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Clotilde Kleeberg

Clotilde Kleeberg-Samuel, Klothilde Kleeberg

* 27. Juni 1866 in Paris, Frankreich.
† 7. Februar 1909 in Brüssel, Belgien.



„So war ihr Spiel […] nicht groß, nicht monumental, sondern ganz im Gegenteil, klein, zierlich, durchsichtig fein, liebenswürdig und von zarter und echter Poesie getragen.“

(Walter Niemann: Meister des Klaviers. Die Pianisten der Gegenwart und der letzten Vergangenheit. Berlin: Schuster & Loeffler, 1921, S. 67)
Mediennachweis

Bild:
Universitätsbibliothek Frankfurt a. M., Sammlung Manskopf, Signatur: S36_F04951.

Tätigkeitsfelder
Pianistin


Orte und Länder
Clotilde Kleeberg wurde in Paris als Kind einer aus Mainz eingewanderten Familie geboren und erhielt ihre musikalische Ausbildung am Pariser Konservatorium. Ihre Aufenthaltsorte bis zu ihrer Heirat im Jahr 1900 sind ungewiss. Möglicherweise studierte sie in den 1880er Jahren bei Clara Schumann in Frankfurt a. M., ließ sich 1885 in London nieder (vgl. „The Musical Times“ vom 1. Juni 1885, S. 331) und könnte zwischen zwischen 1886 und 1890 in Deutschland oder Frankreich gelebt haben. Spätestens ab 1900 wohnte Clotilde Kleeberg mit ihrem Mann, dem belgischen Bildhauer Charles Samuel, in Brüssel.

Eine erste Konzerttournee 1881 führte Clotilde Kleeberg durch Dänemark, Russland, Österreich und Holland; ab 1883 bzw. 1887 konzertierte sie regelmäßig in Deutschland, England und Frankreich und trat in weiteren europäischen Metropolen auf.


Profil
Clotilde Kleeberg wurde am Pariser Conservatoire bei Madame Massart ausgebildet und begann bereits als Kind öffentlich zu konzertieren. Nach ihrem Studium debütierte sie in London und machte sich dort innerhalb kürzester Zeit als herausragende Pianistin einen Namen. Ihrer Herkunft entsprechend – sie wuchs als Kind deutscher Eltern in Paris auf – dehnte sie später ihren Wirkungskreis auf Deutschland und Frankreich aus und konzertierte bis zu ihrem Rückzug aus der Öffentlichkeit 1906 mit großer Regelmäßigkeit in London, Paris und Berlin. Der Schwerpunkt ihres Repertoires lag auf klassisch-romantischen Werken, darunter Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Robert Schumann, Frédéric Chopin und Camille Saint-Saëns. Das Poetische ihres Spiels, verbunden mit einer herausragenden Virtuosität, brachte ihr den Ruf einer „französischen Clara Schumann“ ein (Niemann 1921, S. 67).

Biografie

Clotilde Kleeberg wurde am 27. Juni 1866 in Paris als Tochter einer aus Mainz eingewanderten Familie geboren. Über ihre erste musikalische Ausbildung ist bislang nichts bekannt. Noch als Kind wurde sie am Pariser Konservatorium aufgenommen, erhielt dort zunächst Unterricht von Émile Réty und studierte später Klavier bei der seinerzeit bekannten Pianistin Louise Massart. Mit elf Jahren, 1877, erhielt sie bei den Prüfungskonzerten die goldene Medaille des Pariser Konservatoriums und gewann ein Jahr später den ersten Preis für Klavier. Möglicherweise setzte Clotilde Kleeberg in den 1880er Jahren ihr Studium bei Clara Schumann in Frankfurt a. M. fort (vgl. „The Musical Times“ vom 1. März 1909, S. 174); Kontakte zu Clara Schumann sind jedoch bislang nicht nachzuweisen (s. Abschnitt „Forschungsinformationen“).

Lexikonartikel verweisen darauf, dass Clotilde Kleeberg im Jahr 1878 erstmals für die von Jules Etienne Pasdeloup in Paris veranstalteten Concerts Populaires als Solistin verpflichtet wurde. In diesem Rahmen spielte sie Ludwig van Beethovens Klavierkonzert c-Moll (op. 37) sowie einige Werke für Klavier solo von Frédéric Chopin. 1881 folgte eine erste Konzerttournee durch Dänemark, Russland, Österreich und Holland (vgl. z. B. Artikel Jewish Encyclopaedia 1901ff.). Näheres über diese frühen Auftritte ist bislang nicht bekannt.

