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Elfrida Andrée

* 19. Februar 1841 in Visby, Schweden.
† 11. Januar 1929 in Göteborg, Schweden.



“Es gibt eine Frau, die denkt und fühlt, die Musik schreibt, nicht für Salonschmeicheleien, sondern um das Ansehen der Menschheit zu erhalten, wenn nicht schon eher, dann spätestens nach ihrem Tod.”
Tagebucheintrag Herbst 1870 (nach Öhrström 1999, S. 124).
Mediennachweis

Foto: Gotlands Museum

Tätigkeitsfelder
Organistin, Komponistin, Veranstalterin, Pädagogin, Dirigentin, Harfenistin, Telegrafistin.

Orte und Länder
Elfrida Andrée wurde 1841 in Visby auf Gotland, Schweden, geboren. 1855 nahm sie in Stockholm das Studium der Fächer Gesang, Klavier und Orgel auf, und 1857 legte sie als erste Frau in Schweden das Orgelexamen ab. Ab 1861 arbeitete sie als Organistin und Gesangslehrerin in Stockholm, von 1867 bis zu ihrem Tod war sie Organistin in Göteborg. 1870 begann sie in Kopenhagen Instrumentation zu studieren. Zwischen 1872 und 1905 unternahm sie drei Reisen nach Deutschland mit dem Erfolg, dass sie einige ihrer Werke in Berlin und Dresden aufführen konnte. Sie starb 1929 in Göteborg.


Biografie

Elfrida Andrée wurde am 19. Februar 1841 in Visby auf Gotland geboren. Sie erhielt früh eine solide musikalische Ausbildung in Harmonielehre, Klavier und Gesang, später auch Orgel. 1855 ging sie nach Stockholm, wo sie Gesang bei Julius Günther, Klavier bei Jan van Boom und Orgel bei Gustaf Mankell studierte und 1857 als erste Frau Schwedens ihr Orgelexamen ablegte. 1859/60 studierte sie am Musikkonservatoriet Komposition bei Ludvig Norman, einem der führenden Komponisten des skandinavischen Musiklebens; gleichzeitig arbeitete sie als Korrepetitorin in der Gesangsklasse Günther und am Königlichen Theater und absolvierte eine Ausbildung zur Telegrafistin. Gemeinsam mit ihrem Vater kämpfte Elfrida Andrée erfolgreich für eine Änderung des Gesetzes, das Frauen die Ausübung des Kantorinnen- wie auch des Telegrafistinnenberufes untersagte: Beidem wurde stattgegeben, so dass sie 1861 an der Finnischen Kirche und 1862 an der Französischen Reformierten Kirche in Stockholm Organistin wurde. Sie arbeitete ab 1863 als Gesangslehrerin am Höheren Lehrerinnenseminar und an verschiedenen Schulen. 1867 wurde sie Organistin der Domkirche Göteborgs, ein Amt, das sie bis zu ihrem Tod innehatte. Im Laufe des Jahres 1870 studierte sie einige Monate bei Niels W. Gade in Kopenhagen Instrumentation.
Sie organisierte mehrere hundert sog. Folkskonserter, bei denen sie als Dirigentin und Chorleiterin ein vielseitiges Programm (zur Erbauung und Bildung der arbeitenden Bevölkerung) zusammenstellte. Nicht selten waren dabei ihre eigenen Werke zu hören.
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Würdigung

