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Ilse Fromm-Michaels

Ilse Bauch (geb.), Ilse Fromm

* 31. Dezember 1888 in Hamburg, Deutschland.
† 22. Januar 1986 in Detmold, Deutschland.



„Aber ich wusste ja, dass ich es konnte.“
(Ilse Fromm-Michaels über ihre Karriere als Pianistin in einer Rundfunksendung von Radio Bremen 1973, Sendung zum 85. Geburtstag von Ilse Fromm-Michaels, von und mit Dr. Klaus Blum, Radio Bremen, Aufnahmedatum 18.11.1973).
H�rbeispiel
Variationen op. 8
Notenbeispiel Schriftprobe
Mediennachweis

Bild:
Ilse Fromm (um 1908)
Mit freundlicher Genehmigung von Jost Michaels, Detmold

Hörbeispiel:
Variationen op. 8
CD Ilse Fromm Michaels. Sämtliche Klavierwerke. Babette Dorn, Klavier
Tacet 96. Track 1.
Mit freundlicher Genehmigung TACET GmbH.
http://www.tacet.de

Noten:
Variation 10 aus „Passacaglia“ op. 16 für Klavier
Mit freundlicher Genehmigung c 2003 by Ries & Erler, Berlin
http://www.rieserler.de

Schriftprobe:
Mit freundlicher Genehmigung von Jost Michaels, Detmold

Tätigkeitsfelder
Komponistin, Pianistin, Klavierpädagogin.

Orte und Länder
In Hamburg geboren verbrachte Ilse Fromm-Michaels ihre Studienzeit in Berlin und Köln und kehrte 1913 nach Hamburg zurück. Nach ihrer Heirat 1915 lebte sie in Cuxhaven, ab 1920 wieder in Hamburg. Erst in fortgeschrittenem Alter zog sie nach Detmold in die Nähe der Familie ihres Sohnes.

Profil
Bei eingehender Auseinandersetzung mit der Künstlerin Ilse Fromm-Michaels entsteht das Bild einer stolzen, couragierten Frau, die loyal zu ihrem aufgrund seiner jüdischen Herkunft verfolgten Mann hielt, dafür persönliche Nachteile in Kauf nahm und jahrelang einem enormen Druck standhielt. Dies ist menschlich umso eindrucksvoller angesichts ihres großen künstlerischen Engagements und Ausdrucksbedürfnisses und der strategischen Zielstrebigkeit, mit der sie in jungen Jahren ihre Konzertkarriere aufgebaut hatte.
Ilse Fromm-Michaels trat als Pianistin in vielen großen Städten Deutschlands und mit bedeutenden Orchestern und Dirigenten auf. Sie gab bereits als junge Frau privaten Klavierunterricht, während des „Dritten Reichs“ wurde dies in Folge der „Nürnberger Rassegesetze“ zu ihrer hauptsächlichen Tätigkeit. Nach dem Krieg wurde sie 1946 Dozentin an der Musikhochschule Hamburg und dort 1957 zur Professorin ernannt.
Ihre veröffentlichten Kompositionen zeigen in einer ersten Phase ab 1908 eine Entwicklung von spätromantischen Klavierminiaturen zu größeren Klavierwerken mit expressiverer, freier Tonalität und chromatischer Atonalität. Ab 1920 galt ihr kompositorisches Interesse der Kammermusik und dem Lied, in den 30er Jahren entstanden erstmals auch Werke mit Orchester, wobei ihr Kompositionsstil infolge der schwierigen Lebenssituation einer „inneren Emigration“ immer ernster wurde. Um 1950 verstummte Ilse Fromm-Michaels als Komponistin.
Ihre Klavierkompositionen wurden von ihr selbst gespielt, nach dem Zweiten Weltkrieg auch von verschiedenen Pianisten für Rundfunkanstalten aufgenommen. Aufführungen ihrer übrigen Werke sind bis 1937 dokumentiert, dann erst wieder nach 1945. Aufgeführt werden heute in erster Linie ihre Klavierkompositionen und Kammermusikwerke.