Ihre offizielle Laufbahn als Pianistin begann Clotilde Kleeberg in London. Dort debütierte sie 1883, im Alter von 17 Jahren, mit einem eigenen Konzert und spielte am 9. Juni 1883 als Solistin im Rahmen eines Benefizkonzertes im Crystal Palace unter der Leitung von August Manns. Bereits ein Jahr später trat sie in allen größeren Konzertsälen und Konzertreihen Londons als Solistin und Kammermusikerin auf. Sie konzertierte am 28. Oktober 1884 mit Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Es-Dur (op. 73) sowie mit einigen Werken für Klavier solo von Georg Friedrich Händel, Felix Mendelssohn Bartholdy und Frédéric Chopin in den Crystal Palace Concerts (vgl. „The Times London“ vom 28. Oktober 1884, S. 8), trat am 8. November 1884 in den Saturday Popular Concerts in Ludwig van Beethovens Trio für Klavier, Klarinette und Violoncello B-Dur (op. 11) sowie mit Frédéric Chopins Etude c-Moll (aus op. 10) und dessen Allegro de Concert A-Dur (op. 46) auf („The Musical Times“ vom 1. Dezember 1884, S. 695) und gab Anfang Dezember 1884 ein eigenes Konzert in der Prince’s Hall, bei dem sie u. a. zwei Präludien und Fugen von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethovens Waldstein-Sonate C-Dur (op. 53) und Franz Liszts Etude de Concert Des-Dur spielte. Ein Rezensent der „London Times“ schrieb über das Konzert: „The pianoforte recital given by Mdlle. Clotilde Kleeberg […] fully confirmed the favourable impression produced by that young artist at several recent concerts. Her versatility was shown in the works of the numerous composers – from Bach and Handel to Liszt and Raff – from which her selection was made. […] Beethoven’s ‘Waldstein’ sonata was, perhaps, upon the whole, the most successful feature of the performance. The entire rendering betokened individual feeling and careful study”. („Das Konzert, das Mdlle. Kleeberg gab, […] bestätigte vollkommen den positiven Eindruck, den die junge Künstlerin in verschiedenen vorangegangenen Konzerten hinterließ. Ihre Vielseitigkeit zeigte sich in den Werken zahlreicher Komponisten – von Bach und Händel bis Liszt und Raff – aus denen sie ihr Programm zusammenstellte. […] Beethovens ‚Waldstein‘-Sonate war vielleicht aufs Ganze gesehen, der gelungenste Beitrag ihres Auftritts. Die gesamte Interpretation zeigte individuelles Gefühl und sorgfältige Einstudierung“. „The Times London“ vom 5. Dezember 1884, S. 4; vgl. auch „The Musical Times” vom 1. Januar 1885, S. 15)
Auch in den folgenden „Seasons” war Clotilde Kleeberg als Solistin und Kammermusikerin mit vorwiegend barockem und klassisch-romantischem Repertoire vertreten. So gab sie z. B. im Mai/Juni 1885 sowie nochmals im November/Dezember desselben Jahres je zwei eigene Konzerte in der Londoner St. James’s Hall. In einem der Konzerte, im November 1885, spielte sie u. a. Johann Sebastian Bachs „Französische Suite“ G-Dur (BWV 816), Ludwig van Beethovens Klaviersonate B-Dur (op. 22), Robert Schumanns „Kreisleriana“ (op. 16) sowie Felix Mendelssohn Bartholdys „Variations sérieuses” d-Moll (op. 54). Begeistert rezensierte die „Musical Times”: „Such a selection is far more interesting than one composed of odds and ends if the executant is capable of doing it justice, and Mdlle. Kleeberg’s playing must have satisfied the most fastidious listener. The suite was rendered with perfect technique, the Sonata with charming taste and expression, and the Variations with considerable power. A better all round performance could not have been desired, and the claims of the pianist to rank among the highest in her profession can no longer be disputed.” („So ein Programm ist wesentlich interessanter als eines, das aus kleinen Stücken zusammengesetzt ist, wenn die Ausführende ihm gerecht wird, und Mdlle. Kleebergs Spiel befriedigte selbst den anspruchsvollsten Hörer. Die Suite wurde mit perfekter Technik wiedergegeben, die Sonate mit wundervollem Geschmack und Ausdruck und die Variationen mit beachtlicher Kraft. Einen besseren, vielseitigeren Auftritt hätte man sich nicht wünschen können, und das Anrecht der Pianistin, den besten ihres Faches zugeordnet zu werden, kann nicht länger bestritten werden.“ „The Musical Times“ vom 1. Dezember 1886, S. 719; vgl. auch „The Times London” vom 29. November 1886)
