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  • Tony Thiedemann

    von Andreas Feuchte
    Tony Thiedemann, Zeichnung von Oscar Begas, 1849
    Namen:
    Tony Thiedemann
    Ehename: Tony Franck
    Lebensdaten:
    geb. in Eckernförde,
    gest. in Berlin,
    Tätigkeitsfelder:
    Pianistin
    Charakterisierender Satz:

    „Bei all ihrer Unbefangenheit, Liebenswürdigkeit und geistigen Heiterkeit ist ihr Leben von vornherein doch wesentlich auf die selbständige künstlerische Thätigkeit, und zwar auf eine virtuosenmäßige, hin gerichtet …“


    (Franz Kuglers Briefe an Emanuel Geibel, hg. von Rainer Hillenbrand, Frankfurt a. M. u.a. 2001, S. 91)


    Profil

    Tony Thiedemann zählt aufgrund ihrer pianistischen Fähigkeiten, verbunden mit einer beeindruckenden und gewinnenden Persönlichkeit, zu den Musikerinnen, die es weniger im öffentlichen Raum als in den Zirkeln des Adels und der vornehmen Gesellschaft, besonders aber auch in Künstlerkreisen zu hohem Ansehen brachten.

    Orte und Länder

    Aus dem damals dänischen Schleswig-Holstein stammend, lag Tony Thiedemanns Wirkungskreis zunächst im südlichen Teil des dänischen Königreichs, später insbesondere in Berlin.

    Biografie

    Tony Thiedemann wurde in Eckernförde als Tochter des an der städtischen Schule tätigen Lehrers Johann Jacob Thiedemann (22.7.1794–24.9.1844) geboren. Dieser hatte sich als Praktiker und mit einer Schrift über die „wechselseitige Schuleinrichtung“ einen Namen als Reformpädagoge gemacht und wurde deswegen von dem dänischen König Friedrich VI. mit dem Dannebrog-Orden geehrt, womit eine lebenslange Pension verbunden war. Die Mutter Christina Elisabeth, geb. Schau (1800–13.10.1866), stammte aus Flensburg. Tonys älterer Bruder Rudolph (1825–1890) ging als Kaufmann nach England und wurde später selbständiger Unternehmer in Newcastle upon Tyne (Kohlegruben, Dampfschiffe), ihre jüngere Schwester Josephine (1830–unbekannt) heiratete 1853 den Kaufmann Otto Vogel aus Leipzig († 1874), einen Bruder des im Tschad ermordeten Astronomen und Afrika¬forschers Eduard Vogel, des Astro-nomen Hermann Carl Vogel und der Sängerin und Schrift-stellerin Elise Polko, geb. Vogel.

    Nach autodidaktischen Versuchen erhielt Tony Thiedemann ersten Klavierunterricht vom Organisten des Ortes, der an der Schule den Singunterricht gab, war diesem Lehrer jedoch bald entwachsen. Im Winter 1837/1838 hielt sich in Eckernförde eine fahrende Schaupiel- und Operntruppe auf, deren Dirigent namens Kleinschmitt bei der Gelegenheit von den Eltern als Lehrer engagiert wurde. Als die Truppe nach Flensburg zog, wurde Tony dorthin zu Verwandten geschickt, um den Unterricht bei diesem fortzusetzen. Zurück in Eckernförde, begegnete sie dem reisenden dänischen Violin- und Gitarrenvirtuosen Frederic Carl Lemming (1782-1846), der, auf der Suche nach einer geeigneten Klavierbegleitung, mit Tony Thiedemann in 14 Tagen ein Programm einstudierte. Etwa 1839 wurde sie nach Kiel zum Unterricht bei Schlossbauer (Vorname unbekannt) geschickt, wo sie gute Fortschritte machte. Dort hörte Franz Liszt sie spielen und lernte sie persönlich kennen. Über den musikinteressierten Prinz Wittgenstein, und dessen Ehefrau, einer Klavierspielerin, gewann Tony Thiedemann die Aufmerksamkeit des holsteinischen Adels und des dänischen Königshauses. 1841 spielte die 14-jährige in Gegenwart des holsteinischen Adels auf Schloss Plön dem Königspaar vor. Die Königin schenkte ihr daraufhin einen neuen Flügel und förderte fortan ihre weitere Ausbildung. Pläne, sie als Schülerin zu Clara Schumann zu geben, zerschlugen sich „aus gewissen Rücksichten“, stattdessen wurde Hofkapellmeister Wilhelm Taubert in Berlin als Lehrer gewonnen. Dorthin brach sie im Oktober 1843 auf, beruflich ausgewiesen durch Pass des Königlich Dänischen Polizeiamtes in Eckernförde als „sich nährend durch ihre Eltern hieselbst und ihre Kunst als Pianistin“.

