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Mathilde Kralik von Meyrswalden

* 3. Dezember 1857 in Linz an der Donau, Österreich.
† 8. März 1944 in Wien, Österreich.



Mathilde Kralik von Meyrswalden war eine Komponistin der Spätromantik. Einen Großteil ihrer Kompositionen haben religiöse Themen als Grundlage, sie war streng gläubige Katholikin. Ihr Weltbild wurde von Kaisertreue zum Staate Österreich geprägt. Obwohl als unabhängige Künstlerin in einer Liebesbeziehung mit einer Frau lebend, vertrat sie nach außen hin konservative Werte.

(nach: Mathilde Kralik von Meyrswalden, „Frauenschönheit – eine Legende“, 2. März 1909, Österreichische Nationalbibliothek, Musiksammlung, Signatur: F53.Kralik.286.Mus)
H�rbeispiel
Polonaise C-Dur für Klavier zu vier Händen, ca. 1895, gespielt von Anna und Ines Walachowski. Konzertmitschnitt aus der Rudolf Oetker Halle in Bielefeld vom 15. Oktober 2010.
Notenbeispiel
Mediennachweis

Bild:
Privatarchiv Rochus Kralik von Meyrswalden

Hörbeispiel:
Mit freundlicher Genehmigung von Rochus Kralik von Meyrswalden.

Noten:
Privatarchiv Rochus Kralik von Meyrswalden

Tätigkeitsfelder
Komponistin, Pianistin, Textautorin, Veranstalterin, Sängerin

Orte und Länder
Mathilde Kralik von Meyrswalden wirkte vorwiegend in Wien (Österreich).

Profil
Mathilde Kralik von Meyrswalden war vor allem im Wiener Konzertleben der Jahrhundertwende präsent. So fanden sowohl am 19. April 1894 wie am 19. April 1895 musikalisch-deklamatorische Frauenabende im Brahms-Saal des Musikvereins statt, bei denen Werke von ihr gespielt und gesungen wurden. In einem Konzert des Quartetts Duesberg wurde in der Saison 1898/99 ihr im Jahre 1880 komponiertes Klaviertrio in F-Dur vorgestellt. Diese Komposition gab sie beim Verleger Albert J. Gutmann in Druck. Einen Höhepunkt ihrer Laufbahn als Komponistin stellte das von Josef Venantius Wöss am 12. Januar 1900 im Großen Musikvereinssaal veranstaltete geistliche Konzert dar, bei dem „Die Taufe Christi“ nach einem Gedicht von Papst Leo XIII. für Solo, Chor und Orchester sowie die „Weihnachtskantate“ für vier Solostimmen, Chor und Orchester von Mathilde Kralik von Meyrswalden zur Aufführung kamen.

Biografie

„Ich bin am 3. Dezember 1857 zu Linz an der Donau geboren. Mein Vater Wilhelm Kralik von Meyrswalden war Glasfabrikant (Chef der Firma Meyr’s Neffe in Böhmen), meine Mutter Louise ist eine geborene Lobmeyr (Schwester des Herrenhausmitglieds und Glasindustriellen Ludwig Lobmeyr in Wien). Meinem Vater und meiner Mutter verdanke ich den musikalischen Sinn und die Liebe zur Musik. Mein Vater war passionierter Geigenspieler, wiewohl Autodidakt und pflegte im Böhmerwalde eifrig das Quartettspiel. Meine Mutter spielte als Dilettantin gut Klavier und neigte schon als Mädchen der klassischen Richtung zu. Von meinen Eltern hörte ich zuerst Beethovens Violin-Klavier-Sonaten, Haydns und Mozarts Klänge wurden mir zunächst durch die häuslichen Quartette vermittelt. Später übernahmen dann meine beiden älteren Brüder und schließlich ich mit ihnen die Hausmusik, die in Duos, Trios und Quatuors unserer Klassiker bestand. Meinen ersten Klavierunterricht genoss ich bei meiner Mutter, dann bei Eduard Hauptmann in Linz. Meine ersten Kompositionsversuche [im Alter von 15 Jahren] förderte mein Bruder Richard, der sich lebhaft dafür interessierte. Nach unserer Übersiedlung nach Wien im Jahre 1870 erhielt ich Unterricht im Klavierspiel und in der Harmonielehre von Carl Hertlein (Flötist der Hofoper). Im Jahre 1875 wurde ich Privat-Schülerin von Professor Julius Epstein für Klavier. Er nahm ernsten Anteil an meinen Kompositionen und riet mir zur weiteren Ausbildung bei Anton Bruckner für Contrapunkt, dessen Unterricht ich privat ein Jahr genoss bis zu meinem Eintritt in die Kompositionsschule des Wiener Konservatoriums im Oktober 1876. Ich wurde in den zweiten Jahrgang, Schule Professor Franz Krenn übernommen. Nach Absolvierung des folgenden dritten Jahrgangs erhielt ich den ersten Preis. In den folgenden Jahren pflegten wir in unserem Hause den A-capella-Gesang, wodurch ich mit den Werken der niederländischen, italienischen und deutschen Meister des XV. und XVI. Jahrhunderts vertrauter wurde. Als meinen hauptsächlichsten Lehrmeister betrachte ich Bach, für die modernen Formen interessiert mich primär Liszt. Meine Kompositionen sind zum Teil gedruckt, zum größeren Teil noch Manuskript.“ (Mathilde Kralik von Meyrswalden, Autobiografische Notiz vom 19. Oktober 1904, Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Handschriftensammlung)
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Würdigung

