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Lou Koster

Louise Koster, Luise Koster, Anne Marie Louise Koster

* 7. Mai 1889 in Luxemburg-Stadt, Luxemburg.
† 17. November 1973 in Luxemburg-Stadt, Luxemburg.



„So war auch die Frau, welche diese Musik schrieb. Schlicht und bescheiden, doch kämpferisch, wenn es um die Rechte der Unterdrückten und der Minderheiten ging. Lou Koster trauerte einer fast utopischen Romantik nach, doch wunderte es ihre Freunde nicht, sie in Anti-Kriegs-Meetings oder bei Versammlungen der Frauenbewegungen zu sehen. Lou Koster verabscheute physische Gewalt, viel mehr noch die Unfreiheit des Geistes.“

(Al Schmitz. „Lou Koster 1889-1973. Der großen Luxemburger Komponistin zum Gedenken.“ In: „Tageblatt“, 26. November 1973)
H�rbeispiel
Lou Koster, "Chantant tout bas", Mady Bonert (Sopran), Claude Weber (Klavier), CD "Helen Buchholtz und Lou Koster", Luxemburg: Euterpe Frauenmusikforum Luxemburg im Cid-femmes, 2003. EUTERPE 2.
Schriftprobe
Mediennachweis

Foto: Copyright Cid-femmes Luxemburg


Audio: Mit freundlicher Genehmigung von Mady Bonert, Claude Weber und Cid-femmes Luxemburg.

Schriftprobe: Copyright Cid-femmes Luxemburg

Tätigkeitsfelder
Komponistin, Pianistin, Stummfilmmusikerin, Klavierlehrerin, Violinlehrerin, Musikpädagogin, Orchesterleiterin, Konzertveranstalterin, Sängerin

Orte und Länder
Lou Koster lebte und wirkte vor allem in Luxemburg. Während sie ihre Lieder und Chormusik in luxemburgischer Sprache für ein luxemburgisches Publikum komponierte, versuchte sie mit ihren deutschen und französischen Vertonungen die engen Landesgrenzen zu überschreiten. Ihre Werke publizierte sie in luxemburgischen, belgischen wie deutschen Verlagen. In ihrer Jugend lebte sie rund zwei Jahre in Paris, und zwar im Haus ihrer musikbegabten Tante Anna Hoebich. Dank der Mäzenenfamilie Mayrisch hielt sie sich später immer wieder auch im südfranzösischen Cabris auf.

Profil
Lou Koster war eine vielseitig begabte Musikerin. Als Komponistin hinterließ sie ein umfangreiches Werk von 322 Kompositionen. Als eine der ersten Komponistinnen Luxemburgs (zusammen mit der fast gleichaltrigen Helen Buchholtz) war sie in jungen und mittleren Jahren vielleicht stärker als ihre Kolleginnen im Ausland mit den üblichen Vorurteilen gegenüber weiblichem Komponieren konfrontiert und litt sehr darunter. In den ersten fünfzehn Jahren komponierte sie vor allem „heimlich“, für die Schublade und hatte kaum den Mut, mit ihren Werken vor das Publikum zu treten. Erst ab den 1920er Jahren feierte sie erste öffentliche Erfolge als Komponistin. In ihrem Leben wechselten sich Phasen von Popularität (1930er, 1960er, 1970er Jahre) mit Phasen ab, in denen ihre Kompositionen kaum aufgeführt wurden (1905-1920, 1940er, 1950er Jahre). Im Alter setzte sie sich mit viel Engagement selbst dafür ein, ein Publikum für ihre Werke zu finden. Während in ihrem früheren Schaffen das Komponieren von Unterhaltungsmusik einen bedeutenden Stellenwert einnahm, konzentrierte sie sich in späteren Jahren vor allem auf ihr Liedschaffen in den drei Sprachen Luxemburgs. Neben ihrer kompositorischen Tätigkeit trat sie als Pianistin, Violinistin, Stummfilmbegleiterin und Orchesterleiterin auf und wirkte über einen Zeitraum von 46 Jahren am Konservatorium Luxemburg als Musikpädagogin.

