Forschungsbedarf

Ohe, Adele aus der

Der Forschungsbedarf zu Adele aus der Ohe umfasst nahezu alle ihre künstlerischen Tätigkeiten. Über ihren Klavierunterricht an der „Neuen Academie der Tonkunst“ von Theodor Kullak in Berlin ist ebenso wenig bekannt, wie über ihre Weimarer Studienzeit bei Franz Liszt. Die Auswertung der „New York Times“ legt vermutlich nur einen Bruchteil ihrer tatsächlichen Konzerttätigkeit offen. Zu erforschen wäre auch, in welchem beruflichen und privaten Umfeld sie sich bewegte – bislang ist kein einziges Kammermusik-Konzert nachweisbar – und wer ihre Schülerinnen und Schüler waren. Ebenso unerforscht sind ihre Tätigkeiten als Pianistin im deutschen Musikleben. Die Tatsache, dass sie zwischen 1900 und 1907 von drei deutschen Höfen zur Hofpianistin ernannt wurde, lässt vermuten, dass sie regelmäßig in Deutschland auftrat, von Mäzenen bzw. Mäzeninnen protegiert und vom Publikum anerkannt wurde.
Zu ihren Kompositionen liegen bislang keinerlei Forschungen vor.

Obuchowa, Nadeshda Andrejewna

Es besteht ein vielseitiger Forschungsbedarf: Neben dem Sammeln und der Beschreibung weiterer biografischer Daten ist die Einordnung und Würdigung Obuchowas sowie ihrer Bedeutung innerhalb der russischen/sowjetischen Kunst ebenso notwendig wie die wissenschaftliche Aufarbeitung ihrer Interpretationen und Gesangskunst.

Oswald, Marianne

Marianne Oswalds Leben und Karriere sind weitgehend unerforscht. Zwar wird sie in Schriften zu Kurt Weill, zur Groupe des Six, zu Jean Cocteau oder Jacques Prévert, zur französischen Musikgeschichte der 30er Jahre sowie in Kabarettmonografien erwähnt, eigene wissenschaftliche Studien zu ihrer Person, den Besonderheiten ihres Vortragsstils, ihrem Repertoire und ihrer Wirkung stehen allerdings bis jetzt noch aus. Zu untersuchen wäre insbesondere ihr Einfluss auf die Entwicklung des „Chanson Rive gauche“. Interessieren könnte auch das Phänomen der Intermedialität, das sich in den zum Teil parallel ausgeübten Berufen Sängerin, Schauspielerin, Schriftstellerin, Drehbuchautorin zeigt.
Zwar gibt es Hinweise auf eine angeblich 1993 erschienene Biografie Oswalds von der französischen Journalistin Hélène Hazera. Das Buch ist jedoch in keiner französischen Bibliothek nachgewiesen.