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Imogen Holst

geb. Imogen Clare Holst

* 12. April 1907 in Richmond, Surrey, England.
† 9. März 1984 in Aldeburgh, Suffolk.



„Ich fühle mich wie ein echter Komponist!“
(Imogen Holst bei der Ansicht der Druckfahnen der Partitur ihres Streichquintetts, 1983, in: Grogan, Christopher, (Hg.), Imogen Holst. A Life in Music. Woodbridge: The Boydell Press, 2007. S. 426, Übs. A.F.)
Tätigkeitsfelder
Dirigentin, Komponistin, Benjamin Brittens musikalische Assistentin, Musikschriftstellerin, Musikherausgeberin, Musiklehrerin, Pianistin, Tänzerin, Nachlassverwalterin, Festivalleiterin, Musikbotschafterin

Orte und Länder
Imogen Holst lebte hauptsächlich in Südengland. Geboren im Südwesten Londons studierte sie in der Hauptstadt, bevor sie, unterbrochen von Reisen durch Europas kulturelle Metropolen, die USA und Kanada, in ländliche Regionen Englands zog. Sie verbrachte einige Jahre in Dartington und lebte anschließend für den Rest ihres Lebens in Aldeburgh an der Ostküste Englands.

Profil
Imogen Holst widmete ihr Leben der Förderung klassischer Musik auf allen Ebenen. Als Lehrerin, Dirigentin, Herausgeberin, Musikschriftstellerin und nicht zuletzt Komponistin arbeitete die Tochter von Gustav Holst rastlos mit Laien ebenso wie professionellen Musikern in London und Aldeburgh, war zwischen 1952 und 64 Assistentin Benjamin Brittens und leitete die Wiederentdeckung der Werke ihres Vaters ein.

Biografie

Imogen Holst wurde 1907 im Südwesten Londons als Tochter des Komponisten Gustav Holst und seiner Frau Isobel, geb. Harrison, geboren und begann früh mit dem Komponieren, noch früher jedoch mit dem Tanzen, was ihre lebenslange Leidenschaft blieb. Sie besuchte die St Paul’s Girls‘ School, wo ihr Vater Musik unterrichtete und studierte von 1926 bis 1930 am renommierten Royal College of Music in London Komposition und Klavier. Nach mehreren Stellen als Musiklehrerin, Organisatorin, reisende Kulturbotschafterin sowie freiberufliche Chorleiterin und Musikerin wurde sie von 1952 bis 1964 Benjamin Brittens künstlerische Mitarbeiterin und musikalische Leiterin des Aldeburgh Festivals, das sie entscheidend prägte. Sie komponierte nur phasenweise, gründete jedoch während dieser Zeit die Purcell Singers, erhielt und verbreitete das musikalische Erbe ihres Vaters nach dessen Tod 1934 und schrieb Bücher über Musik und Komponisten. Nach der Ernennung zum Commander of the British Empire 1974/75 zog sich Holst nach und nach von ihren vielfältigen Aufgaben zurück und starb nach einer letzten kreativen Phase des Komponierens zwischen 1980 und 1984 im Alter von 76 Jahren.
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Würdigung

Holsts Vielseitigkeit auf praktisch allen Gebieten der Musikausübung und -forschung sowie auf allen Niveaus des Musizierens ist kaum zu überschätzen.
Als Komponistin fand sie wenig Beachtung und blieb in Großbritannien in erster Linie als vehemente Streiterin für die Durchdringung der Gesellschaft mit Musik sowie als hingebungsvolle Bewahrerin des Andenkens ihres Vaters Gustav Holst in Erinnerung. In Fachkreisen ist sie als Schriftstellerin und Herausgeberin alter Musik bekannt.
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Rezeption

Der Name Imogen Holst war bereits zu ihren Lebzeiten in erster Linie in Fachkreisen bekannt. Einige ihrer Bücher waren zeitweilig Standardwerke im britischen Musikleben: „An ABC of Music“, „Tune“, „Conducting a Choir“ sowie „Gustav Holst: A Biography“ werden immer noch verlegt.

