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  • Wilma Neruda

    von Jutta Heise
    Die Violinistin Wilma Neruda
    Namen:
    Wilma Neruda
    Varianten: Wilma Norman-Neruda, Wilma Maria Francisca Neruda, Wilma Maria Francisca Norman-Neruda
    Lebensdaten:
    geb. in Brünn, Österreich
    gest. in Berlin, Deutschland

    Das Geburtsdatum wird häufig auch mit dem Jahr 1839 angegeben. Dies könnte zurückzuführen sein auf ihre Schaffenszeit als Wunderkind, da Wunderkinder gelegentlich als jünger ausgegeben wurden.
    Tätigkeitsfelder:
    „Wunderkind“, Violinvirtuosin, Kammermusikerin, Dozentin für Violine am Konservatorium in Stockholm und am Sternschen Konservatorium in Berlin
    Charakterisierender Satz:

    „Jag spelade en konsert af de Beriot, och alltifran den dagen har jag, utan nagra afbrott för studier eller nagot annat, regelbundet spelat offentligt.“ (o.A. Interview mit Vilhelmina Neruda-Norman. In: Idun. Praktisk Veckotidning for Kvinnen och Hemmet. 1.8.1890, 3. Jg. Nr. 31. S. 1)

    („Ich spielte ein Konzert von de Beriot und von dem Tag an, außer ich machte Pausen, um zu studieren oder andere Sachen, habe ich immer regelmäßig öffentlich gespielt.“) (Übersetzung: Caroline Fridberg)


    Profil

    Wilma Neruda hat nie ein Konservatorium besucht, sondern erhielt Violinunterricht von ihrem Vater und später von Leopold Jansa. Schon früh wurde ihre musikalische Begabung als Wunderkind und ihr kräftiger Bogenstrich bestaunt. Später bekannt als reisende Violinvirtuosin wurde sie oft als weiblicher Gegenpol zu Joseph Joachim beschrieben. Als anerkannte Kammermusikerin spielte sie regelmäßig in London in den Monday und Saturday Popularkonzerten als Primaria des Streichquartettes. Sie war Dozentin für Violine von 1867-1870 am Konservatorium in Stockholm und von 1900-1902 am Sternschen Konservatorium in Berlin.

    Orte und Länder

    Wilma Neruda verbrachte ihre Kindheit in Brünn und Wien, bis sie ab 1847 als reisendes Wunderkind mit ihren Geschwistern außer in Deutschland und Österreich/Ungarn, in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, England, Polen, Russland, Schweden und Dänemark konzertierte. Von 1864 bis 1869 lebte und arbeitete sie in Stockholm. Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtete sie Violine am Königlichen Konservatorium (1867-1870). Eine Konzertreise 1869 nach London nahm sie zum Anlass, dorthin überzusiedeln. Zahlreiche Konzerttourneen führten sie u.a. auf das europäische Festland, zweimal nach Australien (1890, 1891), nach Südafrika (1895) und die USA (1899). Ab 1900 unternahm Wilma Neruda ihre Tourneen von Berlin aus, wo sie auch zwei Jahre (1900-1902)am Sternschen Konservatorium unterrichtete.

    Biografie

    Wilma Neruda erhielt ihren ersten Violinunterricht bei ihrem Vater, dem Domorganisten des Petersdoms in Brünn, und ab 1844 bei Leopold Jansa. Schon im Dezember 1846 begeisterte sie das Publikum bei ihrem Debut mit ihrer Schwester Amalie am Klavier im Wiener Musikvereinssaal. Im Januar 1847 trat sie gemeinsam mit Jenny Lind auf, mit der sie auch im Februar des gleichen Jahres bei der regierenden Kaiserin ein Konzert gab. Nach ihrem dritten erfolgreichen Konzert in Wien organisierte der Vater Konzertreisen für seine Kinder durch ganz Europa. Bis 1849 konzertierten sie in Brünn, Olmütz, Prag, Berlin, Leipzig, Baden – hier trat auch der Bruder Viktor mit dem Cello das erste Mal mit auf – Zittau, Breslau, Bratislava, Hannover, Bremen, Hamburg, Amsterdam, Brüssel, Potsdam, Magdeburg, Erfurt, Jena, Darmstadt und schließlich London und Manchester. Seit Ende 1849 reiste die Familie als Quartett in folgender Besetzung: Wilma, Schwester Marie – Violine, Vater Josef – Viola und Viktor – Cello.