Am 20. März 1908 wurden im Brahms-Saal (Wien) Lieder und vier Arien aus ihrer Märchenoper „Blume und Weißblume“ aufgeführt und am 26. Juni 1911 im Kleinen Saal standen verschiedene Lieder auf dem Programm, die von Elsa Kaulich, Hermann Gürtler (beide Gesang) und Carl Lafite (Klavier) interpretiert wurden. Ein Rezensent der „Reichspost“ schrieb über die Lieder, dass sie eine vornehme musikalische Bildung verrieten, treffsichere Charakteristik und einen schönen Vokalsatz aufwiesen und die brillante Klavierbegleitung einer Nachbildung von Hugo Wolf gleichkäme. Nach dem 1. Weltkrieg mag es um Mathilde Kralik von Meyrswalden etwas ruhiger geworden sein: der musikalische Geschmack hatte sich geändert, doch bei besonderen Anlässen und festlichen Veranstaltungen waren ihre Kompositionen immer wieder zu hören.
Als Höhepunkt ihrer Komponistinnenlaufbahn sind die Aufführungen ihrer Märchenoper „Blume und Weißblume“ in den Jahren 1910 in Hagen/Westfalen und 1912 in Bielitz/Schlesien zu werten. Popularität erreichte diese Oper nicht nur durch diese beiden Aufführungen, sondern auch als sensationsträchtige Plagiatsgeschichte in der Presse. Der ehemalige Kapuzinerfrater Nicasius Schusser (ehemaliger Pförtner des Franziskanerklosters zu Falkenau) schrieb eine Oper „Quo vadis“, in der er 52 Seiten aus der Oper Mathilde Kralik von Meyrswalden „Blume und Weißblume“ notengetreu übernahm. Mathilde Kralik von Meyrswalden reagierte daraufhin in einem in der Presse publizierten offenen Brief, verzichtete jedoch auf gerichtliche Schritte gegen Nicasius Schusser, da dieser einen Bußgang nach Rom zum Papst antrat. Mathilde Kralik von Meyrswalden war bis ins hohe Alter tätig, selbst als 80-Jährige nahm sie noch an einem Konzert „musikschaffender Frauen“ teil, gemeinsam mit Künstlerinnen wie Johanna Müller-Hermann, Friederike Karger-Hönig, Emma von Fischer, Lise Maria Meyer und Juli Reisserova.
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Rezeption

Konzertkritiken

(Zahlreiche Rezensionen und Konzertkritiken, die hier in Auszügen wiedergegeben werden, finden sich in Mathilde Kralik von Meyrswaldens Nachlass in der Österreichischen Nationalbibliothek, Musiksammlung, F53.Kralik.286.Mus)