Weder war sie als Komponistin Gründerin einer Schule von Komponisten noch bemühte sie sich besonders um die Aufführung ihrer eigenen Werke, da sich ihre Aufmerksamkeit mehr auf die Förderung des Œuvres ihres Vaters Gustav richtete. Da sie viele ihrer Kompositionen für bestimmte MusikerInnen, Gelegenheiten oder Laienensembles schrieb, waren Aufführungsmöglichkeiten von vornherein begrenzt. Ihr Streichquintett und „The Fall of the Leaf“ sind am ehesten im Repertoire angekommen. Bezeichnend für den geringen Stellenwert, der ihr als Komponistin beigemessen wird, ist, dass nicht einmal der entsprechende Artikel in „The New Grove Dictionary of Music and Musicians“ eine Liste von Werken enthält.

Aus der Geschichte des Aldeburgh Festivals ist sie kaum wegzudenken, als langjährige Mitarbeiterin Benjamin Brittens tragen viele Klavierauszüge seiner Werke buchstäblich ihre Handschrift. Trotzdem wurde sie dort kaum als Komponistin sondern in erster Linie als Dirigentin und Organisatorin wahrgenommen.

Ihr 100. Geburtstag im Jahr 2007 gab Anlass zu einer kleinen Renaissance und Wiederentdeckung ihres vielseitigen Schaffens in England. Christopher Grogan gab die umfangreiche Biografie, Aufsatz- und Materialsammlung „Imogen Holst. A Life in Music“ heraus. In Dartington, wo jährlich ein Musikfestival und Workshops und Meisterklassen stattfinden, wurde 2007 eine Ausstellung in High Cross House über Holst und ihren Vater gezeigt [http://www.dartington.org/arts/imogen-holst-exhibition-at-high-cross-house]. BBC Radio 3 widmete ihr und ihrem Vater als „Composer of the week“ zwischen dem 9. und 13. April 2007 eine Stunde Musik pro Tag [http://www.bbc.co.uk/radio3/cotw/pip/7nsw3/; Kompositionen von I. Holst in Teil 4].

Wer heute den Namen Imogen Holst in England erwähnt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit statt einer Antwort die Frage „Ist das Holsts Tochter?“ erhalten.
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Werkverzeichnis

Im Folgenden sind Holsts originale Kompositionen gelistet, während ein weiterer Großteil ihres Schaffens Arrangements sowie Bearbeitungen der Werke ihres Vaters Gustav Holst und Klavierauszüge von Werken Benjamin Brittens ausmachen.
Holst versah nur einige ihrer frühen Werke mit Opuszahlen.

A. Vokalmusik

1. Oper
„Young Beichan“, Puppenoper in sieben Szenen für Solisten, Chor und Orchester, T.: Beryl de Zoete, 1945.

„Benedick und Beatrice“, Oper in einem Akt, T.: William Shakespeare, 1951.


2. Lieder
Drei Lieder für Sopran, zwei Violinen und Cello, T.: Walter de la Mare, 1925.

Zwei vierstimmige Kanons für gleiche Stimmen, 1926.

„Weathers“ für Gesang und Klavier, T.: Thomas Hardy, 1926.

„Fly Away Over the Sea“ für zwei Soprane und Klavier, T.: Christina Rossetti, 1936.

„Great Art Thou, O Lord“, Kanon für fünf gleiche Stimmen, 1936.

„Lady Daffadowndilly“, zweistimmiges Lied für Sopran und Klavier, T.: Christina Rossetti, 1936.

„Little Thinkest Thou, Poore Flower“, für Stimme und Klavier, T.: John Donne, 1937.

Vier Lieder für Sopran und Klavier, T.: aus Tottels ‚Miscellany‘, 1944.

