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  • Trude Hesterberg

    von Carolin Stahrenberg
    Namen:
    Trude Hesterberg
    Lebensdaten:
    geb. in Berlin, Deutschland
    gest. in München, Deutschland
    Tätigkeitsfelder:
    Schauspielerin, Kabarettleiterin, Soubrette, Diseuse, Operettensängerin, Chansonsängerin
    Charakterisierender Satz:

    „Kleinkunst ist subtile Miniaturarbeit. Da wirkt entweder alles oder nichts. Und dennoch ist sie die unberechenbarste und schwerste aller Künste. Die genaue Wirkung eines Chansons ist nicht und unter gar keinen Umständen vorauszusagen, sie hängt ganz und gar vom Publikum ab.“ (Hesterberg. Was ich noch sagen wollte…, S. 113)


    Profil

    Trude Hesterberg gehörte (neben z.B. Rosa Valetti oder Erika Mann) zu den ersten Frauen, die sich als Kabarettleiterinnen nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne engagierten. Die von ihr geleitete „Wilde Bühne“ galt neben Max Reinhardts „Schall und Rauch“ als das bedeutendste literarisch-politische Kabarett der Zwischenkriegszeit. Trude Hesterberg zeichnete neben ihrem Organisationstalent große Vielseitigkeit aus: Als Opern- und Konzertsängerin ausgebildet, machte sie nicht nur als Soubrette von sich Reden, sondern trat auch als (Film-)Schauspielerin, Revuestar und Chansonsängerin in Erscheinung. Ihren Gesangsstil konnte sie den jeweiligen Genres anpassen.

    Orte und Länder

    Trude Hesterbergs Hauptwirkungsort war ihre Heimatstadt Berlin, in der ihre Karriere an den Kammerspielen des Deutschen Theaters begann. Als Soubrette trat sie dort u.a. im Admiralspalast (damals Eispalast), im Apollo-Theater und im Metropol in Operettenproduktionen und Revuen auf. Als Chansonniere stand sie zunächst in Max Reinhardts „Schall und Rauch“ auf der Bühne, bevor sie im Jahr 1921 ein eigenes Kabarett, die „Wilde Bühne“ eröffnete. Zudem wirkte sie in Berlin an zahlreichen Filmproduktionen mit. Längere Gastspiele gab sie an Bühnen in Köln (Metropol-Theater, 1913), neben der Massary am Künstlertheater in München und im Jahr 1923 in der Schweiz. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete sie in München als Theater- und Filmschauspielerin (u.a. als Mrs. Peachum in der Produktion der „Dreigroschenoper“ an den Münchner Kammerspielen).

    Biografie

    Trude Hesterberg wurde am 2. Mai 1892 in „Berlin j.w.d.“ (Hesterberg. Was ich noch sagen wollte…, S. 5) in der Oranienstraße geboren. Im gleichen Jahr ereigneten sich zwei Begebenheiten, die das weitere Leben von Gertrude Johanna Dorothea Helene Hesterberg, wie sie mit vollständigem Namen hieß, von entscheidender Bedeutung sein sollten: am 20. August machte Max Skladanowsky mit dem Bioscop seine ersten Filmaufnahmen, nämlich von seinem turnenden Bruder Emil (auf dem Dach des Hauses Schönhauser Allee 148). Und ungefähr einen Monat später wurde in der Behrensstr. 55/57 das Theater „Unter den Linden“ eröffnet, das sich später (ab 1898 unter dem Namen „Metropol-Theater“) zum führenden Revue- und Operettentheater Berlins entwickeln sollte. Die Ereignisse weisen auf die beiden großen Themen in Trude Hesterbergs Leben hin: Theater und Film. Im „Metropol“ stand sie viele Male auf der Bühne und als Schauspielerin spielte sie in über 70 Filmen (s. Filmographie).


    „Eines Tages klingelte es, und das Schicksal stand vor der Tür. Es kam in Gestalt der Tante Tomaschek. Sie war von gewaltigem Umfang, sowohl körperlich wie stimmlich. Denn die Tomascheks, weitläufige Verwandte von uns, waren Wagner-Sänger.“ (Hesterberg. Was ich noch sagen wollte…, S. 14). Trude Hesterberg gibt in ihren Lebenserinnerungen keinen Hinweis, in welchem Jahr dieses entscheidende Ereignis stattfand. Die Opernsängerin erkannte das Talent der jungen Gertrude („Das Kind muss zur Bühne!“, ebd.) und erteilte ihr daraufhin den ersten Gesangsunterricht – ohne ein Honorar zu fordern. Die Familie Hesterberg war zwar nicht arm, dennoch war im Hause Sparsamkeit geboten. Die Mutter Emilie stammte aus einer kinderreichen Hamburger Familie und hielt das Geld zusammen, das der Vater als Drogist verdiente.


    Dass Trude Hesterberg ihr Debüt an einer Schauspielbühne, nämlich 1912 an Max Reinhardts „Deutschem Theater Berlin“ in Molières George Dandin, geben sollte, war aufgrund ihrer Ausbildung nicht unbedingt vorauszusehen. Nach den (kostenlosen) Gesangsstunden bei der Tante erhielt sie Unterricht am Stern’schen Konservatorium bei der Altistin Margarethe Brieger-Palm. In ihren Lebenserinnerungen beschreibt sie ausführlich, wie sie diesen Unterricht heimlich besuchte und durch Obst- und Gemüseanbau selbst finanzierte, da der Vater seine Zustimmung verweigert hatte (Hesterberg. Was ich noch sagen wollte…, S. 19ff.). Später wurde Trude Hesterberg dann in die Opernschule aufgenommen und erhielt zusätzlich szenischen Unterricht beim Leiter der Opernklasse Nicolaus Rothmühl. Insgesamt war Trude Hesterbergs Gesangsausbildung also eine ausschließlich klassische in den Fächern Lied- und Operngesang. Ihr Programm war dementsprechend zunächst am klassischen Repertoire ausgerichtet. In den Prüfungs-Aufführungen, die vom Stern’schen Konservatorium im Beethovensaal abgehalten wurden, sang sie am 15. Juni 1911 beispielsweise Lieder von Carl Löwe (Abendlied), Richard Strauss (Freundliche Vision) und Johannes Brahms (Der Schmied). In den szenischen Aufführungen der Opernschule, die in der damaligen Komischen Oper stattfanden, trat sie als Lola in Szenen aus Cavalleria Rusticana (6.5.1911) sowie am 10. Mai 1912 als Mignon auf (Jahresberichte des Stern’schen Konservatoriums 1910/11 und 1911/12, im Archiv der Universität der Künste Berlin. Es finden sich Abweichungen zu den Angaben in Hesterbergs Lebenserinnerungen).