Nach einer längeren Pause von vier Jahren trat Clotilde Kleeberg Anfang Juni 1890 wieder in London auf und konzertierte dort in den folgenden Jahren regelmäßig. Zu ihrem Repertoire zählten dabei Robert Schumanns „Kinderszenen“ (op. 15), Georges Bizets „Variations chromatiques“ und Franz Liszts Polonaise Es-Dur, das „Italienische Konzert“ (BWV 971) von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethovens 32 Variationen c-Moll (WoO 80), Robert Schumanns Klaviersonate fis-Moll (op. 11) sowie das „Allegro de Concert“ A-Dur (op. 47) von Frédéric Chopin (vgl. „The Times London“ vom 10. Juni 1890, S. 4; vom 4. Dezember 1891, S. 3; „The Musical Times“ vom 1. Januar 1892, S. 26). Anfang Januar 1893 konzertierte Clotilde Kleeberg in den „Saturday Popular Concerts”; sie spielte dabei Johann Sebastian Bachs „Chromatische Fantasie und Fuge“ (BWV 903) und trat als Kammermusikerin mit der Geigerin Wilma Neruda und dem Cellisten Alfredo Piatti im Klaviertrio F-Dur (op. 18) von Camille Saint-Saëns und dem Klavierquintett c-Moll (op. 16) von Hermann Goetz auf. Die „London Times“ schrieb über die Pianistin: „Mlle. Clotilde Kleeberg has now established her reputation as a player of extraordinary accuracy and refinement, and her interpretation of Bach’s Chromatic Fantasia roused the audience of Saturday to unusual enthusiasm.“ („Mlle. Clotilde Kleeberg hat sich nun ihren Ruf als Pianistin von außergewöhnlicher Sorgfalt und Feinsinnigkeit gesichert, und ihre Interpretation von Bachs Chromatischer Fantasie drängte am Samstag das Publikum zu ungewöhnlichem Enthusiasmus.“ „The Times London“ vom 17. Januar 1893, S. 5) Ende März 1894 konzertierte Clotilde Kleeberg mit Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll (op. 54) in den Crystal Palace Concerts unter der Leitung von Charles Villiers Stanford, trat im Herbst 1895 am selben Ort mit Ludwig van Beethovens Klavierkonzert c-Moll (op. 37) auf und interpretierte im November 1896 Felix Mendelssohn Bartholdys Klavierkonzert g-Moll (op. 25) unter der Leitung von Alberto Randegger im Rahmen der Saturday Popular Concerts in der Queen’s Hall („The Times London“ vom 2. April 1894, S. 11; vom 4. November 1895, S. 10; vom 30. November 1896, S. 11; „The Musical Times“ vom 1. Januar 1897, S. 23). Das Programm eines Soloabends im Mai 1897 umfasste Johann Sebastian Bachs Toccata c-Moll (BWV 911), Ludwig van Beethovens Thema und Variationen F-Dur (op. 34), Robert Schumanns „Waldszenen“ (op. 82), Klavierstücke von Frédéric Chopin, Anton Rubinstein und Joachim Raff sowie die Klaviersonate As-Dur (op. 39) von Carl Maria von Weber („The Times London“ vom 18. Mai 1896, S. 6). Im Bereich der Kammermusik spielte Clotilde Kleeberg z. B. gemeinsam mit dem Violoncellisten Paul Ludwig im Dezember 1897 in den Monday Popular Concerts die Sonate für Violoncello und Klavier c-Moll (op. 32) von Camille Saint-Saëns und trat am 6. Januar 1900 im Rahmen der Saturday Popular Concerts gemeinsam mit dem Geiger Johannes Wolff mit der Sonate A-Dur von César Franck auf (vgl. „The Times London“ vom 8. Dezember 1897, S. 6; „The Musical Times“ vom 1. Februar 1900, S. 116). Am 13. Juni 1906 gab Clotilde Kleeberg nochmals ein eigenes Konzert in der Londoner Aeolian Hall. Dabei spielte sie im ersten Teil eine Klaviersonate C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart sowie Robert Schumanns „Davidsbündler Tänze“ (op. 6). Im zweiten Teil konzertierte sie mit der Pianistin und Clara Schumann-Schülerin Fanny Davies . Gemeinsam spielten die beiden u. a. die „Variations sur un thème de Beethoven pour 2 pianos“, op. 35, von Camille Saint-Saëns sowie „das bekannte Duo für zwei Klaviere“ von Robert Schumann (vermutlich Andante und Variationen B-Dur, op. 46). Die Achtung, die ihr zu dieser Zeit vom englischen Publikum wie von der Presse entgegengebracht wurde, wird in der Rezension der „London Times“ deutlich: „Mme. Clotilde Kleeberg’s second concert […] attracted a very large audience to the Aeolian-hall, and gave them immense pleasure. She began with a beautifully refined and limpid performance of a Mozart sonata in C major, and followed it with Schumann’s Davidsbündler, which were played with an intimate poetical sympathy […]. Mme. Kleeberg was joined by Miss Fanny Davies in an extremely spirited performance of Schumann’s familiar duet for two pianos, the different styles of the players contrasting without conflicting.” („Mme. Clotilde Kleebergs zweites Konzert zog ein großes Publikum in die Aeolian Hall und bot ihm riesigen Genuss. Sie begann mit einer wunderschön feinsinnigen und transparenten Interpretation einer Mozart-Sonate in C-Dur, gefolgt von Schumanns Davidsbündler Tänzen, die mit intimem poetischen Verständnis gespielt wurden […]. Mme. Kleeberg und Fanny Davies gaben eine außergewöhnlich lebhafte Interpretation von Schumanns bekanntem Duo für zwei Klaviere, bei dem die unterschiedlichen Stile der beiden Spieler kontrastierten, ohne widersprüchlich zu werden.“ „The Times London“ vom 23. Juni 1906, S. 19; vgl. auch „The Musical Times” vom 1. Juli 1906, S. 491)
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Würdigung