Biografie

Lou Koster, geboren 1889, lernte bei ihrem Großvater Franz Ferdinand Bernhard Hoebich, dem allerersten Kapellmeister der Luxemburger Militärmusik, elementare Musiktheorie, Violine und Klavier, bevor sie sich im Jahr 1906 in das neu gegründete Luxemburger Konservatorium einschrieb, um ihre Studien in den Fächern Violine, Klavier, Solfeggio und Harmonielehre weiterzuführen. Von 1908 bis 1954 unterrichtete sie an dieser Schule selbst zuerst Klavier und Violine, später dann nur noch Klavier. Nach eigener Aussage fühlte sie sich bereits als Kind zur Komponistin berufen. Ihre ersten Werke (ca. um 1905) waren Liedvertonungen. Mit der Aufführung der einaktigen Operette „An der Schwemm“ nach einem Libretto von Batty Weber feierte die zweiunddreißigjährige Musikerin 1922 ihr öffentliches Debüt als Komponistin. Jüngere Forschungen haben zu Tage geführt, dass Lou Koster in den 1930er Jahren beim neugegründeten Radio Luxemburg mit hauseigenem Orchester große Erfolge verzeichnete: Ihre unterhaltenden Orchesterwerke, allen voran Walzersuiten, standen immer wieder auf dem Programm. In der NS-Besatzungszeit wurde es um die Komponistin, wie um die meisten ihrer luxemburgischen Kollegen, vollends still. In der Nachkriegszeit schaffte sie es zuerst nicht, an ihre vorigen Erfolge vor dem Krieg wieder anzuknüpfen. Mit dem Zeitgeist hatte sich auch der Musikgeschmack verändert. In den 1940er und 1950er Jahren litt Lou Koster daher stark unter ihrer Isolation. Zu Beginn der 1960er Jahre gründete sie das Ensemble „Onst Lidd“, gab mit ihm unzählige Konzerte in Luxemburg und machte so einen gewichtigen Teil ihres Œuvres – die Lieder - bekannt. Ihren größten Erfolg erlebte sie dreiundachtzigjährig. Am 9. Juli 1972 wurde in der Echternacher Basilika ihr umfangreichstes Werk, die Ballade für Solisten, Chor und Orchester „Der Geiger von Echternach“ nach einem Text von Nikolaus Welter, vom RTL-Orchester und der „Chorale Municipale Uelzecht“ unter der Leitung von Pierre Cao uraufgeführt. Die Reaktion von Publikum wie Presse war geradezu euphorisch. Nationaler Stolz steht in den Kritiken im Mittelpunkt. Am 17. November 1973 starb Lou Koster im Alter von vierundachtzig Jahren in Luxemburg-Stadt. Ihr Œuvre umfasst nach aktuellem Kenntnisstand 322 Werke, rund 20 % der Kompositionen sind allerdings heute verschollen bzw. nur in fragmentarischer Form erhalten (mehr dazu, siehe Werk).
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Würdigung

Lou Koster komponierte über einen Zeitraum von rund 60 Jahren 322 Einzelkompositionen. Von diesem Gesamtoeuvre sind heute 255 Kompositionen in vollständiger Fassung erhalten, 67 Werke sind verschollen bzw. nur in fragmentarischer Form erhalten.
Wenn auch die meisten ihrer Werke bis heute nur in Manuskriptform erhalten sind (nur 46 wurden zu Lebzeiten veröffentlicht), bemühte sich die Komponistin doch offensichtlich intensiv um Kontakte zu Verlagen in Luxemburg und in den angrenzenden Ländern (Belgien, Deutschland).
Neben ihrer kompositorischen Tätigkeit wirkte Lou Koster während nahezu einem halben Jahrhundert als Klavierpädagogin am Konservatorium Luxemburg und bildete in dieser Zeit eine Reihe guter Pianistinnen und Pianisten aus.
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Rezeption

Rezeption zu Lebzeiten
Man kann, was die Rezeption des kompositorischen Schaffens Lou Kosters zu ihren Lebzeiten betrifft, von vier Phasen sprechen.

