Lexikalischer ArtikelMultimediale PräsentationMaterialsammlungKommentierte Links

Helen Buchholtz

geb. Charlotta Helena Buchholtz, Helena Buchholtz, Helen Geiger-Buchholtz

* 24. November 1877 in Esch/Alzette.
† 22. Oktober 1953 in Luxemburg-Stadt.



Der Dichter Willy Goergen bedankt sich 21. März 1923 in einem Brief für die Vertonungen seiner Gedichte: „Ich bin nicht wenig stolz auf Ihre Lieder. Es singt wirklich eine warme Frauenseele in ihnen, die des Lebens Ernst und Bitternis gekostet, aber trotzdem auch der Lebensfreude Ausdruck zu leihen vermag. Möge die Kunst Sie weiterführen nach jenen lichten Höhen, wo die Seele, von den Flügeln der Begeisterung getragen, den grauen Alltag vergisst und reinste Daseinsfreuden genießt.“
H�rbeispiel
Helen Buchholtz, "O bleib bei mir", Mady Bonert (Sopran), Claude Weber (Klavier), CD "Helen Buchholtz und Lou Koster", Luxemburg: Euterpe Frauenmusikforum Luxemburg im Cid-femmes, 2003. EUTERPE 2.
Schriftprobe
Mediennachweis

Abbildung: Copyright Cid-femmes Luxemburg


Audio: Mit freundlicher Genehmigung von Mady Bonert, Claude Weber und Cid-femmes Luxemburg.

Schriftprobe: Copyright Cid-femmes Luxemburg

Tätigkeitsfelder
Komponistin, Pianistin, Sängerin

Orte und Länder
Helen Buchholtz verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Esch/Alzette, ihrer Heimatstadt im Süden von Luxemburg. Im Alter von 36 Jahren zog sie nach Deutschland und lebte von 1914 bis 1921 in Wiesbaden. Von dort kehrte sie nach Luxemburg zurück, kaufte sich ein Haus in der Hauptstadt und verbrachte dort die letzten 32 Jahre ihres Lebens.

Profil
Helen Buchholtz war in mehr als einer Hinsicht eine Pionierin. Obwohl sie nicht aus einer Musikerfamilie stammte, in ihrer Heimatstadt weder eine Musikschule noch ein Konservatorium existierte und es in Luxemburg vor ihr keine einzige Komponistin gab (sie und ihre fast gleichaltrige Kollegin Lou Koster (1889–1973), die sie in späteren Jahren auch kennenlernte, gelten als die ersten Komponistinnen Luxemburgs), setzte sie sich in den Kopf, Komponistin zu werden und das nötige Handwerk dazu trotz aller Hürden zu erlernen. Ihr starker Charakter und eiserner Wille halfen ihr dabei und sorgten dafür, dass auch die mangelnde Resonanz auf ihre Werke sie in ihrem Schaffensdrang kaum lähmte. Sie hinterließ ein umfangreiches Œuvre von rund 140 Kompositionen.

Biografie

Helen Buchholtz, geboren 1877, stammte aus der wohlhabenden Escher Familie Buchholtz-Ettinger. Ihr Vater, Daniel Buchholtz, war Eisenwaren-, Haushaltsartikel- und Baumaterialienhändler sowie Gründer der erfolgreichen Brauerei Buchholtz. In ihrer Kindheit erhielt sie Unterricht in Klavier, Violine, Solfeggio und Tonsatz. Ihre Jugend verbrachte sie musizierend und komponierend im Elternhaus in Esch/Alzette. Im Alter von sechsunddreißig Jahren heiratete sie den deutschen Arzt Bernhard Geiger und zog mit ihm nach Wiesbaden. Nach dem unerwarteten Tod ihres Mannes im Jahr 1921 kehrte sie als kinderlose Witwe nach Luxemburg zurück. Dem Musizieren, Studieren und Komponieren widmete sie die letzten sechsunddreißig Jahre ihres Lebens. Ihre Kompositionslehrer waren Gustav Kahnt, Jean-Pierre Beicht und Fernand Mertens. Als sie 1953, kurz vor ihrem sechsundsiebzigsten Geburtstag, starb, hinterlieβ sie ein umfangreiches Œuvre von rund 140 Kompositionen.
nach oben

