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Amalie Joachim

(geb.) Schneeweiss , Weiss

* 10. Mai 1839 in Marburg an der Drau (heute: Maribor, Slowenien), Österreich.
† 3. Februar 1899 in Berlin.



„Fr.[au] J.[oachim] ist die idealste Künstlerin, die ich kenne. Sie ist so vollendet, daß alles, was sie singt, das Gepräge der höchsten Vollendung an sich tragen muß, weil ihre Art der Auffassung so eigentümlich ist, daß sie immer das Richtige trifft. Ich frug sie, wie sie das machte: ,Man muß nichts hineingeheimnissen, sondern aus dem Werk herausholen, was drin liegt.’ In diesen Worten hat sie das Geheimnis des künstlerischen Reproduzierens verraten. Ihr Vortrag erscheint immer natürlich im höchsten Grade, fast naturalistisch, u. doch ist dabei ein Aufwand größter Kunst. [...] Und nun als Mensch! Ein goldenes Herz, ein tiefes Gemüt, ein edelster Charakter verbunden mit bedeutendem Geist, heiterer Laune u. liebenswürdigstem Wesen. Ausgelassen, übermütig, aber nie bis zum Taumel; ernst, streng, aber nie trocken, nie unangenehm; was sie spricht ist immer interessant, u. nie merkt man die Absicht, etwas Bedeut.[endes] sagen zu wollen; immer gleichmüthig gut, voll tiefen Mitleides für Anderer Elend, aber auch hilfsbereit u. thatkräftig; ihr Charakter ist sehr liebevoll und erhaben, daß ich glaube: selbst wenn sie schuldig wäre, wäre sie doch unschuldig. Ich fühlte mich in ihrer Nähe immer wie gehoben, wie auf leichten Wolken in hoher, reiner Sphäre getragen. Hier ist ein menschlicher Künstler zugleich ein künstlerischer Mensch wie alle Künstler sein sollten!“

(Tagebucheintragung des portugiesischen Pianisten und Komponisten José Vianna da Motta vom März 1890, zit. nach Beatrix Borchard, Stimme und Geige, Wien 2007, S. 492)
Schriftprobe
Mediennachweis

Bild:
Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von Joachim Draheim.

Schriftprobe:
Quelle: Privatbesitz Göttingen.

Tätigkeitsfelder
Gesang, Gesangsunterricht, Herausgabe von Noten


Orte und Länder
Amalie Joachim stammte aus der Steiermark und stand bereits im Alter von vierzehn Jahren auf der Bühne. Graz, Troppau, Linz, Hermannstadt (Siebenbürgen), Wien, Hannover hießen die Stationen ihrer Bühnenlaufbahn. Nach der Heirat mit dem Geiger Joseph Joachim lebte und arbeitete sie als Konzertsängerin zunächst in Hannover, dann ab 1868 in Berlin, ab 1876 im Sommer und nach der Trennung von ihrem Mann zwischenzeitlich in Aigen bei Salzburg bzw. in Elberfeld. Konzertreisen führten sie wiederholt durch Deutschland und Österreich-Ungarn, nach Holland und Belgien, ins Baltikum, auch in das damals noch russisch besetzte Finnland, nach Russland, nach Schweden, in die Schweiz und in die USA.


Profil
Amalie Joachim war eine der bedeutendsten Lied- und Oratoriensängerinnen ihrer Zeit, für die zahlreiche Partien und Lieder geschrieben wurden. Besonders als Schubert-, Schumann- und Brahmsinterpretin machte sie sich einen großen Namen. Bis zu ihrem überraschenden Tod 1899 setzte sie sich für alle zeitgenössischen Entwicklungen im Bereich des Liedes ein, darunter für Richard Strauss und Gustav Mahler. Mit ihrer gemeinsam mit dem Musikschriftsteller Heinrich Reimann (1850-1906) konzipierten „Geschichte des deutschen Liedes in vier Abenden“ entwarf sie eine gesungene Gattungsgeschichte. Sie begann im 15. Jahrhundert und umfasste zur Hälfte zeitgenössische Liedliteratur, nicht nur von Brahms sondern auch der sogenannten Neudeutschen Schule, von Liszt, Cornelius und Wagner. Mit diesen und anderen oft auf einzelne Komponisten oder Dichter konzentrierten Programmen trat sie ab 1884 regelmäßig in zahlreichen europäischen Städten und in den USA auf.