    Nach dem Debüt am Deutschen Theater folgte zunächst, wohl auch aufgrund von Gerüchten über ein Verhältnis mit ihrem Bühnenpartner Alexander Moissi, ein Engagement in Köln, danach spielte Hesterberg als Zweitbesetzung für die schon weltberühmte Soubrette Fritzi Massary am Münchener Künstlertheater. Mit der Rückkehr nach Berlin ans „Nollendorfplatz-Theater“ hatte Trude Hesterberg endgültig Fuß gefasst und trat nun in musikalischen Lustspielen und Operetten auf. Da in Folge des Ersten Weltkriegs die Theater nach und nach schließen mussten, nahm sie ihr erstes Revue-Engagement im Apollo-Theater an. Doch auch hier erloschen bald die Scheinwerfer, so dass sich Trude Hesterberg auf das Singen von Chansons in Cafés verlegte, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Auf diese Weise kam sie mit Kabarett-Komponisten wie Werner Richard Heymann und Rudolf Nelson in Kontakt, letzterer engagierte sie für seine Kleinrevuen im „Nelson-Theater“ am Kurfürstendamm. Schließlich schaffte sie in der Saison 1920/21 den Sprung ans „Metropol-Theater“ und trat auch in den monströsen Ausstattungsrevuen Hermann Hallers im Admiralspalast auf. Hier erwarteten sie ungewohnte neue Herausforderungen, die über das Singen und Tanzen hinausgingen: „Zum Beispiel eine Treppe großen Ausmaßes herunterzuschweben, ohne dabei auf die Füße zu gucken, was für eine Kunst! Ich hatte es im „Metropol“ gelernt – mit ellenlanger Schleppe! Aber das war alles nichts gegen so eine pompöse Haller-Revue. Da hatte man nicht nur die steilste und längste Treppe vor sich, die vom Schnürboden bis fast zur Rampe reichte, sondern auch noch einen Reifrock samt sieben Schleppen und einen riesigen Blumen- und Obstkorb auf dem Kopf elegant herunterzubalancieren. (…) Von da an war mir keine Treppe zu hoch und keine Schleppe zu lang.“ (Hesterberg. Was ich noch sagen wollte…, S. 73)


    Neben ihren Theater-Engagements sang Trude Hesterberg weiterhin Chansons in verschiedenen Etablissements in Berlin (z.B. Karussell, Charlott, Kakadu) und trat im Kabarett auf, z.B. in Max Reinhardts zweitem „Schall und Rauch“. Nach und nach entwickelte sie ihr typisches links-literarisches Repertoire an Chansons. Am 5.9. 1921 eröffnete sie ihr eigenes Kabarett, die „Wilde Bühne“ im Keller des Theaters des Westens in der Kantstraße, und wurde damit wohl zur jüngsten Theaterleiterin Berlins. Für die „Wilde Bühne“ schrieben so bedeutende Autoren wie Kurt Tucholsky, Walter Mehring, Klabund (eigentl. Alfred Henschke), Marcellus Schiffer, Hans Janowitz und Erich Kästner, hier traten Schauspieler und Literaten wie Kurt Gerron, Annemarie Hase, Margo Lion, Bertolt Brecht, Joachim Ringelnatz, Wilhelm Bendow, Blandine Ebinger, Paul Graetz und Kate Kühl auf. Die Musik komponierten Claus Clauberg, Werner Richard Heymann, Friedrich Hollaender und Mischa Spoliansky. Die „Wilde Bühne“ galt neben Reinhardts „Schall und Rauch“ als bedeutendstes literarisch-politisches Kabarett der Zwischenkriegszeit. 1923 musste das Kabarett nach einem Brand schließen, die Inflation machte eine Wiedereröffnung unmöglich. Trude Hesterberg spielte nun wieder in Operetten, musikalischen Lustspielen und Revuen. 1928 stand sie im Großen Schauspielhaus als Lustige Witwe auf der Bühne, eine ihrer Paraderollen, 1931 sang sie die Witwe Begbick in Brecht/Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“. Außerdem trat sie in Kurt Robitscheks „Kabarett der Komiker“ auf. Als die UFA im Jahr 1929 den Roman „Professor Unrat“ verfilmen wollte, sah der Dichter Heinrich Mann, mit dem Trude Hesterberg in dieser Zeit ein Verhältnis hatte, eigentlich sie als Besetzung für die Lola Lola vor. Doch auf den Wunsch des Regisseurs Josef von Sternberg wurde Marlene Dietrich engagiert. Sie wurde durch diesen Film weltberühmt.