    In Berlin lebte die 16-jährige zunächst in einer französischen Pension, danach bei Sanitätsrat Schmidt und schließlich bei der Familie des Hofrats Dr. Klaproth (ab Winter 1849). Sie bekam bei Wilhelm Taubert Unterricht und gab ihrerseits Klavierstunden, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Der dänische Gesandte Graf Reventlow führte Tony Thiedemann in die Berliner Adelsgesellschaft ein, deren Liebling sie bald wurde; man nannte sie „die schöne Dänin“. Sie wurde u. a. eingeladen von den Arnim-Boitzenburgs und der Fürstin Liegnitz. Bei einer solchen Gelegenheit spielte sie der Prinzessin von Preußen (spätere Kaiserin Augusta), ihrem Sohn, dem späteren Kaiser Friedrich, und dessen Erzieher Ernst Curtius vor.

    Zunächst pflegte Tony Thiedemann Kontakt zu dem Historiker und Schriftsteller Franz Kugler, dessen Haus Sammelpunkt einer großen Schar junger Wissenschaftler, Dichter und Künstler war. Später gehörte sie zum engsten Freundeskreis von Fanny Hensel und ihrer Schwester Rebecka Dirichlet. Erstere spielte und sang häufig mit Tony Thiedemann zusammen. 1846/1847 feierte man gemeinsam Weihnachten und Silvester, wobei Tony laut Tagebucheintrag Fanny Hensels als Engel verkleidet unter dem Weihnachtsbaum auftrat. Ein Gedicht und eine Zeichnung Wilhelm Hensels zeugen davon. Auch in den Sonntagsmusiken von Fanny Hensel trat sie einige Male auf. Öffentliche Auftritte in größerem Rahmen dürften hingegen seltener stattgefunden haben; dokumentiert ist eine von ihr am 3. Mai 1847 im Cäciliensaal der Berliner Singakademie veranstaltete Matinee, an welcher die Brüder Leopold und Moritz Ganz sowie Richard Wüerst als Streicher, ihr Lehrer Wilhelm Taubert sowie ihre spätere Schwägerin Elise Vogel (geb. Polko) und die Sängerin Auguste Löwe mitwirkten (vgl. Signale für die musikalische Welt 1847, S. 179).

    Im Sommer 1847 wurde Tony Thiedemann zusammen mit ihrer Mutter erneut vom dänischen Königspaar eingeladen. Dieses schlug ihr nach vierwöchigem Aufenthalt auf Föhr vor, sie mit nach Kopenhagen zu nehmen. Der baldige Tod Christians VIII., der schleswig-holsteinische Krieg und die 1848er Revolution verhinderten dies allerdings. Stattdessen kehrte sie nach Berlin zurück und studierte weiter bei Wilhelm Taubert.

    Im Hause Fanny Hensels lernte sie den Komponisten Eduard Franck (1817-1893) aus Breslau kennen, einen Schüler und Freund Felix Mendelssohn Bartholdys. Ihm begegnete sie auch bei der Familie des Dr. Koner, dessen Tochter Louise eine „sehr fertige Klavierspielerin“ war. Sie heirateten am 20. Juli 1850 in Berlin. Sie selbst stellte zu diesem Zeitpunkt offenbar Überlegun¬gen an, das Klavierspiel einzustellen. Hintergrund war aber weniger die veränderte familiäre Situation – Eduard Franck war gerade der Ansicht, sie dürfe „es nun und nimmermehr aufgeben“ – als vielmehr ihre schwache Gesundheit, die ihr schon länger das Spielen zur Anstrengung machte, vermutlich verursacht durch ein Lungenleiden tuberkulöser Art. So stellte sie nun ihre musikalischen Ambitionen zurück, wenngleich auch nach der Heirat, wie ihr Tagebuch ausweist, immer noch „viel musiziert“ wurde.

