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Annette Essipoff

Anna Nikolaevna Esipova (geb.), Annette Leschetizky, Anna Yesipova, Annette von Essipoff, Anna (Nikolayevna) Esipova, Anna Jessipov(a), Anna Essipov(a), Anna Essipow

* 31. Januar 1851 in St. Petersburg, Russland.
† 5. August 1914 in St. Petersburg, Russland.

Lebensdaten Annette Essipoffs nach dem Julianischen Kalender:
geboren am 12. Februar 1851, gestorben am 18. August 1914.

„Mit einer für eine zarte Frau ganz ungewöhnlichen Kraft, wie wir sie nur noch bei ment1846 gefunden, packte Frau Essipoff das Rubinsteinsche D-moll-Concert mit einem Sturm von Octavengängen, ließ es im Andante in den zartesten Silberfäden schimmern und führte es im Finale triumphirend auf die Höhe. […] Frau Essipoffs Vortrag des B-dur-Trios von Schubert bestätigte unsere Vermuthung, daß das eigentlich virtuose Können und die Freude daran in dieser Künstlerin überwiegen; der erste Satz und das Andante verriethen bei großer Sauberkeit der Ausführung doch nur geringe innere Betheiligung an der Composition, während die beiden glänzenderen und schwierigeren Sätze, Scherzo und Finale, alle Lebensgeister der Pianistin weckten.“

(Eduard Hanslick über Annette Essipoff, in: Concerte, Componisten und Virtuosen der letzten fünfzehn Jahre. 1870-1885. Kritiken. Berlin: Allgemeiner Verein für Deutsche Literatur, 1886, S. 94)
Mediennachweis

Bild:
Universitätsbibliothek Frankfurt a. M., Sammlung Manskopf, Signatur: S36_F00430.

Tätigkeitsfelder
Pianistin, Komponistin, Musikpädagogin, Hochschuldozentin

Orte und Länder
Annette Essipoff wurde in St. Petersburg geboren und studierte von 1865 bis 1871 am dortigen Konservatorium. Im Jahr 1878 ließ sie sich gemeinsam mit ihrem späteren Mann, Theodor Leschetizky, in Wien nieder, lebte jedoch bis 1893 vorwiegend als reisende Musikerin. Nach der Scheidung 1892 zog Annette Essipoff 1893 zurück nach St. Petersburg und unterrichtete bis 1914 am dortigen Konservatorium. 1906 hielt sie sich nochmals für einige Monate in Deutschland auf, kehrte dann jedoch nach Russland zurück. Sie starb 1914 in St. Petersburg.

Konzertreisen führten Annette Essipoff durch zahlreiche europäische Länder. Von Oktober 1876 bis Juni 1877 unternahm sie zudem eine große Tournee durch die USA.

Profil
Annette Essipoff studierte bei Theodor Leschetizky am Konservatorium in St. Petersburg. Nach Abschluss ihres Studiums konnte sie sich innerhalb kürzester Zeit international als Solistin etablieren. Von 1872 bis 1893 bereiste sie zahlreiche Länder Europas und trat u. a. regelmäßig in Berlin, London, Paris, Wien, Riga, Moskau und St. Petersburg sowie in weiteren europäischen Metropolen auf. Eine in der Presse vielbeachtete Tournee mit insgesamt 106 Konzerten führte sie von Oktober 1876 bis Juni 1877 durch die USA.

Annette Essipoff galt als herausragende Interpretin von Kompositionen des 19. Jahrhunderts, besonders jenen der französischen Schule. Darüber hinaus trat sie mit nahezu dem gesamten klassisch-romantischen Repertoire auf, u. a. mit Werken von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Robert Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt und Camille Saint-Saëns. Ihr Spiel der Kompositionen Frédéric Chopins wurde legendär.