Würdigung

Helen Buchholtz hinterließ ein Œuvre von 135 Einzelkompositionen, die über einen Zeitraum von rund 40 Jahren entstanden. In ihren Werken, die der spätromantischen Tradition verpflichtet bleiben, gelingt es ihr, zu einer durchaus persönlichen Musiksprache zu finden. Insbesondere ihre Klaviersonaten und Charakterstücke für Klavier, bei denen sie in Luxemburg kaum Vorbilder hatte (ihre Kollegen komponierten damals mit Vorliebe volkstümliche Lieder v.a. in luxemburgischer Sprache, leichte Chormusik, Operetten und unterhaltende Werke für Orchester und interessierten sich kaum für Klaviermusik), sind von einem starken Personalstil geprägt.

Auch in ihren dramatischen Vokalballaden und atmosphärischen, klangsinnlichen Orchesterstücken distanziert sie sich von dem
damals in Luxemburg gängigen leichteren, volkstümlichen Tonfall. Dass ihre Produktionen gelegentlich als „sonderbar“ oder „zu wild“ bezeichnet wurden, wundert daher kaum (siehe Rezeption).

Da ihr Werk 1998 erst wiedergefunden wurde (siehe Rezeption), konnten bis jetzt nur Teile davon wissenschaftlich ausgewertet und aufführungspraktisch erarbeitet werden. Die ersten Früchte dieser Arbeit – die sich zuerst auf das Lied-, dann auf das Klavierschaffen zentrierten – zeigen klar, dass Helen Buchholtz zu den besten Luxemburger Komponisten ihrer Zeit gehört.
nach oben

Rezeption

Rezeption zu Lebzeiten der Komponistin

Obwohl Helen Buchholtz durchaus bestrebt war, ein Publikum für ihre Werke zu finden, wurde ihr Schaffen zu Lebzeiten von der Luxemburger Musikwelt und Presse wenig beachtet. Kritiken ihrer Kompositionen sind sehr spärlich. Ausnahmen stellen die Kritiken ihrer Lucien-Koenig-Lieder in der Morgenausgabe der „Luxemburger Zeitung“ vom 20.4.1916 und, vom selben Tag, im „Luxemburger Wort“ dar sowie die ausführlichere, positive, von Bernard Simminger verfasste Kritik des Liedes „Do’deg Dierfer“ vom 25. Januar 1950, die ebenfalls im „Luxemburger Wort“ erschien.
Simminger schreibt: „[...] Den edlen Schmerz, der diesen Strophen innewohnt, verstärkt bis zum äußersten ihre Vertonung [...] Die Komposition ist ein streng achttaktig aufgebautes Kunstlied. Die Komponistin macht aus der ersten Strophe des Dichters einen ersten Stollen, aus den zwei folgenden den Abgesang und aus der letzten den zweiten Stollen. Das aufklagende Motiv des Abgesangs ist dem ersten Stollen entnommen, hebt sich aber durch die andersgeartete Begleitung deutlich von ihm ab. Der zweite Stollen weist, stilgetreu, die gleiche Melodie auf wie der erste. Melodie und Harmonie der Komponistin sind sehr fortschrittlich, aber noch tonal. Wegen des schmerzbewegten Inhalts wirkt die ständig chromatisierende Begleitung und der oft wiederkehrende übermäßige Dreiklang mit seiner erlösungsbedürftigen Spannung recht wohltuend. Die Begleitung des in a-moll geschriebenen, oft modulierenden Stückes ergeht sich meist in Achtelnoten und kann als die Instrumentalbegleitung eines Trauermarsches aufgefasst werden. Die Melodie wird am Schluss dorisch und nimmt die Molldominante an, betritt also eine Kirchentonart und umrankt sinngemäß die Kirche und das Kreuz des Textes. Die realistische, todschildernde Artung des Tonwerks erhält sich bis in seine letzten Klänge.“

Nur ihre Märsche und Walzer für Blasorchester fanden Zugang zum Repertoire und erfreuten sich offensichtlich großer Beliebtheit, denn auch Joseph Meyers, der 1939 in dem Prachtband „Le Luxembourg: Le Livre du Centenaire“ einen Überblick über die luxemburgische Musikgeschichte gibt, und als einzige luxemburgische Komponistin Helen Buchholtz sehr knapp erwähnt, und zwar mit dem Zusatz: „qui réalisa de belles productions de musique instrumentale […]“.