Elfrida Andrée lebte in einer Zeit, die in Schweden von entscheidenden Diskussionen um die Rolle der Frau geprägt war; im 19. Jahrhundert gab es einen ungewöhnlich hohen Anteil unverheirateter Frauen, denen, wie allen anderen Frauen auch, die Erwerbstätigkeit, mit wenigen Ausnahmen bspw. im sozialen Bereich, untersagt war. Der Staat war daher und aus verschiedenen anderen Gründen zu einer Neuorientierung gezwungen (zit. nach Öhrström, 1999, S. 276).
Elfrida Andrées besondere Ausgangsposition bestand in dem besonderen familiären und sozialen Kontext, in den sie hineingeboren wurde, war dieser doch überwiegend liberal geprägt und bestand aus zahlreichen einflussreichen Personen, wie z.B. den Reichstagsabgeordneten Daniel Söderberg und Carl Johan Bergman, die sich aktiv für die Verbesserung der Ausbildung von Mädchen einsetzten. Die Diskussion über die Problematik von Frauenrechten wurde damit in nächster Nähe Andrées geführt und beeinflusst.
Eng im Zusammenhang mit dieser Gruppe von politischen Entscheidungsträgern steht die „Musikalische Gesellschaft“ Visbys, die als zentrale Institution nicht nur Treffpunkt zu musikalischen Anlässen, sondern mit ihrem expliziten Bildungsauftrag auch politisches Medium war und von diesen Personen frequentiert wurde. Vater Andreas Andrée, radikal in seinen liberalen Ansichten, Mitglied einer sozial und ökonomisch privilegierten Familien Gotlands, war in der Musikalischen Gesellschaft, führte selbst einen Salon und schrieb sozio-pädagogische Artikel für Zeitschriften. Er war sehr daran interessiert, seinen beiden Töchtern im Rahmen ihrer Ausbildung in der Musikalischen Gesellschaft Auftrittsmöglichkeiten zu verschaffen.

Vor diesem vielschichtigen Hintergrund ist Elfrida Andrées Werdegang zu betrachten.
Die Verbindung aus künstlerischen Fähigkeiten und politischem Bewusstsein machten ihre Karriere möglich, in der sie bewusst in mehreren Bereichen die Schwelle zu vermeintlich männlichen Domänen übertreten hat. Sie ist bis heute die einzige Frau Schwedens, die Organistin einer Domkirche war. Darüber hinaus machte sie, soweit bislang bekannt, als erste Schwedin den Schritt in den Bereich der Sinfonik; sie war auch die erste Telegrafistin Schwedens.
Auch ihre Tätigkeit im Rahmen der Volkskonzerte ist als politische Aktivität zu werten und gründet in ihrem Glauben an Gleichberechtigung.

Durch einen intensiven Briefwechsel mit der Schwester und dem Vater sind ihre Begegnungen, Ressentiments gegen sie als komponierende Frau und ihre Gedankengänge über eine lange Zeit gut dokumentiert.
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Rezeption

1879 wurde Elfrida Andrée als Mitglied in die Kungl. Musikaliska Akademien gewählt: ihr wurde damit eine der höchsten Auszeichnungen des schwedischen Musiklebens zuteil.
Bereits zu ihren Lebzeiten wurden Artikel für Zeitschriften und Lexika über sie verfasst, jedoch stellt sich die Frage, ob das Interesse hier primär auf die emanzipatorischen Pioniertaten ihrer Person oder auf ihre Musik zurückzuführen ist. Denn nur ein Bruchteil ihrer Werke wurde zu Lebzeiten gedruckt; aufgeführt wurden zahlreiche Stücke nur im privatesten Rahmen; mit wenigen Ausnahmen wie der h-Moll-Sinfonie für Orgel und der Ballade Snöfrid beschränkte sich die Aufführung ihrer Stücke weitestgehend auf Göteborg.
Anders Lönn, schwedischer Musikwissenschaftler, hat in den 1960er Jahren mit einem ersten vollständigen Werkverzeichnis die Rezeption der Werke Elfrida Andrées neu entfacht. In den letzten Jahren werden gerade in Schweden Chor- und Kammermusikwerke der Komponistin wiederentdeckt. Hinderlich bleibt jedoch für die weitere Verbreitung der noch immer geringe Anteil gedruckter Werke.
Susan Pickett und Patrick Meadows haben sich in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts besonders der Veröffentlichung der kammermusikalischen Werke gewidmet; der schwedischen Musikwissenschaftlerin Eva Öhrström ist äußerst gründliche biografische Forschung zu verdanken. Ihr Buch liegt auch diesem Artikel zugrunde.
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Werkverzeichnis

Werke mit bekannter Entstehungszeit
A Vokalmusik
1. Oper
Fritjofs Saga, Oper in vier Akten, T.: Selma Lagerlöf, UA: Göteborg Juni 1898, Libretto: Göteborg: Göteborgs Handels- och Sjöfarts-Tidnings Tryckeri, 1899.