Parallel zu ihrer Laufbahn als Pianistin war Annette Essipoff auch eine gefragte Klavierpädagogin. Nachdem ihr Mann 1878 eine Klavierschule in Wien gegründet hatte, leitete Annette Essipoff dort die Vorklasse, in der sie z. B. Ignaz Jan Paderewski und Artur Schnabel unterrichtete. Nach ihrer Scheidung kehrte sie 1893 nach St. Petersburg zurück und nahm am dortigen Konservatorium eine Professur an. Zu ihren St. Petersburger Schülerinnen und Schülern zählten u. a. Simon Barere, Alexander Borovsky, Thomas de Hartmann, Leonid Kreutzer, Lev Pouischnov, Joseph Schwarz, Sergej Tarnovsky, Anastasia Virsaladze, Ignace Hilsberg und Sergej Prokofjew.

Biografie

Annette Essipoff wurde am 31. Januar 1851 in St. Petersburg als Tochter eines Hofrats geboren. Sie erhielt ihre erste musikalische Ausbildung vom Vater und wurde anschließend in einem französischen Internat von einem Herrn Wiespolsky in Klavier unterrichtet.

Am 1. September 1865, mit 14 Jahren, bestand Annette Essipoff die Aufnahmeprüfung am Konservatorium in St. Petersburg und studierte zunächst in einer Vorbereitungsklasse bei Alexander Villuan (Villoing) und Karl von Ark, bevor Theodor Leschetizky sie am 1. Januar 1866 als Schülerin übernahm. Bereits während ihres Studiums begann Annette Essipoff regelmäßig zu konzertieren. Sie begleitete Theodor Leschetizky, ihren späteren Mann, während der Sommermonate 1869 nach Bad Ischl und trat auf der Rückreise im Herbst 1869 unter seiner Leitung im Salzburger Mozarteum mit Frédéric Chopins Klavierkonzert e-Moll (op. 11) auf. Kurze Zeit später, im November 1869, debütierte sie in der russischen Musikgesellschaft St. Petersburg mit Ludwig van Beethovens Klavierkonzert G-Dur (op. 58) und schloss im Mai 1870 mit Felix Mendelssohn Bartholdys Klavierkonzert g-Moll (op. 25) ihr Klavierstudium am Konservatorium St. Petersburg ab; dabei wurde ihr die goldene Medaille des Konservatoriums verliehen. Ein Jahr später folgte der Abschluss in den theoretischen Fächern Komposition und Instrumentation, die sie bei Nicolai Ivanovitsch Zaremba (Kontrapunkt) und Julij Iogansen (Johannsen) (Harmonielehre) belegt hatte. 1871 erhielt Annette Essipoff das Diplom des Konservatoriums. Nach Beendigung ihres Studiums konnte sie sich im internationalen Musikleben innerhalb kürzester Zeit als herausragende Pianistin etablieren. Mehr als zwanzig Jahre lang, von 1871 bis 1893, lebte sie vorwiegend als reisende Musikerin und konzertierte dabei in fast allen europäischen Metropolen sowie in den USA.