„Herr M. Friedberg, der brillante Violinvirtuose [...] eröffnete sein Konzert mit einer Sonate für Violine und Klavier von Mathilde von Kralik. Die Komposition des jungen Fräuleins, einer Musterschülerin des Wiener Konservatoriums, hat uns auf das angenehmste überrascht. Komponistinnen sind selten und begnügen sich meistens mit niedlicher Anfertigung kleinerer Tonstücke. Mathilde von Kralik beweist durch ihre grosse, viersätzige Sonate, dass sie die Sache ernster nimmt und zu bedeutenderen Leistungen berufen ist. Ein Zug von Gediegenheit, Solidität und fast männlichem Ernste geht durch dieses Stück... Der erste Satz tritt kräftig auf und entwickelt sich sehr einheitlich; das Andante gewinnt durch warme, nicht weichliche Empfindung. In beiden Sätzen stösst man auf eigentümliche Gedanken, mitunter auf kühne harmonische Wendungen. Wir halten Fräulein Kralik für ein echtes, ursprüngliches Talent, das, allerdings noch nicht ausgereift, einer schönen Zukunft entgegensieht.“ (Eduard Hanslick in der „Neuen Freien Presse vom 19. April 1878)

„Mathilde Kralik. Sonate für Klavier und Violine (D-moll). Wien, Verlag A. Gutmann. (Dr. Th. Helm.) Die Komposition einer Schülerin des modernste Ziele verfolgenden Konservatoriums Professors Anton Bruckner. Für eine Damenarbeit auffallend knapp und gedrungen, klar, durchsichtig, ohne jedes überflüssige Wortgepränge. Die Gedanken scharf und sicher gezeichnet, besonders plastisch im ersten Satze, dessen männlich energischer Rhythmus an einer Komponistin geradezu überrascht.“ (Wiener „Allgemeiner Literatur-Anzeiger“ vom 8. März 1879)

„,Weihnachtskantate’ für Soli, Chor und Orchester. (Manuskript.) Durchaus modern ist trotz des religiösen Stoffes das Orchester behandelt. Der Inhalt des Gedichtes zwingt die Komponistin, die ganze Skala menschlicher Gefühle durchzugehen. Wenn man bedenkt, dass eine Dame unter den gegenwärtigen Verhältnissen bei weitem nicht die orchestrale Praxis haben kann, die einem Manne so leicht zugänglich ist, so ist es zum mindesten staunenswert, wie sehr die Künstlerin ihrer schwierigen Aufgabe gerecht wurde. Gleich der Anfang, wo neben dem Hauptchor und der Solostimme noch ein Knabenchor in langgehaltenen Tönen die kunstvoll verschlungenen Melodien zusammen hält, zeigt von seltener Geschicklichkeit. Die Künstlerin verlässt dann den Stil Bachs, um sich in modernen Formen auszusprechen, bald die vier Solisten, bald das Soloquartett zu Wort kommen zu lassen und dann in frischeren Rhythmen und voll tönenden Akkorden dem Schlusse zuzueilen. Die Komponistin fand reichen Beifall. (R. W[allaschek] in der Wiener Wochenschrift „Die Zeit“ vom 20. Jänner 1900)

„Musik wie aus dem Vulkan! [...] Nach der Pause war’s vorbei mit der Salonstimmung: Mathilde Kralik von Meyrswalden, die in diesem Jahr 150 Jahre geworden wäre, muss ein vulkanisches Temperament gehabt haben. Mit Fortissimo beginnt ihre Rhapsodie für Klavier. Ein hochkompliziertes, wuchtiges Tastenwerk, bei dem Sergeyenia durch die wilden Passagen fegte, die Melodie bändigte und zu feinen Figuren modellierte… Zum Schluss komplettierte die Cellistin Judith Ermert das Trio mit [Timur] Sergeyenia und [Michail] Bezverchny. Exaktes Timing der Musiker zahlte sich vor allem in den zarten Momenten aus, die aus dem aufbäumenden Thema aufleuchteten. Wer’s gehört hat, wird’s so schnell nicht vergessen.“ (Petra Diederichs in der „Rheinischen Post“ vom 3. Juli 2007)
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Werkverzeichnis

(Das Werkverzeichnis wurde nach dem Tod der Komponistin im Jahr 1944 von ihrer Lebensgefährtin Alice Scarlates handschriftlich angefertigt, es liegt in der Österreichischen Nationalbibliothek, Musiksammlung, Signatur: Mus.Hs.24805. Mus.)


A. Vokalmusik

1. Opern

Blume und Weißblume, Märchenspiel in 3 Akten. Auf einen Text von Richard Kralik von Meyrswalden, nach dem Volksbuch „Flos und Blankenflos“. Aufführungen am 13. Oktober 1910 im Stadttheater Hagen/ Westfalen und am 29. Oktober 1912 in Bielitz/ Schlesien.