Rezeption nach dem Tod der Komponistin

Die eigene Familie war sich der Bedeutung des Schaffens von Helen Buchholtz wohl nicht bewusst. Der Neffe François Ettinger konnte die bereits in Säcken verpackten Partituren gerade noch in letzter Minute vor dem Feuer retten und brachte sie in seiner Wohnung im Keller unter. Dort ruhten sie, bis die Autorin des vorliegenden Beitrags im Frühjahr 1998 in ihren Recherchearbeiten zu Luxemburger Komponistinnen Bekanntschaft mit François Ettinger machte. In zahlreichen Gesprächen konnte die Biographie der Komponistin zumindest in ihren Grundzügen rekonstruiert und ein erster Beitrag zu ihrem Leben und Werk verfasst werden (siehe Bibliographie). François Ettinger beschloss, „Euterpe – Frauenmusikforum Luxemburg im Cid-femmes“ den kompletten Nachlass der Komponistin anzuvertrauen. Das „Archiv Helen Buchholtz im Cid-femmes“ konnte im Herbst 2000 eröffnet werden, und die Komponistin wurde in ersten Konzert-Vorträgen dem luxemburgischen Publikum mit großer Resonanz vorgestellt (viele Beiträge in der Luxemburger Presse, der Saarländische Rundfunk drehte einen kurzen Dokumentarfilm). 2010 schenkte die Familie Buchholtz dem „Archiv Helen Buchholtz“ autobiografische und biografische Dokumente, so dass ab diesem Datum auch ein biografisches Archiv zur Komponistin aufgebaut werden konnte. Seit 2000 belebt „Euterpe – Frauenmusikforum Luxemburg im Cid-femmes“ die Archive regelmäßig mit musikalischen, musikpädagogischen und musikwissenschaftlichen Projekten (CD-Editionen, Konzerte, Konzertvorträge, universitäre Forschungsprojekte etc., siehewww.cid-femmes.lu), so dass Helen Buchholtz in den letzten zwölf Jahren von einer komplett unbekannten zu einer anerkannten Komponistin in der luxemburgischen Musikgeschichte avancierte, deren Name auch in ausländischen Nachschlagewerke allmählich Aufnahme findet. Die Rechte am Werk von Helen Buchholtz sowie an den biografischen Dokumenten überschrieben die Erben im Januar 2011 dem Cid-femmes.
nach oben

Werkverzeichnis

Als Helen Buchholtz 1953, kurz vor ihrem 76. Geburtstag, starb, hinterlieβ sie ein umfangreiches Œuvre von 135 Kompositionen, darunter 31 deutsche, 17 luxemburgische und 2 französische Lieder, ein Ave Maria für Singstimme und Klavier bzw. Orgel und Cello), 18 Chöre (gemischte Chöre wie Männerchöre), einen Marche nuptiale für Orgel und Cello, 13 Klaviersonaten, davon zwei allerdings unvollständig, sowie 39 Charakterstücke und Tänze für Klavier, 5 Werke für Symphonie- und 8 für Harmonieorchester.

Klavierwerke

Charakterstücke
Andante espressivo „Complainte“.
Andante molto espressivo „Sehnsucht”.
Andante „Solitude”.
Andante „Träumerei”.
Ballade.
Barcarolle.
Berceuse.
Impromptu [I].
Impromptu [II].
Impromptu [III] „Märchen”.
Intermezzo.
Nocturno.
Scherzo [I].
Scherzo [II].
Sérénad.
Trauermarsch.
Variationen.

Tänze
Allemande.
Courante I.
Courante II.
Gavotte I.
Gavotte II.
Gigue.
Marsch „Aus frohen Tagen”.
Marsch „Quer durch Luxemburg“.
Menuet I.
Menuet II.
Menuet III.
Menuet IV.
Menuet [V].
Musette [I].
Musette [II].
Polonaise.
Première valse - Walzersuite.
Rigaudon.
Sarabande I.
Sarabande II.
Tarantella.
Walzer „Bilder aus Wiesbaden“.