Im Jahr 1871 unternahm Annette Essipoff eine Konzertreise durch Russland und trat dabei am 26. November 1871 in Moskau auf. Dort spielte sie im Rahmen des Zweiten Symphoniekonzertes der Russischen Musikgesellschaft unter Leitung von Nikolai Rubinstein Frédéric Chopins Klavierkonzert e-Moll sowie Robert Schumanns „Des Abends“ (op. 12, Nr. 1), Felix Mendelssohn Bartholdys „Variations sérieuses“ d-Moll (op. 54) und Joachim Raffs „Valse brillante“ (op. 156). Peter I. Tschaikowsky, der zu dieser Zeit als Feuilletonist für die Zeitung „Moskovskie vedomosti“ arbeitete, schrieb am 6. Dezember 1871 über die Pianistin: „Als Solistin des Abends feierte dann Frau Jessipowa, eine junge Pianistin aus St. Petersburg, einen glänzenden und vollauf verdienten Erfolg. Das virtuose Künstlertum von Frau Jessipowa präsentierte sich als Verbindung zweier großer Vorzüge: der makellosen Reinheit ihres Spiels mit der Reife des künstlerischen Vortrags.“ (Tschaikowsky 2000, S. 18) Im Frühjahr 1872 folgte eine Tournee durch Deutschland, bei der Annette Essipoff u. a. in Braunschweig, Hannover, Leipzig, Berlin und Magdeburg Konzerte gab, und 1873 bereiste sie Wien und Budapest. Über eines der Wiener Konzerte, bei dem Anton Rubinsteins Klavierkonzert d-Moll (op. 70) und Franz Schuberts Klaviertrio B-Dur (op. 99) auf dem Programm standen, schrieb Eduard Hanslick: „Mit einer für eine zarte Frau ganz ungewöhnlichen Kraft, wie wir sie nur noch bei Sophie Menter gefunden, packte Frau Essipoff das Rubinsteinsche D-moll-Concert mit einem Sturm von Octavengängen, ließ es im Andante in den zartesten Silberfäden schimmern und führte es im Finale triumphirend auf die Höhe. […] Frau Essipoffs Vortrag des B-dur-Trios von Schubert bestätigte unsere Vermuthung, daß das eigentlich virtuose Können und die Freude daran in dieser Künstlerin überwiegen; der erste Satz und das Andante verriethen bei großer Sauberkeit der Ausführung doch nur geringe innere Betheiligung an der Composition, während die beiden glänzenderen und schwierigeren Sätze, Scherzo und Finale, alle Lebensgeister der Pianistin weckten.“ (Hanslick 1886, S. 94) Ebenfalls aus Wien schrieb Johannes Brahms im November 1873 an den Münchner Dirigenten Hermann Levi: „Wenn Ihr eine Pianistin brauchen könnt, empfehle ich sehr Fr. Leschetitzky, frühere Annette Essipoff. Sie ist im Begriff, hier einigen Spektakel zu machen. Sie ist so unmusikalisch wie alle Klavierspielerinnen, spielt aber gehörig und ist ein Frauenzimmer, mit dem man’s ohne Klavier recht wohl aushält. – Nein, im Ernst, sie ist für Konzerte sehr zu empfehlen.“ (Johannes Brahms an Hermann Levi im November 1873, Brahms 1910, S. 141)
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Würdigung

Annette Essipoff galt im 19. Jahrhundert als herausragende Pianistin, die international mit einem umfassenden Repertoire in nahezu allen Musikmetropolen Europas und den USA auftrat. So schrieb z. B. Walter Niemann in seinem Buch „Meister des Klaviers“ von 1921 rückblickend über Annette Essipoff: „Sie war die einzige russische Klaviervirtuosin, die sich in der Größe, Leidenschaft, Poesie und Männlichkeit von Auffassung und Vortrag mit der [Teresa] Carreño vergleichen ließ. Eine brillante und leichtflüssige Virtuosin in allem glänzend gemeisterten Technischen, war sie bedeutend namentlich im romantischen Schumann- und Chopinspiel (F-moll-Konzert!), so umfassend ihr Konzertrepertoire im übrigen alle Meister der Klaviermusik von Bach bis Liszt beherrschte.“ (Niemann 1921, S. 103f.) Ihre immensen technischen Fähigkeiten und ihr eigenwilliger musikalischer Ausdruck polarisierte die zeitgenössische Musikkritik, die jedoch – ob zustimmend oder ablehnend – meist fasziniert reagierte. In einer Kritik der Londoner Abschiedskonzerte Annette Essipoffs im Jahr 1893 brachte George Bernhard Shaw diese Ambivalenz auf den Punkt: „No technical difficulties give her trouble enough to rouse her: sometimes she is interested and interesting, sometimes cold and absent, always amazing. The cobbler’s wife may be the worst shod woman in the parish; but Leschetitzky’s wife is undeniably one of the greatest exponents of his technique in Europe. If it was possible to believe that she cares two straws about what she plays, she would be also one of the greatest executive musicians in Europe. But she has discovered that all this also is vanity; and so, with her indifference cloaked by a superb habit of style, and by the activity of her unerring mechanism, she gets through a recital as a queen might through a drawing room” (George Bernard Shaw, in: „The World” vom 17. Mai 1893, zit. n. Laurence 1981, S. 886).