Biografie

Die Altistin Amalie Joachim, geb. Schneeweiss, stammte aus der Steiermark. Alles, was wir über ihre Kindheit und Jugend wissen, wissen wir ausschließlich aus ihren nachgelassenen autobiografischen Aufzeichnungen, die sich in der Schublade ihrer jüngsten Enkelin Nina Joachim befanden (vgl. Beatrix Borchard, Stimme und Geige, Wien 2007, Anhang). Der Vater, kaiserlicher Beamter und Amateurgeiger, starb früh und hinterließ Frau und drei Kinder mittellos. Ersten Unterricht bekam sie ihrer eigenen Darstellung nach bereits im Alter von drei Jahren bei einem Kantor, dann in Graz von einer Gesangslehrerin namens Julie von Frank. Mit vierzehn Jahren stand sie das erste Mal auf der Bühne. Ihre Bühnenlaufbahn führte von Troppau über Hermannstadt/Siebenbürgen (heute Rumänien) an das Wiener Kärtnertortheater (1854-1862). Dort wurde sie acht Jahre lang nur in kleinen Rollen eingesetzt. Mutter und Schwester erkrankten, sie machte Schulden, um Behandlungs- und schließlich die Beerdigungskosten tragen zu können.
Die Chance ihres Lebens bot sich mit einem Engagement als 1. Altistin an die Hannoveraner Hofoper. Dort lernte sie den berühmten Geiger Joseph Joachim kennen. Ihre Hochzeit in der Schlosskirche (10. Juni 1863) glich einem Staatsakt. Die Königin von Hannover, Prinzessinnen und Damen der höheren Gesellschaft waren zugegen. Mit der Heirat war der Abschied von der Bühne verbunden. Der Verzicht wog schwer, da sie gerade erst den lang ersehnten Durchbruch erlebt hatte. Da jedoch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Konzertgesang Frauen neue Berufsmöglichkeiten bot, die nicht wie der Beruf einer Bühnenkünstlerin als anrüchig galten, konnte sie weiter auftreten, soweit die rasch wachsende Familie mit sechs Kindern dies zuließ. Sie erwarb sich auf diesem Weg einen so großen Ruf, daß z.B. Max Bruch die Altpartien in seinen Oratorien „Odysseus“ und „Achilleus“ für sie konzipierte. Die Scheidung des Joachimschen Künstlerpaares 1884 nach einem vierjährigen Kampf kam einem öffentlichen Skandal gleich. Obwohl ihr Mann ihr nicht nachweisen konnte, dass sie ihn betrogen hatte, war sie es, die öffentlich diskreditiert war und folglich kaum noch Engagements fand. Einer der wenigen, die sich für sie einsetzten, war Johannes Brahms. Abgesehen von den Duetten für Alt und Bariton, op. 28, die er ihr widmete, und den beiden Gesängen für Alt, Bratsche und Klavier, op. 91, hat sie zahlreiche andere Werke von ihm ur- und erstaufgeführt. Amalie Joachim engagierte sich u.a. für so umstrittene Komponisten wie Hugo Wolf und Richard Strauss, nahm auch Lieder von Komponistinnen wie z.B. von Louise Reichardt, Clara Faisst und Clara Schumann in ihre Programme auf und brachte die beiden Wunderhornlieder „Einsame Schildwacht“ und „Verlorene Müh“ von Gustav Mahler mit Orchester zur Uraufführung (Berlin, 12. Dezember 1892). Gemeinsam mit dem Organisten und Musikschriftsteller Heinrich Reimann entwickelte sie Programme zur Geschichte des deutschen Liedes und ging ab 1891 mit diesen ‚historischen Liederabenden’ auf Konzertreisen, die sie bis in die USA führten. Spätestens ab 1885 unterrichtete Amalie Joachim und gründete, nachdem sie u.a. am Berliner Klindworth-Scharwenka Konservatorium gearbeitet hatte, dort eine eigene Gesangsschule, in der sie, damals eine Novität, mit den Atemtherapeutinnen Clara Schlaffhorst (1863-1945) und Hedwig Andersen (1866-1957) zusammenarbeitete.
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Würdigung

Leben und Arbeit von Amalie Joachim können exemplarisch für die Bedeutung des Konzertgesangs als eigenständigem Berufsweg gerade auch für Frauen stehen. In ihrem Stellenwert für die Geschichte des deutschen Konzertwesens und der Repertoirebildung im Bereich Gesang sind ihre Liedprogramme durchaus mit den Quartettabenden ihres Mannes vergleichbar.
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Rezeption

