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Nadia Boulanger

Nadia Juliette Boulanger (geb.)

* 16. September 1887 in Paris, Frankreich.
† 22. Oktober 1979 in Paris, Frankreich.



„Als Pädagogin besteht mein ganzes Leben darin, andere zu verstehen und nicht, andere dazu zu bringen, mich zu verstehen. Was ein Student denkt, was er tun will - das ist wichtig. Ich muss versuchen, ihn dazu zu bringen, sich selbst auszudrücken, ihn darauf vorzubereiten, das zu tun, was er am besten kann.“
(Nadia Boulanger, zit. n. Bruno Monsaingeon: „Mademoiselle. Entretiens avec Nadia Boulanger“ o. O., o. J. [1981], Übersetzung: Melanie Unseld)
H�rbeispiel
Élégie. (1909) Text: Albert Samain.
Mediennachweis

Bild:
Privatbesitz Krzysztof Meyer, Altenkirchen.

Audio:
Élégie. (1909) Text: Albert Samain.
Mieko Kanesugi, Sopran; Ayako Suga-Maack, Klavier.
CD GEDOK Berlin 1996. Mit freundlicher Genehmigung.

Tätigkeitsfelder
Pädagogin, Dirigentin, Pianistin, Organistin, Komponistin.

Orte und Länder
Nadia Boulanger lebte und wirkte vor allem in Frankreich (Paris, Fontainebleau) und unterrichtete Schüler aus vielen Ländern, insbesondere aus den USA, Polen, Russland und England, aber auch aus der Türkei, aus Japan, Argentinien u.v.a. Als Dirigentin trat sie u.a. in Frankreich, Russland, England und in den USA auf. Als Organistin war sie ebenfalls in Frankreich, England und den USA hochgeschätzt. Die Mutter Raissa stammte aus Russland.

Profil
Sie war eine der wichtigsten musikpädagogischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts und unterrichtete mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler. Ihre kompositorische Tätigkeit stellte sie zunehmend in den Hintergrund, als Dirigentin trat sie besonders für die Werke ihrer Schwester Lili Boulanger, Igor Strawinskys und diejenigen ihrer Schülerinnen und Schüler ein. Engagierte sich für die Renaissance der Alten Musik.

Biografie

Nadia Boulanger war die älteste Tochter von Ernest Boulanger und dessen russischer Frau Raissa. Sie war musikalisch hochbegabt und erhielt ab ihrem 10. Lebensjahr umfassenden Unterricht am Pariser Conservatoire. Mit 17 Jahren begann sie zu unterrichten. Daneben nahm sie zweimal am renommierten Kompositions-Wettbewerb um den Prix de Rome teil, bei dem sie 1908 den Zweiten Preis erhielt. Mit dem Pianisten Raoul Pugno verband sie eine enge künstlerische Zusammenarbeit, sie komponierte mit ihm zusammen u.a. die Oper „La ville morte“ (nach D’Annunzio) und ging mit ihm auf Konzertreisen.
Ihre kompositorische Arbeit nahm sie immer stärker zurück, seit 1919 trat sie nicht mehr als Komponistin in Erscheinung, da sie ihre Musik für „inutile“ (nicht notwendig, unnütz) hielt.
Sie unterrichtete Zeit ihres Lebens mittwochs in ihrer Wohnung, Rue Ballu, in Paris, darüberhinaus an zahlreichen Schulen, Colleges, Akademien, darunter am Conservatoire Américain Fontainebleau (ab 1921), am Conservatoire Femina musica, an der École Normal de musique (ab 1920), an der Royal Academy of Music, dem Royal College und an der Yehudi Menuhin School.
Sie trat darüber hinaus als Pianistin, Organistin und Dirigentin auf, in letzterer Funktion setzte sie sich vor allem für die Renaissance der Alten Musik, aber auch für zeitgenössische Komponistinnen und Komponisten (darunter ihre Schwester Lili Boulanger, Aaron Copland, Igor Strawinsky u.v.m.) ein.
Während des Zweiten Weltkrieges lebte sie in den USA und unterrichtete dort u. a. am Wellesley College, am Radcliffe College und an der Juilliard School. Nach ihrer Rückkehr nach Frankreich hatte sich die jüngste Generation der Avantgarde von der Schule Nadia Boulangers abgewandt. Nichtsdestotrotz blieb sie bis an ihr Lebensende eine pädagogische Institution in ganz Europa und den USA.
Sie starb über 90jährig in Paris.
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Rezeption