    Mehrere Konzerttourneen führten Wilma Neruda und ihre Geschwister in den 1850er Jahren nach Russland und Polen. Nach dem Tod des Bruders Viktor (1852) übernahm im Jahr 1857 der Bruder Franz den Cellopart im Familientrio und -quartett.

    Am 13.11.1861 debütierte Wilma Neruda mit ihrer Schwester Marie und dem Bruder Franz in Stockholm im „Mindre Teater“. Außer einigen Konzerten in Brünn traten sie von 1861-1863 fast ausschließlich in Skandinavien auf. Im Januar 1864 heiratete Wilma Neruda den schwedischen Komponisten und Dirigenten Ludvig Norman (1831-1885), von dem sie sich fünf Jahre später wieder trennte. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor. Neben ihrer vielfältigen Konzerttätigkeit war sie von 1867-1870 als Geigenlehrerin an den „Kungliga Musikalska Akademien“ tätig.

    Nach ihrem erfolgreichen Konzert in London am 17.5.1869 entschloss sie sich, ihren Lebensmittelpunkt dorthin zu verlegen. Seit November des gleichen Jahres bis 1898 spielte sie regelmäßig in der Winter- und Frühjahrssaison als Primaria Quartett mit Louis Ries, Zerbini und Alfredo Piatti (dem englischen Quartett von Joseph Joachim) in den Monday- und Saturday Popular Concerten. Regelmäßige Solokonzertauftritte mit dem Hallé Orchester führten sie nach Manchester. Trotz ihrer regen Konzerttätigkeit in England unternahm sie Tourneen u.a. nach Brünn, Wien, Leipzig, Frankfurt, Holland und Skandinavien.

    Nach dem Tod Ludvig Normans (1885) heiratete Wilma Neruda 1888 ihren langjährigen Kammermusikpartner Charles Hallé und nannte sich fortan Lady Hallé. Mit ihm unternahm sie 1890 und 1891 Konzerttourneen nach Australien und 1895 nach Südafrika. Kurz nach der Rückkehr aus Südafrika verstarb Charles Hallé im Oktober des gleichen Jahres.

    Nach einer erfolgreichen Tournee in die USA im Jahr 1899 siedelte Lady Hallé anschließend nach Berlin über. Hier unterrichtete sie von 1900-1902 am Sternschen Konservatorium. Regelmäßig konzertierte sie außer in Berlin weiter in London, Manchester, Stockholm und Kopenhagen.

    Lady Hallé – Wilma Neruda verstarb am 15.4.1911 in Berlin.

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    Wie viele musikalische Wunderkinder stammte Wilma Neruda aus einer Musikerfamilie. Am 21. März 1838 wurde sie als drittes Kind des Domorganisten Josef Neruda (1807-1875) und seiner Frau Francisca, geborene Merta, in Brünn geboren. Früh führte Josef Neruda seine Kinder an die Musik heran. Die ältere Schwester Amalie (1834-1890) lernte Klavier und der Bruder Viktor (1836-1852) Violine. Gerade das Instrument des größeren Bruders erregte besonders die Neugier der kleinen Wilhelmine, und sie übte heimlich auf seiner Geige. Als der Vater die Begabung seiner Tochter bemerkte, unterrichtete er sie auf der Violine. 1844 gab er seine Stelle als Organist auf, und die Familie zog nach Wien. Dort erhielt Wilma Unterricht bei Professor Leopold Jansa (1795-1875), der zu der Zeit eine führende Rolle im Wiener Musikleben einnahm. Im Dezember 1846 präsentierte sie sich mit großem Erfolg das erste Mal mit ihrer Schwester Amalie in einem öffentlichen Konzert im Musikvereinssaal in Wien mit dem Konzert in D-Dur von Charles de Beriot. Außerdem brachte sie in diesem Konzert die „Elegie“ von Heinrich Wilhelm Ernst und die „Variationen“ für Violine und Klavier von Leopold Jansa zur Aufführung.

    Nach ihrem dritten glänzenden Auftritt in Wien organisierte der Vater Konzertreisen für seine Töchter und den bald dazukommenden Viktor, nun mit dem Cello, in ganz Europa. Die Tourneen führte die Familie von Wien nach Brünn, Olmütz, Berlin, Leipzig, Prag, Breslau, Dresden in den Norden Deutschlands und schließlich nach Amsterdam und Brüssel. Am 11. Juni 1849 debütierte Wilma Neruda mit dem Violinkonzert von Charles de Beriot in London in der Philharmonic Society.