Von 1905 bis 1919 komponierte sie nur „heimlich“, wenn sie eigene Werke vorstellte, dann nur anonym (in den Programmen, die sie als Stummfilmmusikerin in den Kinos spielte).

Nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte ein Schub in ihrem Selbstbewusstsein. Sie wurde Mitglied der S.A.C.E.M, trat mit umfangreicheren Werken vor die Öffentlichkeit und suchte und fand Verleger im In- wie Ausland. Einen ersten großen Erfolg feierte sie mit ihrer Operette „An der Schwemm“, die von der Presse ausgesprochen positiv aufgenommen wurde. Die üblichen Phrasen, mit denen Kritiker häufig herablassend auf das Werk einer jungen Komponistin reagierten, kommen nicht vor. Gelobt wird die Frische, die Kantabilität, die Vielfältigkeit ihrer „schön ausgeformten Musiksprache“, die „weit über dem Niveau der Operette“ steht und „ein starkes Gefühl für den Stil des ernst bewegten Liedes“ verrät („Luxemburger Zeitung“ Nr. 112, 22. April 1922). In den 1930er Jahre wurde sie mit ihren schwungvollen, unterhaltenden Orchesterwerken bei Radio Luxemburg populär. In der Presse tauchte ihr Name immer wieder auf.

Mit der NS-Besatzungszeit (1940-44) brach das Interesse an Lou Koster jäh ab. Nach dem Krieg hatte sich der Musikgeschmack verändert. In den 1950er Jahre, eine ohnehin für Künstlerinnen wenig förderliche Zeit, komponierte Lou Koster vielfach wiederum nur für die Schublade. Sie litt stark unter dem Desinteresse von Musikern und Publikum.

Anfang der 1960er Jahre machte Lou Koster in den zahlreichen Konzerten des von ihr gegründeten Vokalensembles „Onst Lidd“ ihr Vokalschaffen bei einer breiteren Öffentlichkeit in Luxemburg bekannt. Parallel zu den Aktivitäten des Ensembles stieg auch das Presseecho, das nahezu ausnahmslos sehr positiv war, an. Als 1972 eines ihrer Hauptwerke – „Der Geiger von Echternach“ - aufgeführt wurde, hatte es den Anschein, als hätte Lou Koster sich längst Eingang in die Luxemburger Musikgeschichte verschafft.

Posthume Rezeption
Nach dem Tod der Komponistin setzte sich das von ihr gegründete Vokalensemble ‚Onst Lidd‘ weiterhin dafür ein, dass ihre Werke nicht in Vergessenheit gerieten. Da der weitaus größte Teil ihrer Kompositionen in den Händen der ehemaligen Mitglieder des Ensembles war, interessierten sich allerdings kaum andere Interpreten und Musikwissenschaftler für das Schaffen Kosters, das somit in Vergessenheit zu geraten drohte, insbesondere da – altersbedingt – die Auftritte des Ensembles immer seltener wurden.

Das Jahr 2003 – in dem es zur Gründung des „Archivs Lou Koster im Cid-femmes“ kam – läutete eine Wende in der Rezeptionsgeschichte ein, da nun erstmals das Gesamtschaffen der Komponistin öffentlich zugänglich wurde. Seitdem interessieren sich Interpretinnen und Interpreten vermehrt für das Werk, das wieder regelmäßiger in Konzerten zu hören ist. Mittlerweile wurden auch eine CD mit einer Auswahl ihrer Lieder sowie eine weitere mit ihrer Ballade für Solisten, Chor und Orchester „Der Geiger von Echternach“, eingespielt, eine Masterarbeit über ihr Liedschaffen sowie eine weitere über ihr Werk „Der Geiger von Echternach“ verfasst sowie ausgewählte Werke in Unterrichtsmaterialien für Kinder erschlossen.
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Werkverzeichnis