Biografie

Ilse Fromm-Michaels wurde am 30. Dezember 1888 in Hamburg geboren. 1902 bestand sie mit einer selbst komponierten „Phantasie“ die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule in Berlin und studierte bis 1905 Komposition bei Heinrich van Eyken und Klavier bei Marie Bender, von 1905 bis 1908 am Stern'schen Konservatorium Klavier bei James Kwast und Komposition bei Hans Pfitzner. Von 1911 bis 1913 studierte sie in Köln Klavier bei Carl Friedberg und kurze Zeit Komposition bei Fritz Steinbach. Im Rahmen einer intensiven und erfolgreichen Konzerttätigkeit, die sie auch nach ihrer Heirat 1915 fortsetzte, erregte sie zwischen 1908 und 1933 mit Interpretationen zeitgenössischer Kompositionen (Zweite Wiener Schule, Bartók, Jarnach, Granados, Busoni u.a.) und eigener Werke Aufsehen. Als Solistin trat sie unter Dirigenten wie Hermann Abendroth, Max Fiedler, Eugen Jochum, Wilhelm Furtwängler, Carl Schuricht, Artur Nikisch und Otto Klemperer auf.
Da ihr Mann, der Amtsrichter Walter Michaels, jüdischer Herkunft war, wurde sie nach 1933 in ihrer Berufsausübung zunehmend eingeschränkt, in diesen Jahren entstandene Kompositionen wurden erst nach 1945 uraufgeführt. Bis 1945 arbeitete sie als Klavierpädagogin, unter ihren Privatschülern waren Veronika Jochum, Gisela Distler-Brendel und Jürgen Uhde. 1946 wurde sie Klavierdozentin an der Musikhochschule Hamburg, 1957 bis 1959 Professorin. 1946 wurde Ilse Fromm-Michaels als erste Frau in die Akademie der Künste Hamburg gewählt und erhielt 1956 die Ehrenplakette der Akademie für ihr Gesamtwerk. Beim Internationalen Wettbewerb für Komponistinnen in Mannheim 1961 wurde ihre „Sinfonie“ mit dem 1. Preis ausgezeichnet. 1964 verlieh die Stadt Hamburg der Komponistin die Brahms-Medaille. Sie starb am 22. Januar 1986 in Detmold.
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Würdigung

Ilse Fromm-Michaels vernichtete viele ihrer Kompositionen, weil sie ihren hohen Ansprüchen nicht genügten, so dass das Werkverzeichnis Lücken aufweist (es fehlen op.1 bis 3 sowie op.12, 13 und 14). Frühe Kompositionen sind dem Klavier gewidmet, ab 1920 wandte sie sich anderen Instrumenten und der Singstimme zu. Erst ab 1932 komponierte sie auch für Orchester. An ihren veröffentlichten Werken lässt sich die Entwicklung von einer spätromantischen Klangsprache zu immer expressiverer freier Tonalität und chromatischer Atonalität ablesen. Den Einfluss ihres Lehrers Pfitzner bezeichnete die Komponistin als eher gering und ging so weit, sich als kompositorische Autodidaktin zu bezeichnen. In ihren frühen Klavierkompositionen von 1908, Miniaturen in der Tradition des romantischen Charakterstückes, fand Fromm-Michaels bereits zu einem eigenen Klavierklang, lyrisch und nachdenklich in den „Skizzen“, voll harmonischer Überraschungen und skurrilem Humor in den „Puppen“. Eine neue Schöpfungsphase lassen die zwischen 1917 und 1921 entstandenen Kompositionen erkennen. Der „Sonate“ (1917) ist das Entsetzen über den Ersten Weltkrieg anzumerken, wild dramatische, formal strenge Abschnitte alternieren mit improvisatorischen Episoden voller Resignation. Hier und in den „Variationen“ beeindrucken pianistische Farbigkeit und dynamische Bandbreite, die Harmonik erinnert an den Expressionismus Skriabins. Die „Stimmungen eines Fauns“ op. 11 (1921), musikalisches Porträt der Freundin und Malerin Anita Rée, sind nach den „Trois Pièces“ (1919) von Strawinsky einer der ersten Beiträge zur Gattung des Bläser-Solostücks, und sie sind ohne festes Metrum notiert.
Die Begegnung mit dem Komponisten Frank Wohlfahrt veranlasste Fromm-Michaels, sich neuen Gattungen und Besetzungen zuzuwenden. In der „Suite für Violoncello“ solo op. 15 (1931), der „Passacaglia“ op. 16 (1932) und ihrer „Marienpassion“ op. 18 (1932/33) ging sie in strenger, fast asketischer Kontrapunktik immer freier mit der Tonalität um. Nach 1933 verstärkte sich der Ernst ihres Kompositionsstils infolge der schwierigen Lebenssituation einer „inneren Emigration“, so in der „Sinfonie“ op. 19 (1938), die mit einem zwölftönigen Thema als Leitgedanken in einem rhythmisch variantenreichen Satz durchkomponiert ist, in der „Musica Larga“ (1944) und in ihrem letzten bedeutenden Werk, den „Rilke-Gesängen“ (1948/49), die mit einem Epilog auf den Tod schließen. Nach 1950 widmete Fromm-Michaels sich Bearbeitungen eigener Werke, zuletzt 1977 der Orgelfassung der „Passacaglia“. Das vorzeitige Verstummen der Komponistin lange vor ihrem Tod 1986 hängt ihrer Aussage nach mit der Unmöglichkeit zusammen, nach den tragischen Erlebnissen während der NS-Zeit zur Normalität zurückzukehren und erneut eine Tonsprache in Reaktion auf die veränderte Umwelt zu entwickeln.
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Rezeption