Klaviersonaten
Sonate ohne Bezeichnung und Nummer.
Sonate en fa majeur Nr. 2.
Sonate Nr. 5 : Finale
Sonate en fa majeur Nr. 7.
Sonate en re majeur Nr. 8.
Sonate en la majeur Nr. 9.
Sonate en mi mineur Nr. 10
Sonate en re majeur Nr. 11.
Sonate Nr. 12.
Sonate en si bémol majeur Nr. 13.
Sonate en mi bémol majeur Nr. 14.
Sonate Nr. 15.
Sonate Nr. 16: Finale.

Anmerkung: In ihrer Werkliste verzeichnet Helen Buchholtz ohne weitere Angabe „14 Sonaten“. In ihrem Nachlass befinden sich die Reinschriften von elf Sonaten, und zwar von Nr. 2, von Nr. 7 bis 15 sowie einer Sonate ohne Werknummer. Zusätzlich hierzu ist von einer 5. und einer 16. Sonate jeweils das Finale erhalten. Im Nachlass fehlen also die kompletten Reinschriften zu insgesamt drei (geht man von den 14 auf der Werkliste erfassten Sonaten aus) bzw. fünf Sonaten (ausgehend von der höchsten Opuszahl: 16). Überliefert sind zusätzlich die Reinschriften, Skizzen, Fragmente einer Reihe einzelner, nicht einer bestimmten Sonate zugeordneter Sätze. Ganze Sätze wurden offensichtlich wiederverwertet. Die beiden Sätze einer „Sonate en mi mineur No 6“ sowie einer „Sonate en fa majeur“ beispielsweise sind identisch mit dem ersten Satz der 10. Sonate.

Lieder

Deutschsprachige Lieder
Weisst Du noch = Als wir uns fanden zum ersten Mal, T.: Ernst von Wildenbruch.
Blauvögelein [Ballade], T.: Nikolaus Welter. .
Darf er herein, Mädchenlied, T.: Otto von Leixner.
Der neidische Mond, T.: Anna Ritter. .
Der Wind geht durch die Bäume, T.: ?.
Die alte Uhr, T.: Frida Grauel, Wiesbaden: A. Ernst Musikalienhandlung, [o.J.].
Die Danaide, T.: M. K. [vermutlich Maidy Koch]. .
Die Entführung [Ballade],T.: Nikolaus Welter. .
Die rote Blume, T.: Georg Sylvester-Viereck, Wiesbaden: A. Ernst Musikalienhandlung, [o.J.].
Die Zigeuner [Ballade],,T.: Wilhelm Langewiesche.
Ein kleines Lied, T.: E. S. .
Einsamer Weg, T.: Eva v. Collani. .
Einsamkeit, T.: Anna Ritter.
Ich glaub’, lieber Schatz, T.: Anna Ritter. .
In verschwiegener Nacht, T.: Anna Ritter..
Die Verschmähte = Komm ich längs der grünen Weide, T: Gustav Falke. .
Mein Schritt hallt leise auf verträumten Wegen, T.: Maidy Koch.
Meine Mutter hat’s gewollt, aus: „Immensee“, T.: Theodor Storm,.
Nun ist es Herbst, T.: M. Gr. [ = vermutlich Madeleine Grain].
O bleib bei mir, T.: Anna Ritter.
Pythia, T.: Anna Ritter.
Rosenmär, T.: Nikolaus Welter.
Schlafe, ach schlafe, T.: Anna Ritter.
Schlimme Geschichte,T.: Anna Ritter.
So gehn die Tage hin, T.: Maidy Koch.
Traumglück, T.: Anna Ritter.
Und hab’ so große Sehnsucht doch, T.: Anna Ritter. .
Und um die Holzbank duftete der Flieder, T.: Anna Ritter.
Volkslied, T.: Anna Ritter.
Wenn ich tot bin, Liebste, T.: Joseph Tockert.
Wie ein Rausch, T.: Anna Ritter.