    Seit Ende 1849 gehörte auch die Schwester Marie (1840-1922) mit zum Familienensemble, so dass die Familie nun auch als Streichquartett in folgender Besetzung auftrat: Wilma – Violine 1, Schwester Marie (1840-1922) – Violine 2, Vater Josef – Viola und Viktor – Cello.

    Im Herbst 1850 reiste die Musikerfamilie von Brünn über Prag, Berlin, Danzig, Königsberg nach Petersburg. Der Tod Viktors 1852 ließ sie die Tournee abbrechen und nach Brünn zurückkehren.

    Von dort aus unternahm Wilma Neruda mit ihrem Vater und den Geschwistern in den 1850er Jahren ausgedehnte Konzertreisen in das östliche Europa. Ab 1857 übernahm der Bruder Franz (1843-1915) den Cellopart des verstorbenen Bruders Viktor.

    Vom Herbst 1861 bis zum Sommer 1863 konzertierten Wilma, Marie und Franz Neruda fast ausschließlich in Skandinavien. Vom schwedischen Königshaus unter König Carl XV. wird Wilma Neruda 1862 zum Ehrenmitglied der Königlichen Hofkapelle ernannt und erhält 1863 die Auszeichnung „Literis et artibus“. Auch der dänische König ist von ihrer Kunst begeistert und ehrt sie 1862 mit der Goldmedaille „Igenio et arti“.

    Während ihrer zahlreichen Aufenthalte in Stockholm lernte Wilma Neruda den Komponisten und Dirigenten Fredrik Vilhelm Ludvig Norman (1831-1885) kennen, den sie im Januar 1864 heiratete. Da sie im gleichen Jahr nach Stockholm übersiedelte löste sich das Neruda Quartett auf. Im November 1864 wurde der Sohn Ludvig Norman-Neruda geboren.

    Schon auf ihrer Tournee nach Schweden 1861 wurde Wilma aufgrund ihres sensationellen Erfolges ausländisches und nun mit ihrem Umzug nach Schweden 1864 inländisches Mitglied der Musikalischen Akademie in Stockholm.

    Trotz ihrer Verehelichung konzertierte Wilma Norman-Neruda weiter. Einen großen Erfolg errang sie 1864 in Paris, wo sie bei einen der Pasdeloup-Konzerten auftrat. Auch vier Jahre später konnte sie in der französischen Hauptstadt an diesen Erfolg anknüpfen und die Zuschauer erneut begeistern.

    In zahlreichen Kammermusikkonzerten Stockholms trat sie mit ihrer Schwester Marie oder Ludvig Norman zusammen auf.

    Als Edvard Grieg seine Übersiedlung nach Christiania (heute Oslo) plante, bat er Wilma Norman-Neruda für, sein Debut mit ihm seine Violinsonate Nr. 1 F-Dur op. 8 dort aufzuführen.

    Von 1867 bis 1870 unterrichtete sie Violine an der Stockholmer Königlichen Musikakademie.

    Im Mai 1869 errang sie einen riesigen Erfolg in einem Konzert der Londoner Philharmonic Society. Dies war der Anlass für sie, ihren Lebensmittelpunkt nun nach London zu verlegen. Schon im November des gleichen Jahres spielte sie im Londoner Monday Popular Concert als Primaria im Quartett und von nun an regelmäßig zur Winter- und Frühjahrssaison abwechselnd mit Joseph Joachim in den Monday und Saturday Popular Concerten. Für Wilma Neruda kam noch die Besonderheit dazu, dass sie als erste Frau als Primaria, einem aus Männern bestehenden Ensemble, vorstand.

    Nicht nur ihre Vorliebe für Kammermusik hatte sie mit Joseph Joachim gemeinsam, sie wurde auch in ihrem Spiel oft mit ihm verglichen. Als Hans von Bülow nach London kam, konzertierte er mehrere Male mit ihr und zeigte sich hingerissen von ihrem Spiel, wie er im Februar 1880 in der 16. Ausgabe der „Signale“ berichtete: „Der Geist, die Seele, das Leben, die Wärme, der Adel, der Styl, die aus der innigsten Vertiefung in das Kunstwerk, aus dem liebevollsten Aufgehen in demselben sich entfaltende Hoch-Blüthe idealer Individualität, die verklärte Auferstehung des Subjects als Lohn für seine Hingebung an das Object, darin liegt das Machtgeheimnis dieser Zauberin über die Herzen der Zuhörer. Darin ist sie groß wie Joachim, darin ist sie so einzig, wie er.“

    Doch immer wieder präsentierte sie sich auch solistisch in den Kristallpalast- und den Philharmonischen Konzerten.