Vier Kanons für Winsome, für Frauenstimmen, 1946.

„I Stand Still As Any Stone“, Kanon für vier Stimmen, ca. 1948.

„Prometheus“, Schauspielmusik für Stimmen und Viola, T.: Aischylos, 1950.

„Farewell to Rod“, für Stimme und Continuo, 1974.

„A Greeting“ für zwei Soprane, Mezzosopran und Klavier, 1980.

„Song for a Well-loved Librarian“für Sopran, Mezzosopran, Tenor, Bariton, T.: Richard de Bury, 1982.

„Homage to William Morris“ für Bass und Kontrabass, 1984.


3. Chormusik
„An Essex Rhapsody“ für Orchester und Sopranchor, 1925.

Messe in a-Moll (SSATB), 1927.

„What Man Is He?“ für SATB und Orchester, T.: Bibel: Sprüche IX:13–17, ca. 1930.

„A Wedding Hymn: Father in Thy Almighty Hand“ für SATB, 1934.

„Now Will I Weave White Violets“, für SSA, T.: Meleager(?), 1936.

„A Hymne to Christ“, für SATB, 1940.

3 Psalmen für SSAATB und Streicher, 1943.

Fünf Lieder für SSSAA, T.: anon., Robert Herrick, John Donne, 1944.

„Hierusalem“ für achtstimmigen Frauenchor, T.: aus Tottels „Miscellany“, ca. 1945.

„Festival Anthem: How Manifold Are Thy Works“, 1946.

Ein Geburtstagskanon für Winsome: „Open Me the Gates to Righteousness“ für SATB, 1947.

„The Loppèd Tree in Time May Grow Again“, für SSSAA, Geburtstagslied für Winsome, T.: Robert Southwell, 1947.

„Welcome Joy and Welcome Sorrow“, sechs mehrstimmige Lieder für Frauenstimmen (SSA) und Harfe oder Klavier, 1950.

„Lavabo inter innocentes“, Motette für SSSAA, 1955.

„The Twelve Kindly Months“ für SSA, T.: Thomas Tusser, 1962.

„As Laurel Leaves the Cease Not to Be Green“ für SSA, T.: aus Tottels „Miscellany“, 1964.

„That Lord that Lay in Asse Stall“ für SATB, 1964.

„Not Unto Us, O Lord“, für zwei Frauenchöre und Orgel (+Röhrenglocken), 1965.

„The Sun’s Journey“, Kantate für SA, kleines Orchester, T.: John Ford und Thomas Dekker, 1965.

„Out of Your Sleep Arise and Wake“ für SSATTB, 1968.

„Hello My Fancy, Whither Wilt Tou Go?“ für SS C-T TBB, T.: William Cleland, 1972.


4. Schauspielmusik
„The Song of Solomon“: Schauspielmusik für ein Historienspiel, Orchester, 1934.

„Nicodemus“, Schauspielmusik für SATB und Orchester, T.: Andrew Young, 1937.


B. Instrumentalmusik

1. Orchestermusik
„The Mask of the Tempest“ op. 4, 1920.

Suite in F für Streicher: Allegro assai, 1927.

Suite für kleines Orchester: Moderato, 1927.

„Persephone“, Ouvertüre für Orchester, 1929.

„Meddling in Magic“, Ballettmusik für Orchester, 1930.

„On Westhall Hill“ für kleines Orchester, 1935.

Konzert für Violine und Streichorchester (basierend auf irischen Volksweisen), 1935.

„Eothen Suite“ für kleines Orchester, 1939.

Suite für Streichorchester, 1943.

Konzert für Oboe und Orchester, 1944.

Variationen auf „Loth to Depart“ für Streichquartett und zwei Streichorchester, 1962.

„Trianon-Suite“, 1965.

„Fantasia on Hampshire Folk Tunes“ für Streicher, 1970.