Unter der Linde, Lyrische Oper in einem Akt. Auf einen Text von Richard Kralik von Meyrswalden. Die Oper blieb unaufgeführt.

Der heilige Gral, Musik zur dramatischen Dichtung von Richard Kralik von Meyrswalden in 3 Aufzügen. Premiere 1912.


2. Oratorien

Pfingstfeier, ein liturgisches Oratorium. Text P.W. Schmidt 1925/ 26

Der heilige Leopold, auf einen Text Richard Kralik von Meyrswalden. Premiere in Klosterneuburg, Stiftskellersaal am 10.12.1933


3. Messen, Motetten, etc.

Messe in B-Dur (Introitus, Graduale, Offertorium, Communio), 1903

Messe in g

Der Kreuzweg, Weihelied (Soli, Ch, Orch / Kl. A) Text: Richard Kralik von Meyrswalden 1897/98
Hymnus der Heiligen Hildegardis (S, FrCh), gedruckt bei Gutmann 1898

Der Tanz (2S, A, 3st. FrCh, Vl, Vc, Kl., O., Trio) 1922/ 1933 Text: Friedrich von Schiller

Salve Regina (VlSolo, SSolo, FrCh, ad lib. Orgel, VlSolo, ASolo, Vc, Org) 1915

Minneleich (Soli, Ch, Kl) Text: Meister Alexander 13. Jh slg. Richard Kralik von Meyrswalden 1927

Asperges me (Singst., Ch Unisono, Org) 1901

Justus ut Palma Offertium (SSolo, 4st. gem. Chor, unisono Org) 1907

Du sonnige wonnige Welt (SSolo, 4st. gem. Ch, Kl) Text: F. W. Weber

Ave Maria (4st. FrCh, Org, 1898, bearbeitet f. S und Org 1936)

Ecce Saverdos (nach Thema von Anna von Baumgarten, ihr gewidm.) (4st. gem. Ch, 4 Pos, Orch, Org) 1906

Intermezzo (5st. gem. Ch, Kl) Text: F. Grillparzer 1928/29

Festlied zur Geburtstagsfeier von Josefine Redlich (4st. gem. Ch, Kl) Text: Fritz Lemmermayer 1928

Chöre zur Papstfeier in St. Gabriel (2 Ch, Orch, Kl A) 1929

Lied der Schwermut (4st. gem. Ch, Kl, 2 Va / ad lib) Text: Edmund Schwab (Gewitterzeichen) 1930/33

Erde (4st. gem. Ch, Kl) Text: Edmund Schwab

Alla hu (4st. gem. Ch, Kl A) Text: Fr. Rückert

Os justi, Graduale (4st. gem. Ch, Org) 1917

Diffusa est Graduale (4st. gem. Ch, Kl A) Text: Oswald Menghin 1938

Tagelied (4st. gem. Ch, Kl, Text: Oswald Menghin 1938

Ave verum in B (3st. FrCh, Kl) Text: Neidhard Fuchs, April 1931 „Zur Bearbeitung für einen Minnereigen für den Damenchorverein“

Solang am starken Stefansdom (2st. MCh, Kl, 4st. MCh.)1928


4. Kantate

Volkers Wacht (die Wacht an der Donau), Festgesang, Soli und Chor, auf einen Text ihres Bruders Richard Kralik von Meyrswalden 1907/ 1908


5. Melodramen für Sprechstimme und Klavier

Lukas, der Arzt Text: Richard Kralik von Meyrswalden, gedruckt bei Gutmann 1895

Zwei Frauen : Richard Kralik von Meyrswalden, gedruckt bei Gutmann 1895

Vier Melodramen (1. Der Traum. 2. Der Hirtenknabe, 3. Die Nonne, 4. Die drei Lehren der Nachtigall), auf Texte von Richard Kralik von Meyrswalden, gedruckt bei Gutmann 1895

Kaiser Karl der Große in Wien, auf einen Text von Richard Kralik von Meyrswalden, gedruckt bei Gutmann 1895

Drei Melodramen (1. Die Totenmesse, 2. Spielmannswunsch, 3. Der Lindenbaum), Text: Oswald Menghin, April 1925/26

Wie die Stadt Wien gegründet worden ist. Eine Geschichte, Text: Richard Kralik von Meyrswalden 1904

Prinzesslein im Vierblattklee, Text: E. Reimer-Ironside, Juni 1912

Jean D’Arcs Todesweg, Text von Alice Freiin von Gaudy, 1920

Der Flieger (SprSt., Vl, Hrf) Text: Victor Wittner


6. Vokalmusik a cappella

Herr, erhöre uns, Deutsche Messe in C.