    Im Jahr 1934 wagte Trude Hesterberg noch einmal eine Kabarett-Neugründung, die „Musenschaukel“, die jedoch nur kurz existierte – das politische Klima war für ein literarisch-kritisches Kabarett zu dieser Zeit nicht günstig. Hinzu kam, dass Trude Hesterberg aufgrund ihrer früheren Beziehung zu Heinrich Mann (einem angeblichen Verlöbnis) sowie durch ihre Bühnenrollen z.B. in Brecht-Stücken den Nationalsozialisten verdächtig war. Zu Diskussionen über Hesterbergs Rolle im Nationalsozialismus kam es im Jahr 2004, als der Musikwissenschaftler Fred Prieberg auf Ungereimtheiten im Lebenslauf Hesterbergs nach 1933 hinwies. Kabarettexperte Volker Kühn forschte daraufhin nochmals im Bundesarchiv nach und kam zu folgenden Ergebnissen: In Briefen u.a. an Hans Hinkel und einem im Bundesarchiv vorliegenden Fragebogen bezeichnete Hesterberg sich selbst als NSDAP-Mitglied sowie als „förderndes Mitglied der Schutzstaffeln der NSDAP“. In der NSDAP-Mitgliederkartei ist sie jedoch nicht nachgewiesen (Volker Kühn: Ein Nachsatz zur „Roten Trude“. In: Triangel (mdr), 10.2.2005, S. 40f. Zeitungsausschnitts-Sammlung im Kabarettarchiv Mainz). Nach 1945 wurde Hesterberg vor dem amerikanischen Militärgericht München wegen Falschaussage bezüglich ihrer früheren NSDAP- und SS-Kontakte angeklagt. Doch sie wird freigesprochen: „Da die Schauspielerin, die Halbjüdin war und deren Mann kurz vor Kriegsende von der SS erschossen wurde, eine damalige Erpressung durch die Gestapo nachweisen konnte, wurde sie freigesprochen“ (Ebd., S. 41). Briefe im Kabarettarchiv Mainz, die Trude Hesterberg während des 2. Weltkriegs an ihre Nichte schrieb, zeigen Hesterbergs pazifistische Einstellung (vgl. LK/D/37,1 im Kabarettarchiv Mainz). Bezeichnend ist auch, dass sie sich zum ersten Mal an Hinkel wendet, nachdem ihr ein Gastspiel der Operette „Eine Frau, die weiß, was sie will“ in Stuttgart untersagt worden war. Offenbar war Hesterberg klar, dass sie durch ihre früheren Kontakte zur politischen Linken gefährdet war. „Nun wird auch klar, warum sie sich in ihr Kabarett gleich ein Hitlerbild gehängt hat, was Kästner so wütend machte“ (Kühn: In: Triangel, 10.2.2005, S. 41. Zeitungsausschnitts-Sammlung im Kabarettarchiv Mainz).


    Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte Trude Hesterberg ihre Karriere in München fort und trat an den dortigen Kammerspielen auf. Sie drehte weiterhin Filme, auch fürs Fernsehen, und wurde Moderatorin der Jugendsendung „Teenager Party“ (Budzinski. Das Kabarett, S. 102). Am 31. August 1967 starb Trude Hesterberg in München. Ihr Grab befindet sich auf dem Nordfriedhof. In ihrem Testament stiftete sie den „Hesterberg-Ring“, einen Preis für die beste deutsche Chansonsängerin, der 1967 das erste Mal an Topsy Küppers verliehen wurde.

    Würdigung

    Trude Hesterberg war der Kopf und die Seele des von ihr gegründeten Kabaretts „Wilde Bühne“, das unter ihrer Leitung zu einer der bedeutendsten literarisch-politischen Kabarettbühnen der Weimarer Republik wurde. Mit ihren eigenen Auftritten, aber auch mit der Förderung anderer, z.T. noch unbekannter Künstlerinnen und Künstler, prägte sie das Kulturleben der Weimarer Republik entscheidend mit. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, die später noch von sich Reden machten, wie z.B. Marcellus Schiffer, Margo Lion oder Bertolt Brecht, traten bei ihr zum ersten Mal in Erscheinung. Trude Hesterberg selbst verlieh mit ihrer Stimme den Chansons Tucholskys und Mehrings die politische und künstlerische Durchschlagkraft. Sie entschied, welche Lieder und Texte auf der Bühne präsentiert wurden. Und sie bestimmte die künstlerische Linie, die zwischen Kritik, Publikumsgeschmack und künstlerischem Anspruch ausbalanciert werden musste. „Hier zeigte sich nur der Einzelne, genauer gesagt die Einzelne, denn es waren ausgesprochene „Weiber-Kabaretts“, in denen die Männer nur als maliziöse Philosophen oder als Schießbudenfiguren auftraten (…)“ (Kiaulehn. Berlin. S. 539).


    Wie sie mit ihrem Kabarett auch die gesellschaftliche Rolle der Frau in den Anfängen der Weimarer Republik mitgestaltete, beschreibt Walter Kiaulehn in seinem Buch Berlin – Geschichte einer Weltstadt: „In Berlin war das Kabarett der Entdecker der neuen Berlinerin. Bei Rudolf Nelson und Trude Hesterberg zeigten sich, gar nicht prüde und geizig, aber durchaus angezogen, die verwandelten jungen Frauen, die außer Hüften und Beinen auch noch Witz zu verkaufen hatten. In der Jahrhundertwende hatten nur die Männer das Lied von Berlin singen dürfen. Jetzt sangen die jungen Frauen die neuen Lieder.“ (Kiaulehn. Berlin. S. 541).


    Neben ihren Verdiensten um die Kabarettbühne war Trude Hesterberg auch eine der bekanntesten Sängerinnen der Weimarer Republik. Dank ihrer klassischen Ausbildung war sie wesentlich flexibler als andere Kolleginnen aus dem Kabarett, die von Haus aus Schauspielerinnen oder gar nicht sängerisch ausgebildet waren. So war sie weniger auf einen speziellen Stil oder einen Rollentypus festgelegt und konnte in Operetten wie auch in Revuen oder in musikalischen Schauspielen auftreten. So sang sie z.B. die Partie der Hanna Glawari in Léhars Lustiger Witwe über vierhundertmal.

    1962 erhielt Trude Hesterberg das „Filmband in Gold“ für ihr langjähriges Wirken im deutschen Film, außerdem wurde sie posthum mit einem Stern auf dem „Walk of Fame des Kabaretts“ in Mainz geehrt.