Clotilde Kleeberg galt ab Mitte der 1880er Jahre bis zu ihrem Rückzug 1906 in drei europäischen Metropolen – und darüber hinaus – als herausragende Interpretin. So schrieb z. B. Adolph Kohut 1901 über die Pianistin: „Sie hat seit 1 1/2 Jahrzehnten auch in allen Hauptstädten Deutschlands konzertirt und überall durch ihr reifes, poetisch durchgeistigtes, mit glänzender Technik und innigem Verständniss für den inneren Gehalt der klassischen und modernen Clavierwerke gepaartes, Bravour mit zarter Grazie vereinigendes Spiel alle Herzen im Sturm erobert.“ (Kohut 1901, S. 402) Noch 1921 urteilte Walter Niemann: „Eine Künstlerin von zarter Sinnigkeit, delikatem Geschmack, entzückend feiner, leichter und flüssiger Perlentechnik, von besonderem Reiz in allem, was spielerisch, fein, graziös, duftig, elegant und virtuos war, liebten wir sie zugleich als französische Clara Schumann, als eine der hervorragendsten Schumannspielerinnen, die das 19. Jahrhundert hervorbrachte. […] So war ihr Spiel […] nicht groß, nicht monumental, sondern ganz im Gegenteil, klein, zierlich, durchsichtig fein, liebenswürdig und von zarter und echter Poesie getragen. Es war deutsch im Geistigen, Poetischen und Gemütvollen der Auffassung, französisch aber im Technischen des in größeren Aufgaben eleganten und bravourösen Vortrags.“ (Niemann 1921, S. 67f.)
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Rezeption