Die direkten Auswirkungen der beruflichen Einschränkungen auf die Karriere Ilse Fromm-Michaels’, die praktisch ein Arbeitsverbot bedeuteten, konnten nach Kriegsende durch Jubiläumskonzerte oder Auszeichnungen natürlich nicht wieder rückgängig machen. Noch heute sind ihre Kompositionen weitaus weniger bekannt, als sie es ihrer Qualität wegen verdient hätten. Von den Werken in größerer Besetzung liegen bisher nur Aufnahmen in den Rundfunkarchiven, weder die „Sinfonie“ noch die „Marienpassion“ sind je auf Schallplatte aufgenommen worden. Erst 1999 ist eine Gesamteinspielung ihrer Klavierwerke auf CD erschienen.
Ilse Fromm-Michaels’ Bedeutung als Pianistin wird in den vorliegenden Konzertkritiken immer wieder unterstrichen. Unklar ist, weshalb sich ihre Konzerttätigkeit, trotz Anzeichen einer zielstrebigen Karriereplanung auf Deutschland beschränkte. Unbekannt ist auch, in welchem genauen Umfang Ilse Fromm-Michaels ihre eigenen Kompositionen zum Bestandteil der Programme ihrer Konzerte machte. 1999 erschien eine Gesamteinspielung ihrer Klavierwerke auf CD, Klavierkompositionen und Kammermusik sind heute gelegentlich auf dem Podium zu hören. Dass dies nicht häufiger der Fall ist, hängt sowohl mit den negativen Nachwirkungen der beruflichen Einschränkungen während der NS-Zeit zusammen, als auch mit der Tatsache, dass es sich im Vergleich mit zu gleicher Zeit entstandener Musik, z.B. der Zweiten Wiener Schule, um eine weniger „fortschrittliche“ Tonsprache handelt, was die Nachhaltigkeit der nach 1945 durchaus unternommenen „Wiedergutmachungsversuche“ negativ beeinflusst haben mag. So erfuhr Ilse Fromm-Michaels eine große Anerkennung als Komponistin, als sie 1946 als erste Frau überhaupt in die Akademie der Künste Hamburg gewählt wurde. 1956 wurde ihr für ihr Gesamtwerk die Plakette der Akademie der Künste Hamburg verliehen – die erste Auszeichnung dieser Art hatte im Jahr zuvor kein Geringerer als Thomas Mann erhalten. Die Stadt Hamburg ehrte die Komponistin 1964 mit der Brahms-Medaille.
Symptomatisch ist jedoch das Schicksal von „Sinfonie“ und „Marienpassion“: Die Uraufführung der „Sinfonie“ fand am 28.6.1946 in Hamburg mit dem Orchester des NWDR unter der Leitung von Hans Schmidt-Isserstedt statt, 1963 nahm er das Werk auch für den Rundfunk auf. Beim Internationalen Wettbewerb für Komponistinnen in Mannheim 1961 wurde ihre „Sinfonie“ mit dem 1. Preis ausgezeichnet und vom Orchester des Nationaltheaters Mannheim unter der Leitung von Herbert Albert aufgeführt. Die Bamberger Symphoniker spielten die „Sinfonie“ unter der Leitung von Robert Heger. Auch Jost Michaels setzte sich aktiv für die Werke seiner Mutter ein, als Kammermusiker wie auch als Dirigent der „Sinfonie“ mit der Nordwestdeutschen Philharmonie. Im Rahmen des 40. Bachfestes in Hamburg führte Wolfgang Sawallisch im Juni 1965 die „Marienpassion“ auf, ihm folgten Martin Stephani in Bielefeld, Alexander Wagner in Detmold und Karl Hochreither an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Vorliegende Besprechungen dieser Aufführungen sind äußerst positiv. Dennoch gibt es von beiden Kompositionen nur Rundfunk-Aufnahmen, weder die „Sinfonie“ noch die „Marienpassion“ sind je auf Schallplatte aufgenommen worden.
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Werkverzeichnis

