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  • Wanda Landowska

    von Ingeborg Harer
    Die Cembalistin und Pianistin Wanda Landowska.
    Namen:
    Wanda Landowska
    Lebensdaten:
    geb. in Warschau, Polen
    gest. in Lakeville, Connecticut, USA

    Nicht identisch oder verwandt mit der Musikschriftstellerin W(anda) L. Landowski (auch: Wanda Alice L. Landowski), Paris 1899 – Paris 1959, die das „L.“ (= Ladislas, den Namen ihres Vaters) in ihrem Namen verwendete, um eine Verwechslung mit der Cembalistin Wanda Landowska zu vermeiden.
    Tätigkeitsfelder:
    Cembalistin, Pianistin, Komponistin, Cembalo- und Klavierpädagogin, Konzertveranstalterin, Musikforscherin, Musikschriftstellerin, Professorin für Cembalo, Pionierin der Alte-Musik-Bewegung, Korrespondentin
    Charakterisierender Satz:

    Zahlreiche Anekdoten sind im Zusammenhang mit Landowskas künstlerischem Umfeld, überliefert, oft werden sie fälschlich ge- und be-nützt, wie z.B. der Satz:


    „You play Bach your way and I’ll play him his way.“

    („Sie spielen Bach auf Ihre Weise, ich spiele ihn auf seine Weise.“)

    Wanda Landowska, 1941


    Angeblich hätte Landowska diese Aussage ihrer Konkurrentin, der Pianistin und Bach-Interpretin Rosalyn Turek (1913-2003) gegenüber geäußert, sie diente somit der Nachwelt dazu, die Konkurrenz unter den Musikerinnen der damaligen Zeit zum Ausdruck zu bringen. In Wahrheit war die Bemerkung an den Cellisten Pablo Casals adressiert, wobei Landowska in einer Diskussion über die Ausführung von Bachschen Verzierungen bei einem musikalischen Treffen in Banyuls-sur-Mer im Juni 1941 wortwörtlich sagte: “… ne discutons pas davantage. Continuez a jouer Bach a votre façon et moi, a sa façon”. (The Oxford Dictionary of American Quotations, hg. von Hugh Rawson, Margaret Miner, 2. Auflage. New York: Oxford University Press, 2006. S. 66.) Inhaltlich bildet der Satz durchaus einen Widerspruch zu Landowskas eigener Auffassung von Interpretation in späteren Jahren: „When I play, there is always a frame, although I do not care any longer about the rules of interpretation.“ (Wanda Landowska, Being an Interpreter [1950er Jahre]. In: Denise Restout (Hg.). Landowska on Music. New York: Stein and Day 1964, S. 407.)


    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 66652279
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 119037890
    Library of Congress (LCCN): n83121776
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Ingeborg Harer


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Regina Back
    Zuerst eingegeben am 10.11.2013
    Zuletzt bearbeitet am 13.05.2014


    Empfohlene Zitierweise

    Ingeborg Harer, Artikel „Wanda Landowska“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 13.5.2014
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/links/Wanda_Landowska