Nadia Boulangers Verdienst als Pädagogin ist in Frankreich unumstritten. In den deutschsprachigen Ländern war sie weniger bekannt, da sie - als Befürworterin der Musik Strawinskys - von der Schönberg-Schule angefochten wurde. In die Kontroverse Strawinsky-Schönberg hat sie nie aktiv eingegriffen, wurde selbst allerdings von Schönberg hart kritisiert.
Vor allem für die US-amerikanische Musik hat Nadia Boulanger bedeutendes geleistet. Nach Aaron Copland kamen zahlreiche weitere Schülerinnen und Schüler aus den USA zu ihr zum Studium. Sie prägte damit maßgeblich die Entwicklung der US-amerikanischen Musik des 20. Jahrhunderts.
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Liste der Schülerinnen und Schüler

? Allanbrook
Cécile Armagnac
Grazyna Bacewicz
G. Bardwell
Daniel Barenboim
Marion Bauer
Lennox Berkeley
Seymour Bernstein
Idil Biret
Ulf Bjorlin
E. Blackwood
Suzanne Bloch
Mario di Bonaventura
Narcis Bonet
Michel Boulnois
Eliot Carter
André Cauvin
Jacques Chailley
Théo. Chanler
Gabr. Charpentier
Michel Ciry
Cath. Comet
Marius Constant
Aaron Copland
Juan Hidalgo Cordorniu
Cella Delavrancea
David Diamond
Annette Dieudonné
Herbert Elwell
M. A. Estrella
Michel Fano
Armando Jose Fernandes
Ross Lee Finney
Mgr. Eleazar Fortier
Jean Françaix
John-Elliott Gardiner
Françoise Gervais
Reine Gianoli
Bruno Gillet
Jay Gottlieb
Jean-Louis Haguenauer
Alexei Haieff
Richard Hammond
Roy Harris
James Harrison
Eyvin Hesselberg
Stephen Hicks
John Hinners
Prinzessin Irene von Griechenland
Julius Katchen
Wojciech Kilar
Ralph Kirkpatrick
Michał Kondracki
Stefan Kozinski
Gail Kubik
Feliks Łabuński
John Lambert
Noel Lee
Michel Legrand
Robert Levin
Jack Lessard
Dinu Lipati
Norman Lockwool
Raymond Loucheur
Marcelle de Manziarly
Igor Markevitch
Oleg Markevith
Bernadetta Matuczak
J. P. Marty
Roger Matton
Jeremy Menuhin
Pierre Mercure
Dominique Merlet
Tillmann Merritt
Krzysztof Meyer
Thea Musgrave
Zygmunt Mycielski
Emile Naoumoff
Peer Norgart
Poul Rovsing Olsen
J. J. Painchaud
Jean Papineau-Couture
Pierre Petit
Astor Piazolla
Alina Piechowska
Walter Piston
Simone Ple-Caussade
Germaine Pinault
José Almeida Prado
Léo Preger
Marta Ptaszynska
Priaulx Rainier
Hugh Robertson
Sheila Robertson
Robert Rodriguez
? Roxgurgh
Witold Rudzinski
Hedy Salquin
? de Sazerac de Forges
Pierre Schaeffer
Kazimierz Serocki
Robert Shafer
Harold Shapero
Yung Shen
Harrington Shortall
Bernard Shule
Tomasz Sikorki
Malcom Singer
Melville Smith
Jerzy Sokorski
Marcelle Soulage
Barrett Spach
Claudio Spies
Michal Spisak
Richard Stoker
Soulima Strawinsky
Richard Sturzenegger
Antoni Szalowski
Tadeusz Szeligowski
Henryk Szeryng
Elizabeth Szonyi
Louise Talma
Robert Tangeman
Serge Tcherepnine
Ivan Tcherepnine
Virgil Thomson
Romuald Twardowski
Jorge Vasconcelos
Andrée Vaurabourg-Honegger
Mauel Villet
Luise Vosguerchian
Joseph Wagner
David Ward
David Wilde
Donald Wilkins
Bolesław Woytowicz
Akio Yashiro
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Werkverzeichnis