2. Lieder
für Solo, Duett, Quartett:
Kinderkompositionen:
„Wohl lag ich“, Andantino, 1852.
„Ave Maria“, 1856 oder 1857.
„Jag flyr till Dig“, Sopranquartett, 1859.
„Kom Guds ande och mitt hjärta lär att fatta“ für Sopran und Klavier (Sopran und Orchester), T.: Andreas Andrée, 1869/70.
I templet, „Milda ljufva Herrans boning“, für Solo und Orgel (Klavier/Streichquartett), T.: Andreas Andrée, 1871, UA: Göteborg 26.4.1871, Stockholm: Elkan o Schildknecht, 1871, neue Auflage: Stockholm: A. Lundquist, 1929.
Till Näktergalen, „Sångarkung i nattens stunder“ (An die Nachtigall), für Solo und Klavier (Klavier/Streichorchester und Flöte), T.: Andreas Andrée, 1871, Kopenhagen: Nordiske Musikblade, 9.Heft, 10.2.1871.
„Vid Månsken“ („Im Mondschein“), T.: Andreas Andrée, 1871.
Minnen. „I stunder, flygtiga och korta“ (Erinnerung), 1871.
Söstersprogene, „Jag elsker dig du slettens mö“ , Duett für Klavier und Tenor/Bass oder Sopran/Mezzosopran, T.: Pauline Worm, 1873.
Vårmorgonen, „Se hur härligt solen träder“ („Frühlingsmorgen. Sieh die Sonne herrlich scheinen“),1874.
Skogrået, „Han Björn var en stark och fager sven“ (Das Waldweiblein) für Stimme und Klavier, 1875, UA: Göteborg, Dez. 1875, auch für Stimme und Orchester, 1875, UA: 24.5.1877, T.: Viktor Rydberg, Göteborg, Torsten Hedlunds förlag, 1878.
„Vaknen Nordens alla hjärtan“, für Stimme und Klavier, auch für Männer-, Frauen- und gemischten Chor, 1876, UA: Göteborg 1876.
„O skräm ej barnens hjertan“ („Tu dem Kinderherz nicht weh“ für Quartett für Mädchenstimmen mit Solo, 1879.
„Mitt fasta hopp“ (Kirchenarie) für Stimme und Klavier oder Orgel, 1879.
Lotusblomma och Svan, „O Lotusblomma, svan i blomstrens verld“ (Lotusblume und Schwan), für Stimme und Klavier, 1879.
Drei Gesänge mit Klavier, op. 8, 1. „En vacker höstdag“ („Schöner Herbsttag“), T.: Sven Adolf Hedlund. 2. „Vis es igen“ („Wir sehen uns wieder“), T.: Victor Rydberg. 3. „Visa en vårmorgon“ („Frühlingsmorgen“), T.: Elfrida Andrée, 1881, Christiania: Carl Warmuths förlag, 1881.
„Här stod hon englalik“ (oder: „Här hon stod, Den englalika“) („Hier steht sie engelsgleich“), Rezitativ und Aria für Tenor und Orchester (Klavier), 1881.
„Polska“ für Stimme und Klavier, 1883, Stockholm: Julius Bagge, 1883 (in: „Gamla Toner i ny Drägt“).
Svanen. „Der simmar på floden en döende svan“ (Der Schwan) für Sopran, Violine und Harfe (Klavier), T.: Boettiger, 1886, Stockholm: Gehrman o Co, 1890.
14 zweistimmige Lieder ohne Begleitung, 1897.
Drei Lieder für Stimme und Klavier (Streichorchester), 1. „En vacker höstdag“ („Schöner Herbsttag“), T.: Sven Adolf Hedlund (s.a. 1881). 2. „Öfver hafvet sjunker en stjärna“ („Über dem Meer verbleicht ein Stern“), T.: V. Ekelund. 3. „Im dunklen Wald, im Sommerschein“,1912.