    Aufgrund ihrer großen Hochachtung vor der Kunst Wilma Nerudas schenkten ihr 1875 der Herzog von Edinburgh und die Earls of Oudley und Hardwicke eine Stradivari aus dem Jahr 1709, auf der früher der ebenfalls in Brünn geborene und von ihr hoch verehrte Heinrich Wilhelm Ernst (1814-1865) gespielt hatte.

    Zahlreiche Solokonzerte mit dem Hallé Orchester führten Wilma

    Neruda nach Manchester wo sie u.a. gemeinsam mit Joseph Joachim 1878 das Konzert für 2 Violinen in b-Moll von Louis Spohr und mehrere Male (1875, 1890, 1885, 1892) das Konzert für 2 Violinen in d-Moll von Johann Sebastian Bach zur Aufführung brachte. Außerdem wirkte sie in vielen Recitals von Charles Hallé mit. Mit ihm unternahm sie 1880 eine Tournee nach Hannover, Brünn, Prag, Pest und Wien und 1887 ebenfalls in zahlreiche Städte Deutschlands und nach Holland.

    Wiederholte Konzertreisen nach Skandinavien, 1880, 1886, 1891 und 1897 nach Dänemark und 1886, 1891, 1895 und 1897 nach Stockholm, gaben ihrer innigen Bindung zu Skandinavien Ausdruck.

    Nach dem Tod Ludvig Norman 1885, heiratete Wilma Norman-Neruda 1888 Charles Hallé und nannte sich fortan „Lady Hallé“. Gemeinsam unternahmen sie 1890/91 erfolgreiche Konzertreisen nach Australien und 1895 nach Südafrika. Kurz nach der Rückkehr verstarb Charles Hallé im Oktober des gleichen Jahres.

    Zum 50-jährigen Bühnenjubiläum (1896) Lady Hallés gab ein Festkomitee, an dessen Spitze der Prinz of Wales (Edward VII), die Könige von Schweden und Dänemark nebst zahlreichen Bewunderern standen, eine Festschrift heraus und schenken ihr eine Villa in Asolo (Italien).

    Nachdem der Sohn Ludvig Norman-Neruda 1898 beim Bergsteigen in Südtirol abstürzte, verließ Lady Hallé bald darauf London. Sie unternahm 1899 eine Tournee in die USA und zog anschließend nach Berlin, wo sie für zwei Jahre am Sternschen Konservatorium unterrichtete.

    Noch in ihrem 70. Lebensjahrzehnt konzertierte Wilma Neruda regelmäßig. Neben Solokonzerten, Kammermusiken unternahm sie weiterhin Tourneen nach England, Stockholm und Kopenhagen. In der dänischen Hauptstadt brachte sie am 9. Januar 1900 gemeinsam mit Edvard Grieg in einem Konzert seine 3 Violinsonaten zum Vortrag.

    1901 erhielt sie von der englischen Königin die Auszeichnung „Violinistin der Queen Alexandra“.

    Unter der Leitung von Frederic Cowen spielte sie 1903 in Glasgow das damals Wolfgang Amadeus Mozart zugeschriebene Violinkonzert Nr. 6 in Es-Dur KV 268 und die Romanze in a-Moll von Max Bruch.

    In der Londoner Queen’s Hall begeisterte sie das Publikum mit dem Violinkonzert von Johannes Brahms. Am Dirigentenpult stand Henry J. Wood, begleitet wurde sie vom Queen’s Hall Orchester. Jährlich konzertierte Lady Hallé weiterhin in Manchester und ließ in den 1900er Jahren die Violinkonzerte von Max Bruch, Ludwig van Beethoven und Felix Mendelssohn erklingen.

    Ihre Kammermusikpartner während der „Berliner Jahre“ waren u.a. Ernst von Dohnányi, Pablo Casals, Hugo Becker, Oscar Nedbal, Leonard Borwick, ein Schüler Clara Schumanns, und auch immer wieder ihr Bruder Franz Neruda.