Die bislang bekannten Werke Nadia Boulangers umfassen vor allem Vokalkompositionen (Kantaten, Chorfugen), ein virtuoses Werk für Klavier und Orchester („Rhapsodie variée“), Kammermusik und die Oper „La vielle mort“, die sie zusammen mit Raoul Pugno komponierte.
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Repertoire

Nadia Boulanger war eine gefragte Organistin, als Pianistin trat sie u.a. mit Dinu Lipatti auf (Einspielungen). Als Dirigentin setzte sie sich v.a. für die Aufführungen der Werke ihrer Schwester Lili Boulanger ein, sie dirigierte außerdem Werke Alter Musik, aber auch das Requiem von Gabriel Fauré, Werke von Igor Strawinsky u.v.a.
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Quellen

a) Autographe

Autographe liegen in der Bibliothèque National, Paris, sowie bei der Fondation International Lili et Nadia Boulanger (s. auch unter Forschungsinformationen)

b) Notenausgaben (chronologisch)

Songs. Introduction by Marjory Irvin, unabridged republ. of various ed. Paris between 1909 and 1922, New York 1985 (= Women composers series, Bd. 16)

Trois Pièce für Violoncello und Klavier, Paris [ca. 1995]

c) Primärquellen (chronologisch)

Lectures on Modern Music (Lecture am Rice Institute, Februar 1925, transkribiert von Howard Hinners) abgedruckt in: Don Campbell: Master teacher, Nadia Boulanger, Washington, D. C., 1984, S. 99-147

Brief von Nadia Boulanger an Eduard Resser (1932), abgedruckt in: Vom Schweigen befreit. 3. Internationales Komponistinnen-Festival, Kassel 1993. Lili Boulanger, Redaktion: Christel Nies und Roswitha Aulenkamp-Moeller, Kassel 1993, S. 88-91

Dissonance is Today, Consonance is Tomorrow, in: The Music Journal (Mai 1970), wieder abgedruckt in: Don Campbell: Master teacher, Nadia Boulanger, Washington, D. C., 1984, S. 149-151

Robertson, Alec: Dear Alec... A tribute for his eightieth birthday from friends known and unknown. Saturday, 3 June 1972, Worcester 1972 [darin: Beitrag von Nadia Boulanger]

„An Ludwig Strecker“, in: Festschrift für einen Verleger. Ludwig Strecker zum 90. Geburtstag, hg. von Carl Dahlhaus, Mainz 1973, S. 24-25

Interview mit Nadia Boulanger, abgedruckt in Le Monde 1979

d) Sekundärliteratur (alphabethisch)

Anonym: „Hommage à Nadia Boulanger“, in: Études fauréennes Vol. 17 (1980) S. 3-9

Anonym: „Nadia Boulanger“, in: Le Monde de la Musique (April 1979)

Anonym: „Nous n’oublierons pas Nadia Boulanger“, in: La Quinzaine Littéraire No. 313 (1979)

Armagnac, Cécile: „Nadia Boulanger“, in: Lili Boulanger zum 100. Geburtstag. Bremer Lili Boulanger-Tage 1993, Redaktion: Kathrin Mosler, Bremen 1993, S. 39

Borchard, Beatrix: „Nadia Boulanger oder: Über notwendige und überflüssige Musik“. In: Felix Meyer (Hg.): Kassizistische Moderne. Eine Begleitpulikation zur Konzertreihe im Rahmen der Veranstaltungen „10 Jahre Paul Sacher Stiftung“. Winterthur 1996, S. 402-413.

