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Charlotte Bauer


Die Lebensdaten der Komponistin Charlotte Bauer sind nicht bekannt. Sie wurde vermutlich in den 1820er Jahren geboren, ihre Kompositionen wurden zwischen 1849 und 1872 veröffentlicht.

Tätigkeitsfelder
Komponistin

Orte und Länder
Über die Lebensorte von Charlotte Bauer ist nichts bekannt. Ihre Kompositionen wurden in München, Offenbach, Leipzig und Braunschweig verlegt.

Profil
Charlotte Bauer wirkte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Komponistin. Ihre Lieder und Klavierwerke erschienen zwischen 1849 und 1872 in den Musikverlagen Falter (München), André (Offenbach), Stoll (Leipzig) und Litolff (Braunschweig) und wurden in Lexika und Übersichten verzeichnet. In den Musikalienkatalogen des 19. Jahrhunderts wurden ihre Neuveröffentlichungen regelmäßig angezeigt (vgl. Datenbank „Hofmeister XIX“), Alfred Michaelis nahm 1888 mehrere Kompositionen Charlotte Bauers in sein Lexikon „Frauen als schaffende Tonkünstler“ auf (Michaelis 1888), Anna Morsch erwähnte 1893 Charlotte Bauer in ihrem Buch „Deutschlands Tonkünstlerinnen“ (Morsch 1893, S. 68) und Franz Pazdírek veröffentlichte in dem von ihm herausgegebenen mehrbändigen Nachschlagewerk „Universalhandbuch der Musikliteratur aller Zeiten und Völker“ (Wien: Pazdírek & Co, 1904-1910) eine Werkliste. Keiner dieser Schriften ist jedoch der kleinste biografische Hinweis zu Charlotte Bauer zu entnehmen. Die Titel ihrer Kompositionen lassen vermuten, dass diese im Umfeld musikalischer Salons entstanden sind.

In der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz sind die meisten Kompositionen Charlotte Bauers erhalten.

Biografie

Die Biografie Charlotte Bauers ist bislang nicht bekannt.
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Rezeption

Die Kompositionen Charlotte Bauers werden derzeit nicht rezipiert.
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Werkverzeichnis

Kompositionen

Ein Verzeichnis der Werke Charlotte Bauers kann derzeit nur unvollständig erstellt werden. Die Angaben basieren auf der Datenbank „Hofmeister XIX“, in der die Musikalienkataloge des 19. Jahrhunderts erfasst sind, Michaelis 1888, Morsch 1893, Pazdírek 1904ff. sowie dem Katalog der Musiksammlung der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin.


Heimath-Klänge. Ländler. München: Falter, 1849.

Polka-Mazurka und Schottisch, op. 1. München: Falter, 1855.

Six Morceaux élégants, op. 4. München: Falter, 1857.
Wär ich bei dir – La Lyre – Si tout change – Der Ruhelose – Dich soll ich wiedersehen – Du bist mein Lied

Drei Lieder nach Gedichten von Emanuel Geibel für 1 Singstimme mit Klavier, op. 5. München: Falter u. Sohn, 1857.
Die Verlassene – Es ist vorbei – Vöglein wohin so schnell

Drei Lieder nach Gedichten von Emanuel Geibel mit Klavier, op. 6. München: Falter, 1857.
Des Müden Abendlied – Schifferlied – An meine Rose

Drei Lieder mit Klavier, op. 7. München: Falter, 1862.
Die Mittagsglocke (Justus Kerner) – Herbstlied – Ich hab im Traum geweinet (Heinrich Heine)

Sechs Lieder mit Klavier, op. 15. Offenbach: André, o. J.

Sechs Kinderlieder für 1 Singstimme mit Klavier, op. 16. Offenbach: André, o. J.
1. Vöglein und Englein – 2. Der Steckenpferdreiter – 3. Der Frosch – 4. Aus dem grünen Walde – 5. Das Frühlingsheer – 6. Im Freien.

Fünf Lieder für eine Singstimme mit Klavier nach Gedichten von E. Stoll, op. 20. Leipzig: Stoll, 1872.
1. Liebeshoffnung – 2. An den Mond: „O Mond mit deinem blassen Schein“ – 3. Wohlauf in Gottes schöne Welt – 4. Wach auf, du schöne Träumerin – 5. O Welt, wie bist du wunderschön

Drei Klavierstücke/Trois Morceaux de salon, op. 22. Braunschweig: Litolff, o. J.
Barcarolle – Romance – Les Adieux.
Auch veröffentlicht in: Die musikalische Welt. Monatshefte ausgewählter Compositionen unserer Zeit, hg. v. Franz Abt u. Clemens Schultze. Braunschweig: Litolff, 1875f.

Sechs Clavierstücke, op. 24. Leipzig: Stoll, 1872.
Prière – Pensée mélancolique – Bagatelle – Impromptu – Tiefes Leid – Zwei Lieder ohne Worte
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Quellen

Literatur

Elson, Arthur. Women’s Work in Music. Boston: L. C. Page & Company, 1903.

Michaelis, Alfred. Frauen als schaffende Tonkünstler. Ein biographisches Lexikon. Leipzig: A. Michaelis, 1888.

Morsch, Anna. Deutschlands Tonkünstlerinnen. Biographische Skizzen aus der Gegenwart. Berlin: Stern & Ollendorff, 1893.

Pazdírek, Franz (Hg.). Universalhandbuch der Musikliteratur aller Zeiten und Völker, Wien: Pazdírek & Co, 1904-1910.


Links

http://www.recmusic.org/lieder/b/cbauer.html
„The Lied and Art Song Texts Page” verzeichnet auch zahlreiche Liedtexte von Liedern Charlotte Bauers.

http://www.hofmeister.rhul.ac.uk
Die Datenbank Hofmeister XIX, in der die Hofmeisterschen Musikalienkataloge des 19. Jahrhunderts erfasst sind, verzeichnet mehrere Drucke von Kompositionen Charlotte Bauers .
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Forschung

Zahlreiche Kompositionen von Charlotte Bauer sind in der Musiksammlung der Staatsbibliothek Berlin Preußischer Kulturbesitz zugänglich.
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Forschungsbedarf

Über Charlotte Bauer ist derzeit, abgesehen von den Titeln ihrer Kompositionen, nichts bekannt.
Autor/innen:
Silke Wenzel, 26. November 2009

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Regina Back
Zuerst eingegeben am 05.12.2009