Das Gesamtwerk Lou Kosters und die Gründung des „Archiv Lou Koster im Cid-femmes“

Bis 2003 war der weitaus größte Teil ihrer Kompositionen in Privatbesitz und kaum zugänglich. Einen Teil ihrer Manuskripte hatte die Komponistin bereits zu Lebzeiten den Mitgliedern des Ensembles „Onst Lidd“, Laurent Koster (*1935), Venant Arend (*1935) und Béby Kohl-Thommes (*1923) versprochen. Die Partituren, die Laure Bodson-Koster (1902-1999) erbte, gab sie Laurent Koster, der, wie der Name es vermuten lassen könnte, dennoch kein Familienangehöriger ist, in Verwahrung.

2003 gründete „Euterpe Frauenmusikforum Luxemburg im Cid-femmes“ das „Archiv Lou Koster“. Bei diesem Projekt arbeitete „Euterpe“ eng mit der Nationalbibliothek Luxemburgs zusammen. Gemeinsam ist es den beiden Bibliotheken gelungen, im Jahr 2003 ein Großteil des kompletten Oeuvres von Lou Koster zu archivieren und im „Archiv Lou Koster im Cid-femmes“ erstmals öffentlich zugänglich zu machen. Durch Schenkung von Originalen aus dem Besitz von Venant Arend sowie durch Ankauf der umfangreichen Manuskriptsammlung von Laurent Koster konnte auch die Nationalbibliothek ihre Sammlung luxemburgischer Partituren um weitere wertvolle Werke bereichern (die Manuskripte des „Fonds Koster“ in der Nationalbibliothek wurden allerdings aus Personalmangel bis heute (2012) noch nicht archivarisch erfasst).

Das „Archiv Lou Koster im Cid-femmes“ umfasst 430 Partituren, d.h. insgesamt 255 vollständig überlieferte Kompositionen, die oft gleich in verschiedenen Autografen erhalten sind. Zusätzlich werden 26 fragmentarisch überlieferte Werke archiviert. Insgesamt gelten 41 Werke, deren Existenz entweder durch Aufführungen oder Aufnahmen bezeugt sind, heute als verschollen. Überliefert sind 64 deutsche, 35 luxemburgische und 34 französische Lieder,19 Kinderlieder, 8 Werke für mehrere Singstimmen und Klavier, 27 Klavierstücke, 3 kammermusikalische Werke, 15 Werke für gemischten Chor, 12 Werke für Männerchor, 12 Werke für Kinderchor (Kinderlieder und szenische Märchen),12 Werke für Sinfonieorchester, 2 Werke für Blasorchester, 6 Orchesterlieder, 3 Werke für Chor und Orchester, die Ballade für Solisten Chor und Orchester „Der Geiger von Echternach“ (T.: N. Welter), die Operette „An der Schwemm“ (deutsche Fassung: „Amor im Bade“, T,: B. Weber), das Mysterienspiel für Solisten, Chor und Orchester „Das Krönlein der Muttergottes“ (T.: W. Weis).
Bemühungen werden laufend unternommen, um verschollene bzw. fragmentarische Kompositionen in vollständigen Fassungen für das Archiv Lou Koster wiederzufinden. In den letzten Jahren wurden zehn Werke wiedergefunden.