Borchard, Beatrix: Nadia Boulanger - Ein Leben. Booklet-Text zur CD Nadia Boulanger und ihre Schüler, GEDOK-Berlin 1996
Brooks, Jeanice: „Mildred Bliss Tells Nadia Boulanger to Think of Herselfe for Once“. In: Cultivating Music in America: Women Patrons and Activists Since 1860 (1997), S. 209-213.

Brooks, Jeanice: „Nadia Boulanger and the Salon of the Princesse de Polignac“. In: Journal of the American Musicological Society, Vol. 46, Nr. 3 (fall 1993), S. 415-468.

Brooks, Jeanice: „Noble et grande servante de la musique: Telling the Story of Nadia Boulanger’s Conducting Career“. In: The Journal of Musicology, Vol. 14, Nr. 1 (winter 1996), S. 92-116.

Brooks, Jeanice: „The fonds Boulanger at the Bibliothèque Nationale“. In: Notes: Quarterly Journal of the Music Library Association, Vol. 51, Nr. 4 (june 1995), S. 1227-1237.

Campbell, Don: Master teacher, Nadia Boulanger, Washington, D. C., 1984

Chailley, Jacques: „Über den Unterricht von Nadia Boulanger“, in: Vom Schweigen befreit. 3. Internationales Komponistinnen-Festival, Kassel 1993. Lili Boulanger, Redaktion: Christel Nies und Roswitha Aulenkamp-Moeller, Kassel 1993, S. 84

Conrad, Doda: Grandeur et mystère d’un mythe. 44 ans d’amitié avec Nadia Boulanger. Paris 1995

Depaulis, Jacques (Hg.): Lettres à Nadia Boulanger, Liège 1999 (Collection Musique, musicologie)

Eisenlohr, Henning: „Nadia Boulanger“. In: Komponisten der Gegenwart, hg. v. Hans-Werner Heister und Walter-Wolfgang Sparrer, München 1992.

Fauser, Annegret: „La Guerre en dentelles: Women and the Prix de Rome in French Cultural Politics“, in: Journal of the American Musicological Society, Vol. 51 No. 1, Spring 1998, S. 83-129

Fleuret, Maurice: “La grande Mademoiselle”, in: Le Nouvel Observateur No. 781 (29. Oktober 1979)

Hold pamieci Nadii Boulanger. Special Issue von Ruch muszyczny: dwutygodnik, Bd. 1, Heft 1 (1980), mit Beiträgen von Zygmunt Mycielski, Alexandre Tansman, Witold Rudzinski, Zygmunt Krauze, Romuald Twardowski, Bernadetta Matuszczak und Krzysztof Meyer

Holingue, J.: „Nadia Boulanger“, in: Aspects de la France (1. November 1979)

Kendall, Alan: The Tender Tyrant. Nadia Boulanger. A Life Devoted to Music, London 1976

Kirkpatrick, Ralph: Early Years, New York 1985 (darin: Erinnerungen an Nadia Boulanger als Lehrerin)

Lesure, François: „A travers la correspondance de Nadia Boulanger“, in: Revue de la Bibliothèque Nationale Vol. 5 (September 1982), S. 16-23

Lili et Nadia Boulanger. La Revue Musicale, Double Numéro 353-354, Paris 1982.