„Joyce’s Divertimento“ für Viola und Orchester, 1976.

„Deben Calendar“ für Orchester, 1977.

Konzert für Blockflöte und Streicher, 1984.


2. Kammermusik
Sonate in d-Moll op. 1, für Violine, Viola, Cello und Klavier, 1918.

Duett für Viola und Klavier, 1918.

Quintett (Oboe und Streichquartett),1928.

Sonate für Violine und Klavier, 1928.

„Phantasy“ für Streichquartett, 1928.

Suite für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott, 1928.

„The Unfortunate Traveller“, Suite für Blaskapelle, 1929 (Arrangement für Streichorchester 1930).

Sonate für Violine und Cello, 1930.

„Five Short Airs on a Ground“, für Flöten, 1934.

Vier einfache Stücke für Viola mit Klavierbegleitung, ca. 1935.

Kanons für Sopranflöten, 1936.

„Deddington Suite“ für Blockflötentrio, ca. 1942.

Serenade für Flöte, Viola und Fagott, 1942.

„Offley Suite“ für Blockflötentrio, ca. 1941.

Streichtrio Nr. 1 für Violine, Viola und Cello, 1944.

Duett für zwei Sopranflöten, ca. 1946.

Streichquartett Nr. 1, 1946.

Streichquartett Nr. 2, 1949.

Streichtrio Nr. 2 für Violine, Viola und Cello, 1962.

Zwei Fanfaren (1. für die Grenadier Guards: drei Trompeten, Horn, zwei Posaunen, 2. für Thaxted: zwei Trompeten, Flöte, Glocken), 1966.

Duo für Viola und Klavier, 1968.

„The Glory of the West“, Thema und sieben Variationen für Blaskapelle, 1969.

„Iken Fanfare“ für Schul-Holzbläser, 1972.

Streichquintett, 1982.

Flötensextett (Sopranino, zwei Diskant, zwei Sopräne, Tenor), 1984.

Duo für Violine und Cello, 1984.


3. Klaviermusik
Thema und Variationen für Klavier, 1926.

„Five Short Pieces“ für Klavier, 1934.

„Six Pictures from Finland“ für Klavier, 1934.

12 Lieder für Kinder aus den appalachischen Bergen: Klavierbegleitung, 1937.

Präludium und Tanz für Klavier, 1939.


4. Sonstige Musik für ein Soloinstrument
Suite für Viola solo, 1930.

Thema und Variationen für Violine, 1943.

„The Fall of the Leaf“, drei kurze Studien für Cello über eine Melodie aus dem 16. Jahrhundert, 1962.

„Badingham Chime“ für Handglocken, 1969.

„February Welcome“ für Handglocken, 1980.


C. Schriften von Imogen Holst (chronologisch)

Holst, Imogen. „New Ways of Making Music." In: Home and Country, July 1935.

Holst, Imogen. Gustav Holst: A Biography (Untertitel in der 2. Aufl. von 1969). With a Note by Ralph Vaughan Williams. London: Oxford University Press, 1938 (2. Aufl. 1969).

Holst, Imogen. „Rural Music." In: The RCM Magazine 36.3, Summer 1940.

Holst, Imogen. „Amateur Music." In: The Year’s Work in Music, 1949–50. S. 19–28.

Holst, Imogen. „The Suffolk Rural Music School." In: Aldeburgh Festival Programme Book 1950. S. 10.

Holst, Imogen. „Britten‘s Let‘s Make an Opera." In: Tempo 18, 1950–51. S. 12–16.

Holst, Imogen. „Equal Temperament: Some Problems of Intonation." In: The Chesterian 26.167, 1951. S. 130–132.

Holst, Imogen. „Elizabethan Music." In: Aldeburgh Festival Programme Book 1951. S. 10.

Holst, Imogen. The Music of Gustav Holst. London: Oxford University Press, 1951 (2. Aufl. 1968, 3. überarbeitete Aufl. mit Anhang 1985).