Eine Rezeption der Tätigkeiten von Clotilde Kleeberg findet derzeit nicht statt (zur zeitgenössischen Rezeption vgl. Abschnitt „Biografie“).

Der Bekanntheitsgrad von Clotilde Kleeberg, u. a. auch als jüdische Musikerin (vgl. z. B. Kohut 1901), war so groß, dass sie in Deutschland noch 1938 im antisemitischen NS-Lexikon „Judentum und Musik“ von Hans Brückner und Christa Maria Rock verzeichnet wurde.
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Werkverzeichnis

Aufnahmen

Welte-Mignon-Aufnahmen am 11. September 1905 in Leipzig (vgl. Hagmann 2002, S. 216; Petrak S. 7f.):

Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate G-Dur, op. 14, 2. Satz
Beethoven, Ludwig van. Sechs Variationen F-Dur über ein eigenes Thema, op. 34
Chopin, Frédéric. Etude F-Dur, op. 10 Nr. 8
Chopin, Frédéric. Impromptu Nr. 1 As-Dur, op. 29
Mendelssohn Bartholdy. Felix. Lied ohne Worte. Duett, op. 38 Nr. 6
Moszkowski, Moritz. Liebeswalzer, op. 57 Nr. 5
Rameau, Jean Philipp. „Le rappel des oiseaux”
Saint-Saëns, Camille. Valse mignonne Es-Dur, op. 104
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Repertoire

Eine Repertoireliste kann derzeit aufgrund fehlender Forschungen nicht erstellt werden. Nachgewiesen sind bislang Aufführungen folgender Werke:

Bach, Johann Sebastian. Chromatische Fantasie und Fuge, BWV 903
Bach, Johann Sebastian. Englische Suite (keine Präzisierung möglich)
Bach, Johann Sebastian. Französische Suite G-Dur, BWV 816
Bach, Johann Sebastian. Italienisches Konzert F-Dur, BWV 971
Bach, Johann Sebastian. Präludium und Fuge Cis-Dur (keine Präzisierung möglich)
Bach, Johann Sebastian. Toccata c-Moll, BWV 911

Barnett, John Francis. Valse Brillante

Beethoven, Ludwig van. Klavierkonzert C-Dur, op. 15
Beethoven, Ludwig van. Klavierkonzert c-Moll op. 37
Beethoven, Ludwig van. Klavierkonzert G-Dur op. 58
Beethoven, Ludwig van. Klavierkonzert Es-Dur, op. 73
Beethoven, Ludwig van. Sechs Variationen F-Dur über ein eigenes Thema, op. 34
Beethoven, Ludwig van. 15 Variationen und Fuge Es-Dur über ein eigenes Thema, op. 35
Beethoven, Ludwig van. 32 Variationen c-Moll, WoO 80
Beethoven, Ludwig van. Choralfantasie c-Moll, op. 80
Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate c-Moll, op. 10 Nr. 1
Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate D-Dur, op. 10 Nr. 3
Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate G-Dur, op. 14
Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate B-Dur, op. 22
Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate d-Moll op. 31 Nr. 2
Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate Es-Dur op. 31 Nr. 3
Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate C-Dur, op. 53
Beethoven, Ludwig van. Trio für Klavier, Klarinette und Violoncello B-Dur, op. 11

Behm, Edward. Sonate für Violine und Klavier A-Dur, op. 15.
Bizet, Georges. Variations chromatiques, o. op.
Brahms, Johannes. Sechs Klavierstücke, op. 118

Chopin, Frédéric. Etude F-Dur, op. 10 Nr. 8
Chopin, Frédéric. Etude c-Moll, op. 10 Nr. 12
Chopin, Frédéric. Impromptu Nr. 1 As-Dur, op. 29
Chopin, Frédéric. Klaviersonate b-Moll, op. 35
Chopin, Frédéric. Allegro de Concert A-Dur, op. 46
Chopin, Frédéric. Mazurka h-Moll (keine Präzisierung möglich)
Chopin, Frédéric. Nocturne H-Dur (keine Präzisierung möglich)
Chopin, Frédéric. Préludes (keine Präzisierung möglich)

Dubois, Théodore. Klavierkonzert f-Moll (Uraufführung 1898)
Dubois, Théodore. Chaconne

Field, John. Nocturne Es-Dur

Franck, César. Violinsonate A-Dur, o. op. (FWV 8)

Goetz, Hermann. Klavierquintett c-Moll, op. 16

Händel, Georg Friedrich. Klaviersuite (keine Präzisierung möglich)