    Sie folgte Eduard Franck auf seinen beruflichen Wegen nach Köln (1851–1859 Lehrer für Klavierspiel, Partiturspiel und Musiktheorie an der Rheinischen Musikschule), Bern (1859–1867 Leiter der Musikschule) und zurück nach Berlin (ab 1867 Lehrer am Sternschen Konservatorium, anschließend an Emil Breslaurs Konservatorium). In seine Aktivitäten war sie als Beraterin und Begleiterin stets eingebunden. So nahm sie offenbar an den Zusammenkünften zwischen Eduard Franck, Ferdinand Hiller und Carl Reinecke teil, die in Köln stattfanden, „um Musik zu machen oder vielmehr Einer an der vom Anderen gemachten Musik kein gutes Haar zu lassen“, sowie an einem Besuch Eduard Francks bei Robert Schumann in Düsseldorf, wo dieser eine seiner neuen Kompo-sitionen aufführte (Brief Eduard Francks vom 18.7.1851). Gleiches gilt für den Besuch Franz Liszts in Königswinter und in Bonn, wo sie „einen recht hübschen Abend in seiner, der Gräfin Wittgenstein und einiger Bonner Herren Gesellschaft“ zubrachten (Brief Eduard Francks vom 9.10.1851). Auch in die Verhandlungen um Eduard Francks Stellung an der Rheinischen Musikschule in Köln wurde Tony Fanck eingeschaltet (Sietz, Band 7, 1970, S. 90; vgl. auch Brief Tony Francks vom 22.3.1859 an Fr. Klaproth).

    In Köln brachte Tony Franck am 3. Januar 1858 den Sohn Richard zur Welt, der als Schüler von Carl Reinecke die musikalische Tradition der Familie als Komponist und Pianist fortführte. In Bern wurden die Töchter Elsa (6.8.1860) und Ida (27.4.1862) geboren.

    Sie selbst starb im Alter von 48 Jahren in Berlin.

    Würdigung

    Wurde Tony Thiedemann in jungen Jahren als exzellente Pianistin angesehen, brachten ihr in romantischer Verklärung Zeitgenossen wie Emanuel Geibel, Paul Heyse und Friedrich von Bodenstedt Verehrung entgegen. Durch ihr Spiel gewann sie die Gunst des dänischen Königspaares. Als Freundin von Fanny Hensel und Rebecka Dirichlet fand sie Eingang in die Berliner Adelsgesellschaft und Künstlerkreise, stellte jedoch nach ihrer Heirat aufgrund ihrer schwachen Gesundheit ihre künstlerischen Aktivitäten zurück. Den Zwiespalt zwischen ihrer Berufung und ihren familiären Pflichten hatte bereits Franz Kugler vorausgesehen, der meinte, dass ihr „im Hinblick auf ihren musikali­schen Beruf das einfache Familiendasein schon lange fern“ liege, ihr Leben sei doch wesentlich auf die selbständige künstlerische Tätigkeit, und zwar auf eine virtuosenmäßige, hin gerichtet (Brief an Geibel vom 19.5.1846).

    Rezeption

    Die Wirkung von Tony Thiedemanns Person und Klavierspiel in frühen Konzerten und auf gesellschaftlichen Veranstaltungen des holsteinischen Adels führte zur künstlerischen Förderung durch das dänische Königshaus. Auch Franz Liszt interessierte sich bei seinem Kieler Aufenthalt für das Kind.