Holst, Imogen. „Britten and the Young." In: Benjamin Britten: a Commentary on his Works from a Group of Specialists. Hg. Donald Mitchell und Hans Keller. London: Rockliff, 1952. S. 276-286.

Holst, Imogen. „The Influence of Folk Song on Twentieth-Century Music." In: The Chesterian 30.183, 1955. S. 6–9.

Holst, Imogen. The Book of the Dolmetsch Descant Recorder. London: Boosey & Hawkes, 1957.

Holst, Imogen. „Singing for Pleasure." In: Home and Country, May 1957.

Holst, Imogen. „Cecil Sharp and the Music and Music-making of the Twentieth Century." In: Journal of the EFDSS 8.4, 1959. S. 189–190.

Holst, Imogen. „Folk Songs." In: Aldeburgh Festival Programme Book 1959. S. 16.

Holst, Imogen (Hg.) Henry Purcell, 1659–1695: Essays on his Music. London: Oxford University Press, 1959.

Holst, Imogen. „Music in Venice." In: Aldeburgh Festival Programme Book 1961. S. 12.

Holst, Imogen. Henry Purcell: The Story of his Life and Work. The Great Masters. London: Boosey & Hawkes, 1961.

Holst, Imogen. Tune. London: Faber, 1962.

Holst, Imogen. An ABC of Music: A Short Practical Guide to the Basic Essentials of Rudiments, Harmony, and Form. Mit einem Vorwort von Benjamin Britten. Oxford: Oxford University Press, 1963.

Holst, Imogen. „Indian Music." In: Tribute to Benjamin Britten on his Fiftieth Birthday. Hg. Anthony Gishford. London: Faber, 1963. S. 104–110.

Holst, Imogen. Your Book of Music. London: Faber, 1964.

Holst, Imogen. „The Music Bach was Brought up on." In: Aldeburgh Festival Programme Book 1964. S. 49.

Holst, Imogen. Bach. London: Faber, 1965.

Holst, Imogen. Britten. London: Faber, 1966 (2. Aufl. 1970, 3. Aufl. 1980).

Holst, Imogen. „Gustav Holst‘s Manuscripts." In: Brio 4.2, 1967. S. 2–4.

Holst, Imogen. „Audiences." In: Aldeburgh Festival Programme Book 1970. S. 11.

Holst, Imogen. Byrd. The Great Composers. London: Faber & Faber, 1972.

Holst, Imogen. Holst. London: Novello, 1972.

Holst, Imogen. „Holst‘s Debt of Gratitude to Vaughan Williams." In: Folk Music Journal 2.2, 1972. S. 171–172.

Holst, Imogen. Conducting a Choir: a Guide for Amateurs. London: Oxford University Press, 1973.

Holst, Imogen. „Wind Bands." In: Aldeburgh Festival Programme Book 1973. S. 7.

Holst, Imogen. „Holst’s Music: Some Questions of Style and Performance at the Centenary of his Birth." In: Proceedings of the Royal Musical Association 100, 1973. S. 201–207.

Holst, Imogen. A Thematic Catalogue of Gustav Holst’s Music. London: Faber Music, 1974.

Holst, Imogen, Hg. Gustav Holst: a Guide to his Centenary. Cambridge: Cambridge Music Shop in Association with G. & I. Holst, 1974.

Holst, Imogen. „Gustav Holst and Thaxted." In: Thaxted Bulletin, 1974. O.S.

Holst, Imogen. Holst. London: Faber, 1974 (2. Aufl. 1981).

Holst, Imogen. „Gustav Holst‘s Debt to Cecil Sharp." In: Folk Music Journal 2.5, 1974. S. 400–403.

Holst, Imogen. „Not too Educational." In: Aldeburgh Festival Programme Book 1976. S. 7.

Holst, Imogen. „A Learner‘s Questions on Eastern Influences." In: Early Music 5.3, 1977. S. 364–368.