Annette Essipoff galt zudem als engagierte Klavierpädagogin. Im Rahmen der Klavierschule ihres Mannes Theodor Leschetitzky in Wien und als Professorin am Konservatorium in St. Petersburg bildete Annette Essipoff Pianisten und Komponisten wie Ignaz Jan Paderewski, Artur Schnabel und Sergej Prokofjew aus, deren Werke sie teilweise auch in der Öffentlichkeit bekannt machte.
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Rezeption

Annette Essipoff und ihr Wirken als Interpretin und Pädagogin sind bis heute international im Gedächtnis geblieben. So enthält z. B. die zweite Auflage der deutschsprachigen Enzyklopädie „Die Musik in Geschichte und Gegenwart“ einen Artikel über die Pianistin (vgl. Seidle 2001). In Russland erschienen 1948 und 1960 zwei Biografien in russischer Sprache über Annette Essipoff (vgl. Berkman 1948, Bertenson 1960). (Zur zeitgenössischen Rezeption s. Biografie.)
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Werkverzeichnis

Kompositionen

Über die Kompositionen von Annette Essipoff ist im deutschsprachigen Raum kaum etwas bekannt. Das Autograph des Liedes „Die erwachte Rose“ befindet sich im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (vgl. Mandyczewski 1912, S. 98). Das Lied erschien vor 1904 bei Jurgenson in Moskau im Druck (vgl. Pazdírek 1904ff.). Peter Seidle erwähnt in seinem Artikel über Anna Esipova, dass es weitere Kompositionen und Schriften gäbe, darunter Etüden, kleinere Stücke für Klavier sowie eine unvollendete Klavierschule (vgl. Seidle 2001, Sp. 491).


Aufnahmen (Welte-Mignon-Rollen)

Albert, Eugène de. Scherzo aus „Vier Stücke für Klavier“ op. 16 Nr. 2
Arenskij, Anton. Etüde aus „24 Stücke für Klavier” op. 36 Nr. 13
Chopin, Frédéric. Barcarole Fis-Dur, op. 60
Chopin, Frédéric. Etüde C-Dur, op. 10 Nr. 7
Chopin, Frédéric. Mazurka h-Moll, op. 33 Nr. 4
Chopin, Frédéric. Prélude As-Dur, op. 28 Nr. 17
Liszt, Franz. Valse caprice Nr. 6, aus „Soirées de Vienne“
Liszt, Franz. Rigoletto (Giuseppe Verdi). Paraphrase de concert
Schumann, Robert. Fünf Impromptus über ein Thema von Clara Wieck op. 5
Thalberg, Sigismund. Grande caprice sur des motifs de La Sonnambula op. 46
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Repertoire

Eine Repertoireliste von Annette Essipoff kann derzeit aufgrund fehlender Forschungen nicht erstellt werden. Nachgewiesen sind Aufführungen der folgenden Werke:


Albert, Eugène de. Scherzo aus „Vier Stücke für Klavier“ op. 16, Nr. 2
Arenskij, Anton. Etüde aus „24 Stücke für Klavier” op. 36 Nr. 13

Bach, Johann Sebastian. Präludium und Fuge Cis-Dur, BWV 848
Bach, Johann Sebastian/Tausig, Carl. Orgeltoccata d-Moll (BWV 565)

Bargiel, Woldemar. Klaviertrio d-Moll, op. 6

Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate As-Dur, op. 110
Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate B-Dur, op. 106
Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate C-Dur, op. 53
Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate cis moll, op. 27 Nr. 2 („Mondscheinsonate“)
Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate d-Moll, op. 31 Nr. 2
Beethoven, Ludwig van. Klaviersonate f-Moll, op. 57 („Sonata appassionata“)
Beethoven, Ludwig van. Konzert für Klavier und Orchester Es-Dur, op. 73
Beethoven, Ludwig van. Konzert für Klavier und Orchester G-Dur, op. 58
Beethoven, Ludwig van. Konzert für Klavier und Orchester G-Dur, op. 58
Beethoven, Ludwig van. Sonate für Violine und Klavier aus op. 30
Beethoven, Ludwig van. Violinromanze G-Dur, op. 40