    In Berlin ging die Strahlkraft der Künstlerin weit über das Musikalische hinaus. So stehen hier Äußerungen über ihr Klavierspiel selbst bei Fanny Hensel zunächst nicht im Vordergrund. Sie galt als Frau „von idealer, geradezu überwältigender Schönheit“ (Theodor Gaedertz), die etwas „ganz eigen Anziehendes“ hatte (Franz Kugler). Gewiss ist es kein Zufall, dass sie verschiedene Künstler (Carl Begas, Wilhelm Hensel) zu Engelsdarstellungen anregte. Hermann Franck nennt sie „ein ausgezeichnetes Mädchen, von den seltensten Vorzügen, das hier von Allen, Jung und Alt, geliebt und geachtet ist“ (Tagebuch S. 234). Eduard Franck schreibt, mit mädchenhafter Schüchternheit und Verlegenheit verbinde sie den feinsten Takt und große Sicherheit. Sie sei in hohem Grade bescheiden und anspruchslos und behaupte dabei doch die größte Unabhängigkeit und Würde. Ihr Charakter sei von ganz eigentümlicher Natur und habe etwas Unergründliches; was sie sage und tue, sei immer aus dem Innersten geschöpft. Bei aller Weiblichkeit, Milde und Güte habe sie etwas ungemein Imponierendes (Brief vom 19.5.1850). Auch Otto Ribbeck sah in ihr eine „höchst feine, zugleich gewinnende und imponierende Persönlichkeit“ (Brief vom 23.5.1859). Entsprechend war ihre Wirkung auf Männer wie Franz Kugler, Paul Heyse, Jacob Burckhardt, Willibald Alexis, Friedrich von Bodenstedt, Robert von Keudell, August Detlef Twesten, Wilhelm Wattenbach und wohl auch Ernst Curtius und Alexander von Humboldt. Vor allem aber zog sie Emanuel Geibel in ihren Bann, der sie in seinen Troubadour-Liedern verewigte (vgl. Geibel, Werke, Band 1, Leipzig 1918, S. 341) und sie folgendermaßen charakterisierte: Ein eigentümlicher Zug sauberer Kühle und jungfräulicher Unnahbarkeit sei durch ihr ganzes Wesen und „selbst durch ihr virtuoses Klavierspiel“ gegangen (vgl. Gaedertz 1886, S. 62). Auch Franz Kugler war von ihrer künstlerischen Ausstrahlung fasziniert. (Brief vom 19.5.1846). Nüchterner klingen Äußerungen verschiedener Musikerkollegen, die wiederholt insbesondere auf den Mangel an physischer Kraft hinweisen. Richard Wüerst, der eine Matinee vom Mai 1847 unter Pseudonym rezensierte, an welcher er selbst mitgewirkt hatte, spricht von einer „talentvollen Spielerin“, die sämtliche Musikstücke „präcis ausgeführt“ habe (vgl. Signale für die musikalische Welt 1847 S. 179). Und Eduard Franck nennt ihr Klavierspiel „allerliebst“, den Vortrag „musikalisch, geschmackvoll, rein und einfach“ (Brief vom 19.5.1850).

    Repertoire

    Konkrete Hinweise zum Repertoire von Tony Thiedeman sind derzeit nur wenige bekannt. Richard Wüerst nennt in den „Signalen“ als Konzertprogramm vom 3. Mai 1847 neben „brillanten Stücken für Klavier allein“: Carl Maria von Webers Klavierquartett B-Dur op. 8, Felix Mendels¬sohn Bartholdys Variationen für Klavier und Cello op. 17 und Ignaz Moscheles‘ Hommage à Händel für zwei Klaviere. Eduard Franck widmete ihr seine bei Trautwein in Berlin erschienenen Sechs Lyrischen Vorspiele für Pianoforte op. 18. Es ist anzunehmen, dass sie die technisch anspruchsvollen Stücke gespielt hat.

    Quellen

    Unveröffentlichte Manuskripte (Familienbesitz):

    Franck, Eduard, Briefe an seine Geschwister, Berlin, 19. Mai 1850, an Johann August Franck, Köln, 18. Juli 1851, Königswinter, 15. September 1851, und weitere Briefe.


    Franck, Hermann, Briefe an Tony Thiedemann/Franck, Berlin, 17. Mai 1850 und 2. November 1854.


    Franck, Ida, Aufzeichnungen aus dem Leben unserer Mutter Tony Franck geb. Thiedemann, Ms. o. D.


    Franck, Tony, Tagebuch (aus der Berner Zeit).


    Franck, Tony, Brief an Albertine (?) Klaproth, Köln, 22. März 1859, und weitere Korrespondenz mit dieser, mit Emilie, Eduard und Richard Franck (meist ohne Jahresangaben).


    Geibel, Emanuel, Gedicht „Du Genius, der von ewgem Heerd ...“, mit persönlicher Widmung vom 26. Mai 1847.


    Hensel, Wilhelm, „Der Weihnachtsengel spricht“, Gedicht, Weihnachten 1846, Einlage zum Poesiealbum der Tony Thiedemann.


    Heyse, Paul, Tagebucheintrag vom 30. September 1875, Bayerische Staatsbibliothek München, Heyse-Archiv: I, 39, 12.


    Heyse, Paul, Visitenkarte mit handschriftl. Kondolenz, München, 30. September 1875.


    Kugler, Franz, Gedicht „Wenn Lenz Hauch wehet wonnesam ...“, Ms., Berlin, 25. Mai 1847.


    Poesiealbum der Tony Thiedemann.


