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Elli von Broen

Elli von Broen (geb.), Elli Stietzel-von Broen, Elli Stietzel

* 29. Januar 1879 in Zella (Thüringen), Deutschland.

Sterbedatum, -jahr und -ort von Elly von Broen sind derzeit nicht bekannt, sie starb nach 1929.

Tätigkeitsfelder
Violinistin, Musikpädagogin

Orte und Länder
Elli von Broen wurde 1879 in Zella in Thüringen geboren und wuchs in Weimar auf. Sie studierte Violine an der Akademie der Tonkunst in Erfurt sowie an der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin. Nach ihrem Studium kehrte sie zunächst nach Erfurt zurück, ließ sich jedoch in späteren Jahren in Magdeburg nieder.

Profil
Ein Profil von Elli von Broen kann erst nach weiteren Forschungen erstellt werden.

Biografie

Elli von Broen wurde am 29. Januar 1879 in Zella in Thüringen als Tochter von Albert von Broen und Marie von Broen, geb. Dann-Palleske, geboren. Ihre Schulausbildung absolvierte sie am renommierten Sophienstift in Weimar und erhielt gleichzeitig Violinunterricht bei Rudolf Rösel an der Weimarer Musikschule. Nach ihrem Schulabschluss studierte sie Violine bei Hans Rosenmeyer an der Erfurter Akademie der Tonkunst und setzte von 1898 bis 1902 ihr Studium an der Hochschule für Musik in Berlin fort. Dabei hatte sie in den ersten zwei Studienjahren Unterricht bei Emanuel Wirth, im Studienjahr 1900/01 bei Joseph Joachim, Emanuel Wirth und Andreas Moser und in ihrem letzten Studienjahr 1901/1902 bei Joseph Joachim und dessen ehemaliger Studentin Gabriele Wietrowetz (vgl. Prante 1999, S. 3).

Noch während ihrer Berliner Studienzeit konnte sich Elli von Broen im deutschen Musikleben als Solistin, Kammermusikerin und Violinlehrerin etablieren. Sie unternahm mehrere Konzertreisen, spielte von 1898 bis 1900 den Part der zweiten Violine in einem Streichquartett, dem „Erfurter Tonkünstlerquartett“, und gab Violinunterricht (vgl. Müller 1929, Sp. 1403).

Anfang des 20. Jahrhunderts heiratete Elli von Broen einen Architekten namens W. Stietzel, nahm den Namen Elli Stietzel-von Broen an und ließ sich mit ihrem Mann in Magdeburg nieder. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Wie es bislang scheint, zog sich Elli von Broen zunächst weitestgehend aus dem öffentlichen Musikleben zurück.

Erst Ende der 1910er Jahre kehrte Elli von Broen als Musikerin in die Öffentlichkeit zurück. Von 1919 bis 1925 gab sie gemeinsam mit dem Musikwissenschaftler und Schulmusiker Bernhard Engelke regelmäßige Kammermusikabende in Magdeburg und Burg und wirkte ab 1920 als Assistentin an der Volkshochschule Magdeburg. Im „Deutschen Musiker-Lexikon“ von 1929, einem Vorläufer von „Kürschners Musik-Kalender“, bezeichnete sie sich selbst als „Violinlehrerin“. Zudem war sie Mitglied im Reichsverband deutscher Tonkünstler und Musiklehrer, was auf eine umfassende Tätigkeit als Musikpädagogin hinweist. Zu dieser Zeit lebte sie am Neuen Fischerufer 1-3 in Magdeburg (vgl. Müller 1929, S. 1403).

Über den weiteren Lebensweg von Elli von Broen ist derzeit nichts bekannt.
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Würdigung

Die Tätigkeiten von Elli von Broen können erst nach weiteren Forschungen angemessen gewürdigt werden.
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Rezeption

Die Tätigkeiten Elli von Broens werden derzeit (Mai 2009) nicht rezipiert. Auch zeitgenössische Reaktionen (z. B. Musikkritiken) sind nicht bekannt
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Repertoire

Über das Repertoire von Elli von Broen ist derzeit nichts bekannt. Aus ihrem Studium und ihren Tätigkeiten geht jedoch hervor, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit einige Violinkonzerte aus der klassisch-romantischen Literatur zu ihrem Repertoire gehörten sowie etliche kammermusikalische Werke, sowohl für Streichquartett als auch für Violine und Klavier.
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Quellen

Artikel „Stietzel-von Broen, Elli“. In: Deutsches Musiker-Lexikon. Erich H. Müller (Hg.). Dresden: Limpert 1929, S. 1402f.

Prante, Inka. Die Schülerinnen Joseph Joachims. Wissenschaftliche Hausarbeit zur Ersten Staatsprüfung für das Amt des Lehrers, Berlin. Unveröffentlichtes Typoskript, 1999.
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Forschung

Inka Prante hat in ihrer Staatsexamensarbeit über die Schülerinnen Joseph Joachims (Prante 1999) erstmals wieder auf Elli von Broen aufmerksam gemacht, ohne allerdings näher auf die Geigerin einzugehen. Weitere Forschungsinformationen fehlen.
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Forschungsbedarf

Der Forschungsbedarf zu Elli von Broen umfasst ihre Biografie sowie ihre Tätigkeiten.
Autor/innen:
Silke Wenzel, 22. Mai 2009

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Regina Back
Zuerst eingegeben am 03.12.2009