In den zahlreichen Nachrufen nach ihrem Tod 1899 wurde Amalie Joachim als Begründerin des modernen Liedgesangs gefeiert. Erinnerungen von Zeitgenossen (vgl. Literatur) bezeugen die außerordentliche Schönheit ihrer Stimme und die stilprägende Kraft ihres Vortrags. Vor allem die beiden für sie komponierten Gesänge für Alt, Bratsche und Klavier, op. 91, von Johannes Brahms vermögen in ihrer im Brahms’schen Werk einzigartigen Verknüpfung von barocker Arie und romantischem Lied auch heute noch eine Vorstellung von ihrer Gesangs- und Gestaltungskunst zu vermitteln. Nach ihrem Tode würdigte sie Andreas Moser in beiden Fassungen seiner Joseph-Joachim-Biografie von 1898 bzw. 1908/10 ausführlich, ebenso der erste Brahms-Biograf Max Kalbeck. Anders die aktuelle Brahmsliteratur: Trotz ihrer Bedeutung für die Durchsetzung des Brahms’schen Liedschaffens wird der Name Amalie Joachim unter den Brahms-Interpreten etwa von Christian Martin Schmidt (Johannes Brahms und seine Zeit, Laaber 1983) noch nicht einmal genannt. Erst seit 2005 liegt eine erste Biografie im Rahmen der interpretationsgeschichtlichen Studie von Beatrix Borchard über das Joachimsche Ehepaar unter dem Titel „Stimme und Geige“ (Wien 2005) vor.

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Werkverzeichnis

Notenausgaben

Amalie Joachim (Hrsg.), Schwedische Volkslieder, Berlin 1884.

Amalie Joachim (Hrsg.), Ausgewählte Lieder für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte gesungen von Amalie Joachim, 2 Bde., Berlin 1887.

Heinrich Reimann (Hrsg.), Das deutsche Lied: eine Auswahl deutscher Gesänge aus dem 14. bis 19. Jh.; aus den Programmen der historischen Lieder-Abende der Frau Amalie Joachim, Bd. ½, Berlin 1891, Bd. ¾, Berlin 1893; Volksausgaben dieser Bde. und zweisprachige Editionen in englisch und deutsch.

Heinrich Reimann (Hrsg.), Das deutsche Lied von seinen Anfängen bis zur heutigen Zeit. Ein Lieder-Cyclus in 4 Abenden, vorgetragen von Amalie Joachim. Text- und Programmbuch zusammengestellt, bearb. und erläutert, o.O. o.J.
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Repertoire

Amalie Joachim gehörte zu den bedeutendsten Oratorien- und Schubert-, Schumann- und Brahmssängerinnen ihrer Zeit. Sie setzte sich über Brahms hinaus für zahlreiche zeitgenössische Liedkomponisten wie z.B. Hugo Wolf, Richard Strauss und Gustav Mahler ein, dessen Wunderhornlieder „Einsame Schildwacht“ und „Verlorene Müh“ sie in der Orchesterfassung zur Uraufführung brachte (Berlin, 12. Dezember 1892). Ihr überraschender Tod verhinderte, dass sie auch seine „Lieder eines fahrenden Gesellen“ uraufführen konnte. (Siehe auch: Beatrix Borchard, Stimme und Geige, Wien 2007, Anhang auf CD Rom)
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Quellen

Dokumente

Unveröffentlichte Briefe und Dokumente befinden sich u.a. in folgenden Bibliotheken und Archiven:

Gesellschaft der Musikfreunde, Wien, Bibliothek
Österreichische Nationalbibliothek, Wien, Musikaliensammlung
Stadtbibliothek Wien, Musiksammlung
Österreichisches Theatermuseum, Wien
Staatsbibliothek Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung
Stiftung Archiv der Akademie der Künste, Berlin-Brandenburg, Abteilung Musikarchive
Staatliches Institut für Musikforschung, Berlin, Bibliothek
Landeskirchenamt Hannover
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Musikabteilung
Theatermuseum Hannover
Stadtbibliothek Lübeck
Robert-Schumann-Haus Zwickau, Bibliothek
The British Library, London


Briefe

Johannes Brahms Briefwechsel, Bd. 5-6 (mit Joseph Joachim), hrsg. von A. Moser, Bd. 5: 1908, 3. Aufl. 1921, Bd. 6: 1908, 2. Aufl. 1912

Briefe von und an Joseph Joachim Bd. I-III, hrsg. von Johannes Joachim und A. Moser, Berlin 1911-1913, engl. Übersetzung in Auswahl: J. A. Fuller Maitland, Letters from and to J. Joachim, selected and translated by Nora Bickley, London 1913

Johannes Brahms. Briefe an P. J. und Fritz Simrock, hrsg. von M. Kalbeck, Berlin 1917

Berthold Litzmann (Hrsg.), Clara Schumann – Johannes Brahms. Briefe aus den Jahren 1853-1896, 2 Bde., Leipzig 1927

Arthur Holde, Suppressed Passages in the Brahms-Joachim Correspondence, Published for the First Time, in: Musical Quarterly, Jg. 45, 1959, S. 312-324

Johannes Brahms und Fritz Simrock. Weg einer Freundschaft. Briefe des Verlegers an den Komponisten, mit einer Einf. hrsg. von Kurt Stephenson, Hamburg 1961