    Rezeption

    Trude Hesterberg wurde zu Beginn ihrer Karriere von der Öffentlichkeit (auch jenseits des Feuilletons) als ein neues Gesicht auf der Operettenbühne wahrgenommen. So findet sich z.B. in der Berliner Illustrirten Zeitung aus dem Jahr 1916 ein Foto der jungen Trude Hesterberg mit der Bildunterschrift: „Kamera-Beute unseres Photographen auf einem Frühlings-Spaziergang in Berlin: Gertrud Hesterberg von Montis Operettentheater“ (Berliner Illustrirte Zeitung, XXV. Jg. Nr. 13, 26.3.1916). Zu Beginn der 1920er Jahren nimmt man dann mit ihren Auftritten im Kabarett mehr und mehr eine Wandlung der Operetten-Soubrette wahr: „Sie fand für ihr Auftreten einen besonderen Stil, der ihre Eigenart mit den speziellen Anforderungen des Kabaretts trefflich in Einklang setzt, indem er ein phantastischeres, flimmrigeres, wenn ich so sagen darf: elektrischeres Soubrettentum schafft.“, schreibt der Kabarett-Kritiker Max Herrmann-Neisse in einer Rezension der „Wilden Bühne“ (In: „Neue Schaubühne“, Dresden, Heft 3/1922, zit. nach Budzinski, S. 102). Das vielseitigere, vertiefte Ausdrucksspektrum beschreibt ein Kritiker ein Jahr später so: „Trude Hesterberg ist eine Malerin... Sie schraffiert, umreißt große Konturen, verwischt Schatten und setzt hin und wieder hell-scharfe Lichter mit den Händen ... eine Stimme, in der eine Scala von Celloderbheit bis zur Piccicatisüßigkeit einer Ungarngeige liegt“ (Film & Brettl 1923, zit. nach Deutsches Kabarettarchiv Mainz: http://www.kabarettarchiv.de/KabaPDF/Hesterberg.pdf).


    In den folgenden Jahren bescheinigt man ihr Konstanz und Professionalität: Was „die Hesterberg“ macht, hat Qualität und man kann sich auf sie verlassen. So spricht Herbert Ihering von „sicherer Routine“ (Rezension „Monsieur Trulala“ im Berliner Börsencourier Nr. 204, 2.5.25), Kurst Tucholsky schreibt über einen Besuch im Kadeko (Kabarett der Komiker): „alles war ganz schlecht bis auf die Hesterberg“ (Brief an Mary Gerold-Tucholsky, Düsseldorf, 25.9.28). Ihr Stil bleibt, trotz ihrer Vielseitigkeit, vom eleganten, leichten Ton der Operette geprägt: „Um die Gestaltung der Holl ist immer etwas Damenhaftes, um die der Valetti etwas Revolutionäres, um die der Hesterberg immer etwas Soubrettiges“, schrieb Alfred Kerr (zit. nach Geul, S. 235f).


    Auch die Kollegen vom Kabarett, Tucholsky, Kästner u.a., hatten eine hohe Meinung von Trude Hesterberg, Friedrich Hollaender schrieb in seinen Lebenserinnerungen: „Trude Hesterberg! Ihr gebührt ein Denkmal zu Lebenszeiten! (…) Sie sang, sie schmetterte, sie säuselte die schärfsten Lieder der Zeit. Am schärfsten sind sie ja, wenn man sie säuselt. Aber wer wusste das außer ihr? Gab es je eine Wiedergeburt der begnadeten Yvette Guilbert – sie war es!“ (Friedrich Hollaender, Von Kopf bis Fuß, München 1966, S. 112).


    Heute werden gelegentlich Filme mit Trude Hesterberg im Fernsehen gezeigt, einige ihrer Chansons sind auf CD neu erschienen, es gibt jedoch im Gegensatz zu anderen Chansonsängerinnen ihrer Zeit keine CD, die sich ausschließlich ihrem Schaffen widmet. Auch Chanson- oder Theaterprogramme, die sie ankündigen, sind meist den 1920er-Jahren oder einem anderen Oberthema gewidmet. Ihre Lebenserinnerungen erschienen 1971 und erlebten nur eine Auflage. Eine Biographie ist bisher nicht erschienen. Da Trude Hesterbergs Lebenserinnerungen bis auf wenige Ausnahmen (z.B. das Kapitel „Kleine Film-Einblendung“) nur die Zeit bis ungefähr zum Ende der „Wilden Bühne“ (1924) umfassen, fehlen insbesondere ausführliche Informationen über ihr Wirken in der Nachkriegszeit.

    Repertoire

    Das Repertoire Trude Hesterbergs umfasste neben politischen und literarischen Chansons, unter denen sie besonders Mehrings/Heymanns „Die kleine Stadt“ liebte, Operettenpartien wie die „Lustige Witwe“ und zahlreiche Lieder aus musikalischen Lustspielen und Revuen. Diese nahm sie auch auf Grammophonplatte auf, ebenso einige Schlager wie „Chiquita“ oder „O Dolores“ mit den Weintraub Syncopators. Zahlreiche Kabarett-Chansons wurden vermutlich nicht eingespielt, so dass wir hiervon heute keinen akustischen Eindruck mehr haben. Eine detailliertere Aufarbeitung ihres Repertoires müsste anhand von Programmen und anderer Unterlagen noch erfolgen (s. Forschungsbedarf).

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    Lieder und Chansons (Auswahl):

    Ach Kind, du hast was (aus der Revue „New York – Berlin“) (M.: Rudolf Nelson, mit Oscar Sabo)

    Adieu (M.: Bronislaw Kaper)

    An den Kanälen (T.: Walter Mehring, M.: Werner Richard Heymann)

    Annemie (aus der Halle-Revue „An und Aus“) (M.: Walter Kollo, T.: Willy Wolff)

    Arie der großen Hure Presse (T.: Walter Mehring, M.: Werner Richard Heymann))

    Bitte sprechen Sie mit Mama (aus der Operette „Die Straßensängerin“) (M.: Leo Fall, mit Otto Treprow)

    Chiquita (M.: Mabel Wayne, T.: Fritz Rotter)

    Darling, laß deine Beine sprechen (M. und T.: Willy Rosen)

    Das Börsenlied (T.: Walter Mehring, M.: Friedrich Hollaender)

    Das Glück liegt auf der Straße (aus der Operette „Liebe, Trommeln und Fanfaren“) (M.: Peter Kreuder, T.: Artur Wagner und Odo Ruepp)

    Das Leibregiment (T.: Theobald Tiger, M.: Werner Richard Heymann)

    Das macht Baby alles nur aus Liebe

    Der Boxer (T.: Leo Heller, M.: Werner Richard Heymann)

    Der Trommler (M.: Werner Richard Heymann, T.: Theobald Tiger)