    Reisepass No. 479 des Königlich Dänischen Polizeiamtes in Eckernförde vom 27. September 1843 für Tonÿ Cäcilie Thiede­mann.


    Steinthal, Heymann, Brief an Eduard Franck, Schönefeld b. Leipzig, 6. Oktober 1875.


    Taubert, Wilhelm, Brief an Eduard Franck, Berlin, 29. September 1875.


    Taubert, Wilhelm, Intermezzo scherzoso (D-Dur), „An Fräulein T. Thiedemann, zur freundlichen Erinnerung an ihren Lehrer und Freund“, Berlin, 22. Juni 1846. Im Poesie-Album von Tony Thiedemann.


    Thiedemann, Christina Elisabeth, Notizbuch „Die Geburts- und Sterbetage meiner geliebten Eltern und Geschwister“, (später fortgeführt von Josephine Thiedemann), Ms. o. D.


    Primärliteratur:

    Franck, Hermann, „Wenn Du dies liest ...“ Tagebuch für Hugo, hg. von Andreas Feuchte, München: Hanser 1997 und München: dtv 2000.


    Franck, Richard, Musikalische und unmusikalische Erinnerungen, Heidelberg 1928.


    Gaedertz, Karl Theodor, Emanuel Geibel-Denkwürdigkeiten, Berlin: W. Friedr. Nachf. 1886.


    Geibel, Emanuel, Werke, Band 1, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1918.


    Goedeke, Karl, Emanuel Geibel, 1. Teil, Stuttgart: Cotta 1869.


    Hensel, Fanny: Tagebücher, hg. von Hans-Günter Klein und Rudolf Elvers, Wiesbaden: Breitkopf & Härtel 2002.


    Heyse, Paul: Jugenderinnerungen und Bekenntnisse, 2. Auflage, Berlin: Hertz 1900.


    Hillenbrand, Rainer (Hg.), Franz Kuglers Briefe an Emanuel Geibel, Frankfurt am Main: Peter Lang 2001.


    Nanté (pseud. für Richard Wüerst), Signale aus Berlin... Fräulein Thiedemann. In: Signale für die Musikalische Welt. Jg. 5. Nr. 23. 1847. S. 177, 179.


    Polko, Elise, Erinnerungen an Felix Mendelssohn-Bartholdy, Leipzig: Brockhaus 1868.


    Polko, Elise: Albumblatt (siehe Abschnitt Forschungsbedarf).


    Ribbeck, Otto, Ein Bild seines Lebens aus seinen Briefen 1846-1898, Stuttgart: Cotta 1901.


    Sietz, Reinhold, Aus Ferdinand Hillers Briefwechsel, Bd. 1-7, Köln: Arno Volk 1958-ff.


    Thiedemann, Johann Jacob, Mittheilungen aus dem practischen Schulleben, betreffend einige der wichtigsten Gegenstände der wechselseitigen Schuleinrichtung. Flensburg: Hansen & Castrup 1839.


    Sekundärliteratur:

    Feuchte, Andreas, „Du Kön’gin sonder Hermelin“ . Die Pia­nis­tin Tony Thiedemann, In: VivaVoce. 2002. Nr. 63. S. 2-5.


    Feuchte, Andreas, Ein musikalisches Talent aus Eckernförde: Die Pianistin Tony Thiedemann (1827-1875). In: Jahrbuch der Heimatgemeinschaft Eckernförde. Jg. 62. 2004. S. 53.


    Feuchte, Andreas, Artikel Tony Thiedemann im (Online-) Instrumentalistinnen-Lexikon des Sophie-Drinker-Instituts Oldenburg, 2009. http://www.sophie-drinker-institut.de/.


    Feuchte, Paul und Andreas, Die Komponisten Eduard Franck und Richard Franck, Leben und Werk, Dokumente, Quellen, Zweite, vollständig überarbeitete Ausgabe, Leipzig: Pfefferkorn 22010.


    Gaedertz, Karl Theodor, Emanuel Geibel, Sänger der Liebe, Herold des Reiches, Ein deutsches Dichterleben, Leipzig: Wigand 1897.


    Kohut, Adolph, Emanuel Geibel als Mensch und Dichter, Berlin: Verein der Bücherfreunde 1915.


    Lowenthal-Hensel, Cécile / Strachwitz, Sigrid Gräfin von, Europa im Portrait, Zeichnungen von Wilhelm Hensel 1794-1861, Berlin: Mann 2005.