Die erhaltenen Werke sind nur selten datiert, so dass die Erstellung eines chronologischen Werkverzeichnisses mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist.
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Repertoire

Lou Koster trat als Pianistin vor allem in kammermusikalischen Besetzungen oder als Liedbegleiterin auf. Da ihre Musikbibliothek nur zu geringen Teilen erhalten ist und auch viele Auftritte unrezensiert blieben, kann man über ihr Repertoire nur wenig aussagen.
Man weiss aber z.B., dass sie 1919 die junge, avancierte Tänzerin Jeanne Ronsay bei einer ihrer Debussy Choreografien in Luxemburg begleitete.
Zur Stummfilmzeit musizierte sie zusammen mit ihren Schwestern regelmäßig in den Kinos. Den Aussagen ihrer Schwester Laure nach war Lou Koster eine begabte Improvisatorin.
Ab den 1960er Jahren übernahm sie in den Konzerten des von ihr gegründeten Ensembles „Onst Lidd“ die Klavierbegleitung. Auf dem Programm standen überwiegend eigene Kompositionen sowie Lieder anderer luxemburgischer Komponisten. Einige wenige Mitschnitte von Radioaufnahmen von Liedern, die Lou Koster am Klavier begleitete, sind allerdings überliefert: 16 eigene Lieder (14 nach Texten von Nik. Welter, zwei Goethevertonungen), zwei Brahms- und drei Schubert-Lieder.
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Quellen

a) Archive, Bibliotheken, Privatpersonen

Archiv Lou Koster im Centre d’information et de documentation des femmes Thers Bodé (Cid-femmes) Luxemburg (Partituren, Photographien, Zeitungsausschnitte, Programmhefte, Aufnahmen, Briefe, autobiografische Schriften, biografische Dokumente, Tonaufnahmen, Sekundärliteratur etc.).

Nationalbibliothek Luxemburg / CEDOM (Originalmanuskripte, Gedichtbände mit handschriftlichen Liedentwurfsskizzen von Koster, Aufnahmen, Sekundärliteratur).

Centre National de Littérature Mersch (Briefe, Librettomanuskripte, Sekundärliteratur, Noten).

Centre National Audiovisuel Dudelange / CNA (Mitschnitte von Radio Luxemburg Aufnahmen, sonstige Tondokumente)

Archiv des Musikkonservatoriums Luxemburg (Inskriptionsregister, Berichte aus Wettbewerben, Berichte der Aufsichtskommission, Broschüren von Wettbewerben und Preisverleihungen).

Standesamt Luxemburg, Diekirch, Dalheim (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden der Familie Koster).

Privatbesitz Familie Jean-Paul Koster (Photographien, Briefe, Zeitungsausschnitte, Erinnerungsstücke)

Privatbesitz Venant Arend (gedruckte Gedichtbände mit Notenskizzen in der Handschrift der Komponistin, umfangreiches Programm- und Pressearchiv des Ensembles „Onst Lidd“ sowie des „Comité Lou Koster“).

Privatbesitz Béby Kohl-Thommes (handschriftliche Partituren, Kopien davon befinden sich im Archiv Lou Koster im Cid-femmes sowie in der Nationalbibliothek).

b) Notenausgaben

Lou Kosters Kompositionen wurden von folgenden Musikverlagen publiziert (siehe auch das Werkverzeichnis):

B. Schellenberg, Luxemburg

Kieffer-Binsfeld, Luxemburg

Lëtzeburger Vollekslidder-Verlag, Luxemburg

Aurora, Weinböhla bei Dresden

Schott Frères, Brüssel

F. Lauweryns, Brüssel

Maison Musicale Moderne, Brüssel

Junne, Brüssel

Paans Wilhelms, Brüssel

c) Ikonografische Quellen

Photoarchiv Lou Koster im Cid-femmes (392 Photos aus dem Privatbesitz der Musikfamilie Koster-Hoebich)

d) Sekundärliteratur

Pressearchiv

In der Luxemburger Presse erschienen zahlreiche Artikel über Lou Koster. Das Pressearchiv Lou Koster im Cid-femmes umfasst zur Zeit 569 Presseausschnitte. Dabei handelt es sich vor allem um Konzertankündigungen, Ankündigungen von Radiosendungen und Neuerscheinungen von Partituren, aber auch Konzertkritiken und Portraits. Prozentual gesehen beschäftigen sich nur sehr wenige Artikel mit den Kompositionen selbst, Rezensionen von publizierten Werken sind äusserst selten. Das Pressearchiv Lou Koster kann vor Ort in der Bibliothek des Cid-femmes konsultiert werden.