Li-Koechlin, Madelaine (Hg.): Charles Koechlin 1867-1950. Correspondance. Sonderheft La Revue Musicale 1983 (darin: Korrespondenz zwischen Charles Koechlin und Nadia Boulanger)

McGlone, Carmel: „La Mademoiselle“, in: Canzona, New Zealand Vol. II/6 (Dezember 1980), S. 6-10

Monsaingeon, Bruno: Mademoiselle. Entretiens avec Nadia Boulanger, Paris 1981 (engl. Ausgabe: Mademoiselle. Conversations with Nadia Boulanger, Manchester 1985).

Mycielski, Zygmunt: „Rozmowy z Nadia Boulanger“. In: Res facta nova. Bd. 1, Heft 10 (1994), S. 33-36

Naoumoff, Émile: “Erinnerungen an Nadia Boulanger”, in: Vom Schweigen befreit. 3. Internationales Komponistinnen-Festival, Kassel 1993. Lili Boulanger, Redaktion: Christel Nies und Roswitha Aulenkamp-Moeller, Kassel 1993, S. 86-87

Norton, Kay: „Musical emissary in America: Nadia Boulanger, Normand Lockwood, and American musical pedagogy”, in: Vistas of American music: Essays and compositions in honor of William K Kearns, Warren (Mich.) 1999, S. 321-333

Polaczek, Dietmar: “Im Zeichen Strawinskys. Zum Tod der Komponistin und Pädagogin Nadia Boulanger”, in: HiFi 2/1980, S. 173

Potter, Caroline: „Nadia and Lili Boulanger: Sister Composers. In: The Musical Quarterly, Vol. 83, Nr. 4, winter 1999, S. 536-556

Rey, Anne: „Nadia Boulanger“, in: Le Monde (24. Oktober 1979)

Rieger, Eva: „Nadia Boulanger - eine Ausnahmepädagogin“, in: Lili Boulanger zum 100. Geburtstag. Bremer Lili Boulanger-Tage 1993, Redaktion: Kathrin Mosler, Bremen 1993, S. 40-47

Rorem, Ned: Setting the tone: Essays and a Diary, New York 1983 [darin: Bericht über Nadia Boulanger als Lehrerin]

Rosand, Ellen: „Recollections: Nadia Boulanger (1887-1979). Robert Moevs speaking with Ellen Rosand“, in: 19th Century Music Vol. III/3 (März 1980), S. 276-278

Rosenthal, Laurence: „Confronting the ‚next impossible’. Musical studies with Nadia Boulanger“, in: Parabola Vol. 14, No. 1 (Spring 1989), S. 78-83

Rosenstiel, Léonie: Nadia Boulanger. A Life in Music. New York/London 1982 (Paperback: 1998).

Shawn, Allen: „Nadia Boulanger’s lessons“, in: Atlantic Vol. CCLI/3 (März 1983), S. 78-85

Spycket, Jérôme: Nadia Boulanger. Lausanne o. J. [1987].

Stevens, Elizabeth Mruk: The influence of Nadia Boulanger on composition in the United States: A study of piano solo works by her American students, Boston 1975 (DMA Diss.)

Trieu Colleney, Christine: „Nadia Boulanger“, in: Jeunesse et orgue, France Vol. 42 (1980), S. 36-52

Valéry, Paul: „Nadia Boulanger“, in: La Revue Internationale de Musique 10/11 (1938), S. 607-608

Walters, Teresa: Nadia Boulanger, musician and teacher: her life, concepts, and influences, Peabody Conservatory 1981 (DMA diss.)

Wilde, David: „Erinnerungen an Nadia Boulanger. David Wilde im Gespräch mit Nadia Boulanger. Eine BBC-Sendung aus dem Jahr 1977“, in: Üben & Musizieren 2 (1985), S. 4-9

Wilde, David: „Tributes to Nadia Boulanger (1887-1979) including a radio interview by David Wilde on her 90th birthday“, in: Studies in Music, Bd. 13 (1979), S.1-9.