3. Chor
a) a capella
„Dofta, dofta blomma min („Dufte, dufte Blume mein“) für vierstimmigen Frauenchor, 1871, UA: Göteborg 26.4.1871.
„Vaknen Nordens alla hjärtan“ („Nun erwachen im Nordens alle Herzen“) für Männer-, Frauen- und gemischten Chor, auch für Stimme und Klavier, 1876, UA: Göteborg 1876.
„Säg hafven i nattetid hört ibland“ Hochzeitsgesang für gemischte Stimmen und Chor a capella, zur Silberhochzeit von Sven Adolf und Stina Hedlund, 16.8.1879.
Bröllops-sånger (Hochzeitslieder) für gemischte Stimmen, 1. „I hjertevåren, då löjet tåren“, 2. „Och kärleks-dager, upplyser fager den väg de vandra“, T.: Hans Hedlund, für Mia Hedlund, 1881.
„Ur drömlif“ („Aus dem Traumleben“) für gemischten Chor, 1881, T.: Viktor Rydberg, 1. „Då vi vandra vid bäckarnes skuggade lopp“ („Wenn wir wandern iin des Baches schattigem Lauf“). 2. „Se hur ängarne klädas i svallande flor“ („Sieh die Wiesen im wallenden Flor“). 3. „Ty de hviska, att stridens och smärtans mystère“, Göteborg: Göteborgs Handels- och Sjöfarts-Tidning, 1882 mit dem Untertitel: „Drei Gesänge für Doppelquartett oder kleinen gemischten Chor“.
Majblomma lilla („Kleine Maiblume“) für Frauenchor a capella, „Für Maja Fagerlund“ zur Hochzeit, 1907.

b) mit Klavier oder Orgel
„Kung Oscars Minne“ („Erinnerung an König Oscar“) für gemischten Chor und Klavier, T.: Andreas Andrée, 1859.
„Himlens höga guda makter“, Serenade für Sopran, Tenor und Männerchor mit Klavier. Unvollendete Partitur für Orchester, T.: Andreas Andrée, 1870, private UA: Stockholm 1870, öffentliche UA: Uppsala 20.2.1872.
„Ho är den som“ für gemischten Chor und mit Soloquartett, T.: Psalm No. 277, 1871, UA: Göteborg 26.4.1871.
Dagsländor „När dunkel rådde himlaskyn“ (Eintagsfliegen für Frauenchor und Klavier), T.: Mattis, 1873, UA: Göteborg 10.5.1882..
Psalm für gemischte Stimmen und Solistenquartett, 1883, UA: Göteborg 1883.
Höga tanke („Lautere Gedanken“) für Frauenchor und Orgel (Klavier), 1905, „Für Elsa“.
Kantate zu Einweihung des Göteborger „Folkskolehus“ für Chor mit Klavier (Orgel/Orchester), T.: J. Malmcolm, 1906.
„Ära vare Gud i höjden“ für gemischten Chor und Orgel (unvollständig), 1907.
Psalm 20 zum Gedenkgottesdienst zum Frieden von Roskilde für Chor und Klavier (Orgel), 1908.

c) mit Orchester
„Der Morgenstern“ für gemischten Chor und Orchester, T.: Karl Theodor Körner, 1871, UA: Göteborg 8.2.1872 (keine Rezension vorhanden).
„Snöfrid“, Ballade für Soli, Chor und Orchester, T.: Viktor Rydberg, UA: Göteborg 26.4.1879, Klavierauszug: Stockholm: Musikaliska Konstföreningen, 1884. (http://www.musikaliskakonstforeningen.org.se/)
Schwedische Messe No. 1 für gemischten Chor, Kinderchor, Solisten, Streichorchester, Harfe oder Orgel, 1902, Klavierauszug: Kopenhagen: Nordisk Musikforlag, 1907. (ausleihbar von der Göteborgs Domkyrkoförsamling)
Schwedische Messe No. 2 für gemischten Chor, zwei Kinderchöre, Solisten, Orchester und Orgel, 1903. (ausleihbar vom Oratoriekör Göteborg)
Kantate zu Einweihung des Göteborger „Folkskolehus“ für Chor mit Orchester (Orgel/Klavier), T.: J. Malmcolm, 1906.
Kantate zur Einweihung des neuen Hauses des Arbeitervereins für gemischten Chor, Kinderchor, Solisten und Orchester, 1909, T.: Henrik Hedlund.
Kantate für Frauenchor, Solisten und Orchester, T.: 56. Psalm, 1910, UA: Göteborg 1910.
Kantate zum Weltkongress für das Wahlrecht für Frauen für Frauenchor, Solisten und Orchester, T.: Sigrid Leijonhufvud, 1911, UA: Stockholm 12.6.1911.