Liszt, Franz. Etude de Concert Nr. 3 Des-Dur
Liszt, Franz. Polonaise Es-Dur

Macfarren, George. „Welcome“

Mendelssohn Bartholdy, Felix. Klavierkonzert g-Moll, op. 25
Mendelssohn Bartholdy, Felix. Klavierkonzert d-Moll, op. 40
Mendelssohn Bartholdy, Felix. 17 Variations sérieuses d-Moll, op. 54
Mendelssohn Bartholdy, Felix. Präludium und Fuge
Mendelssohn Bartholdy, Felix. Presto E-Dur, op. 7 Nr. 7
Mendelssohn Bartholdy. Felix. Lied ohne Worte. Duett, op. 38 Nr. 6

Moszkowski, Moritz. Liebeswalzer, op. 57 Nr. 5
Moszkowski, Moritz. Petite étude

Mozart, Wolfgang Amadeus. Klavierkonzert Es-Dur für zwei Klaviere, KV 365
Mozart, Wolfgang Amadeus. Klaviersonate C-Dur (keine Präzisierung möglich)

Rameau, Jean Philipp. „Le rappel des oiseaux”

Rubinstein, Anton. Barcarolle Nr. 4, G-Dur
Rubinstein, Anton. „Rêve angelique“

Saint-Saëns, Camille. Caprice über Themen aus „Alceste“ (keine Präzisierung möglich)
Saint-Saëns, Camille. Souvenir d’Italie, o. op.
Saint-Saëns, Camille. Klavierkonzert c-Moll, op. 44
Saint-Saëns, Camille. Klaviertrio F-Dur, op. 18
Saint-Saëns, Camille. Valse mignonne Es-Dur, op. 104
Saint-Saëns, Camille. Variations sur un thème de Beethoven pour deux pianos, op. 35
Saint-Saëns, Camille. Sonate für Violoncello und Klavier c-Moll, op. 32

Schubert, Franz. Scherzo B-Dur, D 593

Schumann, Robert. Klavierkonzert a-Moll, op. 54
Schumann, Robert. Davidsbündler Tänze, op. 6
Schumann, Robert. Fantasiestücke, op. 12
Schumann, Robert. Humoreske B-Dur, op. 20
Schumann, Robert. Kinderszenen, op. 15
Schumann, Robert. Klaviersonate, fis-Moll, op. 11.
Schumann, Robert. Kreisleriana, op. 16
Schumann, Robert. Romanze Fis-Dur, op. 28, Nr. 2
Schumann, Robert. Waldszenen, op. 82

Weber, Carl Maria von. Grande Sonate As-Dur, op. 39
Weber, Carl Maria von. Konzertstück f-Moll, op. 79


Widmungsträgerin:

Boisseau, Arthur. Scherzo-valse pour piano. Paris: J. Naus & Romain, [1891]
Chaminade, Cécile: Six Feuillets d' Album: Scherzetto B-Dur, op. 98 Nr. 2
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Quellen

Literatur und Quellen

Literatur

Artikel „Kleeberg, Clotilde“. In: The Jewish Encyclopedia. Isidore Singer (Hg.). New York: Funk & Wagnalls, 1901ff.

Artikel „Kleeberg, Klothilde“. In: Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. Anton Bettelheim (Hg.). Berlin: Reimer. Bd. 14, 1909 (verfügbar in wbis – world biographical information system).

Artikel „Kleeberg, Clotilde“. In: Musik-Lexikon. Hugo Riemann, Alfred Einstein (Hg.). 9. Auflage. Berlin: Max Hesses Verlag, 1919 (und nachf. Auflagen) (verfügbar in wbis – world biographical information system).

Artikel „Kleeberg, Klothilde“. In: Kurzgefaßtes Tonkünstlerlexikon. Paul Frank (Hg.), neu bearb. v. Wilhelm Altmann. 12., sehr erw. Aufl. Leipzig: Merseburger, 1926 (verfügbar in wbis – world biographical information system).

Artikel „Kleeberg, Klothilde“. In: Illustriertes Musik-Lexikon. Hermann Abert (Hg.). Stuttgart: Engelhorn, 1927 (verfügbar in wbis – world biographical information system).

Artikel „Kleeberg, Clotilde“. In: Große jüdische National-Biographie. Salomon Wininger (Hg.). Cernãuţi: Orient, 1925-1936 (verfügbar in wbis – world biographical information system).

Artikel „Kleeberg, Clotilde“. In: Encyclopaedia Judaica: das Judentum in Geschichte und Gegenwart. Berlin: Eschkol, 1928-1934, Band 10, Sp. 68.

