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  • Suzanne Stephens

    von Svenja Reiner
    Suzanne Stephens, undatierte Fotografie.
    Namen:
    Suzanne Stephens
    Lebensdaten:
    geb. in Waterloo/Iowa, USA
    Tätigkeitsfelder:
    Klarinettistin, Bassethornistin, Konzertmusikerin, Lehrerin, Orchestermitglied, Studiomusikerin, Nachlassverwalterin, Stiftungsleiterin
    Charakterisierender Satz:

    „Wir hatten uns kaum kennengelernt und ich saß da und er hat sich plötzlich zu mir rübergelehnt und fragte: ‚Können Sie sich vorstellen, Tanzen und Spielen gleichzeitig?’ Und ich sagte: ‚Warum nicht?’, weil ich mich nie im Leben getraut hätte, Karlheinz Stockhausen zu sagen: ‚Nein, das ist unmöglich!’“. (Stephens, 2015)


    Profil

    Suzanne Stephens ist zusammen mit Kathinka Pasveer die Nachlassverwalterin von Karlheinz Stockhausen. Beide waren Lebensgefährtinnen des Komponisten, Interpretinnen seiner Werke und lehren diese nun selbst. Stockhausen schrieb 46 Kompositionen für die Klarinettistin und Bassethornistin. Nach seinem Tod 2007 übernahmen Stephens und Pasveer die Stockhausen-Stiftung und verwalten damit bis heute das Anwesen mit Archiv und Forschungseinrichtung und den Stockhausen-Verlag. Darüber hinaus organisieren sie verschiedene Veranstaltungen in der Lehre, unter anderem die zweijährlichen Stockhausen-Kurse und Konzerte.

    Orte und Länder

    Suzanne Stephens wurde in Waterloo/Iowa geboren und wuchs in den Vereinigten Staaten, Deutschland und Frankreich auf. Sie studierte in Fairfax/Virginia, Washington/D.C., Paris, Illinois und in Hannover Klarinette und schloss ihr Studium mit einem Master of Music und anschließendem Konzertexamen ab. 1972 wurde ihr der Kranicher Musikpreis in Darmstadt und die Silbermedaille des „International Clarinet Competition“ in Genf verliehen. Sie arbeitete ab 1973 für zwei Jahre als erste Klarinettistin im Rundfunkorchester Stuttgart, bis dieses aufgelöst wurde und lernte in dieser Zeit Karlheinz Stockhausen über einen Gastauftritt in Oeldorf bei Kürten kennen. Bis heute ist Kürten der Sitz der Stockhausen Stiftung und ihr Lebensmittelpunkt.

    Biografie

    Vorbemerkung


    Zahlreiche Angaben der folgenden Darstellung sind einem Interview entnommen, das die Autorin am 29. Mai 2015 in Kürten mit Suzanne Stephens führen konnte (Stephens 2015).



    Herkunft und Ausbildung


    Suzanne Stephens wurde am 28. Juli 1946 in Waterloo/Iowa in den USA geboren. Im Alter von neun Jahren begann sie Klarinette zu lernen, da ihre Schule das Angebot für Unterricht an Blasinstrumenten bereitstellte. Heute beschreibt sie die Wahl der Klarinette eher als visuell, nicht klanglich motiviert: Sie berichtet, dass sie eine schwarze Plastikklarinette in einem Pfandleihhaus sah, „die so glänzte und die Klappen glänzten auch so, dass ich dachte, das muss ich spielen!“ (Stephens, 2015). Nach ihrem High School Abschluss stand sie vor der Wahl, Medizin oder Musik zu studieren und entschied sich für letzteres. Nach dem Abschluss Master of Music setzte sie ihr Studium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover fort und schloss es mit dem Konzertexamen ab.

    Bereits während ihres Studiums fand sie über eine Studentengruppe, die sich mit Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen beschäftigte, zur Neuen Musik. In den Klang habe sie sich zunächst nicht verliebt, Stockhausen sei eine Ausnahme, und im Grunde ist sie der Neuen Musik gegenüber immer noch recht konservativ eingestellt. Stockhausens Musik hingegen hätte für sie weitergetragen „alles, was Mozart hatte, Bach hatte“ (Stephens, 2015) und in erster Linie Schönheit und Perfektion im Klang.