4. Bearbeitungen
ca. 43 Volksliedbearbeitungen mit unterschiedlichen Besetzungen

5. Melodramen
Vårqvällstämning („Frühlinsgabendstimmung“), Melodram für Orchester und Rezitator. Entwurf 1873.
Saul und David, Melodram für Klavier und Harfe (Orchester), T.: G. Fröding, 1912.


B Instrumentalmusik
1. Orchestermusik
Presto, c-Moll, 1859. Mikrofilm SMB.
Ouvertüre, d-Moll, 1860, unvollendet. Mikrofilm SMB.
Ouvertüre, g-Moll, 1864. Mikrofilm SMB.
Sinfonie No. 1, C-Dur, 1869, UA: Stockholm 24.1.1869. Mikrofilm SMB.
Andante, c-Moll, 1871. Mikrofilm SMB.
Scherzo, g-Moll, 1871. Mikrofilm SMB.
Konzertouvertüre, D-Dur, 1873, UA: 16.3.1878, ed. by Susan Eileen Pickett, Washington: Walla Walla, 1998.
„Varför och därför“, f-Moll, 1874. Mikrofilm SMB.
Tempo di marche funebre, c-Moll, 1878, UA: 16.3.1878. Mikrofilm SMB.
Andante quasi rezitativo für Streichorchester, E-Dur, 1878, UA: 16.3.1878. Mikrofilm SMB.
Scherzo, d-Moll, 1878. Mikrofilm SMB.
Sinfonie No. 2, a-Moll, 1879, UA: Göteborg 5.4.1893. erhältlich bei:www.mic.stim.se
„Glömska“ für Streichorchester und Harfe, F-Dur, 1905, „Mit Gedanken an das Leipziger Orchester“. Mikrofilm SMB.
Sommarminnen („Sommererinnerung“) für Streichorchester, 1909. Mikrofilm SMB.
Fritjofs Suite, 1909, UA: 24.3.1909; auf CD erhältlich beiwww.mic.stim.se


2. Kammermusik
Trio für Klavier, Violine und Violoncello in c-Moll, 1860, in: Two chamber works, ed. by Katherine L. Axtell, Madison 2004 (=Recent researches in the music of the nineteenth and early twentieth centuries; 40) ISBN: 0-89579-556-6
Streichquartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello in d-Moll, 1861, Ed.: Patrick Meadows, Kassel: Furore-Verlag 2000.
Quartett für Violine, Viola, Violoncello und Klavier in a-Moll, 1865, UA: Kopenhagen (bei Niels W. Gade) 1870. Ed.: Patrick Meadows, Kassel: Furore-Verlag 2000 bzw. in: Two chamber works, ed. by Katherine L. Axtell, Madison 2004 (=Recent researches in the music of the nineteenth and early twentieth centuries; 40) ISBN: 0-89579-556-6
Quintett für Klavier, 2 Violinen, Viola und Violoncello in e-Moll, 1865, Stockholm: Musikaliska Konstföreningen, 1865. Ed.: Yvonne Morgan, Winterthur: Amadeus 2001.
Drei Romanzen für Violine und Klavier, 1871. 1. Andantino, A-Dur, Leipzig: G. Brückner 1899. 2. Allegretto quasi Andantino („Minnen“), As-Dur. 3. Allegretto leggiero, E-Dur.
Sonate für Klavier und Violine in Es-Dur, 1872, ed. Patrick Meadows, Kassel: Furore-Verlag.
Sonate für Violine und Klavier in B-Dur, 1872.
Zwei Romanzen für Violine und Klavier, 1884. 1. Larghetto in D-Dur, 2. Allegro giocoso in G-Dur, Stockholm: A. Hirsch, 1884, ed. by Susan Eileen Pickett, Bryn Mawr: Hildegard Publishing Co. 1997(8?).
Trio für Piano, Violine und Violoncello in g-Moll, 1884, Stockholm: Musikaliska Konstföreningen, 1887, ed. by Susan Eileen Pickett, Bryn Mawr: Hildegard Publishing Co. 1997. (Faksimile der Ausgabe von 1887)
Streichquartett d-Moll, 1887, Ed.: Patrick Meadows, Kassel: Furore Verlag 2000.