Holst, Imogen. „On Grace Williams." In: Welsh Music 5, 1977. S. 19–21.

Holst, Imogen. „Working for Benjamin Britten." In: Musical Times 118.1609, 1977. S. 202-203.

Holst, Imogen. A Scrapbook for the Holst Birthplace Museum. East Bergholt: Holst Birthplace Museum Trust in Association with G & I Holst, 1978.

Holst, Imogen. „Recollections of Times Past." In: Aldeburgh Festival Programme Book 1978. S. 8.

Holst, Imogen. „Advantages of Being Seventy." In: Aldeburgh Festival Programme Book 1980. S. 10.

Holst, Imogen. „Holst‘s At the Boar’s Head." In: Musical Times 123.1671, 1982. S. 321–322.

Holst, Imogen. „Holst in the 1980s." In: Musical Times 125.1695, 1984. S. 266–267.


Zusammen mit anderen AutorInnen:
Holst, Imogen und Benjamin Britten. The Story of Music. London: Rathbone, 1958.

Holst, Imogen und Ursula Vaughan Williams, Hg. Heirs and Rebels: Letters Written to Each Other and Occasional Writings on Music, by Ralph Vaughan Williams and Gustav Holst. London: Oxford University Press, 1959.
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Repertoire

Eine genaue Auflistung von Imogen Holsts Repertoire ist aufgrund ihrer Vielseitigkeit kaum möglich. Es ist bekannt, dass Holst mit ihren Purcell Singers ein breites Repertoire von alter Musik erarbeitete, besonders aus dem 17. Jahrhundert, aber auch älter. Ihre Vorliebe für die Werke J. S. Bach zeigte sich in ihrem Dirigat der Johannespassion und weiterer Werke des Komponisten auf dem Aldeburgh Festival. Ihre eigenen Kompositionen für Orchester und Chor dirigierte sie selbst, die Werke ihres Vaters waren ihr jedoch ebenso wenig fremd, wie Aufnahmen von „Two Songs without Words“, „A Fugal Concerto“, „Golden Goose“, „Nocturne“, „Double Concerto“, „Brook Green Suite“, „Capriccio“ und „Lyric Movement“ beweisen. Als Klavierstudentin dürfte Holst die klassischen virtuosen Stücke erarbeitet haben, durch ihr chronisches Venenleiden spielte sie jedoch nie öffentlich und professionell. Während ihrer jahrzehntelangen Arbeit mit Amateuren und Laien spielte, sang und dirigierte sie außerdem eigene und fremde Lehrwerke und Musik für Kinder.
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Quellen

Literatur

Cox, Peter; Williams, Heather W.; Plummer, Nan; Dobbs, Jack P.B., Hg. Imogen Holst at Dartington. Dartington: Dartington Press, 1988.

Grogan, Christopher. Imogen Holst. A Life in Music. Woodbridge: Boydell & Brewer, 2007.

Head, Raymond. „Imogen Holst. A Life in Music [Review]“. In: Tempo 63.247, 2009. S. 70–71.

Marsh, Bill. „Imogen Holst. A Life in Music [Review]“. In: The Delian: The newsletter of the Delius Society, Philadelphia Branch. Juni 2008, S. 19.

Mitchell, Jon C. „Early Performances at Kneller Hall of British Band Classics, and Imogen Holst‘s The Unfortunate Traveller“. In: Kongressberichte Bad Waltersdorf/Steiermark 2000; Lana/Südtirol 2002. Tutzing: Hans Schneider, 2003.

Schaarwächter, Jürgen. „Imogen Holst. A Life in Music [Review]“. In: Die Musikforschung 61.2, 2008. S.184.

Thomson, Andrew. „Imogen Holst. A Life in Music [Review]“. In: The musical times 149.1905, 2008. S. 89-96.