    Eine zunächst geplante Promotion in den USA brach Suzanne Stephens bald darauf ab, um in Deutschland zu arbeiten. Sie erhielt schließlich im Rundfunkorchester Stuttgart eine Stelle als erste Klarinettistin. Als der Klangkörper zwei Jahre später mit den Symphonikern fusionierte und sie die Stelle der zweiten Klarinette im neuen Orchester angeboten bekam, lehnte sie ab und widmete sich vollständig ihre Zusammenarbeit mit Stockhausen in Kürten. Rückblickend sagt sie, dass das Orchesterspielen nicht ihre Welt war: „Für jemanden, der strebsam etwas anderes machen muss als Takte zählen ¬– und diese soziale Umgebung auch, diese kollektive Identität, das fand ich nicht gut. Man hat schon die Versuchung nicht mehr zu üben, man kommt schon zurecht mit dem Repertoire, das ging gegen den Strich. In dem Moment, wo Musiker oder Künstler überhaupt bequem werden, denke ich, geht ihr Funke verloren. Ein bisschen Angst hält uns am Üben.“ (Stephens, 2015).



    Karlheinz Stockhausen


    Suzanne Stephens lernte Karlheinz Stockhausen 1974 kennen. „Er wohnte alleine und mein Gefühl war, dass er einen Kumpel brauchte, also jemanden, einen Freund, der für ihn da ist, ein bisschen hilft, das war die erste Einstellung. Freundschaft, die Liebe ist danach gewachsen. Bei den Proben für Herbstmusik, das erste Stück, bei dem ich mitgewirkt habe, da waren schon gute Schwingungen, aber es entwickelte sich mit der Zeit.“ (Stephens, 2015)

    Karlheinz Stockhausen komponierte 46 Stücke für Suzanne Stephens, darunter „Herbstmusik“ (1974) oder „Harlekin“ (1975), bei dem sie 45 Minuten lang tanzt und Soloklarinette spielt. Diese szenische Erweiterung durch die Interpretin machte ihr zunächst viel Sorge: „Ich hatte wirklich Angst vor der Uraufführung, dass ich auf die Nase fallen würde, weil man [das] nie auf die Bühne gesehen hatte. Ich fühlte mich so komisch. Das ist wirklich ein Gesamtkunstwerk, und eine große Aufgabe für die Klarinettistin, 45 Minuten alleine mit festen und freien Tanzbewegungen, das ist noch einmal eine ganz andere Anforderung, auch von der Atemtechnik und Ansatztechnik her.“ (Stephens, 2015) Diese Erweiterung ihrer eigenen Fähigkeiten begründet sie mit dem großen Respekt vor Stockhausens komponistischer Vision, aber auch mit einem Vertrauen in seine Fähigkeiten. „Ich habe oft gesagt: ‚Warum nicht?’ und das hat mich auch in Bedrängnis geführt, weil ich ihn nicht enttäuschen wollte. Bis zu seinem Lebensende ¬– es wäre ein Albtraum für mich gewesen, seine kreative Kraft und Vision auf irgendeine Weise zu beeinträchtigen nur durch meine menschlichen Grenzen. Deswegen erweitert man seine Grenzen: Aus Liebe und Respekt. Und das machen auch nach wie vor die jungen Musiker, die mit uns arbeiten“ (Stephens, 2015).

    Im Zusammenleben mit Stephens und, ab 1982 auch mit Kathinka Pasveer, konnte Stockhausen seine Kompositionen direkt mit den beiden Interpretinnen ausarbeiten. Sie lebten in Kürten mit einem engen Kreis aus Musikern und Mitarbeitern zusammen, zunächst auch mit Markus Stockhausen, Trompeter und Stockhausens Sohn aus erster Ehe mit Doris Andreae. Dieser trat auch in der Anfangszeit viel mit Stephens und Pasveer auf, vor allem in der Interpretation von „Licht“ („Donnerstag“ und „Samstag“).


    Suzanne Stephens und Kathinka Pasveer verstehen sich beide als Lebenspartnerinnen und Musikgefährtinnen von Stockhausen. Da beide viel jünger waren und kinderlos blieben, wurden sie auch kritisch rezipiert, sowohl auf einer persönlichen Ebene als auch in der besonderen Rolle als Interpretinnen: „Er hat zwei Dienerinnen jetzt. Aber im Grunde war das auch so, dass wir wirklich der Musik dienen wollte. Wie er auch! Das schließt Liebe nicht aus, wenn man dient. Man ist kein Sklave, sondern man dient aus Liebe, das ist auch das, was uns gebunden hat. Wir waren sehr glücklich zusammen und konnten entspannen und arbeiten und alle Aspekte des Lebens harmonisieren. Das ist etwas besonderes, aber das machen die Musik und die Liebe möglich. Und der gegenseitige Respekt.“ (Stephens, 2015)



