor:
Klavierquartett C-Dur op. 6

Sylvio Lazzari:
Streichquartett a-Moll (Manuskript, UA)

Felix Mendelssohn Bartoldy:
Quartett Es-Dur
Quartett op. 12
Klavierquartett Es-Dur

Wolfgang Amadeus Mozart:
Sonate für Violine und Klavier B-Dur Nr. 15
Quartett d-Moll
Quartett C-Dur
Quartett G-Dur KV 387
Quartett D-Dur
Quartett A-Dur
Klarinettenquintett A-Dur KV 581

Walter Rabl:
Quartett für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier in Es-Dur

Franz Schubert:
Quartett a-Moll op. 29
„Forellenquintett“ A-Dur, op. 114
Quartettsatz c-Moll (nachgelassenes Werk)
Oktett für 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klarinette, Horn und Fagott G-Dur op. 166

Robert Schumann:
Quartett A-Dur op. 41 Nr. 3
Quartett F-Dur op. 41 Nr. 2
Klavierquintett

Ludwig Spohr:
Drei Lieder für Singstimme und Klavier und Klarinette

Carl Maria von Weber:
Klarinettenquintett B-Dur op. 34
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Quellen

Literatur:

Kühnen, Barbara. „Marie Soldat-Roeger (1863-1955)“. In: Kay Dreyfus/Margarethe Engelhardt-Krajanek/Barbara Kühnen (Hg.). Die Geige war ihr Leben. Drei Frauen im Portrait. Strasshof: Vier Viertel Verlag, 2000, S. 13-98.

Kühnen, Barbara. Marie Soldat. Aspekte der Biographie einer vergessenen Musikerin. Wissenschaftliche Hausarbeit zur Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien. Universität Kassel: Unveröffentlichtes Typoskript, 1995.

Oesterreichisches Musiklexikon, hg. v. Rudolf Flotzinger (Oesterreichische Akademie der Wissenschaften – Philophisch-historische Klasse), Wien 2002, Band 2, S. 116 (Stichwort „Bauer-Lechner, Natalie“).

Beate Thalberg. „Meine Zeit wird kommen. Gustav Mahler in den Erinnerungen von Natalie Bauer-Lechner“. Spiel-Dokumentarfilm mit Petra Morzé und Robert Ritter. ORF/SF/BR/3sat 2010.


Links:

http://en.wikipedia.org/wiki/Natalie_Bauer-Lechner

http://www.martinschlu.de/kulturgeschichte/neunzehntes/spaetromantik/mahler/freundin.htm
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Forschung

Das handschriftliche Manuskript der „Erinnerungen an Gustav Mahler“ befindet sich heute unter dem Titel „Mahleriana“ im „Fonds Gustav Mahler“ der Médiathèque Musicale Mahler in Paris (gegründet durch den Mahlerbiografen Henry-Louis de la Grange), Katalog einsehbar unter: http://www.bgm.org/ressources/pdf/fonds_mahler.pdf

Ein Typoskript eines Teils der Tagebücher sowie zwei Briefe an den Wiener Komponisten und Professor für Musiktheorie Richard Stöhr befinden sich in der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien.

Zahlreiche Briefe aus den Jahren 1901 bis 1919 von Natalie Bauer-Lechner an Anna Bahr-von Mildenburg sind in deren Nachlass im Archiv des Theatermuseums der Österreichischen Nationalbibliothek Wien einzusehen.

Weitere Briefe Natalie Bauer-Lechners befinden sich im Nachlass Marie Soldat-Roegers im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde/Musikverein in Wien.
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Forschungsbedarf

Die Nachlässe der bekannten Zeitgenossen, mit denen Natalie Bauer-Lechner in Kontakt gewesen ist, wären auf Briefwechsel mit Natalie Bauer-Lechner hin zu überprüfen (u. a. Siegfried Lipiner, Bruno Walter, Anna Bahr-von Mildenburg, Johannes Brahms, Hugo Wolf).
Weitere Forschung über das Soldat-Roeger-Quartett, besonders das Repertoire betreffend sowie speziell die Rolle Natalie Bauer-Lechners, wäre aufschlussreich. Soweit bisher bekannt, hat Natalie Bauer-Lechner nicht in anderen Quartetten oder anderen professionellen Kammermusikbesetzungen mitgewirkt.
Um das Bild Natalie Bauer-Lechners innerhalb der Mahler-Forschung zu ergänzen, wären weitere Forschungen notwendig. So sollten z. B. weitere Briefe Mahlers etc. auf die Darstellung ihrer Person hin gegengelesen werden.

Autor/innen:
Martina Bick, 1. Juli 2008

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Regina Back
Zuerst eingegeben am 17.07.2008.
Zuletzt aktualisiert am 21.08.2008.