(veröffentlichte Werke)

Vier Puppen op. 4 für Klavier (1908) (Ries & Erler, Berlin 1908).
1. Der Holzsoldat
2. Der Hampelmann
3. Das Puppenmädchen
4. Der Harlekin

Vier Puppen op. 4 für Bläserquintett (1966) (Manuskript, Ries & Erler, Berlin).

8 Skizzen op. 5 für Klavier (1908) (Ries & Erler, Berlin).

Sonate op. 6 für Klavier („Herrn Theodor Behrens in Hamburg gewidmet“) (1917) (Ries & Erler, Berlin).

Walzerreigen op. 7 für Klavier („Meinem verehrten Freund, J. Kwast, in Dankbarkeit gewidmet“) (1917) (Ries & Erler, Berlin).

Variationen über ein eigenes Thema fis-Moll op. 8 für Klavier („Dem Andenken Vera Jaborgs gewidmet“) (1918/19) (Ries & Erler, Berlin).

Fünf Lieder nach Texten aus „Des Knaben Wunderhorn“ für Gesang und Klavier op. 9a (1920) (Ries & Erler, Berlin).
1. Frau Nachtigall
2. Die Meise
3. Der Maria Geburt
4. Wiegenlied einer alten frommen Magd
5. Engelsgesang

Vier winzige Wunderhornlieder op. 9b für Gesang und Klavier (1921) (Manuskript, Ries & Erler, Berlin 1991).
1. Maikäferlied
2. Geh, du schwarze Amsel
3. Der Sperling
4. Der Butzemann

Stimmungen eines Fauns op. 11 für Klarinette solo („Anita Rée zugeeignet“) (1921) (Tischer und Jagenberg, München 1985).

Suite für Violoncello solo op. 15 (1931) (Sikorski, Hamburg 1978).

Passacaglia op. 16 für Klavier (1932) (Ries & Erler, Berlin 2003).

Passacaglia op. 16 für Orgel (1977) (Merseburger, Kassel 1981).

Passacaglia op.16 (Fassung für großes Orchester von Frank Wohlfahrt unter Hinzufügung einer Coda) (1934) (Ries & Erler, Berlin 1934).

Marienpassion op. 18 für Chor, Kammerorchester, 3 Trompeten und Klavier (1932/33), T: Ilse Fromm-Michaels (Sikorski, Hamburg 1963).

Sinfonie op. 19 (1938) (Leihmaterial im Manuskript über Sikorski, Hamburg 1963).

Kadenzen zu Klavierkonzerten von W. A. Mozart (KV 467, 482, 503, 537) (um 1940) (Sikorski, Hamburg 1994).

