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    von Eva Rieger
    Die Musikschriftstellerin und -pädagogin Lina Ramann.
    Namen:
    Lina Ramann
    Lebensdaten:
    geb. in Mainstockheim, Franken, Deutschland
    gest. in München, Deutschland
    Tätigkeitsfelder:
    Musikschriftstellerin, Musikpädagogin, Autorin, Herausgeberin, Gründerin einer privaten Musikschule.
    Charakterisierender Satz:

    „Die allgemeine National- oder Volksbildung steht gegenwärtig in geringem Zusammenhang mit der Kunst. Letztere ist vorgeschritten, während die andere zurückblieb. Beide aber müssen, wenn die Kunst nicht in egoistische Bahnen gedrängt und dem Volke nicht ein bedeutendes Culturmittel entzogen werden soll, in einem gewissen Einklang stehen. Diese Kluft zwischen ihnen zu füllen, ist eine der größten Aufgaben der Zukunft, bei deren Lösung der musikalischen Erziehung kein geringer Theil zufallen wird.“

    (Lina Ramann)


    Aus: „Glückstädter Fortuna“ vom 13.2.1914 (Stadtarchiv Glückstadt)


    Von Lina Ramann einer ihrer Schülerinnen ins Stammbuch geschrieben:


    Die Frauen


    Zwei Sachen sind es, die haß‘ ich,

    Sie bringen nur Unglück zur Welt,

    Sie haben schon manchen getroffen

    Und manchem das Leben vergällt.


    Sie haben den Jammer vermehret,

    gegossen das Oel in die Glut

    Und oftmals den Frieden vernichtet,

    In dem alles Glück doch ruht.


    Sie haben gar oftmals erschlaffet

    Des Mannes schaffende Kraft

    Und blind das Streben vernichtet,

    Das Hohes und Ewiges schafft.


    Und haben gar oftmals getötet

    Des Menschen heiligstes Gut,

    Der Gottheit bestes Geschenk,

    Der Liebe beseelende Glut.


    O Weib, du weißt, was ich meine,

    Du weißt, was das Leben vergällt

    Und was den Unfrieden mehret,

    Das Herz mit Bitterkeit füllt.


    O Weib, das sind deine Tränen,

    Ist deine Empfindlichkeit,

    Die ohne vernünftige Gründe

    Sich zeigen zu jeder Zeit.


    Sie sind der Schwachheit Töchter,

    Entstammen der Unvernunft Schoß,

    O, reiß‘ sie aus beizeiten

    Eh‘, ach! deren Fluch dein Los.


    Sie rauben dir deine Würde,

    Vernichten den heiligen Ruf,

    Zu dem dich doch Gott einst, dein Gott,

    Für unsere Welt erschuf.


    Und wenn gar Niemand dich liebet,

    Dann klag‘ nicht den anderen an.

    Du hast die Frucht dir gesäet,

    Das Leid dir selbst angetan.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 64122048
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 12159811X
    Library of Congress (LCCN): n84066967
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Eva Rieger, Die Grundseite wurde im Dezember 2003 verfasst.


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Sophie Fetthauer
    Zuerst eingegeben am 26.05.2004
    Zuletzt bearbeitet am 17.03.2012


    Empfohlene Zitierweise

    Eva Rieger, Artikel „Lina Ramann“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 17.3.2012
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/material/Lina_Ramann