    Schneider, Max F., Die Musik bei Jacob Burckhardt, Eine zeitgemässe Betrachtung, Basel: Amerbach 1946.



    Ikonographie:

    Begas, Carl (d. Ä.), Fliegender Engel, „Für Fräulein Thiedemann“, Zeichnung, Berlin o. D.


    Begas, Oscar, Tony Thiedemann am Klavier, Bleistift­zeichnung, Berlin, Februar 1849. Abgedruckt bei Paul und Andreas Feuchte, Die Komponisten Eduard Franck und Richard Franck, S. 2.


    Dietler, Friedrich, Tony Franck, Aquarell, Bern 1866. Abgedruckt als Cover der CD Fermate/audite 20025, Detmold 1998 (http://www.audite.de/en/product/CD/20025-e._franck_orchestral_works_i/cover.html).


    Hensel, Wilhelm, Tony Thiedemann als Weihnachtsengel, Zeichnung, Berlin, Weihnachten 1846. Staatliche Museen zu Berlin. Abgedruckt bei Cécile Lowenthal-Hensel, Sigrid Gräfin von Strachwitz, Europa im Portrait, Band 2.


    Tony Franck, Ölgemälde eines unbekannten Künstlers. Abgedruckt (spiegelverkehrt) als Cover der CD audite 20034, Detmold 2000 (http://www.audite.de/en/product/CD/20034-e._franck_orchestral_works_ii/cover.html).


    Tony Thiedemann, Zeichnung eines unbekannten Künstlers, 31. März 1846, abgedruckt in VivaVoce, 63, 2002, S. 3, sowie im Online-Instrumentalistinnen-Lexikon des Sophie-Drinker-Instituts (http://www.sophie-drinker-institut.de/Thiedemann.htm).


    Tony Thiedemann. Zeichnung eines unbekannten Künstlers, im Poesie-Album von Tony Thiedemann.


    Darstellungen der Kinder von Tony Franck (Auswahl):

    Dietler, Friedrich, Richard Franck, Aquarell, Bern 1869. Abgedruckt als Cover der CD Fermate/audite 20031, Detmold 2000 (http://www.audite.de/en/product/CD/20031-e._franck_r._franck_works_for_violoncello_and_piano/cover.html).


    Dietler, Friedrich, Elsa Franck, Aquarell, Bern 1866. Abgedruckt als Cover der CD audite 20033, Detmold 2001 (http://www.audite.de/en/product/CD/20033-e._franck_string_quartet_and_piano_quintet/cover.html).


    Dietler, Friedrich, Ida Franck, Aquarell, Bern um 1866. Abgedruckt als Cover der CD audite 20032, Detmold 2000 (http://www.audite.de/en/product/CD/20032-e._franck_string_quartets/cover.html).


    Links:

    http://www.sophie-drinker-institut.de/Thiedemann.htm

    http://de.wikipedia.org/wiki/Tony_Franck

    http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Jakob_Thiedemann

    http://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_Franck

    http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Franck

    Forschung

    Der vorliegende Artikel gibt den aktuellen Forschungsstand im Wesentlichen wieder. Soweit nicht anders vermerkt, befinden sich die unveröffentlichten Quellen in Familienbesitz (Feuchte).

    Forschungsbedarf

    Weiter zu erforschen wäre das Repertoire von Tony Thiedemann sowie ihr musikalischer und persönlicher Einfluss auf das künstlerische Umfeld (Fanny Hensel, Wilhelm Taubert, Elise Polko, Richard Wüerst, Ferdinand Hiller, Carl Reinecke, Eduard Franck, Richard Franck).

    Über den Auftritt von Tony Thiedemann vor der späteren Kaiserin Augusta und ihrem Sohn (später Kaiser Friedrich III.) gibt es nach einem Hinweis des Sohnes Richard Franck ein „Albumblatt“ von Elise Polko. Möglicherweise befindet es sich wie weitere Publikationen von Elise Polko in einem der ersten Jahrgänge der Neuen Musik-Zeitung (Tonger), die bisher nicht vollständig ausgewertet werden konnten.

    Normdaten

    Wikipedia-Personensuche

    Autor/innen

    Andreas Feuchte


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Ellen Freyberg
    Zuerst eingegeben am 21.03.2011


    Empfohlene Zitierweise

    Andreas Feuchte, Artikel „Tony Thiedemann“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 21.3.2011.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Tony_Thiedemann