    Die bessern, älter’n Herrn sind richtig (M.: Fred Raymond und Will Meisel, T.: Charles Amberg und Willy Rosen)

    Die Dorfschöne (M.: Werner Richard Heymann, T.: Theobald Tiger)

    Die Herren Männer (M.: Friedrich Hollaender, T.: Theobald Tiger)

    Die kleine Stadt (M.: Werner Richard Heymann, T.: Walter Mehring)

    Die Knöpfelschuhe (M.: Werner Richard Heymann, T.: Leo Heller)

    Die Schöpfung (M.: Richard Beckmann, T.: Gustav Bertram)

    Eine Frau wie ich (aus der Operette „Der Fürst von Pappenheim) (T.: Willy Kollo, M.: Hugo Hirsch)

    Ganz besonders feine Damen (T.: Erich Kästner)

    Grisetten-Lied (aus der Operette „Die lustige Witwe“) (M.: Franz Lehar, T.: Victor Leon und Leo Stein)

    Ich bin ja aus guter Familie (aus der Operette „Sybill“) (M.: Franz Doelle, T.: Max Brody und Franz Marton, mit Felix Basch)

    Ich bin nicht die Fromme Helene (M.: Willy Engel-Berger, T.: Charles Amberg)

    Ich hol dir vom Himmel das Blau (aus der Operette „Die lustige Witwe“) (M.: Franz Lehar, T.: Rudolf Schanzer und Ernst Welisch)

    Ich träume jede Nacht von dir, oh Caballero (M.: Willy Rosen, T.: Kurt Robitschek)

    Kleinigkeiten (M.: Granz Wachsmann, T.: Kurt Schwabach)

    Liebe, Trommeln und Fanfaren (aus der Operette „Liebe, Trommeln und Fanfaren“) (M.: Peter Kreuder, T.: Artur Wagner und Odo Ruepp)

    Lieber kleiner Eintänzer, sei doch bitte mein Tänzer (M.: Willy Rosen, T.: Robert Gilbert)

    Loblied auf Italien (M.: Willy Engel-Berger, T.: Arthur Rebner)

    Mein Berlin (aus der Haller-Revue „An und Aus“) (M.: Walter Kolo, T.: Willy Wolff)

    Mein Bruder macht beim Tonfilm die Geräusche (M.: Fred Raymond und Luigi Bernauer, T.: Charles Amberg)

    Mein Schorsch (T.: Leo Heller, M.: Werner Richard Heymann)

    Nachts sind alle Katzen grau (aus der Operette „Die Straßensängerin“) (M.: Leo Fall, mit Otto Treptow)

    Normaluhr (aus der Revue „New York – Berlin“) (M.: Rudolf Nelson)

    O Dolores (M. und T.: Willy Rosen)

    Tamerlan (T.: Tucholsky, M.: Rudolf Nelson)

    Tränen weint jede Frau so gern (M.: Bronislaw Kaper, T.: Fritz Roter). Ritter Blaubart (M.: Mischa Spoliansky, T.: Marcellus Schiffer)

    Umzug (T.: Leo Heller, M.: Werner Richard Heymann)

    Warum bist du so traurig (aus dem Film „Drei Tage Mittelarrest“) (M.: Arthur Guttmann und Nico Dostal, T.: Charles Amberg)

    Was zieh’ ich heute an? (M.: Pierre Montral, T.: Beda und Breuer-Wiener)

    Wer so gut küssen kann (aus der Revue „New York – Berlin“) (M.: Rudolf Nelson, mit Paul Westermeier)

    Quellen

    Primärquellen:

    Bestand Hesterberg im Deutschen Theatermuseum München (Dokumente, Notensammlung, Bilder).

    Deutsches Kabarettarchiv Mainz (http://www.kabarettarchiv.de/KabaPDF/Hesterberg.pdf)


    Berliner Illustrirte Zeitung, XXV. Jg. Nr. 13, 26.3.1916.

    Hesterberg, Trude. Was ich noch sagen wollte…. Berlin: Henschel, 1971.

    Hollaender, Friedrich. Von Kopf bis Fuß. Revue meines Lebens. Hrsg. und kommentiert von Volker Kühn. Berlin: Aufbau Taschenbuch Verlag, 2001.

    Ihering, Herbert. Theater in Aktion. Kritiken aus drei Jahrzehnten 1913-1933. Edith Krull und Hugo Fetting (Hg.). Berlin: Argon, 1987.

    Jahresberichte des Stern’schen Konservatoriums 1910/11 und 1911/12, im Archiv der UdK Berlin (Bestand 4, Nr. 20 und 21)

    Tucholsky, Kurt. Gesammelte Werke, Briefe, Mary Gerold-Tucholsky und Fritz J. Raddatz (Hg.). Frankfurt/M.: Zweitausendeins, 2005.


    Sekundärliteratur:

    Bemmann, Helga: Berliner Musenkinder-Memoiren. Berlin: Lied der Zeit, 1987.

    Budzinski, Klaus. Das Kabarett. 100 Jahre literarische Zeitkritik – gesprochen – gesungen – gespielt (=Hermes Handlexikon). Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verlag, 1985.

    Greul, Heinz. Bretter, die die Zeit bedeuten. Die Kulturgeschichte des Kabaretts. Köln, Berlin: Kiepenheuer & Witsch, 1967.

    Kiaulehn, Walther. Berlin – Schicksal einer Weltstadt. München: Deutscher Taschenbuch-Verlag, 1981.

    Weihermüller, Manfred. Deutsche National-Discographie. Ser. 1. Discographie der deutschen Kleinkunst. Rainer E. Lotz (Hrsg). Bd. 1. Bonn: Lotz, 1991.


    Diskographie:

    Grammophonplatten (aus: Weihermüller. Discographie der deutschen Kleinkunst. Bd. 1, S. 127-129):

    Erläuterung zur Zitierweise:

    Titel (gegebenenfalls Untertitel oder zusätzliche Anmerkungen) (M.= Komponist, T.= Texter; wenn nur ein Name genannt ist, so stammen Musik und Text von derselben Person oder eine zweite beteiligte Person ist nicht bekannt). Marke Matrizennummer, deutsche Katalog- bzw. Bestellnummer; wenn keine Veröffentlichung nachgewiesen werden konnte: KVN (Datum der Neuerscheinung [NE Monat/Jahr]; wenn dieses nicht bekannt ist: Aufnahmejahr).