Zeitungs- und Zeitschriftenartikel (chronologisch)
Arend, Venant, und Félix Steinberg. Lou Koster: 1889-1973. Luxemburg: Comité Lou Koster, 1990. 44 Seiten.

Roster, Danielle. „Die Komponistin Lou Koster (1889-1973)“. In: ‚Wenn nun wir Frauen auch das Wort ergreifen...’. Frauen in Luxemburg - Femmes au Luxembourg. 1880-1950. Goetzinger, Germaine, Lorang, Antoinette und Renée Wagner (Hg.). Luxemburg: Publication Nationale, 1997. S. 289-307.

Roster, Danielle. „La compositrice Lou Koster (1889-1973)“. In : Sextant. Revue du groupe interdisciplinaire d’Etudes sur les Femmes (ULB) Numéro 12, 1999. S. 87-116.

Roster, Danielle und Daniela Höhn. „Lou Koster und Laure Koster“. In: Komponistinnen entdecken. Unterrichtsmappe für Lehrerinnen und Lehrer der Vor-und Primärschulen. Numéro spécial du Courrier de l’Education nationale. Reihe: Kinder entdecken Künstlerinnen Band 1. Luxemburg: Cid-femmes, Ministère de l’Education nationale et de la Formation professionnelle, 2006.

Roster, Danielle: „Natur und Emotionen in der Musik. Lou Kosters Hochsommer - Zwei Lieder von Anise Koltz,“ in: Aufbrüche und Vermittlungen. Beiträge zur Luxemburger und europäischen Literatur- und Kulturgeschichte. Hg. v. Claude D. Conter und Nicole Sahl. Bielefeld: Aisthesis Verlag 2010, S. 513-532.

Roster, Danielle: „Lou Koster“. in: Annette Kreutziger-Herr / Melanie Unseld (Hrsg.) Lexikon Musik und Gender. Kassel, Stuttgart: Verlag J.B. Metzler, Bärenreiter-Verlag 2010.

Anders-Malvetti, Ursula: „Die luxemburgischen Komponistinnen Helen Buchholtz und Lou Koster.“ In: Nos cahiers Nr. 1, Jg. 32, 2011, S. 83-109.

Sagrillo, Damien; Nitschké, Alain: „Von der ‚luxemburgischen‘ zur globalen Besetzung des Blasorchesters in Luxemburg. Die Blasmusikwerke von Helen Buchholtz, Lou Koster und Fernand Mertens.“ in: Sagrillo, Damien; Nitschké, Alain, Hg.: Kongressbericht Echternach, Luxemburg 2008. Reihe Alta Musica – Eine Publikation der Internationalen Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der Blasmusik Band 28. Tutzing 2010, S. 359-391

Roster, Danielle: „Lou Koster (1889-1973) “ in: Béatrice Didier, Mireille Calle-Gruber, Antoinette Fouque: Le Dictionnaire des créatrices. Paris : Ed. Des Femmes, erscheint voraussichtlich im Jahr 2012.

Magisterarbeiten
Guden, Sarah. Lou Koster. Une compositrice luxembourgeoise. Analyse de sa place dans la musique du XXème siècle à partir de sa production de lieder. Mémoire présenté sous la direction de Monsieur Mathieu Schneider. Université Marc Bloch de Strasbourg UFR ARTS Département de Musique, 2004-2005.

Schaeffer, Kerstin: ‚Der Geiger von Echternach‘ für Soli, Chor und Orchester von Lou Koster. Analyse, Kultur- und Rezeptionsgeschichte. Masterarbeit Carl von Ossietzky Universität Oldenburg 2011.