    Ihr wahrscheinlich letztes Konzert gab sie am 4. November 1910 in Berlin: im Beethovensaal spielte sie gemeinsam mit Oscar Nedbal (Viola), Pablo Casals (Cello) und Hare (Klavier). Neben dem Klaviertrio von Ludwig van Beethoven B-Dur op. 97 erklangen die Klavierquartette von Robert Schumann op. 47 und Johannes Brahms g-Moll op. 25.

    Lady Hallé – Wilma Neruda verstarb am 15.4.1911 in Berlin.

    Würdigung

    Wilma Neruda war eine der ersten Frauen im 19. Jahrhundert, die von ihrer Kindheit bis ins hohe Alter als Geigenvirtuosin ununterbrochen konzertierte, weltweit Karriere machte und große gesellschaftliche Anerkennung genoss. Sie zeichnete sich durch ihre mühelos sicher beherrschte Technik und ihr ausdrucksstarkes, kraftvolles Spiel aus. Als Primaria im Streichquartett, dem sie als einzige Frau angehörte, genoss sie große Hochachtung.


    Mehrere Komponisten widmeten ihr Stücke. Darunter konnten bislang nachgewiesen werden:

    Niels Wilhelm Gade: Violinsonate Nr. 3 D-Dur op. 59

    Violinkonzert d-Moll op. 56

    Pablo de Sarasate: Spanischer Tanz Nr. 3

    Henri Vieuxtemps: Violinkonzert Nr. 6 G-Dur op. 47

    Rezeption

    Während Wilma Neruda Zeit ihres Lebens in der musikalischen Welt ein hohes Ansehen genoss, ist sie heute fast völlig vergessen. Zahlreiche Rezensionen in der zeitgenössischen Tages- und Fachpresse bezeugen ihre hohe Begabung, ihre starke Ausstrahlung und die Leichtigkeit, mit der sie die schwierigsten Passagen auf der Violine meisterte.

    Schon als Wunderkind wurden ihre Auftritte in der Presse besprochen.

    Durch ihre zahlreichen Konzertreisen war sie in der ganzen Welt bekannt.

    In den einschlägigen Lexiken wie MGG (Musik in Geschichte und Gegenwart 1961 erschienen) und „The New Grove“ (erschienen 1980/2001) existieren bis heute Artikel über Wilma Neruda, wenngleich der Artikel der neuen Ausgabe des MGG (2004 erschienen) bedauerlicherweise schlecht recherchiert ist und einige Fehler enthält.

    Das schwedische Musiklexikon Sohlmann von 1851 würdigt Wilma Neruda in einem eigenen Artikel, während sie in der neuen Ausgabe des Sohlmann Musiklexikons von 1977 lediglich als Ehefrau von Ludvig Norman erwähnt wird.

    Der im „opus musicum“ enthaltene Bericht „K hudební Brna v 19. století. Slavá hudební rodina Nerudů („Zur Musikgeschichte Brünns im 19. Jahrhundert. Die berühmte Musikerfamilie Neruda“) weist erstmalig in neuerer Zeit wieder auf die Berühmtheit der Nerudas und ihr Wirken in Brünn hin. Besonders in dem Buch von Vojtech Kyas: „Berühmte Musikerpersönlichkeiten in Brünn“ wird dem internationalen Wirken Wilma Nerudas Rechnung getragen.

    Das jüngst von Stefan Drees herausgegebene „Lexikon der Violine“ weist leider auf Wilma Neruda – Lady Hallé nicht hin.

    Werkverzeichnis

    Über eine Tätigkeit als Komponistin ist bislang nichts bekannt. Ein Werk, dass nachweislich Wilma Neruda zugeschrieben wird, ist:

    „Minne från Warschau: mazurka för piano. Stockholm: Lundquist

    (Stadtbibliothek Mannheim: Sign. Tkl3 Neru).

    Repertoire

    Das Repertoire, das Wilma Neruda in ihren Konzerten zum Vortrag brachte, ist noch nicht vollständig erforscht. Daher handelt es sich hier nur um eine Auswahl der gespielten Werke. Als Zäsur wurde das Jahr 1869 gewählt, da sie zu diesem Zeitpunkt allein, ohne ihre Geschwister, nach London ging und sich dort eine eigene Karriere aufbaute.