    Nachts sind alle Katzen grau

    aus der Operette „Die Straßensängerin“ (M.: Leo Fall, mit Otto Treptow). Grammophon 1220 ar, Gr 14354 (B 45039) (ca. 1919/21 in Berlin)


    Bitte sprechen Sie mit Mama

    aus der Operette „Die Straßensängerin“ (M.: Leo Fall, mit Otto Treprow). Grammophon 571 as, Gr 15950 (B 65001) (ca. 1919/21 in Berlin)


    Ich bin ja aus guter Familie

    aus der Operette „Sybill“ (M.: Franz Doelle, T.: Max Brody und Franz Marton, mit Felix Basch). Grammophon 1291 m, Gr 65499 (044313), Gr 15827 (ca. 1919/21 in Berlin)


    Normaluhr

    aus der Revue „New York – Berlin“ (M.: Rudolf Nelson). Vox, 04056 (NE 11/1922)


    Wer so gut küssen kann

    aus der Revue „New York – Berlin“ (M.: Rudolf Nelson, mit Paul Westermeier). Vox 1114 B, 4057 (NE 11/1922)


    Ach Kind, du hast was

    aus der Revue „New York – Berlin“ (M.: Rudolf Nelson, mit Oscar Sabo). Vox 1129 B, 4059 (NE 11/1922)


    Mein Berlin

    aus der Haller-Revue „An und Aus“ (M.: Walter Kolo, T.: Willy Wolff). Electrola, EG 217


    Annemie

    aus der Halle-Revue „An und Aus“ (M.: Walter Kollo, T.: Willy Wolff). Electrola, EG 217


    Kleinigkeiten (M.: Granz Wachsmann, T.: Kurt Schwabach). Electrola BL 4737-1, EG 1127 (8-43129) (NE 04/1929), Aufnahme 13.11.1928 in Berlin, am Klavier Franz Wachsmann)


    Die kleine Stadt (M.: Werner Richard Heymann, T.: Walter Mehring). Electrola BL 4738-1, KVN, Aufnahme 13.11.1928 in Berlin, am Klavier Franz Wachsmann)


    Die kleine Stadt (M.: Werner Richard Heymann, T.: Walter Mehring). Electrola BL 4738-1, EG 1117 (8-43127) (NE 04/1929), Aufnahme 13.11.1928 in Berlin, am Klavier Franz Wachsmann)


    Loblied auf Italien (M.: Willy Engel-Berger, T.: Arthur Rebner). Electrola BL 4739-1, EG 1117 (8-43128) (NE 04/1929), Aufnahme 13.11.1928 in Berlin, am Klavier Franz Wachsmann)


    Die Herren Männer (M.: Friedrich Hollaender, T.: Theobald Tiger). BL 4740-1, EG 1117 (8-43128) (NE 04/1929)


    Chiquita (M.: Mabel Wayne, T.: Fritz Rotter). Odeon Be 8092, KVN (19.3.1929 in Berlin, Weintraub-Syncopators)


    Adieu (M.: Bronislaw Kaper). Odeon Be 8093, KVN (19.3.1929 in Berlin, Weintraub-Syncopators)


    O Dolores (M. und T.: Willy Rosen). Odeon Be 8094, KVN (19.3.1929 in Berlin, Weintraub-Syncopators)


    Tränen weint jede Frau so gern (M.: Bronislaw Kaper, T.: Fritz Roter). Odeon Be 8095, KVN (19.3.1929 in Berlin, Weintraub-Syncopators)


    Ritter Blaubart (M.: Mischa Spoliansky, T.: Marcellus Schiffer). Ultraphon 10315, KVN (1929/30 in Berlin)


    Ich hol dir vom Himmel das Blau

    aus der Operette „Die lustige Witwe“ (M.: Franz Lehar, T.: Rudolf Schanzer und Ernst Welisch). Ultraphon 10686, A 383 (1929/30 in Berlin, am Flügel Franz Wachsmann)


    Die Dorfschöne (M.: Werner Richard Heymann, T.: Theobald Tiger). Ultraphon 10687, A 384 (1929/30 in Berlin, am Flügel Franz Wachsmann)


    Der Trommler (M.: Werner Richard Heymann, T.: Theobald Tiger). Ultraphon 10688, A 384 (1929/30 in Berlin, am Flügel Franz Wachsmann)


    Grisetten-Lied

    aus der Operette „Die lustige Witwe“ (M.: Franz Lehar, T.: Victor Leon und Leo Stein). Ultraphon 10689, A 383 (1929/30 in Berlin, am Flügel Franz Wachsmann)


    Was zieh’ ich heute an? (M.: Pierre Montral, T.: Beda und Breuer-Wiener). Ultraphon 10839, A 439 (1929/30 in Berlin, am Flügel Franz Wachsmann)


    Die Knöpfelschuhe (m.: Werner Richard Heymann, T.: Leo Heller). Ultraphon 10840, A 439 (1929/30 in Berlin, am Flügel Franz Wachsmann)


    Die bessern, älter’n Herrn sind richtig (M.: Fred Raymond und Will Meisel, T.: Charles Amberg und Willy Rosen). Ultraphon 15093, A 578 (1930 in Berlin, Orchester Julian Fuhs)


    Mein Bruder macht beim Tonfilm die Geräusche (M.: Fred Raymond und Luigi Bernauer, T.: Charles Amberg). Ultraphon 15328, A 689 (1930 in Berlin, Orchester Alfred Beres)


    Darling, laß deine Beine sprechen (M. und T.: Willy Rosen). Ultraphon 15867, A 747 (NE 01/1930) (1930 in Berlin, Orchesterbegleitung)

    Ich träume jede Nacht von dir, oh Caballero (M.: Willy Rosen, T.: Kurt Robitschek). Ultraphon 15868, A 747 (NE 01/1930) (1930 in Berlin, Orchesterbegleitung)