Johannes Brahms im Briefwechsel mit Julius Stockhausen, hrsg. von R. Hofmann, Tutzing 1993 (= Johannes-Brahms-Briefwechsel, Bd. 18)

Johannes Brahms - Klaus Groth. Briefe der Freundschaft, neu hrsg. von Dieter Lohmeier, Heide 1997

Max Kalbeck (Hrsg.), Johannes Brahms im Briefwechsel mit H. u. E. Herzogenberg Bd. 1/2, Berlin 1907

Renate Federhofer-Königs, Wilhelm Joseph von Wasielewski (1822-1896) im Spiegel seiner Korrespondenz, Tutzing 1975 (= Mainzer Studien zur Musikwissenschaft, Bd. 7)


Literatur

La Mara (Marie Lipsius), Die Frauen im Tonleben der Gegenwart, Leipzig 1882 (= Musikalische Studienköpfe, Bd. 5)

Anna Morsch, Deutschlands Tonkünstlerinnen. Biographische Skizzen aus der Gegenwart, Berlin 1893

Olga Plaschke, Amalie Joachim. Blätter der Erinnerung, dem Freundes- und Schülerkreise der verewigten Meisterin, Berlin [1899]

S. Ch. von Sell, Erinnerungen an Amalie Joachim, in: Neue Musikzeitung, Jg. 7, 1899, S. 9-11.

Adolph Kohut, Die Gesangsköniginnen in den letzten drei Jahrhunderten, Berlin 1906

Heinrich Reimann, Musikalische Rückblicke II: Amalie Joachim. Ein Blatt der Erinnerung auf das Grab einer Unvergeßlichen (1900), Berlin 1910

Bernhard Scholz, Verklungene Weisen, Mainz 1911

Julius Stockhausen. Der Sänger des deutschen Liedes, nach Dokumenten seiner Zeit dargestellt von J. Wirth geb. Stockhausen, Frankfurt a.M. 1927

Eugen Wendler (Hrsg.): „Das ewige Band der Liebe“. Clara Schumanns Briefwechsel mit Emilie und Elise List, Stuttgart 1965

Beatrix Borchard, Die Sängerin Amalie Joachim und die „Schöne Müllerin“ von Franz Schubert, in: Festschrift E. Rieger, hrsg. von F. Hoffmann u.a., Oldenburg 2000, S. 69-80

Beatrix Borchard, Amalie Joachim und die gesungene Geschichte des deutschen Liedes, in: Archiv für Musikwissenschaft, Jg. 58 Nr. 4, 2001, S. 265-299

Beatrix Borchard, Frauenliebe und Konzertleben - Clara Schumann und Amalie Joachim, in: Festschrift G. Nauhaus, hrsg. von B. Appel u.a., Sinzig 2002, S. 127-148

Beatrix Borchard, Stimme und Geige. Biographie und Interpretationsgeschichte: Amalie und Joseph Joachim, Wien 2005, 2. Aufl. 2007.

Beatrix Borchard, „Brahms: 3 Lieder" - Amalie Joachim als Brahms-Interpretin, in: Brahms-Studien, hrsg. im Auftrag der Johannes-Brahms-Gesellschaft Internationale Vereinigung e.V. von Alexander Odefey, Bd. 15, Tutzing 2008, S. 89-110



Links

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/amalie-joachim/
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Forschung

Die interpretationsgeschichtliche Studie von Beatrix Borchard „Stimme und Geige“ (Wien 2005) ist die erste ausführliche Untersuchung der Laufbahn von Amalie Joachim.
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Forschungsbedarf

Ein großer Teil der Briefe Amalie Joachims, vor allem der nahezu vollständig in der Hamburger Universitäts- und Staatsbibliothek bzw. in Privatbesitz erhaltene Ehebriefwechsel sind unveröffentlicht. Weitere unveröffentlichte bzw. nur teilveröffentlichte Briefe befinden sich im Brahms-Institut an der Lübecker Musikhochschule.
Forschungsbedarf besteht vor allem noch bezogen auf die pädagogische Tätigkeit Amalie Joachims, zunächst im Rahmen von Gesangskursen in Elberfeld und München, dann am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium in Berlin und schließlich im Rahmen ihrer eigenen Gesangsschule und am Conservatorium des Westens. Auch eine Einordnung der Bedeutung von Amalie Joachims Wirken für den Lied- und Oratoriengesang in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in eine noch zu schreibende Geschichte des Konzertgesangs in Deutschland und Euorpa steht ebenfalls noch aus.
Autor/innen:
Beatrix Borchard, 28. Dezember 2008

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Regina Back
Zuerst eingegeben am 10.02.2009