3. Klavier
Sonate für Klavier, op. 3, 1870, Kopenhagen: Wilhelm Hansen, Nordiska Musikblade 5-7, 1873.
Tonbilder für Klavier, op. 4, 1872, Kopenhagen: Wilhelm Hansen, 1874.
„Moster Fridas föreställning om små barnens Julafton 1876“ („Tante Fridas Weihnachtsvorstellung für kleine Kinder“), 1876.
Fünf kleine Tonbilder für Klavier, op. 7, 1880, Stockholm: Hus och Beer, 1880. CD von Solveig Funseth, Swedish Society, SCD 1043, Lundby 1988.
Tandverks-Fugetta (Zahnschmerz-Fugetta) für Klavier in cis-Moll, - „Doktor Schulzberg gewidmet, 6.7.81. Sempre D.C. während der ganzen Nacht. Inspiriert von einem plombierten Zahn“, 1881.
Vier Klavierstücke, 1881, 1. und 2. mit dem Titel „Dikter för piano om vermodet“, 1. Andantino, cis-Moll. 2. Allegretto, cis-Moll, „Morgonen“, Stockholm: Gehrman o Co, 1892. 3. Andante cantabile, E- Dur, „Romance“, Göteborg: 1890 (in: „Elfdrottningen“). 4. Tempo rubato/Maestoso, cis-Moll.
Julstämning (Weihnachtsstimmung) in F-Dur, 1891, abgedruckt in der Weihnachtsausgabe von „Idun“, 1891.

4. Orgel
14 kleinere Kompositionen für Orgel, 1860.
Andante maestoso für Orgel, komponiert für drei Manuale und Pedal, 1868, UA: Göteborg 4.4.1868.
Sorg-marsch in f-Moll, 1870.
Vorspiel zu No. 146, 1870.
Vorspiel zu No. 45 = 294, 1870.
Vorspiel zu No. 140, 1870.
Sonate für Orgel, 1871, UA: Göteborg 26.4.1871.
Andante religioso, 1872, UA: Kopenhagen 3.4.1872.
Sonate, 1872, UA: Kopenhagen 3.4.1872.
Maestoso, 1879, UA: Göteborg 26.2.1879.
Andantino für Orgel in e-Moll, o.J., 2. Satz der Sinfonie a-Moll (1879).
Orgelsinfonie in h-Moll, 1891, London: Augener & Co, 1892. Stockholm: Edition Reimers, Ed-nr. 101224,1994(5?).
Vredens Dag (Dies irae), Choral für Orgel, 1890, UA: Göteborg 1890, abgedruckt in „Förslag till reviderad psalmbok för Svenska Kirkan“, 1890.
„Einleitung: Vorstellung des Chaos“ aus Haydns Schöpfung, arrangiert für Orgel, UA: Göteborg 1892.
Orgelsinfonie No. 2 für Orgel und ein Blechblasinstrument, 1892, Hamar: Noton, 1990.
Vier Orgelkompositionen, 1893, 1. Ps 99. 2. Ps 3. 3. Andante. 4. Larghetto, „für Alice Brattberg“, No. 3 und No. 4: Slite: Wessmans Musikförlag, 1975.
Sorgeförspel für Orgel in f-Moll („Trauervorspiel“), 1903, (in: Nordisk Orgelalbum, Strömsbro und London), Leipzig: N.E. Anjou (Hg.) 1903.
Vorspiel zum Psalm No.33 „Jag lyfter mina händer“, 1907, Slite: Wessmans Musikförlag, 2004.

Ohne Jahresangabe:
1. Choralpräludien:
a) Kleines Choralvorspiel. Präludien für Orgel, 1. Heft
1. No. 76. 2. No. 68. 3. Nr. 94. 4. Nr. 33. 5. In e-Moll. „Fräulein Alice Brattberg zur geneigten Durchsicht“, o.J.
b) Grünes Buch
1. Fuga in A-Dur. 2. Vorspiel zum Choral No. 15. Fugette. 3. Fuga in f-Moll.
Orgelvorspiel zu No. 76.
Orgelvorspiel zu No. 104, 45 und 33.
Präludien
1. in a-Moll. 2. zum Choral No. 178 in d-Moll 3. zum Choral No. 298 in a-Moll (unvollständig).
12 kleine Präludien
Sonate für Orgel (Choralvariationen in d-Moll, Trio in D-Dur)
Fuga con spirito in Es-Dur, o.J., Slite: Wessmans Musikförlag, 2004.
„Consolation“ No. 4 und „Il Pensiero“ von F. Liszt, Bearbeitung für Orgel.