Herr, vor Dir beugen wir uns, Betsingmesse in G. Kennwort: Seelig im Glauben

Vater, hör den Ruf der Armen, Betsingmesse in G. Kennwort: Continua pietas.

Omnes de Saba, Gradula (4st. Chor)

Intermezzo (4st. Chor), Text: F. Grillparzer, 1882

Der Geist der Liebe (4st. Chor), Text: Nathalie Herzogin von Oldenburg, 1903

Nun erhebt sich jede Seele in d-moll, Gebet (4st. Chor), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1914

Donauwacht (4st. Chor), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden, 1915

Drei Quartette (Das Kleine Gotteshaus. Das Volkslied Asphodelen (4st. FrCh), Text: Leo Grünstein, 1926

O Christ (4st. gem. Chor), Text: Christian Morgenstern, 1930

Lied der Schwermut (4st. gem. Chor), Text: Edmund Schwab

Zwei Gesänge (1. Sommerwege. 2. Sommerabend) (3st. FrCh), Text: Edmund Schwab, 1930

Deutscher Sängergruß (2T, 1B, 4st. gem. Chor / Kl), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden

Einkehr (Bei einem Wirte wundermild) (4st. gem. Chor)

Der Frühling zieht ein (2S, A), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden, Wien 1940

In Gottes Namen (2T, B), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1940

Frau Nachtigall. Deutsches Volkslied (3st. FrCh), 1931

Muttersorge (3 Singst.), Text: Annette von Drost-Hülshoff, 1940

Lindenzeit (2S, A), Text: Edmund Schwab

Maientag (3S, A,/,T)

Morgennebel (3st.FrCh)


7. Lieder mit Instrumentalbegleitung

Herbstgefühl, Text: J.W. von Goethe, 1892

Zu spät! (3 FrSt., B, Kl), Text: F.W. Weber-Tennyson, 1904

Trauungsspruch für Hello Rover (SSolo, 2S, A, Org / Harm), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden

Trauungsweihespruch (2S, A, Org), 1901

Vor der Krippe (Bar, Kl), Text: Karl Domanig, 1907

Klage, Böhmisches Volkslied (3st. FrCh, Kl), 1915

Waldquellchen. Terzett f. Frauenstimmen (2S, A, Kl), Text Louise Koch-Schicht, 1927. UA 1917 Konzertsaal der Sezession. Frauenkompositionskonzert.

Über des Traumes blühende Beete (2S, A, Kl), Text: Leo Grünstein

Chanson (A, T, Kl), Text: Paul Verlaine, 1907

Ave Maria in D (SSolo, BarSolo, Org, VISolo, ASolo, Org), 1915

Marienmonat (MezzoS, Bar, Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1924

Frühling (S, T, Kl), Text: Dr. Max Hartwich, 1927

Ländliches Lied (2 Singst., Kl), Text: Gautier-Cornelius

Zwischen dir und mir (MezzoS, T, Kl), Text: Leo Grünstein

Ave Maria in F (2 Singst., Org), 1929

Mutterlied (2 Singst., Kl), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden, 1927

Gebet (2S, Kl), Text: Max von Weissenthurn

Minnelied der Margarete von Österreich (gest. 1530) (2S, A, Va d’amore), Wien 1.6.1918

Phantasie in e-Moll (Singst., Vl, Kl), Text: Kurt Erich Rotter aus „Sterbende Träume“, 1928

Weihnachtsreigen (Singst., Ob, Kl), 1936


8. Lieder mit Klavierbegleitung

Lauretanische Litanei, Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1898

Der Rosenkranz, Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1883, gedruckt 1898 bei Gutmann

Lied der Sappho (1. Ich kann nicht süsse Mutter, 2. Der Mond ist schon hinunter, 3. Ach die gliederlösende böse Liebe, 4. Lieblicher Abendstern, 5. Komm, o Cypris, 6. Erstorben wirst du liegen) (Singst., Kl), Altaussee 1883