    Warum bist du so traurig

    aus dem Film „Drei Tage Mittelarrest“ (M.: Arthur Guttmann und Nico Dostal, T.: Charles Amberg). Ultraphon 15869, A 748 (1930 in Berlin, Orchesterbegleitung)


    Lieber kleiner Eintänzer, sei doch bitte mein Tänzer (M.: Willy Rosen, T.: Robert Gilbert). Ultraphon 15879, A 748 (1930 in Berlin, Orchesterbegleitung)


    Ich bin nicht die Fromme Helene (M.: Willy Engel-Berger, T.: Charles Amberg). Grammophon 7481 GR, KVN (8.12.1937 in Berlin, Scala-Orchester, Dir. Otto Stenzel)


    Ich bin nicht die Fromme Helene (M.: Willy Engel-Berger, T.: Charles Amberg). Grammophon 7481 1/2 GR, Gr 47154 A (NE 02/1938) (8.12.1937 in Berlin, Scala-Orchester, Dir. Otto Stenzel)


    Die Schöpfung (M.: Richard Beckmann, T.: Gustav Bertram). Grammophon 7482 GR, KVN (8.12.1937 in Berlin, Scala-Orchester, Dir. Otto Stenzel)


    Die Schöpfung (M.: Richard Beckmann, T.: Gustav Bertram). Grammophon 7482 1/2 GR, Gr 47154 B (NE 02/1938) (8.12.1937 in Berlin, Scala-Orchester, Dir. Otto Stenzel)


    Das Glück liegt auf der Straße

    aus der Operette „Liebe, Trommeln und Fanfaren“ (M.: Peter Kreuder, T.: Artur Wagner und Odo Ruepp). Telefunken 23321, A 2644 (NE 04/1938 (1938, Orchester der Staatlichen Operette München, Dir. Peter Kreuder)


    Liebe, Trommeln und Fanfaren

    aus der Operette „Liebe, Trommeln und Fanfaren“ (M.: Peter Kreuder, T.: Artur Wagner und Odo Ruepp). Telefunken 23322, A 2644 (NE 04/1938 (1938, Orchester der Staatlichen Operette München, Dir. Peter Kreuder)


    LPs

    Die Auflistung wurde mit Hilfe der Datenbank des Deutschen Musikarchiv Berlin erstellt (s. Links).


    Manchmal liegt’s an einer Kleinigkeit. Trude Hesterberg singt. Begleitung: Heinz Brüning mit kleinem Orchester. Dt. Grammophon-Gesellschaft, 1963.


    Die Dreigroschenoper/ Kurt Weill. Text: Bertolt Brecht. Frankfurt (Main), CBS-Schallplatten, 1988 (s. auch CDs) (CBS masterworks 78279)


    Wanderlied einer Hausfrau und noch viel mehr, von Edith Schollwer, Grethe Weiser, Fita Benkhoff, Ursula Herking, Hannelore Schrith, J. M. Gorvin, Trude Hesterberg. Hamburg : TELDEC, 1976 (Telefunken 622506 AF)


    Kabarett und Chansons, Teil 1: Kabarett und Chansons der Dreißiger Jahre. 1962; 1975 (Telefunken 641908 AJ)


    CDs

    Die Auflistung wurde mit Hilfe der Datenbank des Deutschen Musikarchivs Berlin erstellt (s. Links). Sie enthält CDs, auf denen u.a. Trude Hesterberg zu hören ist.



    Hoppla! Wir leben! Töne aus dem Kabarett von 1901-1933. Düsseldorf: Patmos, 2004.


    Das klingt, als wenn’s ein Märchen wär’. Walter Kollo in historischen Aufnahmen von 1907-1929. Berlin, Duophon-Musikverlag, 2003.


    Im Wendekreis der Liebe. Stuttgart, SWR Media, 2001.


    Das gab’s nur einmal. Werner Richard Heymann – Ein musikalisches Porträt in Originalaufnahmen. Hamburg, Edel 2000.


    Singt eener uff’n Hof. Kurt Tucholsky als Kabarettautor in historischen Aufnahmen seiner Zeitgenossen. Berlin, Duophon-Musikverlag, 1999.


    Liebling, mein Herz lässt dich grüssen. Werner Richard Heymann - ein Komponistenporträt, Originalaufnahmen von 1925-1933. Berlin, Duophon-Musikverlag, 1999.


    Berliner Diseusen – Die Herren Männer. Berlin, Duophon-Musikverlag 1999.


    Ramona Zündloch. Musikalisches Kabarett in klassischen Interpretationen von 1921-1933. Berlin, Duophon-Musikverlag, 1999.


    My song for you. Mischa Spoliansky – Ein musikalisches Porträt. Hamburg, Edel, 1999.


    Albernes und Frivoles. Originalaufnahmen von 1923-1931 aus Berlin und Wien. Berlin, Duophon-Musikverlag, 1998.


    Bei uns um die Gedächtniskirche rum. Berlin: edel 1996.


    Die Dreigroschenoper/ Kurt Weill. Text: Bertolt Brecht. Frankfurt (Main), CBS-Schallplatten, 1988 (s. auch LPs) (CBS masterworks MK 42637).


    Filmographie

    Die Auflistung wurde mit Hilfe der Datenbank des Online Filmarchivs und der Movie Database erstellt (s. Links).


    Hotel Iphigenie (1964)

    Lady Frederick (1963)

    Auf Wiedersehen am blauen Meer (1962)

    Ein schöner Tag (1961)

    Die Irre von Chaillot (1960)

    Skandal um Dodo (1958)

    Frauenarzt Dr. Bertram (1957)

    Der Schräge Otto (1957)

    Harte Männer, heiße Liebe (1957)

    Frauen sind für die Liebe da (1957)

    Nachts im grünen Kakadu (1957)

    Es wird alles wieder gut (1957)

    Das Alte Försterhaus (1956)

    Weil du arm bist, mußt du früher sterben (1956)

    Holiday am Wörthersee (1956)

    Smaragden - Geschichte (1956)

    Der Fröhliche Wanderer (1955)

    Sonnenschein und Wolkenbruch (1955)

    Parole Heimat (1955)

    Oh, diese lieben Verwandten (1955)

    Der Zigeunerbaron (1954)