Brahms, Johannes. Klavierquartett g-Moll, op. 25
Brahms, Johannes. Variationen über ein Thema von Paganini a-Moll, op. 35
Brahms, Johannes. Variationen und Fuge über ein Thema von Georg Friedrich Händel

Chopin, Frédéric. Konzert für Klavier und Orchester e-Moll, op. 11
Chopin, Frédéric. Konzert für Klavier und Orchester f-Moll, op. 21
Chopin, Frédéric. Ballade As-Dur, op. 47
Chopin, Frédéric. Barcarole Fis-Dur, op. 60
Chopin, Frédéric. Grande Polonaise brillante As-Dur, op. 53
Chopin, Frédéric. Impromptu As-Dur, op. 29
Chopin, Frédéric. Tarantelle
Chopin, Frédéric. Etüde C-Dur, op. 10 Nr. 7
Chopin, Frédéric. Mazurka h-Moll, op. 33 Nr. 4
Chopin, Frédéric. Prélude As-Dur, op. 28, Nr. 17

Gluck, Christoph Willibald/Brahms, Johannes. Gavotte d-Moll

Henselt, Adolph. Konzert für Klavier und Orchester f-Moll, op. 16

Leschetizky, Theodor. Mazurka
Leschetizky, Theodor. Valse Chromatique

Liszt, Franz. Etüde Des-Dur
Liszt, Franz. Fantaisie hongroise für Klavier und Orchester
Liszt, Franz. Spinnerlied
Liszt, Franz. Valse caprice Nr. 6, aus „Soirées de Vienne“
Liszt, Franz. Rigoletto (Giuseppe Verdi). Paraphrase du concert
Liszt, Franz. Ungarische Rhapsodie Nr. 2, cis-Moll
Liszt, Franz. Ungarische Rhapsodie Nr. 8, fis-Moll

Mendelssohn Bartholdy, Felix. Konzert für Klavier und Orchester g-Moll, op. 25
Mendelssohn Bartholdy, Felix. Variations sérieuses d-Moll, op. 54

Paderewski, Ignaz Jan. Album de mai. Scènes romantiques, für Klavier, op. 10
Paderewski, Ignaz Jan. Dans le désert für Klavier, op. 15
Paderewski, Ignaz Jan. Humoresques de Concert, op. 14
Paderewski, Ignaz Jan. Konzert für Klavier und Orchester a-Moll, op. 17

Raff, Joachim. Andante und Scherzo für Violine und Klavier
Raff, Joachim. Valse brillante, op. 156

Rameau, Jean-Philippe. Variationen
Rameau, Jean-Philippe. Gavotte et Variations

Rubinstein, Anton. Konzert für Klavier und Orchester d-Moll, op. 70
Rubinstein, Anton. Konzert für Klavier und Orchester c-Moll „Caprice russe“, op. 102
Rubinstein, Anton. Gondoliera
Rubinstein, Anton. Klaviertrio B-Dur, op. 52
Rubinstein, Anton. Sonate für Violoncello und Klavier D-Dur, op. 18

Saint-Saëns, Camille. Konzert für Klavier und Orchester g-Moll, op. 22
Saint-Saëns, Camille. Klaviertrio F-Dur, op. 18
Saint-Saëns, Camille. Variationen über ein Thema von Beethoven für zwei Klaviere, op. 35

Schubert, Franz. Klaviertrio B-Dur, op. 99
Schubert, Franz. Variationen B-Dur, op. 82 Nr. 2

Schütt, Eduard. Sonate für Violine und Klavier Ges-Dur

Schumann, Robert. Konzert für Klavier und Orchester a-Moll, op. 54
Schumann, Robert. Fünf Impromptus über ein Thema von Clara Wieck op. 5
Schumann, Robert. Carnaval op. 9
Schumann, Robert. Des Abends op. 12, Nr. 1
Schumann, Robert. Traumeswirren op. 12 Nr. 7
Schumann, Robert. Humoreske B-Dur, op. 20
Schumann, Robert. Klaviersonate g-Moll, op. 22
Schumann, Robert. Thema und Variationen für zwei Klaviere B-Dur, op. 46