Sonett (Singst., Kl), 1883

Lieder (1. Ich bin hinausgegangen, 2. Sage Sonne, wo sie nun ist, 3. Singet leise, o Cicaden, 4. Das ist der Lohn des Liedes, 5. Hunderttausend Liederkeime, 6. Nacht ist’s) (Singst., Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, aus „Büchlein der Unweisheit“, gedruckt bei Gutmann 1884

Dämmerung (Singst., Kl), Text: Josef Winter, 1885

Die Liebesbrücke, Ballade, Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1896

Du bist gewarnt (Singst., Kl), Text: Baumbach, 1886

Legende von Hufeisen (Singst., Kl), Text: J. W. von Goethe

Ja, Heil dem Weib (Singst., Kl), Text: Walther von der Vogelweide, Okt. 1893

Lied im Hl. Geist (Singst., Kl), Dez. 1895

Prinz Eugenius, 27 Balladen (Singst., Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden

Die drei Lieder (Singst., Kl), Text: L. Uhland, 1895

Maia (54 Nrn., Singst., Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden

Im Garten von Schönbrunn (Singst., Kl), Text: W. O. Noltsch, 1896

Lieder im Heiligen Geist (44 Nrn., Singst., Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, gedruckt bei Gutmann 1897

Die Taufe Christi (Singst., Kl), Text: Papst Leo XIII., übersetzt von Edmund Behringer, gedruckt bei Gutmann 1898

Felicitas, Sang zu Vilmas Gedicht 1884 (S, Kl), Mai 1898

Wenn wir zu Gott uns wenden, Betsingmesse in D (Singst., Org)

Requiem (Bar, Org), 1906

Aus Tagebuchblättern aus Mädchenzeit (S, Kl), Text: V.B., 1881

Das Meister Lied (Singst., Kl), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden, 1902

Lebwohl (Singst., Kl), Text: Josef Seeber, 1906

Abschied (Singst., Kl) Text: Fr. Th. Vischer, 1907

Mein Lied sei Feuer (Singst., Kl), Text: Franz Eichert, Höhenfeuer-Sturmesharfen 1907

Vivat Österreich (Singst., Kl), Text: Joseph von Eichendorff, März 1908

Schilflieder (1. Drüben geht die Sonne scheiden, 2. Trübe wird’s, 3. Auf geheimem Waldespfade, 4. Sonnenuntergang, 5. Auf dem Teich) (Singst., Kl), Text: Nikolaus Lenau, 1909 (vergl. Alban Berg, Sieben frühe Lieder)

Nächtlicher Ausblick (Singst., Kl), Text: Stephan Milow, 1916

Dragonerlied, Text: Theodor Lehnstorff, 1914

Das Lied des Lebens (Wie lang schon ist’s) (Singst., Kl), Text: Rudolf Meißner, Januar 1918

Im Rosengarten (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, 1918

Kaiserlied (Singst., Kl), Text: Heinrich Ritter von Turzansky, 1918

Kaiserin Zita Lied, Text: Heinrich Ritter von Turzansky, 1918

Runenlied, Text: Rudolf Meißner, 1919

Marienmonat (Singst., Org / Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1924

Der heilige Gral, Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1924

Die Totenmesse (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, „Vätersage“, 1924

Der Alte (Singst., Kl), Text: Gisela von Berger, 1925

Die heilige Familie (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, „Vätersage“, 1926

Zu Heidelberg (Singst., Kl), Text: Marianne von Willemer, 1927

Lass diesen Kelch vorübergehen (Bar / B, Kl), Text: Fritz Lemmermayr, 1927

Flügel meiner Seele (Singst., Kl), Text: Hilde Bergmann, 1927

Tanz-Idylle (Singst., Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1927

Andere sehen an meiner Frauen, X. Tanz-Idylle (Singst., Kl)

Komm, sing ein schönes Lied, XXVIII. Tanzidylle (Singst., Kl)

Was wissen Eines wir vom Andern (Singst., Kl), Text: Dora von Stockert-Meynert, Juni 1927

Auf der Eisenbahn (Singst., Kl), Text: Fr. Th. Vischer, 1927

Rückschau und Aufblick (Singst., Kl), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden, Dez. 1927 zum eigenen 70. Geburtstag