Luxemburgische Lieder
Am frieme Land, T.: Willy Goergen, [Luxemburg]: Eigenverlag, [o. J.].
Belgier, Preisen a Franzo’sen, T.: ?. .
De Piedchen, T.: Willy Goergen, [Luxemburg]: P. Linden,1936.
Do’deg Dierfer 1945, T.: Albert Elsen, [Luxemburg]: P. Worré-Mertens, 1949.
Don Juan, T.: Siggy vu Lëtzebuerg.
Ech hun dech gier, T.: Willy Goergen, Luxemburg]: Eigenverlag, [o. J.].
Entsôn, T.: Siggy vu Lëtzeburg.
E Wêsekand, T.: Siggy vu Lëtzeburg, [Esch/Alzette]: Felix Krein Musékverlâg, [o.J.].
Ge’ net an e Klo’schter, T.: Siggy vu Lëtzeburg, [Esch/Alzette]: Felix Krein Musékverlâg, [o.J.].
Hun dech d’ Suerge mam Schlapp,T.: ?.
Nén a Jo, T.: Willy Goergen, [Luxemburg]: P. Linden,1936.
O wèrs de mêint, T.: Siggy vu Lëtzeburg, [Esch/Alzette]: Felix Krein Musékverlâg, [o.J.].
Op der Juegd, T.: Willy Goergen.
Ro’ a Fridden; T.: Willy Goergen, [Luxemburg]: Eigenverlag, [o. J.].
Se’leschmîrz, T.: Siggy vu Lëtzeburg, [Esch/Alzette]: Felix Krein Musékverlâg, [o.J.].
Sérénad, T.: Siggy vu Lëtzeburg, [Esch/Alzette]: Felix Krein Musékverlâg, [o.J.].
Weiss Ble’e fa’len, T.: Willy Goergen, [Luxemburg]: Eigenverlag, [o. J.].

Französischsprachige Lieder
A quoi rêvez-vous, donc ma mie,T.: Madeleine Grain.
Illusions, T.: Marcel Noppeney.

Lateinische geistliche Lieder
Ave Maria für Singstimme und KlavierWiesbaden: Wiesbaden: A. Ernst Musikalienhandlung, [o.J.].
Ave Maria für Singstimme, Orgel und Violoncello.

Werke für gemischten Chor

Deutsche gemischte Chöre
Agnes, T.: Eduard Mörike.
Da draußen ist ein Garten, T.: Leo Heller.
Das Ringlein sprang entzwei, T.: Anna Ritter.
Der Gärtner, T.: Eduard Mörike.
Die heimliche Krone, T.: Marie Sauer.
Müllers Abschied aus „Des Knaben Wunderhorn“, T.: [Achim von Arnim].
Schlagende Herzen, T.: Otto Julius Bierbaum.

Luxemburgische gemischte Chöre
Hymn vun der Lëtzeburger Biergergard, T.: Siggy vu Lëtzebuerg.

Werke für Männerchor

Deutsche Männerchöre
Abschied, T.: Joseph Tockert, Luxemburg : Linden & Hansen, [o. J.].
Der Weg zum Glück, T.: Anna Ritter, Luxemburg : Linden & Hansen, [o. J.].
Du bist wie eine Blume, T.: Heinrich Heine.
Erdbeeridylle, T.: Nikolaus Welter, Luxemburg : Linden & Hansen, [o. J.].
Gondellied, T.: Nikolaus Welter.
Ich will meine Seele tauchen,T.: Heinrich Heine.

Luxemburgische Männerchöre
Tapptapp, T.: Willy Goergen.
U Letzeburg, T.: Siggy vu Lëtzebuerg.
Zwé Schèllemân, T.: Willy Goergen.

Werke für Harmonieorchester
Aus frohen Tagen, Marsch
Barcarolle fantaisiste
Bilder aus Wiesbaden, Andantino, Walzer
Nostalgie, Romance nom Lid’ Se’leschmîrz, (mit Solotrompete).
Première valse, Salomé, Walzersuite.
Quer durch die Stadt, Marsch.
Scherzo.
Serenade.

Werke für Sinfonieorchester
Ballade.
Quer durch Luxemburg, Vie luxembourgeoise, marche caractéristique.
Rosenmär.
Suite en fa, Allemande – Sarabande – Menuet – Gigue.
Tarentella.
nach oben

Quellen

Archiv Helen Buchholtz im Cid-femmes (musikalischer Nachlass der Komponistin und biografisches Archiv), Bibliothek und Musikarchiv des Cid-femmes, 14, rue Beck, L-2018 Luxemburg,www.cid-femmes.lu, Tel. (00352 / 24 10 95-1).