Zierolf, Robert: „Composers of modern Europe, Australia, and New Zealand“, in: Karin Pendle (Hg.): Woman and music: A history, Bloomington 1991

e) Diskographie (chronologisch)

Kompositionen von Nadia Boulanger


Werke bedeutender Komponistinnen für Cello und Klavier. Schumann, Senfter, Boulanger und Le Beau (Felicitas Stephan/Violoncello, Elena Margolina-Hait/Klavier) Fono Compact Disc [darin: Trois Pièces für Violoncello und Klavier]

Mel Bonis, Elfrida Andrée, Nadia Boulanger. Œuvres pour orgue (Chantal de Zeeuw/Orgel) Voice of Lyrics [darin: Petit canon, Improvisation, Prélude]

In Memoriam Lili Boulanger. Works by Lili and Nadia Boulanger and Emile Naoumoff (Emile Naoumoff/Piano u.a.) Marco Polo 1993 [darin: Lux aeterna, Trois Pièces für Violoncello und Klavier]

Nadia Boulanger (1887-1997). Lieder und Kammermusik (Melinda Paulsen/Mezzosopran, Angela Gassenhuber/Klavier, Friedemann Kupsa/Violoncello) Troubadisc 1993 [darin: Fünf Lieder (1909), Vers la vie nouvelle, Les heures claires, Sieben Lieder (1915/1922), Drei Stücke für Violoncello und Klavier (1913)]

3 Fantasy Movements (Nina Flyer/Violoncello, Chi-Fun Lee/Klavier u.a.) Koch 1995 [darin: Trois Pièces für Violoncello und Klavier]

Women of Note (Nina Flyer/Violoncello, Chi-Fun Lee/Klavier u.a.) Koch 1997 [darin: aus den Trois Pièces für Violoncello und Klavier Nr. 3 cis-moll]

Bravourissimo. Virtuose Tänze, Fantasien und Romanzen (Wiener Boheme Quartett) Koch Schwann 1998 [darin: Prière]

Autour de Lili Boulanger (Helene Schneiderman/Mezzosopran, Émile Naoumoff/Klavier, Philharmonia Chor Stuttgart, Leitung: Helmut Wolf) Saphir Productions 2000 [darin: La Ville Mort (prélude), Klavierfassung; Vers la vie nouvelle]

Nadia Boulanger und ihre Schüler (Regine Zimmermann/Violoncello, Ayako Suga-Maack/Klavier, Mieko Kanesugi/Sopran u.a.) Gedok-Berlin 1996 [darin: Trois Pièces, Vier Lieder und O-Töne von Nadia Boulanger]

Nadia Boulanger als Interpretin/Dirigentin

Fauré, Motreverdi. Nadia Boulanger (Gisèle Peyron, Doda Conrad, Maurice Duruflé, Ensemble Vocal et Instrumental, Leitung: Nadia Boulanger) EMI [darin: Fauré: Requiem, Monteverdi: Madrigali e Arie profane]

Französische Musik für Cello und Klavier (Yves Savary/Viioloncello, Ferome Granjon/Klavier) Pan (Note 1) [darin: Trois Pièces für Violoncello und Klavier]

Dinu Lipatti. Klavierrecital [Dinu Lipatti, Nadia Boulanger] EMI 1989

Nadia Boulanger. Œuvres de Monteverdi (Nadia Boulanger, Dinu Lipatti u.a.) Pavillon Records 1992

References - Brahms (Walzer) (Wilhelm Backhaus, Dinu Lipatti, Nadia Boulanger u.a.) EMI Classic 1997 [darin: von Johannes Brahms Liebeslieder-Walzer op. 52, aus den Walzern op. 39 die Nrn. 1, 2, 5, 6, 10, 14, 15, mit Dinu Lipatti]

Boulanger/Fauré/Boulanger (Janet Price/Sopran, Bernandette Greevy/Mezzosopran, Ian Partridge/Tenor, Johan Carol Case/Bariton, BBC Chorus, BBC Symphony Orchestra, Leitung: Nadia Boulanger) BBC Music 1999 [darin: Lili Boulanger: Psalm 24, Pie Jesu, Psalm 1130, Gabriel Fauré: Requiem]