Thalberg, Sigismund. Grande caprice sur des motifs de La Sonnambula op. 46

Weber, Carl Maria von. Konzertstück f-Moll, op. 79

Zellner, Julius. Konzert für Klavier und Orchester Es-Dur, op. 12
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Quellen

Literatur

Artikel „Essipoff, Frau Annette von“. In: Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Hermann Mendel; August Reissman (Hg.). Ergänzungs-Band. Berlin: Verlag von Robert Oppenheim, 1883, S. 98.

Artikel „Essipoff, Annette“. In: Rigaer Theater- und Tonkünstler-Lexikon. Moritz Rudolph (Hg.). 1890 [verfügbar in wbis – world biographical information system].

Artikel „Essipoff, Annette v.“. In: Ludwig Eisenberg: Das geistige Wien. Bd. 1. 1893 [verfügbar in wbis – world biographical information system].

Artikel „Essipoff-Leschetitzky Annette v.“. In: Deutsch-Österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon. Hermann Cl. Kosel (Hg.). 1902 [verfügbar in wbis – world biographical information system].

Artikel „Essipoff, Annette“. In: Hugo Riemanns Musik-Lexikon. 9. Aufl., fertiggestellt von Alfred Einstein. Berlin: Max Hesse, 1919.

Artikel „Essipova, Anna”. In: The International Cyclopedia of Music and Musicians. Oscar Thompson, Robert Sabin (Ed.). London: J. M. Dent & Sons Ltd., 1964, S. 613.

Artikel „Essipoff, Annette“. In: The International Dictionary of Women’s Biography. Jennifer S. Uglow, Francis Hinton (Hg.). London: Macmillan, 1982.

Artikel „Leschetizky, Familie”. In: Österreichisches Musiklexikon. Rudolf Flotzinger (Hg.). Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 2006, Bd. 3, S. 1259 f.

Berkman, T. A. N. Esipova: Žizn‘, deyatel’nost’i pedagogičeskie principy [Leben, Werk und pädagogische Prinzipien]. G. Kogan (Hg.). Moskau: Muzgiz, 1948.

Bertenson, Nikolaj Vasil’evič. Anna Nikolaevna Esipova. Očerk žizni i dejatal'nosti [Abriss des Lebens und der Tätigkeit]. Leningrad: Muzgiz, 1960.

Brahms, Johannes. Johannes Brahms im Briefwechsel mit Hermann Levi, Friedrich Gernsheim sowie den Familien Hecht und Fellinger. Leopold Schmidt (Hg.). Berlin: Verlag der Deutschen Brahms-Gesellschaft, 1910.

Dörffel, Alfred. Geschichte der Gewandhausconcerte zu Leipzig vom 25. November 1781 bis 25. November 1881. Leipzig: Concert-Direction Gewandhaus, 1884.

Ehrlich, Albert [d. i. Albert Payne] (Hg.). Berühmte Klavierspieler der Vergangenheit und Gegenwart. Eine Sammlung von 116 Biographien und 114 Portraits. Leipzig: Verlag von A. H. Payne, 1893.

Fédorov, V.: Cajkovskij et la France (A propos de quelques lettres de Cajkovskij à Félix Mackar. In: Revue de musicologie 54 (1968), S. 16-95.

Fuchss, Werner. Paderewski: Reflêts de sa vie, Genève: Tribune éd., 1981.

Geschichte der k. k. Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Zusatzband: Sammlungen und Statuten. Zusammengestellt von Eusebius Mandyczewski. Wien: Gesellschaft der Musikfreunde, 1912.

Hagmann, Peter. Das Welte-Mignon-Klavier, die Welte-Philharmonie-Orgel und die Anfänge der Reproduktion von Musik. Freiburg im Breisgau: Universitätsbibliothek, 2002 www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/608/

Hanslick, Eduard. Concerte, Componisten und Virtuosen der letzten fünfzehn Jahre. 1870-1885. Kritiken. Zweite Auflage. Berlin: Allgemeiner Verein für Deutsche Literatur, 1886.