Langsamer Walzer für Klavier (Oktober 1843, „für Alice und Justus O`Swald“), Manuskript im Privatbesitz von Thomas Rewolle, Hamburg; gedruckt in: Frauen komponieren, Eva Rieger / Käte Walter (Hg.), Mainz: Schott 1985.

Musica Larga für Streichquartett und Klarinette („Hermann Abendroth gewidmet“) (1944) (Partitur im Manuskript, Sikorski, Hamburg 1958).

Musica Larga für Streichorchester und Klarinette op. 21 (1944) (Sikorski, Hamburg).

Drei Rilke-Gesänge für Bariton und Klavier (1948/49), T: Rainer-Maria Rilke (Manuskript, Sikorski, Hamburg 1964).
1. Der Schwan („Carl Friedberg zugeeignet“)
2. Das Lied vom Meer („Ada Rettberg zugeeignet“)
3. Der Tod ist groß („Rainer Zipperling zum Gedächtnis“)

Drei Rilke-Gesänge für Bariton und Orchester (1955) (Leihmaterial bei Sikorski).
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Repertoire

Zur Dokumentation der Konzerttätigkeit Ilse Fromm-Michaels’ wie auch der Aufführungen ihrer Kompositionen durch sie selbst und andere Musiker liegen keine Programm- oder Rezensions-Sammlungen vor. So können zur Zeit nur Rückschlüsse aus Berichten der Künstlerin selbst, von Kollegen, Freunden und Angehörigen sowie aus einzelnen Konzertkritiken und -programmen gezogen werden.
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Quellen

Literatur (chronologisch)

Wohlfahrt, Frank. „IIse Fromm-Michaels“. In: Musica II. 1948. S. 337-338.

Wirth, Helmut. „Ilse Fromm-Michaels“. In: Das Einhorn. Freie Akademie der Künste in Hamburg (Hg.). Jahrbuch 1957. S. 46-49.

Wohlfahrt, Frank. „Eigenständige Phantasie. Ilse Fromm-Michaels zur Vollendung ihres 75. Lebensjahres“. In: Antworten. Freie Akademie der Künste in Hamburg (Hg.). Jahrbuch 1963. S. 84-87.

Grebe, Karl. „Lebenswerk einer Komponistin“. In: Zwanzig. Freie Akademie der Künste in Hamburg (Hg.). Jahrbuch 1968. S. 303-307.

Sendung zum 85. Geburtstag von Ilse Fromm-Michaels, von und mit Dr. Klaus Blum, Radio Bremen, Aufnahmedatum 18.11.1973.

Heyworth, Peter. „Otto Klemperer – his life and times“. Bd. 1: 1885-1933. Cambridge: Cambridge University Press, 1983.

Italiaander, Rolf. „Komponistinnen sind selten gleichberechtigt“. Hamburg: Die Welt 16.4.1984.

Bruhns, Maike. „Anita Rée. Leben und Werk einer Hamburger Malerin“. Hamburg: Verein für Hamburgische Geschichte, 1986.

Lessing, Kolja. „Ich kann die junge Dame wärmstens empfehlen“. In: Komponistinnen. Internationales Festival. Heidelberg, 1989. S. 39-41.

Neuenschwander, Leni. „Die Frau in der Musik. Die internationalen Wettbewerbe für Komponistinnen 1950-1989“. Mannheim, 1989.

Bruhns, Maike. „Ich kann mich in so einer Welt nie mehr zurechtfinden“ (Anita Rée, 1933). Jüdische Künstler der Hamburgischen Sezession. Veröffentlichung des Altonaer Museums. Hamburg: 1989/90. S. 17-18.

Michaels, Jost. „Anmerkungen zum Programm“ (1990). In: Komponistinnen und ihr Werk. Christel Nies und die Heinrich-Böllstiftung (Hg.). Köln, 1992. S. 94-96.

Nies, Christel und die Heinrich-Böllstiftung (Hg.). Komponistinnen und ihr Werk. Köln, 1992. S. 102-105.

Bek, Josef. „Erwin Schulhoff. Leben und Werk“ (= Verdrängte Musik Bd. 8). Hamburg: von Bockel ,1994.