Artikel „Kleeberg, Clotilde”. In: Grove’s Dictionary of Music and Musicians. 5th edition. Eric Blom (Hg.). Vol. IV, London: Macmillan & Co LTD, 1954. S. 775.

Artikel „Kleeberg, Klothilde“. In: Deutsche Biographische Enzyklopädie. Walther Killy, Rudolf Vierhaus (Hg.). München (u. a.): Saur, 1995-1999 (verfügbar in wbis – world biographical information system).

Brückner, Hans; Rock, Christa Maria (Hg.). Judentum und Musik: mit dem ABC jüdischer und nichtarischer Musikbeflissener. München: Brückner, 1938 (antisemitsches NS-Lexikon).

Bülow, Hans von. Briefe. Bd. VII: Höhepunkt und Ende 1886-1894. Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1908.

Ehrlich, Albert Payne (Hg.). Berühmte Klavierspieler der Vergangenheit und Gegenwart. Eine Sammlung von 116 Biographien und 114 Portraits. Leipzig: Verlag von A. H. Payne, 1893.

Hagmann, Peter. Das Welte-Mignon-Klavier, die Welte-Philharmonie-Orgel und die Anfänge der Reproduktion von Musik. Freiburg im Breisgau: Universitätsbibliothek, 2002 (http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/608/pdf/hagmann.pdf; Stand: 20. Juli 2008).

Hanslick, Eduard. Die moderne Oper. Kritiken und Studien. Bd. 9: Aus neuer und neuester Zeit. 2. Aufl, Berlin: Allgemeiner Verein für Deutsche Litteratur, 1900.

Kohut, Adolph. Berühmte israelitische Männer und Frauen in der Kulturgeschichte. Lebens- und Charakterbilder aus Vergangenheit und Gegenwart. Band 2, Leipzig: Albert Payne, 1901.

Muck, Peter. Einhundert Jahre Berliner Philharmonisches Orchester: Darstellung in Dokumenten. Band 3: Die Mitglieder des Orchesters, die Programme, die Konzertreisen, Ur- und Erstaufführungen. Tutzing: Schneider, 1982.

Niemann, Walter. Meister des Klaviers. Die Pianisten der Gegenwart und der letzten Vergangenheit. 9. bis 14. völlig umgearbeitete Auflage. Berlin: Schuster & Loeffler, 1921.

Petrak, Albert M. (Hg.). The Reproducing Piano Roll. Welte Piano Roll Catalog. Also Contains Welte-Mignon Piano Roll Listings. MacMike, 1998.


Konzertkritiken und Zeitungsartikel

Leipziger Illustrirte Zeitung vom 11. Februar 1909 (Nachruf).

Neue Zeitschrift für Musik vom 12. Januar 1887, S. 19.
Neue Zeitschrift für Musik vom 6. Mai 1896, S. 221.
Neue Zeitschrift für Musik vom 20. Mai 1896, S. 245.

The Musical Times vom 1. Dezember 1884, S. 695.
The Musical Times vom 1. Januar 1885, S. 15.
The Musical Times vom 1. Juni 1885, S. 331.
The Musical Times vom 1. Dezember 1886, S. 719.
The Musical Times vom 1. Januar 1892, S. 26.
The Musical Times vom 1. Februar 1893, S. 87.
The Musical Times vom 1. Januar 1897, S. 23.
The Musical Times vom 1. Mai 1898, S. 316.
The Musical Times vom 1. Februar 1900, S. 116.
The Musical Times vom 1. April 1901, S. 257.
The Musical Times vom 1. Juli 1906, S. 491.
The Musical Times vom 1. März 1909, S. 174 (Nachruf).