    Repertoire für die Zeit bis 1869


    Sololiteratur für Violine allein, mit Orchester oder Klavier:

    Jean-Delphin Alard:

    Virtuosenphantasie

    Konzert für 2 Violinen

    Souvenir de Beatrice di Tenda für Geige (mit Klavierbegleitung)


    Johann Sebastion Bach:

    Gavotte, Menuette und Präludium für Violine aus der Partita III, E-Dur BWV 1006


    Antonio Bazzini:

    Fantasie brillante für Violine und Klavier

    La Rondo des Lutin für Violine und Klavier


    Ludwig van Beethoven:

    Romanze für Violine in F-Dur op. 50

    Sonate für Violine und Klavier Nr. 8 G-Dur op. 30 / 3


    Charles Auguste de Bériot:

    Konzert für Violine und Orchester D-Dur

    Andante et Rondo Russe für Violine und Orchester

    Les Trémolo: Caprice für Violine


    Heinrich Wilhelm Ernst:

    Variationen über „Carneval von Venedig“

    Elegie für Violine


    Edvard Grieg:

    Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 F-Dur op. 8


    Leopold Jansa:

    Potpourri für Violine

    Duo concertant (Violine, Klavier)

    Fantasie (Violine, Klavier)

    Fantasie über Thema aus der Oper „Semiramis“ (Violine, Klavier)


    Felix Mendelssohn:

    Violinkonzert e-Moll op. 64


    Moritz Mildner:

    Variationen nach einem slowakischen Volkslied „Pepik“


    A. Möser:

    Freischütz-Fantasie mit Orch. (der Vorname war nicht herauszubekommen)


    Pierre Rode:

    Violinkonzert in a-Moll


    Friedrich Wilhelm Rust:

    Sonate für Violine


    Henri Vieuxtemps:

    Adagio und Rondo Violine und Orchester

    Violinkonzert Nr. 1 E-Dur op. 10

    Violinkonzert Nr. 2 fis-Moll op. 19

    Variationen über “Yankee Doodle” op. 17

    Air varie avec Introduction für Violine und Orchester

    Fantasia Appassionata op. 35 für Violine und Klavier

    Reverie und Tarantella für Violine

    Variation brilliant für Violine

    Fantaisie-Capriccio für Violine und Orchester

    „Don Juan“ op. 20 für Violine und Klavier




    Kammermusik:


    Arrangements:


    Ludwig van Beethoven/ Louis Maurer (Arr.):

    Adelaide für 2 Violinen und Violoncello


    Hubert Léonard / Francois Servais (Arr.):

    Duo Brillant, englische Volkslieder für Violine und Violoncello

    Grand Duo de concert nach Motiven von Ludwig van Beethoven für Violine und Violoncello


    Robert Schumann / Franz Neruda (Arr.):

    Scheherazade und Träumerei für 2 Violinen und Violoncello

    Fantasiestücke für 2 Violine und Violoncello


    Henri Vieuxtemps/ Francois Servais (Arr.):

    Grand Duo de Concert über Themen aus Hugenotten für Violine und Violoncello



    Originale:

    Ludwig van Beethoven:

    Streichquartett c-Moll op. 18/ 4

    Streichquartett F-Dur op. 59/1


    Jean Becker:

    Serenade f. Violine, Violoncello und Klavier


    Charles Auguste de Bériot:

    Klaviertrio


    Hermann Goetz:

    Klaviertrio op. 1


    Joseph Haydn:

    Streichquartett B-Dur op. 76/ 4

    Streichquartett F-Dur op. 77/ 2


    Louis W. Maurer:

    “Air Russe” für 2 Violinen und Violoncello

    „Rondo brilliant“ für 2 Violinen


    Felix Mendelssohn Bartholdy:

    Streichquintett Nr. 2 B-Dur op. 87

    Streichquartett Es-Dur op. 12/1

    Streichquartett a-Moll op. 13

    Klaviertrio c-Moll op. 66


    Wolfgang Amadeus Mozart:

    Streichquartett B-Dur


    Napoleon-Henri Reber:

    Berceuse f. 2 Violinen und Violoncello


    Robert Schumann:

    Streichquartett a-Moll op. 41/ 1


    Henri Vieuxtemps:

    Les Arpèges: Caprice für Violine, Violoncello und Klavier


    [?] Zäch: Trio




    Auswahl ab 1869


    Sololiteratur für Violine allein, mit Orchester oder Klavier:


    Johann Sebastian Bach:

    Prelude für Violine E-Dur aus der Partita III, BWV 1006

    Konzert für zwei Violinen d-Moll BWV 1043


    Ludwig van Beethoven:

    Romanze in F-Dur op. 50

    Romanze G-Dur op. 40

    Violinkonzert D-Dur op. 61

    Konzert für Klavier, Violine und Cello C-Dur op. 56

    Kreutzer Sonate A-Dur op. 47


    Johannes Brahms:

    Violinkonzert D-Dur op. 77

    Konzert für Violine, Cello und Orchester a-Moll op. 102


    Max Bruch:

    Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26

    schottische Fantasie für Vl und Orchester Es-Dur op. 46

    Romanze a-Moll op. 42

    Adagio appassionato für Violine op. 57


    Antonin Dvořák:

    Violinkonzert a-Moll op. 53

    Romantische Stücke für Violine und Klavier op. 75


    Georg Friedrich Händel:

    Sonate für Violine mit Klavier


    Friedrich Kiel:

    „Deutsche Reigen“ für Klavier und Violine


    Felix Mendelssohn Bartholdy:

    Violinkonzert e-Moll op. 64


    Wolfgang Amadeus Mozart:

    Violinkonzert Es-Dur KV 268 (zweifelhaft)

    Konzertante Sinfonie für Violine, Viola u. Orchester Es-Dur KV 364

    Variationen für Violine und Klavier d-Moll


    Joseph Joachim Raff:

    Cavatine für Violine in D-Dur


    Friedrich Wilhelm Rust:

    Suite D-Dur für Violine

    Violinsonate


    Pierre Rode:

    Violinkonzert Nr. 7 a-Moll


    Camille Saint-Saëns:

    Introduction & Rondo Capriccio op. 28


    Franz Schubert:

    Rondo h-Moll op. 70 für Violine und Klavier


    Louis Spohr:

    Violinkonzert Nr. 6 B-Dur

    Violinkonzert Nr. 7 e-Moll

    Violinkonzert Nr. 8 a-Moll

    Violinkonzert Nr. 9 d-Moll

    Violinkonzert Nr. 12 A-Dur

    Konzert für zwei Violinen A-Dur op. 48


    Giuseppe Tartini:

    Teufelstriller Sonate g-Moll


    Giovanni Battist Viotti:

    Violinkonzert a-Moll op. 22

    Adagio für Violine mit Klavierbegleitung


    Henri Vieuxtemps:

    Violinkonzert Nr. 1 E-Dur op. 10

    Violinkonzert Nr. 6 G-Dur op. 47

    Variationen für Violine mit Klavierbegleitung


    Henri Wieniawski:

    Polonaise brillante für Violine A-Dur op. 21

    Légende für Violine g-Moll op. 17




    Kammermusik für 3 Instrumente und mehr:


    Ludwig van Beethoven:

    Septett Es-Dur op. 20

    Streichquartett Es-Dur op. 74

    Streichquartett C-Dur op. 59 / 3

    Streichquartett F-Dur op. 59 / 1

    Klaviertrio B-Dur op. 97

    Trio Serenade D-Dur op. 8


    Johannes Brahms:

    Sextett G-Dur op. 36

    Klavierquintett f-Moll op. 34

    Klavierquartett g-Moll op. 25

    Klaviertrio C-Dur op. 87


    Luigi Cherubini:

    Quartett d-Moll


    Frederic Chopin:

    Klaviertrio g-Moll op. 8


    Zdenek Fibich:

    Klavierquartett op. 11


    Hermann Goetz:

    Klavierquartett E-Dur op. 6


    Edvard Grieg:

    Violinsonate Nr. 1 F-Dur op. 8

    Violinsonate Nr. 2 G-Dur op. 13

    Violinsonate Nr. 3 c-Moll op. 15



    Joseph Haydn:

    Streichquartett C-Dur, op. 33 Nr. 3

    Klaviertrio D-Dur

    Klaviertrio Es-Dur


    Felix Mendelssohn Bartholdy:

    Streichquartett Es-Dur (1823 komp.)

    Streichquartett e-Moll op. 44/2

    Klaviertrio in c-Moll op. 66


    Wolfgang Amadeus Mozart:

    Klarinettenquintett A-Dur KV 581

    Streichquintett g-Moll KV 516

    Streichquintett C-Dur KV 515

    Streichquintett D-Dur KV 593


    Franz Schubert:

    Streichquartett a-Moll, D 804

    Klaviertrio B-Dur op. post. 99, D 898


    Robert Schumann:

    Klavierquintett Es-Dur op. 44

    Klavierquartett Es-Dur op. 47

    Quellen

    Literatur:


    Axmann, Emil. Morava v ceské hudbé XIX. Stoleti. („Mähren in der tschechischen Musik des 19. Jahrhundert“). Prag: Matice ceska 1920.