Neitzel, Alexandra. „Ilse Fromm-Michaels. Portrait einer Komponistin im soziologischen und kompositorisch-stilistischen Kontext“. Staatsexamensarbeit. Münster, 1994.

Friedel, Claudia. Komponierende Frauen im Dritten Reich. Versuch einer Rekonstruktion von Lebensrealität und herrschendem Frauenbild. Münster, Hamburg: Lit 1995.

Petersen, Peter und die Arbeitsgruppe Exilmusik (Hg.). Zündende Lieder- Verbrannte Musik. Hamburg: VSA, 1995.

Distler-Brendel, Gisela. „Ilse Fromm-Michaels zum Gedächtnis“. In: Kontrapunkt. Musikkalender 2000. Barbara Gabler (Hg.). Kassel: Furore, 1999. S. 176-189.

Weissweiler, Eva. „Komponistinnen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Eine Kultur- und Wirkungsgeschichte in Biographien und Werkbeispielen“. Überarbeitete Neuauflage. München: dtv, 1999.

Dorn, Babette. „Ilse Fromm-Michaels“. In: Lebenswege von Musikerinnen im „Dritten Reich“ und im Exil, Arbeitsgruppe Exilmusik am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg (Hg.). (= Musik im „Dritten Reich“ und im Exil, Bd. 8, Hanns-Werner Heister und Peter Petersen (Hg.)). Hamburg: von Bockel, 2000. S. 89-123.

Dorn, Babette. „Ilse Fromm-Michaels“. In: Künstlerinnen. Ein virtueller Streifzug durch Nordrhein-Westfalen im Zwanzigsten Jahrhundert. CD-Rom . Circe-Film Köln (Hg.). 2001.

Dorn, Babette. „Genie und Courage. Erfolg und Verfolgung. Die Komponistin Ilse Fromm-Michaels“. In: Echolos. Klangwelten verfolgter Musikerinnen in der NS-Zeit. Anna-Christine Rhode-Jüchtern, Maria Kublitz-Kramer (Hg.). Bielefeld: Aisthesis Verlag, 2004. S. 143-172.

Diskografie (CDs, chronologisch)

Komponistinnen des 20. Jahrhunderts (Viola Mokrosch / Klavier, Eckhard Stahl / Violoncello). Bayer, BR 100200, 1993 [darin: Variationen über ein eigenes Thema op.8 für Klavier, Suite op.15 für Cello].

Der ferne Spiegel. Musik von Komponistinnen für Flöte und Klavier (Cordula Hacke / Klavier u.a.). Bayer Records, BR 100246, 1993 [darin: 8 Skizzen op.5 für Klavier].

Faszination Frauenmusik (2) (Daniela Steinbach / Klavier). Danae Discs, RK 95-010-01, 1995 [darin: Sonate op.6, Variationen über ein eigenes Thema op. 8].

Ilse Fromm-Michaels. Sämtliche Klavierwerke (Babette Dorn / Klavier). Tacet, Ta 96, 1999 [darin: 4 Puppen op.4, 8 Skizzen op.5, Sonate op.6, Walzerreigen op.7, Variationen über ein eigenes Thema op.8, Passacaglia op.16, Langsamer Walzer].

Klavierwerke von Komponistinnen aus drei Jahrhunderten (Sontraud Speidel / Klavier). organo phon 90113, 1999 [darin: 4 Puppen op.4].

Stimmungen eines Fauns. Miniaturen für Klarinette und Klavier (Heiner Rekeszus / Klarinette). Melisma, 7170-2, 1999 [darin: Stimmungen eines Fauns op.11].

Links

http://www.tacet.de
CD-Firma Tacet
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Forschungsbedarf

- Dokumentation ihrer Konzerttätigkeit (Untersuchung von Repertoire, Programmgestaltung, Kritiken)
- Dokumentation von Aufführungen eigener Kompositionen und von Aufführungen ihrer Kompositionen durch andere Musiker
- Veröffentlichte und unveröffentlichte Werke
Autor/innen:
Babette Dorn, Die Grundseite wurde im April 2004 verfasst.

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Sophie Fetthauer
Zuerst eingegeben am 26.05.2004.
Zuletzt aktualisiert am 26.05.2004.