    Die Stockhausen-Stiftung in Kürten bei Köln


    Die Stockhausen-Stiftung wurde zu Stockhausens Lebzeiten konzipiert und 1994 als „Stockhausen-Stiftung für Musik“ eingetragen. Heute besteht sie aus drei Pfeilern: Erstens dem Stockhausen-Verlag in der Leitung von Kathinka Pasveer, zweitens der Forschung mit dem Stockhausen-Archiv und Studienzentrum, und drittens der Lehre, bestehend aus den Stockhausen-Kursen, Einzelunterrichten für Musikerinnen und Musiker, einer Konzertberatung und der Musikvermittlung an Schulen. Insgesamt gehören acht größere Gebäude zum Anwesen und mehrere Übegebäude.

    Die Veröffentlichung der Partituren im Eigenverlag begann bereits ab Karlheinz Stockhausens Werk Nummer 30. „Wir haben überall Partituren gehabt, im Wohnhaus, auf dem Klavier, unter den Betten, in allen Ecken. Die Kinder haben selbst Verpackungsmaterial entworfen und bestellt, für jede Partitur die richtige Größe, ein Familienbetrieb.“ (Stephens, 2015). Dieses frühe Bewusstsein zur Gestaltung seines Erbes durchzog Stockhausens Handeln: Die Nachlassverwaltung begann bereits zu seinen Lebzeiten. Suzanne Stephens erzählt, sie hätten sein ganzes Leben lang Briefe geordnet, sodass nun das Archiv vollständig vorhanden sei. Stellenweise soll Stockhausen, inspiriert von Faxmaschinen, auch nur noch Kopien verschickt haben, und die originalen Briefe direkt selbst behalten haben.


    Stephens beschreibt die wichtigste Aufgabe der Stiftung darin, die Musik am Leben zu halten, in möglichst authentischer Aufführungspraxis, die sie selbst lehren. Darüber hinaus nehmen sie für Konzertaufführungen aber auch eine beratende Funktion ein, und haben eine Datenbank aufgebaut, die für jedes Werk die nötigen Materialien, Instrumente, Verträge oder Probezeiten auflistet. Bei jeder Werkbestellung geben sie diese ungefragte Hilfestellung. „Die Stockhausen-Stiftung soll nicht als Notenlieferant agieren und überall hinschicken, sondern immer fragen: ‚Wie sind die Proben, gibt es genügend?’ Und unter Umständen einfach absagen. Das ist nicht sehr lukrativ, uns entgeht sehr viel Geld, wenn wir beispielsweise eine Sync Rights-Anfrage absagen. [...] Stockhausen selbst hat mehr Aufführungen abgesagt als angenommen, weil die Rahmenbedingungen nicht stimmten, es nicht genügend Proben gab, oder der Ort falsch war.“ (Stephens, 2015)

    Bis heute finanziert sich die Stiftung aus dem Urheberrecht der Stücke, das nach dem Tod Stockhausens in die Stiftung überging, sowie aus den Verlagsrechten, dem Verkauf von Wertpapieren und zu einem geringen Anteil aus Wertpapieren. In Kürten arbeitet ein Team aus fünf bis sechs festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, für Einzelprojekte wie Videoarbeiten oder die Digitalisierung des Archivs werden freie Mitarbeiter eingestellt. Die gemeinsame Leitung mit Kathinka Pasveer beschreibt Suzanne Stephens als extrem positiv: sie sei jeden Tag froh, dass es die Andere gebe, da sie sich in ihren Aufgaben ergänzen und auch die Verantwortung teilen.



    Die Stockhausen-Kurse


    Die so genannten Stockhausen-Kurse wurden 1998 von Karlheinz Stockhausen ins Leben gerufen: „Meine Vision war, einen schönen Ort in der Natur zu finden, mit einem guten Konzertsaal, genügend sympathischen Helfern, Unterrichtsräumen, wo ich einmal im Jahr einen Kompositionskurs geben könnte, verbunden mit Interpretationskursen und Konzerten der mir vertrauen Solisten und deren Schülern. Dieser Ort ist seit 1998 mein Wohnort Kürten im Bergischen Land.“ (Karlheinz Stockhausen, Brücke zur Gegenwart, 2000). Die Kurse begannen als Einzelunterricht junger Musiker, die manchmal für Monate kamen, um bestimmte Stücke einzustudieren. Primär waren die Kurse aber zunächst als Kompositionskurse angelegt, ähnlich den Kursen, die Stockhausen bei den Darmstädter Ferienkursen 1996 gegeben hatte. Nachdem er zwischen 1975 und 1996 mehr als 58 Kurse mit Konzertzyklen überall auf der Welt unterrichtet hatte, wurde Kürten im selben Jahr fester Ausrichtungsort der Kursreihe. Aus der Skizze Karlheinz Stockhausens von 1998 gehen die Themen für die nächsten Stockhausen-Kurse hervor (Transkription, vollständige Liste unter http://www.karlheinzstockhausen.org/karlheinz_stockhausen_short_biography_german.htm) :