Drei Lieder (1. Bitte an Michael, 2. Es standen zwei Mädchen, 3. Augenblicke) (Singst., Kl), Text: Fritz Lemmermayer, 1927/28

Paroles d’ amour (Singst., Kl), Text: W. O. Noltsch, aus der „Wiener Wertherzeit“, 1928

Frühlings-Einzug (Singst., Kl), Text: Christine Anger-Nilius, 1928

Verständnis (Singst., Kl), Text: Fritz Lemmermayer, April 1928

Schubert! (Singst., Kl), Text: L.P., Mai 1928

An Josefine Redlich zu 16. September 1928 (Singst., Kl), Text: Mathilde Kralik von Meyrswalden

Carpe diem (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab, 1929

Sonne (Singst., Kl), Text: O. Rennefeld, „Urgeschwister“, 1928

Das Christkind kommt (Singst., Kl), Text: Oskar Egon Wawerka, 1929

Prolog St. Michaels (Singst., Kl), Text: Hans Reinhardt, Ausgewählte Gedichte, 1929

O Nacht (Singst., Kl), Text: Christian Morgenstern, 1929, uraufgeführt von Frau Josefine Redlich und ihr gewidmet

Vier Lieder (1. Fragezeichen, 2. Liebe, 3. Schiffe, 4. Traum) (Singst., Kl), Text: Adrienne Sarold, 1929

Christnacht (Singst., Kl), Text: Oskar Egon Wawerka, 1930

Im Grünen (Singst., Kl), Text: Enrica Handel-Mazzetti, 1882 (1931)

Wo wirst Du sein (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab, 1931

Pfingstsonntag (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab, 1931

Kindergebet (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab, 1931/1939

Immer weiter (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab, 1931

Lied nach der Trennung (Singst., Kl), Text: Kurt Erich Rotter, 1931

Lass ab von der Liebe (Singst., Kl), Text: Volkslied aus dem Schwarzwald, 1931

Das Mädchen (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab, 1931

Sommerlied (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab, 1931

Gebet des Menelaos (Singst., Kl), Text: Euripides, „Helena“, 1931/32

Gottes Gedanke (B, Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1932

Ein Liebeslied (Singst., Kl, Vl, Vc), Text: Adrienne Sarold, 1932

Erfüllung (Singst., Kl), Text: Adrienne Sarold, 1932

Auf dem Kahlenberg (Singst., Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, 1932

Maienmorgen (Singst., Kl), Text: Chr. Anger-Nilius, 1933

Wien (Singst., Kl), Text: Richard Kralik von Meyrswalden, Januar 1934

64. Sonett von Shakespeare (Singst., Kl), Text: Marianne von Schrutka, 1934

Fantasie (Singst., Kl), Text: Dora von Stockert-Meynert, 1934

Zwei Liebchen (Singst., Kl), Text: E. Mörike, 1934

Fünf Lieder (1. Aufblick, 2. Akkord, 3. Adagio für Cello, 4. Junges Volk, 5. Dank am Morgen) (Singst., Kl, Nr.3 mit Vc ad lib), Text: Anton Wildgans, 1936

Weihnachtslied (Singst., Kl), Text: Anna Kann, 1937

Der Brunnen (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, 1938

Hausspruch (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, 1938

Die Hand des Bauern (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, 1938

Rauhnacht (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, 1938

Der Nussbaum (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, 1938

Die Wallfahrt (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, Juni 1938

Bitte an den Genius (Singst., Kl),,Text: Anna Kann, 1941

Akkord (Singst., Kl.), Text: Anton Wildgans, 1934

Vor dem Tabernakel, 2 Lieder (Singst., Harm), Text: J. Seeber

Abends (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab

Anrufung, Tanzidyll, Text: Richard Kralik von Meyrswalden

Bauernliebe (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin

Musikalischer Eindruck (Singst., Kl / Orch), Text: Christian Morgenstern, „Mensch Wanderer“

Friede (Singst., Kl / Hrf), Text: Domanig

Ich lieb die Marie vom Gerngroß (Singst., Kl), Text: Artur Rebner

Johanniszeit (Singst., Kl), Text: Adolf Müller

Komm mit mir (Singst., Kl)

Lach Kind (Singst., Kl)