    Bajgarová, Jitka u.a. (Hg.). Besedni Dum. Brno: Státní filharmonie Brno. 1995.


    Bielenberg, Herta. Karl Halle. Lebensbild eines Hagener Musikers. Hagen: Wiesemann 1949.


    Bielenberg, Karl. Karl Halle 1819-1895. Ein deutscher Musiker im europäischen Konzert. Hagen: Wiesemann 1991.


    Brock, Hella. Edvard Grieg. Mainz: Schott 1998.


    Campbell, Margaret. Die großen Geiger. Königstein/Taunus: Athenäum Verlag 1982.


    Clapham, John. Art. “Wilma Neruda”. In: The New Grove. Dictionary of Music and Musicians. Bd. 13. London 1995. Sp. 112-113.


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    Zeitungen / Zeitschriften

    Die zeitgenössischen Zeitungen und Zeitschriften weisen eine große Anzahl kleinerer sog. „Musiknachrichten“ (Konzertankündigungen, Anwesenheitsnotizen, etc.) zu Wilma Neruda auf, deren systematische Erfassung derzeit erarbeitet wird. Daher kann die folgende Übersicht leider nur eine bislang unvollständige Auflistung der Zeitschriften nachgewiesener Einträge zu Wilma Neruda bieten.


    Signale für die Musikalische Welt, Leipzig

    Idun. Praktisk Veckotidning for Kvinnan och Hemmet, Stockholm 1890/1908

    Illustrerad Tidning, Stockholm 1862

    Ny Illustrerad Tidning, Stockholm 1869

    Svensk Musiktidning, Stockholm 1881-1911

    Tidning för Theater och musik, Stockholm

    Dalibor, Prag 1858-1911

    Adelaide Musical Herald, Adelaide 1890

    The Adelaide Observer, Adelaide 1890/1891

    The Argus, Melbourne 1890/1891

    The Sydney Morning Herald, Sydney 1890 / 1891

    Brisbane Courier, Brisbane 1890/1891

    Allgemeine Wiener Musik-Zeitung Nr. 157, 31.12.1846, S. 641-642; Nr. 11, 26.1.1847, S. 45

    Neue Wiener Musik-Zeitung, Wien 1852

    Humorist, Wien 1846-1848

    Nordisk Musik Tidende

    Morgenpost, Kopenhagen 1862

    Berlingske Tidende, Kopenhagen 1862

    Neue Zeitschrift für Musik, Leipzig 1847-1860

    Rheinische Musikzeitung, Köln 1851-1852

    Musical Times, London 1870

    Ševernaja Pčela („Biene des Nordens“) Nr. 237, Petersburg 24.10.1851

    Peterburgskije Wedomosti („Petersburger Mitteilungen“) Nr. 81, Petersburg 9.4.1861

    Moskowskije Wedomocti („Moskauer Mitteilungen“) Nr. 28, Moskau 4.3.1852

    Musikalnije Iswestia („Musikalische Neuigkeiten“), Nr. 11, Charkow 16.3.1857

    Odesskij Westnik („Odessaer Bote“) Nr. 45, Odessa 28.4.1860

    Ruch Muzyczny Nr. 10, Warschau 25.2.1859

    Forschung

    Im Rahmen einer Dissertation mit dem Titel: „Wilma Neruda – Lady Hallé das Leben einer Virtuosin“ entsteht derzeit eine Biografie zu der Musikerin. Schwerpunkt der Dissertation wird sein, das Leben und Wirken der Virtuosin unter Genderaspekten aufzuzeigen und anhand ihres Repertoires mit anderen Künstlerinnen und Künstlern ihrer Zeit zu kontextualisieren.

    Nähere Informationen sind über die Autorin zu beziehen.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 73575695
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 116940255
    Library of Congress (LCCN): no2004112888
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Jutta Heise, Die Grundseite wurde im April 2007 verfasst.


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Nicole K. Strohmann
    Zuerst eingegeben am 02.05.2007


    Empfohlene Zitierweise

    Jutta Heise, Artikel „Wilma Neruda“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 2.5.2007.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Wilma_Neruda