    1998 Lernen um Weiterzugeben

    1999 Lernen aus Gottvertrauen

    2000 Lernen durch Musik

    2001 Lernen mit Fleiss

    2002 Lernen von Meistern

    2003 Lernen in Geduld

    2004 Lernen beim Üben

    2005 Lernen am Werk

    2006 Lernen voll Freude

    2007 Lernen vor Begeisterung

    2008 Lernen zum Strahlen

    2009 Lernen für neue Leben

    2010 Lernen ohne Grenzen

    2011 Lernen auf ewig

    2012 Lernen wie Christi Michael

    2013 Lernen und Lehren

    2014 Lernen zu Lieben

    2015 Lernen was tun

    2016 Lernen wo stehen

    2017 Lernen wozu fragen

    2018 Lernen braucht Zeit

    2019 Lernen wer inspiriert

    2020 Lernen wofür schöpfen

    2021 Lernen wann Warten

    2022 Lernen kann anstecken

    2023 Lernen wollen Junge

    2024 Lernen geht schnell

    2025 Lernen will Zukunft

    2026 Lernen bringt Glück

    2027 Lernen schafft Kunst

    2028 Lernen übers All

    usw.


    Unter der Leitung von Suzanne Stephens und Kathinka Pasveer, die die Einrichtung seit 2007 weiterführen, haben sich die Kurse von der Komposition entfernt und legen wieder einen Schwerpunkt auf die Interpretation. Stephens und Pasveer unterrichten beide während der Kurse, dazu kommen musikwissenschaftliche Seminare, Meisterklassen und die abendlichen Konzerte in der Sülztalhalle mit den dazugehörenden Generalproben. Unterrichtssprache ist englisch, die Stimmung familiär, als Probenort dient das Schulgebäude der Gemeinde. Mittlerweile finden die Kurse alle zwei Jahre statt.



    Zukünftige Projekte


    Auch wenn Suzanne Stephens davon spricht, sich langsam zurückziehen zu wollen und junge Leute zur Nachfolge auszubilden, plant sie langfristig den ersten Band von Karlheinz Stockhausens „Texte zur Musik“ zu übersetzen und eine Biografie auf der Basis ihrer und Pasveers Tagebücher zu schreiben. Weitere Projekte sind eine Uraufführung der vollständigen Komposition „Licht“ und eine filmische Biografie.



    Würdigung

    Suzanne Stephens war zunächst als Künstlerin und dann als Interpretin von zahlreichen Werken Karlheinz Stockhausens sehr erfolgreich. Darüber hinaus gestaltet sie mit Kathinka Pasveer die Verwaltung des Nachlasses von Karlheinz Stockhausen und hält sein Werk durch Lehre und Aufführung lebendig.

    Repertoire

    CD-Einspielungen in chronologischer Reihenfolge


    Die aufgeführten Titel sind, soweit bekannt, die vollständige Liste der CDs, die Suzanne Stephens eingespielt hat. Viele von ihnen sind im Stockhausen Verlag erschienen, die meisten im Rahmen der „Complete Edition“. Für das Verzeichnis wurden der Artikel „Suzanne Stephens“ in Wikipedia – mit einer weitgehend vollständigen Liste – sowie der Bielefelder Katalog ausgewertet.


    1975/77 Sirius (für Sopran, Bass, Trompete, Bassklarinette und Elektronik), Gesamt-Ausgabe (26), Stockhausen-Verlag Kürten


    1976. Karlheinz Stockhausen, Sternklang. Polydor 2612031 (2LP). Hamburg: Polydor International GmbH. Reissued Deutsche Grammophon 2707 123 (2 LPs). Hamburg: Polydor International GmbH, 1976. Reissued on Stockhausen Complete Edition CD 18 (2 CDs). Kürten: Stockhausen-Verlag, 1991.