The Piano Library - Dinu Lipatti (The Early Recordings Vol. 1) (Dinu Lipatti, Nadia Boulanger) Piano Library 2000

f) Rundfunk

Interview von David Wilde zu Nadia Boulangers 90. Geburtstag (Druckfassung s. unter Sekundärliteratur)

g) Film/Film- und Fernsehdokumentation (chronologisch)

Dokumentation, aufgenommen in London (BBC), 1937

Dokumentation, aufgenommen in Pittsburgh 1958

„Mademoiselle“. Nadia Boulanger. Un film de Bruno Monsaingeon. Paris 1977.

Mademoiselle. A Portrait of Nadia Boulanger. Bloomington (Crocus Films production) 1987 [St. Paul Campus Library AV Center Video ML 423.B52M7]

h) Sonstiges

Meyer, Krzysztof: Hommage à Nadia Boulanger op. 17 (CD-Einspielung: Kammermusik. Krzysztof Meyer, Proviva 2001)

Schulé, Bernard: Un hommage à Nadia Boulanger pour Violoncelle et Piano, Basel 1996

2001 wurde vom Conservatoire Nadia et Lili Boulanger, Paris, erstmals ein Gesangswettbewerb unter dem Namen der Geschwister Boulanger ausgeschrieben (Concours international de chant-piano Nadia et Lili Boulanger)

i) Links

http://www.fondation-boulanger.com/ (Stand: 8.4.2004)
Fondation International Lili et Nadia Boulanger, Paris

http://members.aol.com/aaocompose/boulanger.html (Stand: 8.4.2004)
Erinnerungen von Albert Allan Owen

http://www.arts4all.com/newsletter/issue16/jrcarley16.html Stand: 8.4.2004)
James R. Carley: Me and Nadia Boulanger

http://oasis.harvard.edu/html/mus00003.html Stand: 8.4.2004)
Eda Kuhn Loeb Music Library, Harvard College Library

http://www.angelfire.com/oh/drillhead98/boulanger.html Stand: 8.4.2004)
Biografie
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Forschung

Wichtigste Anlaufstelle für Materialien zu Nadia Boulanger ist die Fondation International Lili et Nadia Boulanger, Paris. Da Nadia Boulanger zeitlebens darauf geachtet hat, dass möglichst wenige persönliche Dokumente veröffentlicht werden, ist die Quellenlage recht schwierig.
Nadia Boulanger hat ihre Unterrichtsmethode nie schrifltlich niedergelegt, es existieren lediglich einige Mitschriften ihrer Unterrichtssitzungen, Filmdokumentationen sowie Aussagen und Beschreibungen ihrer Schülerinnen und Schüler. Um sich ein umfassendes Bild von Nadia Boulanger als prägende Lehrerin der Musik machen zu können, bleibt die Möglichkeit, noch lebende Schülerinnen und Schüler zu befragen.
Laut testamentarischer Verfügung kann 30 Jahre nach Nadia Boulangers Tod (2009) ein Koffer mit unbestimmtem Inhalt aus Nadia Boulangers Nachlass geöffnet werden. Dieser Koffer wird in der Bibliothèque National Paris verwahrt. Darin vermutet werden Dokumente wie Briefe, Kompositionsautographe und dergl.

Fundorte und Kontakte
- Aaron Copland Collection; Music Division, Library of Congress (Briefwechsel Copland-Boulanger), vgl. http://memory.loc.gov/ammem/achtml/achome.html
- Fondation International Lili et Nadia Boulanger, Paris
- Bibliothèque National, Paris
Autor/innen:
Melanie Unseld, Die Grundseite wurde im Februar 2002 verfasst und im Mai 2004 überarbeitet.

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Sophie Fetthauer
Zuerst eingegeben am 26.05.2004.
Zuletzt aktualisiert am 26.05.2004.