LaMara: Die Frauen im Tonleben der Gegenwart. Bd. 5: Musikalische Studienköpfe, 3. neubearbeitete Auflage, Leipzig: Breitkopf & Härtel, o. J.

Laurence, Dan H. (Hg.). Shaw’s Music. The Complete Musical Criticism of Bernard Shaw. 3 Bde. 2. rev. Aufl. London: The Bodley Head, 1981.

Paderewski, Ignaz Jan, Lawton, Mary. The Paderewski Memoirs. London 1939. Reprint: New York: Da Capo Press, 1980.

Niemann, Walter. Meister des Klaviers. Die Pianisten der Gegenwart und der letzten Vergangenheit. 9. bis 14. völlig umgearbeitete Auflage. Berlin: Schuster & Loeffler, 1921.

Pazdírek, Franz (Hg.). Universalhandbuch der Musikliteratur aller Zeiten und Völker. Wien: Pazdírek & Co, 1904-1910.

Petrak, Albert M. (Hg.). The Reproducing Piano Roll. Welte Piano Roll Catalog. Also Contains Welte-Mignon Piano Roll Listings. MacMike, 1998.

Prokofjew, Sergej. Prokofjew über Prokofjew. Aus der Jugend eines Komponisten. David H. Appel (Hg.). München: R. Piper & Co, 1981.

Prokofjew, Sergej. Aus meinem Leben/Sowjetisches Tagebuch 1927. Zürich: M & T-Verlag, 1993.

Rimski-Korssakow, N. A. Chronik meines musikalischen Lebens 1844-1906. Übersetzt von Oskar von Riesemann. Berlin, Leipzig: Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart, 1928.

Saerchinger, Cesar. Artur Schnabel – A Biography. London: Casell, 1957.

Sawkina, Natalja Pawlowna. Sergej Sergejewitsch Prokofjew. Aus dem Russischen von Ernst Kuhn. Mainz: Schott, München: Piper, 1993.

Schnabel, Artur. Aus dir wird nie ein Pianist. Hofheim: Wolke-Verlag, 1991.

Seidle, Peter. Artikel „Esipova, Anna Nikolaevna“. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite, neu bearbeitete Ausgabe. Ludwig Finscher (Hg.). Personenteil Bd. 6. Kassel, Stuttgart u. a.: Bärenreiter und Metzler, 2001, Sp. 490f.

Spitzer, Daniel. Wiener Spaziergänge. Gesammelte Schriften, Bd. 3. München, Leipzig: Georg Müller, 1914.

Tschaikowsky, Peter. Die Tagebücher. Ernst Kuhn (Hg.). Berlin: Verlag Ernst Kuhn, 1992.

Tschaikowsky, Peter. Musikalische Essays und Erinnerungen. Unter Verwendung einer Teilübersetzung von Heinrich Stümcke aus dem Russischen übertragen und herausgegeben von Ernst Kuhn (= musik konkret. Quellentexte und Abhandlungen zur russischen Musik des 19. und 20. Jahrhunderts Bd. 10). Berlin: Verlag Ernst Kuhn, 2000.


Konzertkritiken und Zeitungsartikel

Allgemeine Musikalische Zeitung vom 20. November 1878, S. 747.
Allgemeine Musikalische Zeitung vom 25. Dezember 1878, S. 830f.

Die Musik 1904/05, Heft 16, S. 289.
Die Musik 1909/10, Märzheft, S. 325.

Musikalisches Wochenblatt vom 3. Dezember 1885, S. 612.
Musikalisches Wochenblatt vom 4. Januar 1906, S. 16.

Neue Zeitschrift für Musik vom 22. November 1878, S. 496.
Neue Zeitschrift für Musik vom 15. Januar 1882, S. 30.
Neue Zeitschrift für Musik vom 10. Mai 1899, S. 209f.