Tinker, Christopher. „Imogen Holst’s Music 1962-84“. In: Tempo 166, 1988. S. 22–27.

Tinker, Christopher. „Imogen Holst“. In: British Music Society news 122, 2009. S. 138–143.

Tinker, Christopher. The Musical Output of Imogen Holst. PhD Dissertation an der University of Lancaster, 1990.


Diskografie

Holst als Komponistin
„Imogen Holst, String Chamber Music“. Court Lane Music, 2009 (ASIN: B001ILAMIK).

Holst als Dirigentin (Auswahl)
„Imogen Holst Conducts Gustav Holst“. English Chamber Orchestra. Lyrita, 2006 (ASIN: B000027QWD).

„The Essential Holst“ [Imogen Holst dirigiert die Purcell Singers in zwei Stücken von Gustav Holst]. Verschiedene Künstler. Decca, 1995 (ASIN: B003TZ4JGO).

„Gustav Holst, The British Music Collection“ [Imogen Holst dirigiert „Savitri“, „Seven part-songs“]. Decca, 2001 (ASIN B00005QDYL).


Links

http://en.wikipedia.org/wiki/Imogen_Holst
englischsprachiger Eintrag bei Wikipedia über Leben und Werk.

http://holstfoundation.org
Homepage der Stiftung für Gustav und Imogen Holst.

http://www.guardian.co.uk/music/2007/oct/17/classicalmusicandopera
Artikel über Holst in Aldeburgh aus Anlass der Herausgabe ihrer Tagebücher im Rahmen der revidierten Edition von „Imogen Holst. A Life in Music“, hg. von Christopher Grogan.

http://holstfoundation.org/media/Imogen_Holst_board_1_-_small.pdf

http://holstfoundation.org/media/Imogen_Holst_board_2_-_small.pdf
Zwei kurze überblicksartige Tafeln mit vielen Fotos über Holsts Schaffen (ausgestellt in Aldeburgh Church 2007).

http://www.overgrownpath.com/2008/11/heros-life.html
Kurzbio mit Fotos und Bibliografie.

http://www.findagrave.com/cgi-bin/fg.cgi?page=gr&GRid=6826019
Beschreibung von Holsts Grab auf dem Friedhof Aldeburgh mit Lage und Fotos.
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Forschung

Der Großteil ihres Nachlasses, ihre Tagebücher aus Aldeburgh, Schriften (Programmtexte, Buchmanuskripte, Notizen), Kompositionen, Briefwechsel, sowie Dokumente im Zusammenhang mit ihrem Vater Gustav Holst befinden sich im Archiv der Britten-Pears-Foundation in Aldeburgh, Suffolk. Informationen über den dortigen Umfang der Sammlung sowie eine Anleitung zur Online-Recherche des Archivs unter http://www.brittenpears.org/page.php?pageid=527.
Die Stiftung übernahm erst 2007 das umfangreiche, aber unsortierte Archivmaterial aus Holsts Besitz von der G. & I. Holst Stiftung und stellte 2008 einen online durchsuchbaren Katalog zur Verfügung.
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Forschungsbedarf

Dank der intensiven Arbeit eines kleinen Teams von interessierten und teils noch mit Holst persönlich bekannten Wissenschaftlern enthält Christopher Grogans umfangreiche Biografie „Imogen Holst. A Life in Music“ (2007) aktuelle und ausführliche Informationen zu Leben und Werk. Darüber hinaus fehlen jedoch systematisch angelegte Forschungen über Imogen Holst als Lehrerin, Dirigentin oder Schriftstellerin sowie analytische Einzelbetrachtungen vieler ihrer Werke. Über die Zusammenarbeit mit Britten, die Holst selbst in ihrem „Aldeburgh Diary“ festgehalten hat, wäre ebenfalls zu forschen.
Autor/innen:
Annika Forkert, eingegangen am 14.2.2012

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Ellen Freyberg
Zuerst eingegeben am 18.07.2012