The Times London vom 28. Oktober 1884, S. 8.
The Times London vom 5. Dezember 1884, S. 4.
The Times London vom 19. Dezember 1884, S. 13.
The Times London vom 8. Juni 1885, S. 11.
The Times London vom 26. Februar 1886, S. 13.
The Times London vom 16. November 1886, S. 5.
The Times London vom 29. November 1886.
The Times London vom 17. April 1890, S. 5.
The Times London vom 10. Juni 1890, S. 4.
The Times London vom 4. Dezember 1891, S. 3.
The Times London vom 15. Dezember 1891, S. 4.
The Times London vom 15. März 1892, S. 5.
The Times London vom 17. Januar 1893, S. 5.
The Times London vom 2. April 1894, S. 11.
The Times London vom 26. November 1895, S. 7.
The Times London vom 4. November 1895, S. 10.
The Times London vom 18. Mai 1896, S. 6.
The Times London vom 30. November 1896, S. 11.
The Times London vom 8. Dezember 1897, S. 6.
The Times London vom 22. April 1898, S. 3.
The Times London vom 16. Januar 1900, S. 12
The Times London vom 3. Mai 1902, S. 8.
The Times London vom 25. März 1904, S. 5.
The Times London vom 23. Juni 1906, S. 19.
The Times London vom 11. Februar 1909, S. 11 (Nachruf).


Links

http://www.historische-daten.de/projekte/museum/sterne/kleeberg.htm
Im Poesiealbum von Lilly Ibach (aus der Familie der Klavierfirma Ibach) befinden sich zwei Widmungen von Clotilde Kleeberg mit Porträts.

http://www.concertprogrammes.org.uk/search
Die britische „Concert Programmes Database“ verzeichnet zahlreiche Konzertprogramme von Clotilde Kleeberg.

http://www.kalliope-portal.de
Der Verbundkatalog Nachlässe und Autographen Kalliope verweist auf Korrespondenz von Clotilde Kleeberg aus den Jahren 1888-1907 (s. „Forschungsinformationen“).

http://www3.ub.uni-freiburg.de/index.php?id=2734
In der Welte-Mignon-Sammlung der Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. sind mehrere von Clotilde Kleeberg bespielte Rollen erhalten (s. „Forschungsinformationen“).
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Forschung

Ein möglicher Nachlass konnte bislang (Juli 2008) nicht aufgefunden werden, auch nicht jener ihres Mannes, des Bildhauers Charles Samuel.

Der Verbundkatalog Nachlässe und Autographen „Kalliope“ verzeichnet Briefe von und an Clotilde Kleeberg aus den Jahren 1888-1907. Darunter befindet sich Korrespondenz mit Edward Grieg, Feruccio Busoni, Engelbert Humperdinck, Joseph Joachim, Felix Mottl, Pablo de Sarasate und Gustav F. Kogel.

Im Nachlass der Musikschriftstellerin Anna Roner in der Züricher Zentralbibliothek ist ein Manuskript mit dem Titel „Clotilde Kleeberg“ enthalten (vgl. http://www.zb.uzh.ch/index.html?http://www.zb.unizh.ch/sondersa/musik/roner/texte.htm)

Im der Welte-Mignon-Sammlung der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau sind drei von Clotilde Kleeberg bespielte Welte-Mignon-Rollen erhalten: der zweite Satz der Klaviersonate G-Dur, op. 14 und Thema und Variationen für Klavier F-Dur, op. 34 von Ludwig van Beethoven sowie der Liebeswalzer, op. 57, Nr. 5 von Moritz Moszkowski.

Eine Studienzeit bei Clara Schumann wird zwar in verschiedenen Lexika und Nachrufen genannt, ist jedoch bislang nicht nachzuweisen. In den publizierten Briefen und Tagebüchern Clara Schumanns findet sich kein Hinweis auf Clotilde Kleeberg; auch Claudia de Vries, die den Schülerinnen- und Schülerkreis Clara Schumanns umfassend untersucht hat, erwähnt Clotilde Kleeberg nicht (vgl. De Vries, Claudia. Die Pianistin Clara Wieck-Schumann. Interpretation im Spannungsfeld von Tradition und Individualität. Mainz, London u. a.: Schott, 1996).
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Forschungsbedarf

Der Forschungsbedarf zu Clotilde Kleeberg umfasst alle ihre Tätigkeitsbereiche sowie ihre Biografie. So ist z. B. über mögliche Schülerinnen und Schüler bislang nichts bekannt. Interessant wären auch Vergleichsforschungen zur Rezeption ihrer Konzerte in verschiedenen Ländern, besonders England, Frankreich und Deutschland. Eine systematische Auswertung von Musikzeitschriften könnte bereits näheren Aufschluss darüber sowie über ihre Biografie geben.
Autor/innen:
Silke Wenzel, 23. März 2009

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Regina Back
Zuerst eingegeben am 05.04.2009