    1976 Amor für Klarinette, In Freundschaft op. 46 (1977/81, für Trompete), Traum-Formel (1981, für Bassetthorn)


    1978/80 Donnerstag aus Licht, Gesamt-Ausgabe (30), Stockhausen-Verlag Kürten


    1978/82 Bijou (für Altflöte, Bassklarinette und Tonband), Evas Spiegel (1984, für Bassetthorn), Freia (1991, für Bassetthorn), In Freundschaft op. 46 (1977/81, für Trompete), Laub und Regen (1974, für Klarinette und Viola), Libra (1977, für Bassklarinette und elektronische Musik), Mission und Himmelfahrt (1978, für Trompete und Bassetthorn), Mondeva (1978, für Tenor ud Bassetthorn), Sukat (1984, für Bassetthorn und Faltflöte), Susanne (1984, für Bassetthorn), Tanze Luzefa! (1978, für Bassetthorn), Tierkreis (1975), Wochenkreis (1986/88, für Bassetthorn und elektronische Tasteninstrument(e)), Xi (1986, für Bassetthorn), Ypsilon (1989, für Bassetthorn), 1975/77 Sirius (für Sopran, Bass, Trompete, Bassklarinette und Elektronik), Gesamt-Ausgabe (26), Stockhausen-Verlag Kürten


    1978. Karlheinz Stockhausen, Harlekin and Der kleine Harlekin. Deutsche Grammophon 2531 006 (LP). Hamburg: Polydor International GmbH. Reissued on Stockhausen Complete Edition CD 25. Kürten: Stockhausen-Verlag, 1991.


    1979. Karlheinz Stockhausen, Inori. (Suzanne Stephens, Japanese rin). (With: Stockhausen, Formel.) Deutsche Grammophon 2707 111 (2 LPs). Hamburg: Polydor International GmbH, 1978. Inori alone reissued on Stockhausen Complete Edition CD 22 (CD). Kürten: Stockhausen-Verlag, 1991.


    1980. Karlheinz Stockhausen, Sirius. Deutsche Grammophon 2707 122 (2 LPs) Hamburg: Polydor International GmbH. Reissued on Stockhausen Complete Edition CD 26 (2 CDs). Kürten: Stockhausen-Verlag, 1991.


    1983. Karlheinz Stockhausen, Donnerstag aus Licht, opera. Deutsche Grammophon 2740 272 (4 LP box set) and 473 379-2 (4CD) (4 CDs). Hamburg: Polydor International GmbH. Reissued on Stockhausen Complete Edition CD 30-ABCD (4 CDs). Kürten: Stockhausen-Verlag, 1992.


    1985. Karlheinz Stockhausen, Tierkreis: Trio Version; Wolfgang Amadeus Mozart, Concerto for Clarinet and Orchestra in A Major, KV 622 (cadenzas by Karlheinz Stockhausen). Markus Stockhausen, trumpet and piano, Kathinka Pasveer, flute and piccolo; Suzanne Stephens, clarinet; Radio-Symphonie-Orchester Berlin; Karlheinz Stockhausen, cond. Acanta 23531 (LP) and 43201 (CD). Hamburg: Fono Team GmbH, 1985. Clarinet Concerto reissued as part of Stockhausen Conducts Haydn and Mozart. Stockhausen Complete Edition CD 39 (2 CDs). Kürten: Stockhausen-Verlag, 1993.


    1986. Stockhausen, Karlheinz. Unsichtbare Chöre. Deutsche Grammophon 419432-1 (LP) and 419 432-2 (CD). Hamburg: Polydor International GmbH. Reissued on Stockhausen Complete Edition CD 31 (CD). Kürten: Stockhausen-Verlag, 1992.


    1988. Stockhausen, Karlheinz. In Freundschaft, Traum-Formel, Amour. Deutsche Grammophon 419 378-2 (CD). Hamburg: Polydor International GmbH. Reissued on Stockhausen Complete Edition CD 27 (CD). Kürten: Stockhausen-Verlag, 1992.


    1992. Stockhausen, Monday from Light, opera. Stockhausen Complete Edition CD 36-ABCDE (5 CDs). Kürten: Stockhausen-Verlag.


    1992. Stockhausen, Ave and Tierkreis, Trio Version. (Also with Oberlippentanz.) Stockhausen Complete Edition CD 35. Kürten: Stockhausen-Verlag.


    1992 Karlheinz Stockhausen, Michaels Reise: Solisten-Version, Markus Stockhausen, trumpet, Kathinka Pasveer, flute; Suzanne Stephens, basset horn, and 7 other musicians. ECM New Series. ECM 1406. Munich: ECM Records, 1992.