Das Lied des Lebens (Singst., Kl), Text: Rudolf Meißner

Märzmorgen (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab

Preislied der deutschen Ehre (T, Kl), Text: Walther von der Vogelweide

Rosenketten (Singst., Kl), Text: Oswald Menghin, „Zyklus Ins goldene Land“

Segen (Singst., Kl), Text: Domanig

Silbernebel (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab

Sinfonie (Singst., Kl), Text: Adrienne Sarold

Sonntag (Singst., Kl), Text: Edmund Schwab

In der Vaterstadt (Singst., Kl), Text: Fr. Th. Vischer

Walzerpreislied des „Neuen Wiener Journals“ (Singst., Kl), Im Herzen von Wien, auch als Lied ohne Worte zu spielen

Weihnachtslied (Singst., Kl), Text: Malea-Vyne

Wiegenlied (Singst., Kl), Text: Malvine Mauthner

Gott ist nur Einer (Singst., Kl) (fragm.)


B. Instrumentalmusik

1. Orchesterwerke

Fest-Ouverture in G-Dur, Januar 1897

Fest-Ouverture „Karl der Große in Wien“, Juni 1906


2. Orchester mit konzertierenden Instrumenten

Violinkonzert in d-Moll (1. Satz 1937, 2. Satz Dez. 1936)

Fest-Ouverture in G, Januar 1897

Fest-Overture „Kaiser Karl der Große in Wien“ (Orch, Kl A), Juni 1906


3. Kammermusik

Sonate (Violine und Klavier), 1878

Trio für Violine, violoncello und Klavier, 1880, Wiederauflage hg. v. Dieter M. Backes, Certosa Verlag

Fantasie (Klavier, Violoncello), Januar 1929

Sonett (Klarinette, Fagott, Horn), 1912

Deutsche Tänze aus der Ostmark (2 Klarinetten, Violoncello, Viola), 1943


4. Klavierwerke

Reigen, Januar 1882

Klaviersonate f-moll, Rhapsodie, 1903

Präludium, Passacaglia und Fugato, Erstausgabe hg. v. Dieter M. Backes Certosa Verlag

Polonaise, Erstausgabe hg. v. Dieter M. Backes, Certosa Verlag

Rhapsodie, Wiederauflage hg. v. Dieter M. Backes Certosa Verlag

Sonate, Wiederauflage hg. v. Dieter M. Backes, Certosa Verlag

Schubert-Huldigungsmarsch 1928. s’gibt nur a Schubert, Stadt - s’ gibt nur a Wean


5. Orgelwerke

Interludium

Festmarsch, 1907

Offertorium in E-Dur, 1907


C. Schriften

„Frauenschönheit – eine Legende“, 2. März 1909, Österreichische Nationalbibliothek, Musiksammlung, Signatur: F53.Kralik.286.Mus
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Quellen

Dokumente:

Österreichische Nationalbibliothek, Musiksammlung, Nachlass von Mathilde Kralik von Meyrswalden, Signatur: F53.Kralik, Mus.Hs.24805-25000

Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Handschriftenabteilung (Autobiografische Skizze)

Privatarchiv von Rochus Kralik von Meyrswalden, Krefeld

Notenausgaben, Gutmann-Verlag, Wien


Literatur:

Gerlinde Haas. Artikel „Mathilde Kralik von Meyrswalden“. In: Eva Marx und Gerlinde Haas. 210 Österreichische Komponistinnen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Salzburg u.a., Residenz-Verlag, 2001

Rochus Kralik von Meyrswalden. Ein Kuss von Liszt, Hamburg, Acabus-Verlag, 2009
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Forschung

Ein Teil von Mathilde Kralik von Meyrswaldens Kompositionen ist verlegt worden, der Großteil ihres kompositorischen Œuvres ist indes als Manuskript überliefert. Das Notenmaterial ist in der Österreichischen Nationalbibliothek zugänglich. Weiteres Quellenmaterial befindet sich im Privatarchiv von Rochus Kralik von Meyrswalden.
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Forschungsbedarf

Wissenschaftliche Untersuchungen zu Leben und Schaffen von Mathilde Kralik von Meyrswalden stehen noch aus. Wünschenswert wären grundlegende Forschungen zur Entstehung, Aufführung und Rezeption ihrer Werke.
Autor/innen:
Rochus Kralik von Meyrswalden, April 2008

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Regina Back
Zuerst eingegeben am 02.07.2008