The Musical Times vom 1. Juni 1874, S. 512.
The Musical Times vom 1. Juli 1874, S. 544.
The Musical Times vom 1. August 1874, S. 577.
The Musical Times vom 1. Dezember 1875, S. 298.
The Musical Times vom 1. August 1876, S. 556.
The Musical Times vom 1. Oktober 1877, S. 495.
The Musical Times vom 1. März 1878, S. 161.
The Musical Times vom 1. November 1878, S. 619.
The Musical Times vom 1. Mai 1884, S. 269.
The Musical Times vom 1. Juni 1884, S. 338.
The Musical Times vom 1. Januar 1889, S. 24.
The Musical Times vom 1. November 1890, S. 664 und 730.
The Musical Times vom 1. Juli 1891, S. 426.
The Musical Times vom 1. Juni 1893, S. 345.
The Musical Times vom 1. Oktober 1893, S. 616.
The Musical Times vom 1. Juni 1908, S. 405.

The New York Times vom 14. Juni 1874.
The New York Times vom 14. Februar 1876.
The New York Times vom 29. Juli 1876.
The New York Times vom 15. November 1876.
The New York Times vom 16. November 1876.
The New York Times vom 18. November 1876.
The New York Times vom 20. November 1876.
The New York Times vom 25. November 1876.
The New York Times vom 2. Dezember 1876.
The New York Times vom 8. Dezember 1876.
The New York Times vom 9. Dezember 1876.
The New York Times vom 17. Februar 1877.
The New York Times vom 1. März 1877.
The New York Times vom 24. April 1877.
The New York Times vom 26. April 1877.
The New York Times vom 28. April 1877.
The New York Times vom 17. April 1905.

The Times London vom 10. November 1875, S. 5.
The Times London vom 29. November 1875, S. 8.
The Times London vom 23. Dezember 1875, S. 4.
The Times London vom 9. Juni 1876, S. 10.
The Times London vom 12. Mai 1879, S. 8.
The Times London vom 23. Mai 1879, S. 10.
The Times London vom 1. September 1879, S. 6.
The Times London vom 8. September 1879, S. 10.
The Times London vom 21. September 1880, S. 8.
The Times London vom 30. September 1880, S. 4.
The Times London vom 22. Mai 1884, S. 7.
The Times London vom 14. Januar 1885, S. 4.
The Times London vom 17. Februar 1885, S. 4.
The Times London vom 11. Dezember 1888, S. 5.
The Times London vom 25. Oktober 1890, S. 7.
The Times London vom 30. Oktober 1890, S. 3.
The Times London vom 4. Mai 1893, S. 5.
The Times London vom 8. November 1890, S. 5.
The Times London vom 9. Dezember 1890, S. 4.


Links

http://www.kalliope-portal.de/
Das Verbundsystem Nachlässe und Autographe verzeichnet insgesamt 27 Briefe von Annette Essipoff, u. a. in der Theatersammlung der Universität Hamburg, der Staats- und Universitätbibliothek Johann Christian von Senckenberg in Frankfurt a. M. und im Staatlichen Institut für Musikforschung in Berlin.
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Forschung

Zu Annette Essipoff sind 1948 und 1960 zwei Biografien in russischer Sprache erschienen, die bislang jedoch nur in Russisch zugänglich sind (vgl. Berkman 1948, Bertenson 1960).

Das Verbundsystem Nachlässe und Autographe Kalliope-Portal verzeichnet insgesamt 27 Briefe von Annette Essipoff, u. a. in der Theatersammlung der Universität Hamburg, der Staats- und Universitätbibliothek Johann Christian von Senckenberg in Frankfurt a. M. und im Staatlichen Institut für Musikforschung in Berlin (s. Links).
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Forschungsbedarf

Der Forschungsbedarf zu Annette Essipoff umfasst ihre Biografie sowie alle ihre Tätigkeiten. Besonders interessant wären ihre Tätigkeiten z. B. im Vergleich zu weiteren herausragenden Pianistinnen des 19. Jahrhunderts wie z. B. Sophie Menter und Teresa Carreño.
Autor/innen:
Silke Wenzel, 16. Februar 2010

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Regina Back
Zuerst eingegeben am 16.03.2010