Forschungsbedarf
<< zurück zur Übersicht aller Einträge
alle Einträge mit Forschungsbedarf anzeigen
- 2000
- 1975
- 1950
- 1925
- 1900
- 1875
- 1850
- 1825
- 1800
- 1775
- 1750
- 1700
- 1650
- 1600
- 1550
- 1500
- 1400
- 1300
- 1200
- 1100
- 800
- davor
Wilhelmine von Bayreuth (* 1709 † 1758 )
Der 1924 und 1926 in zwei Bänden erschienene Briefwechsel zwischen Wilhelmine und ihrem Bruder Friedrich schließt, wie der Herausgeber Gustav Volz im Vorwort erläutert, Informationen über Musik und Theater weitgehend aus, da diese unwesentlich seien. Der im Geheimen Staatsarchiv Berlin, Preußischer Kulturbesitz, befindliche Briefwechsel bedarf einer erneuten Sichtung und auszugsweisen Publikation, auch im französischsprachigen Original.Ravissa, Genovieffa (* 1745 † 1807 )
Genovieffa Ravissas Bedeutung scheint nach derzeitigem Wissensstand in ihrer Tätigkeit als selbstständige Musiklehrerin zu liegen: Sie verdiente in einer Zeit eigenständig ihren Lebensunterhalt als Musikerin, als dies nicht üblich war. Eine interessante Untersuchung in diesem Zusammenhang könnte die Suche nach weiteren, vielleicht vergessenen Frauen sein, die auf diese unspektakuläre Art wirkten, die aber gleichzeitig den Grundstock zur Öffnung eines heute nicht mehr wegzudenkenden Berufes für das weibliche Geschlecht legten.Martines, Marianne (* 1744 † 1812 )
Die Verwobenheit der Marianne Martines in die musikkulturellen Kreise Wiens ist bislang nur äußerst unzureichend erforscht. Ihr Name taucht z.B. auch im Stammbuch der Mozart-Schülerin Babette Ployer auf, wobei unklar ist, in welcher Beziehung die beiden Musikerinnen zueinander standen (denkbar wäre z.B. ein Lehrerin-Schülerin-Verhältnis). Auch über ihren offenbar sehr regen Salon, bzw. die von ihr regelmäßig veranstalteten Akademien ist so gut wie nichts bekannt.Das Repertoire von Marianne Martines muss ebenfalls als Forschungsdesiderat angesehen werden.
Da sich die Komponistin Luise Adolpha Le Beau auf Marianne Martines bezog, ist auch eine Rezeption im 19. Jahrhundert nachweisbar, allerdings bislang noch nicht erforscht (vgl. dazu Unseld 2001).
Die pädagogische Tätigkeit der Marianne Martines und ihr Schülerinnen-Kreis ist ein weiteres Forschungsdesiderat.
Und schließlich bleiben etliche Werke von ihr noch zu edieren, um ein detaillierteres Bild der Komponistin Marianne Martines erstellen zu können.
Eberlin, Maria Caecilia (* 1728 † 1766 )
Mit Ausnahme der Kurzbiografien einiger Hofsängerinnen wurde das, was Frauen im 18. Jahrhundert in Salzburg musikalisch geleistet haben, bislang kaum erforscht. Bezüglich Caecilia Eberlin gehören zu den ersten Desiderata der Forschung die Edition und Analyse ihrer bisher bekannten Werke – auch im Zusammenhang mit ähnlichen, bisher unerforschten Werken ihres Vaters. Außerdem wäre zu untersuchen, ob sie an der Entstehung der Werke ihres Ehemannes Joseph Nikolaus Meissner, von dem mehrere Schuldramen nachgewiesen werden können, beteiligt war. Die Suche nach weiteren Quellen zu ihrer Biografie wäre eine unabdingbare Voraussetzung für weitere Forschungen.Maria Antonia Walpurgis Kurfürstin von Sachsen (* 1724 † 1780 )
Da in der verdienstvollen Monografie von Carl von Weber (1857) häufig die Quellenangaben fehlen und sich inzwischen einige Ungenauigkeiten herausgestellt haben, wäre eine neue Monografie über Maria Antonia Walpurgis sehr wünschenswert.Ebenso wäre ihre Tätigkeit als Malerin und ihre Bilder dringend zu erforschen. Der Bestand der Gemälde und ihr Aufbewahrungsort wären erneut zu eruieren, denn die zuletzt erstellte Liste ihrer Gemälde datiert von 1857 (Weber).