    1994. Musik für Klarinette, Baßklarinette, Bassetthorn: Suzee Stephens spielt 15 Kompositionen. Stockhausen Complete Edition CD 32 A–C (3 CDs). Kürten: Stockhausen-Verlag.


    1994. Stockhausen, Examen. (Also with Eingang und Formel, Drachenkampf, Oberlippentanz, and 2 versions of Pietà.) Stockhausen Complete Edition CD 43 (2 CDs). Kürten: Stockhausen-Verlag.


    2000. CD 55 Bassetsu-Trio (Suzanne Stephens, basset horn; Marco Blaauw, trumpet; Andrew Digby, trombone). With Mittwochs-Abschied


    2002. Stockhausen, Europa-Gruss for winds and synthesizers (Suzanne Stephens, clarinet); Licht-Ruf (Suzanne Stephens, basset horn). Also with Two Couples, for electronic and concrete music, Electronic and Concrete Music for Komet, and Stop and Start for 6 instrumental groups. Stockhausen Complete Edition CD 64. Kürten: Stockhausen-Verlag.


    2003. Friday from Light, opera. Stockhausen Complete Edition CD 50 (4 CDs). Kürten: Stockhausen-Verlag.


    2003. Stockhausen, Ten scenes from Freitag aus Licht. Stockhausen Complete Edition CD 65. Kürten: Stockhausen-Verlag.


    2005. Stockhausen, Licht-Bilder (3rd Scene of Sonntag aus Licht), for tenor, ring-modulated flute, basset horn, and ring-modulated trumpet. Stockhausen Complete Edition CD 68. Kürten: Stockhausen-Verlag.


    2007. CD 82 Bassetsu, for basset horn; Quitt, for alto flute, clarinet, and trumpet. (With Michaels-Ruf, Synthi-Fou, Komet, and Trumpetent) Kürten: Stockhausen-Verlag.


    2010. Harmonien und Schönheit. Stockhausen Complete Edition CD 87. Kürten: Stockhausen-Verlag.

    Quellen

    Literatur


    Stephens, Suzanne. Interview mit der Autorin in Kürten, 29. Mai 2015.


    Stockhausen, Karlheinz. Brücke zur Gegenwart, Stockhausen-Verlag, Kürten, 2000.



    Links


    https://de.wikipedia.org/wiki/Suzanne_Stephens (Stand: 4. Juni 2016).

    https://en.wikipedia.org/wiki/Suzanne_Stephens (Stand: 4. Juni 2016).

    http://www.rundschau-online.de/rhein-berg/stockhausen-kurse-die-klarinette-und-der-kleine-harlekin,16064474,28126632.html (Stand: 4. Juni 2016).

    http://www.karlheinzstockhausen.org/karlheinz_stockhausen_short_biography_german.htm (Stand: 4. Juni 2016)

    Forschungsbedarf

    Es besteht Forschungsbedarf zu Suzanne Stephens biografischen Details (Elternnamen, Jahreszahlen der Ausbildung und genaue Ortsnamen), ihren künstlerischen Einflüssen in ihrer Ausbildung und der Phase ihres eigenen Schaffens und Wirkens als Künstlerin. Die Namen ihrer ProfessorInnen und LehrerInnen sowie ihrer SchülerInnen sind noch unbekannt. Darüber hinaus könnte ihre Zusammenarbeit mit Stockhausen weiter untersucht werden, ihr Selbstverständnis als Künstlerin und Interpretin und auch, wie die Nachlassgestaltung konkret durch Stockhausen geplant wurde und in welcher Form sie heute gestaltet wird. Zudem ist bisher nicht bekannt, wie und ab wann Suzanne Stephens das Bassethorn-Spiel erlernte. Es fehlt zudem eine Sammlung an absolvierten Auftritten und Zusammenarbeiten mit anderen Künstlern.

    Normdaten

    Virtual International Authority File (VIAF): 42026723
    Deutsche Nationalbibliothek (GND): 123724341
    Library of Congress (LCCN): nr90011229

    Autor/innen

    Svenja Reiner


    Bearbeitungsstand

    Redaktion: Silke Wenzel
    Zuerst eingegeben am 12.07.2017


    Empfohlene Zitierweise

    Svenja Reiner, Artikel „Suzanne Stephens“, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 12.7.2017.
    URL: http://mugi.hfmt-hamburg.de/artikel/Suzanne_Stephens