    Briefträger Müller (1953)

    Die Geschichte vom kleinen Muck (1953)

    Jonny rettet Nebrador (1953)

    Die geschiedene Frau (1953)

    Unter den Sternen von Capri (1953)

    Alraune (1952)

    Corinna Schmidt (1951)

    Nacht ohne Sünde (1950)

    Aufruhr im Paradies (1950)

    Blaue Strohhut, Der (1949)

    Das Geheimnis der Roten Katze (1949)

    Um eine Nasenlänge (1949)

    Am Ende der Welt (1947)

    Der Hochtourist (1942)

    Jakko (1941)

    Tip auf Amalia (1940)

    Golowin geht durch die Stadt (1940)

    Sein bester Freund (1937)

    Der Unwiderstehliche (1937)

    Befehl ist Befehl (1936)

    Pat und Patachon als Mädchenräuber (1936)

    Der Raub der Sabinerinnen (1936)

    Paul und Pauline (1936)

    Drei tolle Tage (1936)

    Alles weg’n dem Hund (1935)

    Der Grüne Domino (1935)

    Der Fall Brenken (1934)

    Mein Herz ruft nach dir (1934)

    Die große Chance (1934)

    Ich will Dich Liebe lehren (1933)

    Der Page vom Dalmasse-Hotel (1933)

    Ist mein Mann nicht fabelhaft? (1933)

    Ein Blonder Traum (1932)

    Johann Strauss, k. u. k. Hofkapellmeister (1932)

    Stürme der Leidenschaft (1932)

    Mieter Schulze gegen alle (1932)

    In Wien hab’ ich einmal ein Mädel geliebt (1931)

    Arm wie eine Kirchenmaus (1931)

    Die Nackte Wahrheit (1931)

    Die Männer um Lucie (1931)

    Die Nacht der Entscheidung (1931/I)

    Der Sträfling aus Stambul (1929)

    Aufruhr im Junggesellenheim (1929)

    Wenn die Mutter und die Tochter... (1928)

    Heut’ spielt der Strauss (1928)

    Die kleine Sklavin (1928)

    Zwei rote Rosen (1928)

    Die große Abenteuerin (1928)

    Flitterwochen (1928)

    Flucht vor Blond (1928)

    Das Gefährliche Alter (1927)

    Die Lorelei (1927)

    The Queen Was in the Parlour (1927) (alternativ: Die letzte Nacht)

    Zwei unterm Himmelszelt (1927)

    Laster der Menschheit (1927)

    Liebeshandel (1927)

    Mädchenhandel - Eine internationale Gefahr (1927)

    Manon Lescaut (1926)

    Madame wünscht keine Kinder (1926)

    Der Dumme August des Zirkus Romanelli (1926)

    Wie einst im Mai (1926)

    Juxbaron, Der (1926)

    Varieté (1925)

    Vorderhaus und Hinterhaus (1925)

    Die Frau mit dem Etwas (1925)

    Fridericus Rex, 4. Teil - Schicksalswende (1922)

    Fridericus Rex, 3. Teil - Sanssouci (1922)

    Der Roman eines Dienstmädchens (1921)

    Der Fall Rosentopf (1918)

    Die Eheschule (1917)

    Das Telephonkätzchen (1917)

    Die Reise ins Jenseits (1916)

    Ein Schwerenöter (1916)

    Die Hochstaplerin (1914)

    Die Tänzerin (Regie Curt Stark)

    Im goldenen Käfig (1912)


    Links

    Deutsches Musikarchiv:

    http://www.ddb.de/sammlungen/kataloge/opac_b.htm

    Online Filmarchiv:

    http://www.ofdb.de

    Movie Database:

    http://german.imdb.com/name/nm0381692/

    Deutsches Kabarettarchiv Mainz:

    http://www.kabarettarchiv.de/KabaPDF/Hesterberg.pdf

    Forschung

    - Dokumentarischer Gesamtnachlass Trude Hesterbergs (umfasst Briefe, Fotos; Presseberichte; Typoskripte zu z.T. nicht veröffentlichten Kapiteln ihrer Autobiografie; Programmhefte; Materialien zu Filmen; Rundfunksendungen etc.; Texte/Noten der von ihr gesungenen Lieder; Tonaufnahmen; Materialien zu den von Ihr geleiteten Kabaretts):

    Stiftung Deutsches Kabarettarchiv e.V. Mainz (http://www.kabarett.de)

    - über 70 Treffer im Bereich Tonaufnahmen im Deutschen Rundfunkarchiv, vor allem Rundfunkmitschnitte und Schellackplatten aus dem Bereich Kabarett und Operette (http://www.dra.de, Kontakt: SuI@hr-online.de).

    - veröffentlichte Grammophon-/Schallplatten- und CD-Aufnahmen im Deutschen Musikarchiv Berlin (http://www.ddb.de/sammlungen/kataloge/opac_b.htm).

    - Akten des Stern’schen Konservatoriums:

    Archiv der Universität der Künste Berlin (http://www.udk-berlin.de/index.php)

    Forschungsbedarf

    - Es gibt noch keine Biographie von Trude Hesterberg; lediglich ihre Autobiographie ist erschienen, jedoch ohne wissenschaftlichen Kommentar.

    - Vor allem Hesterbergs Wirken nach dem Zweiten Weltkrieg ist kaum erforscht bzw. beschrieben.

    - Ihr Repertoire müsste anhand von Programmen und anderen Unterlagen zusammengestellt werden.

    - Ihr Gesangsstil/ihre Technik wäre im Vergleich mit anderen Sängerinnen der Zeit (z.B. der Massary und anderen) untersuchenswert.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 30331395
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 118704257
    Library of Congress (LCCN): nr91024924
    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Carolin Stahrenberg, Die Grundseite wurde im Oktober 2006 verfasst.

    Übersetzung: Jennifer Hohensteiner


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Nicole K. Strohmann
    Zuerst eingegeben am 08.12.2006
    Zuletzt bearbeitet am 10.05.2017


    Empfohlene Zitierweise

    Carolin Stahrenberg, Artikel „Trude Hesterberg“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 10.5.2017
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Trude_Hesterberg