2. Kammermusik:
Andante cantabile für Violoncello und Klavier E-Dur (vgl. Andante cantabile, E- Dur, „Romance“, 1881), in: Nineteenth century music for cello and piano, ed. by Susan Eileen Pickett, Bryn Mawr: Hildegard Publishing Co, 1998.

3. Orchestermusik:
Polonaise, g-Moll.
Menuett, f-Moll.
Sinfoniesatz, f-Moll, Allegro molto.
Adagio. (Verschollen)
Pastorale. Allegretto, A-Dur.

4. Lieder ohne Jahresangabe:
für Solostimme:
Begräbnismesse und Kollekte für die Festtage des Kirchenjahres (mit Orgel).
„Tyst han sofver“, Wiegenlied.
„Du irrande bölja“, Entwurf.

5. Für Chor:
Cavatina, Quartett für Chor mit Orgel oder Klavier.
Blommorna, „I leende blommor“.
Bröllopshymn, „O huru vist och fullt af nåd“, („Hochzeitshymne“) für Frauenchor.
„En ängel genom rummet går“ („Man säger att en ängel“)
Glömska („Det hviskar i dal“) für Frauenchor oder Männerchor.
„På märkenväxa blommor upp“ für Frauen- oder Männerchor.
„O skräm ej barnens hjertan“.
Das Werkverzeichnis entspricht dem Verzeichnis Eva Öhrströms, in: Elfrida Andrée. Ett levnadsöde, Stockholm: Prisma 1999.
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Quellen

Primärquellen
In der Abteilung Raritetssamlingara der Bibliothek der Statens Musikbibliotek Stockholm befindet sich das Andrée-Stenhammar-Arkiv, in dem ca. 3000 Briefe an und von Elfrida Andrée samt Familie, Konzertprogramme, Reisetagebücher, Fotografien sowie die Kompositionsautographe aufbewahrt sind (http://www.muslib.se/hand/fort/andree.html).

Sekundärliteratur
Blomqvist, Ann. “’Lättare vore att rycka en bit ur klippan än att från mig rycka min idealidé’: Elfrida Andrée - den första kvinnliga orkesterdirigenten i Sverige“. In: Evterpe 7 (1998): 4, S. 12-14.

d’Hermelin Larson, Margareta. „Elfrida Andrée,
organiste et compositrice“. In: L’Orgue 167 (Jan-März) 1976.

Myreberg, Agneta. „Kvinnan som inte höll tyst i kyrkan.“ In: Populär historia, Nr. 8/1991. Lund: Populär Historia, 1991.

Öhrström, Eva. „1800-talets svenska musikhistoria ur kvinnoperspektiv“. In: Kvinnovetenskaplig tidskrift, 4 (1983): 2, Stockholm, S. 32-42.

Öhrström, Eva. „Borgerliga kvinnors musicerande i 1800-talets Sverige“ (=Skrifter från Musikvetenskapliga institutionen, Bd. 15). Göteborg, 1987.

Öhrström, Eva. „Elfrida Andrée: domkyrkoorganist – tonsättare – dirigent.“ In: Musikrevy 45 (1990): 8, S. 312-315.

Öhrström, Eva. „Elfrida Andrée. Ett levnadsöde“. Stockholm: Prisma 1999.

Öjersson, Birgitta. „Pappas tillgifna Frida blev pionjär för yrkesarbetande kvinnor“. In: Kommunalarbetaren 79 (1989): 20, S. 44-47.

Stuart, Elsa Marianne. „Elfrida Andrée. Originalbiografi för „Musikern“. In: Musikern 18 (1925):10. Stockholm 1925.
Autor/innen:
Katrin Losleben

Bearbeitungsstand:
Redaktion: Nicole K. Strohmann
Zuerst eingegeben am 22.11.2005