Monografien
Roster, Danielle. Lou Koster. Reihe Europäische Komponistinnen. Köln Wien: Böhlau Verlag (in Vorbereitung).


e) Diskografie

CD
Lou Koster. Lieder. InterpretInnen: B. Kohl-Thommes (S), P. Oth (S), M.-J. Klein (A), V. Arend (T), L. Koster (Bar.), P. Schmit (T), Chorales réunies (Ltg. N. Schuh), Klavierbegleitung: J. Braun-Giampellegrini, E. Hennicot-Schoepges, F. Jung, J.-P. Kemmer, Lou Koster, R. Mertzig, P. Nimax. Luxemburg: Musek Edy Noël, 1995. CD-9509-2.

Lou Koster. Der Geiger von Echternach. InterpretInnen: B. Kohl-Thommes (S), V. Arend (T), L. Koster (Bar.), Chorale Municipale ’Uelzecht’, Orchestre de Radio-Télé-Luxembourg, Ltg.: Pierre Cao. Luxemburg: Musek Edy Noël, 1995. CD-9509-1.

Helen Buchholtz und Lou Koster – Lieder luxemburgischer Komponistinnen. Mady Bonert, Sopran, Claude Weber, Klavier. Luxemburg: Euterpe Frauenmusikforum Luxemburg im Cid-femmes, 2003. EUTERPE 2.

Der Geiger von Echternach. Ballade für Solisten, Chor und Orchester nach einem Text von Nik Welter. Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Chœur national du Luxembourg, Anja Van Engeland (S), Jeff Martin (T), Ekkehard Abele (Bar) Pierre Cao, Ltg. Dudelange: CNA 2010.

Lou Kosters Nik Welter Lieder. V. Arend, J. Braun-Giampellegrini. Lxemburg: V. Arend, 2012.

Mélodies françaises de Lou Koster / Französische Lieder von Lou Koster. Vincent Lièvre-Picard, Emmanuel Olivier, Hg. von Cid-femmes und CNA (in Vorbereitung)

Moselträume. Walzer und Märsche für Orchester von Lou Koster. Orchester Estro Armonico (in Vorbereitung)

Singles
Rosenmär; Mir ist wie einem Kind; Die Sekunden singen; O die Hände, deine Hände; Als ich des Abends bei dir stand; Braucht es wirklich vieler Worte. Texte: Nikolaus Welter. Onst Lidd. o.O.: Frechen Delta Music, [1968]. 40.030 B.

LPs
Onst Lidd. u.a. drei Lieder von Lou Koster nach Texten von Willy Goergen und Michel Hever. Onst Lidd, Jean-Pierre Kemmer, Klavier (1978).

Musikkassetten
Erennerongen. U.a. drei Lieder von Lou Koster nach Texten von Willy Goergen und François Meyer. Venant Arend, Jeannette Braun-Giampellegrini, Klavier (1978).

Links

www.cid-femmes.lu
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Forschung

Seit 2003 ist das „Archiv Lou Koster im Cid-femmes“ der Öffentlichkeit in der Bibliothek des Cid-femmes in Luxemburg zugänglich (Bestand: siehe Werke). Eine Monografie ist in Arbeit (siehe Literatur und Quellen).
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Forschungsbedarf

Da das Werk Lou Kosters bis vor kurzem nicht zugänglich war, stehen musikalische Analysen und übergreifende Betrachtungen zu bestimmten Werkgruppen ihres kompositorischen Schaffens immer noch aus. Zu diesen gehören z.B.: die Operette „An der Schwemm“ (deutsche Version: Amor im Bade), die Unterhaltungsmusik für Orchester, die Kompositionen für Kinder u.a.
Autor/innen:
Danielle Roster, Die Grundseite wurde im Dezember 2007 erstellt.

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Regina Back, Ellen Freyberg
Zuerst eingegeben am 28.03.2008.
Zuletzt aktualisiert am 06.02.2012.