Literatur (chronologisch):
Roster, Danielle. „... es singt wirklich eine warme Frauenseele in ihnen, die des Lebens Ernst und Bitternis gekostet... Die Komponistin Helen Geiger-Buchholtz (1877-1953)“. In: Lëtzeburger Almanach vum Joerhonnert 1900–1999. Rob Kieffer (Hg.). Luxemburg: Editions Guy Binsfeld, 1999. S. 122-135.

Roster, Danielle. „Nur noch in Tönen atmen… Die Escher Komponistin Helen Buchholtz (1877-1953)“. In: 100 Joer Esch – 1906–2006. Ville d’Esch-sur-Alzette (Hg.). Luxemburg: Editions Binsfeld, 2006. S. 374–381.

Rausch, Katja : Helen Buchholtz. In: Katja Rausch. Portraits de femmes célèbres luxembourgeoises. Luxemburg 2007, 82–88.

Sagrillo, Damien; Nitschké, Alain: „Von der ‚luxemburgischen‘ zur globalen Besetzung des Blasorchesters in Luxemburg. Die Blasmusikwerke von Helen Buchholtz, Lou Koster und Fernand Mertens.“ in: Sagrillo, Damien; Nitschké, Alain, Hg.: Kongressbericht Echternach, Luxemburg 2008. Reihe Alta Musica – Eine Publikation der Internationalen Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der Blasmusik Band 28. Tutzing 2010, S. 359–391.

Retz, Oliver: Die luxemburgische Komponistin Helen Buchholtz und ihre Lieder auf Gedichte von Anna Ritter. Analysen vor dem Hintergrund der luxemburgischen Musik- und Kulturgeschichte. Masterarbeit an der Carl Ossietzky Universität Oldenburg 2010.

Roster, Danielle: Helen Buchholtz in: Annette Kreutziger-Herr/Melanie Unseld (Hrsg.) Lexikon Musik und Gender. Gemeinschaftsausgabe mit dem Bärenreiter-Verlag, Kassel Verlag J.B. Metzler, Stuttgart, 2010.

Anders-Malvetti, Ursula: Die luxemburgischen Komponistinnen Helen Buchholtz und Lou Koster. In: Nos cahiers Nr. 1 Jg. 32 2011, S. 83–109.

Herold-Hardt, Isabelle: Pädagogische Auseinandersetzung mit der luxemburgischen Komponistin Helen Buchholtz (1877-1953). Travail de candidature en éducation musicale au Lycée Classique de Diekirch 2011.

Roster, Danielle: Helen Buchholtz (1877–1953): in: Béatrice Didier, Mireille Calle-Gruber, Antoinette Fouque: Le Dictionnaire des créatrices. Paris : Ed. Des Femmes, erscheint voraussichtlich im Jahr 2012.

CDs
Helen Buchholtz und Lou Koster. Lieder luxemburgischer Komponistinnen. Luxemburg: Euterpe Frauenmusikforum Luxemburg im Cid-femmes, 2003.

Klavierwerke von Helen Buchholtz. Marco Kraus. cpo, Osnabrück, 2011.


Links

www.cid-femmes.lu
nach oben

Forschung

Das Cid-femmes verwaltet den kompletten Nachlass sowie das biografische Archiv der Komponistin im „Archiv Helen Buchholtz im Cid-femmes“ und bemüht sich, das Archiv regelmäßig mit musikalischen, musikwissenschaftlichen und pädagogischen Projekten zu beleben. Informationen zu aktuellen wie bisherigen Projekten:www.cid-femmes-lu
nach oben

Forschungsbedarf

Nur ansatzweise wurde sich mit den Orchesterwerken sowie dem Chorschaffen befasst. Unerforscht ist auch die Wiesbadener Zeit der Komponistin (1914 bis ca. 1922).
Autor/innen:
Danielle Roster, Email: culture[at]cid-femmes.lu - Internet: www.cid-femmes.lu - Die Grundseite wurde im Dezember 2007 und Januar 2008 verfasst.

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Regina Back, Ellen Freyberg
Zuerst eingegeben am 31.03.2008.
Zuletzt aktualisiert am 21.03.2012.